130mm APO auf einer HEQ5-Pro ? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

130mm APO auf einer HEQ5-Pro ?

astro-yogi

Mitglied
Hallo liebe Astrofreunde,

ich bin jetzt seit knapp einem Jahr im Astronomie Hobby aktiv, also noch absoluter Anfänger.
Angefangen habe ich Mitte 2019 mit einem Nexstar 6SE. Habe damit nur Jupiter und Saturn beobachtet und auch erste Versuche mit fotografieren gemacht (siehe letztes Bild).
Da ich schon nach kurzer Zeit auch mal Deepsky fotografieren wollte, habe ich mich von dem Teil wieder getrennt und mir eine HEQ5-Pro Synscan Goto und ein TS-Photoline 102mm FPL53 APO (beides gebraucht) angeschafft. Für Planeten (Jupiter und Saturn habe ich mir dann aber auch noch ein C6 OTA gekauft. Als Camera verwende ich eine Canon EOS600D (unmodifiziert für Galaxien/PLaneten) und eine Canon EOS1100D (astromodifiziert für Nebel)
Ich habe mir zum Testen und Erfahrungen sammeln zunächstmal M51 , M101, NGC4565 und den Orion-Nebel vorgenommen.
Arbeite zunächst noch ohne Guiding ( obwohl ein Evoguide 50 ED und eine ZWO ASI120MC-S schon vorhanden sind ). Die ganzen anderen Dinge (gutes Einnorden und Alignment , Scharfstellen, Aufnehmen mit APT, Stacken und Bearbeiten, ...) bereiten mir momentan immer noch genügend Probleme, so dass ich das Guiding zunächst nochmal hinten angestellt habe.

Die vier angehängten Deepsky Bilder sind jetzt im April entstanden, alle mit dem 102mm APO.
Es sind jeweils so um die 50-100 Bilder aufgenommen mit APT, gestackt mit DeepSkyStacker, gestreched mit Gimp und mit Photoshop CS2 etwas aufgepeppt.
Leider habe ich hier direkt am Stadtrand von Hannover einen sehr hellen Himmel (Milchstraße ist seit vielen vielen Jahren mit blossem Auge nicht mehrt zu sehen ! Als Kind sah ich die so oft .... ).
Bei mehr als ISO400 und 30sek bekommen die Aufnahmen sofort einen hellblauen Hintergrund (trotz UHC-S Filter)

So, das war recht viel vorweg zu meiner Situation.
Nun meine Fragen an die Experten:

1. Das 102mm APO ist dem C6 immer deutlich überlegen (Helligkeit und Kontrast). Ist das normal ?

2. Belichtungszeiten über ca 40sek führen zu einer hohen Quote von Bildern, auf denen die Sterne Striche sind und keine Punkte
Bei 120sek sind praktisch alle Bilder unbrauchbar.
a) Würde dies durch guiding behoben ?
b) Ist das für die Montierung ungeguided normal oder habe ich da eine schlechte Montierung ?

3. Da mich das APO so unheimlich begeistert, bin ich am überlegen, mir das TS Photoline 130mm f/7 anzuschaffen.
Dafür das C6 vielleicht zu verkaufen ?
Wäre das eine kluge Anschaffung ? Oder wäre die HEQ5 mit dem 130mm APO überfordert ?

Freue mich schon auf Eure Kommentare und Tipps für mein weiteres Vorgehen

Jürgen (Lehrte bei Hannover)
 

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Hallo Jürgen,

der TS 130mm f/7 wiegt, je nach Okularstutzen, zw. 10.3 und 11 kg. Ich habe einen AstroPhysics 130EDF (f/6), der laut Datenblatt 6.8kg wiegen soll.

Ich habe eine AZ-EQ6 Montierung auf meiner fest einbetonierten Gartensäule im Betrieb und würde das Teleskop auf keiner kleineren Montierung betreiben wollen. Die AZ-EQ6 hält den Setup mit 50mm Sucher, 60/240mm Leitrohr, Kamera, zusätzlichem Elektrofokussierer sehr gut. Aus dem Bauchgefühl heraus möchte ich das aber nur noch visuell auf einer etwas kleineren Montierung nutzen wollen. Der TS 130mm ist ja sogar 3-4kg schwerer wie mein Tubus.

Zum Thema Refraktor vs C6 kann man so nichts sagen, das hängt ua. auch von einer sauberen Kollimation der Optiken ab. Das mit der Bildhelligkeit könnte hinkommen, das müßte man genauer ausrechnen (Reflektionen, Absorption in Linsen). Spielt aber in den Dimensionen mMn. keine wesentliche Rolle. Der Refraktor hat jedoch photographisch ein schnelleres Öffnungsverhältnis, das ist sehr wohl bemerkbar!
Der Kontrast ist beim Refraktor besser, da er keine Abschattung durch einen Fangspiegel hat.

Die Sternstriche werden durch Guiding behoben. Meine AZ-EQ6 schafft es gut 30sec (bei 780mm Brennweite auf Canon 60Da) so gut zu laufen, daß ich bei meinem Vorstadthimmel kein Guiding brauche. Die Ausschußrate ist recht gering; aber bei 60 sec schon deutlich größer, obwohl die Montierung permanent aufgestellt und gut eingenordet ist.

Grüße, Gerd

PS: Der Apo, nicht das Apo (Verstümmelung von Apochromat) - sorry, ich kann nicht anders...;)
 
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MeisterDee

Mitglied
Wäre das eine kluge Anschaffung ? Oder wäre die HEQ5 mit dem 130mm APO überfordert ?
Hallo Jürgen,
Deine HEQ-5 wäre für Beobachtung mit dem 130mm APO zwar noch nicht überfordert, aber sicher an ihrer Grenze. Je nach Zubehör und Fotoausrüstung würdest Du jedoch die Grenze für einen „gesunden“ Astrofotografieaufbau sehr schnell überschreiten. Fotografisch würde ich der (in jedem Fall für Astrofotografie geeigneten) HEQ-5 nicht mehr als 10 Kg Gesamtbeladung zumuten.

Es ist nachvollziehbar, dass Du als begeisterter 102mm APO-Nutzer mit einem größeren APO liebäugelst. Das Mehr an Öffnung ist in jedem Fall reizvoll.....

In Deinem Fall, vor Allem wegen Deiner fotografischen Ambitionen, würde ich Dir aber zunächst von dem größeren Teleskop abraten. Nicht nur wegen des Gewichtsproblems, das Deinen Spaß sicher bremsen würde, sondern vor Allem wegen des fehlenden Guidings.

Vielmehr würde ich Dir empfehlen, jetzt einen Autoguider einzusetzen. Entweder (Laptop dabei) mit Deiner ASI120*, oder (ohne Laptop dabei) mit einem „Stand alone“-Guider wie MGEN.

*(die Colorversion ist für Autoguiding nicht erste Wahl, SW-Kameras werden da bevorzugt)

Ich bin mir ganz sicher, dass Du von den längeren Belichtungszeiten, die Dir ein Autoguider bringt, sehr viel mehr profitieren würdest, als von dem 28mm Öffnungszuwachs.

CS

Dietmar
 

astro-yogi

Mitglied
Hallo Gerd, Hallo Dietmar,

vielen Dank für Eure Antworten.
Ich hatte genau das "befürchtet"...... aber ehrlich gesagt war es mir fast klar, da ich denke, die mechanischen Probleme (Strichbildung) werden mit zunehmender Brennweite und zunehmendem Gewicht beide negativ beeinflusst, sich also quasi "quadratisch" verschlechtern.

Der schlechte Kontrast hier am östlichen Stadtrand von Hannover ist vermutlich durch eine größere Öffnung auch nicht zu verbessern.

Also werde ich mich jetzt wohl oder übel demnächst mal mit dem Guiding beschäftigen. Ja, ich habe mein ASUS-Notebook immer dabei, da ich die Canon von dort mit dem Astro-Photograpy-Tool steuere. Die Guiding-SW (PHD Guiding2) habe ich auch schon darauf installiert, war bisher aber immer zu faul das alles in Betrieb zu nehmen, solange es ja ohne Guiding so leidlich funktioniert.

Und dann hilft vermutlich auch nur noch, den Kram ins Auto zu packen und zu versuchen, so ca 20-30km weiter Richtung Nord-Osten zu fahren, um dem fürchterlichen Lichtschmutz etwas zu entgehen.

Vielen Dank erstmal für Eure Tipps
Habe zur Astrofotografie noch so viele Fragen, denke aber, da ist hier nicht das richtige Unterforum.
Werde mal sehen, ob ich dort an anderer Stelle weiterkommen.

CS und alles Gute
Jürgen
 

astro-yogi

Mitglied
Hallo Dietmar,
(gern natürlich auch Anworten von anderen :) )
würde gern nochmal was fragen. Ich habe mir gerade die beiden zu verheiratenden Kandidaten vorgeholt, den 102mm APO und den Evoguide 50. Der Evoguide hat als Befestigung diesen üblichen Fuss, wie ihn auch die normalen Sucher haben. D.h. ich müsste den Sucher dann abnehmen und den Evoguide in den Sucherschuh reinstecken. Das Gefällt mir aber nicht, da das dann sehr weit hinten sitzt, wo die Optik mit DSLR sowieso schon übergewichtig ist. Ich würde den Evoguide lieber weiter vorn an den Schellen vom APO befestigen. Darin sind aber Gewindelöcher größer als M5 und M6 geht nicht rein, da vermutlich Zollgewinde. Wie würdest Du das lösen ?

Jürgen
 

mettling

Mitglied
Hallo Jürgen,

ich würde eine passende Schraube für die Schelle besorgen. Das dürfte ein 1/4"-Fotogewinde sein. Gerd Neumann hat da viele Schrauben im Angebot. Dann befestigst Du einen Sucherschuh auf der Schelle des Apos und da setzt Du dann den Evoguide rein.
Wenn Du metallbautechnisch bewandert bist, könntest Du vielleicht auch die Rohrschellen des Evoguide umarbeiten und sie direkt auf die Schellen des Apos setzen. Vorteil: eine mechanische Verbindung weniger, dadurch geringeres Risiko, dass sich Fotooptik und Leitoptik in der Nacht zueinander verdrehen. Ob das machbar ist, hängt von der genauen Beschaffenheit, Deinen Fähigkeiten und vor allem Deiner Skrupellosigkeit ab. ;)

Bis dann:
Marcus


EDIT:
Das hier ist der Apo:
Das hier ist der Evoguide:
Verbinde die Rohschellen des Apos oben durch eine Aluplatte und setze da einen Sucherschuh drauf. Da rein dann den Evoguide. Oder die Rohrschellen des Guiders direkt auf die Aluplatte, das macht aber eventuell das demontieren des Guiders etwas komplizierter. Musst Du wissen.
 
Zuletzt bearbeitet:

astro-yogi

Mitglied
Hallo Marcus,
Danke für Deine Tipps. Ja, genau so hatte ich es mir auch vorgestellt.
Habe mir gerade bei TS zwei Sucherschuhe (mit ebener Auflage bestellt) einen für den APO und einen werde ich dann auf mein 6" Newton basteln. In den Rohrschellen sind übrigens doch (erstaunlich) M6 Gewinde drin. brauche also ein paar M6 Senkkopfschrauben, am besten mit Innensechskant (inbus). Mal sehen, ob ich noch welche finde, sonst muss ich mir irgendwo welche ordern. Dürfen nur ca 6-8mm lang sein.
vG Jürgen
 

RBecker

Mitglied
würde gern nochmal was fragen. Ich habe mir gerade die beiden zu verheiratenden Kandidaten vorgeholt, den 102mm APO und den Evoguide 50. Der Evoguide hat als Befestigung diesen üblichen Fuss, wie ihn auch die normalen Sucher haben. D.h. ich müsste den Sucher dann abnehmen und den Evoguide in den Sucherschuh reinstecken. Das Gefällt mir aber nicht, da das dann sehr weit hinten sitzt, wo die Optik mit DSLR sowieso schon übergewichtig ist. Ich würde den Evoguide lieber weiter vorn an den Schellen vom APO befestigen.
Ich habe aus genau diesen Gründen inzwischen an meinen beiden Geräten zwei Sucherschuhe angebaut, so dass ich jederzeit wählen und wechseln kann: Evoguide, Leuchtpunktsucher, Kameraadapter für Piggyback. Das Gewicht weiter hinten sollte kein Problem sein, man kann ja entweder die Prismenschiene oder den Tubus in den Rohrschellen verschieben. Am C925 hat die Schiene inzwischen schon einige Markierungen je nach geplantem Einsatz (mit/ohne Foto, mit Reducer, Hyperstar...), da braucht man bei jedem Setup andere Positionen.

Gruß
Reinhard
 

astro-yogi

Mitglied
Hallo Reinhard,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe inzwischen auch einen zweiten Sucherschuh montiert.
Ich habe ein Platte aus 4mm dickem Aluminium so zugeschnitten, dass sie genau die beiden
Teleskopschellen überbrückt und vorn und hinten jeweils 2x verschraubt werden konnte.
Darauf habe ich mittig den Sucherschuh für den Evoguide 50ED geschraubt.
P1040808.JPG
Der Sucherschuh für den Baader Skyfinder 5 sitzt jetzt nach wie vor weiter hinten.
Viele Grüße
Jürgen
 

Optikus

Mitglied
Hallo Jürgen,

vielleicht gestattest Du mir den Hinweis, dass ich versuchen würde, die beiden Rohre dichter zusammen zu bekommen. Mit sind die Sucherträger die man überwiegend findet allesamt zu lang. Da hängt dann noch Kabel dran und sowas verursacht bei mir Plaque, wie leicht kommt man da ran, man baut Kabelschlaufen usw., das wäre ein Thema dem ich mich auf jeden Fall widmen würde.

CS
Jörg
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Ich bin ganz Jörgs Meinung. Ich finde die heutigen (historisch gewachsenen) Sucherschuhe und Sucherhalterungen generell eher unprofessionell und wackelanfällig - die Herumjustiererei ist für mich immer recht nervig. Ich versuche derzeit, manche meiner Sucher auf Tangentialneiger umzustellen. Die sind stabiler, "maschinenbaulicher", dichter am Hauptrohr und justagestabiler... :coffee:

lg
Niki
 

astro-yogi

Mitglied
Hallo Jörg, Hallo Niki,
danke für die Hinweise, die mir direkt einleuchten.
Muss mal sehen, wie ich das umbauen kann.
Leider ist der Fuss und der Ständer am Evoguide in einem Stück Ich dachte, man würde so einen Sucherfuss
mit kürzerem STänder oder ganz ohne Ständer bekommen, so dass man dann die Grundplatte vom Evoguide
mit weniger Abstand draufschrauben kann. Habe aber bisher nichts passendes Gefunden.
Notfalls muss ich den Ständer auf dem Fuss kürzen und neue Sacklöcher mit Gewinde einbohren .

Ich muss Niki übrigens beipflichten. Die miserabele Masshaltigkeit zwischen den verschiedenen Sucherschuhen
und Sucherfüssen ist ne Katastrophe ! Wie toll wäre das, wenn man den Sucher rausklicken, wieder einklicken könnte
und er wäre wieder sehr genau gleich justiert. Ich habe das jetzt schon etwas verbessert, indem ich mir für meine
zumeist verwendeten zwei Teleskope jeweils einen eigenen Baader Skyfinder 5 zugelegt habe.
Jürgen
 
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Demokrat

Aktives Mitglied
Hallo Jürgen, das wäre eine Möglichkeit. Oder einfach 2 nicht verstellbare, fixe Schellen besorgen (oder selbst zimmern), und die mit einer passenden Klemmschiene verschrauben (je nach Klemmplatte, die man dann verwenden möchte, ggf. also auch eine Vixen-Schiene). Und dann den Sucher auf einen Tangentialneiger (meist mit Vixen-Klemme) spannen, damit er justierbar ist.

Natürlich sind die Sucher generell mit einem Abstand zum Rohr gedacht, weil man sonst mit dem Auge kaum hinkommt. Aber fürs Guiding oder wenn man eine 90°-Prisma/Spiegel verwendet, brauchen die Sucher nicht so weit abzustehen. Meist endet es wieder in Gebastel, je nach Hobbyintensität also auf einer Fräsbank oder halt mit ein wenig Sägen und Bohren... :)

PS: weil die Tangentialneiger schweineteuer sind, kann man sicher auch eine Bresser Polhöhenwiege MH-100 verwenden und die Polhöhenfunktion nicht verwenden. Also waagrecht stellen und dann halt parallaktisch zum Hauptrohr einstellen. Ich hab gerade eine bei TA bestellt, muss sie aber erst abholen. Gucken, ob das so geht, wie ich mir das vorstelle...

lg
Niki

Bresser-Polhoehenwiege-MH-100.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:

Dju

Mitglied
Hallo Jürgen,
ich habe den Evogiude auch mal tiefergelegt auf eine V-Schiene. Bei mir war die Sucherhalterung zerlegbar sodass ich die vorhandene Grundplatte auf die V-Schiene montieren konnte ohne irgendwelche Umbauarbeiten. Die Sucherschuhmontage war mir zu wackelig und der Evoguide zu weit vom Hauptinstrument entfernt.
Gruss, Thomas
Evoguide2.jpg
 

astro-yogi

Mitglied
Hallo Thomas,
aber passt denn diese V-Schiene in meinen normalen Sucherschuh ?
Oder ist das solch eine Vixen-Schiene, um ein Teleskop auf eine Montierung zu schnallen ?
Viele Grüße
Jürgen
 

Dju

Mitglied
Hallo Jürgen,
nein, das ist eine normale V-Schiene, aber auch dafür gibt es ja Aufnahmen, sei es auf einer Rohrschelle so wie ich es nutze oder an einer Gegengewichtsstange etc. Der Sucherschuh ist bei mir verwaist.
Gruss, Thomas
 

astro-yogi

Mitglied
Hallo Thomas,
hmm, das ist natürlich eine sehr ordentliche Lösung, allerdings auch ordentlich teuer.....
Bei TS kostet eine Schiene, in die man dann die V-Schiene klemmen kann alleine 69,- Euro.
Und dann bräuchte ich ja die V-Schiene auch noch. Das ist man zusammen mal so eben bei knapp 100,- Euro.
Also ich werde erstmal sehen, ob ich nicht eine preiswertere Möglichkeit finde, einen kurzgebauten Adapter zwischen
meinem (Standard-)Sucherschuh und der Basisplatte vom Evoguide zu finden oder aus dem vorhandenen zu basteln.
aber vielen Dank an alle für Eure Tipps.
Jürgen
 

joetaiga

Mitglied
Hallo zusammen,

leider sehe ich den Thread erst jetzt.

Ich habe den EvoGuide mit der normalen Sucherhalterung an einer Rohrschelle befestigt.

Das kann ich aus Erfahrung nicht empfehlen. Ich habe seit Anfang an mit Differenzialdrift zu kämpfen. Letzte Woche habe ich mal eine Stunde den Guiding Assistenten in PHD2 laufen lassen. Die Dec Achse ist bei so gut eingenordet, dass sie mindestens eine halbe Stunde kaum eine Abweichung von der Null-Linie zu sehen ist. Nach 40 Minuten driftet die Dec Kurve auf einmal innerhalb 1-2 Minuten 5" ab und bleibt dann dort wieder stabil bis zum Ende des Tests. Das ist eigentlich nur durch Diffenzialdrift oder einen Defekt an der Montierung zu erklären. Die RA Achse verhält sich ziemlich unvorhersehbar. Ich war z.B. bisher nie in der Lage eine vernünftige PE Kurve aufzunehmen. Bei 1m Brennweite kann ich so relativ sicher 5 Minuten aufnehmen, LRGB und OSC sogar mit Duoband Filter gehen also problemlos, bei Schmalband muss ich allerdings Abstriche machen.

Nachdem ich den Thread gelesen habe, werde ich mal schauen, ob ich eine Schiene bekomme oder basteln kann, die beide Rohrschellen verbindet und die ich direkt unter den Sucher schrauben kann. Hoffentlich wird das dann besser.

Habt ihr mit euren Lösungen eigentlich Probleme mit Vignettierung durch die Nähe zum Hauptteleskop? Für das Guiding mag das nicht so wichtig sein, aber ich habe mir einen EvoFF bestellt und wollte den EvoGuide für Übersichtsaufnahmen verwenden. Wäre schade, wenn mein Apo ein Stück des Bildes abschneidet.

CS Joachim
 

astro-yogi

Mitglied
Moin Joachim,
also mit meiner Lösung mit der Platte, die beide Rohrschellen verbindet bin ich eigentlich recht zufrieden, das macht einen ausgesprochen stabilen Eindruck. Aber der grosse Abstand des Evoguide von dieser Platte hatte mir auch gleich nicht so gut gefallen. Diese Lacerta-Schiene (s.o.) gibt es bei Teleskop-Austria für 20 Euro, allerdings kommen da 11,- Euro Versand nach Deutschland dazu. Suche momentan, ob man die nicht irgendwo in Deutschland bekommen kann. Ich glaube aber, ich werde mir mal so eine bestellen. Damit kann man sicher eine stabile Halterung anfertigen.
Jürgen
 

joetaiga

Mitglied
Moin Joachim,
also mit meiner Lösung mit der Platte, die beide Rohrschellen verbindet bin ich eigentlich recht zufrieden, das macht einen ausgesprochen stabilen Eindruck. Aber der grosse Abstand des Evoguide von dieser Platte hatte mir auch gleich nicht so gut gefallen. Diese Lacerta-Schiene (s.o.) gibt es bei Teleskop-Austria für 20 Euro, allerdings kommen da 11,- Euro Versand nach Deutschland dazu. Suche momentan, ob man die nicht irgendwo in Deutschland bekommen kann. Ich glaube aber, ich werde mir mal so eine bestellen. Damit kann man sicher eine stabile Halterung anfertigen.
Jürgen

Hallo Jürgen,

Prismenschienen habe ich noch einige rum liegen. D.h. ich müsste nur schauen, ob ich die Sucherrohrschellen darauf verschrauben kann.

Metallplatte habe ich leider keine da. Ich habe aber noch eine 6mm Alucobond-Platte. Mit dem Material habe ich für meinen Dobson sehr gute Erfahrungen gemacht. Leicht, gut zu verarbeiten und extrem stabil. Das müsste eigentlich auch gehen oder?

CS Joachim
 

astro-yogi

Mitglied
Hallo Joachim,
also ich habe eine alte 4mm dicke ALU Frontplatte in meinem Bastelkeller gefunden. Da habe ich mir das passende Stück rausgesägt und dann die Löcher reingebohrt. 6mm ist natürlich schon unheimlich dick, aber kann ja nicht schaden.
ich habe mir heute bei https://teleskop-austria.at die 100mm lange Prismen-Schiene für Sucherschuhe bestellt
https://teleskop-austria.at/FindFFT10_Sucher-Prismenschiene-100mm-mit-Multi-Adaptation
und so einen Spacer (Abstand-Halter) der dazu passt
https://teleskop-austria.at/SpacerFFT_Heber-mit-Multi-Adaptation-LACERTA-Baukastensystem
Daraus sollte man den kurzen Halter prima zusammensetzen können. Wenn es fertig ist, werde ich ein Bild davon machen und hier posten.

( Jetzt warte ich erstmal auf mein Zahnriemenset, was ich vorgestern bestellt habe, um meine HEQ5-Pro auf Zahnriemenantrieb umzurüsten https://www.youtube.com/watch?v=hdS5Hisgats. )
 

astro-yogi

Mitglied
So, die beiden Umbauten sind fertig.
1. der Halter für das Evoguide50ED ist mit der Schiene von Lacerta jetzt schick kurz geworden.
2. Das Rowan "Belt-Upgrade" der HEQ-5 ist installiert und ich habe so gut wie kein Backlash mehr.

Gestern abend konnte ich beides ausprobieren und habe das erste Mal versucht mit Autoguiding zu arbeiten.
Leider ein Misserfolg, da ich immer die Fehlermeldung
"Das Puldguiding Kommando an die Montierung ist fehlgeschlagen"
bekommen habe, für das ich den neuen Thread aufgemacht habe.

Jürgen
 

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