8" Skywatcher Flextube zu kleiner Fangspiegel ?

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Saturnorbiter

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Hallo

Da ich vorhabe meinen 8" Skywatcher Flextube Dobson etwas Umzubauen,habe ich den Serien Fangspiegel vermessen.Durchmesser kleine Achse beträgt 47mm.
Da der Focuspunkt sehr weit außen liegt wollte ich ein Umbau vornehmen.

Die Daten in My Newton Übertragen, 47mm Fangspiegel, Höhe Okularauszug eingefahren 70mm, Extra Focusweg bis Brennebene ist dann nochmal 60-70 mm.

My Neton sagt dann zu kleiner Fangspiegel für ein 100% Ausgeleuchtetes Bildfeld.Für ein 100% Ausgeleuchtetes Bildfeld wäre ein Fangspiegel mit 55mm kleine Achse nötig.

Was heißt das jetzt,das hier nicht die vollen 8" Öffnung genutzt werden ?

Wer kennt sich damit etwas aus und kann hierzu was Sagen.

Mfg.Kalle
 
Hallo Kalle,

wenn die angegebenen Daten stimmen, ist der Fangspiegel wirklich zu klein. Bei meinem GSO 200/1000 hab ich deswegen gleich einen 63mm Fangspiegel einbauen lassen, damit komm ich auf 15mm Bildfeld mit 100% Ausleuchtung, hab aber zusätzlich den Fokus etwas tiefer.

Aber einfach mal schauen: mit einem langbrennweitigen Okular auf Unendlich einstellen, dann müssen auf der Austrittspupille die drei Halteklammern des Hauptspiegels sichtbar sein. Oder eine kleine Bohrung (z.B. Justierkappe) auf der Optischen Achse genau in den Fokus bringen, durchsehen. Dann muß der ganze Hauptspiegel (incl. Klammern) sichtbar sein. Wenn nicht, vignettiert der Newton bereits auf der Achse.

Ist ein altes Problem: 47mm Hauptspiegelgröße wäre ja nicht so falsch, aber dazu müßte der Fokus tiefer liegen. Doch die günstigen Auszüge sind lang, und jeder Newton wird gleich als Fotonewton verkauft, daher die 60mm Reserve über dem eingefahrenen Okularauszug.

Aber beim Flextube verstehe ich das gar nicht. Der könnte ja auch etwas zusammengeschoben werden. War er wirklich auf Anschlag ausgezogen ?

Bei einem Dobson würde ich den Fokus etwa 25mm über den ganz eingefahrenen Auszug legen, bei einem Flextube eher noch knapper.

Clear Skies
Arnold



 
Hallo Arnold

Zunächst mal Danke für deine Antwort.Der Umbaugedanke rührt daher,dass ich ausschließlich visuell Beobachte und mit Bino,und da bringt mir das nichts ,dass der Focuspunkt so weit drausen liegt.Du hast vollkommen Recht 20-30mm würden da genügen.Deshalb wollte ich den Hut abändern,also etwas verlängern,alles weiter vom Haupspiegel weg und den Focuspunkt eben auf die 20mm legen.Mit dem Vollen Ausziehen hat das ja nichts zu tun,ist eben erst bei Datenübertragung in My Newton Aufgefallen,da ich nach Umbau einen kleineren Fangspiegel verbauen wollte

Mit dem Okular oder der Justierdose muß ich dann mal Testen.

Aber kann das sein,das jeder der einen 8" Flextube sein Eigen nennt nicht mit 8" Öffnung beobachtet,oder wirkt sich das nur auf das Ausgeleuchtete Feld im Okular aus.

Aber für mich steht fest ,das ich das so nicht lasse und da einen Umbau vornehmen werde ,das Gerät wird dann zwar noch Kopflastiger ,aber das nehme ich in Kauf.

Mfg.Kalle
 
Hallo Kalle,

ich warte mal auf Deine Tests, dann sehen wir weiter. Bei etwas lockerem Umgang mit Toleranzen kann das schon mal vorkommen, daß statt einem kleinen voll ausgeleuchtetem Feld bereits auf der Achse nicht mehr der ganze Hauptspiegel ausgenutzt wird. Das muß durchaus nicht alle 8" Flextube Dobsons betreffen, ist aber trotzdem ärgerlich.

Clear Skies
Arnold
 
Hallo Kalle,

wenn Du bei einem hellen in der Bildmitte stehenden Stern im stark unscharfen Bild die Halteklammern des Spiegels siehst (die meistens in die optische Fläche hineinragen), dann wird auch der volle Spiegel genutzt. Es muss natürlich so weit unscharf gedreht werden, dass man Klemmen, Fangspiegelhalterung, etc auch erkennt. Am besten herausfokussieren, damit man nicht mit dem OAZ vignettiert. Es soll ja um den Fangspiegel gehen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo an alle

Also beim Defokusierten Stern ,konnte ich die 3 Halteklammern sehen,und zwar so gut ,dass ich bemerkte dass diese so fest auf den Hauptspiegel drückten und eine leichte Deformation verursachten.Schrauben gelockert und Problem behoben,aber zurück zum Fangspiegel.Wieso giebt aber My Newton ein zu kleiner Fangspiegel an.Auch wenn ich den Okularauszug auf den Focuspunkt klemme und mit dem Auge da reinschaue wo etwa das Okular sitzt,sehe ich auch den kompletten Spiegel.
Wo liegt nun der Fehler.
Die Daten wurden in my Newton so gut es ging mit den Maßen,des Tubuses und Okularauszuges eingegeben.

200mm x 1200 mm
Tubusdurchmesser 230mm
Wandstärke 2mm
Höhe Okularauszug Eingefahren 70mm
Extra Höhe für Okulare bzw zum erreichen des Focuses,ist bei mir nochmal 70mm ,da ich ja nur mit den Hülsen des Skywatchers in den Focus komme,das Ausgemessen ergiebt dann die 70mm.
Fangspiegel 47mm kleine Achse bei 100% Ausleuchtung.
Gewünschtes 100% ausgeleuchtetes Feld 12,00mm 0,57 Grad
an den beiden Einstellungen wurde nichts verändert.
In Rot Fangspiegel zu klein.

Ich verstehs nicht.

Kalle
 
Hallo Kalle,

ich glaub, da ist ein Maß falsch: nach Deinen Angaben liegt der Fokus 255mm über der Achse (230/2 + 70 + 70). Da dürfte bei 1:5 der Haupspiegelrand knapp verfehlt werden, der Fangspiegel müßte für f/5 mindestens 255/5 = 51mm groß sein. Selbst wenn Du nur mit 35mm Verlängerungshülse in den Fokus kommst, würde ich eher auf einen Fokus höchstens 55 bis 60mm über dem eingefahrenen Okularauszug tippen. Sonst brauchst Du für manche 2" Okulare (etwa TSWA 32) eine 50mm Hülse.

Aber selbst unter der günstigsten Annahme hast Du gerade mal ein oder zwei mm vignettierungsfreies Bildfeld. 12mm hast Du bei myNewton gefordert, ist in dieser Größe durchaus üblich.

Aber Achtung bei myNewton: In der Eingabemaske steht zwar Zusatzhöhe über dem eingefahrenen Auszug, gerechnet wird die Zusatzhöhe in myNewton jedoch über mittlerer Auszugsposition. Am einfachsten Auszugsweg (Travel) 0 eingeben, dann fallen die beiden Werte zusammen. Ich bin da auch schon mal reingefallen.

Clear Skies
Arnold
 
Hallo Arnold,

sorry, aber es ist grundfalsch hier mit OAZ-Höhe herumzurätseln! Einzig entscheidend ist der Abstand zwischen HS und FS und der ist bei gegebener HS-Brennweite natürlich ein Ergebnis aus der gewünschten Lage der Brennebene zum Tubus, und diese Lage bestimmt man eben je nach OAZ mit mehr oder weniger Backfokus.

Die Auszugsposition ist Tinneff! Einzig und entscheidend ist der erzielte Abstand zwischen Fangspiegel und Hauptspiegel. Nicht rückwärts denken, wenn das Licht von vorne kommt! Daher ist auch die OAZ-Position beim prüfenden Blick auf die von mir erwähnten Halteklammern wurscht, bis auf die Gefahr, bei tief eingefahrenem OAZ mit dessen Innenkante den Strahlengang zu vignettieren.

Aufpassen muss man bei MyNewton aber vielmehr, weil man die HS-Position über die Tubuslänge und die Spiegelzellen-"Dicke" festlegt. Da kann man leicht auf den falschen Dampfer geraten.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Kalle,

gestern wollte ich dies als Antwort schreiben, was deiner Frage
aber nicht gercht wird:

Was heißt das jetzt,das hier nicht die vollen 8" Öffnung genutzt werden ?

genau das heißt es.
Sofern du alles rchtig gemessen und eingegeben hast.
Ich habe das schon oft hier im Forum kritisiert
und werde das auch weiterhin tun:

Eine hohe Brennpunktlage ist bei kleinen, visuell genutzten Newtons
ganz großer Mist. Hier wird viel Potenzial unnötig verschenkt.

Ich habe deine Daten in NEWT eingegeben und auch NEWT meint daß der Fangspiegel zu klein ist.

Was hilft? Beschwerden bei Hersteller und/oder Händler
helfen definitiv nicht. Erstere erkennen das Problem nicht,
Letztere bauen das was Erstere ordern.

Du must selbst basteln. Zuallererst könntest du versuchen
den Hauptspiegel etwas nach hinten zu setzen, die Justierschrauben
und deren Konterschrauben entsprechend einstellen.

Das bringt aber fast nichts.

Du brauchst einen niedrigen 2" Auszug (z.B. 40mm hoch plus
15mm Weg bis zum Fokus, das spart dann 80mm Brennpunkthöhe
über Tubus ein(!)
Der Abstand zwischen Haupt- und Fang-Spiegel muß um den gleichen
Betrag vergrößert werden. Der Fokussierer sowie der Fangspiegel
sowie seine Spinne entsprechend weiter vorne liegen.

Problem:
Das gibt der Tubus nicht her, der ist zu kurz dafür.

Problemkösung:
a) Den Tubus hinten entsprechend verlängern. Das muß aber
präzise gemacht werden, sonst wackelt es und da bedeutet Dejustage.
b) ein längerer Tubus aus HP Material. Den würde ich dann gleich
soviel länger wählen daß eine eingebaute Taukappe dabei abfält.


Das habe es aber wieder gelöscht, denn es geht ja nicht
um einen Volltubusdobson, sondern um einen Flextube.
Also einen Dobson mit 3 parallelen Stangen. Wenn du diese Stangen
voll ausgzogen hast und der Brennpunkt dann immer noch derart weit
über dem Tubus zu liegen kommt dann kannst du das Problem
durch verwenden längerer Stangen lösen.

MfG,Karsten
 
Hallo Sven

Deiner Darstellung gebe ich natürlich recht,aber die Daten des Tubuses so wie er von Werk kommt liegt ja vor,und ist nicht ohne weiterse änderbar.Ich kann ja eben nur die Daten in My Newton Übertragen,und da heißt es Fangspiegel zu klein.Da ich aber wie erwähnt beim defocusierten Stern den ganzen Hauptspiegel sehe wundert mich das schon.

Zu Karsten.

Flextube genau.Wenn ich jetzt anfange mein leid zu Klagen werde ich mit dem Schreiben nicht mehr fertig.
Mal ganz schnell
Aus der Box
Rutschkupplungen zu Stramm
Hauptspiegelhalter zu groß und auch zu fest angezogen
Fangspiegel auf den Halter gebabt null zentriert(Schief)
Gerät Kopflastig.

Zum Positieven Schiebesystem gar nicht mal so schlecht,genau wie Optik.
Nachführung funktioniert bei guter Ausrichtung ganz gut.
Wenn mal alle diese Maßnahmen durführt bekommt man dann ein Teleskop mit dem man dann auch Fotonen einsammeln kann.

Zurück zum Tubus.
Eigentlich müsste ich nur den Oberen Blechtubuß durch ein Längeres Hartpapierrohr von Neumann ersetzen,leider müssen dann auch mehr Gewichte hinten ran aber mehr als ein halbes Kilo wirds nicht sein,den Sucher lass ich ja schon weg ,und wurde durch Telerad ersetzt.

Basteln,Basteln,kann man den nicht mal ein Teleskop Herstellen ohne riesen Fehler einzubauen,das muß dem Hersteller doch bewußt sein,oder denken die jeder Astronom Bastelt ja sowieso gerne.Und schiebt es bitte nicht auf den Preis,die Teleskope kosten ja nicht viel usw.

Mfg.Kalle
 
Hallo Kalle,

ich mein... wenn Du auf "Werksdaten" anstelle des eigenen Zollstocks vertraust, dann ist jedes weitere Zeichen zuviel. Ist Dir das nicht peinlich? Wie Erklärst Du Dir die Sichtbarkeit der Klemmen? Virtuelle Fangspiegelfläche? Luftspiegelungen?

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven

Oh Sven,Werksdaten sind die 200x1200, Höhe Okularauszug,Extra Focusweg zum Brennpunkt,eben mit Zollstock ausgemessen.Werksdaten sind eben nur die 8" Öffnung und f6,hast doch bestimmt My Newton aufem Rechner,dann gieb die Daten doch ein,dann kannste dich davon Überzeugen.

Wieso soll das jetzt Peinlich sein.
Hatte eher gehoft das jemand dafür eine Erklärung hat.Aber ist nicht mehr so Wichtig,da ich sowieso Umbauen werde

Mfg.Kalle
 
Hallo Arnold

ist ein 200x1200 also f6.

das mit dem Tubusdurchmesser ist richtig 230mm /2 ist 115mm
Höhe Okularauszug Eingefahren 70mm.
Dann die Hülse von 35mm,und den Okularauszug 25mm rausgedreht für Focus.
Wären 245mm über Achse.

Müß dann nochmal alles eingeben,eventuell doch ein Bedienfehler in My Newton.

Mfg.Kalle
 
Hallo Kalle,

natürlich ist das peinlich! Miss alle Strecken, also die Spiegelposition im Tubus, mit Zelle, usw, dazu dann die Fangspiegelposition, na und auch wenn man erstaunt ist, wie genau oft die 1200mm getroffen werden, so gibt es da doch Toleranzen. Es ist wirklich unsinnig, nur ein paar Dinge zu messen und dann wieder andere Angaben zu glauben.

Dass es da zwischen Rechnung und Praxis eine Differenz gibt, sollte Dir doch anhand der sichtbaren Klemmen klar sein! Also such mal selbst Deinen Fehler...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Arnold

So Habe nun in das Programm nochmal alle Daten eingegeben,und auch dort wo du es gesagt hast eine 0 gesetzt.Auch auf anraten hin von Sven wurden auch die Maße Hauptspiegel Tubusende und Fangspiegel Tubusende eingegeben,alles erdenkliche was in my newton übertragbar ist und Resultat,für das Gewünschte Gesichtsfeld Fangspiegel zu klein.

Und ich denke das Argument von Sven,ob ich die Spiegelhalter sehen kann, und wenn es auch noch so Peinlich ist, ist hier nicht mehr Tragbar,da diese bei dem Gerät fast 10mm in den Spiegel ragen,soll heißen wenn ich den Hauptspiegel um 8mm ablende ich diese Halter immer noch sehen kann,und dies noch am Defocusierten Stern ist es sowieso schwierig zu beurteilen.Nun ja nicht mehr,da diese ja mittlerweile abgeändert wurden.

Um das Gewünschte Feld mit dem 47 mm Fangspiegel zu bekommen ,müsste der Okularauszug von 70mm +25mm Verstellweg nicht überschreiten.Also ohne die Hülse würde es passen.

Somit hat sich die Sache für mich Eigentlich erledigt.
Und Danke an die Forum Mitglieder die Versucht haben ,hier eine Lösung zu finden.

Mfg.Kalle
 
Hallo Kalle,

hab mit Interesse Deinen Thread verfolgt.
Ich wunderte mich schon immer, ohne groß drüber nachzudenken, warum bei meinem Skywatcher Blackline 10" die Kollimation nur mit entfernter 35mm Verlängerung gut funktionierte. Habe deshalb mal gemessen und ausgerechnet wie groß der Fangspiegel sein muß um gerade 0mm 100% auszuleuchten. Bin dabei auf rund 58 mm gekommen. Dreimal darfst Du raten wie groß der Fangspiegel ist.
Ohne der Verlängerung käme ich wenigstens auf ca. 6mm 100% ausgeleuchtetes Feld was für mich wegen der ausschließlich visuellen Nutzung auch schon OK wäre.
Deswegen überlege ich, welche der drei Varianten ich angehe:
- neuer Tubus
- Tubusverlängerung
- größerer Fangspiegel (63 mm ?)
Wahrscheinlich wird's die letzte werden.
Aber wieder mal ein schönes Beispiel wie Potential mit einfachen Mitteln vernichtet wird.

Viele Grüße
Lutz
 
Hallo Lutz,

Aber wieder mal ein schönes Beispiel wie Potential mit einfachen Mitteln vernichtet wird.

das sehe ich ganz genau so. Leider werden gerade in letzter Zeit
die einfachsten Grundlagen der Konstruktion eines Newtons mißachtet.
Da legt man den Brennpunkt irrsinnig weit über den Tubus,
nur damit man auch mit einer DSLR in den Fokus kommen kann.
Visuell, mit Okular, braucht man dann eine Verlängerungshülse.

Das zu 100% ausgeleuchtete Feld ist dann winzig, oder der Fangspiegel
ist sogar wie in diesem Beispiel zu klein, es kommt zu Öffnungsverlust.

Man kaut Dobsons mit 3 parallelen Stangen, Kleinstdobsons sogar mit 2 parallelen Stangen.
Justagestabilität? "Ach was, wird schon einigermaßen sein".
Einigermaßen reicht aber nicht bei einem lichtstarken Newton.

Ich habe das Gefühl daß es folgende Dinge sind die im argen liegen:
1) Man will unbedingt die Option mit einer DSLR photographieren
zu können einbauen. Ich meine dazu: Schwachsinn bei einem Dobson.
2) Man will unbedingt "etwas neues" präsentieren können.
"Volltubusn ist langweilig,das hat ja jeder. Mein Kommentar:
Lieber etwas was richtig funktioniert als irgendwelche Gimmiks
welche die Funktionalität negativ beinflussen.
3) Man macht nachträgliche Änderungen, ohne daß das Konzept
dann noch einmal als Ganzes begutachtet wird. Deshalb findet
der Sternfreund dann zu kleine Fangspiegel vor.

Ich fordere schon seit längerem dazu auf Newtons entweder
a) visuell oder
b) photographisch
auszulegen. Es gnt nur eines. Beides gleichzeitig ist nicht möglich.

Dazu kommt noch daß man Stangendobsons sinnigerweise so
konstruieren sollte, daß sie justierstabil sind.
Also nicht parallele Stangen, sondern Stangen welche Dreiecke bilden.

Und wenn man Stangendobsons baut und verkauft, dann gehört
ein Streulichtschutz dazu.

MfG,Karsten
 
Hallo Karsten,

Genial (eingefahren fast am FS)
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/hpim3012.jpg

Weltklasse (Ausgefahren 150 mm über Tubus)
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/hpim3016.jpg


Es handelt sich hier um die 130/650er Volltubusvariante (Fotonewton).
Das ist also ein grob 5-zölliger Spiegel und da fährt ein grob 2" starkes OAZ Rohr in dennTubus.

Geklebter FS mit Offset, dünne Spinne, stimmige HS-Halterung (wenn man die Pappe rausschmeißt), ordentliche Mechanik, man hätte was draus machen können. :mauer:

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Leute,


lustige Konstruktion, eine stufenlos verstellbare Obstruktion! :mauer:

Aber wie wir vor kurzem von einem Hersteller-Mitarbeiter aufgeklärt wurden kann man OAZs in Seriennewtons ja nicht anders bauen. Günther, wickel wenigstens etwas Velours um das OAZ-Rohr :totlach2:


Viele Grüße Felix
 
Hallo Tommy,

ich habe keine DSLR und bin kein Fotograf.
Ich habe das Ding zur zufällig mal hier und man kommt ohne diese Verlängerung mit keinem Okular in den Fokus.
Der Newton will dem Besitzer einfach keine schönen Sterne zeigen.
Der Justierzustand war okay (im Moment stimmt er gerade nicht), trotzdem selbst mitten im Feld flaue Abbildung mit Kometenschwänzchen. Die Ursachenforschung ist noch lange nicht durch, aber ich fürchte dass ich schon mit diesen ersten Einblicken ein hartes Indiz gefunden habe.
Witzig ist, dass dieser OAZ komplett ausgefahren nur ganz knapp aus dem Tubus verschwindet
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/hpim3013.jpg
Er ragt mit jedem Okular mehr oder weniger weit vor den Spiegel und das wird mit der Knipse auch nicht anders sein.

Gruß
*entfernt*
 
hallo Günther,

naja die Brennebene wird in der Feldblendenebene der Okulare liegen. Mit einer Kamera, die ja immer in der gleichen Distanz sitzt, kann man sich oft so behelfen, dass man den richtigen Distanzring dazwischenschraubt. Dann ist das OAZ Rohr ziemlich draussen und man hat keine Vignette. Am Foto sieht man sonst sofort den dicken Einschub in den Sternhalos.

Mit Okularen braucht man freilich mehr Flexibilität, da tuts ein kurzbauender mit integrierter Verlängerung besser.

Im schlimmsten Fall kommt die Säge zum Einsatz, aber so dass unter den Rollenlagern noch Fleisch ist. Wie beim OAZ-Rohr vieler Richfieldern übrigens.

Die Synta Leute haben hier einiges an Feedback mitgenommen, da hatte ich den Eindruck die wollen wirklich was weiterbringen. Wir werden es ja sehen.

lg Tommy
 
Hi Tommy,


der Mitarbeiter mit der Meldung von der Serienherstellung war aber diesmal net ich...

Diesmal nicht... :/

In diesem Thread: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/767720/Der_Letzte_seiner_Art#Post767720 wurde ich darüber aufgeklärt daß sich die vorhandenen OAZs nicht niedriger bauen lassen weils dann wackelt. Mein Einwand daß bei nahezu keinem und schon gar nicht bei den günstigen OAZs die Bauhöhe auch nur annähernd für eine entsprechend lange Führung des OAZ-Rohres genutzt wird blieb unbeantwortet. Q.E.D.


Viele Grüße Felix


 
Zitat von Saturnorbiter:
Hallo an alle

Also beim Defokusierten Stern ,konnte ich die 3 Halteklammern sehen,und zwar so gut ,dass ich bemerkte dass diese so fest auf den Hauptspiegel drückten und eine leichte Deformation verursachten.Schrauben gelockert und Problem behoben,aber zurück zum Fangspiegel.Wieso giebt aber My Newton ein zu kleiner Fangspiegel an.Auch wenn ich den Okularauszug auf den Focuspunkt klemme und mit dem Auge da reinschaue wo etwa das Okular sitzt,sehe ich auch den kompletten Spiegel.
Wo liegt nun der Fehler.
Die Daten wurden in my Newton so gut es ging mit den Maßen,des Tubuses und Okularauszuges eingegeben.

200mm x 1200 mm
Tubusdurchmesser 230mm
Wandstärke 2mm
Höhe Okularauszug Eingefahren 70mm
Extra Höhe für Okulare bzw zum erreichen des Focuses,ist bei mir nochmal 70mm ,da ich ja nur mit den Hülsen des Skywatchers in den Focus komme,das Ausgemessen ergiebt dann die 70mm.
Fangspiegel 47mm kleine Achse bei 100% Ausleuchtung.
Gewünschtes 100% ausgeleuchtetes Feld 12,00mm 0,57 Grad
an den beiden Einstellungen wurde nichts verändert.
In Rot Fangspiegel zu klein.

Ich verstehs nicht.

Kalle

Hallo Kalle,

Dass Du beim Reinschauen von der OAZ-Mitte den gesamten Hauptspiegel sehen kannst, steht doch nicht im Widerspruch damit, dass Du vom Feldrand (also bei einem achsialen Abstand von 6 mm) nicht mehr 100% Ausleuchtung bekommst.

Um die Geometrie von einem Newton zu verstehen, reicht in diesem Fall der gewöhnliche Strahlensatz:

DF_d = DF_0 + (1 - f '/f) d

DF_0 = D * f '/f


dabei ist

DF_d = kleiner Fangspiegeldurchmesser für 100% volle Ausleuchtung eines Bildfeldes vom Durchmesser d

DF_0 = kleiner Fangspiegeldurchmesser für volle Ausleuchtung nur auf der optischen Achse (also Bidfelddurchmesser d = 0)

D = Durchmesser des Parabolspiegels

f = Brennweite des Parabolspiegels

f ' = seitliche Fokusablage von der Achse des Newton

d = Durchmesser des 100% voll ausgeleuchteten Bildfeldes

Die seitliche Ablage f ' der Brennebene hängt natürlich vom Tubusdurchmesser und vom gewünschten Backfokus ab.

Wenn ich Deine Zahlen

D = 200 mm
f= 1200 mm
f' = (230/2 + 2 + 70 + 70) mm = 257 mm
d = 12 mm

einsetze, bekomme ich

DF_0 = 42.8 mm (das ist also die absolut minimale FS-Größe für eine Feldgröße von d = 0)
DF_d = 52.2 mm (FS-Größe für ein 100% ausgeleuchtetes Feld vom Durchmesser d = 12 mm)

Ein FS mit einem kleinen Durchmesser von nur 47 mm reicht also tatsächlich nicht, um ein Feld von von 12 mm voll auszuleuchten.

Wie groß ist dann das voll ausgeleuchtete Feld mit einem 47 mm FS? Durch Umformung der obigen Gleichung bekommt man

d = (DF_d - DF_0)/(1 - f'/f)

Daraus ergibt sich mit Deinen Parametern

d = 5.3 mm

Solange Du nur visuell beobachtest, ist eine volle Ausleuchtung bis zum Feldrand auch gar nicht erforderlich. Die wenigsten Sternfreunde merken überhaupt eine Abschattung von 30%, und manche merken noch nicht einmal eine Abschattung von 50% oder mehr. Über das Thema hatten wir mal eine kuriose Debatte im Zusammenhang mit der Feldausleuchtung von Schmidt-Cassegrains!

Ich hoffe, das hilft zum besseren Verständnis der Sache ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hallo

es ging mir eigendlich nur darum den Newton Visuell zu nutzen,und wollte Ursprünglich einen kleineren Fangspiegel einbauen um die Obstruktion etwas zu drücken,bei der Eingabe der Fangspiegelgröße ist das Eigendlich erst aufgefallen,und das der Backfocus so groß ist und mit der Hülse hat mir auch nicht gefallen.

Der Umbau ist jetzt auch schon fertig.Blech des oberen Hutes wurde durch einen Überlangen Hartpapiertubus von Neumann ersetzt.Mit Velourfolie ausgekleidet,und mit Carbonfolie bezogen.Focus wurde so gelegt,dass das Auszugsrohr nicht in den Strahlengang reicht.Die Hülse brauche ich jetzt nicht mehr.
Umbau ist gut gelungen und Gefällt mir wesentlich besser als vorher.Aus Gewichtsersparnis wurde der Sucher weggelassen und nur ein Telerad Montiert.

Mfg.Kalle
 
Hallo Deadlock

Tubusgesamtlänge 1,23m
Tubushut hat jetzt ca 30cm länge.

Bilder gerne aber wie,kann dir eins per mail zukommen lassen.

Mfg.Kalle
 
Hallo Kalle,

das war m.E. tatsächlich der einzig gangbare Weg. :super:
Auch ich wäre sehr an Fotos Deiner Lösung interessiert.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Kalle,

fast vergessen!
Sieht super aus und da es offensichtlich auch so funktioniert, kann man nur zum konsequenten Handeln gratulieren.
Viel Spass damit!
:super:
Gruß
*entfernt*
 
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