Absolutes High End Allround Fernglas f. Astronomie

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Naja, Andreas hat m.E. schon ein wenig Beistand verdient.

Wenn man

Absolutes High End Allround Fernglas f. Astronomie

Hallo zusammen,

mal angenommen, Geld würde wirklich keine Rolle spielen (was für ein Traum, oder?), für welches astronomische High End Fernglas würdet Ihr Euch entscheiden, um damit beispielsweise FREIHÄNDIG Mond, Planeten, Sternfelder, Galaxien etc. zu beobachten?

Würde evtl. eines als absolutes Allroundglas nicht ausreichen?

Überschrift und Folgetext richtig liest, ist dieser Satz

Nun, jeder versteht unter High End etwas anderes. Wo ist da das Problem?
von der zweifelsfreien Deutung sehr weit entfernt.
Wiki gibt hier lehrreiche Informationen.

Ist auch nicht verwunderlich, denn im Thread zwischen den Zeilen kann man schon die Attribut-Heiligsprechungsversuche für die CZJ Gläser entdecken. Das schmälert in keinster Weise die Leistung derer Gerätschaften, die ich wie erwähnt begrüße, aber reduziert die Kompetenz einer sachlichen Sicht einiger Anwender/Besitzer solcher Gläser im Hinblick auf Leistungsvergleiche zu den aktuellen.

Eine Fangemeinde muss respektiert werden, jedoch sollte sie sich angesichts einer immer wieder erwähnten Einzeldisziplin und Vorliebe für eine solche von kausalen Schlussfolgerungen fernhalten. Dem aufmerksamen Leser sollte das nicht entgehen.
Das eine Abbildung in der Beurteilung von mehreren Faktoren abhängt muss anscheinend erneut erwähnt werden.

Es dürfen doch Herzen berechtigt für CZJ Ferngläser und auch anderer Schätzchen schlagen, doch am Puls der Zeit sind sie nicht mehr.
Das ist erst mal unabhängig vom Preis ein Fakt.

Es ist ein Trugschluss zu glauben, Glaser jenseits der 1000 oder 2000 Euro seien gleichzusetzen mit High End für den Einsatz Himmelsbeobachtung.

Vll. ist es auch ein Trugschluss zu glauben, dass nur Mittenschärfe und eine astifreie Abbildung das Maß aller Dinge ist. Randschärfe und eine sehr geringe CA kann für den einen oder anderen Beobachter ein wesentlich wichtigerer Aspekt sein.
Dann fallen die freiheitsgradeingeengte alte Schätze vom Tisch.
Eine homogene Schärfeleistung mag da abhängig vom Anwender das bessere Bild liefern. Unterschiedlich rastende Brillenträgerokulare, die auch dem Normalsichtigen sehr viel Vorteile bieten, u.a. mal außen vor.

Individuelle Sichten, individuelle Ergebnisse, die führen aber niemanden weiter, spiegeln eben nur die Vorlieben, reflektieren aber nicht eine Referenz.

Zunächst sollte man eine Summenbetrachtung der Leistung definieren, dann besteht die Möglichkeit einer Referenzbildung.

Gläser dieser Preisregion mit wasservollgelaufenden Tuben, leicht abziehbaren Gummierungen, ruckeligen und unpräzisen Fokussierungen, Schwindelgefühlen beim schwenken durch überzüchtete Optiken usw...Ist das "High End" ??

Man sollte solche Aussagen gleich aus dem Gedächtnis streichen.
Denn wie man unschwer erkennt, dienen sie wohl wieder als Futter für die daseinsberechtigte Leistungsbeschreibung von Altgläsern (keine Containerware) gleichlautend aktueller Gläser. Für mich eine Versuch ohne Stil der Differenzierung einer generierten Leistungsüberzeugung. Ohne Kompetenz eben.
Eine unsachliche Darstellung aus dem Härtetest von Albinos, gesammelte Erfahrungsberichte aus dem Jülich Forum sind nicht das Maß aller Bewertungen, auch nicht nachgeplapperte Optikguruhsprüche mit magnetisierender Aura, die einem User zu einer solchen Aussage hinreißen lassen sollten.

Ich verwende seit 30 Jahren FG der 3 Großen Hersteller, auch zwischenzeitlich SE Nikon und ich kann diesen Blödsinn in keinster Weise bestätigen.

MT, Globus oder Zylindereffekt, Armierung kann man bei den Platzhirschen im Preis-Leistungsgefüge an der einen oder anderen Stelle kritisieren, nicht aber pauschalisieren. Die zweifelsfreien Vorteile dieser Gläser kann man ja gern an anderer Stelle sachlich erläutern.

@Kay
Mich würde also interessieren, welche Top-Gläser denn nun das Fujinon 10x50 abhängen. Aber dazu wurde ja auch schon einiges geschrieben. Vielleicht sollte es dazu mal wieder einen Vergleichstest in einer Astrozeitschrift geben...

Der Randschärfe nach nur das Swaro EL 10x50 SV, vermutend aber wird das Fujinon eine höhere Transmission haben. Wie es mit der CA aussieht wäre dann auch noch zu klären. Diese ist bei dem Swaro mehr als vorbildlich und setzt erst sehr sehr spät am Rand des GF ein. Kaum wahrnehmbar.
Und Test von erfahrenen neutralen Beobachtern bitte, und Händler,-Herstellervorlieben unabhängig.
 
Nur kurz: Ich hatte ein Zeiß 10x50 und war nicht mehr recht zufrieden. Ich habe beim HTT aus Martins Birkmeiers Fernglas-Kiste alle 4...5-cm-Gläser durchprobiert. Meopta war ziemlich gut (aber auch teuer). Hängengeblieben bin ich bei einem 7x50 Dachkantglas von Swarowski ("Habicht"), älteres Modell, deshaln noch bezahlbar.
Scharf waren sie alle. Das hat sich ein wenig unterscheiden zwischen Mitten- und Randschärfe. Aber bei 7...10x sieht man bei den guten Gläsern wenig Unterscheide. Was mich am Swarowski beeindruckt hat, ist das Einblickverhalten (das war nur mäßig beim Dekarem) und vor allem die allgemeine Bildklarheit, sichtbar vor allem am Tage. Dieser Kontrast! Unglaublich. Das scheinbare Bildfeld ist etwas unterhalb dessen, was andere bieten, zugunsten von Einblickverhalten und Brillenträgertauglichkeit. Stört mich nicht so, hier kommen aber wieder persönliche Vorlieben zum Tragen.
 
Hallo Uwe,
sei so nett und sage mir bitte ein mal das Modell.
Ein Habicht 7x50 in DK Bauweise ist mir nicht bekannt.
Mehr das in Porrobauweise aus den 90ern.
Siehe Anhänge.

Wenn aber schon ein kleines Sehfeld akzeptiert und die V 7x kein Hindernis darstellt, drum habe ich es nicht aufgeführt, ist hier das Habicht der aktuellen Version 7x42 seiner Klasse ein Referenz.

Das alte Zeiss 7x50 B/GA ebenso, doch das Handling ist m.E. abseits des üblichen, zumindest für meine Handgröße.
 

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Die offizielle Modellbezeichnung ist SLC 7x50 B, aber Habicht steht oben an der Dioptrienverstellung.

Es gibt ein ähnlich aussehndes 8x56, hier habe ich den Habicht-Aufdruck im Netz gefunden.
 

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Uwe, danke. Habe ich keinen meiner Unterlagen, die aber auch Lücken der Jahre aufweisen. Verwirrt, dass Glas kann man im Netz finden, aktuelle Version (?), nicht aber in den Katalogen.
Glückwunsch und schöne Beobachtungen.
 
hallo Christian,
100% korrekt !
Qualität und Referenz, alt oder neu, bleibt so.
/Erik
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

das 50 mm Fujinon ist ganz klar eine Nummer niedriger anzusiedeln, als z.B. ein Nikon Se oder ein Zeiss Victory. Sogar ICS hat ja bereits vor einer Weile aufgehört, die Fujinon so aggressiv zu bewerben, als ob es nichts Besseres gäbe. Im Bereich 70mm sieht es schon anders aus, da sehe ich das 10x70 als Spitzenklasse und auch alleinstehend an, im Gegensatz zur deutlich schwächeren 16x70 Variante; die habe ich ausgepackt, durchgeguckt, wieder eingepackt und zurück geschickt. Da würde ich immer das Zeiss 15x60 vorziehen. Das große Nikon 18x70 muss ich mir wirklich mal anschauen.

Ich wollte den CZJ Fans nicht auf den Schlips treten. Allerdings, die Gläser gibt es nur gebraucht und ein Gutes zu finden ist nicht einfach, inzwischen auch nicht billig. Man kann diese darüberhinaus nicht alle über einen Kamm scheren. Manni hat mir mal, ich glaube es war ein 7x50 CZJ, gezeigt, das war schon sehr gut, dunkler als ein aktuelles Dachkantglas, aber nicht viel und rattenscharf, großes Sehfeld. Dagegen sind die hochgelobten Deltrintem 8x30 aus einer anderen Welt und meilenweit von aktueller Spitzenklasse entfernt. Das gilt übrigens teilweise auch für die alten Zeiss West Ferngläser aus dieser Zeit, das 8x50 B ist meiner Ansicht nach auch nur noch als "gut" zu bewerten, nicht mehr und nicht weniger.

Das hat natürlich alles nichts mit Sammelleidenschaft oder Liebhaberei zu tun, das muss man trennen, wenn es um reine Qualität geht. Daher auch mein etwas heftiger Einwand.

Friedliche Grüße aus dem warmen Büro wünscht
Andreas
 
Zitat von R_Andreas:
Im Bereich 70mm sieht es schon anders aus, da sehe ich das 10x70 als Spitzenklasse und auch alleinstehend an, im Gegensatz zur deutlich schwächeren 16x70 Variante; die habe ich ausgepackt, durchgeguckt, wieder eingepackt und zurück geschickt.
Hallo Andreas,

ich habe das Fujinon 16x70 FMT-SX 2 und ich finde es gut. Die Sternabbildung ist sehr ordentlich, verbunden mit einer guten Randschärfe. Offene Sternhaufen, die Milchstraße und andere klassische Fernglasobjekte sind eine Augenweide. Schwächen hat es beim Streulicht und der chromatische Aberration. Deshalb sind Mond und Jupiter nicht die Stärken des Glases. Am Tag würde ich das Glas auch weniger verwenden.

Das Fujinon 10x70 findest du dagegen alleinstehende Spitzenklasse? Das liest sich HIER aber ganz anders?
 
Komisch doch wie eine Qualitative Beurteilung (Fujinon) sich ändern kann.

Ich setze beide Fujinons [FMT-SX(1) 10x50 & FMT-SX(1)16x70] sehr oft ein am Himmel auf einen Sky-Window oder ein Gitzo Statv in Schweden. Und bin sehr zufrieden damit. Das 10x50 am Himmel ist unerschlagen Preis/Qualität. Das 16x70 ist einfach OK am dunklen Himmel. Verglichen mit dem Fujinon 15x70 Klon von TS -den ich vorher hatte- spielen die originale Fujinons zwei Ligas höher.
Ich habe es lange überlegt, über 1 Jahr, aber ich werde mich nächste Woche, rein für die Natur- und Fögelbeobachtung tagsüber in Schweden, ein Swarovski EL 10x50 SV dazu kaufen. Ist aber sehr (zu) teuer eingestuft meines Erachtens. Und nur 10 Jahre Garantie auf die neuen Modelle, dass gefällt mich auch nicht al zu viel. Aber gut. Die einzelfokuzierung des Fujinons ist nicht optimal tagsüber.
/Erik
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ohoh, da hab ich aber was gnadenlos vergessen. Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Du siehst, mein Fujinon Stand im Gedächnis war noch der vor dem großen Test. Ich hatte das glas einige male ausprobiert und war immer begeistert gewesen, bis ich es mir dann irgendwann mal besorgt hatte. Ich gehe doch straff auf die 50 zu, langsam wirds eng.

Viele Grüße
Andreas

 
Wer ein Fujinon 16x70 schätzt, sollte mal das Nikon 18x70 ausprobieren. Das hat weniger CA, ein weiteres Gesichtsfeld und v.a. ist es für meine Augen sichtbar "brillanter", soll heißen, es bildet die Plejaden z.B. einfach schöner ab.
 
Ja, aber 18x70 ist freihändig wohl nicht mehr zu halten.
 
> Verglichen mit dem Fujinon 15x70 Klon von TS -den ich vorher hatte- spielen die originale Fujinons zwei Ligas höher.

Das kann man wohl sagen. Ich habe diese Art des "Aufstiegs" auch hinter mir. Die okularseitigen Nebelfilter des Fujion arbeiten übrigens erstaunlich gut, trotz aller systembedingeten Nachteile.
 
Hallo Uwe und Erik,

der Vergleich des Fujinon 16x70 zum TS 15x70, welches TS 15x70 ist denn hier gemeint? Das Marine 15x70 oder das billigere, äußerlich nicht so robust wirkende Modell. ?)

Gruß

Mike
 
Zitat von R_Andreas:
Hallo,

das 50 mm Fujinon ist ganz klar eine Nummer niedriger anzusiedeln, als z.B. ein Nikon Se oder ein Zeiss Victory. Sogar ICS hat ja bereits vor einer Weile aufgehört, die Fujinon so aggressiv zu bewerben, als ob es nichts Besseres gäbe. Im Bereich 70mm sieht es schon anders aus, da sehe ich das 10x70 als Spitzenklasse und auch alleinstehend an, im Gegensatz zur deutlich schwächeren 16x70 Variante; die habe ich ausgepackt, durchgeguckt, wieder eingepackt und zurück geschickt. Da würde ich immer das Zeiss 15x60 vorziehen. Das große Nikon 18x70 muss ich mir wirklich mal anschauen.

Ich wollte den CZJ Fans nicht auf den Schlips treten. Allerdings, die Gläser gibt es nur gebraucht und ein Gutes zu finden ist nicht einfach, inzwischen auch nicht billig. Man kann diese darüberhinaus nicht alle über einen Kamm scheren. Manni hat mir mal, ich glaube es war ein 7x50 CZJ, gezeigt, das war schon sehr gut, dunkler als ein aktuelles Dachkantglas, aber nicht viel und rattenscharf, großes Sehfeld. Dagegen sind die hochgelobten Deltrintem 8x30 aus einer anderen Welt und meilenweit von aktueller Spitzenklasse entfernt. Das gilt übrigens teilweise auch für die alten Zeiss West Ferngläser aus dieser Zeit, das 8x50 B ist meiner Ansicht nach auch nur noch als "gut" zu bewerten, nicht mehr und nicht weniger.

Das hat natürlich alles nichts mit Sammelleidenschaft oder Liebhaberei zu tun, das muss man trennen, wenn es um reine Qualität geht. Daher auch mein etwas heftiger Einwand.

Friedliche Grüße aus dem warmen Büro wünscht
Andreas

Hallo Andreas,

ich kenne die Nikon SE und auch das 10x50 Fujinon - wuerde die Nikons aber - anders als am Tage - bei der Nachtbeobachtung nicht im Vorteil sehen. Dazu kommt, dass die Nikons sowohl kleinere Austrittspupillen als auch kleinere Sehfelder haben, so dass man hier bei der Bewertung genau sein muss.

Eine andere Frage (da Du Dein Alter erwaehnt hast): Ist bei Dir Astigmatismus festgestellt worden? Dieser kann dafuer sorgen, dass Fernglaeser mit grossen Austrittspupillen scheinbar schlechtere Sternabbildungen zeigen als solche mit kleineren (Astigmatismus entsteht vornehmlich in den Randbereichen der Augenpupille, die bei kleineren Austrittspupillen dann ausgeblendet werden).

Viele Gruesse,
Holger
 
hallo Mike,
ich meinte in der Tat das TS Marine 15x70. Es ist eine China-kopie vom Fujinon FMT-SX serie, auch mit Einzelokulareinstellung. Allerdings schelcht kollimiet, deutlich viel Koma, und relativ viel chromatische Abberation.
/Erik
 
Ich hatte eine anderes 15x70, das von Celestron. Das "Aus" für dieses Glas war mein Swarowski. Jenes 7x50 zeigte an Panstarrs mehr Einzelheiten als das parallel aufgebaute 15x70. Da sieht man erst mal, was Qualiät wirklich wert ist.
 
Hallo Erik,

das Marine 15x70 hatte ich mal für ein Wochenende zu Hause. Ich konnte es auch am Sternhimmel probieren. Es hat mir ganz gut gefallen. Viele Deep Sky Objekte ließen sich schön beobachten. Es wird dementsprechend gut kollimiert gewesen sein. Bei diesen Gläsern spielt sicher auch die Qualitätsstreuung eine Rolle.
Hätte ich ein Fujinon 16x70 dabei gehabt, vielleicht wäre mein Urteil dann auch zugunsten des Fujinon ausgefallen.

Zurück zu den High End Handferngläsern wenn es genehm.

Was ist eigentlich mit Kowa, der japanischen Edelschmiede, kann man diese als High End einstufen?
Habe ein Genesis 8x33 probieren können, jedoch nur in der Halle der ATT. Das hat mir richtig gut gefallen. Sehr guter Einblick. Sehr großes Sehfeld. Vom ersten Eindruck sehr gute Optik. Benutzt jemand von euch dieses Glas am Sternhimmel? Dürfte schön abbilden könnte ich mir vorstellen.

Oder das Prominar XD 8,5x44, sicher auch interessant. Kennt das jemand bei Nacht?

Hallo Uwe,

das zeigt, daß Öffnung und Vergrößerung bei weitem nicht alles ist.

Gruß

Mike
 
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Genesis 8x33 probieren können, jedoch nur in der Halle der ATT. Das hat mir richtig gut gefallen. Sehr guter Einblick. Sehr großes Sehfeld. Vom ersten Eindruck sehr gute Optik. Benutzt jemand von euch dieses Glas am Sternhimmel? Dürfte schön abbilden könnte ich mir vorstellen.

Hallo,
am Sternenhimmel nicht, jedoch ist mir das Glas aus Tagtest Vergleichen bekannt. Kowas darf bei der Promina Serie n.m.G. in der Verarbeitung der eingesetzten Materialien nacharbeiten. Das PL Verhältnis ist aber gut bis sehr gut. Für mich keine High End.
Weitere subjektive Hinweise, auch mit Pics findet man im Jülich Forum.
Die 30/33 Größe ist m.E. auch nicht in der Rubrik Astroglas einzustufen, insofern darf festgelegt werden, ab welcher Öffnung wir hier weitere Gläser besprechen. Nicht das noch die Taschengläser der 20er die Liste erweitern.
 
Hallo Dominique,

also ich fand das "kleine" Kowa war von der Spitze nicht so weit entfernt. Gar eigentlich gleichwertig. Vom optischen meine ich. Auf der ATT konnte man sehr schön vergleichen mit Zeiss, Leica, Swaro und anderen. Aber, die Geschmäcker sind ja verschieden. Deine Beurteilung zu den Materialien kann ich nicht beurteilen, ich habe es nicht angeschaut sondern durchgeschaut sozusagen.

Also ich finde man sollte ein Glas der 8x33 Klasse nicht verachten für die Himmelsbeobachtung. Eine gute Optik, gepaart mit einem großen Sehfeld, das hat was. Milchstraßenregionen als Beispiel...
Auch gut bei Stadtrandlage (Lichtverschmutzung).

Gruß

Mike
 
Hallo Mike.

Ich schaue auch durch, wenn ich die FG angeschaut habe, damit ich weiß, ob es sich lohnt, auf Jahre oder länger durch zu schauen.
Das Kowa ist deshalb von der Spitze weiter weg, weil ein Fernglas nicht nur aus Optik besteht. Darum ist es auch günstiger, wenngleich auch seitens der Optik nicht allzuweit.
Darum schrieb ich ja, P-L ist gut bis sehr gut. Doch im Detail eben nicht mit den Großen vergleichbar. Mehr als marginal, weniger als viel. Mich störte am meisten das etwas trüb, schleierhaft wirkende Bild. nicht wuchtig, doch die obere Preisklasse ist klarer. Morgentau auf Blütenblättern, schöne Tagtestobjekte.

Das bild ist im direkten Vergleich zum Zeiss z.B. "flauer", "schleierhaft", (Papiertest) es fehlt im an Brilliance und im Vergleich zum Leica an Kontrast, fehlend die Schärfe von beiden. Die Randschärfe ist aber beim KOWA besser, geringfügig auch die CA. Etwas unglücklich ist die Beschriftung in weiß "Prominar" im Objektivtubus. Wenngleich ich auch nicht beurteilen kann, in wie weit dies zum etwas trüberen Bild beiträgt. Mein Testmodell hatte ein schlecht verarbeitete Armierung, Spaltmaße inakzeptabel. Die Streuung in der Justage soll lt. Netzangaben relativ groß sein.
Die Diopt. Verstellung war mir zu hakelig. Der MT ist sehr gut, wenn auch dieser sich erst über die Jahre bewähren kann. Mein Modell machte jedenfalls Schmatzgeräusche (Fett).
Bei dem Kowa ist für den Interessenten in jedem Fall zuvor die Augenmuschel zu testen. Die muss man mögen und sie muss auf Grund der Dimensionierung passen. Ferner kann die reflektierende augenseitige untere Fassungskante der Augenmuschel Reflexe hervorrufen. Details, die man auf einer Messe oder vor der Ladentheke nicht ausarbeiten kann. Faktor Beobachter wieder mal ohne Berücksichtigung.
Bildvergleiche der Verarbeitung auf Anfrage.
Das Kowa ist größer als Leica und Zeiss, welches der größeren Hand sehr entgegenkommen kann.

In Summe aber und um es abzukürzen, ein gutes Glas.
 
@ Uwe,

ich habe heute neue Unterlagen über FG´s bekommen. Dein Swaro SLC 7x50B ist auch dabei. Wenn du möchtest, ich sende dir gern das TDB als PDF. SO bekommst du einige Hintergrundinformationen, wenn du sie nicht bereits schon vorliegen hast.
 
Wenn nun Geld kein Thema wäre, Freihändigkeit Bedingung sei, und Mond/Planeten/Galaxien ernsthaft im Blick sind, wage ich die ganz theoretische Behauptung, dass das Zeiss 20x60 S das beste Glas ist.

Das M81-M82-Paar, z.B., müsste von diesem Glas in einer Weise gezeigt werden, die kein anderes Freihandglas erreichen kann. Ebenso halte ich es für denkbar, dass bei Opposition zwischen Saturn und seinen Ringen durchgeschaut werden könnte. Bei den Jupitermonden dürfte ein Farbdifferenzierung beginnen. Das Trapezium in M42 könnte aufgelöst sein.

Ganz praktisch gefragt: hat jemand Erfahrung am Sternhimmel mit diesem Glas?

CS, Christopher
 
Ja, würde mich auch interessieren. Auch wie dieses Zeiss im Vergleich zu den IS Gläsern von Canon abschneidet: AP, und so weiter.
 
Hallo Christopher, ich glaube mal irgentwo gelesen zu haben, das die Stabilisierung nicht mehr funktioniert, wenn das Glas aus der horizontalen noch oben verkippt wird...? Es gibt sicher auch noch andere gute Gläser. Ich bin selber immer etwas vorsichtig mit der Aussage
"das Beste ist ..."
herzliche Grüße!
Gerda
 
@Gerda: "das Beste" war mit leichtem Schmunzeln gemeint (toungue in check, wie die Engländer sagen) und bezog sind auf die Eingangsfrage, die ganz unbescheiden vom "Absoluten High End" spricht. Aber Hand aufs Herz: was kann FREIHÄNDIG mehr zeigen - Weitfeld beiseite - als ein stabilisiertes 20x60?
Ich habe zu den Canon ISs auch irgendwo gelesen, dass die Fokussierung schwimmen kann, wenn das Glas nach oben geschwenkt wird. Bei meinem 15x45IS war das noch kein Problem, aber ich habe auch nicht systematisch danach gesucht.

@Frank: Was AP betrifft, ist es für sämtliche Stabi-Gläser charakteristisch, dass sie eine AP um 3mm herum haben. Größte AP erreicht das Canon 10x42 mit 4,2 (ein Ausreisser), kleinste das Fujinon 16x40 mit 2,5 (ein extrem seltenes Glas). Die ursprüngliche Canon-Reihe hielt konsequent 3mm ein: 8x25, 10x30, 12x36, 15x45. Ditto das Nikon/Fujinon 12x36 und 14x40, und eben das Zeiss 20x60.
Das macht diese Gläser so praktisch für die Mehrzahl von uns, die wir doch in leicht bis stark lichtverschmutzen Lagen leben: an meinem Wohnort, nur 10-20 km von mehreren größeren Stadt-Lichtglocken entfernt, ist 3mm AP ein Idealmass - APs über 4mm sind oft störend zu viel.

CS, Christopher
 
Aus meinen Unterlagen (Sonderdruck zum 20x60) geht hervor, dass das Glas unter Berücksichtigung der Anwender für Naturschutz (schwierig zu beobachtende Nester wie z.B. Baumkronen) Flugsicherung, Bauingenieurwesen u.a. konzipiert wurde. Es darf also angenommen werden, das somit eine recht hohe Abweichung der Normbeobachtungslinie vom Einsatzzweck nahe liegen. Zumal die Schnitt,-und Konstruktionsbilder den Schluss zulassen, das die Kompensation der Handunruhe ohne Anschlag vom monolihtischem Federgelenk abhängt. Die Konzeption wäre m.E. auch sonst sehr unsinnig, wenngleich ich nicht in Abrede stellen will, dass annähernd Zenitlage oder gleichgelagerte Neigungen das System aussetzen. Die Prismenaufhängung inkl. dem Federgelenk lässt aber den Zweifel auf dem ersten Blick nicht zu. Ich werde mal nachfragen.
 
Zitat von MikeS55:
also ich fand das "kleine" Kowa war von der Spitze nicht so weit entfernt. Gar eigentlich gleichwertig. Vom optischen meine ich. Auf der ATT konnte man sehr schön vergleichen mit Zeiss, Leica, Swaro und anderen.
Hallo Mike,

dein Eindruck ist nicht falsch. Ich habe das Kowa Genesis 8x33 nun schon zwei Jahre und bin sehr zufrieden. Hier nur kurz meine Erfahrungen:
Das Kowa hat ein helles, scharfes und recht farbneutrales Bild. Die Abbildung ist sehr kontrastreich und fast ohne (!) Farbsäume. Die Schärfe fällt nur langsam zum Rand des Gesichtsfeldes ab. Mit Gegenlicht kommt es gut zurecht und es gibt dabei keine störenden Reflexe. Der Einblick mit Brille und vollständig hineingedrehten Augenmuscheln funktioniert tadellos, das gesamte Gesichtsfeld lässt sich so problemlos überblicken. Der Einblick ohne Brille und herausgedrehten Augenmuscheln ist genauso gut. Kidney-Beaning gab es in beiden Fällen nicht.
Das Glas liegt sehr gut in der Hand. Die Gummierung empfinde ich als sehr angenehm, nicht zu weich und nicht zu hart. Der Dioptrienausgleich befindet sich am rechten Okular. Das gefällt mir persönlich besser, als eine Einstellung an der Fokussierwalze. Die Fokussierwalze hat mich übrigens besonderes begeistert. Sie besteht aus Metall, hat den richtigen Durchmesser und ein feines Profil. Sie läuft nicht zu leicht, ohne Spiel und absolut ruckelfrei. Auch die Knickbrücke geht angenehm schwer und kann sich praktisch nicht versehentlich allein verstellen. Die Gummierung und die Drehaugenmuscheln sind bei den Spitzenmodellen von Zeiss/Leica/Swarovski/Nikon etwas perfekter, aber beim Preis des Kowa kann ich diese kleinen Unvollkommenheiten tolerieren. Für mich ist es das beste Glas für einen Preis von unter 1000 €. Es gibt einen Erfahrungsbericht »Ferngläser der 8x32 Klasse« von Holger. Die Einordung des Kowa würde ich auch so sehen.

Am Sternenhimmel habe ich es bisher nur kurz eingesetzt, weil ich hier größere Öffnungen bevorzuge. Aber auch da macht es einen guten Eindruck.
 
Hallo Ralf,

danke Dir für die Beschreibung!

Ich denke man macht mit dem Kowa einen guten Kauf. Ich denke auch daß man nicht so ganz perfekte Gummierungen und Augenmuscheln tolerieren kann wenn man sich auf das wesentliche beschränkt.
Davon einmal abgesehen sind auch die Materialien der großen Drei nicht immer perfekt.

Hallo Dominique,

Auch Dir ein Dankeschön.
Mich überrascht ein wenig daß Du bei dem Kowa von einem "trüben" Bild schreibst. Evtl zurückzuführen auf Serienstreuung (?).
Ich hatte mal zwei Zeiss Victory 10x56 FL zur Ansicht. Völlig unterschiedliche Abbildungen!

Gruß

Mike
 
Mich überrascht ein wenig daß Du bei dem Kowa von einem "trüben" Bild schreibst.

Hallo Mike,
was soll ich auch anderes schreiben, außer das, was ich aus dem unmittelbaren Vergleichen mit Zeiss und Leica festgestellt habe?
Im Übrigen ist diese Feststellung sicher wie immer subjektiv, bestätigt sich aber bei Anwendern, die das KOWA einem A-B-C Vergleich gegenüberstellten. Googeln.
Es sei denn, der Tester ist von vorherein ein "Premiumfeind", der nur einen Anlass sucht, um die Voreingenommenheit bestätigt zu sehen, die aber tatsächlich nicht vorhanden ist.

Mir persönlich ist´s völlig egal um welches Glas es sich handelt, ich behaupte von mir, dass ich unabhängig vom Logo beurteile. Und man kann und darf Optik und Mechanik sicherlich voneinander trennen, doch für mich nicht trennbar. Denn gerade bei DK Gläsern ist diese maßgeblich für dessen Leistung umfänglich mit verantwortlich.
Welchen Grund gäbe es, bei einem Test den Preis in der Beurteilung mit einzubeziehen? Das stockt nur die Erwartungshaltung auf, ich neutralisiere lieber und frage mich wenn überhaupt am Ende, was und warum das Produkt jenen Preis aufweist und ob dieser dem evtl. schwächeren Kandidaten gegenüber gerechtfertigt ist. Das ist aber für die nüchternen Sachverhalte zweitrangig.
Kleine Anmerkung noch: KOWA, und fast üblich bei einigen asiatischen FG´s, haben eine max. Augenweite, die ca. grob geschätzt für 10-25% von uns Europäern nicht nutzbar ist. Die Asiaten haben eine andere Augenweitenanatomie. Vll. hat sich das bereits geändert, doch gesellt sich dann zudem die für mich weitaus viel zu dicke Augenmuschel hinzu.
Tolerieren kann man alles, wie du sagtest, doch ich werte immer seitens der Praktikabilität und da wiegt das Unwesentliche teils groß auf. Z.B. Diop.-Einstellung extern des MT. Meine Sicht auf Alltagstauglichkeit lasse ich außen vor, versuche aber aber alle Anwendervarianten (z.B. fam. Gemeinschaftsnutzung = evtl. Brillenträger + Nichtbrillenträger mit leicht diff. Sehschwäche) einzubeziehen und zu bewerten. Dann sieht so eine externe (evtl. hakelige) Diopt-Einstellung in der Bewertung ganz anders aus. Wenn er ein "Dickschädel, seine Frau aber eine "Slimversion ist, kann er sich in die Augenmuscheln verlieben, sie hingegen wird die Scheidung einreichen. Schönrechnerei mit falschen Zahlen liegt mir nicht.
Wie erwähnt, dass KOWA ist ein tolles Glas, auch ohne dein Fragezeichen reicht es aber nicht summenbetrachtend in die Spitze.
Summe = Optik, Mechanik, Materialien, Verarbeitung, Gewicht, Größe (durchschn.-Flossengröße), Konzept, Bedienung, Zubehör, Doku, Service etc.
 
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