Anfänger im Okulardschugel

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Michael Morawietz

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Hallo zusammen, nachdem ich mir den lange gehegten Traum vom eigenen Teleskop (Omegon Refraktor AC 90x1000, f 11,1) erfüllt habe und nach den wolkigen Tagen endlich in den Genuss des First Light kommen konnte einige Sternbilder betrachtete und den Mond beobachten konnte.
(Meine Hoffnung und Erwartungen wurde übertroffen und ich habe endlich ein Hobby das zu meiner Leidenschaft (Weltall, Kosmos,Universum) passt.)
Freue mich schon auf die wärmere Zeit wenn es mal so richtig in die Nacht gehen wird.
Aller Begeisterung zum Trotz muss ich als Anfänger natürlich auch vieles lernen und dadurch folget nun natürlich die Frage was als sinnvolle Ergänzung zu dem Pösel 6,3 mm und dem Superpösel 26 mm wirklich Sinn macht.
Ich habe als Anfänger keine Ahnung aber ich lese viel und gerne und dachte an was im Bereich 10 bis 17 mm ( Mond und Planetenbeobachtung.
Orthoskopisch oder UWA.
Zoomokulare, habe viele Pros und Contras gelesen würde mich aber auch reizen.
Was für den Überblick, mit 30 - 40 mm interessiert mich auch.
So ich bin gespannt und neugierig was ich hier dazulernen werde und wenn man so trifft.
Danke schonmal vorab
 
Hallo Nichael,

als Ergänzung zu deinen vorhandenen Okularen würde ich noch die folgenden Brennweiten anschaffen:
Superplössel 9 (10) mm, 12mm, (15) 16mm, 20mm, 32mm eventuell noch ein 40mm.
Mit einer Barlowlinse 1,5x ..... 3x kannst du noch weitere Abstufungen erreichen.
Orthoskopische Okualare haben ein kleines Gesichtsfeld -> sind für Planeten sehr gut geeignet.
UWA haben gegenüber normalen Okularen ein "großes" Gesichtsfeld ab 65°- bis zu 80°.
sind für Sternhaufen und DeepSky Objekte geeignet.
Zoomokulare habe den Nachteil, dass du bei den " Bezahlbaren Okularen"
für jede Vergrößerungsstufe die Schärfe anpassen musst.
Die Superplössel Okulare sind ein Kompromiss und im allgemeinen von guter Qualität.

CS Dieter
 
Hallo Michael

Dein Teleskop hat nur einen kleinen 1 1/4" Auszug, richtig? Da sollte man erst einmal abchecken ob der Zenitspiegel auch tatsächlich einen freien Durchgang von mindestens 28mm hat oder ob hier eine Engstelle besteht. Manch billiger Beilage-Zenitspiegel / Prisma hat da bisweilen gerade mal einen freien Durchgang von 17-19mm.
Hat der Zenitspiegel genügend Öffnung dann bietet sich als erstes ein vernünftiges Übersichtsokular an welches einen möglichst großen Bildkreis erfasst.
Die Okulare welche zur Zeit den größten Bildkreis bei 1 1/4" von rund 30mm erfassen sind das 31er und 36er Baader Hyperion aspheric. Das 36er bietet mit 3,3mm die etwas größere Austrittspupille und das 31er den größeren Sichtwinkel. Beide zeigen schon merklich mehr Himmel als das 26er Plössl und werden hin und wieder hier unter "Biete" als Gebrauchtwahre angeboten. Beide Okulare bieten für später mal eine 2"-Option mit noch mehr Gesichtsfeld.
Von einem 40er Plössl muß man hier abraten. Das wird damit wie der Blick durch eine "Klorolle"und auch der Himmelsausschnitt bleibt kleiner.

Zur Planetenbeobachtung bietet sich was für eine 0,5mm Austrittpupille an also etwas mit ca. 5,5-6mm. Ein Plössel oder orthoskopisches Okular sollte man hier auf Grund des extrem knappen Augenabstands meiden. Das ist nur was für Masochisten. Viel Auswahl gibt es da leider nicht und das fängt preislich hiermit unten an.
Kürzere Okularbrennweiten bringen nichts mehr. Die überfordern den F11-Refraktor nur und das Bild wird "matschig".

Als Zwischengröße zwischen 5,5er und 26er Plössl noch etwas weitwinkeliges in 13mm.
Das sollte dann aber erst mal reichen.

Gruß
Peter
 
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Hallo Michael.

Die wichtigste Information fehlt leider noch: dein Budget. Okulare gibt es von günstig bis unbezahlbar, mit allen Abstufungen dazwischen. Die Vorschläge für 100 EUR pro Okular werden andere sein als wenn du sagst du kannst 250 EUR ausgeben.

Die Baader Aspherics kosten etwa 200 EUR und sind super geeignet für Dich. Allerdings bieten sie in einem 1.25" Okularauszug keinen wirklichen Vorteil gegenüber einem 32mm Plössl, das nur 35 EUR kostet. Erst wenn Du sie in einem 2" Auszug verwendest profitierst Du von dem größeren Gesichtsfeld. Wenn also irgendwann mal ein schicker 100mm f/7 Refraktor den Weg zu Dir findet, bist du vorbereitet. Wenn Du allerdings irgendwann auf einen Dobson wechselst (die gerne mal f/5 oder schneller sind), wirst Du mit den Aspherics weniger Freude haben (denn an schnellen Teleskopen bilden diese nach übereinstimmender Meinung recht schlecht am Rand ab). Und hier merkst Du das Dilemma... es ist kompliziert ;)

Okulare sind auch immer etwas ziemlich persönliches. Jeder mag was anderes gerne. Der Trick, herauszufinden was man selber mag ohne sich durch "Fehlkäufe" zu ruinieren ;)

Mein persönlicher Tipp wäre ein 32mm Plössl zu kaufen. Das sind super angenehme und schön zu benutzende Okulare bei f/11. Und günstig. Ich mag Zoom Okulare. Von Skywatcher, TS oder SVBony gibt es ziemliche brauchbare 8-24mm Zooms für ebenfalls wenig Geld (so 60 EUR, glaube ich). Damit kommst Du seeeehr weit. Irgendwann, nach einigem Beobachten und viel Lesen hier oder auf CloudyNights weißt Du dann viel besser wohin die Reise gehen soll.
 
Das hier wäre ziemlich Sinnvoll.
Macimale Vergrößerung, kein Tunnelblick, bequemer Augenabstand und günstig.
Warum was Neues produzieren lassen, wenns das, was man braucht, bereits gibt.
Das Baader Hyperion 24 zeigt dir das maximale Feld mit 1,25" und hat dabei einen schönen Weitwinkel und es hat ein prima Einblickverhalten.
Zwischenschritte würde ich dann amschaffen, wenn du wirklich merkst, dass dir irgendwo was fehlt.
Vllt fürs erste was um 12mm zwischen 6 und 24, das wäre genau die Mitte.
Ein TS N-ED zB, die sind prima.

LG
Olli
 
Hallo Michael,

40mm für 1,25" gibt es, aber die sind mit einem sGF von 44° nicht wirklich zu empfehlen, denn die große Brennweite soll ja ein Übersichtsokular sein.
Bei 32mm sind noch 52° sGF möglich.
Mit 26mm & Plössel, also 60° sGF ( stimmt doch ?), solltest du bereits den max. machbaren Himmelsauschnitt haben.
Nur die AP ist etwas geringer bzw. die Vergrößerung etwas höher.

und dachte an was im Bereich 10 bis 17 mm
Ja da hast du eine Lücke und da wäre z.B. ein
Artesky Super ED 12mm (baugleich zu den TS NED mit 60° sGF) oder
ein Baader Hyperion 13mm gebraucht für 85€ bis 105€ wäre auch noch eine Option.

Wenn du feiner abstufen willst, dann ein Okular bei 10mm und eines um 17mm.
Die Abstufung gibt es bei den Hyperions (10 &17) und bei den Arteskys (12 & 18).

Ein großes Upgrade des 6,3mm Plössel wäre das ES 82° 6,7mm und für das 26mm entweder das Artesky Super ED 25mm oder ein gebrauchtes 24mm Hyperion.

Bis 14mm passen die ES 82° in den 1,25" OAZ.
Wenn du das Geld investieren willst, dann schau dir mal die Okluarreihe genauer an.

Viele Grüße

Alexander
 
Hallo,

Ich hatte diesen Refraktor auch mal und fand den Auszug bestückt mit Omegon 6mm Planetary Okular LE schon grenzwertig belastet. Allerdings war das ein Gebrauchtkauf vor bestimmt 10 oder mehr Jahren, eventuell war da schon ein Schaden drangekommen oder das ist bei den neueren Chargen besser. Vielleicht trotzdem erstmal gucken wie groß das Spiel ist bei höherer Belastung, bevor in relativ schwere Okulare investiert wird. Oder direkt einen neuen oder gebrauchten 2 Zoll Auszug mit einkalkulieren.

Besonders begeistern konnte ich mich für das Bild bei der 166x Vergrößerung des Planetaries übrigens nicht.

VG Klaus
 
Hallo Michael,

also bei F11 würde ich kein teures Luxus Okular kaufen.
26mm Plössl reicht, da ist die Augenlinse und der Augenabstand ja auch groß genug aber ein 6,3mm Plössl habe ich auch.
Die Linse ist winzig, den Einblick mag ich gar nicht. Wie kommst du denn damit klar ?
Falls es dich auch stört würde ich auch ein 6mm Planetary oder eine 6mm Gold oder Blaukante empfehlen.
Dazwischen habe ich mir eine 15mm Blaukante gebraucht zugelegt (TSSW15) und beobachte sehr gerne damit.
Ob jetzt als Gold / Blaukante oder Planetary ist nicht so entscheidend wobei das Planetary deultich größer und schwerer ist, siehe Hinweis von klawipo !

Wenn`s dich richtig packt wird dich bald der Öffnungswahn treffen und ein größerers Teleskop reizen.

Gruß,
Holger
 
Hallo,
also bei F11 würde ich kein teures Luxus Okular kaufen.
na ja, es gibt schon Kollegen die auf 82° sGF schwören und meinen " ... hätte ich die doch gleich gekauft ..."
Für die ist es kein Luxus.
Ich selbst nutze die Hyperions mit 68° bei f5 und bin damit voll zufrieden.

Und die "Gold- oder Blau-Kanten" finde persönlich ich mit 65€ bis 70€ schon happig, wenn man bedenkt das die Arteskys ED 85€ kosten.

Wenn`s dich richtig packt wird dich bald der Öffnungswahn treffen und ein größerers Teleskop reizen.
Genau deswegen würde ich das Argument F11 lieber nicht verwenden, denn wenn das nächste Teleskop z.B. F5 hat, dann passt es schon wieder nicht so gut.

Ob es nun 60°, 68° oder 82° sGF sein soll muss Michael für sich entscheiden.
Er hat ja kein Druck kaufen zu müssen.

Viele Grüße

Alexander
 
Hallo,

die Baader Hyperion mit 68° GF sind für Ihren Preis in Ordnung (obwohl sie früher um einiges günstiger waren) sowie auch lange erprobt und ich denke, man bekommt dort ein gutes Okular für sein Geld. Habe sie früher auch im Einsatz gehabt und war zufrieden.

Von den günstigen Plössl etc. würde ich Abstand nehmen, wenn man doch einen gewissen Beobachtungskomfort haben möchte. Dann kauft man am Ende meistens zweimal. Falls genug Geld vorhanden ist sowie der Wille, es für das Hobby auszugeben, sind nach oben hin allerdings kaum Grenzen gesetzt, was Qualität und Gesichtsfeld angeht.

Gruß

Carsten
 
Ciao Michael,
Ich kenne den Markt nicht gut, vor allem im preiswerten Segment. Daher hier nur die Limits für dich, die aus der Optik (und meiner Erfahrung :) ) herkommen.

1. Du kannst mit Deinem Teleskop in 1.25" Okularen MAXIMAL 1.65° Feld sehen. Mehr ist physikalisch unmöglich. Daher wenn du mit dem 26mm nah dran bist, dann Kauf da NICHTS mehr bei langen Brennweiten ! Wie stellt man das Gesichtfeld fest ? Der Mond hat 0.5° Durchmesser. Wenn er 3x ins Feld passt bei 26mm, dann bist Du eigentlich annähernd am Limit vom Feld her !

2. Durch die Beugung des Lichts kannst Du MAXIMAL 180x vergrößern. Du bist mit deinem 6.3mm schon nah dran. Also NICHTS mehr kürzeres kaufen !!!

3. Du kannst sinnvollerweise 1-2 Okulare im Zwischenbereich kaufen. Typischerweise geht man ca 30-40% runter mit der Brennweite von Okular zu Okular. Also sagen wir nimm noch 16mm und 10mm. Damit bist du komplett. Ich würde kein Zoom nehmen. Man verliert dadurch das Gefühl für die Vergrößerung und VOR ALLEM für die Feldgrösse. Zooms sind auch meist eher etwas tunnelig ( kleinere Gesichtsfelder) und auch (bei gleichen Preisen) qualitativ eher schlechter als Festbrennweite.

4. Find deine Feldgrössen für jedes Okular raus. Das ist wichtig beim Suchen von Objekten. wGF = sGF / V.

5. Wenn du Mal das Teleskop upgradest nimm Dobson Newton 8" f=1000...1200mm mit 2" Oaz und achte auf die Fangspiegelgrösse ( wenig Vignettierung). Die Vergrösserungen sind dann vergleichbar zu jetzt, aber: Durch 2" Oaz bekommst du DANN mehr maximale Feldgrösse und zwar 2/1.25x mehr... Also 2.7° ! Das erreichst Du dann mit einem 30-35 UWW okular in 2". Und Du kannst DANN höher vergrössern, max 400x, Okular dazu mit 4-5mm... Aber jetzt hast Du ja erstmal genug zu beobachten mit D=90mm... :)

Good luck und schöne Grüße,
Peter
 
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Hallo Leute

So wie ich das sehe ist der Michael hier schon lange raus aber trotz dem möchte ich hier noch ein Paar Dinge richtig stellen.
1. Du kannst mit Deinem Teleskop in 1.25" Okularen MAXIMAL 1.65° Feld sehen.
Das ist so nicht richtig. Man kann bei 1 1/4" einen bis zu 30mm großen Bildkreis nutzen da es Okulare gibt wo die Bildebene bis zu 18mm hinter der Steckhülse liegt und daraus resultiert bei 1000mm Brennweite ein wahres Feld von 1,72°!
Daher wenn du mit dem 26mm nah dran bist, dann Kauf da NICHTS mehr bei langen Brennweiten
Ein 26er Plössl mit 52° Sichtwinkel erfaßt einen Bildkreis von 23,6mm und damit ein wahres Feld 1,35° bei eine bescheidenen Austrittspupille von gerade mal 2,4mm. Da ist zu 1,72° Gesichtsfeld noch ein gutes Stück ( 27% ) Luft nach oben. Wenn das Okular mehr als 52° Sichtwinkel aufweist ist es kein Plössl mehr sonder eher ein Fünf-Linser. Im allgemeinen liegen den Omegon Refraktor AC 90x1000 ein 6,3er und ein 25er "Super" (reversed Kellner) bei, da sind die Gesichtsfelder nochmals kleiner als bei einem 26er Plössl wobei das 6,3er mit einer bescheidenen Abbildung daher kommt..

Gruß Peter
 
Ciao Peter,

Da muss ich auch nochmal richtigstellen, dass Du mich hier für einen potentiellen (?) 4% Unterschied 'richtig stellst'. Ich bitte dich... !?!

Nebenbei frage ich mich, warum Genie's wie die Optikingenieure die das 31mm Nagler, ein 1000 Euro Okular - entworfen haben, diese fortschrittliche Technologie der FeldVergrößerung nicht exzessiv angewendet haben. Ich kann nur raten: die Abbildungsleistung oder andere Qualitativkennzahlen sind so nicht wirklich zufriedenstellend hinzubiegen... EINE singuläre, tolle Kennzahl macht nicht direkt ein gutes Okular. Aber OK, ich bin kein Optikdesigner, ich nehme es mal als grundsätzliche Option im Design... OK und Fair enough.

Dann zum 26mm. Was steht da in meinem Statement ? Eben *WEIL* er seine sGF zum 26mm nicht angegeben hat, schrieb ich: '*WENN* du mit dem 26mm nah dran bist, *DANN*... ' D.h. das kann und SOLL (!) er also selbst beurteilen dann... Ich hab ihm ja auch noch gesagt, wie das relativ einfach und grob geht... Und zwar WEIL ich sein sGF nicht raten will/kann. So betrachtet muss man auch hier gar nix essentielles richtigstellen, sondern nur tunlichst sorgfältig lesen, was da steht und nach Möglichkeit wohlwollend zur Kenntnis nehmen, was damit gemeint war.

Also insofern sag ich: nix für ungut, aber da war nix wirklich spektakulär falsches richtig zu stellen. Sorry und nimm's mir bitte nicht übel. ?

Kollegiale Grüße,
Peter
 
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By the way: der Thread hier ist vom 8. Februar 2023 und der TO hat seitdem auch nichts mehr von sich hören lassen... :whistle::coffee:

lg
Niki
 
Hallo Namensvetter

Welches Okular hast Du für ein Feld von 1,65° bei 1000mm Brennweite zu Grunde gelegt? Dazu währe eine Feldblende von 28,8mm notwendig. Für die 35er Eudiaskopischen werden 29mm angegeben was aber bei meiner Messung nicht hin kommt da hier die Bildebene dafür zu nah an der Steckhülse liegt. In der Regel haben 1 1/4"-Okulare bei denen die Bildebene noch in der Steckhülse platziert bleibt eine Feldblende von 27mm. Hier wird 1mm vom Feld geopfert um in die Steckhülse noch eine 0,5mm hohe Kante einzubringen damit ein sauber definierter Bildrand entsteht. Zu diesen Okularen gehört das 24er Panoptik und die zahreichen 32er Plössel. Mit einer 27er Feldblende ergibt sich bei 1000mm Brennweite ein Feld von 1,55°. Ein größeres Feld lässt sich nur dann erreichen wenn die Bildebene merklich hinter der Steckhülse platziert wird. Bei dem 31er und 36 Hyperion Aspheric ist das so. Hier liegt die Bildebene rund 18mm hinter der Steckhülse und das Lichtbündel kann sich hier nach hinten raus bis auf 30mm (bei F6) aufweiten was gegenüber den normalen 1 1/4"-Okularen mit 27mm Feldblende ein Gewinn im Durchmesser von ca. 11% entspricht. Der Preis dafür ist ein etwas diffuser Feldrand und ca. 18-20mm Bedarf an Fokussierweg in Richtung Objektiv.
Bei den 25er Beilageokulare der Marke "Super" sind wir da eher bei einer Feldblende von gerade mal ca. 20-22mm.

Gruß Peter
 
Ciao Peter,

Na, ich schrieb ja einleitend auch: physikalische Limits. D.h. gar kein spezifisches Okular (dessen Bauweise man dann ja im Detail kennen, wohl womöglich noch ray-tracen müsste.. !???) sondern nur Abbildungsmasstab in der Brennebene und Durchmesser der Okularhülse (minus Wandstärke für techn. Machbarkeit) usw.

Deine Detailkenntnisse der Okulare sind ja erstaunlich, aber sowas hat man ja typischerweise nicht, auch in Händlerdaten sucht man sowas meist vergeblich. Also MUSS man ja als Anfänger/Käufer von den Phys. Limits herkommen um sich limitierende Feldgrössen auszurechnen. Und dass man da nur wenig (und unter Inkaufnahme von, ich sage mal, Mängeln wie diffuser Feldrand + ggf. anderes....) drüber hinaus kommt, spricht ja schon dafür, daß die max. Feldgrösse durch die Einsteckdurchmesser begrenzt wird, faktisch. Sonst bräuchte man ja auch gar keine 2" Okulare...

Und physikalisch ist das ja auch klar: hinter der Brennebene ist das Strahlenbündel ja wieder divergent, insbesondere bei schnellen Öffnungsverhältnissen. Wenn die Brennebene also designerisch immer weiter weg von der Okularhülse und damit von der Optik gelegt wird, wie will man da die nach außen wegdivergierenden Strahlen noch einfangen - wenn die Linsen in der Steckhülse 'gefangen' sind ? Deshalb hätte ich alleine deshalb schon angenommen, daß solche Okulare vielleicht zu grösseren Feldgrössen 'sensationsheischend hochdefiniert' werden können, aber am Rand eben immer mehr Vignettierung auftritt - fehlender Teil des wegdivergierenden Strahlenbündels... Ich verstehe das Argument, aber es ändert die Physik nicht und ich persönlich würde so ein Okular, denke ich, auch nicht empfehlen wollen, wegen der 'Mängel'.

Aber ja, im Detail ist das ja alles durchaus interessant (wie ich sagte, fair enough) , aber wir sind ja hier in der Beratung von Anfängern (die wohl gar nicht mehr zuhören !?), da ist das alles in gewisser Weise OT. Man könnte ja mal einen Thread aufmachen inwieweit einfache Physik Limits von aktuellen Okularbauweisen erweitert werden... Da könnte man sich dann natürlich austoben.

Insofern, schöne Grüsse,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Hyperion 24 hat seine Feldblende exakt auf Steckanschlag, 28,5mm sind es. Ist schon spürbar mehr als 27mm.

LG
Olli
 
Hallo Peter , hallo Sternfreunde

Die größe der Feldblende und damit den erfassbaren Bildkreis ist nach der Okularbrennweite das wichtigste Parameter bei Okularen. Kann man doch durch diesen Wert genau abschätzen / ausrechnen wie groß des wahre Gesichtsfeld tatsächlich ist. Leider wird dieser wichtige Wert überwiegend in den bunten Werbeprospekten immer wieder unterschlagen und wenn dieser Wert dann doch einmal angegeben wird, dann wird da schon mal des öfteren gelogen das sich die Balken biegen. Televue und ES sind da die rühmlichen Ausnahmen. Beim 35er Eudiaskopischen stimmt der Wert von 29mm nach meiner Erfahrung auch nicht ganz. Das ist leider so und das ist auch nichts neues. Da bleibt einem leider nichts anderes übrig als selber nachmessen und vergleichen.
Bei 5 Meter Brennweite und Bino ist man (fast) immer im Gesichtsfeldnotstand und auf der Suche nach einem Okular mit möglichst großem Feld habe ich dann mal vier verschiedene Okulare miteinander verglichen. Das Ergebnis mit Bildern der entscheidenden Bauteile habe ich in diesem Beitrag (20) einmal dargelegt. Sorry, ich habe da zweimal Hyperion mit Morpheus verwechselt.
Das ein Bildkreis nach einem Engpass durch aus größer als dieser ausgeleuchtet werden kann haben wir ja auch bei den zahlreichen Cassegrain-Varianten bei denen das Blendrohr deutlich enger ist als der ausgeleuchtete Bildkreis. Allerdings muß hier ein kaum merkbarer Helligkeitsabfall zum Feldrand hin in Kauf genommen werden. Es ist mach mal schon verblüffend was da aus den engen Röhren teilweise noch herausgequetscht werden kann. Auch einige 2"-Zenitspiegel haben eine verengten Durchgang wie der Meade mit 42mm oder der Televue everbrite mit 44,2mm ohne daß das bei der Beobachtung überhaupt auffällt.
Nun wir haben hier dieses Forum und können uns darüber austauschen und solche Sachverhalte abklären.

Gruß Peter
 
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