Anfänger hat Fragen zum Dobson

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Pit70

Neues Mitglied
Hallo Leute,

nach ersten Erfahrungen mit Tchibo und Seben Cat,möchte ich
mir nun etwas vernünftiges Zulegen.Ich habe an einen 8 "
Dobson gedacht,preislich zwischen 300-350,je nach Ausstatt-
ung und Hersteller.Dazu noch zwei weiter Okularre,preislich
so um die 50 € das Stück und noch einen Filter für DeepSky.
So nun meine Fragen.Welche Okus und Filter brauch ich? Was
macht Sinn bei einer Brennweite von 1200 mm.1,25" oder 2"?
Weitwinkel oder nicht.Mehr als ca. 500€ möchte ich nicht
ausgeben.Ein 10 " Dobson ist ca 50 % teurer als ein 8",sieht
man auch entsprechend mehr ?Ist er eine Überlegung wert
oder doch zu teuer? Meinen Etat würde ich dann noch etwas
aufstocken.

Gruß aus dem Westerwald, Pit.
 
Hi,

der Unterschied zwischen 10" und 8" ist eher klein und macht sich nur unter sehr guten Bedingungen wirklich spürbar bemerkbar. Dafür sind die 10" meist f/5 Geräte und brauchen bessere (teurere) Okulare als die üblichen f/6 8er.

Okulare:
Sinnvoll ist ein 2" Übersichtsokular mit dem sich eine für deinen "üblichen Himmel" sinnvolle Austrittspupille (siehe unter Andere www.astro-okulare.de ) erzielen lässt. Sowas kostet in brauchbarer Qualität um die 100,- € neu. Oft empfohlen wird das TS WA 32 (Gibt es z.B. bei www.teleskop-service.de ).
Als weitere Okulare kannst Du Dir mal die Goldkanten (ebenfalls www.astro-okulare.de ) anschauen.
Nebelfilter sollte ein 2" UHC (z.B. Astronomic UHC) brauchbar sein. Der wirkt aber längst nicht an allen Nebeln, das weißt Du? Insbesondere bei Galaxien bringt so ein Filter gar nichts.

Ciao, Udo
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Pit,

aus dem Westerwald bist du, dann schau doch mal bei der Sternwarte Dietz vorbei, da sind einige Mitglieder aus dem Westerwald, dort kannst du dir so ein Gerät auch mal live anschauen.

8" f/6 ist mit Sicherheit die bessere Wahl, weil einfach mehr Geld für die dringend benötigten Okulare übrigbleibt, für die verbleibenden 200€ gibts dann schon ein einfaches 2" Übersichtsokular wie das von Udo genannte TSWA 32 (68°) oder ein Reese/BW/Moonfish 30mm (80°) und zwei "Goldkanten" - das sind günstige Weitwinkelokulare die mit einem f/6 Teleskop noch gut funktionieren. Für einen 2" Filter wird es dann schon sehr eng, aber den kann man auch getrost nach einiger Zeit nachkaufen und erstmal mit dem vorhandenen beobachten.

In jedem Fall solltest du aber versuchen die Geräte live anzuschauen, allzuweit hast du es nicht ;)

CS Benny
 
Nabend,
erstmal danke für die schnellen Antworten.
Also die Frage nach 8" oder 10" hat sich ja schon geklärt.
8" werden wohl reichen. Den Filter werde ich mir bei Bedarf
zulegen.Nun zu den Okularen.Ich hab mir zwei Angebote bei
Fernrohrland angeschaut.Dort gibt es den Dobson einmal von
Skywatcher und von Gso.Der Gso hat eine Spiegelbelüftung
und einen Crayfordauszug.Beide Angebote beinhalten
jeweils ein Okular ,ich glaube ein 25mm.Wo liegt der Unter-
schied ?Ist die Qualität gleich bei beiden Herstellern?
Was taugt das beigelegte Okular und wie stehts mit UWA Okus
von Skywatcher.Preislich bei etwa 40 €.Haben ein Gesichts-
feld von 66 Grad.Fragen,Fragen und leider noch mehr Fragen.

Gruß Pit.
 
Hallo Pit,

ich würde sagen, Du hättest 8" nehmen sollen UND Dein Budget aufstocken. 50 Euro für ein Okular ist keine Unmöglichkeit, aber herzlich wenig. Da kann man nicht beraten, sondern nur auf die 3 Möglichen Bauarten tippen, die in Frage kommen. Man kann Dich sozusagen mit deren Nachteilen arrangieren.
Ich würde Dir raten, die Budget-Grenze von 500 Euro durchaus anzupeilen und dementsprechend bessere Okulare zu dem Gerät anzuschaffen.
Das beigelegte Okular um 25mm würde ich beim Händler lassen. Entweder man benutzt stattdessen ein 32mm Plössl in 1,25" als Aufsuchokular, oder man kauft ein schönes 2" Übersichtsokular, was an so einem Teleskop viel Spaß macht.

Das Problem was ich sehe ist zunächst mal vor allem, dass Du nun zwar bereit bist, ein leistungsfähiges Teleskop anzuschaffen, gleichzeitig aber unterschätzt Du, wie wichtig gute Okulare sind. Möglicherweise wiederholt sich mit den Okularen, was sich vorher an den beiden Billig-Teleskopen schon abgespielt hat.
Dann zahlst Du kräftig Zinsen dafür, nicht von Anfang an genug Budget für Okulare eingeplant zu haben. Nach und nach werden dann bessere Okulare zugekauft und die zuerst angeschafften gehen für die Hälfte des Anschaffungspreises weg.
Das Okular ist genauso wichtig wie das Teleskop, und weil man mehrere Okulare braucht, steckt man logischerweise mehr Geld in Okulare, als in ein einzelnes Teleskop.

Clear Skies
Sven
 
Hi Pit,

zum Thema Okular"beigaben" gibt es hier in "Preise und Markt" eine längere Diskussion. Kurze Zusammenfassung:

Es gibt 8" Dobsons mit denen 2 Okulare geliefert werden. Meist ein 32er und ein 9er Plössl. Damit KANN man durchaus eine Menge sehen. Plössls bieten aber nur ein geringes Gesichtsfeld. Das 32er ist außerdem dadurch "eingeschränkt", dass es nur 1,25 Zoll ist. Das geht besser...
Der 9er bedeutet als Plössl schon: Einblickkomfort (speziell Augenabstand) allenfalls ausreichend - befriedigend. Insbesondere Brillenträger kommen da schon mal in Schwierigkeiten. Komfort und entspannte Beobachtung sieht anders aus.

Andere Anbieter liefern ein 25er Plössl mit. Das ist dann irgendwie "nicht Fisch, nicht Fleisch". Als Übersichtsokular zu kurz und mit zu wenig Gesichtsfeld. Und die erreichte Vergrößerung von 50x mit dem 8er f/6 ist irgendwie selten optimal.

Wenn möglich also Sven's Rat befolgen und die Okulare gleich beim Händler lassen. Oder versuchen die Okulare gleich nach dem Kauf in die Bucht zu stellen. Viel bekommt man dafür aber nicht...

Crayford-Auszug muss meiner Meinung nach für einen Dobson nicht unbedingt sein. Lüfter ist hingegen ein sehr nettes Feature: Der Spiegel kühlt schneller aus und - richtig angebracht - kann so ein Teil auch während der Beobachtung das Tubusseeing positiv beeinflussen.

Ein nettes Paket mit einem 8er Dobson sähe etwa so aus:

1. Dobson 8 Zoll, f/6

2. Ggf. Sucher austauschen gegen Leuchtpunktsucher oder Telrad. Insbesondere, wenn der mitgelieferte Sucher nur ein 30er ist. Alternative: 50er Sucher. Aber das ist Geschmackssache

3. 2 Zoll Okular 32 mm Brennweite. Als Übersichtsokular und für großflächige Deep-Sky-Objekte (Cirrus, M31, M42 etc.)

4. Ein Okular von ca. 9-10 mm. Bringt eine Vergrößerung im Bereich 100-150fach. Die geht bei (fast) allen Bedingungen.

5. Ein Okular von ca. 6 mm. Vergrößerung etwa 200fach. Geht bei guten bis mäßig guten Bedingungen auch noch und ist für Planeten, Mond und z.B. planetarische Nebel sehr brauchbar.

Mit weiteren Okularen würde ich an Deiner Stelle erst mal warten. Die Auswahl hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab. Wenn es um Mond und Planeten geht, dann braucht man relativ fein abgestufte kurze Okularbrennweiten (oder z.b. das Speers Waler 5-8 mm Zooom). Ob man die "Lücke" zwischen 10 mm und 32 mm überhaupt füllen muss, muss man dann sehen. Wenn man nicht so sehr an Deep-Sky interessiert ist, braucht man das nicht.

Wichtig beim Dobson: Je kürzer die Brennweite, desto wichtiger werden
- bequemes Einblickverhalten, damit man nicht "ins Okular kriechen" muss und dabei unbeabsichtigt den Dobson anstößt und das Objekt verliert
- möglichst großes Gesichtsfeld, damit es bei hohen Vergrößerungen einfacher ist das Objekt im Gesichtsfeld zu behalten

Die "Chinadobsons" unterscheiden sich im Übrigen kaum - auch wenn natürlich jeder Händler seine Geräte über den grünen Klee lobt... Gute und kompetente Ansprechpartner für den Kauf sind zum Beispiel:

apm telescopes
intercon spacetec
Teleskop-Service

Alle auch hier im Forum vertreten und mit fachlich guter telefonischer/E-Mail-Beratung.

Ciao, Udo
 
Hm, da ich mir eventuell in näherer Zukunft auch etwas ähnliches zulegen könnte: Hast du ne ganz konkrete Empfehlung für Okulare, die schon besser sind, aber trotztdem noch halbwegs bezahlbar?

Bisher hatte ich mir überlegt, auf jeden Fall ein 2" WW Okular zu nehmen, so für 90-100 Euro... Bei den anderen dachte ich eigentlich an die UWA-Okulare von Skywatcher. Von denen habe ich eigentlich nur gutes gelesen, auch wenn der Preis verdächtig niedrig ist... Sind die schon deutlich besser als die Plössl? Sind ja immerhin weitwinkel-Objektive... Warum sie dann nicht mehr kosten weiß ich aber nicht..
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Erich
Weitwinkel ist nicht unbedingt eine Qualitätsaussage.
Sie bieten halt nur mehr wahres und auch schoenbares Gesichtsfeld.
Die UWA oder Galdkanten sind weitgehend identisch und ein preiswerter Einstieg in die WW Welt. Damit kann man starten,
aber wenn Du einmal den Unterschied zu den MidpreisWW Okus gesehen hast wirst womöglich schnell tauschen wollen.
Wirklich lange Zeit zufrieden sein kann man, weil nach oben von der Leistung nimmer so viel fehlt mit Midpreisokularen wie z.B: Speerswaler, Hyperion oder LVW wobei man hier auch Brennweiten achten muß. Sind nicht alle gleich gut an dem Gerät zu verwenden. Am teuersten wird ein ordentliches Übersichtsokular. Besonders wenn es schon auf Zukunft ausgerichtet ausgesucht wird, sprich für schneller Geräte auch taugen soll.
Wenn man dann vllt noch mehrere Geräte hat oder sehr variabel sein will kann es einem schon passieren, das man sowas wie ich zusammenstellt.
Nur für ÜBersicht: 35mm PanOptik, 26 Nagler und 22 LVW - stramme Preise :)
CS

 
Hallo Pit,

ich habe mir vor kurzem ein Komplettpaket gekauft und mir nach meinen Wünschen zusammengestellt:
GSO 8"/f6 Dobson
Skysurfer 3 ( Leuchtpunktsucher )
2" TSWA 32 mm Übersichtsokular
13mm Hyperion ( ein 6mm TSSW hatte ich noch )
komplett incl. Versand für 500 Euro

Den Tubus habe ich dann allerdings noch mit Velours ausgekleidet und auch den Lüfter noch modifiziert.

Filter und das ein oder andere Okular werden noch folgen, aber für den Anfang ist das schon ein gutes Paket.

Gruß
Andreas
 
Hi,

das Beste an "Mittelklasseokularen" ist, dass es sie relativ oft gebraucht gibt, weil die Besitzer auf "Edelokulare" umsteigen...
Wenn die Okulare gepflegt (sprich NICHT alle 2 Tage geputzt...) sind, spricht nichts gegen gebrauchte Teile. Und mit etwas Glück und Geduld kann man dabei eine Menge sparen.
Auch nett sind Astrobörsen wie die HATT in Hattingen oder die ATT in Essen. Sowas findet leider zu selten statt :-( Müsstet ihr mal schauen, was da so in Eurer Nähe ist. Auf solchen Börsen findet sich Vieles als Neu- oder Gebrauchtware recht günstig.

Ciao, Udo
 
Hallo Erich,

also beim Übersichtsokular ist es noch am einfachsten. Da gibt es einfach eine Klasse von Okularen bis 130, na 150 Euro. Die sind alle relativ ähnlich in ihrer Abbildung und man kann sich trefflich streiten, ob man denn nun mit einem Antares Erfle wirklich besser abschneidet, als mit einem TS-WA, baugleich Vixen SV/GSO Superview, oder ob es doch das beste war, ein Meade QX anzuschaffen. Dann gibt es schonmal ausgefallen große Gesichtsfelder wie beim BW 30mm=Moonfish=ach wie es sonst immer heißt... Alle diese Okulare haben gemeinsam, dass sie Weitwinkel sind, an f/6 als Übersichtsokular taugen, aber am Rand wegen schlecht korrigiertem Okularastigmatismus und Bildfeldwölbung unscharfe Sterne zeigen. (Manche Leute nennen das Koma, das ist aber falsch, Koma ist etwas anderes.)
Man kann damit leben, man muss es auch, wenn man nicht mehr Geld ausgeben kann.
Mehr Geld, das würde Bedeuten, in eine Leistungsklasse vorzustoßen, die für f/6 in meinen Augen von den drei Panoptic Brennweiten 27mm, 35mm und 42mm sehr gut repräsentiert wird. Je nach Himmelsqualität wird man sich für eine längere Brennweite entscheiden, je dunkler der Himmel ist. Um die Skala da mal festzulegen: 42mm bedeutet dunkelste Gebirgsregionen. 35mm geht schon unter einem guten Landhimmel. Ansonsten stört der mit schwacher Vergrößerung hellere Himmelshintergrund, es sei denn man beobachtet Objekte, an denen man Filter wie OIII und UHC einsetzen kann.
Klar gibt es zu den Panoptic Alternativen, Nagler, XW, LVW, UWAN, UWA,...
Dazwischen klafft nun eine heftige Lücke, und neuerdings versuchen einige Firmen darin Okulare zu platzieren, die dann so im Bereich um 250 Euro liegen. Was ich davon bisher zu sehen bekam, war eher kläglich, wenn ich schon mehr Geld ausgebe, dann auch so viel, dass das Bild perfekt oder nahezu perfekt ist.

Nun zu den Ultrawide von Skywatcher (wer nennt die eigentlich UWA? So nennt Meade seine Ultraweitwinkel der Serie 4000 und 5000 und so ist mein UWA oben gemeint).
Das sind Weitwinkel und die sind an f/6 auch soweit brauchbar. Fragt sich, wie lange sie einem Spaß machen. Wie Armin schon schreibt, Okulare wie Hyperion oder Speers-Waler sind wesentlich eher Okulare, an denen man lange Freude hat. Aber natürlich liegt dazwischen eine Kluft von gut 130 Euro.
Armin schrieb auch schon, dass es auf die Brennweite ankommt. Mit 14mm und weniger kann man diese Okulare an f/6 wunderbar einsetzen. Längere Brennweiten werden wieder von Problemen geplagt. Bei den Speers-Waler wird dann die Randunschärfe wieder störend, bei den Hyperion ist die Randabbildung besser, aber 17mm und 21mm zeigen am Bildfeldrand eine leichte Aufhellung des Himmelshintergrundes durch Streulicht. Nicht unerträglich, es bringt aber einige Sternfreunde dazu, lieber ein 22mm LVW als ein 21mm Hyperion einzusetzen - erheblicher Preisunterschied. Es kommt da bereits auf den persönlichen Geschmack an. Man kann so eine Randaufhellung gut tolerieren, genauso gut stören andere Sternfreunde Unschärfen am Bildrand weniger. Das mag sicher auch an den Sehgewohnheiten liegen, speziell wie sehr man mit dem Auge im Bild "herumwandert". Aus dem Augenwinkel sieht man Aufhellungen stärker und Unschärfe weniger.

"Besser als Plössl" wird ja gerne gefragt. Aber die Frage hilft nun gar nicht. Plössl sind schon sehr gut, wenn sie ordentlich gefertigt sind. Sie haben einen prima Kontrast und mit 50° einen geringen Tunnelblick. Schärfe muss man gesondert ansprechen, und zwar sind sie absolut scharf, solange man nicht mehr als die 2/3 der Teleskopöffnung in Millimetern beobachtet. Geht man über diesen Wert, zeigt sich, dass die optimale Bildschärfe nicht in der Bildmitte sondern etwa auf 1/3 vom Weg zum Bildrand erreicht wird. Liegt am Design. Das merken aber die Wenigsten. Eher störend empfunden wird bei den Plössls dass sie keine Weitwinkel sind und dass sie als Augenabstand etwa Okularbrennweite x 0,7 haben. Beim 10mm Plössl wird das schon langsam unbequem. An schnellen Optiken haben die Plössls auch so ihre Probleme, die Unschärfe am Bildrand nimmt dann zu. f/6 ist aber für Plössls gut verträglich.
"Besser" im Sinne von "schärfer" oder "kontrastreicher" ist für ein Weitwinkel schwierig. Das klappt nicht an jedem Teleskop und nicht mit jeder Preisklasse.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Erich,

es wurde ja schon viel geschrieben, daher mei (Anfangs-) -Tip in Kurzform:

- 8" f6 Dobson ohne alles
- Ebony-Tuning Kit mit Teflon Pads und ebony-Scheibe
- Telrad Sucher oder Leuchtpunktpeiler
- ICS-Widefield 30 mm mit 65 Grad scheinbarem Gesichtsfeld
- 8 mm Hyperion von Baader

Dazu eine Rotlichtlampe, Klappstuhl, Klapptisch etc.
Andere Okulare kämen später hinzu (im Bereich von 14-20mm).
Nur nichts überstürzen, sondern gleich am Anfang vernünftiges kaufen und langsam mit der Zeit aufstocken.

Filter wie der UHC oder besser der 0-III sind in 2", was ich empfehlen würde, teuer und können nach einer gewissen Eingewöhnungsphase immernoch angeschafft werden. Sinnvoller, wenn das Buget reicht, ware ein 3. Okular im Bereich von 14-20mm.

Zu Deiner Frage bezüglich des ICS-WW: ja, das ist mindestens genauso gut. Ich setzte es selbst auch ein neben meinen UWA`s. Es ist absolut empfehlenswert, zumindest was den Preis betrifft.

CS
Winfried
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Winfried,

da regt sich jetzt mein Wiederspruch. Das dritte Okular im Bereich 14-20 mm macht nur Sinn, wenn man an Deep-Sky interessiert ist (wie auch die Filter).
Für Mond/Planeten wäre sicherlich ein Ausbau in Richtung 6 mm (und noch kürzer) besser. Es hängt halt sehr von den persönlichen Vorlieben ab, welche Okularbrennweiten man wirklich "braucht".

Das Ebony-Tuning-Kit ist sicherlich sinnvoll, aber nicht wirklich essentiell. Es geht - gerade bei den mit den genannten Okularen erzielbaren Vergrößerungen - auch mit einer Rockerbox in Standardausführung. Sicherlich wird man früher oder später tunen... Aber am Anfang kann man darauf bei engem Budget durchaus verzichten.

Ich bin auch nach wie vor der Meinung: Lieber mittelprächtige Okulare und JETZT etwas sehen als 10 Jahre auf ein Nagler sparen... Insofern haben die Goldkanten zum Beispiel einiges für sich. Die Teile bieten einfach unschlagbar viel für's Geld. Auch wenn man sie irgendwann wieder verkauft - der "Verlust" beim Wiederverkauf ist geringer als der Preis einer Kinokarte. Wenn man sie bis dahin 2 Stunden lang genutzt hat, dann hat es sich schon gelohnt...

Ciao, Udo
 
Hi Udo,

ich denke hauptsächlich okularseitig an den Deep-Sky Bereich.
Mars geht ganz gut, aber das war`s auch schon mit Planeten. Richtig gut werden sie erst wieder in 6-8 Jahren!

Deep Sky geht immer.

Und zur Ebony-Scheibe und dem Tuning Kit: Schon mal damit beobachtet? Wenn nein, dann probiere es mal bei großer Vergrößerung am Gerät eines Kumpels. Ich möchte diese 25 € Ausgabe nicht mehr missen.

Mit 8 mm geht schon einiges im "vergrößerten" Bereich. Logo sind 5 mm besser, aber erst mal muß man lernen, mit dem Dobson umzugehen. Und Astronomie ist ein Langzeithobby, da kommt im Laufe der Jahre noch so einiges dazu. Wenn ich mir meine Okularkiste so anschaue... Zwischenzeitlich 12 Okulare und 3 Pärchen für das Bino...

Es muß nicht alles auf einmal sein.

CS
Winfried

...geändert wegen katastrophaler Orthographie...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

ich habe meinen Dobson auf Ebony-Star umgerüstet... Und kann den Unterschied daher durchaus beurteilen. Ich schrieb ja auch: Sehr sinnvoll. Aber es muss halt am Anfang nicht zwingend sein.

Ciao, Udo
 
Hallo Leute,

da ja ICS schon genannt wurde, wollen wir Mal nicht versäumen, die GSO, Skywatcher, Celestron, Meade, Orion zu nennen, denn ausstattungs-/bauartbereinigt ist das alles so in etwa die gleiche Leistungsklasse und wenn ein 8" F/6 etwas mehr oder weniger kostet so ist das manchmal zumindest teilweise durch Ausstattung begründet.

Eigentlich ist der Kontakt zum Händler und die Prüfung seiner Konditionen mehr im Vordergrund zu sehen als die Teleskopmarke. Da kann z.B. auch ein Händler vor Ort der notfalls sogar noch 50 € teuerer ist als der günstigste Anbieter durchaus die bessere Wahl sein. Das merkt man eventuell nur, wenn es (hoffentlich nicht) zu einer Reklamation kommt.
Da es inzwischen gerade für den Einsteiger, also in den unteren bis mittleren Preisklassen, eine Vielzahl ähnlicher Okulare bei verschiedenen Händlern, unter verschiedenen Verkaufsbezeichnungen, aber wegen wegen der beschränkten Auswahl an Designs und Lieferanten mit durchaus gleichwertigen Eigenschaften gibt, kann auch die Okularwahl kaum eine Festlegung auf Händler x odr Y bedeuten, auch hier ist man frei in seiner Entscheidung.
Wer kein ICS WW Erfle anbieten kann, kann ein TS WW-Erfle anbieten oder ein BW oder ein UWA-Erfle oder eim Meade QX-Erfle oder ein William Swan-Erfle oder.....!

Man kann also einen 8" F/6 Dobson ab etwa 300 €, so wie er kommt mit den beiden Plössl (32/25 und 9 mm) betreiben, manchmal ist auch schon, je nach Paket und das ist eben Verhandlungssache, ein brauchbares 2" Okular dabei.
Oder man schaut Mal, Händler kommt bekanntlich von handeln, ob und für welches Geld man eine Einsteigerfreundliche Grundausstattung direkt aushandelt oder nach und nach zukauft, es gibt ja auch einen Gebrauchtmarkt.

- 8" F/6 Dobson
-Leuchtpunktsucher (von Red-Dot bis Riegl und Telrad) zusätzlich zum optischen Sucher
- 42-30 mm Erfle in 2" Ausführung für Aufsuche und Übersicht(je nach Himmelsqualität)
- 13-22 mm WW Okular in 1 1/4" (je nach Brennweite des Übersichtsokulars und je nach Budget von der "Goldkante" über Speers Waler bis zum LVW oder Nagler)
- 8-12 mm WW Okular (dto)
- 5-6 mm WW Okular (dto, Spezialisten für Planeten pp gegebenenfalls später)

Was das im Einzelnen wird, kann man erst nach Festlegung auf ein Gerät besprechen, auch die Himmelsqualität am bevorzugten Beobachtungsstandort ist für die Wahl der Brennweite des Übersichtsokulars weniger trivial als der Hersteller des Teils und daran orientiert sich dann die Abstufung zu kleineren Brennweiten hin.

Tunings wie saugender Lüfter, Velours, Rockerboxtunig kann man dann später, nach ersten Erfahrungen und eigenen erkannten Bedürfnissen angehen, ebenso wie eine eventuelle Vervollständigung der Okularbrennweiten und den kauf von Filtern für die Nebelbeobachtung.
Ein guter O III/UHC erschließt z.B. für einen 8" F/6 Dobson eine ganze Objektklasse (Emmissionsnebel) neu.

CS
*entfernt*





 
Zitat von Sven_Wienstein:
Nun zu den Ultrawide von Skywatcher (wer nennt die eigentlich UWA? So nennt Meade seine Ultraweitwinkel der Serie 4000 und 5000 und so ist mein UWA oben gemeint).
D

Hm, sie werden auf dieser Seite UWA genannt:

http://www.astrookulare.de/skywatch.htm

ist das "falsch"?

Was mich noch interessieren würde: Sind das nun diese "Goldkante"-Teile? Wenn ja: wo steht das, warum werden sie so genannt? Oder falls das andere sind:
welche?

Und zu diesem Teflon-Tunig der Rockerbox:
Ist das generell schwer zu montieren? Oder ist es vielleicht einfacher, das gleich am Anfang zu machen, da man den Kram dann später nicht wieder auseinander bauen muss?


Grüße
 
Hallo Erich,

Meade bezeichnet seine Weitwinkelokulare mit 82° scheinbarem Gesichtsfeld als Ultraweitwinkel-Okulare.
Zu Englisch: Ultra Wide Angle Series 5000 (bzw. früher Serie 4000).
Deswegen ist, wenn von UWA-Okularen die Rede ist, oft/meistens die Ultraweitwinkel Serie von Meade gemeint.
Ob die Bezeichnung UWA allerdings eine geschützter Markenname ist, dass entzieht sich meiner Kenntnis.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Erich,

Du findest die Goldkanten auch auf der Reese-Seite, unter Eigenimporte, Weitwinkel 66° und wenn Du die Bilder siehst verstehst Du den Namen.

CS
*entfernt*
 
Hallo Erich,

sehr ausführlich und gar nicht pauschal findest Du das auf der HP von Sven Wienstein.

CS
*entfernt*
 
Hallo Erich,

genauer gesagt hier: http://www.svenwienstein.de/HTML/goldkanten_mit_fmc.html

In meinem Beitrag von 10 Uhr ist der Absatz mit den Plössl-Okus durch wirres Geschreibsel unverständlich. Es geht um eine Vergrößerung von Teleskopöffnung in Millimetern mal 0,66. Ab diese Vergrößerung kann man bei Plössls den beschriebenen Effekt bemerken. Ist aber nicht so gravierend, wie sich das vielleicht anhört.

Clear Skies
Sven
 
UWA`s:

ansich sind damit nur generell die Ultraweitwinkel gemeint, die ein scheinbares Gesichtsfeld von 82 Grad besitzen. Meade war wohl einer der ersten, die diese Okulare, meist mit angebauter Barlow-Linse, angeboten haben. Daher hat sich diese Bezeichnung wohl eingebürgert. Zwischenzeitlich gibt es mehrere solcher Anbieter.

Zur Frage der e-bony-Scheibe: gleich mitbestellen und einbauen, da Du die Rockerbox ja selbst zusammenbauen musst. Dabei montiert man dieses Kit gleich mit. Geht sogar einfacher als bei Ikea.

CS
Winfried
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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