Absolutes High End Allround Fernglas f. Astronomie

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Halllo!

>> Allerdings gibt es auch Leute, die ältere Gläser von CZJ vorziehen, weil die Fertigungs- und auch optische Qualität noch besser gewesen sei. <<


So weit ich weiß, betrifft das nur die 8x30 Gläser.
Hier mal ein Link:

www.juelich-bonn.com/jForum/read.php?9,20945,20991

VG,
Michael
 
Ja, das mit den 8x30 kann ich bestätigen. Ich habe eines aus den 50er Jahren (nicht multi-vergütet) und es schneidet wesentlich besser ab als ein neueres multi-vergütetes Glas.
 
Hallo Matthias,

das letzte Drittel beim Docter ist also unscharf, so habe ich es mir gedacht. Nun darf man sicher nicht vergessen, daß es ein scheinbares Sichfeld von 67º hat laut Daten. Da bleibt quasi noch genug Schärfe übrig. Das Fujinon, und das glaube ich Dir, ist da wohl ein Spezialist.
Und ich denke daß es bei der Sternabbildung Nuancen sind.

Hast Du Dein Fuji schon mal bei richtig gutem Himmel benutzen können? Kommt da so richtig gut denke ich. Evtl. auch das Docter?

Gruß

Mike
 
Hallo Mike,

....... Das 10x50 Docter ist auf der Achse etwas schärfer als das Fujinon, dafür lässt die Randschärfe aber sehr zu wünschen übrig.Gruß Matthias

Ich zitiere mal:
daß bei einem Fernglas mit schlechter Schärfe im Randbereich automatisch die subjektive Empfindung von Schärfe im Zentrum gesteigert wird. Dieselbe Schärfe, die bei einem im gesamten Sehfeld annähernd gleichmäßig scharfen Fernglas als gut empfunden wird, erscheint bei stark abfallender Randschärfe automatisch als sehr gut. Das ist ein ganz natürlicher physiologischer Effekt, den man auch von vielen anderen Sinnesempfindungen kennt: Eine gleichmäßig graue Fläche erscheint gleichmäßig grau bis nahe an die Kante zu einer sprunghaft helleren oder dunkleren Fläche. Ist die benachbarte Fläche heller, so erscheint die graue Fläche nahe der Grenzlinie dunkler; ist die benachbarte Fläche dunkler, erscheint die graue Fläche nahe der Grenzlinie heller. Auge und Gehirn nehmen im Grenzbereich eine Kontrastaufsteilung ähnlich wie bei der Photoshop-Funktion „unscharf maskieren“ oder bei der Neofin-Entwicklung herkömmlicher Filme vor (beim Auge: laterale Hemmung in den rezeptiven Feldern der Netzhaut, dazu nachträglich im Gehirn nochmals!).
Ende.


Den Schärfevergleich darf man demnach mit einer Maske beider scharf begrenzten Felder der Gläser vornehmen.

Und 30% sind ungeachtet vom SSW definitiv zu viel, da bleiben von den 6,7° nicht viel, vermute ich.



 
Na ja, Dominique,
Docter oder Zeiss sind trotz aller optischen Täuschungen wirklich knackscharf auf der Achse.

Und außerdem, bei den großen Gesichtsfeldern von Ferngläsern wir man wohl die Objekte nahe ins Zentrum bringen können.
 
Hallo Kai,

tja, wie kommt man vom Stabi zur Achsenschärfe. Also ich liebe es halt "ästhetisch" unterm gestirnten Himmel.
Und nadelfeine Sterne sind nach meinen Erfahrungen bis dato mit dem Jenoptem die Domäne.

Ich stimme Dir in allen Punkten zu. Und ich denke auch daß es nicht viele Gläser geben wird, die da dran kitzeln können. Es sind dann letztenendes die Gläser des Premiumsektores. Und selbst hier dürften die Unterschiede gering sein. Ich spreche wohlgemeint von der Sternabbildung. Wie lange beobachtest Du schon mit dem Jenoptem? Du wirst mit dem Glas bestimmt schon ne Menge gesehen haben. Ich kenne es noch nicht so lange.

Also bei den Deltrintem neueren Datums gibt es wohl schon mal Probleme mit Streulicht habe ich hier und da gelesen.
Überhaupt sehr interessant das mit den neueren und älteren Gläsern. Sehr schwierig zu sagen welche da besser sind. Ich hatte das Vergnügen mit teils 50 - 60 Jahren alten 10x50 Gläsern. Jedoch nicht bei Nacht. Bei Tage hatte ich mal bei einem dieser den Eindruck eines quasi dritten eingepflanzten Auges. Da schnitt es mir wirklich die Pupillen durch. Man liest von Dingen die da besagen, daß bei bestimmten Epochen die Optik besonders gut bzw. besser korrigiert sei. Wurde hier schon mal sehr schön beschrieben. Mir fehlt die Erfahrung, oder besser der Vergleich der Neueren und Älteren. Ich denke es ist aber was dran. Die Älteren werden insgesamt wohl ein dunkleres Bild haben.

Gruß

Mike

 
Bester Kay,
mein Ansinnen stand nicht gegen die Leistung, mehr zur Berücksichtigung und "Aufklärung" von Beurteilungen und Vergleichsergebnissen.
Die Schmerzgrenze für Randzonen muss jeder für sich festlegen.
Bei den besprochenen 10x50 ist für mich das GF das Objekt, somit gibt es für mich keine Mitte bei z.B. der Beobachtung unserer Milchstraße.
Da lobe ich mir annähernd 100%tige Randachärfe.
Und was meine Augen nicht leisten muss das Glas mitbringen, in Abhängigkeit vom Visus können aus 35 sonst 35% werden
 
Tach!

Zeiss Victory 10x56 T* FL; ich denke, dieses Glas kommt einem High End Allrounder für Astro am nächsten.

Zeiss 15x60 T* BGAT: Solche Sterne hast Du durch ein Fernglas noch nicht gesehen!

Nikon 18x70 IF WP WF: Kenne ich nicht, soll aber gut sein.

Grüße,
Andreas
 
Ich habe durch alle drei schauen können, durch Ersteres und Letzteres parallel. Und da kann ich nur nüchtern feststellen: Das 10x56 ist ganz toll, wunderschöne Sternabbildungen, aber das Nikon sammelt einfach viel mehr Licht, so dass es für mich am eindruckvollsten ist. Natürlich ist der Ausschnitt kleiner als beim Zeiss, dafür ist das scheinbare Gesichtsfeld größer. Beide Gläser um den Hals/die Schulter, schaute ich bald nur noch durch das Nikon. Und wenn man nicht schön dunklen Himmel hat, ist die AP beim Zeiss schon fast ein wenig üppig.
Das Zeiss 15x60 war auch klasse, mir jedoch zu teuer, außerdem nicht wasserdicht - da bange ich gleich, wenn es regnet bzw. wenn ich die Gläser mit destilliertem Wasser säubern will. Das Nikon fand ich (nicht parallel, sondern mit zeitlichem Abstand) nicht schwächer.

Man muss übrigens alle drei auf mindestens ein Einbeinstativ setzen, sonst hat man nichts von der tollen Qualität der Gläser. Da relativiert sich dann der Gewichtsunterschied. Der Einblick war für mich am Zeiss 10x56 eindeutig am besten, das Zeiss 15x60 (B-Version, also für Brillenträger geeignet) war schon deutlich knapper und das Nikon noch ein wenig knapper, wenn man mit Brille gucken muss.
 
Hallo Dominique,

ob diese These Deines dargelegten Zitates der Realität nahe kommt kann ich nicht beurteilen, dazu fehlt mir die fachliche Kompetenz.

Ich denke jedoch nicht daß beispielsweise ein Docter Nobilem mit randunschärfe nur rein subjektiv, oder aufgrund eines physiologischen Effektes schärfer zeichnet.

Gruß

Mike
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von MikeS55:
Hallo Dominique,

ob diese These Deines dargelegten Zitates der Realität nahe kommt kann ich nicht beurteilen, dazu fehlt mir die fachliche Kompetenz.
Ich denke jedoch nicht, dass beispielsweise ein Docter Nobilem mit Randunschärfe nur rein subjektiv, oder aufgrund eines physiologischen Effektes schärfer zeichnet.Gruß Mike

Hallo Mike.
Nun, klingt doch sehr widersprüchlich? Die Kompetenz der Beurteilung fehlt, die Möglichkeitsform ("ich denke") schreibt aber dem Nobilem die angedachte Leistung zu :)
Klingt ja fast so, als wenn das Fuji nicht schärfer sein dürfte, denn wo kämen wir denn da hin, wenn wir da hin kämen, wo wir dann wären, wenn den alten Gläsern und der Fangemeinde aus Voreingenommenheit die Leistung der Optik gestohlen würde.
Gemein, kleiner doofer Scherz, sorry.

Ich führte ja auf, ich hebe keinen Zweifel an den Leistungen vergangener Tage und jener, die beispielsweise Docter aufweist.
Im Gegenteil, Porros in diesem Preissegment dürften gern im Sortiment erweitert werden.

Die Effekte der visuellen Wahrnehmung sollte auch nicht überbewertet werden, jedoch auch nicht gänzlich in der Beurteilung aus den Augen verloren gehen. Denn sie erklären einiges an Leistungen, die eben NICHT im Glas sondern im Beobachter verankert sind.
Letztendlich spielt das Gericht nach Rezept für die Geschmackswahrnehmung durch eigene Zutaten keine Rolle, solange es lecker ist.

Ab und an aber wird mir an der einen oder anderen Stelle durch zu viele Konjunktive eine zugesprochene Leistung rekrutiert.
Vor allem dann, wenn optische Zusammenhänge wie Kontrast und Schärfe, vor allem Transmission nicht im Zusammenhang, sondern gegenüber neuen Gläsern argumentativ in der Isolationshaft gelobt aufgestellt werden. Den Faktor Beobachter mal außen vor gelassen.


 
Hallo Zusammen,

ich habe ein Jenoptem 10x50 sowie das Fujinon 10x50. Im direktem Vergleich unter sehr gutem Himmel habe ich folgende Unterschiede festgestellt:

1. Grenzgröße des Fujinon ist höher. Gut nachvollziehbar an in M8 eingebetteten Sternhaufen. Da zeigt es mehr schwache Sterne. Ich vermute, dass hängt mit der Transmission und nicht mit der Schärfe zusammen.
2. Himmelshintergrund beim Fujinon ist merklich heller.
3. Sternenwolken, wie die im Schützen, sind auch heller.
4. Gesichtsfeld ist beim Fujinon bis zu 80% scharf. Sterne am GF-Rand sind als solche noch gut zu erkennen. Das ist beim Jenoptem nicht der Fall. Aber das scheinbare GF ist auch beim Fujinon kleiner. Dennoch ist das tatsächlich "scharfe" GF beim Fujinon größer.

Gruß

Oliver
 
Hallo,

sehr interessante Diskussion!

Was ist denn ein Jenoptem 10x50 für ein Glas?


Ich besitze dieses Dekaris 10x50, ist das ähnlich? (meins hat aber keine Mittenscharfstellung)

Link zur Grafik: http://imageshack.us/a/img834/2654/o3lt.jpg


Link zur Grafik: http://imageshack.us/a/img94/2609/a3e9.jpg


Mit dem Bild dieses Feldstechers bin ich sehr zufrieden, aber großartige Vergleiche hab ich nicht.


Zurzeit hab ich ein Canon 10x30IS hier und hab es mal mit dem Dekaris verglichen. Der Vorteil des Bildstabis ist klar riesig, dennoch erkenne ich mit gutem Willen dasselbe auch im 10x50 ohne Stabi. Das Bild im Dekaris ist deutlich heller und deutlich klarer und wirkt insgesamt detailreicher. Vielleicht ist das aber auch wegen des größeren Objektives kein Wunder. Das Bildfeld im 10x30IS scheint im Vergleich recht eng und es scheint auch so, dass es zugunsten einer scheinbaren Schärfe bis zum Rand kleiner gemacht wurde um es besser aussehen zu lassen. Es kann natürlich auch konstruktionsbedingt der Fall sein. So ist das Bildfeld im Dekaris viel offener und wirkt größer, wenn es auch am Rand typischerweise unscharf wird.


VG,
Christian
 
Hallo Christian,

Zitat von Christian_P:
Was ist denn ein Jenoptem 10x50 für ein Glas?

Der Unterschied zwschen dem Jenoptem 10x50 und Deinem Dekaris ist, dass das Jenoptem nur beim rechten Okular die Dioptrieneinstellung hat (beim Dekaris bei beiden Okularen) und einen Mitteltrieb besitzt (was das Dekaris nicht hat).
 
Zitat von MikeS55:
Hallo Holger,

interessant was Du schreibst.
Das Swaro und das Victory bilden also "knapp" besser ab. Kannst Du das etwas präziser beschreiben? Ich kenne das Fuji nur bei Tage, deshalb meine Neugier.

Welche Gläser sicherlich auch in die Kategorie High End unterm Sternenhimmel fallen dürften sind die Nikon EDG. Vor zwei Jahren etwa hatte ich erstmalig kontakt mit diesen Gläsern. Mir viel damals der Globuseffekt negativ auf. Möglich daß man hier etwas überarbeitet hat. Auf der ATT nahm ich diesen Effekt nicht wahr. Die EDG kenne ich jedoch auch nur bei Tage.

Und da wären sicher auch noch die Docter Nobilem zu nennen. Hier kenne ich nur das 8x56, auch nur bei Tage. Extrem scharfe Abbildung!
Hat denn keiner von euch das aktuelle 10x50 Nobilem? Das dürfte doch am Sternhimmel so richtig gut funktionieren denke ich.

Gruß

Mike

Hallo Mike,

leider hatte ich noch nicht das Vergnuegen, die drei Fernglaeser miteinander vergleichen zu koennen - das Swaro habe ich bis jetzt nicht einmal in der Hand gehabt.

Wenn ich aber zusammenlege, was ich so von diesen Fernglaesern gehoert habe, und was ich mit anderen Exemplaren dieser Baureihen erlebt habe, dann gehe ich davon aus, dass das Swaro eine noch bessere Randschaerfe hat als das Fuji. Das Zeiss hat weniger Farbsaeume und sollte daher insbesondere an hellen Objekten ausserhalb der Sehfeldmitte Vorteile gegenueber dem Fuji haben (das ja bekanntlich nicht ganz ohne Probleme ist, etwa am Mond). Dazu kommt dessen hohe Transmission. Ein echter Vergleichstest waere hier aber wuenschenswert.

Das Nobilem ist klasse, wenn auch, wie bereits angesprochen, mit seiner Randschaerfe nicht mehr ganz auf Augenhoehe mit der Konkurrenz. Dennoch eine sehr gute Alternative, die bezahlbar bleibt.

Ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass das alte 10x50 Jenoptem im Bereich der Sehfeldmitte die Sterne ausgesprochen fein abbildet. Man hat damals knallhart auf maximale Mittenschaerfe optimiert. Heute hat sich die Philosophie ein wenig geaendert, man geht mehr in Richtung Randschaerfe und laesst in der Mitte ein klein wenig mehr Unschaerfe zu. Letzteres liegt vielleicht auch an der Verbreitung der Dachkanten, die helle Sterne einfach nicht perfekt scharf abbilden koennen.

Nikon EDG - gibt es da inzwischen schon Groessen jenseits der 42mm?


Viele Gruesse,
Holger


 
Hallo Holger, und Hallo zusammen,

eben wegen dieser feinen Sternabbildung empfinde ich das Jenoptem als geradezu vorzüglich geeignet zur Himmelsbeobachtung. Aus ästhetischer Sicht. Man könnte auch sagen: "JENAer, desto besser" :)
Ich finde es sehr schade daß man die Gläser von heute nicht mehr in dieser Form auf Mittenschärfe züchtet.

Interessant was Oliver bezüglich des scharf abbildenden Feldes schreibt. Das Fujinon hat das kleinere Sehfeld gegenüber dem Jenoptem, jedoch den größeren scharf abbildenden Bereich. Mal abgesehen von der Schärfe als solche. Ein Spezialist eben das Fujinon. Bei vielen anderen Gläsern relativiert sich das gegenüber dem Jenoptem.
Beim Fujinon 10x50 sehr interessant wie ich finde sind die Angaben zum Sehfeld. Graviert ist es glaube ich am Glas selbst mit 6,3º, woanders liest man 6,5º, und bei cloudynights schrieb man 6,7º meine ich. Wieviel sind es denn nun?

Nein nein Holger, die EDG von Nikon gehen nur bis 42mm. Die ersten erschienen so um 2008. Und aus dieser Serie waren es welche die ich benutzte denke ich. ICS hatte das 8x32 und das 10x42.

Gruß

Mike


 
Frank, danke! Der Unterschied war mir schon klar. :) Sonst gibt es keinen wesentlichen? Außer vielleicht im Detail, wie Vergütung etc. Das die alten Zeiss Ferngläser auch heutzutage noch so gut abschneiden hätte ich nicht gedacht.



klare Himmel!,
Christian
 
Hallo Christian,

ich denke schon, dass es Unterschiede in der Vergütung geben kann. Vor nicht all zu lange wurde hier in diesem Forum auch ein Thread gestartet, wo es unterschiedliche Vergütungen bei den alten Zeiss Gläsern zu sehen gibt.
 
Hallo Frank und Christian,

Christian, Dein Glas ist aus dem Jahre 1983. MC - vergütet. Das weißt du vielleicht. Die Okularkonstruktion, so meine ich gelesen zu haben ist, bzw. könnte eine andere sein. Inwiefern sich dies auf die Abbildung auswirkt weiß ich jedoch nicht. Ich kenne das Dekaris nicht.
Möglich aber daß ich da falsch liege.

Ein tolles Glas sicherlich. Bei dieser Okularkonstruktion klebt man denke ich nicht so auf den Linsen.

Gruß

Mike
 
Hallo Mike,

ja, der Einblick ist angenehm. Ich besitze zwar kein Dekaris aber ein Binoctar; ich denke, die beiden sind sich da ähnlich.
 
Hallo miteinander,

der Unterschied zwischen Dekaris/Dekarem bzw. Binoctar/Binoctem ist die Einzelokulareinstellung bzw. Zentralfokussierung. Einen Unterschied in der Okularkonstruktion gibt es nicht. Die Vergütung wurde natürlich immer wieder verbessert.

Schaut hier:
Binoctem und Binoctar
Dekarem und Dekaris
»Zeiss Jena Ferngläser« von Frank Schäfer


Zitat von Papshmir:
ja, der Einblick ist angenehm. Ich besitze zwar kein Dekaris aber ein Binoctar; ich denke, die beiden sind sich da ähnlich.
@Frank, die Okularkonstruktion ist aber unterschiedlich. Das 10x50 hat Weitwinkelokulare im Gegensatz zu 7x50.
 
Hallo zusammen,


nachdem ich jetzt zwei Abende das Vergnügen hatte: 15x60 Zeiss Classic - dieses Glas ist unglaublich! Sternabbildung und Randschärfe sind so übertrieben gut - das kenne ich in dieser Form von keinem anderen Fernglas.


Viele Grüße Felix
 
... nur ist das 15x60 nicht gerade ein klassisches Freihandfernglas. Montiert macht es sicher Spass, aber in dieser Sparte gibt es dann Konkurrenz von den groesseren Modellen, und die mit gewinkeltem Einblick sind dann doch von Vorteil.

@Mike: Das Fujinon hat 6.5 Grad, und die sind auch eingraviert (es steht dort jedoch 6 Grad, 30').

Viele Gruesse,
Holger


 
Hallo Ralf,

danke für die Richtigstellung bezüglich der Okularkonstruktion der Dekaris/Dekarem. So wird es dann wohl sein. Mein Verdacht rührte auch dahingehend, als daß sich die Okulare rein äußerlich unterscheiden. Und ich nahm auch an, daß die Okulare vom Aufbau der Linsen hätten anders sein können. Daß beide das gleiche Sehfeld aufweisen wusste ich.

@Felix42, welches Zeiss 15x60 darfst Du Dein eigen nennen, das Belederte? Oder das jüngere Gummierte.
Bei Tage kenne ich das B/GAT* und das GAT*.

@Holger, danke für die Klarstellung!

Gruß

Mike
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Holger und Mike,


15x ist für freihändig absolut grenzwertig aber es geht. Ich mache halt etwas mehr Pausen als bei einem kleineren leichteren Glas, es sind jetzt an zwei Abenden gut 4 1/2 Stunden Beobachtungsdauer zusammengekommen. Wegen des relativ geringen Gewichtes des alten Zeiss läßt sich sehr gut mit aufgestützen Ellenbogen beobachten oder wenn man sich wenigstens irgendwo anlehnen kann. Ganz freihändig ist es für viele Beobachter von Vorteil wenn man das Glas nicht krampfhaft ruhig zu halten versucht sondern den Himmel ganz langsam damit abfährt, dabei reduziert sich das Zittern etwas bis deutlich.

Es ist die frühe belederte Version ohne T* Vergütung und Brillenträgerokulare. Wie weit der Unterschied zum GAT oder B/GAT ausfällt weiß ich leider nicht da noch nicht durch die modernen Modelle schauen konnte.


Viele Grüße Felix


P.S.: Gewicht Zeiss laut Küchenwaage 1380 Gramm mit den objektivseitigen Gummiringen, Gewicht Fujinon 10x50 laut Netz 1430 Gramm und das 10x50 Marine 1600 Gramm...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Mike,

aha, aus dem Jahre 1983. So ähnlich hatte ich geschätzt aber nie genau nachgeforscht. Beim Sofortkauf (ansichtskarten-shop.de in der bucht aus Dresden; hat regelmäßig Zeiss Jena Gläser im Angebot, sehr zu empfehlen!) hab ich auf möglichst guten Zustand und auf die neue Vergütung geachtet. Bläulich durfte sie ja nicht sein, also muss es die neuere sein. Das Glas ist echt ganz nett mit einem Mega Gesichtsfeld, halt Weitwinkel; 128m auf 1000m bei 10x50! Schön hell und schön scharf. Muss es aber mal richtig am Himmel nutzen.



Hallo Ralf,

schöne, historische Prospekte! Nett! :)



VG,
Christian
 
Hi,

wir reden hier aber über absolutes High End, nicht über VEB Oldtimer (sorry). Die alten DDR Teile sind teilweise gut, aber nicht mehr sehr gut. Mich stört es, dass inzwischen fast jeder Thread von Odltimer Freunden gekapert wird. Wenn über Formel 1 geredet werden soll, bringt man keinem M1 aufs Tablett, auch wenn er schön ist.

Bei den aktuellen Gläsern müsste man übrigens noch das Nikon SE 12x50 erwähnen sowie das Leica Ultravid 12x50. Für mich ist eine kleinere AP für Sternfeldbeobachtungen geeigneter, bei leicht aufgehelltem Himmel, wie ihn wohl 95% der Leute haben.

Andreas
 
Hallo Andreas,
ich gebe dir da durchaus recht. Allerdings haben sowohl Oliver als auch ich schon für alle lesbar davon geschrieben, dass das Fujinon bei Direktvergleichen mehr Sterne zeigte und eine bessere Randschärfe aufwies als die CZJ-Gläser, also einfach "besser" war. Deshalb hatte ich durchaus ein Störgefühl, wenn wir hier geschwärmt haben - zwar durchaus berechtigt, aber irgendwie doch im falschen Thread.

Mich würde also interessieren, welche Top-Gläser denn nun das Fujinon 10x50 abhängen. Aber dazu wurde ja auch schon einiges geschrieben. Vielleicht sollte es dazu mal wieder einen Vergleichstest in einer Astrozeitschrift geben...
 
Hallo Andreas,

ich verstehe die Aufregung nicht. Die alten Zeiss Gläser kamen ganz von selbst hier in Spiel weil sie wohl anscheinend auch heute noch gut mithalten können und einigen erfahrenen Beobachter sogar als Referenz dienen! Zu recht? Da muss wohl dann etwas dran sein. Wenn dann eine Frage meinerseits kommt, aus reiner Neugier, was andere denn für ein Glas haben, da ich ein ähnliches habe und mich wundere und freue, dass es hier (überraschender Weise!) zur Sprache kommt, ist das ein ganz normaler Diskussionsverlauf eines solchen Threads. Der Diskussionskreis war ja nun auch beendet und es kann wieder mit den absoluten high end Ferngläseren neueren Datums weitergehen.



CS,
Christian
 
Hallo Leute,

Christian, Deinen Worten ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen :super:

Nun, jeder versteht unter High End etwas anderes. Wo ist da das Problem?
Es ist ein Trugschluss zu glauben, Glaser jenseits der 1000 oder 2000 Euro seien gleichzusetzen mit High End für den Einsatz Himmelsbeobachtung.
Gläser dieser Preisregion mit wasservollgelaufenden Tuben, leicht abziehbaren Gummierungen, ruckeligen und unpräzisen Fokussierungen, Schwindelgefühlen beim schwenken durch überzüchtete Optiken usw...Ist das "High End" ??
Eine Sache der Definition würde ich sagen.

Gruß

Mike
 
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