130/900 mm EQ-3/2

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Ready

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Hallo zusammen,

da ich ich mich mit dem Gedanken herumschlage, mir ein Teleskop zu kaufen und ich ehrlichgesagt völlig neu in dem Gebiet bin, suche ich nach einem sinnvollen einsteiger Teleskop, womit ich relativ gut Planeten und Deep Sky Objekte beobachten kann. Nachdem ich mich ein Wenig erkundigt habe, denke ich, dass das 130/900 mm EQ-3/2 von Skywatcher (Newton Reflektoren) das beste für mich ist.

Würdet ihr mir auch zu diesem Modell raten oder zu einem anderen ?

Zur zeit plane ich noch keine Astro-Fotografie, ist es aber trotzdem möglich mit diesem Modell Fotografien zu machen ?

Ach ja und ich lebe aufem Land, sollte keine Probleme mit den Licht-Verhältnissen geben.

Danke für jede Hilfe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo,

der Newton 130/900 ist ein recht langbauendes und recht günstiges Gerät. Es ist auch recht gut für erste Fotos von Mond und Planeten.

Tipp:
Der kürzere 130 mit 650mm Brennweite von Celestron ist nicht nur auf der Goto Montierung, sondern auch auf der EQ-3 erhältlich. Er hat einen sehr genauen Parabolspiegel (im Gegensatz zum einfacheren Kugelspiegel der 900mm Version) und zeigt bei Mond und Planeten eine bessere Abbildung.

Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/Celestronseiten/Nexstar/Nex130.jpg

Der Preis dieses Gerätes auf der EQ-3 wäre Euro 338,-.

Der Vorteil ist auch eine außerordentlich hohe mechanische Stabilität.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop.service.de
 
Hi,
neben den theoretischen Überlegungen sollten praktische Erfahrungen den Ausschlag für den Teleskopkaufkauf geben. Insofern rate ich auch Dir Kontakte zu anderen Sternfreunden zu suchen und mit Ihnen rauszugehen. So lernst Du selbst schnell viel über Teleskope etc und kannst für Dich selbst die Auswahl deutlich einschränken.
Grundsätzlich ist gegen das angedachte Teleskop oder auch den Vorschlag von Wolfi nichts einzuwenden, wenngleich der Schritt zum deutlich größeren 150/750 Newton preislich nicht mehr weit ist.
Vielleicht helfen Dir auch meine Gedanken auf unserer noch rudimentären Homepage weiter.
CS
 
Hallo,

das Thema fotografie ist beim Kauf des ersten Teleskopes zwar immer wieder aktuell, aber es ist sehr schwer, beim ersten Gerät wirklich darauf einzugehen.
Es gibt zunächst mal grob zwei Sorten Astrofotografie. Eine mit kurzen Belichtungszeiten bis maximal 2 oder 4 Sekunden, um den Mond und die Planeten abzulichten, und dann die Deepsky Astrofotografie, bei der 5 Minuten eine kurze Belichtungszeit sind.
Die Planetenfotografie kann man praktisch mit jedem Teleskop betreiben, so lange man nur die Kamera dran bekommt. Modern ist ja in dieser Disziplin die Webcam-Fotografie, und da die Webcam mit Adapter wie ein Okular eingesteckt wird, haut das dann wirklich so gut wie mit jedem Teleskop hin, vielleicht noch mit Unterstützung einer Barlow-Linse. Natürlich sind nicht alle Optiken gleich gut geeignet, aber man kann mit fast jeder Optik geschmackvolle Bilder erzielen.
Die Deepsky-Fotografie stellt hingegen erhebliche Anforderungen an das Equipment, und da zuallererst an die Montierung. Während der langen Belichtungszeit dreht sich die Erde spürbar und man muß das Teleskop kontinuierlich dem Himmel nachführen. Man braucht eine stabile Montierung, die vor allem eine parallaktische (=equatoriale) sein muß, also auf den Himmelspol ausgerichtet. Eine azimutale Montierung, wie man sie unter vielen kleinen Goto-Teleskopen findet, taugt nicht. Will man durch das Teleskop fotografieren, braucht man ausserdem eine motorisierte Montierung, und zwar in beiden Achsen motorisiert. Und man braucht ein Leitfernrohr, in dem man mit einem Fadenkreuz-Okular kontrolliert, ob die Montierung wirklich dem Himmel folgt.
Da diese ganze Technik schwer zu beherrschen ist, sollte man den Einstieg aber eben nicht mit der Fotografie durch das Teleskop machen. Vielmehr sollte man die Kamera mit einem 50mm oder 135mm Objektiv huckepack auf das Teleskop schnallen, und das Teleskop als Leitfernrohr verwenden.

Genug davon. Wie Du siehst, gibt es doch erhebliche Anforderungen, die meistens mit dem Budget für ein Einsteigerfernrohr schlecht zu realisieren sind. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt der "Volleinstieg" in Deepsky-Fotografie geplant ist, würde eh komplett neu gekauft.
Wenn Du mit einem Tele-Objektiv, wie beschrieben, den Einstieg in Deepsky-Fotografie wagen willst, dann müsste als Montierung eher eine EQ-3 oder eine Skyview her. Damit geht dann schon was, unter Umständen auch per Handnachführung.
Planetenfotografie kannst Du aber auf jeden Fall machen.

Die ins Spiel gebrachten Teleskope kann man durchaus mal diskutieren. Der 130/900 hat wohl tatsächlich nur einen sogenannten Kugelspiegel, der hinter einem ordentlich geschliffenen Parabolspiegel des 130/600 zurückstehen müsste. Der 130/600 ist allerdings wegen seiner recht kurzen Brennweite ein ausgesprochenes Deepsky-Gerät. Wenn es eine bessere Planetenleistung als das 130/900 bringen sollte, dann wird dies teure Okulare erfordern, denn das f/4,5-Teleskop erfordert sehr kurze Okularbrennweiten, um für Planeten angenehme Vergrößerungen zu erzielen.
Zudem hat der 130/600 ja (wie abgebildet) eine azimutale Montierung, allerdings mit Goto (wer's mag).
Allerdings, der 130/600 zeigt Dir dafür wesentlich schönere Bilder von Deepsky-Objekten, weil Du mit diesem Gerät bei schwacher Vergrößerung einen viel grösseren Himmelsausschnitt sehen kannst (1,5-facher Durchmesser, 2,25-fache Fläche). Dies kann sehr reizvoll sein, und zwar besonders unter einem dunklen Landhimmel.

Ich selbst würde als Deepsky-Freund wohl eher den 130/600 wählen, aber auf einer EQ-3 oder Skyview und nicht auf der azimutalen Goto-Montierung. Und wenn es diese Möglichkeit nicht gibt, dann würde ich auf einen 150/750 Newton sparen.

Als Planetenfreund hingegen würde ich mal einen Preisvergleich zum 150/1200 Dobson machen, der zeigt am Planeten deutlich mehr und hat auch bei Deepsky seine Vorteile - nur geht Deepsky-Fotografie mit diesem Gerät dann eher schlecht.

Tja, ist schon wieder ziemlich lang geworden. Ansonsten schau mal in die Einsteiger-Ecke meiner Homepage.

Clear Skies
Sven
 
Herr Sven,
Ich habe ein 150/1200mm Dobson gekauft wie Sie wissen.
Sie schreiben,
Der 130/650 ist allerdings wegen seiner recht kurzen Brennweite ein ausgesprochenes Deepsky-Gerät.

Gilt das auch für 150/750mm Newton, oder 130/650mm Newton besser?

Laut ihre schreiben ist mein 6"Dobson ein Planeten Teleskop. Welche bringt mehr Deep Sky? Ich bin verwirrt.

1)130/650mm
2)150/750mm
3)150/1200mm
Heisst das ich soll jetzt ein 130/650mm oder 150/750mm Newton kaufen für Deep Sky?

Mit freundlichen Grüßen
Cihan
 
Erstmal Danke für die Beratung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Ich werde mich demnächst mal zu einer Sternenwarte begeben und gucken ob ich mehr an Deep Sky objekten oder Planeten interresiert bin.

Eine Frage habe ich aber noch:

Warum ist die Belichtungszeit grade bei Deep Sky Objekten so hoch ? Braucht man so lange um das gesammte Lichtspektrum zu erfassen ? Und kann man Deep Sky Objekte, wenn man sie durch das Teleskop betrachtet, genauso detailliert sehen als wenn man ein Foto, mit langer Belichtungszeit macht ?

Ready
 
Hi,

bei Deepsky objekten ist die Belichtungszeit so hoch weil sie so extrem lichtschwach sind. Besonders Galaxien und Nebel sind sehr schwach. Kugelsternhaufen gehören eher zu den helleren objekten.
Wenn du mit dem Teleskop beobachtest wirst du die Deepsky objekte sehr detailreich sehen (je nach teleskopgrösse bzw lichtsammelvermögen und je nachdem welche Filter du einsetzt). Allerdings nicht in Farbe. Das Auge kann leider nun mal kein licht über längere Zeit sammeln. Langzeitbelichtungen zeigen mehr als das menschliche Auge sehen kann, eben weil es einfach länger das Licht sammelt.
Es ist aber immer etwas anderes live durch das teleskop zu beobachten als Fotografien anzuschaun !

Gruß,
Jens
 
Hallo,

na, genau die Frage wollt' ich doch hören <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Man kann eben die Nebel im Teleskop nicht so gut erkennen, wie auf Fotografien. Die Fotos brauchen ja gerade deshalb so lange, weil diese Nebel und Galaxien so schwach leuchten. Deshalb kann unser Auge dann auch im grössten Teleskop praktisch keine Farben von Nebeln erkennen - nur bei einigen, sehr wenigen "Ausnahmeobjekten".
Farben erkennt man allerdings mit etwas Übung bei den Sternen, hier gibt es zum Beispiel einige Doppelsterne, die wegen der unterschiedlichen Sternfarben beliebte objekte sind. Man darf sich aber diese Farben nicht vorstellen wie satt gefärbte Discolaser, sondern es sind eher "Pastelltöne".
Bei der Planetenbeobachtung allerdings bekommt man mit blossem Auge ordentlich die Planetenfarben zu sehen. Der Anblick ist tatsächlich sehr ähnlich zu den verschiedenen Fotos. Natürlich kann ein kleines Amateurteleskop nicht so viel von Jupiter zeigen, wie das Hubble-Weltraumteleskop. Aber es gibt eine Menge zu entdecken.
Daher ist es wirklich das beste, wenn Du auf einer Sternwarte mal selbst schaust, wie denn ein Planet, ein Sternhaufen, eine Galaxie oder ein Gasnebel nun ausschauen.
Leider aber haben sich derzeit alle interessanten Planeten vom Nachthimmel zurückgezogen. Erst früh morgens geht Venus auf und während der übrigen Nacht kann man Uranus und Neptun beobachten - auf deren Oberfläche man aber nur mit sehr großen Amateurteleskopen überhaupt schwächste Details erkennen kann.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Cihan,

ja, das gilt auch für den 150/750 Newton, der mit f/5 eher ein Deepsky und Fotogerät ist. An erster Stelle ist aber für Deepsky der Durchmesser wichtig. Der 150/1200 zeigt deutlich mehr Deepsky, als der 130/650.

Der Dobson mit 150/1200 ist ein Planetenteleskop, weil er Planeten besonders gut zeigt. Trotzdem eignet sich das Teleskop auch für Deepsky. Es hat für Deepsky nur kleine Nachteile. Der Dobson zeigt wegen der größeren Brennweite nur einen kleineren Himmelsausschnitt. Mit einem 1,25" 32mm Plössl-Okular maximal 1,4°. Der 150/750 zeigt aber mit demselben Okular 2,2°.
Wenn man also ein großes Objekt beobachtet, zum Beispiel die Andromedagalaxie, dann passt sie mit dem 150/750 noch fast ins Bild, beim 150/1200 aber sieht man nur den inneren Ausschnitt.
Ein 150mm Teleskop hat ausserdem bei der Vergrößerung 21,5x das hellste Bild. Dazu braucht man beim 150/750 ein Okular mit 35mm, beim 150/1200 aber eines mit 55mm. Und ein Okular mit 55mm Brennweite ist in 1,25" schwer zu kaufen und es zeigt nur einen ganz kleinen Bildkreis, weshalb das nicht sehr schön ist.
Daher bringt also der 150/750 etwas mehr Deepsky, weil der bei schwacher Vergrößerung Vorteile hat. Schaut man Deepsky mit 100-facher Vergrößerung, dann sind 150/750 und 150/1200 gleich gut, und der 130/650 ist deutlich schlechter.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Herr Sven,

Schade, jetzt muss ich leider wieder sparen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> . Ich habe gedacht das 150/1200mm Dobson endgültige gerät ist.

Ich hätte 8" kaufen sollen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Vielen Dank für den Info.

Mit freundlichen Grüßen,

Cihan

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Sehs positiv : Eine Fototaugliche Montierung ist für deinen 150er günstiger zu montieren als bei einem 8" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruß,
Jens
 
Hi Chan,

wieso wieder was neues ? Lerne doch erst mal, dir den Himmel mit deinem 6"er zu erarbeiten ! Ich habe als 15jähriger 1982 mit diesem schönen Hobby angefangen - damals mit einem 60 mm Linsenfernrohr von Revue. Es war eine aufregende Zeit, auch wenn das Gerät in der Rückschau nur höchst ungenügend war, reichte es doch, den Funken für dieses Hobby überspringen zu lassen. Schon bald folgte ein 114/900 Newton - ebenfalls "nur" ein Kaufhausteleskop. Mit dieser Optik habe ich bis 1993 beobachtet ! Anschließendes Studium, Berufsausbildung, Umzug, Familiengründung etc. ließen das Hobby dann fast 10 jahre ruhen. Vor etwas über einem jahr erfolgte der Wiedereinstieg - wieder mit Optiken unter 6" !!! Diese Teleskop-Grösse wird mir immer noch auf die nächsten Jahre hinaus reichen und schöne Stunden bescheren.
Also nicht verzagen, sondern lernen mit dem Gerät umzugehen. Du wirst sicher auch eine lange Zeit brauchen, um die Grenzen dieses Gerätes wirklich auszureizen.
Und : wie Sven schon sagte - es wird immer jemanden geben, der ein noch größeres Teleskop hat !

CS Michi
 
Hallo *entfernt*,

Danke für deine moral gebende Beitrag. Ich habe mit dem Beobachtung begonnen. Ich versuche zB. M81 oder M82 finden. Aber diese kopfstehende und seitenverkehrte blick macht mich verrückt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> . Ich glaube ich muss mich noch gewöhnen.

Ich habe einmal mit einem Lidl teleskop beobachtet. Da habe ich besser Himmelsobjekte gefunden. Wegen Amiciprisma.

Aber wie du geschrieben hast:

Einfach lernen, und zeit lassen. Danke <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Mit freundlichem Grüßen
Cihan
 
Hi Cihan,
wenn das mit dem Suchen auf dem Kopf nicht gut geht, denke mal über einen anderen Sucher nach. Peilsucher, Telrad oder Rigel sind da zu nennen.
Muß Dir zum suchen dann nur die Position auf der Karte merken und einstellen - allerdings ohne das es kopfstehend ist.
Im Scope steht dann natürlich das Bild wieder auf dem Kopf aber das ist dann nicht mehr so dramatisch.
Ansonsten helfen Sternfreunde aus der Umgebung auch gerne weiter. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
CS
 
Hallo Antares,

Ich wollte fragen, welche Teleskope zeigt beim Deep Sky mehr. 150/1200 Newton oder 150/750 Newton, und warum?

Mit freundlichem Grüßen

Cihan
 
Hi Cihan,
grundsätzlich zeigen beide Teleksope quasi gleich viel, wenn man die unterscheidliche Größe des Fangspiegels außer vor läßt. Ist eher marginal.
Deep Sky sind mehrere Bereiche unter anderem auch Richfield, also Großfeldbeobachtung. Hierfür ist das Teleskop mit der geringeren Brennweite eher geeignet, weil es größere Gesichtsfelder mit normalen Okularen produzieren kannst. Mit Deinem Dobson bräuchstet Du sehr langbrennweitige Okulare noch dazu mit 2" oder mehr Steckmaß, die es nur vereinzelt gibt.
Insofern hast Du mit dem langbrennweitigen nichts das ideale Großfeldgerät.
Die Vorteile Deines Dobsons liegen bei der geringeren Fangspiegelabschattung und dadurch etwas besserer Kontrast, sowie das okularunkritische Öffnungsverhältnis von 150/1200 also f 1/8. Der kurze Newton kommt dagegen nicht mit jedem Okular gut klar.
Übrigens habe ich - auch anläßlich Deiner Frage nach dem Suchen eines Objektes - inzwischen einen Artikel zum vorgeschlagenen Peilsucher auf der Homepage eingebaut. Hier
Vielleicht hilft es Dir oder anderen Sternguckern weiter.
CS
 
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