Re: 20 x 100 Binokular
Hallo Edwin, hallo Frank,
richtig, es ging mir eigentlich nur um den Vergleich zwischen dem 20x100 45° Miauchi und dem China-Nachbau. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es die Chinesen schaffen können an die japanische Qualität heranzukommen, aber wir werden sehen....
Edwin, die Frage ob man mit einem Großfernglas oder mit einem Teleskop mit Binoansatz besser dran ist stelle ich mir auch schon eine Weile. Man kann ja nicht mal eben einen Vergleich fahren, denn dazu müßte man ja alle Geräte nebeneinander haben, was äußerst selten vorkommt. Auch ich interessiere mich für eine noch größere Bino-Lösung als mein derzeitiges 20x100 45°. In der Tat teilt ein Binoansatz die Lichtleistung des Teleskops, aber eigentlich sollte das Gehirn das Licht dann wieder verdoppeln. Leider habe ich dazu noch mangels Equipment keine Versuche starten können. Tatsache ist jedenfalls, dass ein 20x100 45° ein 2,5° großes Gesichtsfeld zuläßt und für Deep Sky mit großen Himmelsausschnitten bestens geeignet ist. OK, es gibt da noch die 37-fache Vergrößerung, aber mit einem Pupillenabstand von nur 10mm. Soetwas ist für mich als Brillenträger nur ohne Brille machbar. Außerdem ist die 37-fache Vergrößerung auch noch nicht genug für kleine Deep Sky Objekte. Ein Teleskop mit Bino Ansatz ist aber erst bei erheblich größeren Vergrößereungen bzw. bei erheblich kleineren Himmelsausschnitten einzusetzen. Nur wenige Teleskope können ein Binoansatz ohne Barlow/Verlängerungslinse zulassen, der Lichtweg ist meistens zu kurz. Die wenigen die das können haben ohnehin eine Öffnung von f/10 oder mehr. Selbst mit einem Großfeldbino sind Okularbrennweiten von mehr als 32mm Plössel nicht mehr drin. Das ergibt Minimalvergrößerungen die vielleicht erst ab 70 - 90fach anfangen. Mit der meist notwendigen Verlängerungslinse ist das noch viel mehr. Da würde mir im Bereich zwischen 20 - 60fach schon einiges fehlen. Aus diesem Grund, und es gibt bestimmt noch weitere, spricht für mich nur ein Großfernglas mit der Möglichkeit mit gängigen Wechselokularen einzusetzen. Die geradsichtigen Modelle taugen meiner Meinung nach nichts, da man in zenithnähe eine Genickstarre auf Dauer bekommt. Und einäugig mit einem Teleskop kann ich einfach nicht mehr entspannt beobachten, da flimmert es einfach zu sehr vor den Augen, da bin ich inzwischen verwöhnt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Somit bleibt auf Dauer nur eine Lösung - ein Großfernglas mit gängigen Wechselokularen - ja vielleicht der Doppel-Mak von APM oder die teuren Gläser von Astromeccanica oder die weit entfernten Gläser von Matsumoto. Hat alles so seine Vor- und Nachteile.
Grüße, Amin