Alignment und Guiding mit MGEN bzw StarAid Revolution

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Jürgen,

naja, wenn ich das richtig verstanden habe dann hast Du das Problem, dass Du beim Anfahren eines Objektes mittels GoTo das Zielobjekt mehr oder weniger "schlecht" triffst. Viele der bisherigen Tipps gingen in Richtung Alignment, aber in dem von mir verlinkten Thread wird eine rein mechanische Fehlerursache beschrieben, die zu ähnlichen Problemen wie von Dir beschrieben führt. Je nachdem welche Schwenks durchgeführt werden liegt man danach mehr oder weniger daneben und das wird bei zunehmend kleinerem Kameragesichtsfeld nicht besser, was mich sehr an Deine Problembeschreibung erinnert. Ein Winkelfehler, wie in dem Thread beschrieben, kann auch von der Steuerung nicht kompensiert werden, egal wie genau sie aligned sein mag.

Ein kleines Gedankenexperiment zur Verdeutlichung:
- Nehmen wir mal an die Auflage der vorderen Rohrschelle eines Refraktors ist etwas zu dick und der Refraktor schaut deswegen, sagen wir mal 1° höher als die Richtung in welche die Prismenschiene weist.
- Stellen wir uns nun vor die Gegengewichtsstange zeigt horizontal nach Westen und das Teleskop liegt auch horizontal und schaut in Richtung Süden / Horizont.
- Jetzt stellen wir uns vor, dass wir dort im Refraktor zufällig einen Stern auf dem Horizont liegen sehen ;-)
- Nun machen wir einen 180° Ra-Flip, die Gegengewichtsachse zeigt nun also nach Osten, der Refraktor schwenken wir runter nach Süden / Horizont und was sehen wir im Okular?
=> Nichts, denn wir schauen etwas unter 2° westlich an dem Stern vorbei (ok, bei kurzer Refraktor-Brennweite, langer Okularbrennweite und großem Gesichtsfeld sehen wir ihn vielleicht noch, aber höchstens ganz am Rand ;-).

Ich will damit sagen, dass man bei solch einer Fehlersuche nicht nur Software und Alignment im Auge behalten sollte.

Viele Grüße und viel Erfolg bei der Fehlersuche,
Reinhard

PS.: Der '53er ist ein sehr guter Jahrgang, bin selber einer ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Reinhard,
achso, nun verstehe ich das.
Hmm, ja, das mag sein, obwohl ich es doch eher auf nicht perfektes Alignment zurückführen würde.
Wenn ich ein Objekt mal zentriert habe und "Sync to Target" gemacht habe, dann kann ich hin- und herschwenken, wenn ich dann Goto Objekt mache,
kommt die Monti immer wieder perfekt an die gleiche Position.
Aber unabhängig von der Ursache würde ein PlateSolving das Objekt halt finden und zentrieren, worauf es mir letztendlich ankommt.

Viele Grüße
Jürgen
 
Hallo nochmal,

ja klar, spielen wir das Gedankenexperiment weiter und flippen wieder zurück, dann ist der Stern wieder wohlzentriert in der Mitte des Okular-Gesichtsfelds, es sei denn er ist weiter gelaufen ;-).

LG & CS,
Reinhard
 
Hallo Jürgen, sehr interessanter Thread hier, der mir in einigen Sachen sehr vertraut vorkommt. Auch ich wollte am Anfang erstmal visuell Astronomie machen und dann hat mich letztes Jahr doch der Virus mit der Astrofotografie infiziert (der andere Gott sei Dank nicht...). Nachdem ich die ganze Sache mit Polausrichtung und 1-, 2- oder 3-Star Alignment immer sehr lästig und auch nicht besonders zuverlässig fand, bin dann allerdings gleich mit einer ASIAir Pro gestartet, die ich hier im Marktplatz günstig bekommen habe. Mein restliches Equipment ähnelt Deinem: Eine riemenmodifizierte HEQ5, eine Canon EOS 1100D und eine ZWO ASI 183mm mitsamt Filterrad. Dazu noch ein EAF Fokussiere und zum Guide ein 50mm Sucher und eine ZWO ASI 120mm Mini. Meine Teleskop ist ein TS 115 f/7 Photoline Refraktor. Das alles steuert die ASIAir und ich bin sehr zufrieden damit.

Die Hauptvorteile aus meiner Sicht und in Bezug auf Deine ursprüngliche Frage:
- Einnorden macht jetzt Spaß - ich muss mich nicht mehr Verrenken, um durch den grusligen Polsucher zu Spechten, sondern mache das jetzt ganz bequem am iPad. Die ASIAir verwendet dazu die Hauptkamera. Du richtest das Teleskop Daumen mal Pi auf Polaris aus und startest die Routine. Die ASIAir macht ein Platesolving, rotiert das Teleskop um ca. 60° und macht noch ein Platesolving. Dann sagt sie dir ganz genau, um wieviel Grad, Minuten und Sekunden du die Montierung in Alt und Az verstellen musst. Während du das machst, schießt sie immer weiter Bilder und gibt ständig Feedback, ob du dich annäherst. Ist ein bisschen wie Topfschlagen :) - in der Regel brauche ich so 5-8 Minute dafür und bin dann nur wenige Bogensekunden vom Himmelsnordpol weg.
- Das Finden von Objekten funktioniert genauso einfach. Du tippst einfach ein, wohin Du willst (Messier, NGC etc.pp.) und die ASIAir fährt das Teleskop da hin. Wenn das im ersten Anlauf noch kein Treffer war, dann korrigiert sie mit Hilfe von Platesolving so lange, bis das Objekt wirklich genau zentriert ist. Bei mir hat das bislang immer geklappt, schnell und völlig ohne manuelles Eingreifen.
Alle weiteren Notwendigkeiten steuert die ASIAir auch: Fokussieren, Guiding, Aufnahmesequenzen usw. - zum Spaß und mal für Freunde und Familie kann man auch Live-Stacking machen, wo Deep-Sky-Objekte dann Schritt für Schritt immer besser am iPad sichtbar werden.

Also langer Rede kurzer Sinn: Ich würde Dir empfehlen, Dir das einmal anzuschauen, oder als flexiblere Alternative den Astroberry, der im Grunde genau das Gleiche macht, den man aber dann doch selbst konfigurieren muss. Ist ein bisschen wie mit Windows und Mac - wer gerne alles selbst konfiguriert und stressfest ist, der greift zum Astroberry und wer einfach etwas will, was gleich funktioniert, der greift hat zur ASIAir.

Im Vergleich zu Lösungen wie MGEN oder Staraid können die Raspberry-Lösungen (ASIAir und Astroberry) einfach viel mehr und sind sogar deutlich billiger - und sie machen (mir zumindest) viel Spaß. Das Hobby bietet auch mit solcher Automatisierung immer noch mehr als genug Herausforderungen, die es zu einem so schönen Zeitvertreib machen.

Clear Skies, Reinhard
 
Hallo Reinhard,
ja, AAP hatte ich ja zu Beginn durchaus auch mit auf der Liste der möglichen Alternativen.
Ausgeschieden ist die im Wesentlichen deswegen, weil es die AsiAir App nur für Android oder IOS gibt, aber nicht für ein Windows-Notebook, ich aber an allen drei Teleskopen Motorfocuser von Pegasus-Astro verbaut habe, für die es wiederum keine Steuerungen für Android gibt, sondern nur für Windows.

Daher bin ich jetzt bei einer Lösung angekommen, die das nur über das Windows-Notebook machen kann, ist allerdings nicht so ganz einfach umzusetzen, weil man doch einiges dazu erstmal verstehen muss. Dafür ist es aber eine deutlich kostengünstigere Lösung ;) .
CS
Jürgen
 
Hallo Reinhard,
ja, AAP hatte ich ja zu Beginn durchaus auch mit auf der Liste der möglichen Alternativen.
Ausgeschieden ist die im Wesentlichen deswegen, weil es die AsiAir App nur für Android oder IOS gibt, aber nicht für ein Windows-Notebook, ich aber an allen drei Teleskopen Motorfocuser von Pegasus-Astro verbaut habe, für die es wiederum keine Steuerungen für Android gibt, sondern nur für Windows.

Daher bin ich jetzt bei einer Lösung angekommen, die das nur über das Windows-Notebook machen kann, ist allerdings nicht so ganz einfach umzusetzen, weil man doch einiges dazu erstmal verstehen muss. Dafür ist es aber eine deutlich kostengünstigere Lösung ;) .
CS
Jürgen
Hallo Jürgen,
ja, das ist der einzige wirkliche Nachteil bei der AAP, dass sie - mit Ausnahme von DSLRs - faktisch nur Hardware von ZWO unterstützt. Und das macht den Umstieg für viele unattraktiv. Astroberry unterstützt meines Wissens sehr viel mehr Hardware. Aber gut, wenn Du jetzt eine Lösung gefunden hast!
CS
Reinhard
 
Hi Reinhard,
- Einnorden macht jetzt Spaß - ich muss mich nicht mehr Verrenken, um durch den grusligen Polsucher zu Spechten, sondern mache das jetzt ganz bequem am iPad. Die ASIAir verwendet dazu die Hauptkamera. Du richtest das Teleskop Daumen mal Pi auf Polaris aus und startest die Routine. Die ASIAir macht ein Platesolving, rotiert das Teleskop um ca. 60° und macht noch ein Platesolving. Dann sagt sie dir ganz genau, um wieviel Grad, Minuten und Sekunden du die Montierung in Alt und Az verstellen musst. Während du das machst, schießt sie immer weiter Bilder und gibt ständig Feedback, ob du dich annäherst. Ist ein bisschen wie Topfschlagen :) - in der Regel brauche ich so 5-8 Minute dafür und bin dann nur wenige Bogensekunden vom Himmelsnordpol weg.
Hi Reinhard,
Ja, die Sache mit dem unter der Montierung knien und herumpeilen mit verrenktem Hals ging mir auch schon seit Jahren gewaltig auf den Senkel.
Das Problem mit der ASIAIR Loesung (oder ueber PhD2) war fuer mich, dass man das Hauptrohr und die Kamera schon auf der Montierung und alles fokussiert haben muss.
Ich will dagegen, dass die Montierung zu 99% bereits richtig steht bevor das Teleskop ueberhaupt hochgewuchtet wird und dann wird unter Last noch mal nachreguliert bevor da am Telekop 'rumgeroedelt/verkabelt wird.
Ich habe daher komplett durchgegriffen und mir den iOptron iPolar geholt (nicht ganz billig, aber etwas billiger als das QHYCCD-Ding), damit bekommt man auf dem Lappy mit ~5Hz Echtzeit-Platesolving mit Ist-und Sollposition der Einnordung auf einer Karte. Damit ist Einnorden wirklich in zwei Minuten durch, da ist Kerzen auf dem Kindergeburtstag ausblasen komplizierter. Das ist z.Z. noch relativ teuer (fuer das was es ist), aber da werden die Preise noch deutlich sinken.
Das muessten u.a. die Astroberry-Leute mal mit einer Pi-Cam abkupfern, das waere echt Klasse.
Anyway,
CS
 
Guten Morgen,

Zitat Defunct : Ich habe daher komplett durchgegriffen und mir den iOptron iPolar geholt

Habe gerade mal bei YouTube zwei Videos über den iPolar von iOptron angeschaut (z.B. dieses ).
Das scheint ja echt ein tolles Teil zu sein und deshalb habe ich mir das soeben bei FLO bestellt :).
Vielleicht wird ja auch schon alles besser, wenn ich erstmal mit einem 100%igen Pol-Alignment starten kann.
Das EQDir-Kabel habe ich auch mitbestellt, dann kann ich gleich mal vesuchen, die Montierung über EQMOD an Stellarium zu hängen.

CS
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen,

Zitat Defunct : Ich habe daher komplett durchgegriffen und mir den iOptron iPolar geholt

Habe gerade mal bei YouTube zwei Videos über den iPolar von iOptron angeschaut (z.B. dieses ).
Das scheint ja echt ein tolles Teil zu sein und deshalb habe ich mir das soeben bei FLO bestellt :).
Shalom Juergen,
Der iPolar ist (seltsamerweise?) nicht so sonderlich bekannt, aber wirklich mal ein Beispiel, wie Technologie vom Primitiven, ueber das Ueberkomplizierte, beim Einfachen landen kann...das Video beschreibt es genau wie es ist.
Klar ist das Ding mit 300,- ein ziemlicher Luxus ( ...was ist es an der Amateurastronomie nicht?), aber das kleine Ding ist wirklich dermassen pfiffig, da macht Einnorden tatsaechlich richtig Spass. Das geht dermassen Ruck-Zuck, dass man sich wirklich fragt, warum da noch keiner vorher 'draufgekommen ist.
Um dem "ueber-den-Kleinkram-sahnen-wir-dann-noch-mal-voll-ab-Faktor" zu entgehen, hab Ich mir wenigstens die Montierungsadapter 3D gedruckt, weil das waeren bei mir noch mal 60,- gewesen.
Das EQDir-Kabel habe ich auch mitbestellt, dann kann ich gleich mal vesuchen, die Montierung über EQMOD an Stellarium zu hängen.
Lass mal hoeren, wenn Du soweit bist (oder wenn Du fest haengst).
Dann sieht man weiter...
CS
 
Nee, kostet deutlich weniger. Habe jetzt für den iPolar passend zur HEQ5 und das 5m EQDir Kabel incl getracktem Versand genau 250,- Euro per PayPal überweisen müssen. FLO FirstLightOptics in England. Die haben oft wirklich gute Preise und Versand liegt so um die 10 Euro.
 
Moin,
kommt da nicht noch 19% Einfuhrumsatzsteuer, eventuell sogar die Handling-Gebühr (6,-€) der DHL drauf? :unsure:
 
Eine 400,-€ Grenze kannte ich gar nicht. Hab aber aus England noch nie was importiert.
Hab gerade was für 15,- Euro über Amazon aus China bestellt und bin mal gespannt, ob der Zoll jetzt erstmals zuschlägt. Das Teil ist aber auch incl. der Steuer noch viel billiger als aus D / EU.
 
Ich glaube nicht, weil England doch zwar nicht mehr EU ist, aber ich glaube bis 400,- Euro trotzdem nicht. Werde ich dann sehen.
Ist sowieso kein Beinbruch, aber die Freigrenze liegt wohl inzwischen bei 150 euro, siehe hier:


und speziell auf dem Faltblatt vom Zoll hier:


Zoll wird's auf diese Waren keine geben, aber 19% Umsatzsteuer werden faellig, damit bist Du auch bei 300 Euro ...
In Sachen China: Ab dem 1. Juli 2021 ist die bisherige Freigrenze von 22 Euro weggefallen...
 
Aha, guck mal. Wieder was gelernt. Aber im Moment kann man immer froh sein, wenn man jemand findet, der das überhaupt liefern kann. In DL hatte den iPolar kein Händler lieferbar.
 
Ja, hab mal nachgelesen, das ist wohl wirklich so. Kommen Zoll + 19% noch drauf. Aber was soll's ..... trägt der Hof schon noch ;).
Man hat sich ja sowieso schon daran gewöhnt, dass durch die Corona-Krise alles deutlich teurer geworden ist.
Aber wie gesagt, am Nervigsten finde ich, dass kaum noch irgendwas (trotz 25% höherem Preis) überhaupt ab Lager lieferbar ist.
 
Jammert nicht rum. Abkassieren tun ja scheinbar im Moment viele andere auch.
Die EQ6-R, die vor etwa einem halben Jahr noch unter 1500,- Euro gekostet hat, bietet astroshop gerade für 2090,- Euro an.
Also tut ein "gutes Werk", bestellt gleich eine, irgendwer wird sicher (prima) daran verdienen !
 
Ja, hab mal nachgelesen, das ist wohl wirklich so. Kommen Zoll + 19% noch drauf.
Das ist in der Tat so - allerdings zahlst Du z.B. bei FLO dann nicht die UK VAT, so daß sich das (fast) wieder aufhebt. Ärgerlicher sind die DHL-Gebühren, insbesondere das "Bereitstellungsentgelt", falls DHL die Verzollung abwickelt. Für kleinere Beträge schlägt das ziemlich ins Kontor.

CS - Hans-Christian
 
Das ist in der Tat so - allerdings zahlst Du z.B. bei FLO dann nicht die UK VAT, so daß sich das (fast) wieder aufhebt. Ärgerlicher sind die DHL-Gebühren, insbesondere das "Bereitstellungsentgelt", falls DHL die Verzollung abwickelt. Für kleinere Beträge schlägt das ziemlich ins Kontor.

Der andere Aspekt der mit dem Brexit in der Schwebe haengt, ist dann die Gewaehrleistung / Garantie und das ganze Trara einer eventuellen Rueckabwicklung.
Fuer kleineren Firlefanz ist das komplett Banane, aber schon bei einem iPolar ginge es groessenordnungemaessig los: Was passiert, wenn irgendwas nicht "so richtig" funktioniert (aber eben auch nicht gar nicht) und man darum streiten muss, ob ein Garantiefall eingetreten ist?
Da muesste man sich wohl jetzt ueber die jeweilige britische Rechtslage informieren (da aendern sich meines Wissens z.B. die Garantierechte nach bereits 6 Monaten) und die gesamte Saga (inkulsive Begruendung und Schriftverkehr) dann konform dem angelsaechsischen Recht abwickeln.
Und wer macht schon fuer 300,-Eier ein Fass jenseits des Kanals auf?
Da stellen sich dann so einige Fragen, z.B. auch wer ist fuer Transportschaden zustaendig, wer deklariert das und wo, usw ...

In naechster Zeit irgendwas (nicht notwendiges) von einem UK-Retailer zu ordern hat fuer mich die naechsten 2-3 Jahre (bis sich der Staub da gelegt hat) erst mal keine besonders hohe Praeferenz, weil das wirklich eine andere Risikoabschaetung geworden ist.

Und die Kostenunterschiede der Vergangenheit kamen ja auch daher, dass die UK-Importeure (mit irgendwelchen Sonderregeln ueber die alte Hongkong Geschichte) tendenziell notorisch dafuer waren, EU-Importzoll zu umgehen. Auch diese Nummer wird sich langfristig nicht halten lassen, weil bei einem EU-UK Abkommen Zollfreiheit fuer Warengruppen dann auch nur fuer im UK hergestellten Waren besteht und nicht fuer Re-Exporte.
 
Ja, das ist wohl wahr, ich hätte ihn ja auch in DL gekauft, wenn ihn irgendwer hätte liefern können.
Habe ca 80% der neu gekauften Sachen bei TS gekauft, fühle mich da sehr gut beraten und versorgt.
Eine meiner ASI-Kameras (vor Brexit) und jetzt den iPolar bei FLO, weil die es als einziger liefern konnten.
Ich hoffe mal, dass er funktioniert, aber wird schon.....
 
Hallo zusammen,
ich habe übrigens inzwischen erkannt, dass der MGEN3 ja gar kein Plate-Solving kann.
Dass können offenbar (nur die Fertigprodukte) AsiAirPro und StarAid Revolution.
Von daher geht es für mich erstmal so weiter:
1. Habe mir erstmal den iPolar bestellt, das sollte hoffentlich schonmal dafür sorgen, dass ich ein sehr gutes Pol-Alignment bekomme
und dadurch vielleicht auch meine Targets schnell im Blickfeld habe.
2. Autoguiding wird weiterhin mit PHD2 gemacht, das läuft ja bisher sehr gut.
3. Danach werde ich versuchen, ob ich Plate-Solving irgendwie hinbekomme, weil es mich einfach technisch sehr interessiert.
Habe mir schon diverse Videos bei YouTube angeschaut.
Vieleicht werde ich mich dann zuerstmal mit SharpCap und ASTAP versuchen, beides ist schon auf dem Notebook installiert.
Ich habe mir auch schon NINA installiert, das ja auch mit ASTAP zusammen arbeiten kann.
NINA erscheint mir allerdings erstmal etwas unübersichtlich (sehr umfangreich) und das werde ich sicher nicht von heute auf
morgen hinbekommen. Allerdings gibt es gerade dafür eine Handvoll richtig gute Erklärvideos bei Youtube.

CS
Jürgen
 
Vieleicht werde ich mich dann zuerstmal mit SharpCap und ASTAP versuchen, beides ist schon auf dem Notebook installiert.
Ich habe mir auch schon NINA installiert, das ja auch mit ASTAP zusammen arbeiten kann.
NINA erscheint mir allerdings erstmal etwas unübersichtlich (sehr umfangreich) und das werde ich sicher nicht von heute auf
morgen hinbekommen. Allerdings gibt es gerade dafür eine Handvoll richtig gute Erklärvideos bei Youtube.
NINA ist ungewohnt, aber eigentlich kein Problem und das kriegst Du mit deinem Hintergrund nach dem ersten Kulturschock in den Griff.
Und richtig, "the lazy guy" macht unterhaltsame und gute Videos, die haben mir auch den Einstieg erleichtert.

NINA ist nur auf den ersten Blick erschlagend. Falls Du Lust hast, kann man sich ja im Bedarfsfall auch mal fernmeldetechnisch (entweder ueber den Mond gebounced oder vielleicht einfach ueber Teams/Skype) austauschen und dir bei der Konfiguration notfalls etwas zur Hand gehen?
 
Guten Morgen Defunct,
naja, wer wird so ein nettes Angebot schon ablehnen ??
Da komme ich natürlich dann gern mal drauf zurück. Aber step by step. Vielleicht finde ich aber hier in der Nähe von Hannover sogar jemanden, der damit arbeitet und mit dem man sich dann mal treffen könnte.
Die Frage ist halt, was man sozusagen "trocken" ausprobieren kann und was nur unter echtem Himmel geht. Klaren Himmel kann Hannover momentan gar nicht anbieten .....
Viele Grüsse
Jürgen
.
 
nala, wer wird so ein nettes Angebot schon ablehnen ??
Da komme ich natürlich dann gern mal drauf zurück. Aber step by step. Vielleicht finde ich aber hier in der Nähe von Hannover sogar jemanden, der damit arbeitet und mit dem man sich dann mal treffen könnte.
Die Frage ist halt, was man sozusagen "trocken" ausprobieren kann und was nur unter echtem Himmel geht. Klaren Himmel kann Hannover momentan gar nicht anbieten .....

Naja, da ASCOM tools auch eine Menge Simulatoren beinhalten, kannst man das ganze Setup in aller Ruhe installieren, grobe Klopper beheben und eine Generalprobe machen und dich einigermassen sattelfest mit der Software machen.
Das (erste) Aufsetzen eines vollen Sequencers mit noch nicht eingespielter Hardware machst Du nie im Feld. Das geht per Definition voll in die Hose. Sowas wird geduldig im Arbeitszimmer abgestimmt und wenn alle Treiber und Programme laufen, dann schreibt man sich eine Checkliste, was unter freiem Himmel noch alles kallibriert werden muss (typische Belichtungszeiten fuer Plate-Solving und Autofokus, Autofokus-Schrittweite, all sowas, ...) und erst dann stellt man sich auf'n Acker und zieht das durch.
Erst danach geht's richtig mit der Fotografie los.

Um das mal argumentativ zu unterfuettern, hier mal ein Standard-Setup eines Sequencers dass Ich mal fuer mich selber gemacht habe:

Tutorial7.png


Sieht komplizierter aus, als es ist, aber sowas fummelt man trotzdem nicht unter freiem Himmel ad-hoc zusammen.... ;)

Ich kann dir helfen das sauber aufzusetzen, zu konfigurieren und dich beraten was dann "beim ersten Mal" alles abgestimmt werden muss, damit das Schritt fuer Schritt auch klappt. Wie gesagt, das Angebot steht (fuehle dich auch nicht bedraengt, Ich sehe das ganz locker), und schreib' mir ne PM wenn die Sache akut wird...

Kannst mir zum Ausgleich einen Zaubertrick beibringen ("Ein ED verschwindet", oder "Der zersaegte Newton" ...).
CS
 
Bekomme gerade schon wieder 'ne Kriese. Hatte Anfang letzter Woche bei FLO einen Adapter für mein Quark auf T2 bestellt. Auch hier wurde ich bei keinem Deutschen Händler fündig. Das Päckchen hängt jetzt schon seit Samstag in Frankfurt beim Zoll fest und kommt nicht voran. ( Nicht-EU-Sendung - Vorprüfung zur Einfuhr ). Hatte vor etwa 1 Jahr mal was bei FLO bestellt, das ging blitzschnell ohne weitere Kosten. Aber das war wohl vor dem Brexit......
Schade, damit ist die Summe der Punkte, die gegen so einen Kauf sprechen doch recht gross. Werde mir das nächste Mal 3x überlegen, ob ich was in NON-EU bestelle....
Wenn das bei dem iPolar und dem EQDir-Kabel genauso lange oder noch länger dauert,....... wird's wohl noch etwas dauern, bis ich starten kann. :cry:
 
Die Sache mit dem Zoll (...hängt...fest...) dürfte seit Anfang Juli das normale Prozedere sein. Ich habe in den letzten Jahren 40-50 Sendungen aus China erhalten, welche alle den grünen Aufkleber "keine zollamtliche Behandlung" oder ähnlich aufgepappt hatten und so im Briefkasten landeten. Ab sofort wird aber jede Nicht-EU Sendung einer solchen Behandlung unterzogen.
Da sicherlich nicht in gleichem Maße Personal eingestellt wurde, wird das eben dauern. Dazu kommt dann noch die DHL mit ihren angekündigten 6,-€ Bearbeitungsgebühr. Wenn die das Ding wirklich "bearbeiten", dauert das halt auch wieder.
Da hat sich die EU Industrie halt durchgesetzt. Keiner soll das Zeugs mehr in Zukunft (seit Juli) billiger durch die Hintertür bekommen.

Zumindest im Bereich 3D Drucker haben viele China Händler inzwischen EU Lager aufgebaut. Da steht dann zumindest die Ware schon mal versandbereit rum. Wie sich das nun preislich auswirkt, ist noch ein anderes Ding.
 
Hallo,
ich bin da eher einen "Mittelweg" gegangen, da noch ein MGEN II hier ist und ich mir kein neues Guiding Equipment anschaffen will.
Zur Zeit nutze ich APT mit einer QHY268c, MGEN II via USB am Notebook und EQ6 (USB-Seriell) via ASCOM Treiber, Platesolving via ASTAP.

Das Guiding am Leitstern muss dann am MGEN per Hand gestartet werden, Dithern übernimmt dann APT.

Jetzt noch eine Frage:
Ein Focuser wird demnächst noch angeschafft, jetzt gehen mir die USB Ports aus....

Hat jemand von euch Erfahrungen mit EAF oder anderem Motorfocus und USB-Seriell Ascom an einem USB Hub (Aktiv)?
Kamera und MGEN kommen direkt an einen USB Anschluss am Notebook.

Danke & viele Grüße,
Rolf
 
Hallo Rolf,
Ja, das mit den USB-Ports ist so eine Sache. Mein Notebook hat 2 USB3.0 und 2 USB2.0 Anschlüsse. Ein USB2.0 ist durch den kleinen Adapter für meine BT-Maus belegt, einen USB 3.0 Port brauche ich für die externe SSD, damit ich die Bilder der Hauptkamera bei Sonne und Planeten (Videos !) zügig abspeichern kann.
Somit ist für den ganzen Rest halt noch ein USB2.0 und ein USB3.0 Port frei.
Ich habe an jedem Teleskop einen USB3.0 4x HUB von Atolla und meine Planung war, Hauptkamera, Guiding-Kamera und den Pegasus Astro DMFC (Motor-Focuser) über diesen Hub zu betreiben. Das funktioniert prinzipiell auch, allerdings verliert der Motor-Focus Controller hin- und wieder die Verbindung, dann muss man den kurz stromlos schalten, danach verbindet er sich wieder. Da mich das genervt hat und ich nicht rausfinden konnte, warum das passiert, verwende ich jetzt den freien USB3.0-Port am Notebook nur noch für die HauptKamera (ASI178 bzw ASI533) und versorge den Motorfocuser über den USB2.0 Port.
Dabei sind die Verbindungen absolut stabil !

Was ich jetzt noch nicht versucht habe ist, die Guiding-Kamera (ASI120MM-Mini) noch mit über den USB-2-Port mit dem Notebook zu verbinden.
Wenn ich die ASI533 benutze, kann ich die Guiding-Kamera ja direkt in einen der beiden USB2.0-Ports der ASI533 einstecken.
Das habe ich schon probiert, das läuft auch einwandfrei.
Wenn ich die ASI178 verwende, die ja keinen integrierten USB-2.0 Hub hat, dann kann ich die Guiding-Kamera entweder mit der ASI178 zusammen über den
Atolla-USB3.0-Hub am Teleskop betreiben, indem ich den HUB mit dem USB3.0-Port des Notebooks verbinde, der Focuser bleibt dann einsam am USB2.0-Port.
Oder ich verbinde nur die ASI178 mit dem USB3.0-Port des Teleskopes und verbinde den Atolla-HUB mit dem USB2.0-Port des Notebooks und schliesse dann am HUB den Motor-Focuser und die Guiding-Kamera an. Das hab ich noch nicht ausprobiert, sollte aber vielleicht auch gehen.

Im Übrigen habe ich vom Notebook zum Teleskop je nach Standort 5m lange oder sogar 15m lange AKTIVE USB-Kabel.
Schon 5m geht bei USB3.0 mit passiven Kabeln gar nicht zuverlässig. Da ist schinbar bei 3m die (laut Spec wohl auch beschriebene) Grenze.
Ich habe aber auch aktive Kabel gehabt, die bei dem Datentraffic der ASI533 nicht mehr zuverlässig funktionierten.
Ich habe jetzt sowohl für USB2.0 als auch für USB3.0 AKTIVE Verlängerungskabel von MUTECPower , die bei mir absolut zuverlässig funktionieren.
Das USB3.0 15m Kabel hat insgesamt 3 kaskadierte Verstärker, das 5m-Kabel nur einen am Ende.

CS
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben