60 mm für Planetenbeobachtung ausreichend?

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schischi

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Ich suche ein sehr kompaktes Gerät mit sauscharfer Abbildung (!), welches auch für Übersichtsbeobachtungen (daher kleines Öffnungsverhältnis - so ungefähr zwischen F/6 und F/10 - bevorzugt) geeignet ist. Dabei preferiere ich einen kleinen Apo. Da mir aber die richtig guten Teile bereits ab 80 mm Öffnung zu teuer sind (irgendwo jenseits der 1000er Marke bis nahe an die 2000er) und ich nicht weiß, ob ich zu vertretbarem Preis ein gebrauchtes Gerät bekommen kann, habe ich mal den Baby-Tak FS60 zum Kauf in Erwägung gezogen.

Nun stellt sich allerdings die Frage, ob sich mit 60 mm Öffnung zumindest die hellsten Planeten (von Merkur bis Saturn) noch gut beobachten lassen. Mit dem kleinen Tak sollen sich ja relativ problemlos Vergrößerungen bis an die 200fach realisieren lassen. Die Frage ist nur, ob das Bild dann nicht so dunkel wird, dass man kaum noch etwas erkennen kann. Ein weiteres Problem für hohe Vergrößerungen stellt natürlich auch die Minibrennweite von gerade mal knappen 360 mm dar.

Was meint ihr?

Zusatzfrage: Ob man - sagen wir mal bei 150fach - ein schöneres Bild mit dem Mini-Tak oder einem Billig-Skywatcher-ED (80/600) von Mond, Venus, Jupi, Saturn usw. bekommt?
 
Hallo!

Mit dem kleinen Tak sollen sich ja relativ problemlos Vergrößerungen bis an die 200fach realisieren lassen.
Sicher kann man das, es gehen sogar problemlos 1000x. Einfach ein paar Barlows hintereinander hängen.

Ich vermute mal, dass Du ein Gerät haben willst, welches bei 200x mehr zeigt als mit 150x oder 100x. Wenn dem so ist, dann brauchst Du mindestens einen Vollapo mit 4" oder ein obstruiertes Spiegelteleskop mit mindestens 5"-6" (je nach Bauart). Und ich meine MINDESTENS und von allerbester Qualität.

Mit einem 60mm Apo kannst Du sinnvoll bis ca. 100x bis max 120x vergrößern. Dann ist Schluss. Jede weitere Vergrößerung mit so einem Minigerät bläst das Bild nur auf und verringert den Kontrast.


Für sinnvolle Planetenbeobachtung würde ich eine Mindestvergrößerung von 150x empfehlen. Das entspricht also einem Vollapo mit mindestens 80mm Öffnung. Der ist aber bei 150x schon grenzwertig, so dass eigentlich auch bei 150x ein 4" Vollapo zu empfehlen ist.
Richtig interessant wird imo die Planetenbeobachtung ab 200x. Da kommst Du dann schon in die 5" Apo-Liga. Nix mit 60mm.


Gruß Harald
 
Hallo Schischi
Schau Dir doch mal auf den Seiten von TS den TS-RFT 1007 ,
Richfield-Refraktor an. Ein "Semiapo", mit 100mm Öffnung, Brennweite 700mm; Das Gerät ist hervorragend verarbeitet,
hat nahezu keinen merkbaren Farbfehler und ist durchaus auch für Planetenbeobachtung geeignet.2" Crayford-Okularauszug
mit 360° Rotation ; Der Tubus ist teilbar,was den problemlosen Einsatz eines Binos ermöglicht. Im Deep-Sky-Bereich ist dieses Gerät einfach Klasse!Empfehlung füt Montierung: Astro 5 .
Gruß Piepen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Hallo schischi,
enscheidend für die Detailerkennbarkeit ist in erster Linie die Öffnung des Teleskops. Hohe optische Qualität und gutes Seeing seien vorausgesetzt. Man kann einfach nicht fehlede Öffnung durch Steigerung der Vergrößerung und Superspitzenqualität der Otik ersetzen. Ein gutes, preisgünstiges 6 " - 8" Spiegelteleskop zeigt bei nur 150x Vergr. garantiert mehr Details an Mond und Planeten als das allerbeste 60 mm Apo, egal bei welcher Vergrößerung. Ich will damit keinesfalls etwas gegen APOs sagen, aber man sollte von den Minis dieser Kategorie keine Wunderleistungen erwarten.

Gruß Kurt
 
Seltsam

Hallo Piepen,

damit Dein Posting nicht den Touch eines reinen Werbetextes hat auch bezugenehmend auf Dein anderes Posting von vorgestern
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...true#Post368484
Hast Du nun diesen TS-RFT 1007 schon einmal benutzt oder woher hast Du die Aussagen?

Iniwefern bei Deep-Sky klasse, woran machst Du diese Aussage fest?
Hast Du mit Bino beobachtet?
Wie schätzt Du den Frabfehler genauer ein? Bei welcher V, im Vergleich mit anderen Geräten?
Was heißt durchaus für Plantenbeobachtung geeignet?
Welche Schwächen hat das Gerät?

Viele Grüsse
Thomas
 
f/7 Fraunhofer "Semi APO"

Hallo Piepen,

das schreibt TS über das besagte Gerät.
Dass ein "sehr guter" Fraunhofer mit f/7 als "Semi APO" bezeichnet wird, ist mehr als gewagt:

"Der RFT 1007 verfügt über ein sehr gutes Objektiv nach Fraunhofer. Der Farbfehler ist so gering, daß dieses Objektiv auch als "Semi APO" Objektiv angeboten wird. In Wirklichkeit zeigt dieses Gerät einfach nur, was ein guter Achromat nach Fraunhofer zu leisten vermag.

Bis ca. 130fach werden Sie an Mond und Planeten eine sehr gute Abbildung und wenig Farbfehler erkennen. Die Schärfe bleibt auch im höheren Vergrößerungsbereich, bis ca. 200fach erhalten. Um den Fabfehler weiter zu minimieren, empfehlen wir noch die Verwendung eines Baader Semi APO Filters."

 
Ja, die Auflösung ist natürlich durch die Öffnung begrenzt und Vergrößerungen ab 120fach oder so bringen dann sicher keine neuen Details mehr. Ich wollte nur sagen, dass sich der Farbfehler auch bei diesen hohen Vergrößerungen nicht auswirkt.

Die großen Apos sind mir einfach zu teuer. Und größere Newton eben nicht mehr kompakt genug. Aber mal eine blöde Frage: Wo bekommt man überhaupt hochwertige Mini-Newton (vielleicht so um 5 Zoll)? So viel ich weiß, gibt es doch die kleinen Dinger nur von den Chinesen.
 
Ja und Nein

Hallo,
ich habe den Tak FS60-C als ultrakompaktes Zweit- und Reiseteleskop auf einem Fotostativ mit Videoneiger im Einsatz.
Mit dem TeleVue Nagler Zoom 3-6mm macht das Teil irre Spaß! Sauscharf und farbrein auch bei AP=0.5 mm (120x)! Der kleinen Öffnung sind natürlich Grenzen gesetzt, z.B. Oberflächeneinzelheiten auf Jupiter sind mit mehr Öffnung deutlich einfacher und besser! Aber der Kontrast, beispielsweise bei der Mondbeobachtung, haut mich jedes Mal wieder um! Einzelheiten ohne Ende – scharf bis dorthinaus!
Als Hauptinstrument für die Planetenbeobachtung würde ich den Mini-Tak. nicht empfehlen – da wären 4“ wohl besser! Wobei die hohe opt. Qualität sicher einiges an Öffnung ausgleicht: der Tak ist den üblichen 90mm Maks im Einsteigerbereich sicher überlegen.

Weitere Vorteile des FS60C:
- Richfield: 40er WW-Okular ergiebt bei 9x (AP 6.7 mm) ein Feld von über 7 Grad!!!!
- deutlich weniger Probleme mit Seeing (da kleine Öffnung)

R. Stoyan schreibt im DeepSky Reiseführer, dass kleine Öffnungen oft unterschäzt werden. Da kann ich nur zustimmen!

Gruß
Matthias
 
Das Gerät wäre sicher nicht schlecht (und soll ja qualitativ hochwertig sein). Nur ist es eben immer noch ein einfacher Fraunhofer mit F/7 (egal wie die Bezeichnung ist). Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich da der Farbfehler noch in Grenzen hält. Als reines Übersichtsgerät für niedrige Vergrößerungen wäre das Teil aber bestimmt ganz gut.
 
Ja, mir ist schon klar, dass ich von 60 mm keine Wunder erwarten kann. Ich muss auch nicht unbedingt jedes Detail auf den Oberflächen der Beobachtungsobjekte erforschen (dafür ist doch Hubble und Co. da). Ich bin da mehr der Genussspechter, der viel Wert auf ein ästhetisches (ein paar Details sollten dennoch erkennbar sein) Bild legt.

Da das Gerät sehr kompakt sein soll, kommen leider die größeren Newtons nicht in Frage.
 
Hi,

also wenn es um ein Kompaktgerät geht, dann sind für die Planetenbeobachtung einfach die kleinen Mak-Cassegrains so bis 127mm Öffnung die Preis/Leistungssieger.
Was den Genußspechtler angeht, wer will das nicht sein? Aber wo ist der Genuß, wenn ich das Teleskop schon voll ausreizen muß, um überhaupt an die Untergrenze der "genußvollen Planetenvergrößerungen" heranzukommen?
Ich würde wenigstens ein Teleskop nehmen, mit dem 150x problemlos machbar sind, und bitte nicht so "problemlos" wie dem 80ED von manchen Leuten 240x bescheinigt wird, sondern derart, daß wirklich noch gut Luft nach oben bleibt, wenn man rein von der Formel "Öffnung in mm mal 2" ausgeht.

Also wäre mein "Genußtipp", mal nach dem 127mm Skywatcher Mak zu schauen. Das liefert genußvolle Bilder, ist kompakt und passt auf eine Skyview oder EQ-3 oder ein stabiles Fotostativ. Das ist ein Gerät, mit dem man bis 180x noch ein wirklich gutes Bild erwarten kann, und das man dann für Mond und Saturn auch mal mit 220x hochziehen darf. Das heisst die 120x die man einem guten 60mm APO zutrauen darf (darüber kommt nix mehr, siehe Physikbuch), die liefert so ein Gerät auch ganz locker.
Klar, es ist kein High-End-Mak. Die Dinger haben auch ihre Mucken, leichtes Spiegelshifting und Justage eben "Werkszustand", aber damit lassen sich trotzdem tolle Beobachtungen machen. Ich kenne derweil drei Stück von der Sorte und die waren alle in Ordnung, eines sofort richtig gut und ein weiteres nach einem "Justage-Bastelanfall" von Antonius dann auch. Will man mehr, muß man in die von Intes / Intes Micro vorgegebene Klasse investieren, wobei ich auch da 5 Zoll für einen guten Griff halte.

Clear Skies
Sven
 
Hallo schischi,
enscheidend für die Detailerkennbarkeit ist in erster Linie die Öffnung des Teleskops. Hohe optische Qualität und gutes Seeing seien vorausgesetzt. Man kann einfach nicht fehlede Öffnung durch Steigerung der Vergrößerung und Superspitzenqualität der Otik ersetzen. Ein gutes, preisgünstiges 6 " - 8" Spiegelteleskop zeigt bei nur 150x Vergr. garantiert mehr Details an Mond und Planeten als das allerbeste 60 mm Apo, egal bei welcher Vergrößerung. Ich will damit keinesfalls etwas gegen APOs sagen, aber man sollte von den Minis dieser Kategorie keine Wunderleistungen erwarten.

Gruß Kurt
Natürlich, und ein guter und billiger 10" APO zeigt mehr als ein 6-8" Spiegelteleskop. Super Argument, die Fernrohre werden immer kompakter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Entscheidend für die Detailerkennbarkeit ist die Qualität des Fernrohres. Wer schon mal mit einer 10" Spiegelgurke versucht hat, einen weiten Doppelstern zu trennen, weiß was gemeint ist. Über physikalische Grenzen brauchen wir hier doch nicht zu diskutieren. Im Übrigen bringt auch die sog. leere Vergrößerung unter Umständen einen Erkenntnisgewinn, wenn auch nicht eine bessere Ästhetik.
Andreas



Andreas
 
An einem MAK hatte ich auch überlegt. Mich stört daran jedoch, dass wegen des Öffnungsverhältnisses nicht so schöne Richfieldbeobachtungen möglich sind (worauf ich ebenfalls Wert lege - s.o.).

Ein MAK-Newton wie insbesondere der MN56 von Intes wäre da sicher ein sehr schöner Kompromiss. Aber ganz so kompakt (sagen wir mal im Vergleich zu einem 80/600er APO) sind die dann auch wieder nicht. Weiterhin habe ich gehört, dass die Temperaturangleichung bei den Gräten nicht so toll sein soll.
 
Du hast Recht! Die Tendenz in den Antworten geht meistens in die Richtung, dass einem ein größeres Gerät empfohlen wird, weil diese natürlich immer eine bessere Leistung ermöglichen. Ist auch irgendwie verständlich, denn die optische Leistung eines Gerätes steht normalerweise an erster Stelle. Dnach kommen dann Preis, Größe usw..

Aber bitte nicht falsch verstehen: Ich freue mich immer über jede Antwort!
 
Hallo,

Natürlich wird dir ein grösseres Gerät mehr Leistung bringen, aber der 3zöller sind, so finde ich jedenfalls, eine tolle Investition.
Sie sind leicht, schnell aufgebaut, haben fast keine Auskühlzeit und liefern auch bei 200fach, trotz dem Physikbuch, eine sehr gute Leistung.
An meinem 3zöller verrichtet z.b. ein Kasai Ortho 4mm seine Dienste, das ergibt dann eine Vergösserung um die 150.
Dies ist sicher die ideale Vergrösserung, aber es geht auch mehr.
Sicher ist auch, hätte ich im Lotto gewonnen (so 100 Millionen Euro, man will ja nicht raffgierig sein) dann würde ich auch nicht lange fackeln und mir so ein richtig grossen Teil kaufen.
So wie das LBT, aber nur der rechte, noch nicht eingebaute, Spiegel.
Der andere ist ja schon benutzt und ich kaufe nie benutzte Ware. Noblesse oblige ;-)
MfG und CS
Gilles
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Piepen!

Schau Dir doch mal auf den Seiten von TS den TS-RFT 1007 ,
Richfield-Refraktor an. Ein "Semiapo"
Wofür steht wohl "RFT"? Vielleicht für "Rich Field Telescope"? Aber das schreibst Du ja sogar selbst. Wieso soll das Gerät ein "Semi-Apo" sein? Was ist überhaupt ein "Semi-Apo"?

Es wird wohl als eben solches angeboten, weil bei einem Refraktor ein Öffnungsverhältnis von f/7 ohne spezielle Sondergläser einen gravierenden Farbfehler bei hohen Vergrößerungen zur Folge hat. Also nix mit Planetenbeobachtung bei hohen Vergrößerungen.


Gruß Harald
 
Hallo Schischi!

Da das Gerät sehr kompakt sein soll, kommen leider die größeren Newtons nicht in Frage.
Wenn Dir Die MNs von Intes Micro (z.b. MN58 bzw. MN68) zu groß und die Apos >= 4" zu teuer sind, dann bleibt wohl nur noch ein MC. Ich kann Dir nur den dringenden Tip geben, ein Gerät mit Lüfter zu kaufen. Ansonsten läufst Du Gefahr, dass das Gerät ewig zum Auskühlen braucht bzw. Du das Gerät wegen Tubusseeing nicht voll ausreizen kannst.


Gruß Harald
 
Hallo Harald,

Ich finde es gut, und das sollte mir doch reichen.
Für die groben Sachen habe ich noch den 10zoll Dobson.
Bloss guck ich mehr durch die kleine Röhre als durch die Grosse.
MfG und CS
Gilles
 
Hallo Schischi,

ich würde an Deiner Stelle auch einen kleinen APO bevorzugen, aber 60mm sind doch etwas wenig. Auch wenn mich der kleine TAK immer mal wieder zum Kauf reizt... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Mit drei Zoll wirst Du aber erheblich mehr Freude haben. Zwischen den ganz teuren TMB 3" und den sehr günstigen 80mm China AD's liegt z.B noch der Borg 77ED für ca. 850 Euro, der hier auch schon ab und zu gebraucht für 600 Euro angeboten wurde.
Mit seinem Öffnungverhältnis von f6,4 ist ein echter Richfielder und am Planeten wirst Du damit sicher erheblich mehr Details sehen, als mit 60mm Öffnung.
Das ist außerdem ein Leichtgewicht, kein APO mit dieser Öffnung läßt sich so klein und leicht verpacken, wie der Borg 77 ED.

Viele Grüße, Jürgen
 
Hallo Gilles!

Ich finde es gut, und das sollte mir doch reichen
Sicher kann es Dir reichen. Wer sagt denn dagegen etwas? Ich kann hier kein Statement dieser Art finden.

Wenn Du aber anderen eine Empfehlung für ein bestimmtes Teleskop gibst, dann ist eine so extrem subjektive Aussage wie "ich finde es gut" wenig aussagekräftig. Du könntest ja z.b. mal berichten, welche konkreten Details Du am Mond und Planeten mit Deinem 60er Tak beobachtet hast. Damit könnte der Fragesteller wahrscheinlich mehr anfangen.


Gruß Harald
 
Hallo

Nun wenn es ums Genusspechteln geht kommt nur ein Apochromat in Frage!
Kein anderes System bietet dir eine bessere Bildästhetik und so viel Kontrast wie ein APO.
Verbunden mit einer einmaligen Benutzerfreundlichkeit, Bildruhe, bequemen Einblickverhalten, usw.
Kurz gesagt, dass perfekte Universalinstrument.

Der einzige Nachteil, der hohe Preis <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

Mit 60mm Öffnung sieht man schon mal alle gängigen Objekte im Sonnensystem. Man muss also auf nichts verzichten!
Der Takahashi FS 60 kann quasi im Rucksack über all mitgenommen werden und ist bestimmt ein tolles Reiseinstrument.
Ein solch kleines Instrument hat ein unheimliches Spaßpotenzial, weil es zu jeder Zeit überall und sofort einsatzbereit ist. Das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Was bringt das größte Teleskop wenn es nicht genutzt wird oder nur so viel zeigt wie ein 3-4" mit noch einer miserableren Bildästhetik als dieser?

Doch sind 2" die wirkliche Untergrenze seien sie noch so perfekt oder handlich. Der 3" bietet quasi das Gleiche, mit mehr Reserven in Licht und Auflösung. Ich kenne einige, deren 3" Vollapo ihr liebstes Kind ist!

Für sagen wir 1000-1200 Euro bekommst du einen 3" Vollapo der Spitzenklasse. TMB-Objektiv in Skywatchertubus von ebay.

Ist auch irgendwie verständlich, denn die optische Leistung eines Gerätes steht normalerweise an erster Stelle. Dnach kommen dann Preis, Größe usw..

Das ist schon mal die richtige Reihenfolge, bleib dabei!

Gruß Uwe
 
Hallo Harald,

Den 60er Tak hab ich nicht, sondern den Vixen Ed81.
Gesehen hab ich damit zum Beispiel Cassini-Teilung umlaufend,
der Schatten des Planeten auf dem Ring (sehr schön kontrastreich und klar definiert), SEB, leider war in letzter Zeit der Seeing-Gott nicht wohlgesonnen und mangels Zeit und Schichtdienst blieben die Beobachtungsnächte auf ein Minimum beschränkt.
Jupiter mit NEB, SEB, NPR, SPR, STB und NTB Strukturen waren in den Bändern aufgrund des schlechten Seeings nur für Sekundenbruchteile zu sehen, was eine Beschreibung unmöglich macht (auch aufgrund der mangelnden Beobachtungszeit)
Schattenwurf war keiner zu sehen (Beobachtungszeit 06.01.06 um 6:30MEZ)
Mond zeigt klar definierte Bilder, klar liessen sich Kleinstkrater beobachten z.B. im Alphonsus. Den Plato nahm ich auch schon ins Visier, leider zog der Himmel jedoch zu und so konnte ich ihn zwar in Terminatorstellung beobachten, jedoch nur einen Krater schemenhaft erkennen.
Wenn Petrus denn will, werde ich in mir noch mal vorknöpfen.
Chromatische Abberationen waren selbst bei 200fach keine zu entdecken. Alles schön ohne Farbe;-)
Sterntest z.b. an Vega zeigten gleiche Bilder auf beiden Seiten des Fokus. Ebenfalls keine Farbe sichtbar (jedenfalls keine die von der Optik stammt)

MfG und CS
Gilles

P.S. so langsam müsste ich mal von Vixen gesponsort werden;-):-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
60 mm für Planetenbeobachtung ausreichend? Nein!

Hallo Schischi,

also du möchtest:

- kompakt und schnell verfügbar
- Übersichtsbeobachtung
- Planetenbeobachtung
- 150x oder gar 200x vergrößern
- scheinbar unter der 1000er Grenze bleiben

O.K.,meiner Ansicht nach hat es Harald in seinem 1. Posting schon klar gesagt.
Das kannst du mit dem 60mm Tak vergessen,weil der dir am Planeten zu wenig zeigt
und ihm bei 200x am Planeten längst das Licht ausgegangen ist,anders als am Mond.
Wenn du die Planetenbeobachtung nicht erwähnt hättest würde ich ja noch sagen
kauf dir das Teil. Aber am Planeten fägt es ab 4" gerade mal an interessant
zu werden.

Wenn du dich auf 150x als die absolut höchste halbwegs sinnvolle Vergrößerung
einlassen könntest würde ich dir einen 77mm Borg vorschlagen. Sehr kompakt,
japanische Wertarbeit und eine gute Optik.
Aber sinnvoller wäre ein kompakter 4" Apo wie der Borg 101 oder vergleichbare
oder ein komapktierbarer 6"Reisedobson.

Damit siehst du dann am Planeten wirklich etwas. Öffnung ist nicht alles,
aber ohne Öffnung ist alles nichts ...

MfG,Karsten
 
Hallo Andreas,

Über physikalische Grenzen brauchen wir hier doch nicht zu diskutieren.

Warum denn nicht? Wenn jemand meint mit einem 60 mm- Teleskop relativ gut Planeten beobachten zu können, dazu noch bei 200x Vergr. weil es vermeintlich oder tatschächlich ein APO ist, dann hab ich durchaus den Eindruck dass er nicht ganz klare physikalische Vorstellungen hat und deshalb fragt.
Das geht mir ja auch öfters so. Da Du mein erstes Posting zitierst frag ich Dich, hab ich da vielleicht etwas Dummes gesagt?

Bei Begriffen wie "Gurken" und "sauscharf" kann sich jeder irgend etwas x-beliebiges vorstellen, z. B. die sauren Gurken im Glas als Sonderangebot von Aldi oder die [zensiert] die scharf auf den Eber ist. So richtig passend für Teleskope finde ich das nicht. Kennst Du vielleicht besser fassbaren Definitionen als Ersatz für obeige Begriffe?
Im Übrigen bringt auch die sog. leere Vergrößerung unter Umständen einen Erkenntnisgewinn, wenn auch nicht eine bessere Ästhetik.
Welche Umstände könnten denn hier zu Erkenntnisgewinn führen? Ich weiß auch noch nicht alles <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />

Gruß Kurt
 
Im Übrigen bringt auch die sog. leere Vergrößerung unter Umständen einen Erkenntnisgewinn, wenn auch nicht eine bessere Ästhetik.


Hallo Kurt,

die leere Vergrößerung oder wie die Amis sagen "stupid magnification" bringt meiner Erfahrung nach nur etwas bei der Trennung von Doppelsternen am Limit des betreffenden Teleskops (Stichwort: Dawes- oder Rayleigh-Kriterium), vorausgesetzt die Optik ist gut. Wie gesagt, ist meine Erfahrung und soll nicht als physikalisches Dogma verstanden werden.

Viele Grüße
Cord
 
Hallo Cord

So lange der Kontrast nicht flöten geht, warum nicht auch am Planeten übervergrößern?
Ich kenne z.B. keinen Vollapochromaten, der bei gutem Seeing sich nicht auf 2.5-3xD vergrößern ließe. Bei einem 3" braucht das Seeing nicht mal so dolle sein! Da sieht man meist genausoviel wie mit 10" Chinaeimern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />

Ein gutes Beispiel haben wir ja gerade vor der Nase, der Mars mit seinen 11-12 Bogensekunden. Da muss man vergrößern können um was zu sehen!

Gruß Uwe
 
Hallo Kurt,

ich zitiere R_Andreas:
Im Übrigen bringt auch die sog. leere Vergrößerung unter Umständen einen Erkenntnisgewinn, wenn auch nicht eine bessere Ästhetik.

und nun Dich:
Welche Umstände könnten denn hier zu Erkenntnisgewinn führen?

Na ist doch klar:
Die Erkenntnis, daß die leere Vergrößerung aus gutem Grund leere Vergrößerung
heißt, oder noch besser wie die Amis sagen: "stupid magnification".

Ist das etwa KEINE Erkenntnis <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Gruß,Karsten
 
Hallo Uwe,

Ein gutes Beispiel haben wir ja gerade vor der Nase, der Mars mit seinen 11-12 Bogensekunden. Da muss man vergrößern können um was zu sehen!

Na ja ich beobachtete die letzten Tage den Mars bei 125x und muß sagen, daß da
schon einiges an Detail möglich bzw. ein Genuß war, habe mit meinem Denkmeier-Bino
am 8 Zöller beobachtet.

Also, so pauschal kann man das alles (leider!) nicht sagen.

Ciele Grüsse
Thomas
 
Hallo Uwe,

ich habe meinen Silberdobby bei gutem Seeing spaßeshalber am Mond auch mal
auf 900x gebracht. Scharfstellen war überhaupt kein Problem. Nur was soll ich
mit großen Kraterwänden an denen ich auch nicht ein Detail mehr sehe als ich
schon bei 300x sehen kann? Deshalb bevorzuge ich das kontraststarke ruhige Bild
bei 300x oder 277x (Televue 3x Barlow + 12mm Edmund RKE oder 13mm TV-Plössl).

MfG,Karsten
 
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