Anfänger Aufnahme - Orionnebel

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Ole2021

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Guten Tag,
ich habe seit einigen Tagen versucht, überhaupt ein Bild vom Orionnebel zu bekommen. Ich habe mit dem Teleskop erstmal Sirius angepeilt. Die Nachführung unseres Teleskops funktioniert gut, wenn man die Geschwindigkeit bei der Goto Steuerung auf 1 stellt. Da läuft nix aus dem Bild (nur am Rande).
Dann habe ich von Sirus auf den vermeintlich anwesenden Nebel gestellt, aber es war nicht ein heller Punkt zu sehen. Da ich noch keine Erfahrung mit Sharpcap 4.0 habe, habe ich erstmal auf Aufnahme gedrückt. Natürlich ohne Ergebnis.
Der Mond war aber gut aufzunehmen. Hier kein Problem.

Das Bild unten ist Zustande gekommen, nachdem ich den Regler Verstärkung ganz nach rechts geschoben habe max 128 (Bild Einstellungen-1 mit angeschlossener Sybony 205)
Was bedeutet der Regler, was der Regler bei Aufnahme und was bei Schnellaufnahme?

Beim Bild Einstellungen-2 habe ich den Simulator bei Sharpcap ausgewählt. Hier gibt es die Einstellungen für ISO. Gibt es das nur bei meiner Kamera nicht, oder ist das ganz wo anders zu finden?

Und nun nochmal zum Bild 1, was muss ich denn da machen das es richtig vernünftig wird. Zuminstest kann man andeuten das da was ist.
Sehr frustierend, die Sache.

Ich hoffe, die Fragen sind nicht all zu blöd gestellt. Ich bitte um Hilfe. Vielen Dank.

Gruß Olaf
 

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Hi Olaf,
immerhin hast Du das Trapez im Orionnebel erwischt, das sind die 4 Sterne, die nah beieinander stehen.

Hast Du wirklich nur mit 15ms aufgenommen? Das ist etwas wenig. Sollte schon mind 1s oder eher mehr betragen. Kommt drauf an was Du machen willst. Sharpcap kenn ich leider nicht, da kommt bestimmt noch jemand vorbei und hilft.
 
Hallo Jürgen,

Ja ich musste es erst überprüfen. Da war ich schon froh, das ich auf dem richtigen weg war...

Ich habe denn auch höher gestellt auf 1s. Wie lange muss das denn aufnehmen? Ich sehe zwar immer in der Galerie, wie lange so die Mitglieder hier aufgenommen haben, aber da sind bestimmt noch mehr Einstellungen nötig.

MfG Olaf
 
Hi Olaf,
ich kenne leider die SVBony 205 nicht, kann Dir also nix zu den Einstellungen sagen. Einige hier haben die aber, ich hoffe, da schaut noch mal jemand vorbei. Ansonsten versuch mal über die Galerie Gain und Offset-Einstellungen dafür zu finden. Oder schau mal hier für den Anfang: SVbony SV305 thread - Major & Minor Planetary Imaging - Cloudy Nights

Was mich wundert: wieso steht da ISO bei der 5s-Aufnahme? Sollte was von Verstärkung (= Gain) stehen... Wie gesagt, ich hab kein Sharpcap...

Mit meiner QHY268C nehm ich bei Galaxien so 300s bis 900s, beim Orionnebel hatte ich letztes Jahr glaube ich so max. 30s, weil der so hell im Zentrum ist.

Mit welchem Programm hast Du das Bild angesehen? Das sieht unsgestreckt aus. Mußt Du noch strecken, dann solltest Du auch bei 1s oder 5s den Nebel sehen. Strecken kannst Du entweder über Bildbearbeitungsprogramme (Gimp, PS) oder mit Siril, das ist eine freie Stackingsoftware, sowas benötigst Du sowieso irgendwann, wenn Du fotografierst.

Und noch ein Tip: viel einlesen ;-) Und wichtig: auch mal was ausprobieren. So fängt hier ziemlich jeder an, es gibt hier schon einige Threats dazu.
 
Hallo Ole,

da ich selbst noch relativ am Anfang stehe, habe ich mich vor einiger Zeit mit der SV205 beschäftigt und meine gelesen zu haben, dass die SV205 eine maximale Belichtungszeit von 1 Sekunde hat. In den SPECS der Seite steht sogar nur 500ms.


Also wie man das am Besten alles macht, da überlasse ich das Feld den Profis, aber eventuell ist auf der Einzelaufnahme nur das Trapez (ohne Nebelstrukturen) zu sehen, weil die Belichtungszeit zu kurz ist (und bei diesem Modell nicht höher geht).

Grüße,
Matthias
 
Hallo,

danke für die Anworten.
@ Jürgen
die 300s ist das die Gesamtaufnahmezeit als Video oder Einzelbilder?
Bei dem Bild Einstellungen-2 ist das das Einstellungsmenü ohne Kamera. Also simuliert. Aber da erscheint der Reiter ISO.
Die Meisten haben hier halt viel besser Gerätschaften bzw. gleich DSLR Kameras da sind auch die Einstellungen irgenwie nicht zu vergleichen.
Ja durchs Probieren lernt man. Wir wollten aber mal einen Erfolg und irgendwie den Orionnebel wie hier so oft abgebildet aufnehmen. Daher habe ich halt auf ein paar schnelle Tips bezüglich der Einstellungen gehofft.

Also, ich habe erst das Trapez gesehen, als ich den Regler Verstärkung ganz nach rechts bis 128 geschoben habe. Das war eher durch Zufall.
Ich habe aber an den Reglern Aufnahme und Schnellaufnahme nix geändert.
Belesen habe ich mich ja schon, hab es aber noch nicht so verstanden.
Sind die beiden Regler den identisch?
Hier noch ein Bild der max. Einstellungen mit angeschlossener Kamera.

Viele Grüße Olaf
 

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Hallo Olaf,
lt. Daten ist die max. Einzelbelichtungszeit max. 0,5s. Für Planetenfotografie vollkommen ausreichend, Deep Sky für hellere Objekte mit Stacking mag gehen, aber für die wirklich lichtschwachen Sachen reicht es nicht.
Im Namen steht ja schon der Verwendungszweck.
 
Hi Thomas,
ihr mit euren kurzen Belichtungszeiten ;)

Ich hatte mich aber auch vertan, ich hab gestern windbedingt mit dem 8" F5 mal kurz auf M42 geschwenkt, waren dann doch nur 10s, da hatte ich dann aber auch schon ein paar Sterne im roten Bereich. Aber 0.1s und Sättigung, das hat was :) Samyang auf Blende 2.8?

Wenn das scheiß Ding nicht so schwer in der Bildbearbeitung wäre. Da muß ich noch etwas üben...
 
Hi,

wäre denn möglich die Einstellungen in Sharpcap so vorzunehmen das der Orionnebel besser sichtbar wird mit den vorhandenen Mitteln.
Heute scheint es ja nochmal gutes Wetter abends zu geben.

Welche bessere Kamera würdet ihr empfehlen so bis 200 Euro in Farbe.

Gruß Olaf
 
Hallo Olaf,
deine Kamera fängt da schon was ein, aber der Rest musst du mit der Bildbearbeitung rausholen, sprich den Dynamikumfang strecken.
Kurz zur Erklärung:
Deine Kamera hat eine Auflösung von 10bit (nicht zu verwechseln mit einem Brauerei an der luxemburgischen Grenze)
d.h. einen Helligkeitsumfang von 1024. Deine eigentlichen Bildinformationen erstrecken sich aber bis z.B. bis 32 oder max 64, d.h. es ist einfach dunkel oder Schwarz.
Mit geeigneter Software lassen sich diese HelligkeitsInformationen pixelweise, in Abhängigkeit zur max. Helligkeit und des Pixels mit einem Faktor multiplizieren, sodass man z.B. in den Helligkeitsbereich von z.B. 700-800 kommt, und damit das Bild aufhellt, spricht streckt. engl. stretching.
Selbst eine Langzeitbelichtung bei mir muss nachbehandelt werden, damit daraus ein ansehnliches Bild wird.

Das Ganze ist der enormen Helligkeitsdynamik am Nachthimmel geschuldet, aktuell gibt es da keine Kamera, welche das ohne Nachbearbeitung abbilden kann, weiß nicht was man da braucht, Full Well 1Mio und 1024bit Auflösung???

Beides sind Rohaufnahmen, nur die 2. ist gestreckt. d.h. die Bilder sehen erst mal ohne Strecken einfach dunkel aus.
 

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Hi Thomas,
ja, sowas schwebt mir auch noch vor. Viel Erfolg dabei! :y: Und zeigs mal, wenns fertig ist.
 
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