Achtung, die Ungaren kommen (Gemini-53F)

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Hallo die Runde ;)

Den Reibradantrieb gibts bei uns auf der Volkssternwearte
in Linz schon fast 20 Jahre ohne Problemme,
zuerst am 400er Cassegrain
u.seit ca´10 Jahren am 500er.Da kannst du suchen so lange du willst
es gibt nichts besseres, nur die Motoren kosten ein Schweine-Geld.
 
Hi Martin,

alte Besen kehren gut! ;-) Klar hat der Friktionsantrieb Vorteile ggü. einem Schneckenradantrieb. Aber Du vergleichst hier ne Kehrmaschine mit nem Handfeger, von daher etwas Off-Topic.

CS
 
Hallo Gerrit,

Tommy hat mir SMSt, dass ich die Forum mitlesen soll.

In Zeiten des demographischen Wandels könnte das ein Argument sein. Aber echt und ernsthaft: Den Satz muß man sich echt mal auf der Zunge zergehen lassen. Euch Händlern gehen nie die Argumente aus :-) :-) Einfach fantastisch. Ich glaube die meisten von uns wissen, daß eine Montierung kein Teleskopkran ist.

Es tut mir Leid, aber mein deutsch ist zu wenig dazu den wah(re)n Sinn Deiner Frage zu erahnen :-).
Die oben gestellte Fragen IN DIESEM FORM sind einfach unbeantwortbar. Es kommt nicht (nur) auf die System an, sondern das verwendete Material und die Kräfte.

András hat genug Zeit dafür verwendet (und auch genug Erfahrungen hat), dass er spezial-Materialian (Stahl, aber welche???) und -Lösungen für Reibradbetrieb verwendet. Ich bin sicher, dass er mit fast 30-jahren Markterfahrung keine Montierung an den Markt bringen wird, welche kurze Lebensdauer hat.

Grüße aus der Flughafen von Dubai richtung China:

lajos
 
Hi Laojos,

an Andras Fähigkeiten spielen hier doch gar keine Rolle. Und an der Produktidee ist ja erstmal nichts auszusetzen. Sie ist schon zu begrüßen.

Lajos, hier wird von Euch das Argument gebracht, daß ein Friktionsantrieb weniger Verschleiß aufweist, als ein Schneckenradantrieb. Das mag sein. Wenn wir alt genug werden, dann bekommen wir das vielleicht noch mit an unseren Montierungen. Ich finde das ein bißchen weit hergeholt. Ich hab hier ne Montierung stehen, die vor 15 Jahren das Licht der Welt erblickt hat und der PE ist noch genauso hoch wie damals.
Da hätte ich von Profies andere Argumente besser gefunden:
- Einstellung der Schneckentriebe
- Verschmutzung / Fetten/ Entfetten/Fetten.

Teleskopkran: I.d.R. haben die Besitzer ihre Montierungen schön ausbalanciert. In diesem Zustand kann man eine Schnecke (falls die Rutschkupplungen geklemmt sind) noch leicht mit der Hand drehen. D.h. im Nachführbetrieb hat ein Schneckenradantrieb nicht soviel Last, das ein auffälliger Verschleiß feststellbar wäre. Späne hab ich bisher noch nicht unter der G41 wegkehren müssen. Und das 15 Jahre alte Fett von meiner Siders war auch noch so honigfarben wie damals. Wenn Verschleiß feststellbar wäre, dann an der Verfärbung des Fetts.

..Fast 30 Jahre?...Das hätte ich jetzt nicht gedacht...

Ich hoffe der Flug hat weniger Turbulenzen.

;-)
CS
Gerrit
 
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Hi Gerrit,

ja wir sind gut nach China angekommen und den ersten Tag voll ausgeschöpft. Das ist aber offtopic.

> ..Fast 30 Jahre?...Das hätte ich jetzt nicht gedacht...
Die 30 Jahren sollst Du so verstehen, dass András (wir sind fast die gleiche Jahrgänge) seit seinem 15. Lebensjahr durch "Mini-Erfindungen" mit Astro-Technik beschäftigt. Freilich war er 23, als er sein Ingineaur-Diplom am Budaer Donauufer (TU) gemacht hat - 2 Jahre später, als ich mein Astrophysiker Diplom an der "Pester" Uferseite der Donau (WU).

Der Verschleiß beim Reibrad ist durch ein Kupplungmechanismus minimiert. Der Reibrad kann zwar immer wieder rutschen, jedoch der "Verschleißgefahr" durch o.g. Kupplungmechanismus, und VOR ALLEM durch der Verwendung eine richitige (und teuere) Stahlsorte minimalisiert.

Bitte habt Verständniss, dass alle "warum eben so?" fragen nicht beantwortet werden können/dürfen - die bleiben András Betriebsgeheimnisse.

CS: aus China (hier ist smog...)

lajos

ERGÄNZUNG:
Also Eure Ängste, welche von folgende Gedankenweise kommt: "ein Reibrad desto weniger ruscht, je mehr es an die Oberfläche angepresst ist. Gleichzeitig sind aber die Kräfte an die Motorachse auch größer, welche vorzeitige Problemen führt" kann ich wegnehmen.
Bei G53 sind eben der Reibrad und die Motorwelle zwei einheiten. Der Anpressdruck bezieht sich an den Reibrad, welcher aber durch ein Kupplung mit der Motor verbindet ist. Der Andruckkraft wirkt also NICHT direkt an die Motorwelle. Und was erst rutscht ist, das ist die Kupplung und nicht das Reibrad. Der Reibrad wird auch sicher irgendwann (seeehr selten) rutchen, nicht aber so oft, dass es einer Verschleiss-Erscheinung führt.

zeichnen wäre einfacher als beschreiben...

Na, ich gehe schlafen, hier ist bereits 6 Stunden spater als in Austria.

Grü;;ße: lajos
 
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..so, dann klink ich mich mal aus...
 
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Hallo Astrofreunde,

nur noch eine Anmerkung wegen Verschleiß-genauigkeit:

Pulsar-2 hat einen Selbstdiagnostik Menüpunkt. Diese lässt beide Achsen ca. 60 Grad hin und zurückfahren, inzwischen die Encoder messen die genaue WAHRE Winkel. Dadurch kann die optimale Untersetzung immer wieder aktuell ermittelt werden (wenn z.B. den Reibrad nach ein-paar Jahren einige Mikron von seinem Durchmesser doch verliert).
Dank der 256-er Mikrostep-Untersetzung lässt sich die genaue Laufgeschwindigkeit sehr genau einstellen. Dieser ermittelten Wert lässt sich aber zusätzlich auch manuell konfigurieren: die letzte zwei Digits können händisch weiter korrigiert werden, wenn jemand darauf Wert legt (umgerechnet ein paar Sekunden "Feintuning" pro Tag - sonst wird dieses Geschwindigkeitsunterschied von Encoder korrigiert).

PS: Falls G53f gleichzeitig mit einer Pulsar-2 Steuerung bestellt wird, wird die Pulsar-2 direkt an die dazuhörende G53f vorprogrammiert bzw. angepasst.

CS: lajos
 
Hallo Sternfreunde,

heute sind die ersten zwei G53F in die Steiermark gekommen. Gerade bin ich beim einstellen der Parameter und erster Tests. Erster Eindruck: sehr leise und ein richtiges Leichtgewicht. Dabei sehr sehr solide (wer die G42 kennt weiß wie solide gebaut diese Montierungen sind).

beim Trockentest:

http://astrostyria.at/uploads/G53F_2.jpg
http://astrostyria.at/uploads/G53F_3.jpg

Bei den langsameren Geschwindigkeiten ist der Reibrandantrieb vollkommen lautlos, schon gespenstisch, wenn man nicht hört dass die Motoren arbeiten.

Vielen Dank an Lajos und Tommy, die sogar schneller liefern konnten als ausgemacht war!

Viele Grüße

Daniel
 
Hallo zusammen,

Zitat von Engl_Thomas:
Besteht die Chance, dass es solch ein Montierung mal eine Stufe kleiner geben wird (Tragfähigkeit 20kg)????

Auf der AME'11 habe zu Ohren bekommen, dass es möglicherwiese einen kleineren Bruder der G53f geben könnte!?
Diese Monti soll "Stabi" heißen, um die 35kg tragen und unter 20kg Eigengewicht aufweisen. Der Preis wurde mit 2990€ beziffert. Ein Prototyp dieser Stabi war am Stand des Herstellers auch schon vorhanden. Diese würde dann in der Klasse der Losmandy G11 mitspielen und wäre auch ziemlich gut dimensioniert.
Kann man in dieser Hinsicht noch etwas erwarten, oder ist das Projekt mittlerweile auf Eis gelegt?

Gruß,
Stefan
 
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