Anfänger-Newton-Frust - trüber Fleck im Okular

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Melkus

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Hallo liebe Freunde der klaren Nacht :geek:

Bei meinem Einsteiger Newton sehe ich nach erfolgreicher(?) Laser-Kollimation in der Mitte des Okulars einen trüben Fleck.
Bei Tageslicht ist es ein schwarzer Fleck: ganz klar der Fangspiegel oder Fangspiegel-Schatten.

Kann man meinen Fehler in der Justage an Hand dieser Beschreibung ausmachen?

Vielen Dank im Voraus!
 
Servus,

hört sich irgendwie so an, als ob du nicht im Fokus bist. Hast du mal auf ein Objekt (z.B. Mond) scharfgestellt und dann den Schatten immer noch gesehen?

Gruß
Mathias
 
Ja, hab ich gestern Abend versucht.
Am Mond war das Bild außen gestochen scharf und in der Mitte verschwommen / unscharf.
Was bedeutet "nicht im Fokus zu sein"?
Ich kann doch nur über den Okularauszug fokusieren - oder verstehe ich das falsch?
 
Sobald beim Beobachten heller Objekte die Pupillenweite so klein wird, daß sie die Größe es (immer) im Okular abgebildeten Fangspiegels unterschreitet, fällt die zentrale Obstruktion großer FS bei niedriger Vergrößerung als zentraler Schatten beim Einblick auf. Das passiert bei kurzen Newtons und vor allem bei Katadioptern wie Mak und SCT.
So weit meine Interpretation - mit welcher Vergrößerung wurde beobachet? Welches Okular?
Läßt sich das Okular mittig scharfstellen? Wie sieht dann der Randbereich aus?
 
Die Brennweite ist m W n 1200mm (750/1200) und ich besitze nur ein 25mm Okular - vermutlich ist das dann also 48fache Vergößerung? :unsure:

Mittig im Okular habe ich diesen besagten Fleck - also würde ich die Frage ob sich das Okular mittig scharf stellen lässt mit "nein" beantworten.

Was ist
Obstruktion
Katadiopter
SCT?
Wann ist ein Newton lang und wann ist er kurz?
 
> Die Brennweite ist m W n 1200mm (750/1200) und ich besitze nur ein 25mm Okular

Sag mal, Kollege - alles schön und gut, aber du solltest uns Ratgeber mit eindeutigen Daten und Beschreibungen versorgen. Ohne das kann man keine vernünftigen Ferndiagnosen stellen.
Gestern Abend im "Suche"-Bereich hast du noch geschrieben:
"Bei meinem Einstieg in die Astronomie mit einem gebrauchten Celestron 150/750 war leider nur ein 25mm Okular dabei."

Ein 150/750er Newton mit f/5 ist für mich ein kurzer Newton - 150 mm f/8 (1200 mm Brennweite) dagegen ein langer. Tubuslänge ist hier gemeint.
In den f/8-Newtons kann man wesentlich keinere FS verbauen als in der Richfield-Version f/5. Das sind einfach konstruktive Merkmale.

Der f/5 liefert mit einem 25 mm-Okular 5 mm Austrittspupille (AP). Wenn dann starke Blendung durch die Beobachtung am Tag oder des hellen Mondes in der Nacht eintritt, verengt sich die Augenpupille ggf. bis auf 1,5 mm Durchmesser (Wiki). Das kann schon reichen, um den Fangspiegel als mittigen Schatten gegen den hellen Hintergrund wahrzunehmen. Der FS des Celestron hat 46 mm kleine Achse, das ist immerhin fast 1/3 vom gesamten HS-Durchmesser. (Wenn du von den o.g. 5 mm AP 1/3 nimmst, sind wir schon bei ca. 1,6 mm Abbildungsmaßstab für den FS - und damit im Bereich der Pupillenöffnung von 1,5 mm.)

Andere Möglichkeit wäre, daß mit dem Okular etwas nicht stimmt. Halte ich nach der bisherigen Schilderung aber eher für unwahrscheinlich. Ein 25er Celestron-Beipack-Oku besitze ich auch - die Dinger sind im Grunde unkompliziert, wenn da keiner dran herumgefummelt hat.
Kannst du denn Sterne im Okular mittig scharfstellen?

> Was ist

Entschuldige, wenn ich in einem Fachforum gängige Fachbegriffe benutze...
Da frag mal lieber die allwissende Müllhalde...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Der Reihe nach: wie groß ist denn der Öffnungsdurchmesser deines Teleskops? Und wie lang, jeweils in cm gemessen, ist der Tubus? Ich frage bewusst nicht in Fachbegriffen, weil ich den Eindruck habe, dass du ziemlich unvorbereitet in eine größere Anschaffung geraten bist. Ich - und wir anderen hier - müssten erst einmal wissen, was für ein Teleskop du tatsächlich hast, dann kommen wir weiter. Die "750" könnten eine Brennweite in mm bedeuten, das wäre ein Maß, das bei vielen kleineren Spiegelteleskopen anzutreffen ist, meistens haben die dann 150 mm Öffnung. Das gäbe Sinn, und wir wüssten, worüber wir sprechen müssen. So ein Ding habe ich selbst auch, jedenfalls dem Prinzip nach.

"1200" ist auch eine typische Brennweite an Newtonians, nur haben die dann auch viel größere Öffnungsdurchmesser - es gibt sie häufig mit 250 mm, das sind dann aber schon ziemliche Brocken, über einen Meter lang. Brennweite, falls das nicht klar ist, bedeutet nichts anderes als die Brennweite an einem Kameraobjektiv. Wir reden also in jedem Fall über sehr hohe Zahlen und also über hohe Vergrößerungsmöglichkeiten.

Mit der Obstruktion bezeichnet man den Anteil an dem Öffnungsdurchmesser, der von dem Fangspiegel eingenommen wird. Er kann größer (typischerweise für die Fotografie) oder kleiner (besser zum visuellen Beobachten) sein, hängt aber auch von der Bauart allgemein ab.

Katadiopter nennt man Spiegelteleskope, bei denen es außer dem Hauptspiegel hinten noch eine Linse vorne als weiteres optisch wirksames Teil gibt. Im Gegensatz zu einem Newton können Katadiopter also vorne geschlossen sein (oder sie haben die Linse innen am Fangspiegel befestigt). Sie bauen dadurch, dass der Strahlengang stark zusammengefaltet wird, bei hohen Brennweiten sehr kurz.

SCT ist die Abkürzung für Schmidt-Cassegrain-Teleskop, eine verbreitete Bauart mit einem großen Hauptspiegel am hinteren Ende des Tubus, einer Korrektorlinse vorne, die den Tubus abschließt, und einem Fangspiegel, der in der Mitte der Korrektorlinse eingelassen ist; der Fangspiegel reflektiert das von Hauptspiegel kommende Licht durch eine mittige Öffnung im Hauptspiegel nach hinten in die Beobachtungsebene. Es ist, tätää!, ein Katadiopter. Schau dir unter dem Stichwort "C8" ein paar Bilder an, dann verstehst du das vielleicht besser.

"Kurze" Newtons werden solche genannt, die im Verhältnis zur großen Öffnung eine niedrige Brennweite haben, typischerweise mit einem Verhältnis zwischen Brennweite und Öffnung von 4 oder weniger - das sind die f/4-Teleskope, hauptsächlich in der Fotografie genutzt.

Und, ganz nebenbei: bei alledem setze ich voraus, dass du augengesund bist. Diese Bemerkung ist nicht im Scherz gemeint.
 
Ich kenn den beschriebenen Fleck nur dadurch, wenn ich komplett defokussiert bin. D.h. z.B. wenn ich am Mond keinen einzigen Krater scharf sehe oder wenn ich beim Stern nicht scharf bin und quasi den schwarzen Fleck in der Mitte und die Fangspiegelspinne seh.

Schaut es z.B. so aus? Link

oder eher wie in diesem Thread (der hier anscheinend ein ähnliches Problem hatte)?


Grüße
Mathias
 
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