8", F/5 Newton, Erfahrungen gesucht

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PeBo75

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Hi Leute,

ich bin auf der Suche nach meiner nächsten Ausbaustufe und die Richtung sollte ein 8" F/5 Newton sein. Den möchte ich zunächst rein visuell auf meiner CAM einsetzen. Reduziert man die beworbene visuelle Tragfähigkeit von 12 auf realistischere 10kg dann bin ich mit einem 8,5 bis 9kg schweren Instrument noch nicht am äußersten Limit, so hoffe ich.

Die 1000mm Brennweite möchte ich eigentlich nicht überschreiten denn irgendwann schwebt mir eine bessere Montierung wie eine EQ6 oder CGEM vor mit der ich dann auch fotografieren kann. Aber das hat, vor allem aus Budgetgründen, noch Zeit.

Nun habe ich mir 3 Geräte mal genauer angesehen die im Preisbereich von 350 bis 470 EUR liegen und wüßte gern welche Erfahrungen Ihr dazu beitragen könnt. Nachfolgend meine Kandidaten und ein par Pros/Contras aus meiner Sicht:

Skywatcher Explorer 200P

Der Herausforderer?

+ der günstigste der 3 Kandidaten
+ Prismenschiene schon dabei
+ nachgerüstet mit Microfokussierer (59 EUR) immernoch günstiger als die Mitbewerber
+/- Fangspiegel mit 25% Obstruktion schon eher visuell orientiert, nicht passend zum schnellen F/5, eventuell beim späteren Montierungsupgrade ein Schwachpunkt bei Fotografie
- Klemmschrauben statt Ringklemmung am OAZ

Gesamtpreis: 358 EUR
(kommt scheinbar in Kürze als PDS-Variante mit Microfokus OTA für 349 EUR?)


GSO 200mm F/5-Newton

Nummer 2 im reinen Preisvergleich

+ Microfokus an Bord
+ Ringklemmung für 2" und 1,25"
+ Lüfter vorhanden (sieht häßlich aus ist aber Nachts egal *g*)
+/- Fangspiegel mit 63mm eher im Mittelfeld zwischen Beobachtung und Fotografie, erscheint mir etwas universeller
- Prismenschiene fehlt (Aufpreis 19 EUR)

Gesamtpreis: 387 EUR


und preislich die Nummer 3

TS 8" F/5 Fotonewton

"Fotonewton" trotz gleicher optischer Eigenschaften verglichen mit dem "Allroundgerät" von GSO?

++ Monorail der allein 189 EUR kosten soll
+ Microfokus an Bord
+ Ringklemmung für 2" und 1,25"
+ Lüfter vorhanden (schon hübscher)
+/- Fangspiegel mit 63mm eher im Mittelfeld zwischen Beobachtung und Fotografie, erscheint mir etwas universeller
- Prismenschiene fehlt (Aufpreis 19 EUR)

Gesamtpreis: 468 EUR

Das Studium der Shop-Beschreibungen verwirrt leider eher als das es hilft. Da werden dünne Fangspiegelstreben für perfekten Kontrast beworben, gleichzeitig wird die höhere Obstruktion zugunsten der besseren Ausleuchtung als großer Vorteil gelobt. Das alles bei Produkten die keine Kompromisse darstellen sollen.

Ich tendiere derzeit zum GSO als guten Mittelweg zwischen Ausstattung und Preis. Der Monorail des TS reizt natürlich, gerade wegen späterer Fotografie. Verlängerungshülsen für visuelle Nutzung sind auch bei beiden dabei.

Was könnt Ihr mir denn zu den verschiedenen Geräten sagen? Erfahrungen von Besitzern dieser Modelle wären mir natürlich am liebsten. Spekuliert habe ich ja selber schon genug... ;-)

Vielen Dank schonmal!
 
Hi!

Zitat von PeBo75:
GSO 200mm F/5-Newton

+ Lüfter vorhanden (sieht häßlich aus ist aber Nachts egal *g*)
Mach ein Abdeckgitter drüber, dann sieht das so aus wie bei Teleskop Nummer 3.

+/- Fangspiegel mit 63mm eher im Mittelfeld zwischen Beobachtung und Fotografie, erscheint mir etwas universeller
Denke ich auch.

"Fotonewton" trotz gleicher optischer Eigenschaften
Es kommt nicht nur auf die optischen Eigenschaften an, sondern auch auf mechanische (Monorail) und optomechanische (Backfokus). Hinzu kommt dann Marketing ...

- Prismenschiene fehlt (Aufpreis 19 EUR)

Gesamtpreis: 468 EUR
Letzteres sollte Dir bei Preisverhandlungen Spielraum für ein Verbilligung der Prismenschiene geben - welcher Händler verkauft nicht lieber das viel teurere Gerät denn das billigere?!

Grüße

fquadrat
 
Hallo Peter,

wenn Du erst mal visuell beobachten willst, dann nimm den 8"f6. Macht noch mehr Spass. Wenn Du später fotografieren willst, dann hol Dir später ein Fotogerät.
Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.

Muss allerdings zugeben, dass ich selber den Syntha 8"f5 hab, aus einer der ersten Bauserien. Hab es damals aus den gleichen Gründen gekauft, die Du jetzt anführst. Fotografieren kann man damit jedoch kaum, da der Fangspiegel recht klein ist. Visuell macht das Teil jedoch schon Spass, und so setze ich es auch ein. Ist mittlerweile völlig verdellt und zerkratzt, aber da kommt es nicht drauf an. Der 8"f4, den ich mittlerweilen zum fotorafieren benutze ist mit seinem 75mm Fangspiegel und dem angespannten Öffnungsverhältnis visuell unbefriedigend.

Viele Grüße,

Gottfried
 
Hallo Peter,

einen Kurzbericht vom TS Fotonewton 8"/F5.

Ich habe diesen Newton seit September 2010.

Mitgeliefert wurde der GSO Komakorrektor.

Den Komakorrektor schickte ich gleich wieder zurück, da er dezentriert war und bestellte mir sowohl den MPPC als auch den RCC1.

Bei beiden Korrektoren komme ich mit der EOS1000Da bequem in den Fokus.
Das einzige Problem ist, daß man beim Klemmen nicht verkantet, da sonst einseitige Bildunschärfen und auch Koma entstehen.

Der Monorail-Auszug ist sehr stabil und verbiegungssteif - kein Vergleich zu einem Crayford, bei dem man die Crayfordwelle extrem andrücken muß um Kippen zu verhindern.

Allerdings waren anfangs die Führungsschienen nicht fest angeschraubt. Das bemerkte ich erst, als er zu wackeln anfing.
Seit dem Festschrauben funktioniert er tadellos.

Bei der Hauptspiegeljustierung muß man aufpassen!

Die schwarzen Justierschrauben sind zu lang und wenn man sie zu weit hineinschraubt, berühren sie direkt den Hauptspiegel.
Der wird dadurch verspannt und man bekommt Astigmatismus.

Ich habe die Schrauben soweit gekürzt, daß sie auf keinen Fall bis zum Hauptspiegel gelangen und außerdem habe ich die Hauptspiegellagerung kontrolliert und nachjustiert (mehr Korkauflagen und Halteklammern gelockert).

Der Tubus besteht aus relativ dünnem Blech, daher habe ich ihn im Bereich Fangspiegelspinne-OAZ mit zwei zusätzlichen Rohrschellen verstärkt und ihm auch noch eine dritte Rohrschelle auf einer 55cm langen Aluschiene verpasst, die ihrerseits erst auf der 40cm langen Prismenschiene angeschraubt ist.

Das Gewicht hat dadurch zugenommen, aber die Stabilität ist deutlich gestiegen.
Der Tubus 'schwabbelt' nicht und auch schwereres Zubehör am OAZ verbiegt nichts.

Optisch kann ich nichts beanstanden, außer, daß man beim Justieren mit einem Cheshire wegen F5 schon längere Arme braucht, um die HS-Justierschrauben zu erreichen.
Da ich aber sehe, wie kritisch das Justieren schon beim F5 ist, ist er mir doch lieber als ein F4.

Viele Grüße aus Graz,
Johann
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi und zunächst mal vielen Dank für Eure Ausführungen.

@fquadrat: Ich muß mich eben ein wenig fragen wie ich das geplante Budget einsetze. Ist mir der Monorail wichtiger oder nehme ich das Geld lieber für ein besseres Übersichtsokular. Die F/5 sind ja schon recht anspruchsvoll wenn man sie visuell einsetzen möchte. Andererseits haben gerade die langen Brennweiten bei entsprechender Qualität ein nicht zu unterschätzendes Gewicht was wieder für den Monorail sprechen würde. Kann ein Crayford in der Preisklasse zum Beispiel ein 500g-Okular noch stabil halten?

@Terrorernie: Nicht nur auf die Marge kommt es an sondern auch auf die grundsätzliche Orientierung eines Händlers. Will er schnell den maximalen Profit oder will er über einen gewissen Zeitraum seinen Kundenstamm aufbauen und pflegen? Das dürfte darüber entscheiden welche Produkte zuerst empfohlen werden.

@Gottfried: Die Überlegung, besser einen 8" F/6 zu nehmen, ist schon richtig. Leider ist das Angebot aber in dem Bereich sehr dünn, zumindest als OTA. Ich möchte auch keinen Dobson kaufen, nur um dann die Rockerbox verstauben zu lassen weil ich parallaktisch montiere. Einen OTA mit 200/1200 habe ich aktuell bei Teleskop-Express gefunden, den von Orion UK, aber der sprengt auch gleich mal das Budget. Beim GSO oder TS könnte man auch für kleines Geld einen 2. Fangspiegel samt Halter anschaffen um visuell noch ein wenig mehr Kontrast zu erhalten. (Idee entdeckt bei Mario Reisner, www.seeing1.de) Zur eierlegenden Wollmilchsau wird ein solches Gerät dadurch natürlich auch nicht.

@Johann: Danke für den kurzen Bericht und auch für die Tuningratschläge. Benutzt du diesen Tubus auch visuell oder rein fotografisch? Wie ist denn die Ausleuchtung des EOS-Chips mit dem 63er Spiegel?
 
Hallo Peter,

ich habe vor einiger Zeit mal eine ganze Reihe 8" Geräte mit f/4 bis f/5 hier gehabt. Natürlich ändert sich immer mal dies und das aber in meinen Augen nicht das wesentliche.

Grundsätzlich ist ein 8" f/5 auf einer CAM visuell zu betreiben. Fotografisch ergeben sich keine Reserven. Aber visuell geht dies, egal ob CAM oder Mon2 oder ADM. Ggf. gibt es noch Potenzial, das Stativ zu tunen oder auszutauschen. Kommt immer darauf an, was gerade mitgeliefert wird. Und natürlich gibt es eine Serienstreuung.
Fotografisch mit DSLR (also nicht Planeten/Mond sondern Deepsky) ist auch bei Kurzbelichtungen ein enormer Ausschuss zu erwarten. Ich würde die Cam dann lieber mit 6" bestückt sehen. Ein Leitrohr geht mit 8" nicht mehr drauf, ein Off Axis Guider ist problematisch (Fokuslage, technische Details vorhandener Newton OAGs). Das ist eine Kopf-Wand-Schmerz-Lösung. Naja. Schmerz schaltet den Spalt ab. Schnell!

Lüfter: Bislang sind mir keine Geräte aus "Großserie" mit nützlichem Lüfter begegnet. Man findet nur Lüfter die von hinten auf den Spiegel blasen, meist ohne ausreichenden Spalt zwischen Lüfter und Spiegel damit überhaupt Luft passieren kann. Ein lokaler "Quirl" der den Spiegel dann punktuell kühlt und somit in Überkorrektur zwingt ist eigentlich nur zur gleichmäßigen Kundenvernebelung nützlich.

Auszug: Spannend ist bei f/5 eine Untersetzung aber dies ist nicht zwingend. Man bekommt auch f/4 mit Zahn und Trieb sauber fokussiert. Bequem ist es - aber nicht entscheidend.
Fotografisch muss man einen Auszug fordern, der beim Klemmen sich weder versetzt noch hebt oder senkt. Außerdem sollte ein Crayford so einstellbar sein, dass der Andruck des FOkussiertriebs auch die Kamera stemmen kann.
Visuell kann man toleranter sein.

Fangspiegel: Da gibt es einiges zu beachten. GSO baut immer wieder Fangspiegelfassungen aus Kunststoff und je nach Toleranzen bei der Spiegelgröße quetscht das bei Kälte schnell schrumpfende Plastik den Fangspiegel ein. Asti und somit eine im Winter unbrauchbare Abbildung ist die Folge.
Andere Hersteller nutzen einen freiliegenden, geblobbten Fangspiegel. Silikonblobs mit Streichholzspalt zwischen Fassung und Spiegel gleichen prima Dehnung etc. aus ohne den Spiegel in Asti zu zwingen. Ein solcher Fangspiegel ist aber anfällig gegen Auskühlung und damit Taubefall.
Unterschiedliche Fangspiegelgrößen gibt's natürlich auch noch. Da die ganze Kombi fotografisch dürftig ist, scheint mir ein kleinerer Fangspiegel attraktiver. Den Rest macht ein Flatfield. 2. Fangspiegel? Machst Du in der Praxis eh nicht!

Spinne: Spinnen aus dünnen Blechstreifen sind von der Steifigkeit des Tubus abhängig. Ein zu weicher Tubus bedeutet, dass der Fangspiegel je nach Schwenk kippt und schiebt, was die Justage verstellt. Dicke Gußspinnen zeigen stärkere Spikes - eigentlich mehr ein ästhetisches Problem, aber darum betreibt man das Hobby ja.

Hauptspiegel - finden sich damals wie heute immer wieder mal zu fest verschraubt. Schlechte Spiegel gibt es wohl auch aber so im Schnitt geht's halt. Fragt sich halt, ob man einen guten erwischt. Auf Wunsch wird der Händler einem immer bestätigen, dass man zufällig einen besonders guten vom Stapel gegriffen hätte.

Mitgelieferter Krempel - ist gerade bei f/5 oft genug für den Händler unverkäuflich, zumindest für so ein f/5 Gerät.

Übersichtsokular? Bei f/5 gibt es eine Drei-Klassen-Gesellschaft. Es gibt die Okus zwischen 50 und 150 Euros (oder auch etwas mehr), die alle ähnlich schlecht am Rand aussehen und zum Suchen von PNs nicht gerade geeignet sind. Es gibt die ganz teuren Dinger, bei denen letztendlich Nagler Typ 5 unerreicht bleibt, und dann gibt es eine Spanne dazwischen wo sich UWAN, UWA und andere mehr oder weniger strecken, aber die Nagler Typ 5 dann eben bislang doch nicht erreichen.
Hin zu kürzeren Okularbrennweiten erweitern sich die Möglichkeiten.

Letztendlich wird man an jedem Produkt noch herumtunen wollen, zumindest wenn man grob weiß, worauf es ankommt. Veloursfolie, Tubusverlängerung, Streulicht-/Taukappe, Lüfter (in funktionierend), Tubusisolierung, Leuchtpunktsucher der nicht wegen orange-gelb-roter Verspiegelung eine Sterngrößenklasse wegspiegelt, damit der ohnehin zu helle Punkt noch besser strahlt, etc...

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,

zunächst 3 Worte die meinen Eindruck von deinem ausführlichen Post beschreiben:

Ernüchternd, aufschlussreich, unterhaltsam. ;)

Ich werde also einen Händler bitten, mir irgendeine Gurke zu schicken damit er bloß nicht extra auswählt und ich so vielleicht durch Zufall einen guten Spiegel bekomme. Den Lüfter baue ich ab um Gewicht zu sparen, dann ist die FS-Halterung dran... Silikon und Streichhölzer, Heizung dazwischen.

Das Thema Fotografie ist schon noch ein Stück weg, zum einen wegen der CAM die dafür zu schwach ist, zum anderen weil mir dazu noch jegliche andere Gerätschaften fehlen, eine DSLR zum Beispiel. Naheliegender wäre da schon die Webcam-Variante bei der es dank Stacking von Videoframes ja nicht sooo 100%ig auf eine perfekte Nachführung nebst PEC und/oder Guiding ankommt. Aus diesem Grund lege ich auch heute schon Wert auf die Untersetzung des Fokussierers.

Ich werde auch in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein, mir eine fotooptimierte Astroausrüstung mal eben anzuschaffen. Darum das schrittweise Vorgehen. Ich habe nun eine Montierung die 8" visuell tragen kann, aber eine knapp 6" Gurke drauf in der Billig-Plössel stecken. Die nächsten Schritte sind also klar... Öffnung vergrößern, bessere Okulare kaufen, weiter gucken.

Wenn ich aber irgendwann mal wieder etwas Geld für eine EQ6 oder CGEM übrig habe dann möchte ich mir dazu nicht noch ein anderes Teleskop kaufen müssen um mit der Fotografie zu beginnen. Der Mittelweg erscheint mir im Low-Budget-Bereich also geradezu vulkanisch logisch.

Nun stellt sich aber aufgrund deiner Schilderungen eine neue Frage: macht es in der Preisklasse überhaupt Sinn die kleinen Unterschiede zu suchen und zu bewerten? Offenbar werde ich ja jeden dieser Newtons in 1 oder 2 Jahren an jemanden abgeben der dann genau in meiner heutigen Lage ist, vermutlich zusammen mit der CAM... ;)

Im Moment tendiere ich deswegen eher zum GSO. Gucken kann man mit allen 3, der GSO soll aber laut seeing1 etwas (Justier)-stabiler sein als der Skywatcher. Der Monorail des TS macht vielleicht gemessen an der Gesamtleistung noch keinen Sinn?

Bei deinem Kommentar zum 2. FS mußte ich tatsächlich grinsen denn vermutlich würde es genauso kommen. ;)
 
Hallo,

ich hab ebenfalls den TS Fotonewton und ihn direkt bei TS abgeholt.
Der TS ist ein GSN2001 von GSO (also dieser hier: http://www.teleskop-express.de/shop...-OTA---94--Parabol-Spiegel---2--Crayford.html) - nur eben mit Monorail und mit kleineren Verbesserungen, wie mir ein fachkundiger Mitarbeiter von TS bestätigte und wie es auch auf dem Karton steht.

Den Monorail finde ich extrem hilfreich, denn durch den Backfocus benötige ich bei meinen Baader Hyperions sowohl die mitgelieferte 2" 35mm Verlängerung als auch die mitgelieferte 2" auf 1,25" Reduzierhülse, um in den Fokus zu kommen.
Alternativ eine 50mm Verlängerung (25 Euro).
Dadurch entsteht aber bei schwereren Okularen wie den Hyperions schon ein ordentlicher Hebel am OAZ. Der Monotrail trägt das locker, bei einem Crayford...weiss nicht.
Ich würde auf jeden Fall wieder den Monorail nehmen.
Als Montierung hab ich auch die CAM - tolle Kombination.
Aber: Nicht vergessen, dass Du ein zweites Gegengewicht (~50 Euro) brauchst! Bei der Original-CAM ist nur ein Gewicht dabei.
Zum Sucherfernrohr kann ich nichts sagen, ich habe einen Telrad drauf.

Den Bericht von Johann finde ich übrigens sehr interessant (die zusätzliche Verstärkungen im OAZ-Bereich), das werde ich auf jeden Fall auch in Betracht ziehen.

Noch ein wichtiger Tipp zum Versand: Bitte TS unbedingt darum, den Karton des Newtons zu öffnen und das innen herumfliegende Zubehör extra zu verschicken. Im Karton sind unter dem Tubus große Lücken im Verpackungsmaterial - dort waren bei mir Sucherfernrohr und dessen Halterung verklemmt und haben eine Beule im Tubus hinterlassen.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Zitat von PeBo75:
Benutzt du diesen Tubus auch visuell oder rein fotografisch? Wie ist denn die Ausleuchtung des EOS-Chips mit dem 63er Spiegel?

Hallo Peter,

ich benutze den Newton fast nur fotografisch.

Durch die sich immer wieder verändernde Richtung des OAZ ist mir die visuelle Benutzung zu unbequem; visuell teste ich ihn meist nur vor einer Fotosession um zu sehen, ob er schon ausgekühlt ist.

Die Ausleuchtung des EOS-Chips mit dem 63mm Spiegel ist ja geometrisch gesehen in Ordnung.
Eine Vignettierung tritt ja schon durch den Komakorrektor auf, läßt sich aber mit flats gut beheben.

Viele Grüße aus Graz,
Johann
 
hallo,

ich kenne den Monorail noch nicht, bei meinem Skywatcher Crayford hab ich aber öfters nen Binoansatz drin und der hält trotz des Gewichtes die Justage, ohne sonstige Verstärkung. So übel ist der nicht. Wichtig ist dass die Justageschrauben (Zug&Druck) des SW OAZ, mit denen er ausgerichtet werden kann, auch festgedreht sind. Da ist ab und zu eine lose wenn man ihn aus der Box nimmt. Ob der Monorail sowas hat weiss ich nicht.

Zwischen 25% und 30% Obstruktion ist visuell schon ein ziemlicher Unterschied, da sollte man sich entscheiden. Ich fotografiere auch mit meinem 8" mit 26% FS, es braucht aber eine ziemliche Flatfield-Korrektur. Am Rand hat man etwa 0,2mag Verlust, das kann ich verschmerzen. Visuell ist das Teil rattenscharf am Planeten, mit besagtem Bino ein Genuss.

Visuell betreibe ich ihn auf der EQ5, also etwa so gross wie die CAM, und auch mit Webcam geht das durchaus. Deepsky aber braucht definitiv einen besseren Unterbau.

Ein Unterschied zum GSO sind auch die HS-Justierschrauben die beim GSO in 60° Schritten verteilt sind, sodass man immer meherere Schrauben für einen Justierschritt drehen bzw. festdrehen muss. Beim Skywatcher sind die Zug&Druckschrauben paarweise angeordnet, da ist das einfacher.

Die Fotoversion des f/5 Skywatcher hat (glaube ich) einen 58mm FS und den Mikrofokus schon eingebaut. Der visuelle hat einen 53mm FS.

lg Tommy
 
Freunde der Nacht,

nun ist es soweit. Nach einigen Emails und Telefonaten mit zunächst erschreckendem Ergebnis (keine TS Fotonewton und keine GSOs auf Lager) habe ich nun doch noch einen GSO 8", f/5 auftreiben können.

Der wird wohl bis zum Wochenende bei mir sein und vom Budget her waren noch 3 Okulare drin.

Ich hab ihn mir zusammen mit folgender Auswahl bestellt:

APM SWA 32mm
TS HR Planetary 9mm (soll in ein Zoomset)
TS Edge-On 19mm

Das hört sich noch nicht sehr sortiert an aber noch bin ich mit der Erkundung meiner eigenen Vorlieben bei der Beobachtung beschäftigt.

Allen die geholfen haben: Vielen Dank!

 
Mein Handy kann Pakete tracken und heute Mittag machte es plötzlich merkwürdige Töne.. Ich guck drauf: "Die Sendung wurde erfolgreich zugestellt." Ich war nicht zuhause aber die Post nimmt bei uns selten etwas wieder mit sondern stellt beim freundlichen Nachbarn zu.

Eben hab ich alles ausgepackt und WOW! Ich hätte mal eine runde Pappscheibe mit 20cm Durchmesser an mein N130 halten sollen, dann hätte ich vielleicht eben nicht so überrascht geguckt. Was ein Gerät! Selbst der 8x50-Sucher (Finder?) ist viel größer als ich mir das vorgestellt hatte.

Die Verpackung war ordentlich, die Okulare waren gut geschützt mit im Karton.

Nun die schlechte Nachricht. Während ich schon in der Dunkelheit auf dem Heimweg war zogen die ersten Wolken auf, selbst der schlanke Mond ist nur noch ein trüber, heller Fleck im Westen. Das First Light wird wohl heute nicht mehr stattfinden aber zumindest muß ich mal die CAM aufstellen, den Tubus ausbalancieren und alles vormontieren.

 
Hi,

na dann viel Spaß mit dem dicken Ding und bald...

CS


Logi
 
Hi Leute,

gestern und vorgestern hatte ich Gelegenheit mich mit dem neuen Newton zu befassen. Dabei stand die Justierung weit oben auf der Liste, danach folgten noch diverse Versuche mit den neuen Okularen an unterschiedlichen Objekten.

Tagsüber habe ich zuerst mit Filmdosentechnik vorjustiert, dann mit dem Laser, in der Nacht dann erneut mit dem Laser nachdem alles aufgebaut war und während der Lüfter lief.

Im Anhang habe ich mal einen Sterntest, aufgenommen mit einer Logitech QuickCam Messenger und gestackt aus jeweils ca. 100 Frames mit Darkabzug. Bei der Videoaufnahme dachte ich schon der Spiegel sei sehr rauh denn es gab fast keine erkennbaren Beugungsringe. Erst das Stacking hat das Tubusseeing eliminiert und die Ringe so wie hier zu sehen zum Vorschein gebracht. Was sagen denn die Profis zur Abbildung?

Die Justierung ist noch nicht perfekt aber das muß ich auch noch üben. Auf jeden Fall wird der Tubus auch noch um den Lüfter herum abgedichtet wie mir schon geraten wurde.

Zu den Okularen:
Das grundsätzliche Motto sollte wohl lauten: "Traue keiner Produktbeschreibung die du nicht selbst frisiert hast!"

Alle 3 haben ordentliche Schwierigkeiten mit Koma. Sterne die weiter als etwa 30% von der Achse entfernt sind bekommen deutlich sichtbare Verzerrungen zum Rand hin. Sie sehen dann genauso aus wie in dem Beispielbild zum Baader MPCC im Shop von TS.

Da werde ich wohl in Kürze noch einen Komakorrektor zur visuellen Nutzung anschaffen. Hat dazu jemand Erfahrungen mit dem TS-Korrektor oder dem Baader MPCC? Beide sollten sich in das M48x0.75-Gewinde der Verlängerungshülse einschrauben lassen. Wie sieht es dann mit der Fokuslage und dem Abstand zwischen Korrektor und Okularen aus? Ist der MPCC groß genug für das Übersichtsokular mit 32mm/70° bzw. wo wäre dann die Grenze zur Vignettierung?

Danke schonmal für eure weitere Hilfe...



 

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Hallo Peter,

ich hab den TS Komakorrektor (an 16" f4.5 und 8" f5) visuell in Verwendung, ich hab ihn noch bei TS als Skywatcher Korrektor gekauft, noch ohne TS Label. Ist halt ebenso wie der Baader MPCC ein zweilinsiger Korrektor und zeigt daher kräftig sphärische Aberration. Beim 31mm Nagler und 20mm Okular noch ok, aber darunter wohl nicht mehr das Wahre. Daher hab ich kürzlich den Paracorr II gekauft, der ist gut korrigiert, aber wegen der langen Baulänge vignettiert er am 31mm Nagler schon heftig.

Vermutlich werd ich das Nagler in Zukunft weiterhin an f5 mit dem Skywatcher einsetzten, um das maximale Bildfeld gut ausgeleuchtet zu bekommen. Mit ein bis zwei leeren Filtergehäusen (billig von M48 Vorstatzlinsen vom lokalen Fotohändler, 3 Stk um 19€, Link ) als Zwischenring passt der Abstand, die mitgelieferte Okularhülse ist fürs Nagler viel zu lang. Ich hab auch gleich den ganzen Kragen vom Korrektor weggefeilt, jetzt wird er mir dem Okular verschraubt im Auszug versenkt.

Aber Achtung: nicht alles was am Rand wie Koma aussieht, ist auch Koma! Mir ist sie erst beim 31mm Nagler und vor allem beim Explore Scientific 20mm 100° Okular richtig aufgefallen, die waren gut genug korrigiert. Die anderen Okulare, 32mm TSWA , 21mm Hyperion und 20mm Goldkante haben am Rand deutlich Astgmatismus gezeigt, da fällt die Koma nicht mehr auf. Die Okularfehler, "Asti-Schwalben", sind ein vielfaches der Koma. Erst mit dem ES 20 hat mich die Koma wirklich gestört, da hab ich dann den Skywatcher Korrektor gekauft. Und weil ich dann halt noch die optimale Schärfe mit allen Okularen wollte, hinterher den Paracorr.

CS
Arnold
 
Moin,

da ich ein GSO 8'' f/4 GSN 2001 erwarte, habe ich die sen Thread mit großem Interesse verfolgt und als Einsteiger wichtige Informationen erhalten.
Schön wäre es, wenn es ein Glossar für Abkürzungen gäbe. Was bitte heißt OTA, OAZ oder das CR in der Teleskopbezeichnung?

Grüße
Klaus
 
Servus.

OTA = Optical Tube Assembly = Der Tubus mit Optik
OAZ = Okularauszug
CR = Crayford Okularauszug

Gruß
*entfernt*
 
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