Noch eine Frage an die Optikexperten: das Blendensystem im Blendrohr der Mewlons führt, soweit ich das mit dem Auge wahrnehme, zu einer Vignettierung im Feld. Soll heißen, auf der Achse sehe ich ohne Okular den ganzen Hauptspiegel, bewege ich das Auge nach außen, schatten die Blenden den HS ab.
Ist das vielleicht eine konstruktive Maßnahme, die Coma entgegenwirken soll?
Viele Grüße
Peter
Eine Verkleinerung der genutzten Fläche des HS führt zwar zu einer Verkleinerung von Fehlern, weil Licht das sonst zum Fehler mit beitragen würde fehlt aber das ist hier nicht der Grund für diese „Maßnahme“ wie du es nennst,
Man würde ganz im Gegenteil diesen Lichtverlust im Feld lieber vermeiden.
Eine bessere Ausleuchtung im Feld hätte aber deutlich größere Durchmesser für das Blendensystem und damit eine höhere Obstruktion zur Folge.
Der Grund für diese „Maßnahme“ ist also die Obstruktion in Grenzen zu halten und nicht eine Verbesserung der Feldkorrektur.
Das Dilemma zwischen der Ausleuchtung und der Obstruktion besteht bei allen Cassegrain Systemen, nicht nur beim Mewlon.
Deshalb wirst du deine Beobachtung an solchen Systemen fast immer so machen können wie von dir geschildert, weil man vernünftigerweise versucht die eh schon recht große Obstruktion solcher Systeme nicht noch größer werden zu lassen so das man in der Regel bei der Ausleuchtung Abstriche macht.
Bei den handelsüblichen SCTs soll das zu 100% ausgeleuchtete Feld zb. auch nur 5mm Durchmesser haben.
Oft ist sogar nur die Achse zu 100% ausgeleuchtet und leider gibt es auch Fälle wo sogar auf der Achse der HS durch das Blendensystem abgeblendet wird.
Entsprechende Diskussionen über dieses leidige Thema findest du ja immer wieder.
Grüße Gerd