32 Zoll f/7 Nasmyth Cassegrain

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Stathis

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Hallo Leute, ich will mal laut träumen.

Die richtig großen Dobson Tüten werden ja ziemlich hoch. Das ergibt lange Stangen und eine hohe Leiter. Baut man ein zu hohes Öffnungsverhältnis rein (z.B. f/3), gibt's hässliche Koma und die Okulare machen schlapp <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> . Wie kann man das umgehen? Wie wäre es mit einem 80 cm Cassegrain, wo der Fokus vor dem Hauptspiegel mit einem Planspiegel seitlich auslenkt wird und man im Sitzen beobachten kann, so wie Kurt Schreckling es mit seinem 12" Quarzmonster macht?

Das Öffnungsverhältnis darf natürlich nicht cassegrainübliche f/10 oder länger haben, es soll ja ein super Deep Sky Instrument werden. Bei f/7 hätte man mit einem 31 Nagler 180- fache Vergrößerung, immerhin noch fast 1/2° Gesichtsfeld und das bei satten 4,5 mm Austritspupille, das wär's doch, oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Mal angenommen, man kriegt einen 32" f/3 Hauptspiegel noch einigermaßen parabolisiert und akzeptiert 40% Obstruktion oder auch mehr (bei der Öffnung ist dann immer noch reichlich Auflösung da), ergibt das eine schnuckelige Gesamthöhe von nur ca. 1,80 m.

Hier meine Fragen:
- Bildet so ein f/7 Cass außerhalb der Achse noch vernünftig ab?
- Wie realistisch ist es, einen konvexen stark hyperbolischen Fangspiegel mit f/5 hinzukriegen?
- hat jemand sowas schon mal irgendwo gesehen

Ist das zu abgehoben für einen Amateur?

Wie wäre folgende Alternative: Ganz normaler 32" f/3 Newton mit
Komakorrektor, der gleichzeitig den Strahlengang auf z.B. f/5 verlängert, damit die Okulare noch gut abbilden. Ist so ein Komakorrektor überhaupt möglich? Auf der Achse muss er natürlich richtig scharf sein.
 
Hallo Stathis,

Tony Hallas benutzt einen klassischen 14.5" f/8 Cassegrain für Kleinbild und CCD-Photographie (ST-10). Das nutzbare Bildfeld sollte also ausreichend sein. Für visuellen Einsatz sind die Anforderungen an die (axiale) Bildqualität natürlich höher...

Ist es nicht so, daß der schlimmste Bildfehler beim Cassegrain die Koma ist? Helfen da nicht die teuren koma-korrigierten Weitwinkelokulare?

Wenn man eine große Obstruktion in Kauf nimmt, wäre dann nicht auch ein Nasmyth-Newton mit höherem Öffnungsverhältnis als f/3 Brennweite denkbar?

Du siehst, statt Antworten auf deine Fragen gibt es gleich ein paar neue. Nicht gerade toller Service von mir... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ich denke unsere Optiker an Board(sic) haben dazu mehr zu sagen...

post scriptum: ach ja, was man so hört ist der hyperbolische Fangspiegel der Alptraum jedes Optikers... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
 
Huuu....Schauder!
Das klingt ganz nach Haloween. Leicht ist sowas nicht zu machen, man braucht einen massiven Tubus. Denk mal an das Gewicht des Fangspiegels!
Man kann natürlich so eine Optik berechnen, ich meine aber, daß das eher nur fotographisch brauchbar ist. Dann kannst du das sinnvollerweise nur parallaktisch lagern.
Und ortsfest. Dann brauchst du eine Sternwarte dazu. Willst du das denn?
Da sehe ich eher das ganze eine Nummer kleiner und dann als Newton mit gefaltetem Strahlengang.
Ich versuchs mal zu zeichnen. http://home.t-online.de/home/marty.t/1meter_f4.jpg
Der Hauptspiegel hat 4000mm Brennweite, ca. 30% Obstruktion, Einblick in etwa 2meter Höhe. Das wäre auch als Dobson machbar.

Grüße Martin
 
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Re: Koma korrigierte Okulare?

Ich bin Nagler-Laie, also bitte entschuldige meine Ignoranz...

aber man hört doch oft, daß z.B. die Nagler-Okulare mit Newtons mit niedrigem Öffnungsverhältnis besser klar kommen und weniger Koma zeigen...

bezieht sich das nur auf den Koma-Fehler des Okulars?

wenn ja dann entschuldige ich mich hiermit förmlich für mein unqualifiziertes Gequassel <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Nichts ist schlimmer als Halbwissen

 
so etwas meinte ich mit Nasmyth Newton.

Nichts für Leute mit Obstruphobia, dürfte aber einige praktische Vorteile besitzen (Einblickhöhe, Tubuslänge) ...

schöne Zeichnung! 30% Obstruktion ist weniger als ich vermutet hätte.
 
Re: Koma korrigierte Okulare?

Hallo,

> aber man hört doch oft, daß z.B. die Nagler-Okulare mit Newtons mit niedrigem Öffnungsverhältnis besser klar kommen

Bis dahin stimmt das auch alles noch ! Es ist nämlich recht schwierig ein Okular zu bauen, das die steil einfallenden Randstrahlen bei f/4 immernoch mit den gerade in die Mitte einfallenden Strahlen auf einen Punkt zu fokussieren.

> und weniger Koma zeigen...

Und hier nicht mehr. Denn nicht alles was Sterne zum Rand hin unschärfer macht ist auch gleich Koma. Da gibt es einmal die Bildfeldwölbung ( eher selten sichtbar - meistens ist sie zu gering ) und die Verzeichnung des Okulars - und die ist ausschlaggebend. Bei niedrigem Öffnungsverhältnis ist es allgemein so, dass die meisten Okulare schwierigketen bekommen - nur dass die meisten Lichtstarken Teleskope Newtons sind und dort sämtliche Unschärfen in Richtung Rand sofort als Koma interpretiert werden, weil man davon doch schon so oft gehört hat.

> bezieht sich das nur auf den Koma-Fehler des Okulars?

Nö auch nicht - den hätten höchstens "echte" Komakorregierte Okulare bei Teleskopen für die sie nicht gebaut wurden.
 
Re: Koma korrigierte Okulare?

Hallo TP

danke für die Mühe!

da Du dich meines postings so ausführlich angenommen hast, möchte ich Dir nun denselben Dienst erweisen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


>Und hier nicht mehr. Denn nicht alles was Sterne zum Rand
>hin unschärfer macht ist auch gleich Koma.

das stimmt, doch sind z.B. Farblängs- und Querfehler wohl als solche zu erkenne. Vermutlich kann der Astigmatismus am ehesten mit Koma verwechselt werden. Bei einem gewölbten Bildfeld werden die Randsterne zwar auch unscharf, sie bleiben aber symmetrisch (deshalb ziehen Profis den RC dem Cassegrain vor, Astrometrie und Photometrie geht besser mit runden Sternen als mit Jonathan Livingstone Seagull <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> )

>Da gibt es
>einmal die Bildfeldwölbung ( eher selten sichtbar -
>meistens ist sie zu gering ) und die Verzeichnung des
>Okulars - und die ist ausschlaggebend.

glaub ich nicht - ätsch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

gerade Okulare wie Nagler und Panoptik verzeichnen doch ganz stark, auf die Sternabbildungen hat die Verzeichnung aber keinen Einfluß

Bei lichtstarken Newtons ist die Koma der schwerwiegendste Bildfehler, deshalb gibt es für solche Geräte ja Komakorrektoren. Bei Schmidt-Cassegrains fällt die Bildfeldwölbung am stärksten ins Gewicht, deshalb ist der f/6.3 reducer auch als field-flattener ausgelegt.

>Bei niedrigem
>Öffnungsverhältnis ist es allgemein so, dass die meisten
>Okulare schwierigketen bekommen - nur dass die meisten
>Lichtstarken Teleskope Newtons sind und dort sämtliche
>Unschärfen in Richtung Rand sofort als Koma interpretiert
>werden, weil man davon doch schon so oft gehört hat.

wie schon weiter oben ausgeführt, dürfte bei einem lichtstarken Newton der stärkste Bildfehler tatsächlich die Koma sein...

... aber wahrscheinlich überlasse ich die Diskussion besser den Leuten, die wirklich etwas davon verstehen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> so führt das zu nix, es eröffnen sich ständig neue "Nebenfronten".

ich glaub ich fall ins Koma <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />



 
Re: Öffnungsverhältnis Definition

Nur mal am Rande:
Öffnungsverhältnis ist Objektiv Durchmesser : Brennweite.
Ein "schneller Newton" mit z.B 1:4 (auch geschrieben f/4) ist ein hohes Öffnungsverhältnis, nicht umgekehrt.

Abe ich wollte eigentlich was ganz anderes von euch wissen.
 
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Hallo,
Ich habe mal mit OSLO ein Cassegrain zusammengerechnet.
Hauptspiegel 1 Meter Durchmesser 8000mm Kugelradius, paraboloid.
Fangspiegel 30cm Durchmesser, 5235mm Kugelradius, conische Konstante -11,3 (das ist bei der Brennweite nicht so schlimm!)
den Okularauszug kann man bei 1500mm oder so einbauen, da kommt man ruhig stehend noch dran.
Effektive Brennweite etwa 7380 mm
Das Besondere an dem Design: Ich muß den Fangspiegel nicht so extrem auslegen, weil ich den Fokus nicht bis hinter den Hauptspiegel verlege, sondern mit dem 2.Fangspiegel in halber Höhe zugänglich mache.
Dadurch wird auch die Verzeichnung und Bildfeldwölbung nicht so stark, man kommt ohne Korrektor aus. (Fragt mich nicht welches Bildfeld fotographisch wie groß ist, das muss mir noch jemand beibringen.)
Das file hab ich unter
http://home.t-online.de/home/marty.t/cass05.len
abgelegt.
Grüße Martin
 
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Re: Öffnungsverhältnis Definition

Hallo Stathis,

hast ja recht - aber die 4 von f/4 ist nun mal kleiner als eine 8 bei f/8 <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> - vielleicht sollten wir lieber bei langsamen und schnellen Öffnungsverhältnissen bleiben - das ist eindeutiger.

Aber zurück zur eigentlichen Frage. Wie ich dir schon geschrieben habe, könntest du vielleicht eine Konstruktion ähnlich dieser hier machen. Nur das die Linse nicht im Okularauszug integriert sein dürfte, sondern, unabhängig von diesem, davor.

Ich weiß aber leider nicht genau, was das für Vor- und Nachteile mit sich bringt - insbesondere bei schnelleren ( ist wirklich einfacher <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) Öffnungsverhältnissen. Auf jeden Fall arbeitet das System in der Praxis auf der Achse Beugungsbegrenzt.
 
Re: f/3-Newton?

Es gibt wahrscheinlich nicht viele, die so ein Teil haben. Hr. Birkmeier hatte zumindest noch vor einigen Monaten vor, einen f/3,3-Newton (oder waren es f/3,1?) zu bauen. Sein Ziel war: Ein riesiges Gesichtsfeld bei ebenso riesiger Öffnung. Ich weiss nicht, was aus diesem Vorhaben geworden ist. Wäre schön, einmal etwas von dieser Seite zu hören ...

Vielleicht hilft auch eine Handzeichnung von Onkel Al weiter: http://www.teleskop-service.de/televue/paracorr.htm
 
Re: Öffnungsverhältnis Definition

Wenn ihr schon dabei seit: Jetzt will ich auch mal was besser wissen.

Ein "schneller Newton" mit z.B 1:4 (auch geschrieben f/4) ist ein hohes Öffnungsverhältnis, nicht umgekehrt

Stimmt fast, nur dass f/4 wieder die Öffnung ist und nicht mehr das Öffnungsverhältnis.
Brennweite f geteilt durch 4 = Öffnung

Schlaumeier aller Welt vereinigt euch!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Re: Öffnungsverhältnis Definition

Wie ich schon in einem anderen Thread geschrieben habe, ist für mich die "f/4" nur mit gleichzeitiger Angabe der Brennweite als Öffnung zu verstehen, ansonsten beschreibt diese Schriebweise ein Öffnungsverhältnis.

Haarspalter aller Welt: Vereinigt euch!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Re: ÖffnungsZAHL ...

Halloechen,


nachdem ich schon bei meiner Diplomarbeit immer ueber kleine und grosse Oeffnungsverhaeltnisse stolperte und Konfusion die Folge war, habe ich die OEFFNUNGSZAHL N = f / d eingefuehrt. Also, der Stathis sucht einen Cassegrain mit eher kleiner Oeffnungszahl von N=7.

Und los sind wir die Bruchrechnung ...


Cheers und ...
 
Re: Blende

Hallo Jürgen,

das gibts doch schon und heißt Blende, oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
 
Na, das ist doch genial!
Neben der trivialen Aufgabe, einen Meter Spiegel mit dem "SCHNELLEN ÖFFNUNGSVERHÄLTNIS" von f/4 hinzukriegen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> , muss man also nur noch einen 30 cm konvexen 11,3 fach hyperbolischen Fangspiegel machen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

...und das alles ohne Leiter.

Heute parabolisiere ich meinn 14" fertig und fange gleich morgen damit an. Ich muss mal selbst mit OSLO rechnen
 
Neben der trivialen Aufgabe, einen Meter Spiegel mit dem "SCHNELLEN ÖFFNUNGSVERHÄLTNIS" von f/4 hinzukriegen , muss man also nur noch einen 30 cm konvexen 11,3 fach
hyperbolischen Fangspiegel machen

Hab ICH gesacht du sollst einen Cassegrain machen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Grüße Martin
 
Re: Kurze Parabel ...

Hallo, Stathis, Marty und alle ...


... ich habe ja das f/3.7-Projekt hinter (?) mir und ich sehe bei kurzen Parabeln, insbesondere groesseren Durchmessers, ein ziemliches Problem. Es ist nicht unbedingt die Messgenauigkeit (da hatte ich den f/3.7 noch im Griff), auch sollte ein Foucaultmessaufbau mit hinreichender Ausleuchtung moeglich sein. Das grosse Problem ist aber, die Parabel aus der Sphaere herauszupolieren. Beim 6" f/8 sollen das erfahrende Fuechse ja in einem Poliervorgang innerhalb weniger Minuten bewerkstelligen. Aber bei den kurzen Parabeln muss so "viel" Material ausgehoben werden, dass man sehr lange zum Parabolisieren braucht. Hierbei schleichen sich Zonenfehler rein, und was folgt sind Dinge wie mein Megathread "Juchuu, mein Spiegel ..." --- irgendwelche Zonen laufen stets aus dem Ruder und man sieht es im Foucaultbild nicht. Nachdem ich mit der ersten Maske glaubte, am Ziel zu sein, zeigte mir die zweite Maske mit lambda/2 eine Fratze. Nun bin ich froh, dass mir die zweite Maske Optimalwerte liefert (lambda/200 ...), waehrend ich mit der ersten Maske immer noch besser als lambda/4 bin.

Beim 80cm f/3 wird dieses Problem erheblich schlimmer ausfallen ! Eventuell kann man die Schleifzeit verkuerzen, indem man schon den Feinschliff parabolisch auslegt wie die Profis das machen. Fuer den Amateur am Kuechentisch aber eher Neuland.

Gegenvorschlag: Wie waere es mit einem sphaerischen f/3 mit Korrektur ueber den Fangspiegel ? Evenutell noch mit einem machbaren Korrektor ... muesste man mal designen. Habe leider kein Programm zur Verfuegung (was ist eigentlich OSLO und kennt jemand ein bezahlbares Optikraytraceproggi fuer LINUX ?).



 
Re: Kurze Parabel ...

Hallo Jürgen,

> Gegenvorschlag: Wie waere es mit einem sphaerischen f/3 mit Korrektur ueber den Fangspiegel ? Evenutell noch mit einem machbaren Korrektor ... muesste man mal designen. Habe leider kein Programm zur Verfuegung (was ist eigentlich OSLO und kennt jemand ein bezahlbares Optikraytraceproggi fuer LINUX ?).

Habe ich auch schon vorgeschlagen ( per Mail ) - allerdings würde der Korrektor VOR dem Fangspiegel nicht mehr ganz klein sein ... das Ding hätte mindestens einen Durchmesser von 30 cm und währe wohl in Gewichtsbereichen Jenseits der 15 kg anzusiedeln, dazu käme noch das Gewicht des Fangspiegels und der Halterung - und die müßte besonders justierstabil sein. Also eine transportable Lösung mit einem solchen Teil steht wohl fast nicht zur Debatte. ( Auf der anderen Seite hieß es ja nur "Dobson" - von transportabel war nie die Rede <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ). Also wenn Korrektor - dann möglichst Nah am Okular, um ihn klein zu halten, ansonsten wird eine Leichtbauweise schon ziemlich schwierig ...
 
Link zu OSLO

Hallo Jürgen,

> Habe leider kein Programm zur Verfuegung (was ist eigentlich OSLO und kennt jemand ein bezahlbares Optikraytraceproggi fuer LINUX ?).

das OSLO gibt's bei http://www.lambdares.com/.
Es gibt verschieden teure Varianten, die billigste kost' nix und kann mit maximal 10 Oberflächen rechnen.
Hab' aber keine Ahnung was es im Vergleich zu anderen kann.

Gruß
Schicko
 
Re: Kurze Parabel ...

(was ist eigentlich OSLO und kennt jemand ein bezahlbares Optikraytraceproggi fuer LINUX ?).

Oslo ist ein professioneller Raytracer. Die frei kopierbare Demoversion ist auf 10 Ebenen eingeschränkt. Das reicht für jedes Cassegrain mit Triplet als Korrektor.
Ich kenne andere professionelle Programme nicht, bin aber trotz jahrelanger Erfahrung noch nicht an die Grenzen von Oslo gestoßen! Ich meine, daß die Softwarefirma die einfach nachzuvollziehende Strategie verfolgt, angehende Profis mit dem Programm zu versorgen. Die können sich dann später nur mühsam auf ein anderes System umstellen. Bestimmt gibt es einen Raytracer für Linux. Gibt es eine Newsgroup für Linux, da würde ich mal fragen.
Oder Du besorgst dir einen alten PC für OSLO, das ist vielleicht billiger als ein professionelles Programm für Linux.<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Grüße Martin
 
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Hallo Stathis,

schau mal bei dem Ami's bei ATM nach, ich habe schon mit großen Teil beobachtet. Der besitzer hatte Cassegrain, hat kurz vorm Hauptspiegel Umlenkspiegel, dann ausserhalb vom Tubus wieder, dann als Reduzer einen alten Tele Vue genesis.
Keine Spur von Farbfehlern und der Besitzer hat seitlich vom teleskop im Stuhl gemütlich beobachtet.Wenns dich intersiert und du es nicht findest kann ich helfen. Ich habe hierüber sogar bauanleitung gesehn, bei ATM und glaube bei Sky und Teleskop
 
Danke, Schicko und Marty !

Danke fuer die Infos zu OSLO --- ich habe mir den Firmenlink mal gebookmarked. Werds mir mal runterziehen, sobald ich Zeit habe mich damit zu beschaeftigen.


 
"Die richtig großen Dobson Tüten werden ja ziemlich hoch. Das ergibt lange Stangen und eine hohe Leiter. Baut man ein zu hohes Öffnungsverhältnis rein (z.B. f/3), gibt's hässliche Koma und die Okulare machen schlapp . Wie kann man das umgehen?"

Hallo Stathis,

leider kann ich den hier geposteten Vorschlägen nicht zustimmen. Alles Zu kompliziert. Selbst wenn man die Optikkomponenten kaufen oder selbst fertigen könnte, wäre ein solches Gerät, bei dieser Grösse nicht mehr transportabel. Warum ? Wegen der Justieranfälligkeit. Bevor ein solches Gerät kollimiert ist, geht die Sonne wieder auf...
Der "echte Dobsonspirit" ;-) verlangt eine grosse Öffnung unter einem dunklen Himmel. Transportabilität ist der Schlüssel. Sie wird häufig auf den Gewichtsaspekt reduziert. Leider. Sie bedeutet aber auch Justiereinfachheit oder besser "Problemlosigkeit". Der Dobson ist so erfolgreich weil er einfach ist und nicht weil man für wenig Geld eine grosse Öffnung bekommt (was viele Glauben).
Wer am Dobsonkonzept festhalten will, wird drei optische Flächen genauso ablehnen, wie eine äquatorial Montierung. Er wird F3 als "schrecklich" (mit gutem Grund) bezeichnen weil die "Qualität" besser solte ich sagen; die Eignung solcher Spiegel für einen Dobson schlecht ist. Warum ?
Man führt von Hand nach. Die Zone höchster Schärfe (Wenn ein F3 überhaupt scharf zu kriegen ist, aber Du bist ja ein erfahrener Selbtschleifer. Insofern wirst Du das schon packen) ist winzig. Jetzt führe diese Teil mal sauber nach, bei 32 Zoll, und viel hunderfacher Vergrößerung.... "Ja Ja, die Erde dreht sich auf einmal verflucht schnell"...."Und die Koma holt dich jede Sekunde ein"..."Macht echt Spass..."
Da hilft auch kein Nagler und ein Komakorrektor. Mal ehrlich was soll das ?
Drei optische Flächen ? Nein danke, Fehljustage bis der Hahn kräht (oder nicht transportabels Fernrohr; Der Fall des großen Fernrohrs unter hellem Himmel), Lichtverlust oder sehr teuer dankt der "Ultratrasmissionsverspiegelung" auf supergenauen Flächen. F3 "no way" brother. Hab einmal durch sowas durchgeguckt..:(
Für mich sieht die Zukunft der "Big-Ones" anders aus: Wie gewohnt, nur zwei optische Flächen (Parabolischer Haupt- und planer Fangspiegel. Der ! Vorteil des transportablen Newtons), Gemütliches Öffnungsverhältnis von F5, niedrige Einblickposition.
Wie geht das ? Indem man nicht länger glaubt, dass ein Newton einen 45 Grad Fangspiegel benötigt, sondern auch einen meinetwegen 20 Grad- oder 22.5 Grad- oder einen "soviel Grad, wie Dir unter Abwängung von Obstruktion und Beobachtungskomfort richtig erscheinen-" Fangspiegel.
Lass Das Licht zu Dir kommen und klettere ihm nicht hinter her. Es bewegt sich viel eleganter als Du.
Mit Bleistift kannst Du Dir den Strahlengang mal aufzeichnen, du wirst sehen, dass Du den Brennpunkt weit nach unten ziehen kannst, ohne dass die Obstrukion nennenswert größer wird, als bei einem vergleichbaren F4, F3 oder gar F2 (wie wärs damit ?).
Vorteil: Eine hohe Spiegelqualität verträgt eine relativ grosse Obstuktion ohne nennenswerte Bildverschlechterung. Bei einer nur mäßig guten Qualtiät (wie sie z.B. bei F3 zu erwarten wäre) ist die Bildverschlechterung stärker. Es ist zu erwarten, dass der F5 im "Lowrider-Design" (also z.B. 22,5 Grad Fangspiegel" bei gleicher Obstruktion wie ein F4 besseren Kontrast liefert.
Zweitens hat ein Dobson als "Lowrider" generell geringere Koma. Folge: Weniger Justieranfällig, bessere Wirkung von Interferenzfiltern durch weniger konvergenten Strahlengang. Einfacher aufgebaute Okulare (mehr Transmission und Bildschärfe). Das Lowrider-Design ist kein Selbstzweck. Es ist nur sinnvoll um bei sehr grossen Dobsons die Einblickposition auf eine akzeptable Höhe runterzuziehen.
3. ATM-Spirit: Der Fangspiegel braucht nicht ellipitsch zu sein. Er kann bei z.B. 22,5 Grad Kippung auch kreisrund auffallen. Da die erforderliche Ellipse viel kleiner ist als bei 45 Grad.
Ferner hat der OT nur noch die Funktion die Fangspiegelhalterung zu tragen. Der OT kann getrost nur ein Ring sein. "Leichter Kopf schont über die Kettenreaktion den Rücken".
Fazit: Wenn ich noch irgendwo jemanden sehe, der sich F4,x oder gar F3 antut mit dem Argument "Damit ich nicht auf eine so hohe Leiter klettern muss" dann werde ich mir ein gewisses lächeln nicht verkneifen können.

Soviel zur "Dobsonian-Evolution"

CS

Gerhard
 
Für mich sieht die Zukunft der "Big-Ones" anders aus: Wie gewohnt, nur zwei optische Flächen (Parabolischer Haupt- und planer Fangspiegel. Der ! Vorteil des transportablen Newtons), Gemütliches Öffnungsverhältnis von F5, niedrige Einblickposition.
Wie geht das ? Indem man nicht länger glaubt, dass ein Newton einen 45 Grad Fangspiegel benötigt, sondern auch einen meinetwegen 20 Grad- oder 22.5 Grad- oder einen "soviel Grad, wie Dir unter Abwängung von Obstruktion und Beobachtungskomfort richtig erscheinen-" Fangspiegel.
Lass Das Licht zu Dir kommen und klettere ihm nicht hinter her. Es bewegt sich viel eleganter als Du.
Hallo Gerhard,
Kann ich alles unterschreiben. Zum Beispiel die Cassegrainversion: Erst macht man einen f/3 Hauptspiegel, und einen großen hyperbolischen Fangspiegel, damit man dann ein System mit f/6 hat.<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> Das kann man auch einfacher haben.
Der einzige Nachteil des vorgeschlagenen Lowriders ist die Streulichtanfälligkeit, die ist aber leicht durch eine große leichte Abschirmung zu beheben und ein Cassegrain von der Größe oder ein gefalteter Newton kommt da auch nicht besser weg.
Grüße Martin
 
Hi Gerhard,

super Beitrag, für mich eine völlig schlüssige Argumentation. Der Neugierde halber: Kennst Du evtl. Links, über die man Skizzen / Bilder derartig konstruierter Dobson sehen kann?

Neugierige Grüße

Achim




p.s. so ein kleines Bildchen hilft ungemein, da merkt man auf einmal, das man schon mal direkt (BTM) miteinander geplaudert hat
 
Hallo Achim und Martin,

in der Tat hat das LowRider-Design als (glaube ich einzigen) Nachteil die höhere Streulichtanfälligkeit. Diese Problem teilt sich aber diese Konzept wie Martin anführt mit Cassagrain oder einem gefallteten Newton und kann daher auf dieselbe Weise behoben werden wie bei diesen.
Obwohl ich sehr viel auf ATM-Seiten Surfe kenne ich bis dato noch keinen ATM der diese Konzept erwähnt oder gar schon mal umgesetzt hat. Ob es völlig neu ist, möchte ich bezweiflen. Aber wie gesagt, ich habe es noch nirgens umgesezt gesehen. Stattdessen eher das Gegenteil F4 oder gar F3 "damit die Leiter nicht so hoch wird"-Dobsons mit all ihren Nachteilen.
Ich selbst habe einen 20" F5 Dobson in traditioneller sprich "45 Grad" Bauweise und bin mit der Einblickposition im Zenit zufrieden. Ich denke eine kleine 3 Stufige Leiter kann man akzeptieren. Einen einfachen kreisrunden planen Fangspiegel mit 110mm Durchmesser (bei Kippung von 22 Grad wird die Obstruktion noch etwas kleiner) habe ich aber dennoch bereits bestellt um damit eine F4 Einblickposition zu erreichen. Aber diese eben mit F5 :-).
Zum kommenden ITV werde ich den LowRider zwecks Demo sicher vorführen können.(wenngleich ich es erst für grosse Dobson ca. ab 25 Zoll F5 für wirklich sinnvoll halte). Dann kann ich vielleicht zeigen, dass ein gesundes Öffungsfieber nicht unbedingt mit einem ungesunden Öffnungsverhältnisfieber einherzugehen braucht. Und das deshalb viel grössere Dobson durchaus scharf und gleichzeitig "Händy" sein können.

Viele Grüsse
Gerhard Stropek
 
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