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rooibos

Neues Mitglied
Hallo,

ich suche Literatur und ein Teleskop mit dem ich die verschiedenen Planten,ihre Monde, Asteroride und Kometen in unserem Sonnensystem genauer beobachten kann!
Wenn ich z.B. unseren Mond betrachten möchte, sollte man schon ein paar Details wie Krater, etc.. erkennen können!
Mein Budget veranschlage ich mal so auf circa. 200€.
Wenn ihr mir dafür ein paar "Empfehlungen" geben könntet, wäre das super!
Wie gesagt, ich bin totaler Anfänger, der bei 0 beginnt!

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />
 
Hi,

also die Idee mit der Literatur ist natürlich grundsätzlich erstmal sehr gut!
Ich bin garnicht so auf dem laufenden was es da alles zum Einstieg gibt, aber auf jedenfall empfehlenswert, und nicht nur für Einsteiger sind folgende Dinge:

-eine drehbare Sternkarte
-Das Buch "der Atlas für Himmelsbeobachter" von Erich Karkoschka
-Das Buch "das Kosmos Himmelsjahr 200x"

Diese Dinge ergänzen sich in einer hervorragenden Weise. Das Kosmos Himmmelsjahr ist ein jählich erscheinender astronomischer Jahreskalender der dich durch das ganze Jahr begleitet und immer auf Ereignisse hinweisst und Beobachtungstips gibt. Ich denke in wenigen Wochen sollte auch schon die 2007er Version im Laden zu bekommen sein. Die 2006er Ausgabe wirst du wohl nimmer bekommen.

Diese Bücher aber sind praktische Helfer die man auch nachts immer dabei haben sollte, aber zur Einführung in die Astronomie sind sie nicht unbedingt gedacht, da gibts aber andere Werke.

Den Tip mit dem 114/900mm Newton (das ist dann ein Spiegelteleskop mit 114mm Spiegeldurchmesser bzw. Öffnung und einer Brennweite von 900mm) kann ich nur unterstützen, das ist schon ein feines Gerät mit dem man ne Menge anstellen kann, aber aus der Stadt heraus macht das auch keinen Spaß, und wenn dann noch Frust dazu kommt weil alles nicht gleich so läuft wie man sich das vorstellt, dann kann es sein, dass man gefrustet wieder die Finger vom Hobby lässt und Probleme wirds am Anfang genug geben, jedenfalls wenn man auf eigene Faust versucht überall durchzusteigen.

Deswegen: Warte noch mit dem Teleskopkauf, auch wenns schwer fällt. Suche dir aktive Sternfreunde in deiner Umgebung und unterhalte dich mal mit denen. Die nehmen dich bestimmt auch mal gern nachts mit raus auf deren Beobachtungsacker und lassen dich auch mal mit deren Geräten beobachten. Dabei kannst du ne Menge lernen, etwa darüber sich am Himmel zurecht zu finden, das richtige sehen, welches man für astronomische Objekte benötigt und eben auch vieles über die Eigenheiten der verschiedenen Teleskope.

So bist du in der Lage auch bald selbst durchzusteigen und entsprechend kannst du selbst auswählen welches Teleskop für dich das beste ist.
Eventuell bist du ja auch dann so feuer und flamme, dass du noch auf ein Gerät sparen möchtest was noch etwas größer ist.
Versuch es mal so, ist meiner Meinung nach der beste und auf dauer auch günstigste Weg.

clear skies,
André
 
Hallo Rooibos!

Herzlich willkommen im Forum! Ich freue mich, dass Du den Weg zur Astronomie gefunden hast und Dich nun mit diesem schönen Hobby beschäftigen willst.

Du schreibst

ich suche Literatur und ein Teleskop mit dem ich die verschiedenen Planten,ihre Monde, Asteroride und Kometen in unserem Sonnensystem genauer beobachten kann!

Zu den Beobachtungsmöglichkeiten eines Spiegelteleskopes mit 114mm Öffnung sei angemerkt, dass Du die Krater unseres Erdentrabanten damit gut sehen kannst, die vier größten Monde des Jupiter erscheinen in soeinem Teleskop als kleine Punkte, die Monde des Saturn werden damit nicht sichtbar sein.
Bei guten Bedingungen (dunkler Himmel und kaum Luftunruhe) wirst Du den Großen Roten Fleck vom Jupiter und seine Wolkenbänder sowie die Cassini-Teilung der Saturnringe sehen können.
Venus und Mars erscheinen als strukturloses flächiges Objekt. Uranus, Neptun, Pluto wirst Du damit nicht sehen, weil die zu weit weg und damit nicht hell genug sind.
Asteroiden kannst Du damit ebenfalls nicht sehen, da diese sehr klein und damit nicht hell genug sind; dafür ist die Lichtsammelleistung des Telekopes zu schwach. Das ist aber auch eher was für Leute die schon seit vielen Jahren dabei sind.
Kometen kommen nur selten und in unregelmäßigen Abständen an der Erde vorbei. Kometen sind auch sehr unterschiedlich hell. Mit dem 114er wirst Du nur alle paar Jahre mal einen sichtbaren Kometen ins Visir bekommen.

Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig vermitteln, was Du von einem 114er-Spiegelteleskop erwarten kannst.

Gruß
Matthias
 
Auf dem Mars sind auch schon Details erkennbar. GRF dürfte auch kein Problem werden, selbst Cassini hab ich schon mit dem Lidl gesehen.
 
Moin, moin! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />

...die Monde des Saturn werden damit nicht sichtbar sein.

Einspruch euer Eh....öhmm...Matthias! ;-)
Also zumindest Titan habe ich als Kind aus dem elterlichen Garten auch schon mit nem Jagdspektiv beobachtet, das hatte so an die 70mm Öffnung und ich glaube mit dem 80mm Fraunhoder eines damaligen Bekannten waren da auch noch mehr Monde zu sehen, aber da will ich mich nun nichtmal zu weit aus dem Fenster lehnen, aber mit dem 114er sollte da auf jeden Fall auch was gehen.

clear skies,
André
 
Moin Matthias!

Ich muß noch etwas weiter in die Kerbe hauen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

> die Monde des Saturn werden damit nicht sichtbar sein.

Mit 114 mm sind durchaus bis zu fünf Monde am Saturn auszumachen: Titan, Rhea, Tethys, Dione, sowie Japetus in günstiger Elongation.

> Uranus, Neptun, Pluto wirst Du damit nicht sehen, weil die zu weit weg und damit nicht hell genug sind.

Uranus und Neptun sind Objekte der 6. und 7./8. Größenklasse. Mit Durchmessern von 4" und 2" sind sie im 114er bei Vergrößerungen ab 150x bzw. 200x als flächige und farbige Objekte auszumachen.

> Asteroiden kannst Du damit ebenfalls nicht sehen

Im 114er sind bereits mehrere Dutzend Asteroide in Reichweite...

> Mit dem 114er wirst Du nur alle paar Jahre mal einen sichtbaren Kometen ins Visir bekommen.

Grob geschätzt wird man mit einer solchen Optik etwa 1x pro Jahr einen ausreichend hellen Kometen ausmachen können...

...und zu guter Letzt: Hunderte von DSO liegen ebenfalls in Reichweite eines solchen Teleskops. Das ist ein Beobachtungsprogramm für viele Jahre! Alles nur eine Frage des Kartenmaterials.

Ich hatte schon einige 114er im Besitz und bin seit langem Fan meines TAL-1 (Newton 110/800 mm).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Micha!
Wenn Du mit DSO DeppSkyObjekte meinst, dann stimme ich Dir zu. Ausmachen kann man die sicherlich. Aber mehr auch nicht. Man sollte einem Einsteiger nicht vormachen, ein 114er wäre ein DeepSky-Gerät. Warum war ich dann nur so blöd und habe mir ein 250/1250 gekauft?
Ausmachen alleine macht keinen Spaß. Man wird nur schwache Matschflecken sehen. Keine Details oder Konturen. Und die ganzen (für mich zumindest) interessanten Objekte wie lichtschwache Nebel wird man definitiv nicht sehen können. Die Andeutung der 20 hellesten Kugelsternhaufen ist für mich mit der "Sichtbarkeit von Hunderten von DSO" nicht wirklich vereinbar. Es sei denn Du wohnst in Namibia, wo der Himmel perfekt dunkel ist...
Gruß
Matthias
 
warum werden dann Refraktoren mit 80mm Objektiven und weniger verkauft wenn man darin nix sieht? 114mm sind für Kugelsternhaufen, offnee Haufen und auf Nebel erstmal gut genug. Das kann ich als fleißiger Lidlskopebenutzer nur bestätigen und mein 4 Zoll Reiserefraktor macht auch ne Menge Spaß.
 
Hallo Matthias,

1. Warum dieser Ton?

Nun zur Relativierung Deiner Einschätzungen, die stark einseitig und unzulässig scheinbar allgemeingültig abgefaßt sind. Hier kann ich die Vorposter nur unterschützen und möchte noch auf a) die Tabelle im Karkoschka zur Anzahl machbarer Objekte öffnungsbezogen hinweisen und b) empfehlen, mal auf Homepages von Beobachtern zu surfen, die mit 114ern arbeiten.

2. Hast Du Erfahrungen mit 114ern? Unter welchen Bedingungen? Im Vergleich zu welchen Geräten unter diesen Bedingungen?

3. Wie kommt es zu der fraglos unzulässigen Behauptung, a) daß mit 114 nur "Ausmachen" ginge, b) daß das prinzipiell keinen Spaß machen könne?

4. Es braucht nicht Namibia, dunkle Stellen in sehr dünn besiedelten Gebieten gibt es auch hier, teilweise in unseren Mittelgebirgen. Wenn Du dann mit 3-4 mm AP (ca. 25-32 mm Okular) beobachtest, sind durchaus auch Galaxien zu erkennen, auch PNs (evtl. AP geringer wählen). Haufen sind sowieso zu machen.

Mit größerer Öffnung wird die Reichweite natürlich schnell wesentlich größer und noch viel mehr Objekte sind drin bzw. besser aufgelöst. Daher hat sich heute als Allrounder ja auch für Einsteiger mit eher geringem Budget 8"-f/6 zu recht so durchgesetzt. Hinzukommt, daß diese Geräte auch eine gute Planetenleistung abliefern, erst recht nach einigen problemlosen Tuningmaßnahmen.

Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
Hallo "rooibos" und herzlich Willkommen im Forum,

der genannte 114/900er ist ein sehr typisches und bewährtes Gerät für Einsteiger mit geringem Budget.

Sicherlich helfen Dir unsere beratrischen Hinweise und Hintergründe. Das Beste aber ist es, Kontakt zu Sternfreunden in der Nähe aufzubauen und mit diesen gemeinsam unterm Sternenzelt zu quatschen und mit deren Geräten mal zu beobachten. Dies ist sehr hilfreich, wertvoll und nicht zu ersetzen. Eine Kontaktaufnahme könnte durch unser Treffpunktforum gelingen, über unsere Mailfreundschaften (Astronomie.de-Portalseite links in der Linkleiste, nicht auf der Foren-Start-Seite) oder über unser Vereinsverzeichnis zur Freizeitastronomie hier (GAD, ebenda).

Sollte - nach hoffentlich noch ausgiebiger und sorgfältiger Diskussion und Abwägen - es ein 114/900-Newton werden, würde ich mir unbedingt überlegen, ob die Beipackokulare in eine angedachte Okularpalette für den gesamten Arbeitsbereich (Vergrößerung, Austrittspupillen-Größe) optimal passen. Sollte da ein 25er Okular im Paket sein, würde ich auf jeden Fall - selbst bei Aufpreis - in ein 32er Taiwan-Plössl wandeln, dies böte dann nämlich Minimalvergrößerung bei max. Feld am Himmel. Ausgehend von diesem überlegen, welche Reihe nach unten fortgesetzt werden soll und ggfs. auch ein eventuell 2. beiliegendes wandeln. Da solltest Du vielleicht noch hier um Okularberatung anfragen, wir werden sicher gern helfen und Du bekommst dann ein Maximum an Leistung für das Gesamtbudget.

Dein Budget mit 200 Euro ist sehr nah am 8"-f/6-Dobson (200/1200 Newton auf "Rockerbox-Monti"). Nur zur klaren Information: wenn Du da noch etwas drauflegst und/oder im Gebrauchtmarkt, bei Aktion/Messe/Teleskoptreff schaust, wäre der Leistungssprung in JEDER Hinsicht sehr gewaltig!

Dies habe ich neulich schon mal geschrieben, daher hier nochmals einkopiert (und geringfügig geändert), so einiges wesentliches zum 8"-f/6-Dob für "Einsteiger, die mehr wissen wollen":

mit den unter allen Bedingungen bewährten, wirklich visuell allroundfähigen und kostenschonenden Dobsons 200/1200 (Achtzoll-f/6) gelingen freudvolle Beobachtungen, und kaum wird je jemand ein solches Instrument wegen Unzufriedenheit wieder dringend loswerden wollen (eher wegen weiterem Aufstieg nach Jahren). Ich habe selbst einen solchen und kenne so einige Sternfreunde, die auch voll zufrieden sind. Das Gerät bietet auch bei Bastelwillen Möglichkeiten zur Leistungssteigerung (Tuning), das sind aber nur Optionen, auch ohne ist es ein solides Leistungsgerät. Bis man wirklich alles, was damit möglich ist am Himmel gesehen hat, kann man schon Uropa werden...

Das Gerät hat im Vergleich zu vielen kleineren Geräten im Budgetrahmen einige Vorteile, die ich mal kurz aufführen möchte:

- viel Geld geht in die Optik, kaum etwas in die solide brauchbare Montierung (Rockerbox, sozusagen "Möbelstück")

- 200 mm Öffnung bieten ordentliche Auflösung und Vergrößerungspotential. (Bei anderen geringer öffnenden Geräten im Budget wird schnell das Ende der Fahnenstange erreicht.) Öffnungs-Preis-Leistung ungeschlagen.

- mit f/6 ist das Gerät a) okularunkritisch (auch niederpreisigere Okulare arbeiten gut), b) universell einsetzbar (von richtiger Geringvergrößerung bei großen Feldern bis zur Hoch- und Höchstvergrößerung geht alles; andere bes. kompakte Geräte können oft nicht so gut weite Felder; vollständig nutzbarer AP-Bereich im Vergleich zu vielen anderen Geräten im Budget von 7mm-0,8mm ca.) c) justierbar, relativ justierstabil und justierunkritisch (gegenüber "schnelleren" Geräten: f/5...f/4)

- durch den Zwei-Zoll-Okular-Auszug können weitwinklige Zwei-Zoll-Okulare verwendet werden, die sehr freudvolle Spaziergänge am Firmament ermöglichen.

All diese bekannten und gern genutzten Vorteile haben das Gerät heute zu DEM Allrounder für geringe Budgets in der Freizeitastronomieszene gemacht. Entsprechend groß ist auch die Konkurrenz, das Marktangebot, die Häufigkeit auf dem Gebrauchtmarkt, die sehr gute Preis-Leistung und überhaupt der relativ geringe Kostenrahmen.

Gegenüber praktisch allen kleineren Geräten im Budget, liegt der Dobson in einer ganz anderen Leistungsliga. Das Schöne: im Preise kaum!

Anmerkung zum Transport: Dobson: Rockerbox und Rohr, passt auch in jeden Kleinwagen. Parallaktischer Newton: Tubus, Montierungskopf, Gegengewichtsstange mit Gegengewicht, Stativ, (evtl. biegsame Wellen, Steuerung, Batteriepack). Im Vergleich tut sich nicht viel. Wenn man die jeweils fürs schwerste Teil rund 10 kg körpernah trägt, gibt es eigentlich keine Probleme.

Anmerkung zu Okularen: ganz unabhängig davon, welches Gerät es auch immer wird (am besten mit Sternfreunden vor Ort vergleichen!!) - Du wirst Okulare brauchen. Meist ist die Minimal-Anfangsausstattung: Ein Übersichtsokular (lange Okularbrennweite, geringe Vergrößerung, großes Feld am Himmel, große AP=Lichtmenge, wenn 2-Zoll geht, dann sehr gern), ein mittleres und eins für hohe Vergrößerung (geringe Okularbrennweite). Die letzteren können unter Umständen auch erstmal durch eins der marktgängigen sehr niederpreisigen und bewährten Zooms ersetzt werden, ein gutes, meist weitwinkliges Hoch-Höchstvergrößerungsokular ist dann zu überlegen. Wenn Du Dein Gerät gefunden hast (wie gesagt, am besten mit Sternfreunden unterm Himmel), auf jeden Fall schlauerweise noch hier klar eine Okularberatungs-Diskussion anregen, da gibt es viel zu beachten und Du kannst auch hier durch kluge Wahl für Dein Budget das Maximum rausholen. Häufig sind die Beiliege-Okulare eher überflüssig, wenn man schon genau (oder wenigstens brennweitenmäßig) weiß, welche man haben wird oder mitbestellt, so kann das Beiliege-Okular eventuell gewandelt werden. Wäre ja schade Geld dafür auszugeben, wenn man es nicht oder nur sehr sporadisch nutzt.

Anmerkung zum Kauf: Pakete (=Scope plus Okulare z. B.) bringen gewöhnlich Vergünstigungen, Messen, Aktionen und Teleskoptreffs sind auch typische Gelegenheiten nochmals einen Zusatznachlaß zu erzielen, direkt vor Ort (Messe, T-Treff) fallen auch keine Porto-Kosten an.

Anmerkung zu Tuningmöglichkeiten bei gewissem Bastelwillen:

die zum typischen "Tuning" geforderten Arbeiten sind abschrauben und anschrauben, kleben und schneiden. Mit 2-3 Schraubendrehern und einer starken Schere ist die nötige Werkzeugausstattung schon komplett. Am Dobson umfaßt das typische Tuning einige Dinge, die ich kurz mal beschreiben will:

- Okularauszug: (nur bei Bedarf): gegen mögliches "Schlackern" Tesastreifen längs aufkleben. Dauer: Minuten, Kosten: Cents

- Tiefschwärzung: (anzuraten): durch Lösen der haltenden Schrauben wird die Hauptspiegeleinheit, der Okularauszug und die Fangspiegelspinne ausgebaut. Schwarzvelours-Selbstklebefolie aus dem Baumarkt für komplett vielleicht 18 Euro wird nach Absaugen und Fusselabrollen in den Tubus und das Innere des Okularauszugs eingeklebt. Alle Abbauten wieder in umgekehrter Reihenfolge einbauen. Dauer: vielleicht 2-3 Stunden.

- Lüfter: (anzuraten): die einfachste Möglichkeit meines Erachtens ist ein Computerzubehör-Lüfter, der auf schwarze Hartschaumplatte angebracht wird. Die billige Hartschaumplatte ist schwarz, wetterfest, leicht und mit einer starken Schere zu schneiden. So wird für den Lüfter ein Loch und am Umfang der Hauptspiegelzelle unten ein entsprechender Ausschnitt ausgeschnitten, daß eine Lüfterverplattung entsteht, und der Venti die Luft aus dem Tubus am Hauptspiegel vorbei nach unten außen weg zieht. Abdichtung kann durch Moosgummi erfolgen, Fixierung über Gurte, Klett, Gummiband oder Magneten. So kühlt das Instrument schneller aus, läuft der fallenden Nachtkühle nicht weit hinterher - bildverschlechterndes Tubus-Seeing bleibt aus - und schließlich wird noch überhaupt für Hochvergrößerung die Luftströmung koordiniert, was der Abbildung zuträglich ist. Mit Akkus vom Discounter, einem Batteriehalter von einem beliebigen Elektro-Discounter und der benötigten 20x40cm²-Hartschaumplatte aus dem Baumarkt kann eigentlich nichts schief gehen. Das ganze ist einfach spurenlos abnehmbar und für rund 20 Euro komplett zu realisieren. Bei gewissenhafter Ausführung wird der Anfänger wohl einen Nachmittag brauchen.

- Tubusverlängerung himmelwärts: (empfehlenswert) bringt bessere Abschirmung von Streulicht und der Atemwärme des Beobachters, schützt noch zusätzlich den Fangspiegel vor Tau und Reif, spurenlos abnehmbar. Ich empfehle einen dreischichtigen Aufbau: innen Selbstklebe-Schwarzvelours, mittig: 1,25-mm-PE-Folie (Meterware Baumarkt, Eurofuffzich) und außen Heizkörpertapete (ca. 8 Euro für das ganze Rohr). Die Tubusverlängerung sollte leicht trichterförmig öffnen zum Himmel hin (für die üblichen Tuben des Marktes). Vielleicht eine halbe Stunde Aufwand.

- Tubusisolierung: "Heizkörpertapete"=biegsames Styropor, mit Aluminiumfolie beklebt mit der Alufolie nach außen auf der Rolle für wenig Euro im Baumarkt: In mehreren Stücken um den Tubus gelegt, eventuell Zuschnitt für Höhenräder mit der Schere. Befestigung durch Gurte, Riemen oder Gummispannringe. Spurenlos abnehmbar. Beruhigt die Luft noch weiter im Rohr, schirmt vor Beobachterwärme ab, denn jede Wärmeschwade stört die Wellenfront der Objekte massiv. Bildverbesserung. Schnell und unkompliziert.

-Rockerbox: meiner Erfahrung nach hilft für etwaige Probleme der AZ-Drehbewegung (rechts/links) das saubere Einstellen der Zentralmutter und gegebenenfalls Anbringen einer Kontermutter (Cents, Sekunden). Im Höhenlager half mir das einseitige Aushängen der Spannfeder und Anbringen von Aquarienmagneten (3 Stck aus dem Discounter, sind schön velourst) als "Gegengewicht" in Hauptspiegelnähe. Tipp: von unten her anbringen, dann bleibt das Gleichgewicht auch bei unterschiedlicher Höhenausrichtung erhalten.

Mit diesen Maßnahmen ist die Leistung jedwelchen Newton-Geräts, gleich ob Dobson oder parallaktisch nochmals deutlich höher, wenn er nicht bereits so sein sollte (im High-End-Bereich durchaus möglich). Gerade für budgetlimitierte Einsteiger kann so nochmals kostenschonend ein Leistungsschub erzielt werden. All diese Bastelarbeiten kommen mit Schrauben, Kleben und Schneiden aus, so daß weder ein Maschinenpark noch sonstwelche Fachfertigkeiten nötig sind. Die Materialien sind niederpreisig und gut verfügbar. Die einzelnen Maßnahmen sind auf vielen Homepages von Mitgliedern dokumentiert und genau beschrieben. Auch ist es gang und gäbe, sich dabei unter Sternfreunden zu helfen. Schließlich: bis auf die Tubusinnenschwärzung durch das Klebevelours sind alle Maßnahmen spurenlos abnehmbar. Falls also - entgegen den Erwartungen - doch einmal ein Weiterverkauf anstehen sollte oder beim Basteln etwas nicht perfekt gelingt, macht das dem Gerät selbst nichts. Der für Anfänger als problematischst anzusehende Knackpunkt ist vielleicht die Grundjustage nach dem Velours-Tuning, hier sollte man sich vielleicht einen bewanderten Sternfreund zu einladen, oder die Justage bei einer gemeinsamen Beobachtung unterm Firmament mit diesem zusammen machen. Die Kenntnis um die Justage brauchst Du sowieso, so daß auch dies relativiert zu sehen ist.

Um nicht mißverstanden zu werden: all diese Bastelmöglichkeiten sind optional. Auch ohne ist der Standard-200/1200-Dobson schon ein voll einsetzbares freudvolles Leistungsgerät. Mir war nur wichtig, mal klar aufzuzeigen, daß die üblichen Tuningmaßnahmen keine unüberwindbare Schwelle für den Einsteiger sind, daher habe ich das auch so klar geschildert. Besonders die Gängigkeit - falls es da Suboptimalitäten geben sollte - ist mit wenigen Handgriffen getan, das ist ja nicht wirklich Basteln. Ebenso eventuell nötige Verbesserung des Laufs am OAZ. Von groß Basteln beim Aufbringen zweier Tesastreifen kann man ja eigentlich nicht sprechen. Dennoch können allein diese beiden - nur eventuell nötigen - Schnellmaßnahmen unterm Sternenzelt bereits viel bringen.

Nochmal ganz ganz knapp zum 200/1200: kann visuell alles (Weitfeld bis Planet, riesiger Arbeitsbereich), alles sehr ordentlich (Licht, Auflösung), Okulare nieder-midpreisig wunderbar einsetzbar, Reichweite (Objektzahl) vergleichsweise groß. Während ein Erstgerät mit geringer Öffnung häufig nach Monaten bis Jahren um ein anderes ergänzt wird, ist eine 200er Öffnung in aller Regel ein Gerät für lange Zeiten.

Schließlich: über Motorisierung (entweder 2achsig hoch/runter-rechts/links oder EQ-Plattform) ist sogar hoher Beobachtungskomfort im Sinne einer Nachführung für visuell nachrüstbar - vielleicht für Hochvergrößerungsfans von gewisser Bedeutung. Hier würde der Mond als beliebtes Objekt im Winter wegen hohem Stand über dem Horizont eine Rolle spielen, die Planeten auch, da ist aber für einige Jahre nicht so viel drin, weil die leider erstmal eher unattraktiver sind: Saturns Ringöffnung wird immer geringer, Mars bleibt bei seinen 2jährigen Oppositionen leider recht klein, Jupiter bis etwa 2011 für uns hier im horizontnahen Dunst, Dreck und in der höheren Luftunruhe dort. Aber bei guter Einstellung der Gängigkeit und Verwendung von weitwinkligen Okularen für Hochvergrößerung ist eine Motorisierung auch beileibe keine Pflicht, sondern nur Option. Bei guter Verstellbarkeit macht auch Hochvergrößerung Spaß - so wie das Gerät vom Anbieter kommt.

Die eventuell kleine Preisstufe bei Neukauf zu Deinem Budget entscheidet schon heftig über die Gesamtleistung. (Vor 15 Jahren wäre für den Durchschnittssternfreund eine solche Öffnung wohl meist ein Traum geblieben und lag preislich in einer anderen Größenordnung. Die Augen und Objekte aber sind gleich geblieben...)

Ich wünsche Dir Kontakte zu Kollegen in der Nähe, eine besonnene Teleskopwahl und klare Himmel mit Top-Bedingungen,

Matthias.
 
Moin Matthias!

> Man sollte einem Einsteiger nicht vormachen, ein 114er wäre ein DeepSky-Gerät.

Das sagt niemand. Der 114er ist kein Lichteimer wie ein 250er, das ist logisch. Trotzdem sind haufenweise DSO in Reichweite, und die bestehen nicht ausschließlich aus kleinen Kugelsternhaufen und lichtschwachen Galaxien. Da bleibt noch genug für kleinere Optiken übrig, woran man auch Details erkennen kann.

Ich mag es nicht, wenn geschrieben wird, daß mit 4,5" nur der Mond und ein bischen Saturnring zu sehen sind. Genau durch solche Aussagen wie oben - auch die "kleinen Ungenauigkeiten", die oft nur vom Hörensagen weitergegeben werden - landen solche Teleskope schnell in einer Schublade. Nichts ist so dauerhaft wie ein Teleskop-Mythos. Da hilft nur eins: Selber mal intensiver durchgucken und erst dann meckern.

Ich meine, astronomische Beobachtungen sind eine Frage des persönlichen Anspruchs. Dabei hat bestimmt jeder andere Vorstellungen. Die Frage ist wirklich gut: "Warum werden so viele Kleinoptiken unter 4" gekauft, wenn man damit angeblich nichts sehen kann?!"

Das Dumme ist nur: Mit 10" z.B. sieht man sicher an den hellen DSO mehr... - doch plötzlich tauchen noch mehr FFO ("faint fuzzy objects") im Okular auf, dann nicht Hunderte, sondern Tausende. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> - ...und schon geht der Öffnungswahn munter weiter...

BTW: Interessant ist die Fleißarbeit von Christian Schreiner ( http://www.himmel-und-er.de/liste.htm ) - dort sind bestimmt nicht nur unstrukturierte Nebelflecken unter Namibia-Himmel beschrieben, die mit einem 110 mm-Newton zu sehen waren.
 
Hallo

Ein 114er ist als Einstiegsgerät wie viele schreiben gut geeignet. Ich hab mit einem 50mm Kaufhausrefraktor angefangen! Dann kam der 76mm Newton. Mit dem konnte ich schon Uranus und Neptun beobachten und auch einiges Deep Sky.

cs

Markus
 
Hallo Zusammen!

@Kosh
Zitat:
"warum werden dann Refraktoren mit 80mm Objektiven und weniger verkauft wenn man darin nix sieht? 114mm sind für Kugelsternhaufen, offnee Haufen und auf Nebel erstmal gut genug. Das kann ich als fleißiger Lidlskopebenutzer nur bestätigen und mein 4 Zoll Reiserefraktor macht auch ne Menge Spaß."

Das man in einem 114er Newton nix sieht, habe ich nicht behauptet. Man sieht darin sehr schön Mond und die nahen/hellen Planeten, und ein paar wenige DS-Objekte. Es kommt natürlich immer auf die Bedingungen (Seeing, Stadtlicht) an. Verkauft werden auch Teleskope mit 70er Öffnungen, als günstige Einsteigeregeräte zum testen, ob einen das Hobby wirklich interessiert. Refraktoren sind ein ganz anderes Thema, da diese keinen Fangspiegel und damit auch keine Beeinträchtigung durch Abschattung haben.

@Matthias Müller
Zitat:
"1. Warum dieser Ton?

Nun zur Relativierung Deiner Einschätzungen, die stark einseitig und unzulässig scheinbar allgemeingültig abgefaßt sind. Hier kann ich die Vorposter nur unterschützen und möchte noch auf a) die Tabelle im Karkoschka zur Anzahl machbarer Objekte öffnungsbezogen hinweisen und b) empfehlen, mal auf Homepages von Beobachtern zu surfen, die mit 114ern arbeiten.

2. Hast Du Erfahrungen mit 114ern? Unter welchen Bedingungen? Im Vergleich zu welchen Geräten unter diesen Bedingungen?

3. Wie kommt es zu der fraglos unzulässigen Behauptung, a) daß mit 114 nur "Ausmachen" ginge, b) daß das prinzipiell keinen Spaß machen könne?"

Also Ton in einem Forum-Beitrag zu erkennen kommt immer sehr auf die Verfassung des Lesers an.
Wie Du selber sagst, habe ich lediglich meine subjektive Meinung gepostet, wo Du den "Anspruch auf Allgemeingültigkeit" herzauberst weiß ich nicht. Die Erfahrung vieler Forums-Mitglieder zeigt jedoch, dass ein 114er Newton keine DS-Kanone ist. Auf Deine einzelnen Fragen will ich nicht weiter eingehen, aber vielleicht stellst Du (wenn Du Dich wieder abgeregt hast) in einer ruhigen Minute einmal selber in Frage, was Du mit diesen Fragen eigentlich erreichen willst.

Gruß
Matthias
 
@ Matthias Müller

Warum überschüttest Du zum zweiten mal in dieser Woche einen Anfänger der noch garkeine Kaufentscheidung getroffen hat mit Tuning-Tips für Dobsons? Ein Anfänger, der gerade dabei ist die Grundlagen der unterschiedlichen Optiken zu sortieren wird davon doch nur abgeschreckt. Meiner Meinung nach ist das viel zu früh. Zudem habe ich oben bereits auf den Nachbar-Thread verwiesen, aus dem Du Deinen Text kopiert hast.
Außerdem dachte ich, hier würde der 114er Newton auf Montierung verfochten.
Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias,

ich bin der Meinung, daß möglichst viel aufbereitete und relevante Information - prägnant dargestellt und mit klartextlich genannter Bedeutung dieser - eine besonnene Entscheidung für nachhaltige Freude mitbedingen. Ich gehe in meinen Ausführungen genau auf die Einordnung dieser detaillierten Zusammenhänge ein: ich schreibe (2x) ausdrücklich, daß bereits ein "ungetuntes" Gerät eine sehr gute Leistung bringt und die Tuningmöglichkeiten lediglich optional sind zur weiteren Verbesserung. Besonders gut gefällt mir übrigens, daß die meisten Tunings ohne spezielles Werkzeug, ohne spezielle Fachkenntnisse und problemlos spurenlos voll rückbaufähig sind. Auch die gute Dokumentation und die durchweg guten Erfahrungen sind auf vielen Homepages von Sternfreunden heute leicht zu finden. Ich denke nicht, daß "Anfänger" von prägnanten und wichtigen Informationen abgeschreckt werden. Zudem leiten die Hinweise auch in übergeordnetem Rahmen an, welche Punkte denn wichtig sind: Präzision am OAZ, Gängigkeit des Geräts, Auskühlung wegen Tubus-Seeing, Wichtigkeit der Justage...

Das mit dem Link von Dir ist mir durchgegangen. Ich hatte früher auch des öfteren verlinkt, mußte aber die Erfahrung machen, daß Links letztlich eher selten als Querverweis tatsächlich zur Diskussion gehörend berücksichtigt wurden bei Einsteigern im Forum. Daher arbeite ich jetzt unter anderem mit Textbausteinen und angepaßtem Copy&Paste. Es hat sich bereits als effektiv herausgestellt.

Meinungen differieren, doch glücklicherweise haben wir ja heute sowohl den Speicherplatz als auch die Bandbreite (selbst mit Modems sind 5k Text ja ruckzuck da), daß es kein Problem gibt, all diesen Meinungen ihren Raum zu geben. Ich denke weiter, daß ja a) jeder die Möglichkeit hat, Texte nicht zu lesen bzw. b) jeder die Möglichkeit hat, Texte bei relativem Unverständnis mehrfach zu lesen, zu recherchieren, nachzufragen. Das finde ich persönlich gut. Einen Anfänger nur mit "niederschwelligen Weisheiten quasi in Watte gepackt" zu irgendeinem Gerät hinzu"schreiben", halte ich persönlich für falsch. Das können gern andere tun, wir haben ja genug Raum dafür. Meine Ansicht: gute Entscheidungen basieren auf Mündigkeit. Mündigkeit basiert auf Informationen und Verständnis. Und zu diesen Punkten denke ich, daß ich beigetragen habe.

Ich empfinde das so, daß hier gar nichts verfochten wird, sondern eine lebendige, meist sachbezogene und hilfreiche beraterische Diskussion läuft. Es werden sicherlich noch viele Dinge besprochen, vermutlich auch noch andere Geräte.

Ich habe mal einen visuell allroundigen Preisleistungsgiganten mit zahlreichen Hintergrundinformationen in die Diskussion eingebracht, zu Erwartungen, Bedingungen, Objektklassen und derartiges werden wir wohl auch noch kommen.

Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
Hallo Matthias,

Ton:

man kann beispielsweise schreiben, ein Gerät würde nicht hinreichend gut schwache Objekte auflösen, so daß viele Sternfreunde das als nicht freudvoll bezeichnen. Oder man kann schreiben, daß das Teil höchstens "Deppsky" kann, bloß Matschflecken zeigt, wenn man nicht in Namibia ist, und daß man selbst "nicht blöd war, als man sich extra 10" geholt hatte". Die (m. E. nicht hinreichend differenzierte) Sachinformation ist ähnlich, nicht aber der Unterton. Ich bin mir sicher, daß dies nicht maßgeblich am Leser liegt. Des weiteren: ich bin nicht aufgeregt. Ich habe kein Problem mit Deiner Ausdrucksweise, will aber sowohl den Inhalt als auch Deine Art der Meinungsäußerung behandeln, sofern ich das als nötig/sinnvoll ansehe und dazu Lust habe und mir die Zeit nehmen möchte (Metakommunikation).

Sachlich:

Allgemeingültigkeit: "Ausmachen alleine macht keinen Spaß". Ich hab selbst einen (114/450-parabol) und habe Spaß damit an Deepsky, wie auch andere, die sich hier bereits geäußert haben und auch allgemein bekannt sein müßte, auch im Grenzbereich der Möglichkeiten des Gerätes (Ausmachen).

Daß Du meine Fragen nicht beantworten möchtest, ist Deine Entscheidung. Die ruhige Minute hatte ich mir schon beim Formulieren meiner Fragen genommen: meine Fragen sollten darauf abzielen, Deine Meinung zu DS mit 114ern mit Fakten deiner Wahrnehmung am Gerät unter dem Sternhimmel zu hinterlegen.

Deine Entscheidung, diese Informationen nicht zu liefern, werde ich - und jeder andere auch hier - sicher selbst einzuordnen wissen.

Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
Hallo Matthias Müller!
Es ist wirklich schön, wie manche Leute sich profilieren müssen. ich dachte dies wäre ein Forum das sich mit teleskopen beschäftigt, nun muss ich aber einsehen, dass es auch gelegentlich missbraucht wird, um das eigene ego zu streicheln, indem man andere mit unterschwelligen andeutungen persönlich angreift, ohne dass es sachliche begründungen gibt.
meine ausdrucksweise hat nichts mit ton zu tun. "deppsky" war ein tippfehler, tut mir aufrichtig leid. "matschflecken" beschreiben das ganz gut, was ich mit meinem 130/1000 an M13 gesehen habe und wurde hier im forum von mir nicht als erstes benutzt sondern ist eigentlich eine landläufige sallope ausdrucksweise für "nicht in einzelsterne aufgelöst". aber hochtrabende formulierungen sind nicht mein ding, ich spreche auch lieber von abschattung als von obstruktion, damit der anfänger der hier beraten werden möchte, nicht erst zu wikipedia muss.
"Namibia" ist natürlich etwas übertrieben, aber übertreibung ist durchaus nicht verboten, wenn man dieses stilmittel einsetzt um eine aussage zu verstärken/betonen.
Deine Fragen tun nichts zur sache, da sie ein 114er Newton immer noch nicht zur DS-kanone machen. Man bekommt höchstens schnell das Verlangen nach mehr Öffnung.
Wie Du Deine Fragen einordnest ist Dir natürlich frei überlassen. Da ein 114er (eingangs gibs ja um eines mit 900mm Brennweite und spärischem Spiegel) ja nun offensichtlich so viel Spaß macht, frage ich mich wer die ganzen großen parabol-geräte eigentlich kauft, und warum die gekauft werden.
Da ich mich nicht profilieren muss, unterlasse ich es jetzt mal Deine Formulierungen aus dem Kontext zu reißen und und als fraglos unzulässigen Schwachsinn darzustellen, wozu Du bestimmt wieder eine passende Antwort hättest.
So kann man auch ein Teleskop-Board füllen. Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß mit Deinem 114/500 parabol an DS-Objekten.

Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias,

wenn Du das, was ich als differenziert sachbezogen und metakommunikativ prägnant bezeichne, als Profilierung meinerseits verstehst, so ist Dir das freigestellt. Mich interessiert das nicht. Gleiches gilt für Deine Ansicht mit dem Egostreicheln. Ich sehe meine Beiträge als sachliche Information und wo in einer Beratung etwas zu knapp, zu hintergrundlos, zu wenig differenziert oder eventuell falsch verständlich ist, da hake ich nach, wenn mir danach ist. Wenn sich in einem Thread auf einem Nebenast Metakommunikation ergibt, dann ergibt sie sich eben. Jedem ist freigestellt, dies zu überlesen oder nicht, Platzprobleme haben wir nicht.

Ich kann keine unterschwelligen Andeutungen meinerseits erkennen, ich schreibe, was ich meine und ich meine, was ich schreibe. Sachliche Begründungen liefere ich, eventuell haben wir da differierende Meinungen, dann haben wir dies offenbar nun klar festgestellt. Eine weitere Kommunikation darüber erachte ich als uninteressant.

Auf die Idee eines Tippfehlers war ich nicht gekommen (Deppsky), sorry meinerseits.

Fremdwörter eher nicht im Einsteigerforum zu verwenden, oder erklärend einzuführen, finde ich gut, daran orientiere ich mich auch.

Ob Stilmittel "verboten" sind, steht m. E. nicht zur Debatte. Es geht mir um eine differenzierte Darstellung der Sachlage, da empfand ich Deinen Beitrag als zu salopp, zu verkürzt, daß effektiv ein falscher Eindruck entstehen könnte. Mittlerweile dürfte dies aber nun - auch durch die geposteten Erfahrungen anderer - in dieser Diskussion klar geworden sein.

Meiner Ansicht nach sind meine Fragen zur DS-Fähigkeit eines 114ers durchaus geeignet, in eine Diskussion über die Fähigkeiten differenziert einzuleiten. Eine "DS-Kanone" (DS-Spezialist) wurde hier noch gar nicht gefordert oder besonders angesprochen.

Es ging mir nicht darum, ob 114er so viel Spaß machen, sondern darum, ob sie "sicher keinen Spaß machen können". Als leistungsfähigere Geräte sind - genau wie Du schreibst - größere Öffnungen bekannt und beliebt, weswegen ich ja auch bereits differenziert den 8"-f/6 beschrieben habe und auch selbst nutze.

Am meisten interessiert mich in dieser Diskussion, was denn der Threaderöffner nun sachbezogen so schreiben wird, in welche Richtung unsere sachlich-beraterische Diskussion nun laufen wird.

Danke für die guten Wünsche mit meinem 114er, der hat für mich allerdings vor allem den Vorteil sehr schneller Einsatzfähigkeit und sehr problemlosen Transports. Meist verwende ich meinen Achtzöller, dem ich gerade eine EQ-Plattform verpasse. Ich wünsche Dir viel Spaß mit deinem 10-Zöller,

klare Himmel und Topbedingungen,

Matthias.
 
Hallo,

also mit 130 mm Oeffnung sieht man schon einiges an M13. Nicht nur einen Matschfleck. Als ich zum ersten mal M13 mit meinem 5 Zoll Mak (ETX 125) gesehen hab, war ich ziemlich ueberwaeltigt. Und das war nur ein paar Kilometer weg vom Wuerzburger Stadt-Zentrum, also nicht in Namibia.
Als Anfaenger finde ich persoenlich 4 bis 5 Zoll nicht unbedingt zu wenig. Man kann schon einiges entdecken und sehen, ohne dass es einem langweilig wird. Natuerlich sieht man mit 8 oder 10 Zoll mehr, aber wohl auch nur dann, wenn man sich mit dem Geraet auskennt und es entsprechend gut justieren kann.

Viele Gruesse,

Martin
 
Hi Matthias76,
was wird das denn für ein Tripp?

Schau mal bitte:
Du erklärst Das hier
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"matschflecken" beschreiben das ganz gut, was ich mit meinem 130/1000 an M13 gesehen habe und wurde hier im forum von mir nicht als erstes benutzt sondern ist eigentlich eine landläufige sallope ausdrucksweise für "nicht in einzelsterne aufgelöst".
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Das sind Deine Erfahrungen und Beschreibungen. So hast Du das erlebt und darüber gibts nichts zu diskutieren. Eigene Erfahrungen sind immer richtig! Von jeweils eigenen Standpunkt aus, aber nicht mehr.

Deine Folgerungen daraus legst Du später da
--
Man bekommt höchstens schnell das Verlangen nach mehr Öffnung.
--
Wieso aber die Wortwahl "man", wo Du uns doch eigentlich nur sagen wollstest, das diese Erfahrung bei Dir dazu den Wunsch nach Öffnung geweckt hat.

Das meint MM mit Verallgemeinerungen bzw. Pauschalaussagen und da hat MM recht.
Sorry, aber man kann eigene Erfahrungen quasi kaum in eine Pauschalaussage verwandeln. Wer das tut, bekommt - insbesondere bei den Kollegen, die sehr exakt formulieren - schnell eine unnötige Erklärungsnot. Und nicht nur das, sie sind falsch weil unhaltbar.
Z.B:
Ich habe z.B. mti einem 80mm Apo M13 schon sehr stark aufgelöst gesehen. Zig Einzelsterne und nur ein helles Zentrum vor dem sich blickweise auch Einzelsterne auftaten. Ich habe mit dem gleichen Gerät bei fast Vollmond schon mehrere M-GX sehen können.

Meine obigen Aussagen stehen also sofort im Gegensatz zu dem was Du erlebt hast, wenn man es rein auf den Inhalt im Bezug auf die Öffnung bezieht.

Die Erfahrung das Du mit dem 130iger N nicht viel Spaß hattest und Dich neu orientiert hast, kann für den Leser wichtig sein, denn daraus kann er ableiten, das zumindest die Möglichkeit besteht mit dieser Öffungsklasse enttäuscht zu werden. Da dies aber von Erwartungen und zig tausend anderen Sachen abhängt, muß sich der Leser in letzter Konsequenz ein eigenes Bild machen. Denn,
was Dir zu wenig ist, könnte ihm doch locker reichen.

Kurzum, auch wenns schwerfällt, bitte eigene Erfahrungen als solche formulieren. Das erspart Dir lästige Erklärungen und Debatten und der Thread bleibt beim Thema. Und da wollen wir doch hin - zum Thema, um dem Kollegen zu helfen.

CS
 
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