ärgerliches Geschäftsgebaren bei Privatverkäufen

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Für mich persönlich viel nerviger als unnötige schwierige Preisfindungen, sind potentielle Käufer, die nach ellenlanger und allumfassender Grundlagenberatung dann doch unter fadenscheinigen Argumenten absagen. Denn sowas kostet richtig Zeit...

Gruß Horst
 
und kann sich sein Auto also in 14 Jahren kaufen.
Hallo Sebastian,

ich sprach eigentlich davon...
...man kann das ganze natürlich auch ins Unendliche dehnen aber das meinte ich nicht!

Spätestens seit dem Internethandel haben viele Leute das Gefühl es müsste alles gleich und jetzt verfügbar sein, am besten morgens bestellen und nachmittags geliefert, da sind schon 3-4 Wochen eine Ewigkeit die einfach nicht durchzuhalten ist wenn der Artikel erst bestellt werden muss und nicht gleich verfügbar ist.
Bei Artikeln die erst in 14 Jahren erreichbar sind ist das natürlich eine andere Ausgangslage, die allgemeine Lebenszeit hat halt auch ihre Grenzen.

Andreas

P.S. Träume/Wünsche können die unterschiedlichsten Motivationen haben, die Einen benötigen nur genug Kohle (und sei es durch ein Erbe) um ihren Wunsch zu erfüllen, die Anderen möchten aktiv mitgestalten z.B. um ihr Haus zu bauen was den emotionalen Wert natürlich nochmal deutlich steigert, unabhängig davon ob sie genug Kohle haben sich ein anderes, gleichwertiges Haus zu kaufen, Traumerfüllung ist halt nicht immer eine Geld und Zeitfrage.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
auch wenn ich einen Interessenten als unverschämt empfinde versuche ich meine Höflichkeit nicht zu verlieren.
Ich bleibe ich höflich und antworte möglichst gelassen.
Unverschämte Menschen begegnen uns überall. Ich stelle mich nicht auf diese Stufe in dem ich ins gleiche Horn blase. Ich bin eher erschrocken über das gezeigte Verhalten.
Ich sehe es mehr als "Ausrutscher" bei Einem von Vielen.
Da stimme ich Dietmar zu: Hier im Forum ist der Umgangston zum wohlfühlen und bleiben. Ich bin begeistert was hier an Fertigkeiten und Wissen gezeigt wird.
Käufe und Verkäufe sind für mich Randerscheinungen und sollten nicht zu hoch gewertet werden auch wenn es manchmal ärgerlich ist.
Ich sehe auch das mein persönlicher Wert manchmal über dem "Marktwert" steht und kann deshalb nicht immer Zustimmung erwarten.

CS und Grüße
Harald
 
Servus,
da tut sich ja einiges....
Hatte nicht das Gefühl, dass bei den Erlebnissen die ich hatte die Nachfrage sehr groß war. War eher so, dass es jeweils etliche Preissenkungen des Anbieters bei der Kleinanzeige gab, dann versucht wurde, weil sich ja endlich jemand ernsthaft interessiert, zu versuchen, doch noch mehr aus dem Verkauf rauszuholen.

CS
Gotfried
 
Hallo Gottfried!
War eher so, dass es jeweils etliche Preissenkungen des Anbieters bei der Kleinanzeige gab, dann versucht wurde, weil sich ja endlich jemand ernsthaft interessiert, zu versuchen, doch noch mehr aus dem Verkauf rauszuholen.
Das mit den Preissenkungen wertet jeder irgendwie anders, wie wir hier sehen. Verboten ist das natürlich nicht.
Aber wenn ich irgendwann ein Angebot annehme und mir dann gesagt wird, es koste nun doch mehr oder ich für Bestandteile des Angebotes nun plötzlich extra bezahlen soll, dann ist das nicht rechtens. Wenn einer etwas anbietet und du das Angebot annimmst, ist ein Vertrag entstanden. Und der gilt zunächst mal genau so. Der Verkäufer kann bei groben Irrtümern (Teleskop für 100,- statt 1000,-€ weil er eine Null vergessen hat) den Vertrag wegen Irrtums anfechten, aber normalerweise muss man sich eben an sein Angebot halten.
Harald hat natürlich recht, dass wüste Beschimpfungen nicht der richtige Weg sind, aber die Zusammenhänge würde ich dem Anbieter doch einmal freundlich darlegen und je nach Größe der Summe (oder meines Ärgers) würde ich mich vielleicht sogar anwaltlich beraten lassen. Da steht dann eventuell Schadensersatz im Raum, wenn der Verkäufer stur bleibt.

Gruß
Sebastian
 
Servus Sebastian,

die rechtlichen Hintergründe sind mir klar. Aber es geht hier um ein Hobby, und ich habe noch nicht mal beruflich Lust auf juristische Auseinandersetzungen.

Wenn ich was für 1000 Euro anbiete, werde es nicht los, gehe ich halt auf 900,-
Wenn das nicht klappt weiter. Dann muss ich halt irgendwann überlegen, ob ich es nicht lieber behalte, oder verschenke oder was auch immer.

Hab jetzt auch keine Lust, diese Anbieter hier an den Pranger zu stellen, was ich könnte. Mir täte es schon taugen, wenn alle wieder etwas bodenständiger, normaler würden.

CS
Gottfried
 
[...]Umgekehrt gibt es das ja auch, aber viel häufiger, die sog. "Auktion rückwärts". Der Verkäufer setzt den Preis zu hoch an und es meldet sich kaum Jemand. Also setzt der den Kaufpreis kontinuierlich nach unten bis sich ein Käufer findet. So etwas sehe ich hier recht häufig, teilweise über Wochen ja sogar Monate. [...]
Das ist doch völlig normal...
Der verkäufer bildet für sich einen preis und macht dem markt damit ein angebot.
Reagiert der markt ist alles gut und ein (ver)kauf kommt zu stande.

Reagiert der markt nicht, muss sich der verkäufer entscheiden ob er kurz- oder langfristig einen verkauf tätigen möchte.

Will er kurzfritig sein angebot realisieren - seine ware verkaufen, dann geht er schneller mit dem preis nach unten.
Falls der verkäufer jedoch zeit hat, dauert es eben wochen oder monate bis sein angebot (gleicher oder fallender angebotspreis)
eine passende nachfrage am markt trifft...

Zum einen ist es doch unwahrscheinlich immer einen korrekten preis anzusetzen und zum anderen muss ja auch ein
passender käufer gerade verfügbar sein.
 
Das ist doch völlig normal...
Der verkäufer bildet für sich einen preis und macht dem markt damit ein angebot.
Reagiert der markt ist alles gut und ein (ver)kauf kommt zu stande.

Reagiert der markt nicht, muss sich der verkäufer entscheiden ob er kurz- oder langfristig einen verkauf tätigen möchte.

Will er kurzfritig sein angebot realisieren - seine ware verkaufen, dann geht er schneller mit dem preis nach unten.
Falls der verkäufer jedoch zeit hat, dauert es eben wochen oder monate bis sein angebot (gleicher oder fallender angebotspreis)
eine passende nachfrage am markt trifft...

Zum einen ist es doch unwahrscheinlich immer einen korrekten preis anzusetzen und zum anderen muss ja auch ein
passender käufer gerade verfügbar sein.

Völlig richtig! Ich verstehe die Verwunderung oder die Verärgerung einiger User nicht wirklich. Ärgerlich ist doch nur, wenn ein Verkäufer einen Preis in sein Inserat schreibt und sich anschließend nicht mehr daran halten will. Das ist mir aber noch nie passiert. Schwankende Preise bei Artikeln, die schon länger inseriert werden, finde ich dagegen völlig in Ordnung.

Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage ermittelt und zwischen Verkäufer und Käufer direkt ausgehandelt oder eben still über die Preisschilder und die Reaktion der potenziellen Interessenten darauf, wie Du richtig erklärt hast. Der Preis sinkt, wenn es keinen Interessanten gibt. Er kann steigen, wenn der Verkäufer es sich zwischenzeitlich anders überlegt hat, BEVOR ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen ist. Dieser ist übrigens nicht schon dadurch zustande gekommen, dass jemand dem Verkäufer per PN mitteilt, dass er den Artikel gerne kaufen würde. Dies ist zunächst mal ein Angebot des potentiellen Käufers an den Verkäufer, den Artikel zu dem angegebenen Preis kaufen zu wollen. Denn der Verkäufer kann unabhängig vom Preis entscheiden, WEM er den Artikel verkaufen möchte. Erst mit der Bestätigung des Verkäufers ist der Kaufvertrag zustande gekommen.

LG Olaf
 
Ich will mit meinem Beitrag Niemanden dafür kritisieren, dass er den Markt falsch einschätzt, sondern aufzeigen, dass die Tendenz besteht, einen steigenden Preis (“Auktion”) tendenziell als “ärgerliches Geschäftsgebaren” aufzufassen, einen fallenden Preis (“Auktion rückwärts”) aber als eher normal anzusehen.

M.E. kann Beides als normal angesehen werden, sofern im Angebot steht, dass es sich um eine VHB oder Preisidee handelt. Ärgerlich wird es doch dann, wenn "Festpreis" im Angebot steht und man als Interessent dann plötzlich erfährt, dass es teurer sein soll. Auslöser ist aber auch hier oft, dass der Anbietende den Markt falsch eingeschätzt und den Preis zu tief angesetzt hat.

Abhilfe könnte schaffen, dass Anbieter, die unsicher über den Preis sind, klar im Angebot schreiben, dass es sich um eine Preisidee (oder radikaler: um eine Auktion, Verkauf an Meistbietenden, etc.) handelt. Nachteil ist, viele Interessenten mögen Auktionen eher nicht. Zudem wissen Anbieter nicht immer im Voraus wie falsch sie mit ihrem Festpreis liegen, denn erst ihr Angebot "testet" bei eher seltenen Artikeln den Markt.

Wer es sich leisten kann vermeintliche nimmt "Verkaufsverluste" eben hin, die Anderen müssen sich halt den Vorwurf des ärgerlichen Geschäftsgebarens gefallen lassen wenn sie ihre Angebote nicht entsprechend kenntlich machen.

VG, Thomas
 
.E. kann Beides als normal angesehen werden, sofern im Angebot steht, dass es sich um eine VHB oder Preisidee handelt. Ärgerlich wird es doch dann, wenn "Festpreis" im Angebot steht und man als Interessent dann plötzlich erfährt, dass es teurer sein soll. Auslöser ist aber auch hier oft, dass der Anbietende den Markt falsch eingeschätzt und den Preis zu tief angesetzt hat.
Hallo,

meine Erfahrung nach ist eine falsche Markteinschätzung nicht mehr machbar. Kann mir bei den großen und auch kleineren Onlinehändlern die Neupreise der zu verkaufenden Teile ansehen, und je nach Alter, Abnützung, etc. entsprechend den Verkaufspreis festsetzten. Z.B. 90% bei 1 Monat altem Bauteil noch nicht mal benutzt weil fehlkauf, wenn es nicht zurückgegeben werden kann, 50-60% bei gut erhaltenen gebrauchten Astroteilen, 20% oder Verschenken bei Gurken zum Basteln und Spielen für die Kinder, etc.

Bei Käufen und Verkäufen bin ich so immer gut gefahren. Es ist nur darauf zu achten, dass mann nicht auf zu gute Schnäppchen reinfällt, und bei Dingen ohne Ahnung sollte man sich beraten lassen z.B. durch Astrokollegen vom hießigen Verein.

CS und LG Mario
 
Kann mir bei den großen und auch kleineren Onlinehändlern die Neupreise der zu verkaufenden Teile ansehen, und je nach Alter, Abnützung, etc. entsprechend den Verkaufspreis festsetzten.
Ja, das denke ich zwar auch, aber viele machen sich heute um sowas gar keinen Kopf. Die stellen das einfach etwas unter Neupreis ein und gehen dann eben mit dem Preis runter. Irgendwann kommen Angebot und Nachfrage schon zusammen. Ist zwar am Ende vielleicht etwas mühsamer, als sich gleich einen gültigen Preis zu überlegen, aber was solls?
Andere wieder haben nur das Ziel, den ganzen Plunder endlich aus dem Haus zu haben und stellen das gleich entsprechend ein. Wenn Geld nicht so wichtig ist, ist das eine gute Methode Platz zu schaffen und die Käufer freuen sich, dass sie auch mal Glück hatten.
Ich kann mit allem Leben leben. Niemand zwingt mich außerdem zu kaufen, wenn mir die Nase des Verkäufers nicht gefällt. Lohnt sich eigentlich nicht, darum zu diskutieren.
Einzig, wenn nachträglich Preise verändert werden, ist das bedenklich und mindestens ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen der meisten Plattformen. Auch diese ganzen Betrügereien, die sich immer mehr breit zu machen scheinen sind wirklich die Pest. Dadurch kommt man sich selber schon zwielichtig vor, wenn man in sein Angebot reinschreibt, dass man nur gegen Vorkasse versendet. Es macht den Umgang mit den Interessenten auch irgendwie total unangenehm, wenn man merkt, wie die herauszufinden versuchen, ob man mir trauen kann. Und das obwohl ich ganz sicher niemals irgendwelche Betrügereien abziehen würde.

Gruß
Sebastian
 
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