Alignment und Guiding mit MGEN bzw StarAid Revolution

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_Jürgen_K

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Hallo,
ich habe bei DS oft das Problem, dass nach einem GOTO das Ziel nicht im Bildbereich ist. Das heisst, es folgt ein Scanvorgang, der sich insbesondere dann als mühsam erweist, wenn das Objekt lichtschwach ist und erst nach 10-20 sek Belichtungszeit überhaupt sichtbar wird. DAs Problem wird dann um so größer, je kleiner das Bildfeld der Kamera ist, daher stecke ich dann oft zuerst die DSLR EOS1100D dran, bis ich das Objekt gefunden habe und wechsele dann auf die ASI533MC.

Nun habe ich bei den o.g. Guiding-Systemen gelesen, daß die mittels "Plate-Solving" genau erkennen, was sie gerade sehen.

Meine Frage : Kann man diese Fähigkeit dazu nutzen, dass das gewünschte Objekt automatisch zentriert wird ? Ich vermute mal nein, denn dazu müsste
StarAid oder MGEN ja wissen, welches Objekt ich zentrieren möchte. Oder kann man denen das sagen ?


Vielen Dank im Voraus
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jürgen,
vorab, die Frage kann ich Dir nicht mit Bestimmtheit beantworten. Mich hat aber das Star Aid auch mal interessiert, bevor ich dann beim Astroberry hängen geblieben bin.
Ich habe mal ein bisschen geforscht und bei den FAQ´s die Aussage gefunden, dass man ASCOM- und INDI Treiber plant!
Heißt für mich, dass es momentan nicht möglich ist, mithilfe eines Planetariumprogramms ein Objekt gezielt anzufahren. Aber man möge uns eines Besseren belehren, denn ich habe nicht herausgefunden, was die zugehörige APP schon kann! ;)

Beim Astroberry (EKOS/INDI) ist es so, dass ich über die Funktion Plate-Solving -"Aufnehmen und Lösen" in Verbindung mit KSTARS als Planetariumsprogramm gezielt ein Objekt anfahren und in die Mitte bringen kann. Das ist ggf. je nach Angabe bzw. Steigerung der gewünschten Genauigkeit schrittweise zu machen. Das soll Dich aber nicht bekehren, jetzt diese Lösung zu verfolgen. :ROFLMAO:

Grüße
Hartmut
 
Hallo Hartmut,
danke für Deine Ausführungen. Ja, das hatte ich auch vermutet. Ich will das technisch auch nicht zu kompliziert werden lassen. Wie ich ja im anderen Thread geschrieben habe, überlege ich mir eine Canon EOS RP (Vollformat, bis ISO40000, schwenkbares Display und nur 440g schwer) zuzulegen, mit der man das DS-Objekt relativ schnell und halbwegs bequem finden sollte.
Da ich bisher mit dem PHD2-Guiding gut klarkomme, möchte ich auch eigentlich nicht soviel Geld in ein neues Guiding-System investieren, wenn es nicht wirklich enorme Vorteile bietet. Dieses automatische Finden und Zentrieren wäre eben vielleicht ein solcher gewesen ;). Wobei dann natürlich die HauptKamera und die Guidingkamera extrem genau parallel ausgerichtet sein müssen, was man ja für das "normale" Guiden nicht braucht.

Nen MGEN kann man ja später vielleicht nochmal dazukaufen, dann könnte man mit der DSLR sogar ganz auf das Notebook verzichten.

CS
Jürgen
 
Wenn Dein Goto das Objekt nicht zentriert, dann ist Dein Alignment falsch.
Ganz ohne Technik, die Symptome kaschierend.

Nur so ein Gedanke.

Gruß und Erfolg
Ernie
 
Hallo Jürgen,
GOTO und PlateSolving haben nichts mit der Nachführung (MGEN und StarAid) zu tun.
PlateSolving läuft über das Hauptteleskop.

Wenn dein Objekt nicht zentral liegt, dann kannst du folgendes versuchen:

A) ein besseres Polar Alignment

B) 3 Star Alignment. Mindestens ein Stern auf der anderen Seite des Meridians.
ggf. auch ein "Sync to Target"

C) Den Gain der Kamera erhöhen

VG, Sebastian

PS
Es können noch andere Gründe vorliegen.
Aber ich gehe einmal davon aus, du weißt wie man ein Stativ gerade aufstellt und dein Objektiv ist nicht Vogel AA bedeckt etc. :)
 
Wenn Dein Goto das Objekt nicht zentriert, dann ist Dein Alignment falsch.
Hallo Ernie,
ich weiss ! Du hast ja soooo Recht.
Aber ich gebe mir beim Alignment schon Mühe.
Die EInnordung mache ich nach Vorgabe von Polaralign-APP mit dem beleuchteten Polsucher der HEQ-5. Die stimmt schon wirklich gut (denke ich).
Das Problem ist, dass ich kein 3 Sterne-Alignment machen kann, weil mein Sichtbereic ziemlich eingeschränkt ist und ich immer froh bin, wenn ich wenigstens zwei der vorgeschlagenen Alignment-Sterne sehen kann. Leider habe ich noch nicht rausgefunden, ob oder wie es möglich ist, drei gut sichtbare Sterne dem Teleskop als Alignment-Sterne "vorzuschlagen".
Also beschränke ich mich auf das 2 Sterne Alignment.
Und dann ist es wirklich oft so, dass das gewünschte Objekt nicht auf Anhieb im Sichtfeld meiner DS-Camera ist und ich dann mit der Suche beginne.

Bin übrigens noch nicht so lange dabei (ca 2 Jahre) und noch im steilen Bereich der Lernkurve :rolleyes:.
Vielleicht (nein sicher sogar) mache ich da noch diverse Fehler. Manchmal ist das Objekt ja auch gut zentriert, dann freue ich mich riesig und denke, dass ich es vom Prinzip her eigentlich nicht ganz falsch gemacht habe.....

Jürgen
 
Hallo Sebastian,
danke auch für Deine Anmerkungen. Manches beantwortet sich aus meiner Antwort an Ernie (da hatten wir beide gleichzeitig geschrieben).

Anmerkung: Wenn das Objekt nicht gleich zentriert ist und ich es dann zentriere und dann das "Sync to Target" mache, dann passt das zwar zu diesem Objekt, aber weit wegliegende Objekte passen hinterher noch schlechter.
Ich suche mir vorher schon immer diverse Sterne heraus, die ich sehen kann, schreibe sie mir sogar auf. Wenn ich dann das 3 Stern Alignment starte, sind der erste und der zweite Stern kein Problem. da finde ich immer zwei, die ich sehe, aber in der Liste der angebotenen Sterne als 3. Alignmentstern sind dann meist alle die, die ich sehen kann nicht mehr enthalten und dann muss man wieder mit Stern 1 anfangen....

Jürgen
 
Ich lass auch noch etwas Senf da:

Ich kenne Deine Montierung und Optik nicht im Detail. Bei sauber aufgestellter Montierung (in Waage und grob genordet) und 2-Star-Alignment mit anschließender Polar-Align-Routine (Skywatcher Montierungen bieten diese u.a.). lässt sich eine ausreichend gute Ausrichtung erzielen. Ggf. den Prozess in einer zweiten Iteration wiederholen. Ich bevorzuge für die 3-Star-Methode ein Fadenkreuzokular.
Nun sollte auch GoTo passen. Fehlerquellen können neben fehlerhafter Ausrichtung aber auch die Mechanik oder Orts- und Zeiteingabefehler sein.
PlateSolving kann eine Alternative sein, setzt jedoch ein Feld von mindestens 1" voraus in welchem genug Sterne zu sehen sind. PlateSolving kann auch zum Polaralignment genutzt werden; der resultierende Fehler kann dann live korrigiert werden.
 
GOTO und PlateSolving haben nichts mit der Nachführung (MGEN und StarAid) zu tun.
PlateSolving läuft über das Hauptteleskop.
Star Aid kann grundsätzlich Plate Solving und auch über das Guiding Teleskop.
Leider gibts keine nähere Beschreibung, ob die Star Aid APP auch ein Planetariumsprogramm enthält, sodass man hierdurch auch ein Aligment machen kann.

Ich selbst nutze ebenso die Guiding Kamera über EKOS/INDI im Astroberry fürs Plate Solving. Wichtig ist halt, dass Guiding Teleskop und Haupt-Teleskop ausgerichtet sind. Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Plate-Solving über das Haupt-Teleskop problematisch sein könnte, wenn zu wenig Sterne sichtbar sind.

@Jürgen: den stark beschränkten Sichtbereich habe ich auch. Es geht nur zwischen NW bis NO und ich muß auch min. 20°-30° Höhenwinkel haben. In der Anleitung zum SkyWatcher SyncScan ist gelistet, welche Kriterien die Alignment-Sterne erfüllen müssen. Das ist gar nicht so einfach, da zueinander passende zu finden, die man auch sicher identifizieren kann. Ich denke, dass gilt auch für andere Montierungen. Hab mal die entsprechenden Passagen angehängt.

Ich gehe mithilfe Astroberry und Plate-Solving so vor:
- genaues Polar Alignment per APP über Polars Scope (könnte ich auch über die Guiding Kamera in EKOS/INDi auf dem Astroberry machen und den Anweisungen folgen, ist mir aber zu umständlich)
- nun manuell Teleskop so ausrichten, dass ich Polaris im Sucher und Haupt-Teleskop Okular sehe; wenn ich weiss, dass beide genau zueinander ausgerichtet sind, reicht natütlich der Durchblick durch eines der beiden -> Alternativ -> ich belichte in EKOS über das Guiding Scope und lass mir das Bild auf dem PC anzeigen. Polaris ist ja sehr hell; ist Polaris sichtbar, möglichst mittig bringen, dann gehts weiter
- 1.Stern im Planetariumsprogramm (KSTARS) auswählen, der sich in der Nähe des Zielobjekts (DS) befindet und dann Plate-Solving mit automatischem Alignment auf diesen durchführen; ggf. iterativ wiederholen,bis das Objekt genau im Zielkreis in der Mitte ist (es wird da eine Art Dart-Scheibe angezeigt und wie gut meine Plate-Solving gerade ist)
- 2. Stern auswählen, der sich auf der anderen Seite des später zu beobachtenden Objekts befindet. Ich pfeif hier auf die Kriterien zur Auswahl des korrekten 2. Sterns! Nun wieder Plate-Solving wie im Schritt vorher.
- Nun das zu beobachtende Objekt auswählen, dass sich in etwa in der Mitte zwischen den beiden Referenzobjekten befindet anfahren. Das reicht hinreichend genau aus.
- Wenn ich später einen von dieser Position stark abweichenden Punkt ansteuern will, wiederhole ich einfach das Plate-Solving wie beschrieben noch mal. Die ganze Arbeit erledigt ja die Kamera und der PC. Da brauch ich nicht mit den Steuertasten eingreifen...

Grüße
Hartmut
 

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Hallo Ralf,
Ich kenne Deine Montierung und Optik nicht im Detail.
Ist eine HEQ-5 Pro SynScan mit Riemenantrieb, bei Deepsky in der Regel ein 127mm Triplet APO von Explore Scientific.


Aber hier ist vielleicht des Pudels Kern:
mit anschließender Polar-Align-Routine (Skywatcher Montierungen bieten diese u.a.)
Huch, das kenn ich gar nicht..... _affeaugen: _affeaugen:.
Bei sauber aufgestellter Montierung (in Waage und grob genordet)
Ja, das mach ich sorgfältig.
Jawohl....
Aber danach hab ich dann nichts weiter gemacht. Danach habe ich dann gleich mit dem GOTO auf das ausgewählte Objekt weitergemacht.
Hab ich da was vergessen ?
Ist das irgendwo beschrieben ?

Jürgen
 
Hallo Hartmut, danke für Deine Ausführungen, ebenso natürlich auch für die aller anderen.

Für mich sieht es im Moment dann wohl so aus:
1. Ich muss am Alignment arbeiten (da scheint noch Luft nach oben zu sein).
2. Der Schritt von der EOS1100D zur Vollformat-Kamera ist teuer und bringt vermutlich nicht gar nicht sooo viel wie ich dachte.
3. Hat man das Alignment optimiert kann man das über GOTO angefahrene Objekt auch mit APS-C Format finden, evtl sogar mit der 533MC.
4. Beim Einrichten ist das APS-C Format mit Display an der Kamera angenehm und zwar besonders, wenn das Display an der Kamera schwenkbar ist.

Aus all dem ergibt sich, dass der verhältnismäßig geringe finanzielle Aufwand einer EO60D mit nachfolgendem Umbau (von mir selbst, keine Kosten)
zusammen mit dem Verkauf der vohandenen EOS1100D (selbst astromodifiziert) vielleicht eine ganz gute Lösung ist um auch mal ohne Laptop arbeiten zu können. Zumindest kann ich dann in Ruhe mal zwischen DSLR und ASI533MC-Pro vergleichen: Was bringt mir die Kühlung ? Was bringt mir der größere Chip ?

CS Jürgen

@ Ralf : kannst Du mir nochmal was zu dieser Polar-Alignment-Routine sagen, die Du nach dem 2-Star-Alignment noch machst ?
Ich vermute mal, dass man dann ein GOTO auf den Polarstern macht und dann irgendwie "nachjustiert", mechanisch oder per SW .... ????
Danach evtl das Alignment nochmal wiederholt ????
Gibt es dazu evtl ein Youtube Video ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Star Aid kann grundsätzlich Plate Solving und auch über das Guiding Teleskop.
Grüße
Hartmut
Ok, das war mir nicht bekannt. Mein Fehler..

Ich tue mir auch immer schwer mit Platesolving. Man sieht bei YouTube oft Videos wo die Sequenz gestartet wird und dann schwenkt das Teleskop zum Target.
Schöööön..
Das hat bei mir aber noch nie funktioniert. Ich muss zunächst einen Stern in der Nähe des Target anfahren (mit "Slew to..").
Dann erst funktioniert Plate Solving und die Position wird automatisch korrigiert (Target wird zentriert).

Keine Ahnung wie die YouTube people das auf Anhieb schaffen. Vielleicht braucht man eine stationäre Einrichtung..

CS

PS
Beim Anfahren (Zentrieren) der Sterne würde ich mindestens ein Fadenkreuzokular benutzen. Besser, sich Zielscheiben Kreise auf dem Display anzeigen lassen und den Stern zoomen.
 
Hallo Sebastian,
beleuchtetes Fadenkreuzokular (2" TSWA32) habe ich ja, aber bei lichtschwachen DS-Objekten nützt das nix, weil man das Objekt halt so nicht sieht :rolleyes:.
Jürgen
 
Ich nutze das Fadenkreuz nur für 2-Star und 3-Star-Alignment. Übrigens: Die Polar-Alignmentroutine, bzw. der Unterpunkt im Menü dafür ist erst NACH erfolgreichem 2-Star oder 3-Star-Alignment in der gleichen Subkategorie verfügbar.

CS, Ralf
 
Achso, ja klar, das Star-Alignment mache ich natürlich auch mit dem Fadenkreuz-Okular !!
Das hatte Sebastian sichr auch gemeint. Klar, dass man das Objekt selbst dann dadurch nicht sehen kann.
Jürgen
 
Hallo,
ich habe bei DS oft das Problem, dass nach einem GOTO das Ziel nicht im Bildbereich ist. Das heisst, es folgt ein Scanvorgang, der sich insbesondere dann als mühsam erweist, wenn das Objekt lichtschwach ist und erst nach 10-20 sek Belichtungszeit überhaupt sichtbar wird. DAs Problem wird dann um so größer, je kleiner das Bildfeld der Kamera ist, daher stecke ich dann oft zuerst die DSLR EOS1100D dran, bis ich das Objekt gefunden habe und wechsele dann auf die ASI533MC.
Richtig, genau dieses Problem loest Du mit Plate-Solving.

Als Beispiel, Ich arbeite inzwischen so:

1) Montierung gut einnorden (dass muss wirklich passen und ist Handarbeit!).
2) Dann nach dem Ausballancieren Teleskop grob in die Parkposition drehen.
3) an meiner Steuerung irgendeinen opportun gelegenen Stern zum 1-Star-Aligment aussuchen.
4) Montierung den Stern anfahren lassen.
5) Es ist komplett Wurst ob das Rohr den Stern ueberhaupt im Blickfeld hat (d.h. schaue Ich mir nicht mal an, wird sofort unbesehen "mit knopfdruck akzeptiert", nur noetig weil meine Steuerung diesen Schritt aus historischen Gruenden benoetigt).
6) Grob Hauptrohr an irgendeinem Stern fokussieren, damit die Kamera ein halbwegs scharfes Bild bekommt
7) Ziel fuer's Foto wird eingegeben.
8) Ziel wird angefahren. Der erste Versuch ist immer daneben (weil 1-Star-Aligment nicht wirklich stattgefunden hat), aber
- die Kamera nimmt ein neues Bild auf
- Plate-Solving findet die genau Ist-Position
- Steuerung wird synchronisiert (im Prinzip hat das tatsaechliche 1-Star-Aligment jetzt automatisch stattgefunden)
- Montierung faehrt die Sollposition an
- die letzten vier Punkte werden automatisch iterativ wiederholt, bis das Rohr auf eine voreingestellte Toleranz genau eingerichtet ist. Die Montierung wird dabei regelmaessig neu synchronisiert und laeuft dann jedesmal die Ziele genauer an.
- Nach 2-3 Iterationen ist man i.d.R. da.

Fuer den ganzen Parkur (exklusive Einnorden) braucht's maximal 10min und man ist auf <30 Pixel mit der Kamera zentriert. Geht vollautomatisch waehrend man aus der Thermoskanne einen Kaffee schlabert und zuschaut. Das Leitrohr muss nur grob zum guiden koaxial sein, die Guidekamera bleibt immer 'drin, durch irgendwelche Fernrohre und Fadenkreuzokulare schaut keiner.
Solltest Du zwischenzeitlich irgendwann das Rohr anrempeln oder sich ein Kabel verfangen, kein Drama, einfach wieder Plate-solving gefuehrtes Goto zum Ziel, irgendwelche Star-aligments um das Goto zu revitalisieren sind nicht erforderlich.

Ich habe deinen anderen Thread gesehen. Juergen, du liegst schon richtig: Statt einer neuen Kamera schau dir wirklich erst mal Plate-Solving an, weil das trifft den Kern deiner derzeitigen Probleme und dann macht dir seine ASI533 auch wieder Spass.

Wie Sebastian schon angedeutet hat, es gibt verschiedene Programme/Loesungen, die den obigen Parkur implementieren (Sharpcap, NINA, kstars, ASIAIR [...] und wie Sie alle heissen) die entweder auf einem kleinen Raspberry Pi laufen oder halt auf dem Laptop, und richtig, das laeuft dann zu MGEN/Staraid parallel. Zieleingabe erfolgt entweder ueber die integrierten Kataloge oder ueber ein externes Planetariumsprogramm.

CS
 
Guten Morgen Defunct (verrate mir doch mal Deinen Damen),
Du scheinst da ja wirklich tief im Thema zu stecken.
Das hört sich ja alles sehr interessant an.
Die Frage ist halt, wie ich das am Besten in meine vorhandene Hardware integriere.
Vielleicht hast Du Lust, mich dabei etwas zu unterstützen.
Ich würde dir gern mal genauer sagen, was ich genau an Hardware habe und wie die verbunden ist.
Vielleicht kannst Du mir dann sagen, wie ich das, was Du da beschreibst integrieren kann.
CS
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

"Die EInnordung mache ich nach Vorgabe von Polaralign-APP mit dem beleuchteten Polsucher der HEQ-5. Die stimmt schon wirklich gut (denke ich)."

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, da täuscht man sich schnell. Um dieses zu überprüfen, lass mal PHD die Polaufstellung "bewerten" (z.B. mit dem Guiding-Assistent). Bei gut aufgestellter Montierung reichen eigentlich auch 2 Sterne. Und was ich mir auch angewöhnt habe - anstelle Fadenkreuz, gleich mit der Aufnahmekamera arbeiten. Wenn die Polausrichtung passt und das Fernrohr halbwegs auf Achse montiert ist, liegt schon der erste Stern im Bildfeld der Kamera.

Sollte der Aufstellfehler übrigens doch relativ groß sein, versuche mal in PHD2 das "Pol-Drift-Alignment".

CS
Silvio
 
Wie Sebastian schon angedeutet hat, es gibt verschiedene Programme/Loesungen, die den obigen Parkur implementieren (Sharpcap, NINA, kstars, ASIAIR [...] und wie Sie alle heissen) die entweder auf einem kleinen Raspberry Pi laufen oder halt auf dem Laptop, und richtig, das laeuft dann zu MGEN/Staraid parallel. Zieleingabe erfolgt entweder ueber die integrierten Kataloge oder ueber ein externes Planetariumsprogramm.
Das Platesolving erfolgt doch (wenn ich das richtig verstanden habe) über das Hauptteleskop. StarAid und MGEN "gucken" doch aber nur durch das Leitrohr.
- Also ich möchte am liebsten schon mit dem Windows Laptop arbeiten, weil ich den für den Motor-Focussierer in jedem Fall brauche !
- Ich habe natürlich auch noch das Android Tablet (TAB A), das ist über BT mit der Monti verbunden, weil ich über SkySafari 6 die Monti steuere.

Also, mein Wunsch wäre es halt, dieses automatische Platesolving irgendwie auf meinem Laptop laufen zu lassen, der ist über USB3.0 (Kabel) mit der Hauptkamera verbunden (geht das dann überhaupt auch, wenn man eine DSLR dran hat ?). Die Guiding-Kamera ist über USB2.0 mit dem Laptop verbunden um PHD2 zu füttern.
es gibt verschiedene Programme/Loesungen, die den obigen Parkur implementieren (Sharpcap, NINA, kstars, ASIAIR [...] und wie Sie alle heissen)
Sharpcap ist doch aber "nur" eine reine Aufzeichnungs-SW (dachte ich immer). "NINA" und "kstars" kenne ich nicht. Naja und auf ASIAIR bin ich ja gestern erst gestoßen, aber die SW läuft ja nur auf nem Tablet (Android oder IOS) . Wäre ja auch nicht das K.O., da ich ja momentan auch das Tablet und das Notebook parallel brauche. Braucht ja aber dann für knapp 400 Euro auch noch die ASIAIR-Pro dazu.

Wenn es eine Lösung für das Platesolving auf dem Notebook gäbe, wäre das super. Gibt es das ???
Wenn das dann das Objekt perfekt zentriert hat, kann man ja das Guiding über PHD2 fortsetzen, oder ???
Aktuell steuere ich die Aufnahme-Kamera mit APT (Astro Photograpy Tool) wobei die Bilder (auch bei Verwendung der DSLR) auf einer externen SSD am Notebook gespeichert werden. Das finde ich ich auch ganz schick, weil man die Bilder dann am Notebook gleich sehen kann.

versuche mal in PHD2 das "Pol-Drift-Alignment".
@ Silvio : Diese Funktion in PHD2 kannte ich gar nicht. Muss ich mal sehen, ob ich die finde. Danke !

CS
Jürgen
 
Das Platesolving erfolgt doch (wenn ich das richtig verstanden habe) über das Hauptteleskop. StarAid und MGEN "gucken" doch aber nur durch das Leitrohr.
- Also ich möchte am liebsten schon mit dem Windows Laptop arbeiten, weil ich den für den Motor-Focussierer in jedem Fall brauche !
- Ich habe natürlich auch noch das Android Tablet (TAB A), das ist über BT mit der Monti verbunden, weil ich über SkySafari 6 die Monti steuere.

Also, mein Wunsch wäre es halt, dieses automatische Platesolving irgendwie auf meinem Laptop laufen zu lassen, der ist über USB3.0 (Kabel) mit der Hauptkamera verbunden (geht das dann überhaupt auch, wenn man eine DSLR dran hat ?). Die Guiding-Kamera ist über USB2.0 mit dem Laptop verbunden um PHD2 zu füttern.

Man merkt's - hier fehlt vom umtriebigen Frank (aka Frasax) ein gutes Lehr-Video. Der hat zwar eines zum Thema Platesolving gemacht, dass geht aber an deinen Fragen leider eher vorbei:

Daher also dann als langes Posting:
Du kannst i.d.T. ueber USB auf deinem Laptop (I) entweder deine DSLR oder deine ASI533 direkt dem Laptop verbinden, (II) parallel deine Guide-Kamera anschliessen, (III) deine Goto-Montierung ueber (z.B. Ascom) anhaengen und den ganzen Salat (IV) ueber eine Astroaufnahmesoftware (da gibt es mehrere Moeglichkeiten) zentral zusammenfuehren. Du kannst die Aufnahmesoftware auch so konfigurieren, dass diese ihr "Zielobjekt" von einem Planetariumsprogramm wie Ski-Safari empfaengt.
Diese Aufnahmesoftware verbindet sich dann auch (je nach dem welche das ist) mit PHD2 fuer Guiding und fueht dann ueber PhD2 nach.

Kurz zur Begriffserklaerung, was ist eigentlich ein "Sequencer"?
Das ist eine Software, die hierachisch ueber einer reinen Bildaufnahmesoftware (wie z.B. Firecapture), oder einer reinen Nachfuehrungssoftware (wie z.B. MGEN (in diesem Fall sogar in eigener Hardware) oder PHD2) steht und eine ganze Aufnahmesequenz also das ganze Tralala vom Ziel anfahren, Autofokus, eventuell mit verschiedenen Filtern belichten, dabei ueber Guiding praezise nachfuehren, Fokus beobachten und gegebenefalls Nachfokussieren und die Bilder abspeichern alles zentral zusammenfasst. Dabei bedient sich diese Sequencer-Software dann "Unterprogrammen" wie PHD2, Plate-solvern [...] um diese Einzelaufgaben dann konkret zu erledigen.
Der Sequencer ist sozusagen der zentrale Manager des ganzen Aufnahmevorgangs (Goto mit Plate-Solving inklusive).

Dabei gibt es grundsaetzlich zwei Trends, die sich auch in den vorherrschenden Forenmeinungen/Praeferenzen wiederspiegeln:

(1): Leute die wie Du, die seit jeher alles von Hand machen und langsam aber sicher einen Arbeitsschritt nach dem anderen (erst der AF, dann Platesolving, ...) automatisieren, tendieren zu Programmen, die historisch eine aehnliche Evolution hingelegt haben (wie z.B. Sharpcap oder APT):

Sharpcap ist doch aber "nur" eine reine Aufzeichnungs-SW (dachte ich immer).
Denn das war Sharpcap einmal (man kann es auch immernoch so verwenden), inzwischen wird diese Software aber immer mehr Richtung vollwertiger Sequencer ausgebaut. Hier z.B. ein Tutorial, wie man bei SC Platesolving einbinden und benutzen kann:


Genauso kann man auch in APT Plate-Solving einbinden, siehe z.B. hier:


Mit dieser Software fuehlen sich Astrofotografen gut abgeholt, die relativ viel "interaktiv" und von Hand eingreifen wollen und insbesondere auch viele Farbkamera-Benutzer sowie Leute, denen Aspekte einer weitgehenden Automatisierung nicht sonderlich interessiert.

(2): Alternativ dazu hast Du dann die wirklich als "Sequencer" geschriebenen Softwarepakete (hier koennte man z.B. MaximDL, Sequence-Generator, oder NINA als Beispiele nennen, oder Voyager als ganz konsequente Hardcore Variante in dieser Richtung), die ihren Schwerpunkt konsequent auf eine vollstaendige Integration des ganzen Workflows legen (und im Prinzip eine komplette vollautomatisierte Sternwarte fernsteuern koennen). Wer irgendwann mal mit Schmalbandfiltern und Mosaiken oder Belichtungen, die sich ueber mehrere Naechte ziehen hantieren will, oder z,B. einem RASA oder Astrographen, der kommt (sinnvoll) um sowas ab einem gewissen Punkt nicht herum (oder hat Astropurismus und nicht Astrofotografie als Schwerpunkt-Hobby, was ja auch in Ordnung ist... ;) ).
Dass ist fuer viele Entusiasten aus Gruppe (1) erst mal sehr erschlagend, aber ist man mit dem Kopf erst mal durch die gedankliche Wand, dann werden nach der etwas hoeheren Lernkurve wirklich sehr viele Dinge viel, viel einfacher.

Alles allererstes musst Du dich fuer dich mal entscheiden, ob du den Weg #1 oder gleich den Weg #2 gehen willst. Das ist letztendlich irgendwo reine Geschmackssache und auch eine Investitionsentscheidung: Im Fall #1 kommst Du schneller zu Ergebnissen, im Fall #2 hast Du langfristig wesentlich mehr Moeglichkeiten dich zu entwickeln.
Das musst Du wirklich selber entscheiden.

Ich stand vor 2-3 Jahren als alter "visueller" vor der gleichen Frage wie Du, habe mich aber entschieden mit meinen Gewohnheiten zu brechen und bin konsequent die zweite Route gegangen. Da kann Ich dir gegebenfalls gerne weiterhelfen, fuer Fragen wie man APT oder SC "tiefer" mit Platesolving nutzen kann, wuerde Ich dich da an die lokalen Poweruser dieser Software verweisen.
Wenn es eine Lösung für das Platesolving auf dem Notebook gäbe, wäre das super. Gibt es das ???
Das macht eigentlich fast jeder Sequencer (auch APT oder SC). Die nutzen dazu fast alle den Astronomy.net Solver der halt installiert sein muss.
Wenn das dann das Objekt perfekt zentriert hat, kann man ja das Guiding über PHD2 fortsetzen, oder ???
Na klar. Ein guter Sequencer "uebernimmt" PHD2 sogar komplett und triggert ebenso Dithern, wie unterbricht z.B. auch bei Mosaiken das Guiding, schwenkt zum naechsten Mosaikpunkt, laesst PHD2 neue Guide-Stars auswaehlen und startet das PHD2 Guiding wieder automatisch, usw.
Aktuell steuere ich die Aufnahme-Kamera mit APT (Astro Photograpy Tool) wobei die Bilder (auch bei Verwendung der DSLR) auf einer externen SSD am Notebook gespeichert werden. Das finde ich ich auch ganz schick, weil man die Bilder dann am Notebook gleich sehen kann.
Das kannst Du mit allen Sequencern so machen. Mit deiner Canon wird die Kamera dann komplett ferngesteuert, genau wie die ASI533 auch. Daher (siehe dein anderer Thread) ist der integrierte Monitor der Kamera auch komplett Banane, auf den schaust Du ueberhaupt nicht mehr.
Wäre ja auch nicht das K.O., da ich ja momentan auch das Tablet und das Notebook parallel brauche. Braucht ja aber dann für knapp 400 Euro auch noch die ASIAIR-Pro dazu.
ASIAIR ist eine "wir loesen ihren Aerger fuer ihr Geld" Kompaktloesung, fuer alle die einen vollintegrierten Sequencer mit (fast) allem Pipapo wollen, aber sich aber nicht mit Softwareinstallation/Konfiguration behelligen wollen. Der Preis dafuer sind einerseits hoehere Kosten und andererseits gehen dann auch mal einige Dinge nicht (z.B. weniger Kompatibilitaet mit anderen Astrokameras). Und alles was ASIAIR kann, kannst Du auch auf deinem Laptop machen.

Uff - ein langes Posting .... ;)
 
Wohl wahr ;). Aber wie schon Nr.5 sagte :"Brauche Input" :ROFLMAO:
Also vielen Dank dafür !!!
Als "Strafe" dafür jetzt ein etwas umfangreicherer Post von mir (hast Du jetzt davon):
Als ich vor 3 Jahren mit Astronomie gestartet bin (mit einem Celestron Nextar 6SE) habe ich keine Ahnung gehabt, auf was ich mich da einlasse.
Die schicksalhafte Wendung war natürlich nach kurzer Zeit er Wunsch in die Astro-Photographie einzusteigen.
Damit wurde es dann richtig kompliziert, weil ich immer alles so perfekt wie möglich machen möchte.
Bin ja nicht mehr der Jüngste und merke, wie die neuen Technologien mehr und mehr eine Herausforderung werden.
Bin Jahrgang 1953, also jetzt tatsächlich schon fast 70.
Als ich 18 war, durfte ich diese phantastische Zeit der ersten Homecomputer miterleben, habe damals mit Apple und Commodore PET angefangen und Programme in Maschinensprache, Assembler, Basic und Pacal geschrieben. Das ist lange her !
Hardware-mäßig habe ich mit 18 mit Amateurfunk begonnen (siehe hier) und viele Jahre EME (Königsdisziplin Erde-Mond-Erde) Verbindungen gemacht, das heisst, den Mond als Reflektor für Telegrafie-Signale benutzt, was eine Sendeleistung im kW-Bereich und recht große Antennen erfordert.
Das wurde mir dann vor ca 15 Jahren alles zu stressig und aufwändig (jeden Winter ging irgedwas an den Antennenkaputt , gipfelte dann mit dem Totalverlust der großen Antenne und dem Mast bei einem Sturm) und ich habe das komplett abgerüstet und ein neues Hobby begonnen : Nein, noch nicht Astronomie, zunächst Zauberei. Bin dann in den magischen Zirkel aufgenommen worden und musste auch da lernen, wie unheimlich viel man dafür lernen muss.
Zaubern macht aber nur Spass, wenn man damit öffentlich auftritt , und das war nie mein Ding. Nach über 50 Auftritten (in 10 Jahren) auf diversen kleineren Events habe ich das dann auch aufgegeben, weil es mich jedesmal zu sehr aufgeregt hat.
Das war vor 3 Jahren. Und dann habe ich mir halt ein Hobby gesucht, was ruhig, beschaulich und entspannend sein sollte, die Astronomie !
Tja, aber inzwischen ist mir klar, dass Astronomie (insbesondere Astro-Photografie) ein ausgesprochen anspruchsvolles Hobby ist.
Da ich von Amateurfunk und Zauberei weiss, dass es einfach Jahre dauert, bis man da einigermassen Bescheid weiss, ist mir klar, dass ich hier nach ziemlich am Anfang stehe.
Und hier muss ich auch nochmal ein riesiges Lob für dieses Forum aussprechen ! Die Hilfsbereitschaft, die man hier findet ist wirklich unglaublich !!!
Daher auch in diesem Fall nochmal allen (!), die hier was geschrieben haben einen herzlichen DANK.

Ich habe mir vorhin schonmal Sharpcap auf dem Notebook installiert und meine ASI120MM-mini wird schonmal problemlos erkannt.
Gleich muss ich allerdings erstmal abbrechen, da wir heute nachmittag zum Grillen eingeladen sind.

Viele Grüße
Jürgen
Hannover
 
Bevor ich gleich weg muss noch schnell eine Frage:

Das Tutorial für Plate-Solving mit Sharpcap finde ich etwas verwirrend und verstehe es ehrlich gesagt nicht .....

Das Tutorial für Platesolving mit APT gefällt mir erstmal sehr gut, ob ich das hinbekomme ist natürlich die zweite Frage......
Was aber schonmal interessant wäre ist, wie ich das hinbekomme, das Teleskop mit Stellarium zu verbinden, was hierfür ja erforderlich zu sein scheint.
Ich bediene das Teleskop halt im Moment mit Skysafari 6. Wenn das über mein Stellarium ginge, bräuchte ich dann das Android Tablet gar nicht mehr und könnte nur mit dem Notebook arbeiten. Also Stellarium ist natürlich auf dem Notebook installiert. Skysafari verbindet sich über das BT-Modul in der Handsteuerung mit der Montierung. Aber wie verbinde ich das Notebook mit der Montierung ????
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt auch eine Android App "Stellarium Mobile Plus": Stellarium Mobile Plus | Stellarium Labs
Mit dieser APP ist die Verbindung über WLAN als auch Bluetooth möglich. Allerdings habe ich die APP nie über BlueTooth benutzt und kann auch nicht sagen, ob sie in Deiner PC/Montierungs-Umgebung funktioniert...
 
Oder muss die Montierung vielleicht gar nicht direkt mit Stellarium verbunden sein ?
Ist es vielleicht so, dass man quasi über Stellarium das gewünschte Objekt an die Plate-Solving SW "übergibt" und die steuert dann das Teleskop über den ST4-Port und die Guiding-Kamera ???
Also das ist z.B., was mir im Moment nicht klar ist.

Die Skywtcher HEQ5 hat ja an dem Handcontroller einen USB-Anschluss. Ich dachte aber bisher, der sei nur zum SW-Update .... oder kann man die da über USB steuern ? Weiss das jemand ????
 
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Bevor ich gleich weg muss noch schnell eine Frage:

Das Tutorial für Plate-Solving mit Sharpcap finde ich etwas verwirrend und verstehe es ehrlich gesagt nicht .....

Das Tutorial für Platesolving mit APT gefällt mir erstmal sehr gut, ob ich das hinbekomme ist natürlich die zweite Frage......
Was aber schonmal interessant wäre ist, wie ich das hinbekomme, das Teleskop mit Stellarium zu verbinden, was hierfür ja erforderlich zu sein scheint.
Ich bediene das Teleskop halt im Moment mit Skysafari 6. Wenn das über mein Stellarium ginge, bräuchte ich dann das Android Tablet gar nicht mehr und könnte nur mit dem Notebook arbeiten. Also Stellarium ist natürlich auf dem Notebook installiert. Skysafari verbindet sich über das BT-Modul in der Handsteuerung mit der Montierung. Aber wie verbinde ich das Notebook mit der Montierung ????

Zwei Dinge musst Du auseinander halten, denn es gibt zwei Wege sowas zu erledigen:

1) Mit Sharpcap und Stellarium unterhalten sich beide Programme direkt mit der Montierung. Hier mal die gesammte Topologie dieses Setups:

Bild7.JPG


Der Arbeitsablauf sieht so aus:

- Mit Stellarium sendest Du einen Goto-Befehl and die Montierung
- Montierung schwenkt auf die "vermeintliche" Sollposition
- Danach loest man per Hand in SC einen Plate-Solve Befehl aus (wie geht das siehe unten)
- SC nimmt ein Bild auf, fuehrt Plate-Solving durch und sendet die tatsaechliche Ist-Position and die Montierunssteuerung
- Der Goto Befehl mit Stellarium wird wiederholt, aber diesmal kann die Steuerung die Soll-Position wesentlich exakter ansteuern, weil ueber Plate-Solving inzwischen nachkallibiert
- Gegebenenfalls muss man die letzten drei Schritte wiederholen bis man perfekt im Ziel ist

Wie bekommt man das zum laufen?

(I)
Einer der (meiner Meinung nach) besten Platesolver ist ASTAP, den findest Du z.B. hier:


der muss mit der H17 (oder besster der H18) Datenbank installiert werden. Installationspfad bei c:\Program Files (x86)\Astap\ lassen, dann findet Sharpcap das auch gleich.
Installierung ist ansonsten selbsterklaerend.

(II) In Sharpcap in die Settings gehen und den Platesolver (in diesem Falle also ASTAP) so konfigurieren:

bild1.JPG

Vergiss nicht, die richtige Brennweite einzugeben.

(III) In Sharpcap die Montierung verbinden (hier ist nur der ASCOM Simulator als Beispiel verbunden):

Bild2.JPG


(IIIa) Das eigentlich Plate solving machst Du spaeter dann in SC dann hier:

Bild6.JPG


(IV) In Stellaris die Montierung anhaengen, dass macht man wiederum hier:

Bild3.JPG


und dann waehlst Du dir deine entsprechende Montierung aus (muss uber ASCOM laufen, denn der ASCOM Treiber ist deine "Hub" um verschiedene Programme alle mit der Montierung parallel zu verbinden:

Bild4.JPG


Stellarium kann sich jetzt direkt an die Montierung wenden und da einen goto-Befehl an eine Zielkoordinate absetzen.

V) Wie gewohnt PHD2 an den ASCOM-Treiber der Montierung anhaengen:

Bild5.JPG


Und fertig ist die Laube eigentlich.

Ein paar Worte der Warnung:
  1. Obwohl der ASCOM Treiber der Montierung dafuer sorgen sollte, dass alle Programme in Parallel auf die Montierung zugreifen koennen, hatte Ich in so einer Konstellation immer wieder "Haenger" (hab's aber am Himmel schon eine ganze Weile nicht mehr gestestet. Meiner Erinnerung nach kam das auch darauf an, in welcher Reinfolge "siehe Unten in Punkt 2" erfolgt).
  2. In dieser Konfiguration ist noch viel "Handarbeit" gefragt. Als allererstes musst Du sowohl SC, wie auch PHD2, wie auch Stellaris per Hand mit dem ASCOM Treiber der Montierung verbinden. Und danach sieht das Klicke-di-Klick eines Ansteuerns so aus: Du musst also per Hand Guiding mit PHD2 unterbrechen, mit Stellarium einen neuen Goto Befehl senden, in SC ein Platesolving-Update klicken, dann einen zweiten Goto-Befehl in Stellarium, danach mit SC (Bild machen und Plate-Solven) nachschauen ob endlich alles Paletti ist und im Erfolgsfall dann Guiding mit PHD2 wieder einschalten. Uff.
  3. Wenn Du mit der Kombo SC mit PHD2 auch noch Dithering zum laufen bekommen willst, das waere dann noch extra zu konfigurieren (und geht auch nur wirklich gut mit Sc >= 3.3) und das Mini-Tutorial ist erst mal lang genug... ;)
Bequemer ist der zweite Weg, dass waere ein vollintegrierter Sequenzer, denn der macht den ganzen Zirkus unter Punkt 2 (siehe oben) dann vollautomatisch, waehrend Du den bereits genannten Kaffee schlaberst....)

Beim vollintegrierten Sequenzer (wie z.B. NINA, um mal nur ein beispiel zu nennen) sieht deine Topologie so aus:

Bild8.JPG


Da geht dann wie gesagt noch mal mehr, weil NINA dann auch PHD2 fernsteuert und auch den gesammten iterativen Goto-Platesolve-Kram iterativ komplett fuer dich erledigt. Auch kann NINA dann um die Zielvorgabe von Stellarium Koordinaten fuer Mosaik-Bilder erzeugen und anfahren und noch einiges anderes.
Das wird dann aber konfigurationsmaessig etwas zu aufwendig,um dir hier auf Verdacht ein Spontantutorial zu posten. Falls da wirkliches Interesse besteht musst Du dich mal aeussern... ;)
 
Oha, das ist ja ne Menge Input.
Muss ich mir gelegentlich in aller Ruhe reinziehen.
Habe mich erstmal um Kaffee und Kuchen gedrückt und bin noch zu Hause.
Immerhin habe ich schonmal rausgefunden, wie ich die Monti direkt vom PC aus steuern kann, nämlich über dieses EQDir Kabel .
Bin gerade dabei, mir dieses Youtube-Video reinzuziehen, das schein ziemlich genau zu passen (Bin aber erst halb durch).
Skywatcher-Montierung und Notebook.
 
Immerhin habe ich schonmal rausgefunden, wie ich die Monti direkt vom PC aus steuern kann, nämlich über dieses EQDir Kabel .
Bin gerade dabei, mir dieses Youtube-Video reinzuziehen, das schein ziemlich genau zu passen (Bin aber erst halb durch).
Skywatcher-Montierung und Notebook.
Das ist je nach Montierung anders und in deinem Fall Skywatcher spezifisch.
Die "Kabel" auch nicht nur ein Kabel, sondern ein USB-to-Serial Konverter, weil Skywatcher lange halt nur einen serial Port in den Handkontroller verbaut hat.
In jedem Fall brauchst Du zusaetzlich auch ASCOM-Treiber fuer den Handkontroller:


Hier hast Du auch noch mal eine Schritt-fuer-Schritt Anleitung, um die EQ5 erst mal mit ASCOM und Stellarium zum Laufen zu bekommen:


Plate-Solving&Cie kommen dann spaeter (siehe oben) noch oben drauf.
 
Danke.
Werde mir morgen gleich das EQDir-Kabel bestellen und dann erstmal sehen, dass ich die Montierung direkt vom PC aus mit EQMOD und Stellarium steuern kann.
Der Handcontroller ist dann ja gar nicht mehr dran.
Das heisst, diesen ganzen lästigen Kram mit Datum, Uhrzeit usw. was die Steuerung ja immer vergisst, braucht man dann gar nicht mehr ?

Naja, schonmal ein ordentliches Projekt...... Bin gespannt, ob ich das hinbekomme.

So, nu muss ich erstmal los!
Nochmal vielen Dank.

Jürgen
 
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