Hallo Leute,
18" möglichst billig scheitert m.E. daran, dass billig und Leichtbau sich nicht vertragen und bereits die nun gängigen und relativ günstigen 12" und 16" Dobsons doch im Verhältnis bleischwer sind. Das zieht sich vom Spiegel bis zur RB. Überall könnte man abspecken, aber das wird bei angemessener Stabilität und Qualität dann doch erheblich teurer, sodass Massenproduktion eben nicht drin ist, egal ob "billig" oder "teuer".
Hinzu kommt, dass ab einer gewissen Größe auch die Spontanität verloren geht. Selbst wenn so ein Teil binnen 30 Minuten aufgebaut und justiert ist, man hat vor der Beobachtung doch Zeit und Aufwand einzuplanen.
Diesbezüglich meine ich aber einen Trend zu erkennen, der eben diesem Aufwand und auch der Tatsache geschuldet ist, dass mit 1800 mm Brennweite und mehr eben keine großen Felder mehr zu erreichen sind.
Auf vielen größeren Dobsons sieht man neben Telrad und Co. Winkelsucher mit 60-80 mm Öffnung, kleinere Newtons wie z.B. einen 114/450er, an ganz großen Geräten hängt häufig gar ein 6" F/5.
Ist das in Meinem Fall, mit dem 4" Richfielder auf einem 8" Newton sicher noch Ausdruck ganz spezieller Beobachtungsvorlieben wird das bei Dobsons über 16" fast schon zur Notwendigkeit, will man nicht auf einen Großteil möglicher Beobachtungen verzichten.
Kaum jemand betreibt "nur" einen 20-Zöller, ohne ein kleineres Zweitgerät zu bestitzen und ich denke (und sehe), der kleine Schritt, beide Geräte gemeinsam zu montieren wird immer öfter gegangen.
Im nächsten Schritt kann das leicht vom großen Dobson zu trennende und den diesbezüglichen Ansprüchen des Besitzeres angepasste Zweitgerät die Vielseitigkeit wieder herstellt und die Spontanität aufrecht erhalten.
"Möglichst gut und billig" kann dieses Zweitgerät sein, der Dobson ab 16" aufwärts m.E. eher nicht.
Gruß und CS
*entfernt*