750mm oder 1200mm

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Eagle_Works

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Ich hab mich bei Teleskop-Service umgeschaut und überleg jetzt ob ich ein Newton mit 150 mm Öffnung und 750 mm Brennweite (320€) oder ein Newton mit 150 mm Öffnung und 1200 mm Brennweite (400€) kaufen soll.
 
Hi,

der 150/750 ist auf Deep Sky spezialisiert, während der 150/1200 mehr an Planten/Mond bringt. Was willst du den überhaupt schwerpunktmäßig machen? Käme für dich auch ein Dobson 8" f/6 in Frage?

Gruß

Lots
 
Ich will Planeten, den Mond und eigentlich auch Deep Sky beobachten. Also brauche ich anscheinend ein Allround Teleskop <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.
Das Problem beim Dobson wäre, dass ich später Astrofotografie machen möchte.

Oder ich nehm ein Newton mit 200 mm Öffnung und 1000 mm Brennweite (450€).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

ich habe mit einem 150/1300 angefangen (vor 28 Jahren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />).

Mit einem 210mm f/5 Newton hatte ich jahrelang meine Freude. Da kann man recht ordentlich Deep Sky gucken und bei Planeten geht auch schon was.

Allerdings solltest du da zwei Dinge beachten: schnelle Optiken (f/5 oder f/6) stellen höhere Ansprüche an die Okulare. Mit preiswerten Okularen bekommt man an einer schnellen Optik nicht unbedingt ein zufriedenstellendes Bild. Und: ein 8" f/5 ist schon eine recht respektable Röhre, die eine ordentliche Montierung erfordert. Gerade, wenn du später mal an Astrofotografie denkst.

Der 'Kostenschwerpunkt' bei der Astrofotografie verschiebt sich schnell von der Optik zur Montierung, Steuerung und Kamera. Da sind 500 Euro für eine Optik im Vergleich zu den anderen Teilen dann schon gar kein guter Grund mehr, unbedingt die bisher visuell genutzte Optik behalten zu wollen (nur meine Meinung, keine objektive Wahrheit!).

Wenn du dich an den Gedanken gewöhnst, dass es kein Allround-Fernrohr gibt weil es keinen Allround-Himmel gibt, dann hast du zwei Möglichkeiten: entweder du willst doch eine Allround-Optik (und dann wäre vielleicht ein größeres Schmidt-Cassegrain was für dich) oder du akzeptierst, dass visuelle Beobachtung und Fotografie recht unterschiedliche Anforderungen stellen. Es gibt keinen Lastwagen mit den Fahreigenschaften eines Sportwagens...

Mein Rat: mit einem 8" Dobson anfangen, den Himmel erkunden und herausfinden, ob und was du wirklich fotografieren willst. Und schau' dir mal bei einem Astrofotografen an, wie der arbeitet. Damit du weisst, worauf du dich damit einlässt. Gute Astrofotos erfordern nicht nur ein teures Equipment, sondern auch viel Zeit und Geduld. In manchem guten Foto stecken Dutzende Arbeitsstunden. Sicher ist es toll, wenn man dann so schöne Erfolge erreicht hat, aber ob der Aufwand gerechtfertigt ist,, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich will dir nur raten, den Aufwand (zeitlich und finanziell) nicht zu unterschätzen!

Gruß,
Tom
 
Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Dann werd ich erstmal auf rein visuelle Beobachtung setzen.

Dann wirds wohl ein 8"Newton für den Anfang geben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich habe nach einem kleinen (teuren) Irrweg auch "für den Anfang" einen 8" F/6 Dobson gekauft.
Das ist schon ein paar Jahre her. Irgendwie werde ich mit dem Anfang nicht fertig.
Es gibt immer noch Neues zu entdecken.

CS
*entfernt*
 
Der 150/1200 ist prinzipiell das gutmütigere Gerät. Er stellt geringere Anforderungen an die Okulare und an die Justage. Allerdings ist der längere Newton aufwändiger zu montieren. Von Angeboten wie 150/1200 auf einer eq-3 Motierung kann man nur dringend abraten.
 
Den Newton hätte ich auch mit einer Astro-5 Montierung genommen.
Aber ich glaub der Dobson ist wirklich die Bessere Wahl für mich.
Ich würd dann den "GSO Dobson 200e" für 299 Euro von Teleskop-Service nehmen, lohnt es sich den "TS Okularkoffer" für 149 Euro dazu zu nehmen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
ich habe im Ebay bei Wolfi diese Teleskop für 278 Euro gesehen. Auch ein versuch wert.
Gruß
Cihan
 
Ich würd dann den "GSO Dobson 200e" für 299 Euro von Teleskop-Service nehmen, lohnt es sich den "TS Okularkoffer" für 149 Euro dazu zu nehmen?

Hallo Alexander!
Das GSO 200 Dobson hat eine Brennweite von 1200mm und damit ein Öffnungsverhältnis von f/6. Damit ist es in Hinblick auf die Okulare nicht ganz so anspruchsvoll wie ein f/5 (200/1000), aber auch nicht so bescheiden wie ein f/8 (150/1200).

Von daher würde ich Dir von den in dem Okularkoffer enthaltenen Super-Plössl-Okularen abraten. Die Schärfe lässt zum Bildrand stark nach. Zudem ist das Gesichtsfeld nur rd. 50° groß, also für DeepSky eher ungeeignet.

Wenn Du das Hobby auf lange Sicht betreiben willst, werden diese irgendwann eh ersetzt. Also bietet es sich an direkt was "Vernünftiges" zu kaufen. Dazu gibt es hier im Forum auch viele Beiträge. Als Nonplus-Ultra werden Televue Nagler, Vixen-LVW, XW Pentax gehandelt. Die sprengen natürlich Deinen Preisrahmen. Man kann aber auch gut mit Speers-Waler oder Hyperion klar kommen. Preislich noch interessanter sind die William SWAN, hier weiß ich aber nicht, ob die optisch mit den Hyperion mithalten können. Die genannten Okulare haben alle ein Gesichtsfeld zwischen 70 und 80° und sind damit sehr gut DeepSky tauglich. Zudem vereinfacht es die Nachführung bei hohen Vergrößerungen am Dobson. Ist also sicherlich eine Überlegung gegenüber den Plössls wert.
Das TS WA ist ganz gut und sollte ungefähr vergleichbar mit den SWAN sein.
Die Barlow ist zweilinsig und farbrein, ein gutes 3,5mm Hyperion würde aber ein besseres Gesichtsfeld und Einblickverhalten bieten. Allerdings würden hinter ner 2xBarlow die Plössl dann quasi f/12 "sehen" und von daher funktionieren, bieten aber halt nur 50°.
Da musst Du selber abwägen, was Dir wichtig ist, und was der Geldbeutel zulässt.
Zu dem Farbfiltern kann ich nicht viel sagen, ich habe zwar welche, beutze die aber fast nie, es gibt jedoch genug Leute die damit an den Planeten den Kontrast erfolgreich verbessern.

Gruß
Matthias
 
Re: SWAN

Hallo Matthias,

zu den von dir angesprochenen SWAN-Okularen kann ich folgendes sagen:

Ich habe (allerdings an f/12) ein SWAN-20mm mit einem TSWA-20mm verglichen, und zwar am Planeten als auch bei Deep-Sky.

Ich finde das Einblickverhalten beim TSWA erheblich angenehmer, ferner scheint mir die Abbildung irgendwie klarer zu sein.

Obwohl das SWAN ein größeres scheinbares GF haben soll, sehe ich im TSWA "mehr".

Vielleicht hilfts was.
 
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