Absolutes High End Allround Fernglas f. Astronomie

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Papshmir

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Hallo zusammen,

mal angenommen, Geld würde wirklich keine Rolle spielen (was für ein Traum, oder?), für welches astronomische High End Fernglas würdet Ihr Euch entscheiden, um damit beispielsweise FREIHÄNDIG Mond, Planeten, Sternfelder, Galaxien etc. zu beobachten?

Würde evtl. eines als absolutes Allroundglas nicht ausreichen?
 
Hi!

Für Mond und Planeten würde ich kein Fernglas nehmen, das ich noch freihändig halten kann. Da ist bei 10-12x Schluss. Dann lieber ein guter Bino-Ansatz am Apo, aber halt nicht freihändig.

Für DeepSky: Da hab ich durch zu wenige HighEnd-Ferngläser geschaut, um eine Marke nennen zu können. Eckdaten wären aber 50-70mm Öffnung und 10-12x Vergrößerung, evtl. mit Bildstabi.

Gruß,
Alex
 
Hallo Dominique,

nun, bei mir spielt Geld leider auch eine Rolle, aber der Grund meiner Frage (vielleicht auch etwas provokant) war gewesen herauszufinden, welches Fernglas wohl als Referenz gelten kann, mal vom Preis abgesehen.
 
Frank,
nein, provokant habe ich die Frage nicht verstanden.
Ein Referenzglas kann es nicht geben, da die individuelle Sicht der Beobachter auf die Parameter zu groß gestreut ist.
Innerhalb der Baugrößen kann man aber zumindest ein solches, (relativ) abhängig seiner definierten Disziplinen betrachtet, annehmen.

Ich mache da keinen Hype draus:
FÜR MICH (auf die für mich wichtigen Eigenschaften bezogen und eine davon sehr gewichtet) ist das Swarovski EL 10x50 SV in dieser Baugröße das Glas der Gläser.
 
Hallo Frank,

tja, also wenn Geld keine Rolle spielt. Folgende Gläser die ich auch kenne unterm Sternhimmel:

Zeiss Victory FL 10x56, 8x56, 10x42, 8x42, 7x42, 10x32, 8x32. Ersteres das Beste aus meiner Sicht, dann das 8x32.

Leica Ultravid/Trinovid 12x50, 10x50, 10x42, 10x32.
Hier das 10x50 die Nummer 1.

Swarovski 8,5x42 EL(alt), Swarovision 8,5x42.

Das waren die Dachkantgläser. Ich kenne auch die Fehlenden dieser Serien, aber diese gefallen mir am besten. Dürfte ich eines auswählen von denen, dann wäre es das Zeiss Victory 10x56 FL.


Nun die Porros:

Nikon 12x50 SE CF, 10x42 SE CF.
Nikon EII 10x35.

Weiter mit Porros und für mich High End unterm Sternhimmel und wie erwähnt die, die ich kenne:

Zeiss Jena 10x50, Octarem 8x50.

Tasco EWA 7x35 sowie Minolta Standard EW 8x40. Diese für mich High End aufgrund der riesigen scheinbaren Sehfelder.

Gruß

Mike





 
Danke Dominique und Mike für Euer Feedback.

Es scheint, als wären die üblichen Verdächtigen Leica, Zeiss und Swarovski diejenigen, welche den Ton angeben.
 
Hallo Frank.
Ich liste nicht die Gläser die ich kenne, nicht die mir im A-B Vergleich bekannten, nicht die, die ich besessen habe. Wäre ziemlich lang.

Nur das, welches deine Frage, und dies aus dem A-B Vergleich, und Singlegläser aus dem Gedächtnisprotokoll beantwortet.

Ja, tendenziell sind das die Platzhirsche. Ob berechtigt ist die Frage der persönlichen Präferenz.
 
Hallo Dominique,

ja, das ist absolut in Ordnung, dass Du in die Tiefe gehst.

Ich denke auch, dass der persönliche Gusto massgebend ist. Dennoch kann ich schlecht einschätzen, wo genau sich die Spreu vom Weizen trennt bei Leica, Zeiss und Swarovski.

Kann man denn bei der astronomischen Beobachtung Kriterien festmachen, die eine Bewertung der unterschiedlichen Gläser transparanter machen?

Ich denke bspw. an nadelförmige Abbildung der Sterne. Das wäre für mich ein K.O.-Kriterium. Auch bei der Randschärfe kann ich mir vorstellen, dass es Leute gibt, die unterschiedlich damit umgehen: den einen ist es wichtig, den anderen nicht. Für mich persönlich wäre es wichtig.

Ich denke, was ich damit sagen möchte ist, sind denn diese 3 Hersteller sooo gut, dass es letztendlich egal ist, ob man ein 10 x 50 von Zeiss, Leica oder Swarovski nimmt?
 
Hatte mal mein geliebtes Jenoptem 10x50 im Direktvergleich gegen das Fujinon mit den gleichen äußeren Maßen. Letzteres zeigte an den Plejaden auf dem Staativ direkt ein, zwei Sterne, die ich m Zeiss nur indirekt sah. Auch war der Einblick netter, also etwas okularfreundlicher (Verschmieren durch Wimperntusche ;-)) Aber das Gesichtsfeld kleiner...

Was ist nun besser???

Wenn du mich fragst, dann teste lieber selbst, da die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse viel schwerer wiegen als die relativ geringen optioschen Unterschiede guter FGs.
 
Hallo Kay,

ich verstehe durchaus, was Du sagst. Nur mit dem Selbertesten ist es halt so, dass anbetracht der Tatsache, dass es so viele Gläser gibt, es sehr schwierig ist, mal eben so 10 Gläser zu bestellen und diese in einer Reihe von klaren Nächten (so es diese denn gibt) zu überprüfen.

Ganz klar: Nichts geht über die eigene prakische Erfahrung, aber auch der Erfahrungsschatz und die Empfehlungen anderer sind nicht zu vernachlässigen.
 
Hallo Frank.

ja, das ist absolut in Ordnung, dass Du in die Tiefe gehst

oh sorry.

Auch bei der Randschärfe kann ich mir vorstellen, dass es Leute gibt, die unterschiedlich damit umgehen: den einen ist es wichtig, den anderen nicht.

ja dann, Swaro EL 10x50 SV, dass ist unmerklich bis zum Rand scharf, die anderen eben nicht. Darum habe ICH mich neben den anderen auch guten Disziplinen für das Glas entschieden.

Nein, riesig sind die Unterschiede nicht, teils muss man sie ausarbeiten. In der aufgeführten Randschärfe sind die Unterschiede m.E. deutlich sichtbar. In anderen optischen Eigenschaften weniger signifikant.

Doch bei mir spielt auch die Mechanik eine gleichwertige Rolle, wie eben auch die Raststufen der Augenmuscheln.

In Summe aber muss man das alles aber wieder differenziert vom Beobachter abhängig machen. Wenn z.B. auf Grund der Konstruktion der Augenabstand für dich nicht passt, nutzt ein 100%tiges scharfes Sehfeld nichts. Bei MIR passte aber am/beim Swaro alles. Punktabbildung ist eine schwere Aufgabe für Dachkanten. Doch auch hier kann das Swaro, und auch die anderen im Niveau, überzeugen. CA, Mittenschärfe, Kontrast und Transmission,........summenbetrachtend unschlagbar.
Vor allem aber auch der Service von Swaro, dass sage ich aus Vergleichen, vorbildlich. (für mich in diesem Preisgefüge sehr wichtig)
 
Canon 10 x 42 IS schlägt alle anderen Gläser solange diese Freihändig gehalten werden !!!!!!!!!!!!!!!!
 
Markus hat wohl recht mit dem Canon 10x42IS. Ich wage aber die Behauptung, dass das Canon 15x45IS noch mehr zeigt. Die Ami-Foren berichten, das 10x42IS habe effektiv nur 37mm Öffnung wegen interner Vignettierung. Dann hätte das 15x45 immerhin 20% mehr Öffnung und 50% mehr Vergrößerung. Es hat immer noch grosszügige 4,5 Grad Feld, und ist brillentauglich.

Ich benutze es seit einem halben Jahr und kann sagen, dass es mir als Schnellspechtel-Instrument den Himmel wieder einmal neu erschlossen hat. Gerade wenn Mond und Planeten von Interesse sind - wie in der urprünglichen Thread-Fragestellung - und zugleich die Freiheitsgrade eines handgehaltenen Fernglases gewünscht sind, bilden die IS-Gläser eine eigene, in dieser Öffnungsspanne unschlagbare Klasse.

Gruss, Christopher
 
So furchtbar viel externe Energie brauchen die IS-Gläser nicht. Die Erfahrung beim Durchschauen ist jene eines Fernglases, nicht eines Elektrogeräts. Auch ohne eingeschaltete Stabilisierung ist die Abbildungsqualität hervorragend. Auf Knopfdruck lässt sich das Bild stabilisieren - als zusätzliche Option, nicht als zwingende Notwendigkeit.
Christopher
 
Die bekannt unangefochtenen Leistungen der aufgeführten Gläser vermindern sich bei nicht verwendeter Stabi durch ihr dann resultierendes Freihandgewicht? >1000 und < 1250 gr. ?

Gefühlt ohne Erfahrungswerte der Gläser, aber eben dann aus rein netto Erfahrung anderer Gläser, ich denke doch. Somit macht es für MICH betrachtet ohne Stabi keinen Sinn.
 
Das Canon 10x42 IS ist in der Tat überragend, wenn man kein Stativ hat. Und die neueren Versionen haben keine Vignettierung mehr, wie ich an meinem Modell (2009 erworben) feststellen kann. Alles in allem behaupte ich, dass kein anderes Glas da auch nur annähernd ran kommt. Die nicht-stabilisierten Gläser haben nicht den Hauch einer Chance.

Selbst mit Stativ ist es spitze und braucht sich nicht hinter den ZLS zu verstecken.
 
Hallo,

habe zwar nur das 10x30IS, würde aber auf gar keinen Fall mit einem unstab. 40 oder 50er FG tauschen wollen, auch wenn 30mm Öffnung natürlich seine Grenzen hat.

Benutze es im Sommer fast täglich, und mache mir immer ein Spaß draus in ca.zweihundert Meter entfernten Bäumen Insekten zu beobachten.
Letzter Batteriewechsel: weiß ich nicht mehr..


Grüsse
Manfred
 
Hallo,

meine Erfahrung zeigt, daß es wichtig ist, was meine Augen sehen können, welche Detailfülle.

Liegestuhl, Stabi-Glas an die Augen..... Genuß pur.
Canon 15x50IS

Viele Grüße
Achim
 
Ich wuerde sagen, das Fujinon 10x50 FMTR-SX kann noch immer als Referenz herhalten, auch wenn das Zeiss 10x56 FL und das neue Swaro 10x50 SV inzwischen knapp besser abbilden (die Unterschiede sind, bezogen auf den Preisunterschied, nicht dramatisch).

Das 10x42 ist das beste aller stabilisierten Canons, aber halt auf gut 4mm Austrittspupille beschraenkt und somit nicht mehr ganz "allround". Die anderen Stabis haben noch kleinere Austrittspupillen.

Viele Gruesse,
Holger

 
Meine Erfahrungen mit den IS-Gläsern nach Ablauf der Garantiezeit sind leider eher durchwachsen. Was nicht dran ist, kann nicht kaputt gehen.

Deshalb gibt's bei mir immer noch ein FMT-SX 10x50 aus 2006 aber kein (funktionierendes) Canon mehr. Ja, man kann auch ohne IS durchsehen ...
 
Hallo Holger,

interessant was Du schreibst.
Das Swaro und das Victory bilden also "knapp" besser ab. Kannst Du das etwas präziser beschreiben? Ich kenne das Fuji nur bei Tage, deshalb meine Neugier.

Welche Gläser sicherlich auch in die Kategorie High End unterm Sternenhimmel fallen dürften sind die Nikon EDG. Vor zwei Jahren etwa hatte ich erstmalig kontakt mit diesen Gläsern. Mir viel damals der Globuseffekt negativ auf. Möglich daß man hier etwas überarbeitet hat. Auf der ATT nahm ich diesen Effekt nicht wahr. Die EDG kenne ich jedoch auch nur bei Tage.

Und da wären sicher auch noch die Docter Nobilem zu nennen. Hier kenne ich nur das 8x56, auch nur bei Tage. Extrem scharfe Abbildung!
Hat denn keiner von euch das aktuelle 10x50 Nobilem? Das dürfte doch am Sternhimmel so richtig gut funktionieren denke ich.

Gruß

Mike

 
Hallo Mike,

wenn Du das Fujinon 10x50 FMT-SX nur am Tag nutzen konntest ist Dir bei Nacht das beste entgangen. Gerade da spielt das Fujinon seine Stärke aus und ist für mich als DIE "bezahlbare" Referenz anzusehen. Das 10x50 Docter ist auf der Achse etwas schärfer als das Fujinon, dafür lässt die Randschärfe aber sehr zu wünschen übrig.

Gruß Matthias
 
Unangefochten hat Fuji immer sehr gute Gläser angeboten.
Keine Frage.

Doch wenn der Startbeitrag, wenn der Fragesteller den Preis unbegrenzt aufführt und freihand GROSS schreibt, fallen das Docter und das Fuji für die 10x50 Bauweise auf Grund von 1300/1400gr m.E. raus. Das sind ~ 500gr. zu den Platzhirschen, das ist eine Hausnummer.
Drumm musste seinerzeit auch bei mir das Zeiss Design Selection, so gut es auch war, weichen.

Die Schmerzgrenze mag aber hier jeder individuell festlegen.
 
Hallo Matthias,

bezüglich des Fujinon, ich kann Deine Begeisterung schon nachvollziehen. Schon beim durchschauen am Tage merke ich, daß es des nachts einiges erwarten lässt. Das Medium "Glas" ist hier schon ziemlich weit beiseite geschoben wenn Du verstehst was ich meine.

Zur Schärfe, wenn Du schreibst, daß das Fujinon etwas weniger scharf abbildet als das Docter, dann frage ich mich, ob dann ein Zeiss Jenoptem in der Schärfe mit dem Fujinon gleichzieht. Auf der Achse wohlgemerkt.
Denn das Jenoptem bildet nach meinem Empfinden sehr scharf ab. Ich gehe da sehr ins Detail, weiß ich, jedoch finde ich es sehr interessant von anderen zu erfahren wie sie solche Dinge beurteilen.

Wie äußerst sich denn das "etwas mehr an Schärfe" des Docters, die Sterne nadelförmiger?
Daß das Docter nicht randscharf ist habe ich gehört. Hier kommt es sicher darauf an wieviel, bzw. was man toleriert. Das Sehfeld des Docter ist etwas größer nach den Daten, ist dies sehr auffällig?

Gruß

Mike
 
Hallo Mike,

aus der Erinnerung heraus weiß ich noch, das das Docter gegenüber dem Fujinon auf der Achse einen kleinen Tick brillianter war. Das ganze war aber bei Tagbeobachtung. In der Nacht hat sich dieser kleine Vorteil aber nicht gravierend am Himmel bemerkbar gemacht. Dafür war die nicht vorhandene Randschärfe aber ein Riesenthema. Das letzte Drittel vom Docter kann man getrost vergessen. Da ist der Blick durch das Fujinon schon eine wahre Wonne. Bei Fujinon sind ca. 85-90% scharf. Bis dahin Null Komma am Stern! Erst die letzten 10% beginnt der Stern leicht auszufranzen. Das habe ich bisher bei noch keinem anderen FG gesehen.

Gruß Matthias
 
Mike und alle anderen: Hallo!

Interessant, dass nach all den "Lobhudeleien" auf Stabi-Gläser (ich weiß nicht, ob berechtigt) auf einmal das Problem der Achsenschärfe aufkommt. Denn ich habe in all den Jahren, in denen ich alle möglichen FGs auf TTs (ja ja, ich weiß) vergleichen konnte, wenige Gläser gefunden, die das olle Jenoptem/Dekarem 10x50 wirklich plattmachen konnten. Das Fujinon vielleicht, aber die älteren Stabi-Gläser keinesfalls, zumindest in der Sternabbildung. Ich weiß nicht, wie die Streuung ist, aber ich sah viel zu oft dicke "Flaatschen" statt punktförmiger Sterne. Das mag individudel völlig in Ordnung sein, aber ich bin da Zeiss-versaut. Wieder ein Argument mehr für eine persönliche Inaugenscheinnahme der in Frage kommenden Gläser.
 
Hallo Kay,

ich habe ebenso etliche Zeiss Jena Gläser. Wenn Du von den 10x50 Gläsern sprichst, sind es dann die mit Multivergütung oder einfacher Vergütung? Oder ist es egal für die Nacht, welche Vergütung die Gläser haben?
 
Hallo Frank und natürlich alle anderen,
ich habe die neueren mit Multicoating.
Sicher macht das was aus, wobei ich gelesen habe, dass die Vergütung eher der Tagbeobachtung entgegenkomme. Hm, weiß nicht...
Allerdings gibt es auch Leute, die ältere Gläser von CZJ vorziehen, weil die Fertigungs- und auch optische Qualität noch besser gewesen sei.

Es ist aber ein mythenumranktes Thema. Jedes Glas ist ein wenig anders, jeder Mensch auch. Und jeder Himmel...

 
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