Absoluter Neuling - Erwartungen erfüllbar?

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Whiskeyclone

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hi leute,
ich habe vor mir ein teleskop zu kaufen, nun meine frage, ist es mit einem nicht alzu teuren teleskop möglich, mondkrater, andere planten, satelliten, und so nebel zu sehen? welche vergrößerung ist notwendig.

danke
 
Hi Neuer,

klar geht das. Nimm z.B. einen 150/1200er Dobson . Damit geht ab ca. 250€ der Spass schon richtig los.
Lidl-Teleskope und selbst Ferngläser bieten ebenfalls schon ´ne Menge für unter 100€.
Derer Beispiele gibt es noch mehr. Auch im Gebrauchtmarkt lässt sich einiges finden.

Vergrösserung ist zweitrangig und nur einer von mehreren Faktoren. Kommt halt auf das zu beobachtende Objekt sowie die äusseren Bedingungen an.

Wie immer an dieser Stelle der Tip:
Suche (z.B. hier im Treffpunktforum) erstmal Leute, die dich mal mit rausnehmen und mach dir erst selbst ein Bild davon, was geht und was nicht.
 
Hi "clone"
ich schliesse mich der Meinung an, man kann sehr günstig mit 6" bis 8" im Dobson-Segment einsteigen und damit bekommt man das geboten wonach du suchst. Später kann man den Tubus auch parallaktisch montieren und man ist damit auch für Fotografie gerüstet.
Gruß,
 
Hallo,

es bleibt für mich die Frage offen, ob du nur "sichtbar" meinst; oder so sichtbar, wie auf Fotografien. Wenn letzteres der Fall sein sollte, wirst du sicher bitterlich enttäuscht sein. Ähnlich erging es mir 1994, als ich mein erstes Teleskop (60/700 Quelle-Refraktor) in Händen hielt.
Anfangs bekam ich nur den Mond ins Okular, sonst nichts. Aber mit High-End Fotografien àla Flach-Wilken konnten die Bilder natürlich nicht mithalten.
Jetzt gibt es viele Leute, die das Teleskop frustriert auf dem Dachboden verschimmeln lassen und andere (dazu gehörte ich glücklicherweise), die vom Astro-Virus infiziert werden. Ich habe dann schlußendlich das beste aus dem Teleskop gemacht und so oft wie möglich beobachtet. Irgendwann konnte ich dann auch per Starhopping (das ist das Hangeln von Stern zu Stern bis zum gewünschten Objekt) "schwache" Nebel (heute würde ich wohl "helle" sagen) und Sternhaufen beobachten. Aber auch hier musste ich mich von dem Gedanken lösen, Nebelschwaden wie auf Astrofotos zu sehen; geschweige denn Farbe...
Diese Erfahrungen habe ich alle für mich alleine gemacht, denn bis 1999 habe ich weitgehend autark beobachtet, ohne in irgendeiner Weise in Kontakt mit anderen Sternfreunden zu treten (sieht man mal von ein paar wenigen Abenden auf einer Sternwarte ab). Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen habe ich durchgehalten. Und das ist glaube ich auch eine Grundvoraussetzung bei der Astronomie: Durchhaltevermögen.
Das beste Mittel, um richtig in die Materie einzusteigen oder auch nur hineinzuschnuppern ist der schon von anderen hier angesprochene Kontakt zu Gleichgesinnten.
Erst wenn du dann ein paar mal mit verschiedenen Geräten selbst beobachtet und auch selbst Objekte aufgesucht und eingestellt hast, solltest du dich für ein Teleskop entscheiden; denn sonst kann es auch dir passieren, dass ein vielleicht voreilig gekauftes Teleskop ganz schnell aus Frust auf dem Dackboden vermodern muss.

In diesem Sinne
 
Was sicher sofort Spass macht, sind Mond und Planeten. Die sind relativ leicht zu finden und ziemlich hell. Jupitermonde, Wolkenbänder auf Jupiter, Venusphasen, Saturnringe und Mondkrater sind auch für einen Anfänger kein großes Problem.

Doch um feinste Details in Nebeln und Galaxien zu erhaschen braucht man ein wenig Training. Zum Beispiel war es bei mir so, dass ich relativ enttäuscht vom Andromedanebel war (der ja eigentlich eine Galaxie ist). Ich habe mir den irgendwie viel Strukturreicher vorgestellt - wo wie auf den Fotos. Heute was ich, dass meine Erwartungen an dieser Stelle überzogen waren. Dann bin ich dazu übergegangen, erst einmal die Messier-Objekte (= die mit dem M + Nummer) aufzusuchen. Das war als Anfänger nicht immer leicht, und man hatte ein Erfolgserlebnis, wenn man das Objekt der Begierde dann im Okular hatte.

Aber mit den zuerst genannten Dingen (Mond, Planeten) ist man auch eine Weile beschäftigt. Manche Hobbyastronomen haben sich darauf spezialisiert und betrachten fast nichts anderes.
 
hallo,

die frage nach der vergrößerung ist nebensächlich, sie wird immer nur als das primäre verkaufsargument bei ebay gehandelt.

ich schlage vor, du guckst erst mal hier rein. da werden schon sehr viele aspekte der verschiedenen teleskope, okulare usw besprochen. das wäre das erste, in was du investieren solltest.

schönen gruß
 
hallo Whiskeyclone,
ein stern ist ein stern ist ein stern.

vorweg einmal, es gibt viele verschiedene disziplinen in der beobachtung: sogenannte near-sky (mond und planeten) und sog. deep-sky (supernovae überreste , emissionsnebel, planetarische nebel, galaxien, quasare , kugelsternhaufen usw. ) ich habe auch danach gesucht, aber ein teleskop, was all diese disziplinen gleichermaßen gut beherscht: gibt es nicht .

landläufig werden hobby astronomen als 'sterne-gucker' bezeichnet. jedoch kann man einen stern im astronomischen fernrohr nicht weit genug auflösen, als das man ihn mehr als nur einen punkt sieht. es gibt jedoch doppelsternsysteme, bei denen die farblichen komponenten den reiz ausmachen.

anders sieht es bei den planeten aus (obwohl die zeit der guten planetenbeobachtung erst im winter anfängt). hier kann eine teleskop-optik bereits details der oberflächen zeigen. das wären z.b. wolkenbänder auf dem jupiter und saturn, die ringe des saturns, polkappen und strukturen der marsoberfläche und aus - mehr ist am planten auch nicht zu sehen.
aber das ist auf jedenfall schon sehr viel und viele hobby-astronomen widmen ihre ganze astronomische beaobachtungszeit ausschließlich dem studium der planeten. merkur und venus, als unsere inneren planeten sowie uranus und neptun sind zwar als planeten erkennbar, offenbaren jedoch keinerlei details.

den mond will ich hier nicht vergessen - mehr details als auf dem mond sieht man nur durch die fenster der schwesternschule gegenüber <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

wenn du jedoch interesse an deep sky hast, gibt viele großflächige objekte, die mit einem teleskop größerer öffnung (in grau) zu sehen sind.

also, als erstes würde ich mir die zeitschrift kaufen, die ich dir empfohlen habe. dann mußt du für dich entscheiden, worauf du deinen schwerpunkt setzten willst. dies ist dann die vorgabe für ein evet. teleskop.

vielleicht hast du irgendwo die möglichkeit einmal bei anderen astronomen (z.b. Volkssternwarte in deiner nähe?) durch deren fernrohr zu sehen um damit ersteinmal eindrücke zu sammeln.

das hier ist natürlich auch ein gutes forum, um sich als einsteiger zu informieren (bitte auch die suchfunktion mal ausprobieren)

letzter tipp: hande weg von 'ebay super - profi -teleskope' mit 625x vergrößerung usw. mein teleskopsystem ( und es ist eines mit mittelgroßer öffnung) vermag bis 360x zu vergrößern, wenn es die luftunruhe erlaubt. das kostet bereits einige tausend! so teuer muß es aber nicht sein - der ebayschrott aber auch nicht. ich habe bereits darin erfahrung, glaub es mir.

schönen gruß
 
hallo,

ich habe auf meiner Seite unter Beobachtungen noch ein paar Zeichnungen, die ich mit einem kleinen 4,5"-Teleskop gemacht habe. Vielleicht hilft's ja ein wenig herauszufinden, ob sich die Anschaffung eines Teleksopes für dich lohnt.

 
Hallo

Teleskope giebt es viele, welches das richtige für einen ist, bleibt für manche eine Lebensaufgabe.
Der 150/1200 Newton ist eigentlich schon ein gutes Einsteiger Gerät, jedoch würde ich einen Newton nicht ohne Justierlaser kaufen, das ist finde ich, das wichtigste Zubehörteil, denn ein Newton ist ein Justieranfälliges Instrument und es muß schon sehr genau, also pingelig genau justiert sein um seine volle Leistung zu zeigen.
Gerade als Anfänger fehlt einem das das Hinterrgrundwissen, welches dann oft zu einem Systemwechsel führt.
Auch ist die Dobsonmontierung nicht uneingeschränkt zu empfehlen, denn gerade bei der Mond und Planeten beobachtung ist der kompfor einer Deutschen Montierung nicht zu unterschätzen!
Gerade bei hohen Vergrößerrungen wird das von Handnachführen ganz schön lästig, mann kann sich eigentlich, die durch die höhere Vergrößerung und damit die Detailerkennbarkeit garnicht richtig zu nutzen machen weil man das Objekt verliert oder das Zittern der Hand sich auf das Bild überträgt.
Das Teleskop sollte eine mindestens 100-150 fache Vergrößerung gut bringen und eine Auflösung von 1,5 Bogensekunden haben, damit sind alle Himmelsobjekte sehr gut zu beobachten.
z.B. Sonnenflecken und Granulation, Wolkenbänder auf Jupiter und Saturn, Cassiniteilung, unzälige Mondkrater und Rillen so das du bestimmt Jahre brauchst um alles mal gesehen zu haben, Mars und seine Polkappen auch Oberflächenstrukturen, Venus und ihre Phasen, Bedeckungen wie Sonnenfinsternis und Venustransit, Kometen und helle Nebel.
Gerade im Deep Sky bereich ist es für die meisten enttäuschend was zu sehen ist so geht Deep Sky erst ab 10" richtig loß und erst ab 25" kommt man in denn Bereich von denn Fotos.
Doch solche Instrumente sollten wohl bedacht werden und sind eigentlich auch nur für erfahrene Hobbyastronomen die wissen was sie wollen.
Der eine kauft sich dann eben denn 25" für Deep Sky und der andere einen 6" Apochromaten auf einer Deutschen Montierung für Planeten.
Das Alround Instrument giebt es nicht!
Um alle bereiche gut abzudecken braucht man einen Refraktor und einen Newton und das gleiche Geld mußt du noch in das Zubehör stecken z.B. Binokular, Potuberanzenansatz oder H-alpha Filter usw.
Aber als Einsteigergerät ist der 150/1200 mit Laser eine gute wahl doch mindestens genausogut ist ein 80-100mm Refraktor mit langer Brennweite auf einer Deutschen Montierung.
Was auch sehr viel bringt, sich zu entscheiden ist ein Teleskoptreffen oder eine Volkssternwarte zu besuchen.
Die richtige Teleskopwahl kommt, wenn du weist, was deine Beobachtungsschwehrpunkte sind und das kannst du erst nach ein paar Jahren wissen!

Gruß Uwe
 
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