8*20, 8*30 oder 7*42

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7x42 ... 20x80

> niemand sagt wirklich klar: auch unter Hochgebirgshimmel ist halt ein gutes 11 bis 20x80 nicht von einem optimalen 60er oder weniger bezüglich schwacher Objekte zu toppen

Hallo hanz,

muß man das so klar sagen? Ist doch an sich logisch und auch offensichtlich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Hier sind wir uns sicher einig. Nur haben die kleinen und sehr guten Gläser ihre Stärken an anderer Stelle. Den prachtvollen Anblick der Sommermilchstraße mit ihren großen und kleinen Sternwolken im 7x42 mit 8,5 Grad Sehfeld kann mir in der Regel kein 11 oder 20x80 bieten. Und ein Zeiss 15x60 muß man erstmal toppen. In der Reichweite ist ein gutes 80-er Glas bestimmt besser, aber die Ästhetik der Abbildung muß es erstmal nachmachen. Letzteres ist für manche Leute genau der Grund, viel Geld in ein kleineres Glas zu investieren. Die Öffnung kommt erst als zweites Kaufargument. Viele sehen es wieder ganz anders. Da kommt als erstes die Öffnung und die Qualität der Sternabbildung ist weniger wichtig. Und dann gibt es auch genug Deep-Sky Freaks, da zählt als erstes die Öffnung, als zweites die Öffnung, .... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Aber Du hast vollkommen recht. Für reine Deep-Sky Nutzung (und dann auch noch mit der Absicht den Harrington leer zu spechteln <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />) ist ein gutes 80mm Fernglas schwer zu toppen. Wie wichtig einem die Qualität der Abbildung ist und vor allem, ob das den Preis dann auch wert ist, muß jeder mit sich selbst abmachen. Dafür sind die persönlichen Vorlieben zu verschieden.

Frank.
 
Re: Nikon 10x42 Superior E

Hallo Frank!
Genau so ein´s habe ich:
Nikon SE 10x42 für 550 Euro!
Ein Spitzen-Glas!
Übrigens nur dank des Hinweises auf den "Fernglas-Dealer" deines Vertrauens auf deiner Homepage!
An dieser Stelle: Danke für den Tipp!!!
1 Jahr Garantie reicht, um evtl. optische Mängel zu erkennen und beheben zu lassen - das Glas war aber völlig in Ordnung!
Gruß
Matthias
 
Re: Nikon 10x42 Superior E

> Übrigens nur dank des Hinweises auf den "Fernglas-Dealer" deines Vertrauens auf deiner Homepage!

Hallo Matthias,

ist ja ein Ding <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Ist doch klasse, so hat der Händler noch was verdient und Du hast eins der schönsten Ferngläser der Welt. Da kann ich nur viel Spaß mit dem Nikon wünschen. Das ist übrigens eins der wenigen Gläser, die ich jederzeit ohne Bedenken empfehlen würde. Hätte man bei Zeiss nicht vor Jahrzehnten die Porrolinie nahezu aufgegeben, dann wäre man vielleicht auch heute noch in der Lage, so was schönes zu bauen.

Frank.
 
Re: Gewicht des Nobilem

Hallo Frank,

ich glaube, die Gewichtsfrage muß jeder für sich versuchen zu lösen. Ich dachte früher mal, das Fernglas muß so leicht wie möglich sein. Der große AHA-Effekt kam dann mit dem Pentax 7x50PIF (1,625kg). Es war viel besser zu handhaben, als ich vermutete. Ebenso das Pentax 10x50PIF. Allerdings gehöre ich zu der stabileren Fraktion. Mir ist das 10x42SE fast zu leicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Gruß Jochen
 
Re: Gewicht des Nobilem

Hallo Jochen,

stimmt schon, das ist individuell sehr unterschiedlich und jeder muß es selbst ausprobieren. Mir geht es zumindest so, daß ich ein 8x30 Dialyt oder auch das Nikon 10x42 freihändig länger ruhig halten kann wie das 10x50 Nobilem. Vielleicht haben die Astrohändler, welche ein 20x80 für Freihandbeobachtungen empfehlen, doch recht? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Muß ich doch bei Gelegenheit mal ausprobieren ...

Frank.
 
Re: Gewicht ist mir mittlerweile egal :-)

Was ist eigentlich von den Minox ED Gläsern mit 58mm Öffnung zu halten. Ich würde mir da eins kaufen wollen - kenne ein günstiges Angebot.
Leider weiss ich nicht, ob die Gläaser Brillentauglich sind.
 
Re: Gewicht ist mir mittlerweile egal :-)

Hallo CS,

hast du immer noch nicht genug Infos? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Allgemeine Infos zu Minox hast du sicher im Parallelthread gesehen. Das Fernglas BD 10x58 ER BR von Minox wird zusammen mit seinen Brüdern 8x58 und 15x58 tatsächlich als mit ED/Fluorid-Glas mit apochromatischer Farbkorrektur ausgestattet beworben, wie ich nach einem Blick in den aktuellen Minox Prospekt feststellen musste. Ich habe es allerdings bei Tagesbeobachtung ausprobiert und war gerade über deutlich sichtbare Farbsäume um Hochkontrastmotive und generell am Sehfeldrand wenig angetan. Das zeigt, dass Angaben über Apo/ED/HD etc. oft mit Vorsicht zu genießen sind und im Fernoptikbau keine feststehenden naturwissenschaflichen Begriffe sind. Die Empfehlung "try before buy" gilt deshalb auch hier uneingeschränkt! Im Vergleich z.B. zum Zeiss Victory 10x56 fiel auch das weniger helle Bild und ein etwas kleineres Sehfeld auf. Leider dominiert beim Fokussierrad Metall, nur von schmalen Gummistreifen unterbrochen, was seine Bedienung etwas rutschig macht.

Du sagtest, dass dir das Gewicht jetzt egal sei. Das muss es beim Minox wohl auch, denn der Koffer wiegt satte 1490g - und das merkt man. Ein Stativadapter sollte für längeres Beobachten vorhanden sein. Das 15x58 wiegt dagegen vergleichsweise wenige 1495 g und ist von Minox wohl als Budget-Alternative zu Swarovskis 15x56 SLC (1340g) gedacht. Leider hab ich dieses Glas aber nicht getestet. Für astronomische Zwecke könnte es durchaus interessant sein. Alle diese Dachkantgläser sind wasserdicht. Der Überhub über Unendlich beträgt aber nur 4 dpt. Sagtest du nicht, dass du 5 bräuchtest? Ansonsten ist das 10x58 sehr gut für Brillenträger geeignet. Es hat Drehaugenmuscheln mit Raststufen, was sogar noch besser funktioniert als die Muscheln von Nikon oder Swarovski Dachkantgläsern, weil sich die Einstellungen für beide Seiten besser aufeinander abstimmen lassen. Zusammenfassend würde ich sagen, dass mich das Minox vor allem optisch weniger überzeugt hat als das hier diskutierte Nikon SE 10x42 oder das Nobilem 10x50. Das muss aber jeder für sich selbst testen.

Listenpreis für das 10x58 ist 999,-. Auf einer Optikmesse habe ich es kürzlich zum Messepreis für 799,- gesehen.

So, jetzt bist du aber dran. Hast du schon mal einige der hier vorgeschlagenen Gläser getestet? Zu welchen Ergebnissen bist du gekommen?

Gruß

Steve
 
Re: Jetzt bin ich dran mit kaufen

Schade, deine Kritik über das Minox ED ist ja vernichtend.
...
Ob mir die 14,5 mm Augenabstand beim Nobilem 10*50 reichen, werde ich demnächst mal ausprobieren. Ansonsten gäbe es ja noch das Nobilem 8*56. In der Nähe von Mannheim sind 7 mm Austrittspupille sicherlich etwas ungünstig, andererseits machen die 56 mm Öffnung den Nachteil gegenüber dem 10*50 vielleicht wieder weg????
...
also, vielen Dank für die vielen Informationen ... und sollte ich mir jemals ein Fernglas kaufen :-) , dann wird auch ein ausführlicher Testbericht folgen (inklusive ein Vergleich mit dem Binoctem 7*50 - ich hoffe zugunsten des Neukaufs)
...
Ein Fujinon 16*70 oder Miyauchi werde ich mir nicht kaufen, da mir das Sehfeld zu klein ist.
Was die Fernglasart betrifft, so habe ich mich jetzt entschieden: mindestens 6 Grad Sehfeld, viel Öffnung und entsprechende Vergrößerung (AP < 7 mm). Gewicht ist egal. Wichtig ist mir eine solide Qualität (Lebensdauer), da ich mir nicht noch mal ein Fernglas für Astrozwecke kaufen möchte; außerdem sollte es von der optischen Qualität auf Nobilem-Niveau sein. Außerdem sollte es Brillentauglich sein oder mindestens -6 dpt Überhub haben.
...
Ein Optolyth ist laut Testberichten nicht so gut, wie ein Nobilem. Fällt also weg.
Zeiss, Swarovski und Leica können mir keine Ferngläser mit 50 mm Öffnung für 600 Euro bieten. Fallen also auch weg - es sei denn man findet ein Sonderangebot - ist aber selten, so wie ich das bisher sehe.
Minox ist hier im Forum weniger gut angekommen. Bei Gelegenheit werde ich mir meine eigene Meinung bilden.
(Warum bieten die für 999 Euro so großen Müll?)
Ein Nikon-Demoglas zu bekommen ist auch nicht so einfach. Bis zu 700 Euro würde ich ja hinblättern – am liebsten hätte ich das 12*50. (An Frank: Vielen Dank für den Fotohändlertip – der hatte aber leider nichts mehr im Angebot. :-))
Das Nobilem 10*50 gibt es beim cema-Waffenhändler für 562 Euro. (Hat jemand Erfahrung mit diesem preisgünstigen (aber mir seltsam erscheinenden) Discounthändler?)
Insgesamt ist das 8*56 Nobilem schon eine feine Sache – und sollte das wenig kontrastscharfe Bild (am Stadtrand von Mannheim) durch die 56er Öffnung – im Vergleich zum 10*50 – ausgeglichen werden, würde ich mir dieses Glas kaufen (sollte mir kein Nikonhändler ein Sonderangebot machen). Mit 6,3 Grad Sehfeld liegt das Nobilem 8*56 noch im Bereich des Akzeptablen; und mit 17,5 mm AP-Schnittweite ist es auch für Brillenträger geeignet.

cs




 
Jetzt bin ich dran ... Minox?

> Insgesamt ist das 8*56 Nobilem schon eine feine Sache und sollte das wenig kontrastscharfe Bild (am Stadtrand von Mannheim) durch die 56er Öffnung im Vergleich zum 10*50 ausgeglichen werden, würde ich mir dieses Glas kaufen

Hallo cs,

also so ganz kann ich Deiner Argumentation nicht folgen. Wenn Du am Stadtrand von Mannheim mit erhelltem Himmel kämpfen mußt, was bringt Dir dann das 8x56 (auch im Vergleich zu Deinem 7x50)? Die hohe Lichtstärke kannst Du doch bestimmt nicht ausnutzen. Die 8-fache Vergrößerung läßt sich vielleicht freihändig besser halten, aber das 10x50 dürfte Dir ein kontrastreicheres Bild mit einem extra Tick Vergrößerung liefern. Welchen Nachteil gegenüber dem 10x50 machen denn die 56mm Öffnung wett? Verstehe ich nicht so ganz ...

> Minox ist hier im Forum weniger gut angekommen. Bei Gelegenheit werde ich mir meine eigene Meinung bilden.

Das mit der eigenen Meinung ist auf jeden Fall eine gute Idee. So übel ist Minox im allgemeinen nicht. Ich kenne zwar nur das 8,5x42 und das 10x42, aber diese beiden haben mich für den Preis wirklich überzeugt. Die Minox Gläser sind garantiert nicht soviel schlechter, wie der Preisunterschied (z.B. zu Leica oder Zeiss) auf den ersten Blick suggeriert. Wenn ED oder Fluorit Gläser verwendet werden, kann man nicht zwingend von einer farbreinen (also apochromatischen) Abbildung ausgehen! Daher würde ich mir so ein Glas selbst sehr genau anschauen, bevor ich es von der Wunschliste streiche. Das Optolyth 15x63 mit Fluorit im Objektiv hatte auch seine Probleme mit Farbrändern an kontrastreichen Objekten. Trotzdem war das Bild schärfer und knackiger wie (beispielsweise) bei einem Vixen 15x70.

Auch wenn das Bild in einer ED Optik nicht vollkommen frei von Farbfehlern ist, so können Schärfe und Kontrast einem gängigen Fernglas mit derselben Öffnung und Vergrößerung deutlich überlegen sein! Also am besten Du versuchst einen Händler zu finden, wo Du mal probegucken kannst. Daß Zeiss es mal besser konnte (-> 15x60), ist ja bekannt. Aber das hatte auch seinen Preis, nämlich schlappe 2000 Euro. Mit Blick auf die Preise der "Oberklasse" kannst Du Dir doch so ein Minox ED mal näher anschauen? Wenn sich in einem Geschäft die Gelegenheit findet, würde ich auch mal ein annähernd vergleichbares Glas (Öffnung / Vergrößerung) mit normaler (achromatischer) Optik dagegen halten und das Bild bezüglich Farbwiedergabe, Schärfe und Kontrast vergleichen. Es könnte doch sein, daß ein Minox gar nicht so übel ist?

Frank.
 
Re: Jetzt bin ich dran mit kaufen

Hallo cs,

so begeistert wie Du war ich auch mal von den Nobilems, bis ich sie schliesslich in der Hand hatte....

Also optisch scheinen mir die beiden (10*50 und 8*56) wirklich sehr gut zu sein, jedenfalls war beim Tages-Test nichts zu bemängeln (optisch).

Interessiert war ich am 10*50, das 8*56 stand aber auch im Laden (eine Filiale von Kettner).

Das 8*56 hatte ich nur kurz mal in der Hand und vor der Nase, es war recht schwer, aber insgesamt machte es einen guten Eindruck (auf den allerersten Blick).

Mit dem 10*50 war ich dann vor der Tür, und habe etwas in der Gegend rumgeschaut. Schon auf dem Weg durch den Laden fielen mir die sehr billig wirkenden Gummiaugenmuscheln auf, und die herumbaumelnden Objektivdeckel. An vielen Stellen der Gummiarmierung (es war die grüne Version) waren die Schweissnähte zu sehen, insbesondere auch an den Klapp-Augenmuscheln. Letztere habe ich dann auch gleich mal in die Brillenträger-Position gefummelt(!). Na ja, durchschauen statt anschauen...

Also das Ding vor den Rüssel gehalten, und dem Augenglas genähert... klack! Anschlag. Brillenträgerokulare? 100% Feld für Brillenträger? Von wegen! Vielleicht 80-90% des Feldes sind mit Brille zu sehen, und dabei muss man schon die Brille mit dem Fernglas gegen das Gesicht drücken. Und meine Brille ist weder besonders gross noch besonders dick.

Jetzt, nach ein paar Sekunden, fällt mir auch das Gewicht deutlich auf. Ich greife dann weiter vorne an den Objektiven, so lässt es sich ruhiger halten.

Hm, scharf stellen.... Ups! Hä??? Bisher dachte ich eigentlich immer recht grosse Hände zu haben. Trotzdem erreiche ich das Fokussierrad gerade mal mit den Fingerspitzen. Sehr fett die Prismengehäuse. Und dann drehe ich das Fokussierrad.... mächtig schwergängig. Nach einmal hin- und herdrehen tun mir schon die Fingerspitzen weh!

Dagegen ist die Knickbrücke viel zu leichtgängig. Wenn man das Glas nur an einer Seite hält kippt die andere Seite nach unten weg. Sonderbar, wenn ich nicht selbst gesehen hätte dass der Verkäufer die Originalpackung geöffnet hat würde ich meinen hier hat schon mal jemand dran rumgebastelt.

Und optisch: was ich tagsüber sehen konnte war völlig in Ordnung. Scharf, kontrastreich. Der Streulicht-Test, sich die Austrittspupillen von 20cm Abstand anzuschauen war nicht sonderlich positiv. Das Umfeld der AP war recht hell erleuchtet.

Am Gesichtsfeldrand (bzw. 90% davon) eine kissenförmige Verzeichnung wie häufig bei WW-Okularen.

Für mich war nach diesem Test klar dass das Nobilem 10*50 nicht war was ich suchte. Auch für 600 Eu muss die Ergonomie stimmen, sonst macht das Glas keinen Spass.

Inzwischen konnte ich ein gebrauchtes Leica 10*50 erstehen, und ich muss sagen die Ergonomie ist im Vergleich zum Docter wie Tag und Nacht. Und 100% Feld mit Brille ist kein Thema.

Meine Schlussfolgerung: bei Ferngläsern ist es noch viel wichtiger als bei Okularen, dass man selbst durchschaut und sich ein eigenes Bild macht. Das kann kein Datenblatt und kein Testbericht ersetzen. Das gilt besonders für Brillenträger (Brille dauernd auf- und absetzen kommt für mich nicht in Frage).

Weiterhin viel Spass beim Aussuchen
Martin
 
Docter-Optik Nobilem

Hallo Martin,

so begeistert war ich auch mal von den Nobilems, und ich bin's noch immer ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> (allerdings habe ich auch eine ältere Version von CZJ).

Einige Deiner Kritikpunkte haben wirklich ihre Berechtigung! Mittlerweile dürfte auch cs klar sein, daß das 10x50 für Brillenträger nicht geeignet ist (hatte ich ihm auch schon geschrieben - u.a. hier und hier). Aus meiner Sicht hat Docter-Optik nach Übernahme der alten CZJ Produktion ein paar Sachen verschlafen oder auch falsch gemacht. Man hätte doch die Gelegenheit wahrnehmen und den Nobilem's echte Brillenträgerokulare verpassen können. Anfangs wurden wohl noch die alten CZJ Bestände verwendet und verkauft. Aber spätestens nach Auslauf der Restbestände wäre die Zeit reif gewesen, die AP Schnittweite auf einen brauchbaren Wert zu verlängern. Was die Gummiarmierung betrifft, so habe ich mich auch schon mal in Eisfeld beschwert. Die alte Version war griffiger, machte einen edleren Eindruck und war auch besser verarbeitet. Warum man das Gehäuse verändert und mit der neuen Armierung versehen hat, ist mir bis heute unklar. Eine Verbesserung war es wohl nicht, denn ich habe auch schon von mehreren Kunden gehört, daß sie mit der neuen Nobilem Variante nicht so glücklich sind.

Es gab auch mal eine Phase, wo die Verarbeitungsqualität teilweise arg zu wünschen übrig ließ. Die lockere Knickbrücke habe ich persönlich mal bei einem 15x60 erlebt (allerdings auch schon bei einem 8x30 Zeiss Dialyt ...) und es gab Gläser, wo die Armierung unsauber verarbeitet war. Bei den Preisen der Nobilem Gläser sollte so etwas eigentlich kein Thema sein. Ich halte das einfach für Schlamperei bei der Fertigung und keineswegs für ein Qualitätsmerkmal der Nobilem Gläser <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Es geht definitiv auch anders und die Mehrheit der Nutzer wird das wohl auch bestätigen.

Was die optische Qualität und die Mechanik betrifft, so hätte ich außer den "Brillenträgerokularen" nichts wesentliches zu bemängeln. Gut, die Randschärfe könnte man noch etwas verbessern. Das halte ich aber nicht für so wichtig wie die Eignung der Okulare für Brillenträger. Das große Prismengehäuse mit dem nicht einfach zu erreichenden Mitteltrieb ist sicher auch ein Tribut an das sehr große Sehfeld, wobei die Prismen eben ausreichend dimensioniert sind (ist ja auch nicht selbstverständlich). Damit dürfte sich auch das Gewicht nicht wesentlich reduzieren lassen. Was Mittenschärfe, Farbwiedergabe und Kontrast betrifft, so gehört das Nobilem auch heute noch zum besten, was der Markt an Porrogläsern zu bieten hat. Ich habe bis heute noch nicht ein Nobilem Glas erlebt, was in irgendeiner Form Probleme mit der Kollimation hätte. Auch nach 10 Jahren sitzen bei meinem 10x50 die Prismen wie eh und je und dank der Stulpendichtung gibt es auch keinerlei Probleme mit der Abdichtung.

> Der Streulicht-Test, sich die Austrittspupillen von 20cm Abstand anzuschauen war nicht sonderlich positiv. Das Umfeld der AP war recht hell erleuchtet.

Stimmt, beim Nobilem (oder auch bei den alten CZJ Classic Gläsern, dem Zeiss 7x42 Dialyt und vielen anderen Ferngläsern) hat man durchs Okular den freien Blick aufs Prismensystem mit einer mehr oder weniger hell umrandeten AP. Ist das aber wirklich ein Qualitätsmerkmal? Wie wirkt sich das auf die Abbildung aus? Das Bild wird doch innerhalb der AP erzeugt. Kann man von einer hell umrandeten AP wirklich auf Streulicht schließen, welches die Abbildung verschlechtert? Wenn ja, in welchem Maß? Ich habe mir mal das Zeiss Dialyt 8x30 genauer angeschaut. Die Umgebung der AP ist rabenschwarz <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Blickt man nicht mittig sondern leicht schräg auf die AP, so wird diese beschnitten. Das zeigt mir, daß hinter den Prismen eine sehr knapp bemessene Blende sitzt. Trotzdem könnte natürlich Streulicht im System auftreten und den Kontrast verschlechtern. Inwieweit sich die helle Umgebung der AP kontrastmindernd auswirkt, das müßte man mal einen Optiker fragen. Schlüssig beantworten kann ich das nicht. Ich kann nur vom direkten Vergleich eines Dekarem mit dem 10x50 Nobilem feststellen, daß das Nobilem deutlich heller und kontrastreicher abbildet. Schaut man dann mal im direkten Vergleich durch ein Zeiss Dialyt 8x56 und ein Nobilem 8x56, so sind die Unterschiede sehr gering. Es gibt sogar genug Leute, die das Nobilem favorisieren (und das nicht nur wegen des Preises).

Fazit: Wenn man sich als Nichtbrillenträger mit der Gummierung und dem recht hohen Gewicht anfreunden kann, so bekommt man mit einem Nobilem immer noch ein sehr gutes Porroglas. Die optische Leistung ist sicher nicht Spitze, aber sie ist gut genug, um den nicht gerade geringen Preis zu rechtfertigen. Sollte ein Fotohändler ein Exemplar mit schlapper Knickbrücke im Schaufenster haben, so ist das natürlich ärgerlich. Ein Anruf bei Docter-Optik sollte allerdings genügen, um das Glas auf vordermann zu bringen.

Frank.
 
Meine Beiträge zu dieser Runde wären z.B. Vixen Apex Pro 8x32 (UVP 429,- Euro), Apex Pro 7x42 (UVP 449,- Euro) oder Foresta 8x42 (UVP 429,- Euro, ein Porro-Glas mit fast 9 Grad Feld). Die technischen Daten gibt es hier. Wer übrigens auch bei einem 32mm-Glas 5mm Austrittspupille haben möchte, der sollte sich das neue Foresta 6x32 anschauen.

Beidäugige Grüße,
Stefan Korth
 
Endlich mal wieder ein Fernglas mit 6-facher Vergrößerung! Das müsste das ideale Naturbeobachter-Glas sein: leicht, kaum Zittern, trotzdem "lichtstark"!
 
Endlich mal wieder ein Fernglas mit 6-facher Vergrößerung

vielleicht gefällt dir auch dann das Vixen Ultima ED ?

( hier irgendwo )

Ich hab's beim ATT in der Hand gehabt.
Dieses Teil ist dermaßen transparent, daß man meint,
durch ein Loch in einer schwarzen Wand zu schaun;
von Glas weit und breit keine Spur.

Dieses "Loch" ist leider ziemlich klein, ~45 Grad
Eigengesichtsfeld fand ich arg beklemmend !

Grüße

Uwe
 
Re: japanische Vixen-Seiten

Da hat es ja echt interessante Gläser dabei, z.B. die kleinen Dachkant-Klappgläser bis zu 40 und 50er Öffnung!!
(Habe mich immer gefragt warum keiner ein 8x30-35 in diesem praktischen Design herstellt!)
Und sogar einige mit richtig großzügigem Gesichtsfeld von 65° scheinbar! Ändert mein bisheriges Urteil "Vixen hat
vor allem (für mich unakzeptable) Gläser mit auf unter 50° kastriertem Gesichtsfeld" .
Gibt es die Gläser alle auch in Deutschland?
 
Re: Docter-Optik Nobilem

Hallo Frank,

gute Frage, ob die Streulicht-umrandete AP eine negative Wirkung auf das Bild innerhalb der AP hat. Man liest es immer mal wieder, dass man auf ein dunkles Inneres des FG achten soll. Aber natürlich kann es gut sein dass die Autoren voneinander abgeschrieben haben *g*

Streulicht bedeutet ja, dass ein Teil des einfallenden Lichtes herumvagabundiert, und irgendwo landet. Wenn es sichtbar neben der AP rauskommt, warum sollte ein Teil dann nicht auch innerhalb der AP landen, und dort den Kontrast ein wenig mindern?

Beim Trinovid ist der Bereich um die AP wirklich dunkel, aber das kann natürlich wie Du schreibst von (zu?) knapp bemessenen Blenden kommen (oder von den kleineren(?) Dachkantprismen). Bei seitlichem Blick auf die AP wird diese in der Tat recht schnell beschnitten.

Vielleicht könnte man das über den Mond-Test feststellen, den M.Birkmair in seinem Katalog beschreibt: Beim Trinovid ist der Himmel tatsächlich schwarz, sobald der Mond den Bildrand verlässt. Erst bei einem grossen Winkel (30 Grad oder so) sieht man nochmal einen Reflex im Bild. Das müsste man mal mit einem FG mit "heller" AP testen.

Viele Grüsse
Martin
 
Nikon 8x30 EII (Dein Beitrag vom 23.05.2003)

Hallo Frank,

fast auf den Tag genau vor einem Jahr hattest Du in dieser von mir nun wiedererweckten Diskussion geschrieben (Zitat):

„Ich hatte das 10x35 EII lange selbst im Einsatz und ärgere mich noch heute, daß ich es verkauft habe. Wenn ich aber irgendwann mal günstig eins sehe, werde ich wohl erneut zuschlagen.” (Zitat-Ende)

Wenn das noch gilt, dann könntest Du jetzt zuschlagen, denn ich biete ein soeben erst in den USA gekauftes, also absolut neues Nikon 10x35 EII mit Schutzdeckeln, Trageriemen, Tasche, Anleitung, Datenblatt und OVP für nur 390 Euro im Biete-Forum an, weil mir der Pupillenabstand für meine Brille und Gesichtsanatomie ein wenig zu kurz ist und ich daher von dem 70°-Gesichtsfeld nur schätzungsweise knapp unter 60° sehen kann. Mehr Infos dazu in meiner heute verfaßten Beschreibung im Biete-Forum.

Alternativ kannst Du ein gleiches Fernglas auch bei Foto-Rahn für 599 Euro bekommen. Einige Händler in Frankreich bieten es gar für ca. 750 Euro an! Das ist zwar deutlich teurer, aber um keinen Deut besser als meines.

MfG Walter E. Schön
 
Re: Nikon 8x30 EII (Dein Beitrag vom 23.05.2003)

Hallo Walter,

erstaunlich, wie Du so alte Beiträge wiederfindest. Und das gerade jetzt, wo ich anfange auf das Zeiss Victory FL zu sparen. Einmal durchgesehen und schon süchtig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Trotzdem wäre mir das Nikon lieber. Ich melde mich mal bei Dir.

Frank.
 
Re: Nikon 8x30 EII (Dein Beitrag vom 23.05.2003)

Hallo Frank,

=> "Einmal durchgesehen und schon süchtig ..."

Darf ich dem entnehmen, daß Du Deinen Augen einen Blick durch Fluorid-Glas gegönnt hast?

Daß ich nun natürlich Deinen ausführlichen Bericht vermisse, muß ich nicht extra betonen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> .

Ich hoffe, Du postest hier bald schön ausführlich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

carpe noctem
Matthias
 
Re: Nikon 8x30 EII (Dein Beitrag vom 23.05.2003)

> Darf ich dem entnehmen, daß Du Deinen Augen einen Blick durch Fluorid-Glas gegönnt hast?

Hallo Matthias,

ja. Der für den Aufbau Ost zuständige Zeiss Vertreter hat meinen Fotohändler mit dem Victory 8x42 FL unlängst heimgesucht. Da ich mir den Fotohändler gut erzogen habe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />, hat er mich rechtzeitig informiert.

Fazit: Der Händler will eins haben, sein Lieblingskunde auch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Über das Design kann man sicher streiten, über die Optik nicht. Es ist, als ob man durch einen kleinen ED Apo guckt. Ein unwahrscheinlich brillantes, sauscharfes und über weite Teile des Sehfeldes farbreines und natürlich insgesamt farbneutrales Bild. Der Unterschied zum normalen Victory 8x40 ist übrigens nicht zu übersehen, daher wird das 8x40 und 10x40 auch eingestellt.

Da Zeiss mit der Fertigung wohl einige Zeit nicht nachkommen wird, kann ich das nochmal in Ruhe überschlafen. So wie ich den Vertreter verstanden habe, gibt es schon mehr als genug Bestellungen. Mit den Conquest Modellen gab es ja anfangs auch Lieferschwierigkeiten und mit den neuen FL's scheint es ähnlich zu sein.

Frank.
 
Re: 20er 30er oder 40er Fernglas

Hallo Frank,

lustig, wie die threads so über die Zeit mutieren (et nos mutamur in illis - heute würde ich das Minox niemand
mehr zur Prüfung ans Herz legen, sondern für den genannten Anwendungszweck aus voller Überzeugung das
Canon 10x30 IS empfehlen!). Dafür habe ich hier:

http://www.ehlert-partner.de/Zeiss.htm

was tolles gefunden: die Schnittzeichnung vom FL! (dort gibts unter Leica auch Schnitte zum Duovid!)
Endlich nimmt mal auch außer Canon jemand vernünftige Okulare - die 5 Linser im FL erinnern mich in
der Konstruktion irgendwie an mein Bertele Oku - Bertele war ja auch einer der Topdesigner bei Zeiss/Leitz
von Okularen! Nur denkt man ja heute bei den meisten Firmen RK's reichten für die blöden Fernglasfritzen
auch, vor allem wenn man da noch "asphärisch" draufschreibt (ich habe bisher noch von keinen anderen
Asphären bei Ferngläsern gehört - und das alles nur um die Kissenverzerrung am Rand stärker zu bekommen!
Da sind mir meine "Nicht-Asphären = Original" RK's im Olympus DPSR lieber- bei denen bleiben die Linien auch
am Rand halbwegs gerade). Die "Asphärisierung" muß offensichtlich deutlich billiger sein als eine vernünftige
Vergütung.
Die Nobelfirmen wie Leica und Zeiss haben sich bisher meist mit den alten Königs zufriedengegeben - höchste Zeit
daß Canon mal gezeigt hat, daß 5 Linser (analog den eudiaskopischen Plössls) nicht nur für Teleskope gut sind
und schön daß Zeiss mal wieder an seine lange Tradition optimaler Okularkonstruktionen anknüpft. Die
Fernglasfreaks denken ja fast alle noch, daß 50° randscharf das Maximum sind- obwohl viele hier es von den
Teleskopokularen her besser wissen sollten! Und da finde ich den neuen Zeiss Trend zu mehr Gesichtsfeld endlich
mal wieder die richtige Richtung. Das mit dem FL ist wohl eher ein Werbegag.
Preislich ist die erwähnte site leider nicht ganz das Optimum, da wäre eher die hier angesagt:
http://www.waffen-schrum.de/waffen-schrum/optik/zeiss-fern/
(auch für Leica, ist noch deutlich günstiger als www.triebel.de )
naja, aber ich bin ja gerade versorgt und überlege eher ob ich mir noch für 39€ ein 10x50 Berkut zulegen soll
aus Protest gegen den Plastiktrend bei den Japanern
( www.optikost.de ).

Gruß
 
Berkut

Hallo Hanz,

ich bin sehr neugierig, wie gut das Berkut wirklich ist! Der Preis ist ja verlockend. Ob das Berkut wohl einen Qualitätsstandard wie die Tento / Kronos-Gläser hat? Weiß jemand etwas genaues? Bitte schreibe einen kurzen Bericht, wenn Du das Berkut gekauft hast!
 
vernünftige Okulare

> was tolles gefunden: die Schnittzeichnung vom FL!

Hallo hanz,

das Schnittbild findet sich in voller Schönheit auch im neuen Victory FL Prospekt. Ein guter Fotohändler sollte die neuen Prospekte eigentlich haben. Nun bin ich kein Fachmann, aber so vollkommen neu kommt mir das Okulardesign nicht vor. Die Schnittbilder vom normalen Victory oder von seinem Vorgänger sehen vom optischen Konzept verdächtig ähnlich aus.

> Endlich nimmt mal auch außer Canon jemand vernünftige Okulare ...

Also irgendwie hatte ich immer das Gefühl, daß man bei Zeiss, Leitz oder Leica auch in der Vergangenheit vernünftige Okulare verwendet hat. Die Dialyt oder die alten und neuen Trinovid Gläser machten am Tag und bei Nacht einen recht ordentlichen Eindruck. Ich vermute mal, bei den genannten Firmen oder auch bei Nikon mit seinen besseren Ferngläsern hat man in der Regel soviele Linsen verbaut, wie für ein bestimmtes Ziel notwendig waren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Was die Asphären betrifft, so zitiere ich mal Georg Dittie: "Eine Asphäre in Ehren kann niemand verwehren" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />. Kennst Du Georg? Er ist der Programmierer von Giotto und Optiker aus Leidenschaft. Asphärische Flächen hat Zeiss schon vor vielen Jahrzehnten beim berühmten AS Objektiv von August Sonnefeld verwendet. Docter-Optik hat solche in die Nachfolger der Notarem Ferngläser eingebaut und Nikon verwendet sie wohl auch bei einigen Ferngläsern. Zumindest bei diesen Firmen sollte man annehmen, daß sie wissen was sie tun. Wenn andere Hersteller mit besonderen Eigenschaften kräftig die Werbetrommel rühren und man sich beim Blick durchs Fernglas fragt, was es soll, dann kann man sich schon wundern. Das ist aber heutzutage so. Irgendwo hatte ich mal Werbung zu Digitalkameras gelesen, wo die Verwendung echter Glaslinsen besonders hervorgehoben wurde <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

> Das mit dem FL ist wohl eher ein Werbegag.

Wie kommst Du zu der Annahme? Warte doch mal ab, bis die Dinger im Schaufenster liegen. Dann schau mal durch.

Frank.
 
Zeiss Victory 8x42 FL

Hallo Frank,
Dein Beitrag und auch der von Steve11 klingt sehr vielversprechend und hat mich auch süchtig gemacht! Die Zeiss Victory FL-Gläser scheinen das Beste zu sein, was heute an Ferngläsern hergestellt wird. Da das Dialyt 7x42 schon immer so ziemlich an vorderster Stelle auf meiner geheimen Wunsch(traum)liste stand, hätte ich dazu ein Paar Fragen (auch wenn Du das 8x42 getestet hast, ich hoffe, dass das 7x42 in Punkto Qualität dem 8x42 ebenbürtig ist):

- Wie kann man das FL bei astronomischen Beobachtungen einstufen?
- Wie ist es mit Beobachtungen mit Brille? Reicht der Augenabstand aus? (Zeiss hatte bisher folgende Augenabstände:
<pre><font class="small">code:</font><hr> Zeiss Victory 10x40 BT*P* : 15mm
Zeiss Victory 8x40 BT*P* : 16mm
Zeiss ClassiC Dialyt 7x42 B/GA T*P*: 18mm </pre><hr>
Diese Informationen zu den neuen Victory FL-Gläsern habe ich noch nicht gefunden.
Wenn der Augenabstand geblieben ist (d. h. die selbe Okularkonstruktion), dann muss ich sowieso zum 7x42 greifen.

Vielen Dank und vielen sternenklare Nächte wünscht Dir

Gabriel
 
Re: Zeiss Victory 8x42 FL

> auch wenn Du das 8x42 getestet hast

Hallo Gabriel,

getestet habe ich gar nix. Ich habe für eine halbe Stunde bei Tag in der Gegend rumgeguckt und hätte das Glas am liebsten gleich mitgenommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />.

> Wie kann man das FL bei astronomischen Beobachtungen einstufen?

keine Ahnung. Ob es für Astro irgendwelche Einschränkungen gibt, merkt man dummerweise erst bei Nacht und die Gelegenheit hatte ich noch nicht. Das Zeiss 8x30 Conquest sieht am Tag auch prima aus. Bei Nacht zeigt es am Mond heftige Reflexe und eine ziemlich auffällige Vignettierung im Randbereich. Das Zeiss Logo allein ist wohl keine Garantie für erstklassige Optik (zumindest für die Anforderungen beim Sternegucken) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Daher müssen wir wohl warten, bis der erste hier im Forum eins gekauft und wirklich am Sternhimmel getestet hat. Der Eindruck am Tag oder in der Dämmerung hilft da nicht weiter.

> Wie ist es mit Beobachtungen mit Brille?

Ich hatte keine Probleme. Aber das ist nunmal individuell recht unterschiedlich. Zahlenwerte für den AP Abstand kenne ich nicht. Solange man nicht angibt, wovon die gemessen werden, sind solche Werte eh witzlos. Ich kenne keinen Hersteller, der genau sagt, ob der Abstand von der letzten Linsenfläche, vom Fassungsrand, vom Rand der Augenmuscheln oder was auch immer gemessen wurde. Daher kommt man ums Ausprobieren sowieso nicht herum.

Frank.
 
Re: Zeiss Victory 8x42 FL

Hallo Frank,

Du hast hier mal folgendes geposted:

=> "Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, mir das neue Zeiss conquest 10x30 in einer klaren Nacht vorzunehmen und das hat in der Beziehung ein wirklich tolles Bild."

Jetzt schreibst Du zu Deinem Conquest 8x30:

=> "Bei Nacht zeigt es am Mond heftige Reflexe und eine ziemlich auffällige Vignettierung im Randbereich."

Anderswo hast Du zwar auch geschrieben, daß Du es Dir als "Tagglas" gekauft hättest, aber etwas verwirrt bin ich schon <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Hast Du etwa einen Ausreißer erwischt oder willst Du tatsächlich mein heißgeliebtes Conquest sternmäßig in die Tonne klopfen?

Verunsicherte Grüße
Matthias

 
Zeiss Conquest

> willst Du tatsächlich mein heißgeliebtes Conquest sternmäßig in die Tonne klopfen?

Hallo Matthias,

das würde mir nie einfallen! Aber hin und wieder überlege ich mir auch was, wenn ich was schreibe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

=> "Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, mir das neue Zeiss conquest 10x30 in einer klaren Nacht vorzunehmen und das hat in der Beziehung ein wirklich tolles Bild."

Stimmt auch heute noch. Nur hatte ich es nicht am Mond ausprobiert und einen Laternentest habe ich auch nicht gemacht. Ob das 10x30 ähnlich auffällige Reflexe zeigt, kann ich daher nicht sagen. Man könnte es vermuten, da sich die Reflexe auch am Tag bei bestimmten Beobachtungsbedingungen (z.B. Gegenlicht) in Form einer Art hellen Schimmer in Teilen des Sehfelds zeigen. Und das ist sogar meinem Fotohändler beim 10x30 aufgefallen. Die doch schon störende Vignettierung des 8x30 hat das 10x30 nicht. Beide Ferngläser nutzen wahrscheinlich gleiche Objektive und Prismen. Das 8x30 hat dann längerbrennweitige Okulare mit größerer Sehfeldblende und hierfür sind die Prismen wohl etwas knapp bemessen. Beim 10x30 gibt es keine Probleme, man sieht auch am Sternhimmel das volle Sehfeld und die Qualität der Abbildung hat mir sehr gut gefallen. Nur war mir das 10x30 für die Nutzung am Tag doch etwas wackelig. Wegen des geringen Gewichts konnte ich das Glas nicht vernünftig ruhig halten. Daher kam auch der Schwenk zum 8x30. Für's gucken am Tag besser geeignet, dafür mit astronomischen Nebenwirkungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />.

=> "Bei Nacht zeigt es am Mond heftige Reflexe und eine ziemlich auffällige Vignettierung im Randbereich."

Genauso ist das. Gilt aber nur für's 8x30, da ich nur das genau kenne. Wie es in den Punkten um die zwei größeren Conquest Modelle bestellt ist, da habe ich keine Ahnung. Die Reflexe beim 8x30 stören am Tag nicht so sehr. Man muß halt bedenken, daß Zeiss drauf steht und der Preis erstaunlich "niedrig" ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Ob sich nun alle 8x30 Conquest Gläser genauso verhalten, das weiß ich auch nicht. Ich hoffe mal, daß ich ein Exemplar aus aktueller Produktion bekommen habe.

Frank.
 
Re: Zeiss Victory "FL"

Hallo Frank,
die Konstruktion der Victory Okulare habe ich bisher nirgends gefunden, aber wenn da auch nichts verändert worden ist, was ist dann so toll an den Victory FL's?
Ich abe die Okularkonstruktion wegen der relativ flachen Linsengruppe in der Mitte nicht als RK mit voreschalteter Barlow interpretiert. Selbst Zeiss traut sich nicht, die Objektive Apochromaten zu nennen (die Bezeichnung lautet, wie bei den Victory bisher schon, "Superachromaten") und den "Trick" mit den stinknormalen ED-Objektiven als Fluorid -GLÄSER (nicht Fluorit Linsen) kennen wir doch auch schon (Zitat) :
"Insbesondere bei hohen Vergrößerungen entstehen aber auch störende Farbverschiebungen, die nur durch den Einsatz fluoridhaltiger ED-Gläser gänzlich verhindert werden können. Schon seit Jahren finden diese Spezialgläser Einsatz in der Foto-Optik und werden dort vorzugsweise für Teleobjektive verwendet (sog. APO-Objektive = Apochromatisch korrigiert). MINOX setzt nun erstmals diese Glastypen in Ferngläsern diesen Zuschnitts ein (10x58 und 15x58). Das Resultat kann sich sehen lassen: Selbst kleinste Farbunterschiede im Federkleid seltener Vogelarten sind über große Distanzen klar zu erkennen und werden unverfälscht wiedergegeben."
Natürlich kannst Du die optischen Leistungen nicht allein an der Konstruktion festmachen (sonst wäre Minox ja wirklich gut), aber vielleicht verstehst Du jetzt, warum ich das "FL" als Werbegag bezeichne - es handelt sich ja natürlich wieder nicht um echte Fluorit APO's , sondern man hat nur die ED-Gläser wieder mal werblich optimal ausgeschlachtet - ohne zu lügen, aber indem man falsche Assoziationen weckt.

Gruß
 
Re: Zeiss Victory "FL"

> Selbst Zeiss traut sich nicht, die Objektive Apochromaten zu nennen (die Bezeichnung lautet, wie bei den Victory bisher schon, "Superachromaten") ...

Hallo hanz,

kleiner Hinweis (hatten wir übrigens schon mal). Bevor Du über Zeiss und die Kennzeichnung deren Optik urteilst, lies doch mal nach, was man unter "Superachromat" versteht:

Achromat, Apochromat, Superachromat - Worin unterscheiden sie sich?

Zu finden bei Zeiss in: "Camera Lens News" Nr. 12. So wie ich das verstehe, ist ein "Superachromat" durchaus ein "APO". Das FL beim Victory heißt auch nicht, daß es sich um Fluorit als Glasmaterial handelt. Mit fluorhaltigen Sondergläsern kann man ja auch "APO's" bauen. Entscheidend für die Definition einer apochromatischen Optik ist der Grad der Korrektur von chromatischer Längsabberation und CVD. Dazu muß man wohl noch schauen, bei welchen Vergrößerungen welcher Grad der Korrektur vonnöten ist. Beim Teleskop für Planeten bei 200-fach sieht das sicher anders aus wie beim Victory FL mit 10-fach. Wenn das Victory FL über einen weiten Bereich des Sehfelds dem Betrachter ein Bild frei von Farbfehlern zeigt, warum sollte man dann nicht von einer apochromatisch korrigierten Optik sprechen? Oder willst Du mit dem Victory bei 200-fach Planeten gucken? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Frank.
 
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