700mm Newton oder eine Russentonne?

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OK, dann eben Weltkulturerbe der UNESCO!
Das mit den Massenkurzbelichtungen ist eher ein Gag um zu demonstrieren dass es geht.
Wenn Dein Himmel extrem aufgehellt ist, bleibt dir nichts anderes übrig als die Belichtungszeit zu reduzieren, oder mit Filtern zu arbeiten (UHC, CLS), sonst ersäuft die Bildinformation im Streulicht. Und dann kannst Du sie auch nicht mehr hervorholen. Das (Filter und Foto) ist aber noch ne Stufe höher was Erfahrung und Praxis angeht.
Ich würde Dir raten nicht den 2. oder 3.Schritt zuerst zu tun. Und Schritt 1 für´s Fotografieren ist eine stabile parallaktische Montierung.
CS, Andreas
 
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Zitat von Oglarun1:
http://www.tfrank.de/astro.htm#weiter

wenns ums Budget geht.

Gute weitere Info (beachte auch die Bildergebnisse die m.M. nach für sich sprechen) findet sich darüber hier:

http://astrofanweb.de/bp_forum/viewforum.php?f=25&sid=0196418457716b8680610597faa0d204

CS

Michael

Danke für die Links, beim 1. sind aber leider alle bis auf http://www.astunit.com/tonkinsastro/atm/projects/scotch.htm tot. Die Idee dahinter ist interessant, aber ich dachte
man könnte sich mittlerweile was "stabilieres" bauen?
Was das eher nach einem Stativ für Kamera oder Teleskop aussieht... :)

Die Preise für eine Montierung ohne Motor sind ja schon deutlich über dem, was ich eigentlich fürs Teleskop ausgeben wollte... urks. :)
 
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Nujo stabiler wird dann wieder teurer. Anfängern in Sachen Astrofotografie wird i.d.r. zur Piggyback-Methode geraten.
http://www.astronomie.de/bibliothek/artikel/astrofotografie/aphot/aphot_2.htm
Der Anspruch wächst meist mit der Brennweite.
Mit der Barndoor machst du sozusagen Piggyback ohne Teleskop.
Des weiteren, wenn du hier im Unterforum Astrofotografie schmöckerst, wirst du schnell feststellen, dass das Bild zur Hälfte vom Equipment und zur Hälfte durch die nicht ganz triviale Nachbearbeitung am PC entsteht. So kommst du höchst günstig an sehr viele Baustellen. :-)

CS

Michael


 
Zitat von Oglarun1:
Nujo stabiler wird dann wieder teurer. Anfängern in Sachen Astrofotografie wird i.d.r. zur Piggyback-Methode geraten.
http://www.astronomie.de/bibliothek/artikel/astrofotografie/aphot/aphot_2.htm
Der Anspruch wächst meist mit der Brennweite.
Mit der Barndoor machst du sozusagen Piggyback ohne Teleskop.
Des weiteren, wenn du hier im Unterforum Astrofotografie schmöckerst, wirst du schnell feststellen, dass das Bild zur Hälfte vom Equipment und zur Hälfte durch die nicht ganz triviale Nachbearbeitung am PC entsteht. So kommst du höchst günstig an sehr viele Baustellen. :-)

CS

Michael


Hm, warum aber nur Huckepack aufs Teleskop und nicht direkt auch an das Teleskop anschließen? :)

Die Kostenfrage (mal abgesehen von den Adaptern) stellt sich da für mich nicht weil ich eh Kamera und haufenweise Zeug hab.

Ich suche jetzt ein dazu passendes Teleskop das von Anfang an schon Spaß macht. :)

Und ja, selbst die Hubble-Fotos sind ja auch noch nachbearbeitet, nichts desto trotz hält mich das nun nicht ab :)


Ach und zum Link: mir scheint da wurde nur auf Analogfotografie eingegangen?
 
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Hm, warum aber nur Huckepack aufs Teleskop und nicht direkt auch an das Teleskop anschließen?
Weil´s vom Prinzip her das gleiche ist:
Mit Piggyback ist halt dein Teleobjektiv das "Teleskop", ansonsten wird die Camera meist fokal ohne Objektiv (DSLR über T2/M42/Bajonett) an den OAZ angeschlossen (also das Teleskop wird mit seiner Brennweite zum Kameraobjektiv)
Piggyback schließt aber ein paar heftige Fehlerquellen aus:
1) Fokussieren geht leichter (Kamera / Objektiv auf unendlich) = Fertig.
2) Verkippen, wackeln, rutschen des OAZ fällt weg.
3) Vignettierungsprobleme die durch den OAZ, Reducer, Hülsen ect. anfallen treten nicht auf.
4) Brennweite ist meist kleiner - kleinere Nachführprobleme und -fehler können toleriert werden, ohne dass sie gleich das Bild zerstören.

@Fotografie, bzw. Link und Analogfotografie:
Nunja, ohne Teleskop mach ich das auch schon einige Jahre.
Na, als Fotoprofi der du bist überrascht mich Deine Frage. Dir müsste doch klar sein, dass es völlig egal ist ob Du oben drauf eine digitale oder analoge Spiegelreflex befestigst, oder?
Die Bilder hinter dem Link sind halt analog gemacht. Nach Aussagen des Seitenbetreibers - September 2000.
Dass das kein prinzipieller Unterschied ist müsste für Fotoleute kein Thema sein ...
?) ... Orakel ... Orakel ... ?)

PS: Nicht das Teleskop macht Spaß, sondern das Hobby :) Sonst wären wir hier alle nur gefrustet und todtraurig, weil ein "Hubble´chen" halt halt keiner von uns und DIE Bilder werden IMMER besser, schöner, kontrastreicher, detaillierter sein. Wozu dann das Ganze nochmal viel schlechter fotografieren?
Spaß kannste dagegen auch schon mit 60mm oder Fernglas haben. Das hängt recht wenig an der Ausrüstung.
 
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Also die Beschreibung da laß sich so, als ob die Kamera nur Huckepack angeschraubt wäre, die Aufnahmen aber mit einem normalen Tele und eben nicht dem Teleskop gemacht worden wären. Daher entzog sich mir ein wenig der Sinn warum man das Teleskop nicht direkt benutzt.

Ich hab hier zwei, drei Modelle die mir gefallen, kann mir da jemand ein paar Worte zu sagen?:

Bresser Galaxia 114/900 EQ-SKY
Bresser R-80 Refraktor 80/900
Bresser R-90 Refraktor 90/900 EQ

Eigentlich wollte ich lieber zum Newton greifen,
aber vielleicht ist ein Refraktor für den Start
erstmal genug, oder? Alle drei Teleskope kommen
mit äquatorialer Montierung wenn ich die Angebote
richtig deute.... hm. Kann ich da selbst noch mit Motoren nachhelfen? Haben die Achsen irgendwelche Ritzel oder muss das selbst für den Zweck umgebut werden?
 
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Hi Delphi (nen Automotive Supplier gibt´s auch noch, der so heißt) :)

Also die Beschreibung da laß sich so, als ob die Kamera nur Huckepack angeschraubt wäre, die Aufnahmen aber mit einem normalen Tele und eben nicht dem Teleskop gemacht worden wären.
Genau richtig!

Drück ich mich so kompliziert aus? ?)
Mit Piggyback ist halt dein Teleobjektiv das "Teleskop" ...
Piggyback schließt aber ein paar heftige Fehlerquellen aus: undsoweiterundsoweiter ...
... (und zu ergänzen) und deswegen für Anfänger in der Astro-Fotografie vielleicht ganz gut geeignet (zudem wenn man den ganzen Fotokram und anscheinend gute Teleobjektive schon hat) und/oder man mit der Anschaffung eines MTO 1000 in Gedanken spielt.

CS, Andreas

PS: Um´s noch zu ergänzen
Daher entzog sich mir ein wenig der Sinn warum man das Teleskop nicht direkt benutzt.
Die Antwort war:
Piggyback schließt aber ein paar heftige Fehlerquellen aus:
1) Fokussieren geht leichter (Kamera / Objektiv auf unendlich) = Fertig.
2) Verkippen, wackeln, rutschen des OAZ fällt weg.
3) Vignettierungsprobleme die durch den OAZ, Reducer, Hülsen ect. anfallen treten nicht auf.
4) Brennweite ist meist kleiner - kleinere Nachführprobleme und -fehler können toleriert werden, ohne dass sie gleich das Bild zerstören.
 
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Hallo Winnie,

mit
Zitat von winnie:
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Schnauze halten * bzw. die Finger still...
hast Du zwar Recht, aber Sebis Frage ist dennoch nicht ganz unberechtigt. Man gibt halt seit diversen Jahrhunderten bei Teleskopen die Öffnung an, wenn man sie bezeichnet, nicht die Brennweite. Vor C. M. Hall und J. Dollond war das anders, nur ist das schon länger her.

Sinnvoll ist m.E. die auch von Dir benutze Kombination von Öffnung/Brennweite, verbunden mit der Angabe des Systems. Mit "Newton 150/750", "150/900er Newton" oder "150mm/1200mm-Newton" sind die wichtigsten Merkmale bezüglich der Optik beschrieben.

Diese Handytipperei in Foren sollte verboten werden...! ;)

Für einen per Handy eingetippten Text ist der Beitrag noch gut lesbar. Einige Einsteiger schreiben mit einer richtigen Tastatur deutlich schwerer lesbare Sachen ...

Grüße

fquadrat
 
Hallo Delphi,

sorry dass ich dich anfangs falsch eingeschätzt habe.
Zum Thema 114/900er von Bresser: Den hab ich selber seit 8 Jahren, das Teleskop ist gar nicht schlecht, das 25mm Okular ist brauchbar, mit dem 6mm kannst du fast nichts erkennen, ich würde (wenn du noch nichts in der Richtung hast) zu einem 30mm Plössl und irgendwas in der Gegend um 15mm und 7mm raten, ich hab da z.B. Erfles von TS gekauft. Zur optischen beobachtung würde ich dir bei deinem Standort unbedingt einen UHC-Filter empfehlen. Die Montierung finde ich persönlich schon grenzwertig, die war mir selbst visuell etwa zu wacklig. Ich hab mir dann vor einem Jahr (als ich mit Fotos angefangen habe) eine gebrauchte Vixen SP mit Motoren hier im Biete-Bereich gekauft für 300€. Die ist deutlich besser.
Warum nicht gleich durchs Teleskop fotografieren:
Meine SP schafft z.B. bei 200mm noch 5-7min nachzuführen, wenn ich gut eingenordet habe, durchs Teleskop wären höchstens 1-2min drin. Außerdem hat das 114/900 einen ziemlich miesen 1,25"-Auszug, der ist zu unpräzise, zu wackelig und eigentlich auch zu klein für vernünftige Fotos per DSLR, Webcam geht hier aber ohne Probleme.
Nicht ohne Grund werden zum Fotografieren immer 2"-Auszüge empfohlen, die kann man aber bei Newtons vernünftig erst ab 6"-Durchmesser einbauen, kleiner ginge es da z.B. mit einem ED-Refraktor, aber auch nicht billig. Von daher wäre die Russentone in dem Punkt die bessere Wahl, da der M42-Adapter für Fotos gedacht ist.
Wenn du eh Hauptsächlich Planeten fotografieren willst, geht da qualitätsmäßig nichts über Webcam-Bilder, am Mond sind andere Kameras auch im Vorteil, mach dir klar dass du 1500mm Brennweite an der DSLR bräuchtest, damit der Mond das Bild ganz ausfüllt, für Details noch viel mehr, da haben Webcams mit kleinen Chips die Nase weit vorn...
Wenn du was selbst bauen willst in Richtung Montierung, schau mal ins Barndoor-Forum, viel mehr als Teleobjektive tragen die einfachen aber auch nicht.
Eine richtige Montierung selber bauen geht auch, wenn man eine richtige Metallbau-Werkstatt hat,leider kommt da um die Verwendung von Fräse, Drehbank und Co. nicht drumherum, schau mal in die Suchfunktion, das haben hier ein paar Leute schon vorgestellt im Montierungs-Forum.
Gruß,
 
Hallo Delphi,

ein paar grundsätzliche Anmerkungen zum Fotografieren mit ner DSLR.
Im Glauben, wenn man 500mm F/8 einigermaßen beherrscht, schafft man auch 1000mm habe ich mir eine Russentonne zugelegt (gebraucht BJ 2008).
Vorweg: die Tonne war angeblich von TS entspannt, ein Sterntest zeigte aber deutlichen Asti, auch die ersten Testfotos wurden nicht scharf bzw. man konnte gar nicht richtig mit Liveview scharf stellen.

Die Tonne habe ich auseinandergenommen und den Spiegel mit einer "3-Punkt-Lagerung" versehen (so klappert nix und es gibt trotzdem keinen Asti).

Nach dieser Aktion bildet die Tonne meines Erachtens beugungsbegrenzt ab, es sind keine Fehler im Sterntest sichtbar, die Abbildung am Mond ist m.E. besser als mit meinem 102er Synta Mak.

Das Hauptproblem der Tonne ist aber die Fokussierung.
Hier hoffe ich, durch eine Batinov-Maske schneller zum Ziel zu kommen.
(Das man auch die Nachführung beherrschen muss, ist bei 1000mm auch eine Grundvoraussetzung)

Alles in allem bekommt man mit der 1000er MTO-Tonne für "wenig" Geld "nach ein Wenig Handarbeit" ein gutes Teleskop, das auch als Astroobjektiv zu gebrauchen ist.

Gruß Norbert
 
Hallo Delphi,
ich rate dir von diesem Bresser Galaxia 114/900 EQ-SKY ab. Ich hatte mir das genannte Gerät Ende 2008 zum Einstieg gekauft. Allerdings ging der recht schlecht los, den das Teil ist, finde ich, absolut untermontiert.

Wenn´s ein 4,5" Newton sein soll, dann halte nach einem Vixen NP R114S aus. (Wenn möglich mit 6x30 Sucher - bei der Version ist auch der Fangspiegel etwas größer). Den gibts auf dem Gebrauchtmarkt für 80€-250€ (Je nach ausstattung wie Polsucher Motorisierung usw.).

Gruß
Simon
 
Na, das klingt ja alles so als sollte ich nen Fachhändler besuchen. Hier scheint es aber keinen zu geben. In Essen hat mir dann ein Fotofachhändler "den heißen Tipp" gegeben, ich
solle mal nach Bochum zu Foto Hamer fahren. Das war leider eine Niete. Zwar gibts die Ladenkette in Bochum noch, aber Teleskope und Zubehör verkaufen die nach eigenen Aussagen
schon seit Jahren nicht mehr.

Wo sonst im Ruhrgebiet?


 
Nächste ATT! z.B.
Bis dahin informieren - und alles wird gut!

Grüße

*entfernt*
 
Nachdem ich nicht schlafen konnte und die Wolken hier nun zeitweise den Blick auf Jupiter freigaben hab ich mal DeepSkyStacker ausprobiert. Ich denke mal Jupiterfotos mit 200mm will das Ding nicht verarbeiten? :) Zumindest hat es nicht erkannt das sich da was bewegt hat....:

Einmal mit der Autotonkorrektur um das Rauschen und mögliche Sterne noch etwas heraus zu holen:

http://img594.imageshack.us/img594/3553/stacker.jpg
Originalauflösung war 3456 x 2304

Und das Original, lies sich natürlich auch besser kompremieren und daher in Originalauflösung hochladen:

http://img197.imageshack.us/img197/3917/stacker2.jpg

Waren allerdings auch nur 26 Aufnahmen, je 2 Sek. bei ISO800, die Kamera war nicht wirklich durchgekühlt...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Du machst Sachen, die gehen einfach nicht.
200mm (Brennweite doch wohl) reichen nicht, um etwas auf dem Jupiter zu zeigen,bestenfalls bekommst Du die Monde da mit.
2 Sekunden Belichtungszeit ist viel zu lang und 8oo ISO ist auch zu viel, so hell wie der ist.

Es ist besser sich erst zu Informieren und dann zu machen, sonst vertut man unnötig Zeit mit Sachen, die keinen Erfolg bringen. Nicht nur Deine Zeit geht ja dabei drauf.

Natürlich brennt es einem oft unter den Nägeln.

Grüße

*entfernt*
 
Entschuldige, ich glaube da wurde ich mißverstanden.

Das man bei der Belichtung von Jupiter nur einen hellen Punkt erkennt, ist klar.
Was mich mehr wundert, das keine Sterne auftauchen, und eben das die Software
nicht die Bewegung von Jupiter erkennt, oder funktioniert dies nur mit mehreren
Fixpunkten? Die FAQ gab dazu keine Auskunft.

Ich werde mal die anderen Stacker ausprobieren, ggf. auch mit mehr Bildern.

Und ich wiederhole mich noch einmal: wenn jemand meint, das Lesen und Beantworten
meiner Textbeiträge wäre verschwendete Zeit... zwing ich jemanden dazu? Glaube kaum.
 
Moin Delphi!

Mit was für einer Kamera hast Du denn das Bild, bzw. die Bilder welche Du gestackt hast, gemacht? Ich meine dieses Bild hier:
http://img594.imageshack.us/img594/3553/stacker.jpg

Ich habe am Wochenede etwas ähnliches versucht und Jupiter mit einer Canon 400D und einem Tamron 70-300 Tele bei 300mm Brennweite auf einem einfachen Fotostativ mit Blende 5,6, ISO 800 und 0,25 Sekunden Belichtungszeit fotografiert. Heraus kam ein Bild mit einem dicken weißen Fleck (Jupiter) und vier kleinen "Sternen" (die galileischen Monde). Stacken braucht man so ein Bild nicht.

Mit einem 50mm Objektiv bei Blende 1,8 und ISO 1600 habe ich dann 10 Sekunden lang M31 belichtet. Siehe da, die Galaxie ist auf dem Bild erkennbar. Nicht wirklich beeindruckend, nur ovaler, milchiger Fleck mit einem hellen Zentrum. Auf einer Aufnahme hat sich noch eine Satellit dazugesellt. Länger als 10 Sekunden konnte ich nicht belichten, die Erddrehung hatte da was gegen. Hier könnte ich mir vorstellen, daß das Stacken eines Haufens solcher Aufnahmen ein bissl was bringt.

Abschließend habe ich dann meine Astrowebcam eingeweiht (an 'nem Dobson) und mich am Jupiter versucht. Ich habe ein paar Videos erstellt und die mit Avistack 2.0 gestackt. Heraus kam, wie auch bei den DSLR-Fotos nix, was ich in einem Astroforum veröffentlichen würde. Naja, höchstens unter der Überschrift: "Was kann ich besser machen?"

Vielleicht noch so als Tip an Dich: Avistack 2.0 kann ein Video vollautomatisch bearbeiten (da klappt dann auch das Übereinanderlegen der Aufnahmen). Mit den diversen Einstellungen werde ich mich auch irgendwann mal beschäftigen, bis dahin kann ich mit dem, was die Software so von allein schafft, leben.

Edit: Achja, ich vergaß... Das Fokussieren der DSLR war nicht ganz so einfach. Den Fokus am Objektiv einfach auf "unendlich" stellen hat nämlich gemeinerweise nicht funktioniert. Ich habe mir zum fokussieren Jupiter rausgepickt und manuell nach Augenmaß fokussiert. Das hat so halbwegs gepasst. Der Fokus liegt bei den von mir verwendeten Objektiven ein bissl "vor" unendlich (was ja am Anschlag liegt).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Ursus_spelaeus:
Moin Delphi!

Mit was für einer Kamera hast Du denn das Bild, bzw. die Bilder welche Du gestackt hast, gemacht? Ich meine dieses Bild hier:
http://img594.imageshack.us/img594/3553/stacker.jpg

Canon EOS 350D, 55-200mm

Die Nacht habe ich es noch einmal probiert, aber an einer "freien" Stelle. 25 Bilder mit je 2Sek bei ISO800:

http://img841.imageshack.us/img841/3696/sterne.jpg

Scheinbar hat Jupiter bei dem anderen Foto die Sterne überstrahlt, das neue Foto ist doch ganz brauchbar, abgesehen davon das es nicht richtig fokussiert ist.

Ich habe am Wochenede etwas ähnliches versucht und Jupiter mit einer Canon 400D und einem Tamron 70-300 Tele bei 300mm Brennweite auf einem einfachen Fotostativ mit Blende 5,6, ISO 800 und 0,25 Sekunden Belichtungszeit fotografiert. Heraus kam ein Bild mit einem dicken weißen Fleck (Jupiter) und vier kleinen "Sternen" (die galileischen Monde). Stacken braucht man so ein Bild nicht.

Die Monde bekomm ich hier nicht zusehen, da fehlt dann wohl noch ein wenig Brennweite. :)

Mit einem 50mm Objektiv bei Blende 1,8 und ISO 1600 habe ich dann 10 Sekunden lang M31 belichtet. Siehe da, die Galaxie ist auf dem Bild erkennbar. Nicht wirklich beeindruckend, nur ovaler, milchiger Fleck mit einem hellen Zentrum. Auf einer Aufnahme hat sich noch eine Satellit dazugesellt. Länger als 10 Sekunden konnte ich nicht belichten, die Erddrehung hatte da was gegen. Hier könnte ich mir vorstellen, daß das Stacken eines Haufens solcher Aufnahmen ein bissl was bringt.

Die 2Sek. bei 200mm waren hier auch schon sehr kritisch, aber es geht "so gerade eben noch".

Abschließend habe ich dann meine Astrowebcam eingeweiht (an 'nem Dobson) und mich am Jupiter versucht. Ich habe ein paar Videos erstellt und die mit Avistack 2.0 gestackt. Heraus kam, wie auch bei den DSLR-Fotos nix, was ich in einem Astroforum veröffentlichen würde. Naja, höchstens unter der Überschrift: "Was kann ich besser machen?"

Dein Dobson hat aber keine Nachführung, oder?

Vielleicht noch so als Tip an Dich: Avistack 2.0 kann ein Video vollautomatisch bearbeiten (da klappt dann auch das Übereinanderlegen der Aufnahmen). Mit den diversen Einstellungen werde ich mich auch irgendwann mal beschäftigen, bis dahin kann ich mit dem, was die Software so von allein schafft, leben.

Dazu müsste ich aber erstmal ein Video machen können. Die 350D kann das noch nicht. :)
Allerdings habe ich hier ein Playstation Eye rumliegen, da kann man mit ein wenig Fingerspitzengefühl und Gewalt die Optik entfernen, dann hat man eigentlich eine ganz
gute Astrocam. 60Bilder/Sek bei 640x480 und 120Bilder/Sek bei 320x280. Das Ding in einen 2" Auszug zu bekommen dürfte nicht sooo schwer sein. Wenn ich ein passendes Teleskop hab, werd ich da mal basteln.

Edit: Achja, ich vergaß... Das Fokussieren der DSLR war nicht ganz so einfach. Den Fokus am Objektiv einfach auf "unendlich" stellen hat nämlich gemeinerweise nicht funktioniert. Ich habe mir zum fokussieren Jupiter rausgepickt und manuell nach Augenmaß fokussiert. Das hat so halbwegs gepasst. Der Fokus liegt bei den von mir verwendeten Objektiven ein bissl "vor" unendlich (was ja am Anschlag liegt).

Dito, hier war das genauso. Man sollte meinen, das Sterne "unendlich" weit weg sind... :)
 
Hallo,

die Unendlicheinstellung liegt absichtlich nicht am Anschlag. Das hat mit dem Autofokus zu tun. Beim Fokussieren bestimmt die Elektronik den Punkt, ab dem die Schärfe wieder schlechter wird. Das geht nur, wenn man etwas über Unendlich hinausgehen kann.

Gruß Kurt
 
Das ist aber mit dem optischen Sucher ohne Zenitspiegel und auch ohne LiveView aber schon deutlich schwerer als bei einem normalen Teleskop. :)
 
Hi Kurt,

Zitat von Kurt_Schneider:
die Unendlicheinstellung liegt absichtlich nicht am Anschlag. Das hat mit dem Autofokus zu tun. Beim Fokussieren bestimmt die Elektronik den Punkt, ab dem die Schärfe wieder schlechter wird. Das geht nur, wenn man etwas über Unendlich hinausgehen kann.
welche SLR macht denn sowas? SLRs bestimmen den Fokus schon immer durch Phasenkontrast und fahren den Fokuspunkt direkt an und suchen ihn nicht erst, wie es Kompaktkameras tun müssen, weil sie keine Fokussensoren - weil kein Spiegel vorhanden ist - haben. Erste neuere SLRs verfügen zusätzlich zur Phasenkontrastmethode über dieselbe langsame Fokussiermethode wie Kompakte, Objektive mit Unendlich-Fokus vor dem Anschlag gibt es aber schon sehr viel länger.

Ich denke, der Hersteller hat dafür gesorgt, daß auf Unendlich bei unterschiedlichen Temperaturen fokussiert werden kann, oder ihm war nur wichtig, daß überhaupt auf Unendlich fokussiert werden kann. Unendlich-Fokus = Anschlag setzt einen sehr viel höheren Fertigungsaufwand voraus als Unendlich-Fokus irgendwo kurz vor dem Anschlag.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Markus,

jetzt sind zwei Autofokusverfahren durcheinander geraten:
1. Autofokus mit Phasenvergleich. Es wird einmal gemessen und der Fokuspunkt direkt angefahren. Wenn das zur Anwendung kommt, hast Du recht.
2. Autofokus mit Kontrastmessung. Man mißt mehrfach. Aus der Schärfeänderung wird die Korrekturrichtung bestimmt. Wenn das zur Anwendung kommt, habe ich recht.

Kommt bei Deiner Kamera das erste Verfahren zur Anwendung?

Gruß Kurt
 
Hallo Kurt,

Zitat von Kurt_Schneider:
Kommt bei Deiner Kamera das erste Verfahren zur Anwendung?
bei allen Autofokus-SLRs wird das erste Verfahren verwendet. Erst die neuesten Generationen an Autofokus-SLRs, die über Live-View verfügen, verfügen zusätzlich über das zweite Verfahren.

Früher wurde also ausschließlich mit dem ersten Verfahren autofokussiert. Daher ist Deine Begründung für die Unendlicheinstellung, die absichtlich nicht am Anschlag liegt, nicht schlüssig. Es gab früher für solche Objektive schlicht keine Kameras, die den Fokus iterativ ermittelten.

Viele Grüße
Markus
 
So, ich hab für kleines Geld eine Montierung mit Stativ bekommen, kann mir zufällig jemand sagen welche das ist?:

http://img295.imageshack.us/img295/9147/20100909192529730.jpg

http://img259.imageshack.us/img259/9858/20100909192606897.jpg

Ich ordne die irgendwo bei Skyview ein, finde aber nirgends was ähnliches. Soll das eigentlich so sein, das die Montierung nur relativ lose auf dem Stativ sitzt? Da kommt zwar eine große Rändelschraube von unten durch das Stativ in die Montierung, aber da hält auch nur der Schraubenrand dann die Montierung. So kann man die Gegengewichte jedenfalls nicht anschrauben.

Ideen für den Bekloppten? :)
 
Hallo Markus,

vielen Dank für die Aufklärung. Dann scheint der großzügige Abstand der Unendlich-Einstellung zum Endanschlag tatsächlichaus Kostengründen so ausgefallen zu sein. Auch wenn man wollte, mit einer Abweichung Null kann niemand fertigen. Einerseits muß "unendlich" sicher eingestellt werden können, andererseits sind sämtliche Systemtoleranzen (z.B. Auflagemaß) zu berücksichtigen. Das führt zwingend zu einem minimalen "Sicherheitsabstand" vom Anschlag. In Kenntnis der Wirkungsweise der Fokussierung, müßte dieser wesentlich kleiner ausfallen können, als das, was wir vorfinden. Ich glaube, mich bei meiner analogen Ausrüstung, die manuell fokussiert wurde, an einen solchen, minimalen Abstand erinnern zu können.

Gruß

Kurt
 
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