152/990 Refraktor OAZ kürzen

bastion0078

Mitglied
Hallo,

durch das permanent graue Wetter habe ich mich weiter mit meinem 152/990 Refraktor herumgeschlagen. Anscheinend hat der eine Obstruktion durch den 25,5 cm langen Okularauszug.

Ich habe mir den Strahlengang in Freecad als Skizze nachgebaut und gesehen, das er erst, wenn der OAZ mind. 13 cm weit draußen ist, keine Obstruktion mehr hat. Mit meinem Okularen bin ich aber bei ca 7 bis 8 cm schon im Fokus. Und, wenn ich mich nicht komplett vermessen habe in Freecad, wird der 152/f6,5 zu einem 123/f8 wird. Ich habe mich schon wegen der geringen CA gewundert.
OAZ skizze.jpg

Die grüne Linie ist der Strahlengang gem. Brennweite. Bei der Brennweite habe ich ab Ende der Linse den Stahlengang eingezeichnet.

Skizze komplett.jpg


Bevor ich jetzt anfange da herumzuschneiden und ca. 7,5cm kürze, würde ich gerne wissen, ob mir hier ein Denkfehler unterlaufen ist.
 
Hallo,

wenn du den Tubus 8-10cm verlängerst, musst du nachher mit dem OAZ auch wieder 8-10cm weiter in den Tubus fahren, um in den Fokus zu kommen. Bringt nichts.
Tubusrohr vom OAZ kürzen, bzw ein größerer OAZ wäre besser.

VG
Rolf
 
Moin!

Also ich würde die Optik mit den Okularen erstmal benutzen und dann so eingestellt am Tag visuell mit dem Blick auf Höhe der Okulare in den OAZ mit oder ohne Z-Spiegel kontrollieren, ob nun wirklich eine Randabschattung vorliegt. Sowas sieht man dann nämlich, wenn man beim Einblick das ganze Objektiv nicht übersehen kann.
Diese Prüfung ist sinnvoll, bevor man das Auszugsrohr kürzt, denn das ist eine finale / irreversible Maßnahme.

Oben steht leider nicht dabei, um welchen Hersteller es sich handelt. Möglich wäre vielleicht, beim Verkäufer / Händler? nachzufragen, ob da irgendetwas in Bezug auf Obstruktion bekannt ist.
 
Hallo winnie,

das habe ich bereits gemacht. Wenn ich ohne Okular durch den Zenitspiegel geschaut habe, war der Rand nur dann zu sehen, wenn ich schon sehr schräg hineingesehen habe. Ich hatte da knapp 2/3 vom Ring des Zenitspiegels bereits im Sichtfeld. Der Rand wurde deutlich besser sichtbar, wenn ich den OAZ komplett herausgedreht habe.

Edit:

Bezüglich Händler. Keine Ahnung. Habe den gebraucht für 400€ bekommen. Auf dem Tubus steht TS und sonst nichts. Scheint aber 2005 auf den Markt gekommen zu sein. Unter der Marke Antares 152/990.
Ist aber wohl das gleiche Modell wie in diesem Beitrag hier:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

ich hatte das gleiche Problem. Mein 152/900 ist schon älter und mit Astro Professional gelabelt.
Er hatte einen 2-Zoll Auszug, mit dem man nur mit 1,25-Zoll-Okularen obstruktionsfrei beobachten
konnte. Ich habe dann einen bekannten Händler kontaktiert und mit ihm abgesprochen, dass ich ihm
den alten Auszug schicke, und er mir einen Adapter fertigt, der das Teleskop mit einem 3-Zoll-
Auszug, den ich mir ausgesucht habe, verbindet.
Hat einwandfrei geklappt, ich kann jetzt mit 2-Zoll-Okularen obstruktionsfrei beobachten.
Kosten waren 99 Euro für den Adapter zusätzlich zum größeren Auszug.
Ob sich das finanziell lohnt, ist eine andere Frage.

Viele Grüße
Klaus
 
Ja, an das Antares-Modell erinnere ich mich dunkel - das waren die ersten FH 6" f/6, die auf den Markt kamen. Die Größe war damals neu und sollte bessere Ergebnisse liefern als der zuvor erschienen Syntha/Skywatcher 6" f/5.

> Jede Änderung am OAZ würde bei dem hier ein neues Tubus-Endstück bedeuten.

Wieso? Kannst du nicht vom objektivseitigen Auszugsrohrstück ein Ende abschneiden?
So macht man das eigentlich.

Ich hatte meinen damaligen 120/600er FH (Orion, baugleich Skywatcher) so auch bis zur Zahnstange eingekürzt, Ebenso bei den kleinen Lidl-Refraktoren 70/700 mm. Seit dieser Zeit kontrolliere ich auch jeden Refraktor auf Obstruktion, den ich mir anschaffe. Es sind dann nicht nur die Auszugsrohre, die in den Strahlengang reichen, sondern meist wilde Bledenkonstruktionen - sowohl im Tubus als auch im Auszugsrohr - die auch noch absichtlich die Öffnung reduzieren, um die Bildqualität zu verbessern.
Gerade bei den "kurzen" Varianten um f/5, f/6 erlebt man so etwas immer wieder.
 
Ich meinte damit einen komplett neuen OAZ zu verbauen. Ohne Drehbank geht da nichts. Endstücke von den 152 Bresser würden auch passen, aber die erstmal bekommen und dann haben die auch ihre eigenen Maße...

Ich werde vom teleskopseitigem Ende des OAZ was abschneiden. Da sind 7,5 cm Rohr, die man einfach wegmachen kann, ohne die Zahnstange neu setzen zu müssen. Oder ein Gewinde zu schneiden.

Eigentlich müssten es ca. 8,5 cm sein, aber ich will den genieteten Zahnstangenauszug nicht kürzen und anbohren müssen. Aber die 2 mm Öffnungsverlust kann ich akzeptieren.

Edit: Blenden im OAZ-Rohr hat der ja auch noch....
 
Ich habe das Rohr jetzt um 7,8cm kürzen können und ich habe die Linsenzelle noch 3mm weiter herausdrehen können.

Jetzt sollte das Ding obstruktionsfrei ab ca 65mm ausgefahren Okularauszug sein.

Nächstes Projekt ist die beiden Linsen seitlich justierbar zu machen.
 
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