refraktorblank
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Auf dieses Objekt bin ich im Jahr 2023 in einem S&T-Artikel gestossen, als jemand mit einem grossen Dobs diese sehr spezielle Galaxie beobachtet hat. Eine kleine Recherche hat gezeigt, dass dieses Objekt äusserst selten abgelichtet wird, der Grund dafür war mir nach einer ersten Testaufnahme mit 10min auch ziemlich rasch klar… Ich habe mich dann entschlossen, auf 20min Subs zu setzen und die Galaxie «nur» in schwarz-weiss zu fotografieren. Insgesamt sind dann 17h20min zusammengekommen, leider war der Ausschuss relativ hoch. Die erste brauchbare Aufnahme habe ich am 5.2.2024 gemacht, die letzte am 17.4.2026, in einem Zeitraum von über zwei Jahren. Der Zeitraum war auch deshalb so gross, weil ich in den guten dunklen und wirklich cirrenfreien Nächten auch anderes fotografieren wollte und selbst wohl bis zum Schluss nicht sicher war, ob ich dann etwas brauchbares aus den Subs herausholen kann.
Ein Problem bei der Bearbeitung war, dass ich in diesem Zeitraum den Mewlon reinigen liess und nicht immer die ganz passenden Flats mehr zur Hand hatte.
Technische Daten:
Sternwarte in ersten Berner Voralpen-Kette auf knapp 1600müM
Mewlon CR 250mm, reduziert mit dem Tak 0.72 Reducer auf rund 1820mm
SBIG ST8300, nachgeführt mit der SBIG STi
52x1200sec 1x1 bei -25°C -> 17h20min
Pixinsight mit BlurX und NoiseX
UGC 6614 (PGC 36122) im Leo gehört zu den seltenen Riesengalaxien mit sehr geringer Flächenhelligkeit (Giant Low Surface Brightness Galaxy). Die Galaxie zeigt eine helle zentrale Sternkonzentration, einen markanten Ring und weit ausladende, äußerst diffuse Spiralstrukturen, die fotografisch deutlich schwieriger nachzuweisen sind als der Kernbereich. Wissenschaftlich interessant ist neben ihrer enormen Ausdehnung auch ein aktiver Galaxienkern, der im Röntgenbereich nachgewiesen wurde. Die Galaxie ist etwa 300 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Der helle Vordergrundstern links der Galaxie ist HD 101195 (Spektraltyp K0, V≈8.6 mag) in einer Entfernung von rund 740 Lichtjahren.
CS!
Bernhard
Bernhard
Ein Problem bei der Bearbeitung war, dass ich in diesem Zeitraum den Mewlon reinigen liess und nicht immer die ganz passenden Flats mehr zur Hand hatte.
Technische Daten:
Sternwarte in ersten Berner Voralpen-Kette auf knapp 1600müM
Mewlon CR 250mm, reduziert mit dem Tak 0.72 Reducer auf rund 1820mm
SBIG ST8300, nachgeführt mit der SBIG STi
52x1200sec 1x1 bei -25°C -> 17h20min
Pixinsight mit BlurX und NoiseX
UGC 6614 (PGC 36122) im Leo gehört zu den seltenen Riesengalaxien mit sehr geringer Flächenhelligkeit (Giant Low Surface Brightness Galaxy). Die Galaxie zeigt eine helle zentrale Sternkonzentration, einen markanten Ring und weit ausladende, äußerst diffuse Spiralstrukturen, die fotografisch deutlich schwieriger nachzuweisen sind als der Kernbereich. Wissenschaftlich interessant ist neben ihrer enormen Ausdehnung auch ein aktiver Galaxienkern, der im Röntgenbereich nachgewiesen wurde. Die Galaxie ist etwa 300 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Der helle Vordergrundstern links der Galaxie ist HD 101195 (Spektraltyp K0, V≈8.6 mag) in einer Entfernung von rund 740 Lichtjahren.
CS!
Bernhard
Bernhard