8" Newton f/5 auf EQ6 SkyTrack für DS Astrofotos?

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astromr

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Hallo liebe Astronomiekollegen und Spechtler,

ich interessiere mich schon seit meiner Jugend für die Astronomie, bin aber erst vor 15 Jahren (mit ca. 30) an einen 76/700 Bresser Newton geraten. Nach etwas Erfahrung im visuellen Betrieb brach mir aber die azimutale Montierung.

Heuer wollte ich wieder loslegen, diesmal auch fotografisch, aber die reparierte Montierung taugt dafür natürlich nicht, und auch der 24,5 mm Auszug machts mit Zubehör schwierig.

Nun möchte ich mir ein "richtiges" Teleskop zulegen, mit dem auch ernsthaft Astrofotografie gemacht werden kann. Wie ich aus diesem Forum und Seiten wie den Deep-Sky-Brothers und Sven gelesen habe, ist die Monti wohl das wichtigste Fundament. Da ich im Internet schon gute Fotos von einem 8" Newton gesehen habe, denke ich, das wäre wohl was für mich. Ich wohne in einem kleinen Dorf, hab's also relativ dunkel, für 10" aber wohl doch schon zu hell.
Transport: Viel rumfahren werde ich wohl seltener, die Monti wird in der Scheune verstaut, die Optik im Haus, alles ebenerdig.

Ich möchte schwerpunktmäßig Deep-Sky-Aufnahmen machen, gelegentlich auch mal Planeten, falls für DS der Mond zu hell ist. Einfach nur durchgucken soll natürlich auch noch gehen - für Brillenträger.

Ich habe mir - nachdem ich in dieses Forum nicht schreiben konnte wegen Urlaubszeit (mein Account war unbenutzbar) schon mal ein Angebot nach Beratung durch einen Händler machen lassen. Empfohlen wurde:
- Eine EQ6 SynTrek mit
- einem GSO Newton 200/1000 und
- 32mm TSWA Okular
- 13mm Hyperion Okular
- 6mm HR Planetary Okular
- Mondfilter

Macht so eine Zusammenstellung für meine Ziele und meinen Background sinn? Ich habe relativ viel Geduld.

Ich frage mich vor allem, ob die EQ6 genau genug für Astrofotografie mit obigem Newton läuft (oder währe doch eine Vixen GP-D2 besser?), ob der Newton für DS passt und ob die Okulare für den Einstieg OK sind. Später sollte die Staffelung natürlich noch dichter werden. Als Brillenträger nehme ich statt dem Hyperion wohl auch besser ein Vixen LVW 13mm wegen dem größeren Blickabstand (laut Sven).

Mich würde auch interessieren, ob die GSO Qualität reicht, oder ob der höhere Preis von Orion UK Newtons doch gerechtfertigt ist. Merkt man da fotografisch noch einen Unterschied?

Ich will Equipment, mit dem man gute Fotos machen kann, aber ich will natürlich nicht unnötig viel Geld ausgeben. Zweimal kaufen möchte ich natürlich auch vermeiden.

Knipsen würde ich anfangs zum Erfahrungen sammeln mit dem was ich habe: Canon Powershot A620 mit Adapter für Filter (58mm und 52mm) oder Digiklemme, CHDK-Software für längere Belichtung. Mittelfristig soll dann eine Canon EOS 40D oder 450D her. Dafür sollte das Equipment also eigentlich ausgelegt sein. Oder wäre eine CCD sinnvoller? Bezahlbar?
Zum Guiden möchte ich evtl. meinen Bresser verwursten oder einen Refraktor zukaufen. Aber alles schritt für schritt - man möchte ja länger Freude haben :/

Ich hoffe, ich langweile euch nicht mit dieser Frage und hoffe, Ihr könnt mir ein paar Tipps geben.

Danke und CS
Michael
 
hallo Michael,

8" Newton auf EQ6 ist eine gute Wahl zum EInstieg in die Astrofotografie. 10" wird stabilitätsmässig schon grenzwertig, nicht des Himmels wegen...

Astrofotografie ist jedoch eine Sache die viel Erfahrung braucht und ein langer und leider oft nicht ganz billiger Lernprozess ist. Die EQ6 hat, je nach Exemplar, mehr oder weniger Schneckenfehler. Es gibt Programme mit denen man diesen Fehler per Software "wegtrainieren" kann, aber letztlich ist die Schnecke doch schlauer und lässt sich immer was neues einfallen. Deshalb hat die Syntrack einen Eingang für das Siganal vom Autoguider - einer kleinen CCD Kamera die einen Leitstern in einem Leitrohr nachführt. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, PEC-Watcher zum Beispiel. Ich schreibe das nur um zu zeigen wie der Weg anfängt.

Natürlich lassen sich mit der Grundausstattung Fotos machen, die ganz ansehnlich sind, aber mit der Zeit will man halt immer besser und genauer arbeiten.

Das Händler-Angebot sieht für mich vernünftig aus. Überlegenswert wäre auch mit einer Barlowlinse zu beobachten, weil die den Augenabstand der Okulare vergrössert - sehr angenehm, wenn man wegen Asti nicht auf die Brille verzichten kann. Am besten ist ausprobieren - jeder Händler der nicht nur ein Internetshop ist wird dazu bereit sein. Auch ein UHC oder bei 8" ein OIII-Filter für Emissionsnebel sind überlegenswert.

Der höhere Preis von Orion UK Newtons ist gerechtfertigt, der Spiegel hat mehr Reflektivität und das Gerät ist leichter - das hilft der Stabilität. Aufnahmen kann man aber auch mit dem GSO oder ähnlichen machen.

Es werden sich sicher auch Leute mit mehr Fotoerfahrung als ich sie habe melden, und genaueres sagen können.

lg und viel Erfolg, Tommy
 
Hallo Tommy,

vielen Dank für deine Hinweise, es beruhigt mich, dass Du die Zusammenstellung auch soweit OK findest.

Denkst Du, ein 10" würde noch auf EQ6 fotografisch machbar sein? Incl. Zubehör, also Leitfernrohr? OK, ich habe auch schon entsprechende Webseiten mit echt schönen Bildern gesehen, aber ist das für einen Einsteiger schon machbar? Das zweite, was mich bisher von 10" abhielt, war die Aussage, dass man damit im Stadtbereich wegen des Streulichts nicht mehr sinnvoll arbeiten kann - die Grenze des sinnvollen wäre da 8". Aber ob das stimmt...

Klar, da muß im Laufe der Zeit noch einiges An Zubehör dazu. Ich möchte aber schritt für Schritt an die Sache herangehen. Für den Anfang bin ich mittlerweile sogar am Zweifeln, ob ich den Newton überhaupt schon kaufen soll oder doch erst mit der Kamera plus Tele. Aber vielleicht mache ich ja beides parallel.

Den Autoguider kenne ich schon, auch über PEC-Watcher habe ich schon im Forum gelesen. Alles gleichzeitig kann ich aber weder kaufen noch ausprobieren, daher sind das wohl Dinge, die ich dann bei konkretem Bedarf nachkaufen werde. Bei der Brennweite wird das dann wohl schon ziemlich bald der Fall sein.

Das mit den Filtern ist ein guter Tipp. Ich lese ja ständig in den anderen Threads und denke, für die Reduzierung des Streulichts bringen auch manche filter was. Ist da ein OIII oder UHC besser?

Das mit dem Ausprobieren ist so eine Sache. Die Händler sind für mich alle relativ weit weg und tagsüber kann ich nicht weg. Samstags bin ich zur Zeit auch ausgelastet. Daher bleibt mir nur die Vorabinfo hier im Forum.

Du schreibst, das Orion wäre tatsächlich besser. Klar, die technischen Daten sprechen dafür. Aber was sieht man dann tatsächlich am Bild oder durchs Okular? 5 % mehr Helligkeit sind beim Belichten nur 5% länger belichten - kein Problem, denke ich. Beim visuellen ist das natürlich vielleicht genau das quäntchen, das fehlt, aber darauf kommt es mir ja nur zweitrangig an. Sind die Sterne im Orion schärfer? Ab welcher Vergößerung kommt das zum Tragen? Spielt das bei Nebeln und Galaxien eine Rolle?

Danke nochmal und CS,
Michael
 
Re: 8" Newton f/5 auf EQ6 SkyTrack für DS Astrofotos?

hallo Michael,

das Streulicht ist für alle Teleskope schlimm, egal welcher Grösse. Ein kleineres macht das Signal/Rausch - Verhältnis nicht besser. Nur höhere Vergrösserung macht den Himmel dunkler, flächige Objekte aber auch. Die Aussage dass 8" wegen des Streulichts besser als 10" sind kann ich nicht nachvollziehen.

Bei 8" nimm zuerst den härteren OIII Filter, wohlgemerkt nutzt er bei Emissionsnebeln, nicht bei Galaxien. Der UHC ist etwas weicher und lässt auch mehr Streulicht durch.

Der Orion macht keine schärferen Sterne, er bringt aber mehr Helligkeit bei gleicher Öffnung. Vergiss den Fangspiegel nicht! 96% Reflektivität bei 2 Spiegeln bedeutet 92% Licht kommt an, bei 90% Reflektivität sind es 81%. Ich habe meinem alten Newton also einen Hilux-Fangspiegel gegönnt...

10" mit Leitrohr auf EQ6 sind eine grenzwertige Kombi für Fotografie. Nur wenn total windgeschützt. Es kommt drauf an wie man damit umgeht. Aber andere werden sich kompetenter dazu äussern können, ich betreibe ja keine EQ6. Ist mir derweilen zu schwer.

lg Tommy
 
Hallo Michael,

das Angebot an sich ist schon in Ordnung. Die EQ-6 wird den Newton - auch für Fotografie - noch ordentlich tragen. Auch die 3 angesprochenen Okulare sind für den Anfang gut gewählt. Später wirst du sie bestimmt noch ergänzen oder austauschen, das geht eigentlich jedem so und ist normal. :biggrin:

10" würde ich fotografisch mind. auf eine Losmandy G11 schnallen. Da ist die EQ-6 meiner Meinung nach überfordert. Ich kenne sogar einige Leute die mit 8" eine G11 verwenden, damit alles bombenfest steht.

Aber wie schon weiter oben geschrieben: Astrofotografie ist keine Sache nur der Ausrüstung, sondern auch der Übung und des Aufwandes, den man betreibt (weswegen ich nur visuell beobachte ;) ).

Trotzdem wünsche ich dir viel Spaß dabei.

Viele Grüße

Carsten
 
Hmmm, irgendwie hat das Forum einen Fehler. Meine zwei letzten Postings sind futsch.

Hallo Tommy,

danke für die Info, das hat mich zum Nachdenken gebracht.

Deine Aussage zum 8"/10" und Streulicht Thema ist für mich schlüssig. Nach einigem Nachdenken ist mir aber wieder der Sinn der damals gelesenen Aussage gekommen: 10" Teleskope machen am Himmel Dinge sichtbar, die ein 8"er nicht mehr schafft. Da im streulichtverseuchten Himmel diese Objekte sowieso nicht mehr sichtbar sind, weil vom Streulicht überdeckt, macht ein 10"er keinen Sinn. Klingt irgendwie auch logisch. Allerdings, ist mehr Öffnung nicht auch mehr Details?

Der Orion Europa 200/1200 ist mit 7,5 Kg tatsächlich um einiges Leichter als der GSO mit 9 Kg. Beim GSO bleibt auf der EQ6 ja gar kein Spielraum mehr für ein Leitrohr. Allerdings ist der Orion dann ja f/6. Ist das dann noch was gscheites für DeepSky?

Eine Frage noch zur Spiegelqualität: Warum glaubst Du, hat der Orion nicht mehr Schärfe? Er bietet doch einen Strehl von besser 0,96? Ich habe mal gelesen, dass sich die Fehler "Strehl" und "Seeing" addieren, also sollte der Orion doch auch besser abbilden, oder?

Also insgesamt tendiere ich jetzt mehr zum Orion Europa. Allerdings ob nun als f/6 oder f/4,5 ist mir noch nicht klar. Deine Meinung?

Viele Grüße und CS
Michael
 
Hallo Carsten,

Zitat von AstroCarsten:
10" würde ich fotografisch mind. auf eine Losmandy G11 schnallen. Da ist die EQ-6 meiner Meinung nach überfordert. Ich kenne sogar einige Leute die mit 8" eine G11 verwenden, damit alles bombenfest steht.

ja, das macht Sinn. Aber die Losmandy G11 wird mir mit Steuerung für den Anfang dann doch zu teuer...

Zitat von AstroCarsten:
Aber wie schon weiter oben geschrieben: Astrofotografie ist keine Sache nur der Ausrüstung, sondern auch der Übung und des Aufwandes, den man betreibt (weswegen ich nur visuell beobachte ;) ).

ja, glaube ich auch, aber wie gesagt, ich habe relativ viel Geduld und Spaß am probieren und basteln. Denke schon über ein MCU Upgrade der EQ6 nach...

Zitat von AstroCarsten:
Trotzdem wünsche ich dir viel Spaß dabei.

Danke, werde ich bestimmt haben! :biggrin:

Viele Grüße und CS
Michael
 
Zitat von astromr:
Also insgesamt tendiere ich jetzt mehr zum Orion Europa. Allerdings ob nun als f/6 oder f/4,5 ist mir noch nicht klar. Deine Meinung?

Hallo Michael,

wenn du hauptsächlich fotografieren willst, solltest du den f/4,5 nehmen, da sonst die Belichtungszeiten zu lange werden. Den kann man, ggf. mit Komakorrektor, auch noch visuell nutzen.

Wenn du lieber visuell beobachtest und nur ab und zu mal ne Aufnahme machen willst, würde auch der f/6 gehen, wobei der wg. der langen Brennweite und der längeren Belichtungszeit um einiges schwerer sauber Nachzuführen sein wird.

Viele Grüße

Carsten
 
Re: 8" Newton f/5 auf EQ6 SkyTrack für DS Astrofotos?

hallo Michael,

zum Streulicht und 10" vs 8": Flächige Objekten saufen bei beiden gleichermassen im Hintergrund ab, ein OIII Filter ändert das aber wieder bei Emissionsnebeln. Bei punktförmigen Objekten ist der 10" natürlich immer im Vorteil, zB Kugelsternhaufen bei hoher Vergrösserung. Es kommt also auf die "Dinge" an.

zur Schärfe: natürlich addieren sich Strehl und Seeing gewissermassen. Ein beugungsbegrenzter Spiegel bringt 80% des Lichts in die Airy Disk, einer mit Strehl 0,96 eben 96%. Die Airy Disk ist jedoch gleich gross, nur das falsch geleitete Licht macht einen unterschiedlich grossen Hof bzw Beugungsringe um die Airy Disk. Insgesamt ist jedoch bei 8" oder 10" das Seeing der weitaus grössere "Falschlichtübeltäter", nur an ganz wenigen Tagen kann man tatsächlich das Auflösungsvermögen eines 8" nutzen. Meist ist es schon schwierig überhaupt etwas von der Airy Disk zu sehen in der Luftunruhe. Deswegen bringen die 0,96 gegenüber 0,8 Strehl nur einen Tick, und das nur an wenigen Tagen. Aber man investiert ja nicht so oft in einen so grossen Spiegel, da kann man sichs schon überlegen. Vor allem aber wegen der höheren Reflektivität des Orion.

Für Foto auf jeden Fall den f/4,5 - er ist nicht nur leichter, sondern ist vor allem auch kürzer und hat daher weniger Hebel auf der Monti. Er braucht auch für Fotos einen Komakorrektor, sonst sind die Sterne in den Ecken nicht mehr rund. Auch der Fokus ist schwieriger zu treffen und die Okulare zeigen mehr Randunschärfe. Kein Vorteil ohne Nachteil...

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

ja, die Objekte, die ich aufnehmen will... derzeit faszinieren mich vor allem die Galaxien und manche PNs. Punktförmige Objekte wie Kugelsternhaufen und Doppelsterne eher weniger. Spricht auch wieder mehr für den 8"er. Gut, Planeten würde ich auch gern mal gucken, aber die sind wirklich sekundär, wahrscheinlich kaufe ich irgendwann dann mal einen APO, ggf. auch als Leitrohr.

Airy Disk - was es nicht alles gibt... :/ Hab' natürlich gleich danach gegoogelt. Da stand auch der Hinweis, dass bei üblichen Sichtbedingung der Öffnungsdurchmesser, bei dem eine Optik noch beugungsbegrenzt abbilden kann, bei 15 bis 5 cm liegt! Da bin ich mit 20 cm ja dick im sicheren Bereich, bzw. brauch halt dann viele sehr schöne Tage um das Teleskop auszureizen.

Gibt es bei den Komakorrektoren was zu beachten oder ist da einer wie der andere? Und sind die oben erwähnten Okulare noch gut genug oder muß ich da "upgraden"?
 
Die oben genannten Okulare sind gute Mittelklasse und sollten eigentlich für die ersten Jahre reichen. Sicher, irgendwann kauft man nochmal Eins dazu, dann noch Eins, tauscht mal Eines aus etc.. Aber es sind jetzt keine Okulare dabei, die ich nicht auch selber verwenden würde (zumindest bis f/5).

Sicher gibt es bessere Okulare (Televue Nagler, PanOptik und Ethos oder auch die Okulare von Pentax), aber die kosten auch gleich ne ganze Menge mehr und du musst dich selbst fragen, ob du diese Mehrkosten auch in dem Umfang nutzt.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Carsten,

sorry, habe ganz vergessen, ich werde wohl den Orion 200mm f/4,5 nehmen. Die Frage bezüglich der Okulare bezog sich auf diesen Tubus.
Ich nehme an, die Nagler haben dann bessere Abbildung am Rand? Ersetzen die einen Koma-Korrektor?

Viele Grüße
Michael
 
Re: 8" Newton f/5 auf EQ6 SkyTrack für DS Astrofotos?

Hallo Michael,

dann schau dir auch den Thread zu Streulichtfiltern für Astrofotos an der gerade läuft:

UHC vs. IDAS LPS Filter für Fotos

Die Naglers und Konsorten ersetzen nicht den Koma-Korrektor, sie kommen besser mit dem stumpfen Lichtkegel eines schnellen Geräts zurecht (wenig Okularastigmatismus).

Ein Apo für Planeten, das probiere ich auch gerade - der grössere Newton zeigt potentiell mehr, der Apo ist aber eben wegen der Kleinheit weniger seeing-anfällig. Blöd dass der Jupi so tief steht, da zeigt eigentlich der 80/600 schon alles was es zu sehen gibt: Luftunruhe.

lg Tommy

lg Tommy
 
Hallo Michael,

wie gut die oben genannten Okulare an f/4,5 sind, kann ich leider nicht beurteilen. So ein schnelles Teleskop hatte ich noch nicht. Die Leute, die ich kenne und die f/4,5 haben, nutzen meistens Televue Nagler und PanOptik, Vixen LVW und Pentax. Je nachdem wie Anspruchsvoll du bist, werden die auch weniger teure Okulare mehr oder weniger lange genügen, aber da kann ich eigenlich nur empfehlen: Live ausprobieren und selbst entscheiden!! Denn Okulare sind auch immer Geschmackssache und es finden sich bestimmt ein paar Astronomen in der Gegend oder auf nem Treffen, wo du die entsprechende Kombinationen an- und selbst durchschauen kannst.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Tommy,

ja, den Filter-Thread habe ich schon gesehen, weil wir ja eh' grad beim Thema waren. Aber so ein IDAS Filter kostet ja auch gleich >>200 EUR. Da werde ich erst mal so noch ein paar Erfahrungen mit dem Gerät und dem Licht zuhause sammeln, bevor ich mir den zulege. Aber bringen tut der schon einiges, was die links im letzten Beitrag zeigen. Solche Dinge findet man eher nicht gebraucht, oder?

Bei den Komakorrektoren kommt auch schon einiges an Geld zusammen. Verwendest Du einen? Auf deiner Webseite konnte ich leider nicht viele Hinweise zu deiner Ausrüstung finden.

Wie lange hast Du den APO denn schon? Bin eigentlich nicht so der Refraktor-Typ, aber er hat ja auch seine Vorteile, und als Zweitgerät... Schreib mal ruhig über deine Erfahrungen.

Viele Grüße und klare Nächte
Michael
 
Hallo Carsten,

na dann bin ich mit meinem mittleren Okular, dem Vixen LVW 13mm, das ich ja beim Händlervorschlag ersetzen möchte, ganz richtig. Aber wie Du schon sagst, da wird die Zeit noch viel Wandlung bringen. Sind eigentlich die langen oder kurzen Brennweiten bei den Okularen kritischer? Vielleicht gehe ich da dann an dem Ende doch auch gleich noch auf die besseren Okulare.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

ich persönlich finde, dass man gerade bei den langen Brennweiten für die Übersichtsbeoobachtungen ein möglichst gutes Okular wählen sollte (man möge mich bitte korrigieren, wenn dies nicht stimmt). Allerdings sollten auch die anderen Okulare nicht vernachlässigt werden. Denn das Beobachten soll ja Spaß machen.

f/4,5 ist eben schon recht anspruchsvoll, was die Okularwahl angeht - was aber nicht heißen muss, dass man nur die Teuersten und gleich alle zu Anfang kaufen braucht.

Am besten schaust du mal auf den Seiten einiger Händler nach Okularen im mittleren und höheren Preissektor, da steht bei den Okularen oft auch eine Empfehlung, bis zu welchem Öffnungsverhältnis sie zu verwenden sind (sein sollen).

Aber am besten wäre es wirklich, wenn du dir vor dem Kauf ein paar Okulare anschaust und vor allem auch durchschaust. Zur Not auch - wenn das Teleskop da ist - mit Rückgabe- bzw. Umtauschrecht über ein paar Wochen im Versand.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Carsten,

ja, das mit dem Rückgaberecht hätte ich machen sollen. Allerdings habe ich heute schon bestellt, die Okulare wie angedeutet - die Ungeduld hat gesiegt. Aber sowohl mit dem 6mm HR Planetary als auch mit dem 32mm TSWA ist nicht wirklich viel Geld futsch, falls sie nichts taugen.

Bin schon gespannt auf das Teil. Euch beiden jedenfalls vielen Dank für die Unterstützung!

Eine Sache ist für mich aber noch offen. Da ich ja kein Goto habe, brauche ich noch was zur Unterstützung beim Objekte finden. Telrad hört man da öfter, und ich glaube "Deep Sky Atlas" oder so ähnlich. Taugt das was oder gibt es da was vergleichbares / besseres? Was nehmt Ihr?

Viele Grüße
Michael
 
Hallo,

ich nutze ein Telrad zusammen mit dem Deep Sky Reiseatlas . Meiner Meinung nach eine gute Kombination, da der Atlas bereits die Telradkreise enthält. Generell würde ich einen Leuchtpunktsucher einem Sucherfernrohr vorziehen, da man sich mit dem Leuchtpunktsucher - meiner Meinung nach - besser am Himmel zurechtfindet. Wenn du jedoch unbedingt ein Sucherfernrohr willst, solltest du mindestens ein 8x50, besser größer, nehmen.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo,

am alten Bresser habe ich ein Sucherfernrohr, damit kam ich schon zurecht. Aber Galaxien und Nebel sieht man darin natürich nicht. Der Telrad sieht mir dagegen recht sinnvoll aus. Ich bestell mir mal den Deep Sky Reiseatlas und später, falls das Sucherfernrohr nicht reicht, noch einen Telrad.

Vielen Dank, Grüße und klaren Himmel

Michael
 
hallo,

Telrad taugt sicher was, aber ich habe es gerne mit meinem 80mm Sucher mit Amiciprisma und 25mm Oku viele Objekte und relativ schwache Sterne schon im Sucher zu sehen. Zum Star-hopping verwende ich momentan den Star-Guide Atlas der bis zu mag 9 oder so geht. Der Telrad ist ja kein Fernrohr sondern eine Peilhilfe - das wär mir zuwenig um zB NGC 7331 zu finden.

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

der Star-Guide Atlas sieht auch gut aus. Habe ihn mal auf Astroshop angeschaut. Witzig dabei: Die Vergrößerung des Bildes zeigt, dass der Kugelschreiber auf der Karte von Wolfgang Ransburg stammt ;) Dachte, die beiden Shops konkurrieren...

Die Idee mit dem Telrad auf Folie ist eigentlich super. So kann man viel mehr Objekte anvisieren, als mit dem Reiseatlas, weil dort sich ja die fest eingezeichneten Telradkreise bei hoher Objektdichte irgendwann überlagern würden. Allerdings, wenn sich schon die Telradkreise überlagern, findet man das Entsprechende Objekt wohl sowieso schon im Teleskop.

Star-Hopping habe ich bisher eigentlich auch immer gemacht, nur habe ich nicht gewusst, das das so heißt ;)

Der Reiseatlas ist schon unterwegs, deswegen ist der Star-Guide Atlas wohl dann mal eine gute Idee für ein Geschenk, wenn ich die 666 Objekte im Reiseatlas schon abgegrast habe;)

Danke für die Tipps!

Viele Grüße
Michael

 
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