Serenitatis
Aktives Mitglied
Hallo Astros,
eine Frage an Euch:
Ist die sog. Äquivalentöffnung von Ferngläsern quantifizierbar?
Gibt es vielleicht sogar eine Formel, die Öffnung, Transmission, AP etc. berücksichtigt?
Hintergrund, der uns Astros ja bekannt ist: Durch das beidäugige Beobachten wird dem Nutzer eines Fernglases weit mehr Licht zugeführt, als es beim einäugigen Beobachten an einem Instrument derselben Öffnung der Fall ist. Oder anders ausgedrückt: Der Informationsgehalt jener visuellen "Daten", die im Gehirn des Fernglasbeobachters verarbeitet werden, liegt weit über dem Informationsgehalt jener visuellen "Daten", die der einäugige Beobachter erfassen und verarbeiten kann.
In einem älteren Artikel von 1993 in SuW (C. Wolf, SuW 1993, S. 381) ist zu lesen: "... Ein guter 100-mm-Feldstecher sollte jedoch zwischen 80 und 90 % des auftreffenden Lichts transmittieren und weist zwei Öffnungen auf, womit die Äquivalentöffnung bei etwa 130 mm liegt. ..."
Der Autor C. Wolf vergleicht hier mit einem SC, dessen Transmission deutlich unter der des verglichenen 20x100-Glases liegt. Kann von "Äquivalentöffnung" nur gesprochen werden, wenn mit einem konkreten Instrument verglichen wird?
Von welchen Faktoren ist die sog. Äquivalentöffnung abhängig? Natürlich von der Öffnung, sicher von der Transmission, die das Fernglas leistet und sicher auch von der AP, die Objekte kontrastreicher (bei AP < 5 mm) oder weniger kontrastreich (bei AP 6-7 mm) vor dem Himmelshintergrund erscheinen lässt.
Wo liegt die sog. Äquivalentöffnung eines 50er-Glases, wo die eines 100er-Glases und wo z.B. jene der seltenen Fujinon 150er-Gläser? Über diese schreibt M. Birkmaier in seinem Katalog: "... So konnten wir am Großglockner im 25x150 den Pferdekopfnebel beobachten - ohne H-Beta-Filter! Einäugig war ein 20-Zöller nötig."
Leider habe ich unter Alpenhimmel noch nicht durch dieses Traumglas schauen können (man darf ja träumen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ) Das würde auf eine nicht-lineare Kurve hindeuten, wenn mit einem 25x150-Glas das beobachtet werden kann, was mit einem 50-cm-Spiegel plus Filter gesehen werden kann?!
Freue mich auf Eure Antworten!
CS
Serenitatis
eine Frage an Euch:
Ist die sog. Äquivalentöffnung von Ferngläsern quantifizierbar?
Gibt es vielleicht sogar eine Formel, die Öffnung, Transmission, AP etc. berücksichtigt?
Hintergrund, der uns Astros ja bekannt ist: Durch das beidäugige Beobachten wird dem Nutzer eines Fernglases weit mehr Licht zugeführt, als es beim einäugigen Beobachten an einem Instrument derselben Öffnung der Fall ist. Oder anders ausgedrückt: Der Informationsgehalt jener visuellen "Daten", die im Gehirn des Fernglasbeobachters verarbeitet werden, liegt weit über dem Informationsgehalt jener visuellen "Daten", die der einäugige Beobachter erfassen und verarbeiten kann.
In einem älteren Artikel von 1993 in SuW (C. Wolf, SuW 1993, S. 381) ist zu lesen: "... Ein guter 100-mm-Feldstecher sollte jedoch zwischen 80 und 90 % des auftreffenden Lichts transmittieren und weist zwei Öffnungen auf, womit die Äquivalentöffnung bei etwa 130 mm liegt. ..."
Der Autor C. Wolf vergleicht hier mit einem SC, dessen Transmission deutlich unter der des verglichenen 20x100-Glases liegt. Kann von "Äquivalentöffnung" nur gesprochen werden, wenn mit einem konkreten Instrument verglichen wird?
Von welchen Faktoren ist die sog. Äquivalentöffnung abhängig? Natürlich von der Öffnung, sicher von der Transmission, die das Fernglas leistet und sicher auch von der AP, die Objekte kontrastreicher (bei AP < 5 mm) oder weniger kontrastreich (bei AP 6-7 mm) vor dem Himmelshintergrund erscheinen lässt.
Wo liegt die sog. Äquivalentöffnung eines 50er-Glases, wo die eines 100er-Glases und wo z.B. jene der seltenen Fujinon 150er-Gläser? Über diese schreibt M. Birkmaier in seinem Katalog: "... So konnten wir am Großglockner im 25x150 den Pferdekopfnebel beobachten - ohne H-Beta-Filter! Einäugig war ein 20-Zöller nötig."
Leider habe ich unter Alpenhimmel noch nicht durch dieses Traumglas schauen können (man darf ja träumen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ) Das würde auf eine nicht-lineare Kurve hindeuten, wenn mit einem 25x150-Glas das beobachtet werden kann, was mit einem 50-cm-Spiegel plus Filter gesehen werden kann?!
Freue mich auf Eure Antworten!
CS
Serenitatis