Anfänger braucht Starthilfe...

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Meridian

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Ich interessiere mich sehr für Astronomie und möchte mein Interesse nun zum Hobby machen. Besonders die Astrophotographie hab ich da im Auge. Da ich leider noch kein großes Hintergrundwissen habe, könnte ich den einen oder anderen Tip gut gebrauchen. Insbesondere welche Teleskope sind zu empfehlen? Welche Digitalkamera kann man nehmen usw, und was es sonst noch zu beachten gibt. Vielleicht hat jemand auch ein Buchtip für mich. Ich danke schon mal im voraus.

Mit freundlichem Gruß

T. Storm
 
Hallo, willkommen im Forum!
Deine Anfrage ist "Die Übliche"...
Astronomie unterscheidet sich vielleicht in 2 Punkten:
1. Die Fotografie
2. Das Beobachten

Fangen wir mal mit dem zweiten an. Bevor man in die Fotografie einsteigt, sollte man visuell beobachten und dies erst einmal lernen. Dazu empfiehlt sich eine Einsteigerausrüstung, die sehr differenziert sein kann. Jeder hat hierzu in den Foren eine eigene (und andere) Meinung.
Was braucht man als erstes? - Eine drehbare Sternkarte, um sich am Himmel ein wenig zurecht zu finden, - den Kokoschka als Buch (oder Kosmos Himmelshahr, Ahnerts Himmelsjahr o.ä.). Dann vielleicht den Gang zu einer Sternwarte in deiner Umgebung, wo man Gleichgesinnte trifft und sich austauschen und beraten lassen kann.
Geräte: entweder ein schönes Fernglas, aber montiert auf einem Stativ (10x50), damit sieht man schon so manches, mehr als man anfangs denkt.
Geräte gibt es sehr viele. Und sehr viele raten zu einem s.g. Dobson-Teleskop, 8 Zoll (20cm Durchmesser) und f:8 (Lichtstärke 8 mit 1200mm Brennweite. Dazu 2 gut abgestimmte Okulare, eines für den Überblick (größeren Himmelsausschnitt = 32mm) und eines für größere Vergrößerung, 9mm = 144-fache Vergrößerung. Damit ist man gerüstet, um am Himmel schon fast alles sehen zu können. Logo, größere Geräte können mehr, sind aber für den Einsteiger sinnlos, da er sie die ersten 2-3 Jahre sicherlich nicht nutzen kann.

zu 1. Fotografie:
Bitte am Anfang die Finger davon lassen. Astrofotografie ist ein eigenes Thema. Das kostet sehr, sehr viel Geld und immense Erfahrung. Viele ruinieren sich dir Freude an diesem so schönen Hobby damit, daß sie gleich am Anfang fotografieren wollen und lassen sich von der Werbung und den schönen Aufnahmen blenden. Um eine veröffentlichte Aufnahme hinzukriegen, arbeitet man (mit Erfahrung) 3-6 Stunden am Teleskop und anschließend noch mal mindestens 1-2 Tage am Computer (dessen Bildbearbeitung man auf dem ff beherschen muß!)

Ergo: Sternwarte suchen, Leute treffen in Deiner Nähe, Informationen sammeln.

Nur als Beispiel: einen Galaxy Dobson 8" f:6 bekommt man komplett mit 2 Okularen und anderem Zubehör für 399 Euro.
Ein fotografisches Gerät, mit dem man halbwegs was anfangen kann (für den Hausgebrauch, nicht für irre gte Fotos) für ca. 900 - 1200 Euro. Und das wäre erst der Anfang.

Ich will nicht nerven mit Zahlen und Gott weiß noch allem, dies sei erst mal der Einstieg in eine "Beratungsdiskussion", der sich noch viele anschließen werden. Warte mal ab!

Gruß
Winfried

(8" und 12" Galaxy-Dobsons, 12" Meade Schmidt-Cassegrain in der Sternwarte, Lichtenknecker-Refraktor) - Du siehst, was da im Laufe der Jahre alles zusammen kommt...
 
Hallo Winfried,

vielen Dank für deine prompte und ausfürliche Antwort. Also das mit der Photographie schieb ich dann mal nach hinten. Allein Beobachten zu können würde mich schon sehr interessieren (Hatte ja schon Bauchkribbeln als ich zum erstenmal die Venus mit bloßem Auge sehen konnte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />. Ich hätte da aber noch eine Frage. Ein Bekannter meinte ich solle mir ein Teleskop mit einem Motor kaufen, der sich der Erdbewegung anpassen würde, da sonst z.B. der Mond immer aus dem Blickfeld rutschen würde. Ist da was dran? Und wo macht ihr eure Beobachtungen? Fahrt ihr aus der Stadt wegen der starken Beleuchtung, oder gibt es bestimmte Plätze wo sich Hobbyastronomen treffen?

Mit Freundlichem Gruß

T. Storm
 
Guten Morgen!

Aus der Statd rauszufahren lohnt sich vor allem für liochtschwache nebelartige Objekte. Mond und Planeten lassen sich auch aus Stadtrandlagen gut beobachten. Wenn der Mond am Himmel steht, dann ist es sowieso hell und die ganze Kutscherei lohnt nicht.

Zum Nachführmotor: Es ist richtig, dass die Objekte aus dem Bildfeld wandern. Bei geringer Vergrößerung nur langsam, bei 150x schon merklich. Ein Motor hält das immer schön in der Mitte des Gesichtsfeldes. Dafür hat man die ganze Verstripperei, ist abhängig von einer Energiequelle. Eine feinfühlige Feinbewegung ist vielleicht ein Kompromiss.
 
Hallo,

meiner Meinung nach lohnt es sich für die Beobachtung abseits von Mond und Planeten immer aus der Stadt zu fliehen. Ein paar Kilometer können da (insbesondere mit kleinem Gerät) über Sehen oder Nichtsehen entscheiden. Wo und ob sich Hobbyastronomen bei dir in der Nähe treffen kann man sicher rausfinden, man findet sie fast überall <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Vor allem wenn du schon beim Anblick der Venus Bauchkribbeln bekommst will ich nicht wissen was du zu einer wunderschön hellen, strukturierten Milchstrasse sagen wirst, die es nunmal in der Stadt oder auch Stadtrand so nicht zu sehen gibt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Thema Nachführung: Macht Sinn wenn das Teleskop stabil genug montiert ist, auf einer wackligen Montierung sorgt jede Bewegung für Schwingungen.

CS Benny
 
hallo winfried,

uneingeschränkt recht gebe ich dir zu deinem statement.

was mich eigentlich persönlich an vielen empfehlungen zum thema astrofotografie stört:
anscheind bezieht man sich zu oft auf bildergebnisse, wie sie in magazinen und auch in foren präsentiert werden.

ich glaube das nicht jedermann solch perfekte bilder im sinn hat, wenn er in dieses hobby einsteigen möchte und das der eine oder andere auch deshalb nicht diese jahrelange erfahrung und die 100% ausrüstung (zu immensen preisen) braucht.

ich mache auch bilder mit meinem teleskop und dieses ist sogar noch azimutal aufgestellt und trotz alledem kommen gute ergebnisse dabei heraus.
2-3 minuten belichtungszeiten sind auch da ohne weiteres machbar, obwohl ich meisst max 2 minuten nehme.

alleine solche bilder zu machen und dann am notebook zu bearbeiten macht schon "mörder laune".

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/499796/page/0/fpart/1/vc/1

schau mal hier, im oberen drittel der ersten seite des verlinkten threads, dort habe ich mal ein bild eingestellt.
ist zwar noch lange nicht das, was hier so an erstaunlichen bildern im forum präsentiert wird, aber ich persönlich bin schon damit recht zufrieden damit.

klar bekommt man mit immer besserer ausrüstung auch immer bessere ergebnisse hin.
klar braucht es jahrelange erfahrung für diese perfektionierten bilder, aber nicht jedermanns ziel ist die oberste liga.

gerne wird hier auch ein bericht von sven w. verlinkt, der dem ambitionierten astrofotografen ersteinmal aufzeigen soll, was auf ihn zu kommt.

ich bin froh, dass ich diesen artikel erst viel später gelesen habe, denn dann hätte ich von vorne herein schon keine lust auf das gehabt, was mir nun viel freude bereitet.

wie bei allen anderen hobbies auch, gibt es auch hier diverse abstufungen zw. rookie und master.

gruß
andi
 
Hallo Meridian
Willkommen im Forum . Super Idee Dich zuerst zu informieren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />. Ich habe mir zuerst ein , im nachhinein völlig nutzloses , Billig-Tele gekauft . Danach habe ich mich hier informiert und mir ein Dobson zugelegt . Da meines f/5 ist (brennweite / öffnung , ein Wert der Dir hier IMMER um die Ohren gehauen wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> ] benötige ich schon höherwertige = teurere Okulare . Schaue deshalb ob Du f/6 o. f/7 bekommst . Da sind die Folgekosten geringer . Ich habe neben dem Dobson , bei eBay ~ 200,- , mittlerweile weitere ~ 1500,- in 'Zubehör' investiert . Aber fotographieren kann ich damit auch nur bedingt . Da es bei Dir auch erst an 2. Stelle kommen soll , würde ich es jetzt auch erstmal ausklammern . Achja , der Preis der benötigten Okulare richtet sich nach dem f/x , je kleiner desdo teurer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/erschreck.gif" alt="" />

Vor- und gleichzeitig Nachteil des Dobson ist die freie Nachführung . Du kannst schnell und ohne jegliches Aufbauen das Tele einsetzen . Einfach die Box hinstellen , Rohr drauf und loslegen . Automatische Nachführung und Goto müßen mehr oder weniger aufwändig auf den Polarstern ausgerichtet werden . Auf den meisten Balkonen nicht möglich . Ein weiterer 'Vorteil' ist das STARHOPPING . Man fängt an einem bekannten Stern an uns hüpft von Stern zu Stern um interessante Objekte zu 'besuchen' . Hiermit lernt man den Himmel (Sternenkarte oder Karkoschka danebenliegend) sehr gut kennen . Wichtiges Zubehör ist dazu eine Rotlichtlampe um die Dunkeladaption nicht zu zerstören .
Da ich Wechselschicht habe , schaue ich mir beim Nachhause kommen den Himmel an . Mittlerweile finde ich die , für mich , interessanten Objekte am Nachthimmel problemlos . Nun kann ich entscheiden , ob der Weg <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> auf den Balkon lohnt ...
Da Du ja später mal 'aufrüsten' willst , würde ich Dir empfehlen Tele und Zubehör schon darauf ausgerichtet zu kaufen !! Also auf Messen (z.B. am 5.5. die ATT in Essen , Link auf A.de) / Biete-Bereich im Forum / eBay nach einem günstigen Tele suchen . Bei umliegenden Sternwarten Erfahrung sammeln und mit den dortigen Sternenfreunden austauschen . Poste vor einem Kauf ruhig nochmal im Forum , mir wurde von den ersten Teleskopen abgeraten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/neinnein.gif" alt="" /> und ich bin von meinem Dobson begeistert . In der Zukunft steht die Montierung auf eine motorisierte Nachführung an (~ 1500,- für die Fotovariante) aber wohl nicht mehr in diesem Jahr . Dann kann ich je nach Wunsch das Dobson auf die Box zum schnellen spechteln oder auf die Monti zum 'knipsen' setzen . Alles andere Zubehör kann ich ja weiterverwenden . Interessant für den Fotoeinstieg ist eine Webcam . Geht selbst mit einem Dobson , der Mond z.B. bleibt ca. 1 min. im Bild (bei meinem Dobson) . Da es ein Video ist , stört die Wanderung nicht . Mit geeigneten Programmen kann man (mit viel Übung) aus dem Video ein Einzelbild berechnen ...
Astronomie ist ein ruhiges Hobby , lass es entspannt angehen . Du ersparst Dir Fehlkäufe und die Freude am Hobby bleibt erhalten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />

Gruß Detlef

P.S. Es gibt sehr informative Einsteigerseiten von Sven Wienstein und den Deepskybrothers . Ich habe keinen Link zur Hand , aber die 'Suche' findet beide garantiert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />
 
Hallo Andi,

ich habe den Bericht vor gar nicht so langer Zeit vor allem geschrieben, weil immer wieder Sternfreunde ihr erstes Teleskop anschaffen wollen, Fotografie im Sinn haben und dann eine kleine Goto-Kaffemaschine kaufen wollen - im Glauben, dass die Computersteuerung ja alles von alleine macht. Tut sie aber nicht!

Trotzdem sollen meine Artikel keine starren Gebilde sein und ich würde gern von Dir hören, in wiefern der Artikel für Dich zu abschreckend ist. In meinen Augen schildert der Artikel die Realität, sicher von meinem Standpunkt aus. Er soll ein Gegenpol zu verlockender Prospektwerbung sein, und die Notwendigkeiten vor allem bei der Langzeitbelichtung beleuchten. Das Planetenfotografie mit der Webcam viel eher zu hübschen Ergebnissen führt, müsste auch herauskommen. Aber schreib doch mal, was Du zu sehr abschreckend findest.

Ich bin prinzipiell auch gerne bereit, zum Einstieg in die Astrofotografie zu ermutigen, aber ich will auch keine zu großen Hoffnungen wecken und vor allem sehe ich mehr Sinn darin, an erster Stelle eine taugliche Ausrüstung für visuelle Beobachtung zusammenzustellen, ehe man sich an die Astrofotografie heranmacht. Die Kombination von knappem Budget und Astrofotografie mit visueller Beobachtung führt zwangsläufig zu Abstrichen in allen Disziplinen, die in der Summe durchaus Spaßkiller sein können, mal ganz abgesehen vom "Ausbildungsgedanken", also dem wirklich gut gemeinten Rat, erstmal den Himmel und vor allem die Abläufe am Himmel kennenzulernen, bevor man sich dann der Fotografie widmet.
Ich bekomme von André gerne das Beispiel des "Sternfreundes" vorgehalten, der mit über 2000 Euro perfekter, fototauglicher Ausrüstung Ende Mai darum bat, ihm bitte den Orionnebel einzustellen, da er diesen nun gerne fotografieren würde. Und da war er nicht den ersten Abend mit draußen.
Für alle die mitlesen, darum geht's:http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

Clear Skies
Sven
 
Re. zu Andi
Gut, Du hast schon recht. Ich bin halt Perfektionist und zudem Fotograf. Da darf man natürlich nichts abliefern, das nicht 100% perfekt ist. Und davon gehe ich halt immer aus. Vielleicht sollte man es aber nicht so eng sehen. - Deshalb mach ich zwischenzeitlich auch kaum noch Astrofotos, sonders schaue mir die tollen Bilder in S&W an.
Ich komme dabei aber immer ins Grinsen, wenn ich daran denke, wie die sich abmühen, damit WIR in der Zwischenzeit gemütlich beobachten können...

Gruß Winfried
 
Hallo

Ich finde auch,hier wird zu viel geschrieben wie unmöglich doch Astrofotografie zu machen ist.
Man geht hier wohl von den Profibilder aus,dabei kann man schon mit recht bescheidenen mitteln erste erfolge erlangen,was vielen Anfänger auch befriedigen wird wenn sie zum ersten mal den Orionnebel abgelichtet haben.
Von diesen aussagen hier,bekommt man wirklich den eindruck damit brauche ich erst gar nicht anzufangen.
Was glaubt ihr wohl woher diese ganzen Bilder herkommen,die haben weis Gott nicht alle eine Wam Montierung,ist eben auch viel Übung und es macht spass immer bessere ergebnisse zu erzielen.
Mit einem SC in Gabelmontierung geht es schon ganz gut.
Was wurd diese Gabelmontierung schlecht gemach,demnach brauchte man nur sie anzuschauen dann fangen sie an wie eine Kirchenglocke zu schwingen.

Grüße
Manfred
 
Hi Manfred,
verstehe mich nicht falsch. Fotografieren kann man mit allem, sogar mit einem Dobson. Habe meine ersten Gehversuche mit einer mir heute nicht mehr bekannten Montierung (deutsch) gamacht und manuell die Knöpfchen gedreht. Das ging so bis 5-6 Minuten.
Aber ich denke wirklich (und andere auch!), daß diejenigen, die sich hier erkundigen und blutigste Anfänger sind, nun doch die schönen "pretty pictures" im Kopf haben und genau DAS auch machen wollen. Und da finde ich es richtig, höflich darauf aufmerksam zu machen, daß da doch meist etwas mehr dahinter steht. Dast alle meine Aufnahmen, die ich hier schon reingestellt habe, sind übrigens mit dem alten Meade LX-6 gamacht, manche auch mit der GP-DX. Die tun sich nichts. Auch die GP wackelt, weil ich eben kein Hartholz, sondern das Alustativ drunter habe.

Gruß
Winfried
 
wurde aber auch schon sehr oft von den anfängern erwähnt das sie genau diese bilder nicht erwarten. Not macht erfinderisch und man wird - nehm ich an - von mal zu mal besser... und es ist auch noch kein Meister vom Himmel gefallen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />. Übrigens denke ich nicht das sich ein "Einsteiger" erst ein 200er Tubus kauft (dobs) und nach einigen Monaten/Jahren ohne vorherige Foto-Versuche eine 1000/1500 EUR Montierung um Astrofotos zu machen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> die meisten werden dann wahrscheinlich an diesem Teleskop hängen bleiben oder sich ein kleineres (billiger zu montierendes) kaufen.

Und 5-6 Minuten sind für die meisten Anfänger schon vollkommen ausreichend. Könnt mir selbst nicht vorstellen 3-4 Stunden Licht für ein einziges Bild zu sammeln <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Da würde ich dann dankend drauf verzichten und dann doch lieber die Bilder von Hubble anschauen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> weil... gute sichtbedingungen haben wir vielleicht... 20 mal im Jahr? Da muss man dann auch noch Arbeit und Familie reinrechnen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />. Das dann zusammengerechnet mit dem Anschaffungspreis für ein Gerät was so lange Belichtungszeiten zulässt und dann will man ja trotzdem noch was sehen. Und auch nicht jede Belichtung ist erfolgreich... ---> viel zu schwaches Preis/Leistungsverhältnis <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Flo,

was hilft es, wenn eine Belichtung von einer Minute schon zur Glückssache wird und erst 30 Sekunden eine akzeptable "Chance" zum gelingen haben?
Nein, so einfach ist es nicht, und wenn auch die "digitale Revolution" vieles vereinfacht hat, so bringen die feinen Pixel der Chips auch deutlich höhere Anforderungen mit, die selbst bei Brennweiten von 30mm schon spürbar werden. Das reduziert nämlich die Belichtungszeiten mit stehender Kamera deutlich.
Letztendlich haben sich auch die Hoffnungen zerschlagen, man käme digital mit kürzeren Belichtungszeiten aus. Das ist eigentlich nicht eingetreten, und an Objekten wie dem Nordamerikanebel order diversen Galaxien kommt man über die Summe der Einzelbelichtungen auf ähnliche Zeiten wie für chemische Belichtungen.

Ich denke, die Erwartungshaltung ist da, mit etwas Übung ähnliche Aufnahmen hinzubekommen, wie sie im Prospekt zu sehen sind. Und da meine ich, dass mit vielen Paketen aus Teleskop und Montierung auch Übung nicht zu den Aufnahmen verhilft, sondern allenfalls sowas wie Glück.
"Es muss nicht so perfekt sein" - ja, gern. Aber mindestens doch so perfekt, dass man sich die Sache ansehen kann. Und allein das Stellt schon gewisse Forderungen.

Ich finde weiterhin, man hat allen Grund, den Enthusiasmus bezüglich der Fotografie zu dämpfen, und zwar auch unter der Prämisse, dass keine Zeitschriften-Titelbilder dabei rauskommen sollen. Experimentieren kann man immer, und ich habe oft genug meinen Vorschlag unterbreitet, mit einer kleinen Montierung, einem kleinen Leitrohr durch ein kleines Tele (und nicht durch ein Teleskop) die ersten Aufnahmen zu machen. SO sieht sinnvolles Erfahrungen sammeln nämlich aus und mit generellem Abraten hat das auch nichts zu tun.
Wer das nicht wahrhaben will - wie gesagt, es gibt genügend Wände an denen man den Kopf versuchen kann.

Clear Skies
Sven
 
Nur ein weiteres Beispiel, gerade das, was Sven sagt. Diese Aufnahme habe ich auf der Emberger Alm in Kärnten aufgenommen. Noch mit meinem alten Meade 2080 LX-6. Aufgesattelt war eine Canon F1 mit 85mm Optik. Trotzdem betrug die Belichtungszeit noch 30 Minuten bei f:5,6. Während andere den sauberen Himmel genossen, habe ich nur einen Leitstern gesehen....

Winfried
 
Hi Winfried

Das sieht doch ganz gut aus.
Hast du auch noch andere Bilder die durchs Teleskop gemacht wurden.
Da muß ich dir aber auch recht geben,nur einen Leitstern verfolgen ist nicht das wahre,aber die sich dafür entschieden haben,warum auch nicht.
Das habe ich bei mir selbst gesehen,das ich lange zeit nur Fotografiert habe und das Sehen selber völlig vernachlässig habe.
Am schönsten ist es auch diese Objekte direkt im Teleskop zu sehen,trotzdem kann man hin und wieder mal ein interessantes Objekt aufnehmen,rein aus Spass.
Ist ungefähr so als wenn du dir nur Urlaubsbilder anschaus statt selber dagewesen zu sein.

Grüße
Manfred
 
ich denke da fehlt auch einfach fachmännischer rat von jemanden der selbst diesen weg geht und selbst mehr wert auf fotografie legt als aufs visuelle. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Also von jenen die mitlerweile (nach vielen vielen jahren des ausprobieren, übens und sparens) solche Bilder machen von denen man verblüfft ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Die können Dir nicht antworten, Floh, die bereiten sich auf`s Fotografieren vor. Die können nicht anders, weil`s eben so ein großer Aufwand ist....
Die fangen morgens an, die Montierung zu justieren, damit`s in der Nacht auch klappt....
- war Spaß und Hähme -

Winfried
 
naja solange sie ihre arbeit gut tun <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />

wer sich ccd kameras für mehrere tausend euro kauft muss sein hobby wahrscheinlich eh zum beruf machen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Da wird nichts justiert,Teleskop aufstellen das sich selber justiert,CCD mit integriertem Autoguider ran und vettich.
Dank nochmal an Winfried,für die gemailten Bilder.
 
vielleicht sollte man mal für bilderveröffentlichungen die foren zwischen high end, almost perfect, good, not bad usw unterteilen.......... geht natürlich nicht, aber es würde etwas mehr licht in die "astrofotografie" bringen.

klar sehe ich die "super aufnahmen" von diversen deep sky objekten und ich weiss, dass soetwas für mich nicht annähernd möglich ist, aber ich sehe auch meine persönlichen erfolge von ds objekt aufnahmen, die für mich selber dennoch einen erfolg darstellen.
ich zeige diese bilder meiner familie und meinen freunden und die sind manchmal schwer erstaunt, was ich das so mit meiner blauen tonne aus dem himmel geholt habe.

bissl mehr bodenständigkeit bei all den empfehlungen würde jedem einsteiger einiges mehr helfen.

sicher .... ein gewisses minimum muss schon vorhanden sein, aber was manchmal als minimum verkauft wird, ist schon arg seltsam.

gruß
andi
 
Danke für die vielen Antworten, bin nun schon einen Schritt weiter. Werde mich mal nach einem Dobson f/6 (7) umsehen und mir Sternenkarten besorgen, ist da eigentlich schon ein Stativ dabei? Oder muss man es sich extra kaufen, bzw. welches Zubehör braucht man sonst noch?

Übrigens ich war vor Zwei Jahren in Avanos (Kapadokien/Türkei). Ich war mit meiner Frau bei Bekannten zu Besuch in einem kleinen verschlafenen Ort. Wie so oft in der Türkei hatten wir des nachts plötzlich Stromausfall. Der Anblick der sich mir bot war gelinde ausgedrückt atemberaubend. Das Band der Milchstraße war mehr als deutlich zu sehen (irgendwie kam mir der Himmel viel näher vor als hier). Ein Sternenmeer wie ich es nur von Photos kannte. Ich legte mich auf eine Bank und beobachtete den Himmel. Wer weis was man alles hätte beobachten können wenn man ein gutes Teleskop dabei gehabt hätte.

Mit freundlichem Gruß

T. Storm
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Meridian
Ein Dobson braucht kein Stativ . Es kommt in eine 'Rocker-Box' . Schaue Dir mal die Angebote im Biete-Bereich an , da sind immer auch Dobson im Angebot . Bei allen Astro-Händlern gibt es eine große Auswahl , so als Anhaltspunkt auch für Preise !! EINIGE eBay-Händler verkaufen teurer als die Firmen !!
Zu den Okularen möchte ich hier nichts sagen , da werden Dir die Profis besser helfen können . Unverzichtbar ist neben der Karte eine rote Lampe und ein gescheiter Sucher . Ich habe mir nach längerer Info-Phase einen 'Telrad' gekauft . Dazu gibt es passende Karten , in denen 'Leitsterne' abgebildet sind . Damit findet man auch Objekte , die man mit bloßem Auge nicht erkennen kann . Aber dies ist nur MEINE Meinung . Es gibt viele ähnliche Produkte , Du mußt schon selber entscheiden , was Dir am einfachsten erscheint ...
Für Reisen gibt es hier einige Beiträge . Am Ende wird Dein Geldbeutel entscheiden müssen . Meist nimmt man ein 'Großfeld-Gerät' um Objekte (Nebel / Galaxien / Kometen) zu sehen , die wir hier nicht kriegen . Klein , leicht , große Übersicht , reisetaugliche Monti , das kostet alles . Meist wirst Du einen Kompromiss zwischen Wunsch und Geldbeutel machen müssen . Aber wie Du selbst gesehen hast : Es lohnt sich (falls Du die Zeit zum beobachten / fotographieren einplanen kannst) . Gerade bei Langzeitaufnahmen , kannst Du die Kamera auch AUF das Rohr setzen . Dann kannst Du beim knipsen noch , vorsichtig , beobachten ...
 
wurde aber auch schon sehr oft von den anfängern erwähnt das sie genau diese bilder nicht erwarten. Not macht erfinderisch und man wird - nehm ich an - von mal zu mal besser... und es ist auch noch kein Meister vom Himmel gefallen . Übrigens denke ich nicht das sich ein "Einsteiger" erst ein 200er Tubus kauft (dobs) und nach einigen Monaten/Jahren ohne vorherige Foto-Versuche eine 1000/1500 EUR Montierung um Astrofotos zu machen die meisten werden dann wahrscheinlich an diesem Teleskop hängen bleiben oder sich ein kleineres (billiger zu montierendes) kaufen.

Und 5-6 Minuten sind für die meisten Anfänger schon vollkommen ausreichend. Könnt mir selbst nicht vorstellen 3-4 Stunden Licht für ein einziges Bild zu sammeln Da würde ich dann dankend drauf verzichten und dann doch lieber die Bilder von Hubble anschauen weil... gute sichtbedingungen haben wir vielleicht... 20 mal im Jahr? Da muss man dann auch noch Arbeit und Familie reinrechnen . Das dann zusammengerechnet mit dem Anschaffungspreis für ein Gerät was so lange Belichtungszeiten zulässt und dann will man ja trotzdem noch was sehen. Und auch nicht jede Belichtung ist erfolgreich... ---> viel zu schwaches Preis/Leistungsverhältnis

Lieber Flo,

wieviel Beobachtungsbackground und praktische Erfahrung liegt den hinter deinen Ausführungen?

Mit welchem Equipment kommst du zu solchen Schlussfogerungen?

Oder sind das nur Sprechblasen?
 
Hi Werner,
schau mal unter der Rubrik Teleskope für Beginner nach. Gerade hat er sich beraten lassen und wollte ein Teleskop. Nur BERATEN wollte es sich nicht lassen....
Dafür BERÄT er jetzt andere! - Einfach nur ein Dummschwätzer und Wichtigtuer.

Winfried
 
berate ich? nein. Also lasst eure Bemerkungen.
 
nö er berät nicht und was er da gefschrieben hat, ist auch keineswegs falsch, sondern sogar eher richtig.

keine ahnung, was ihr nun auf ihm rumhacken wollt ... finde ich ein wenig deplatziert.

gruß
andi
 
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