Anfänger verzweifelt | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Anfänger verzweifelt

adetman

Mitglied
Hallo,

ich habe mein altes Hobby wieder Aufgenommen und bereue das ich damals meine GoTo Montierung relativ verschenkt habe. (Wenn man sich jetzt die Preise ansieht und den Lieferengpass)

Aber nichts desto trotz muss ein neues Equipment her.

Da ich natürlich schnell los legen wollte hatte ich mir überstürtzt folgendes Equipment besorgt:
- SkyWatcher StarAdventurer Pro
- TS Optics APO 60/360
- Canon EOS 250D
- Canon EOS 450D Modifiziert

Doch bin nicht wirklich überzeugt.

Ich möchte gerne höhere Brennweiten verwenden doch mit der Star Adventurer leider nicht so einfach.

Die Star Adventurer ist ein super Gerät aber irgendwie nur für kure Brennweiten habe ich das Gefühl.

Und TS Optics APO 60/360 auch leider nicht mein fall. Auch hier ein tolles Gerät aber erfüllt nicht das was ich mir vorgestellt hatte.

Ich hatte jetzt genug Tests gemacht aber nichts wird scharf. Bin regelrecht am verzweifeln.

Würde gerne wieder auf Newton umsteigen. Doch mit der StarAdventurer nicht dran zu denken.

Also muss alles verkauft werden und neues Equipment muss her.

EQ6R sowie ein Newton 8 bis 10 Zoll und MGEN3 wären traumhaft.

Das Internet durchforstet bzgl. AZEQ6 oder EQ6R aber überall gibt es Pro und Contra die auf jedem weiteren Forum wiederlegt werden^^

Hier meine ersten Aufnahmen mit meinem aktuellen Equipment. Natürlich ist das klar das nichts auf anhieb funktioniert aber wie gesagt ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte.

Hier ein Bild des M42 Nebels(20sek. bei ISO1600) und ein von der Sonne.

Bei der Sonne wollte ich den Fokus ausreizen aber egal wie ich es auch einstelle es ist nie scharf. Beim M42 ist die Nordung glaube ich etwas daneben aber dort erkennt man es auch das Information fehlt. Also würde gerne mehr Licht/Information in kürzerer Zeit einsammeln. Das hatte ich aus Erfahrung mit meinem Celestron 8" Newton deutlich einfacher.

M42 Test.jpgSUNONE.jpg

Hat jemand einen Tip für mich^^

LG
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Also muss alles verkauft werden und neues Equipment muss her.
Ich denke, Du bringst auf jeden Fall mal den Star Adventurer zum Laufen, auch den Fokus werden wir finden. :)
Ich kenne das, wenn nichts funktioniert... aber selbst wenn Du ihn in die Sonne schleuderst, kommt der Adventuere wieder zu Dir zurück, denn genau das ist er: ein Abenteurer. Das bekommst Du in den Griff, andere haben die wütende "Sprengung des Equipments" auch bereits hinter sich, aber in allen Fällen war eine Versöhnung möglich, dass das Zeug zumindest mal beginnt zu funktionieren und zu arbeiten.

Ich geh zwar jetzt ins Bett (1:20), aber sicher haben die erfahrenen Kollegen morgen ein paar handauflegende Tipps für Dich. :y:

lg
Niki
 

RaBaeh

Mitglied
Hallo,
die Einnordung muss schon passen, da könntest du die Montierung mit einem Polaralign Prog, wie z.B Sharpcap das implementiert hat, genauer werden.
Ist M42 ein Einzelbild? Wenn ja, mache soviele Bilder, wie es deine Zeit zulässt. Darks und Flats dazu und Stacken. Auch da gibt es verschiedene Progs dafür. Ich nenne jetzt mal DeepSkyStacker (DSS) Das Summenbild lässt sich dann besser weiter Bearbeiten, als ein einzelnes Bild.
Die Sonne scheint mir überbelichtet zu sein.

Grüße Rainer
 

mettling

Mitglied
Moin,

erster Tipp: überstürze nichts. ich habe den Eindruck, dass Du zu viel auf einmal willst. Du hast Dich Hals über Kopf in ein neues Equiment gestürzt, ohne Dich vorher schlau zu machen. Und nun funktioniert es nicht auf Anhieb wie gedacht. Deshalb willst Du den Fehler wiederholen und ein neues Equipment kaufen, das Du dann eventuell nach einem Jahr wieder verkaufen wirst.

Bringe erst mal den SA zum laufen. Der ist in der Tat für kürzere Brennweiten ausgelegt, optimalerweise bis 135mm, mit Ach und Krach 200mm. Sprich Teleobjektive. Man kann auch kleine Refraktoren rauf setzen, aber das erfordert Erfahrung und Leidensfähigkeit. Und beides scheint bei Dir nicht sonderlich ausgeprägt zu sein. ;)

Also eine Baustelle nach der anderen. Der SA ist eine tolle Montierung für Flugreisen und für gelegentliche Exkurse ins Dunkle, aber eigentlich keine „Hauptmontierung“. Wenn man mit ihm macht wofür er gedacht ist, kann man viel Spaß damit haben. Ich habe meinen dennoch verkauft, aber das liegt daran, dass ich generell keine Lust auf Fotografie mehr habe und mich aufs Zeichnen verlegt habe.

Warum bekommst Du den 60/360 nicht scharf? Wie äußert sich die Unschärfe? Benutzt Du einen Flattener? Welchen? Benutzt Du eine Bahtinovmaske? Ich finde Dein Bild gar nicht so schlecht. Etwas besser fokussieren, dann so 30-50 Bilder stacken und nachbearbeiten, dann kommt da mit Sicherheit mehr raus. Was für Bearbeitungsschritte hast Du durchgeführt?

Eine bessere Monti und Guiding bringen Dir natürlich mehr Möglichkeiten als Deine überforderte Reisemonti. Aber ist halt teurer und deutlich schwerer. Und einfacher wird die Fotografie damit nicht, bilde Dir das bitte nicht ein. Du tauscht nur die jetzigen Baustellen gegen andere ein. Astrofotografie ist niemals einfach.
Die Frage ist also: was willst Du? Höhere Brennweite und Lichtstärke? Dann wäre ein f/5-Newton auf einer Monti der EQ-6 Klasse eine Möglichkeit. Aber die 450Da ist natürlich auch kein Empfindlichkeitsmonster, die ist schon etwas in die Tage gekommen. Da könntest Du über eine gekühlte Astrokamera mit kleinerem Chip nachdenken und den 60/360 auf eine stabilere Monti setzen. Dann hast Du den gleichen Bildausschnitt wie mit dem Newton, deutlich höhere Empfindlichkeit als jetzt und mit beispielsweise einer geguideten NEQ-3 oder EQ-5 ein leichteres und dennoch bombenstabiles Setup.

Bis dann:
Marcus
 

adetman

Mitglied
Hallo,

Danke für die Antworten.

Ich habe natürlich Geduld mit gebracht. Nur wenn man keine Fortschritte erkennt mach man es einen traurig.

Den M42 habe ich mit 15 lights abgelichtet. Da es nur ein test war keine Darks und etc.

Fokus habe ich eingestellt in dem ich mit einen hellen Stern ausgesucht habe und 10x digital reingezoomt. Dann solange am Rädchen drehen bis der Stern klein und Rund war.

Also die Star Adventurer ist auch eine schöne Gerätschaft aber da habe ich gute Erfahrung gemacht mit 18mm für die Ablichtung der Milchstraße.

Und ich glaube mein Hauptproblem ist beim SA ist die orientierung. Ich kenne mich mit der Himmeldmechanik und deren Adressen sehr gut aus doch Blind ein Objekt zu finden ohne die Nordung zu verlieren ist echt Arbeit bei 360mm.

Deswegen träume ich von GoTo^^

Ich nutze zurzeit:

https://www.astroshop.de/teleskope/...tor-ap-60-360-photoline-fpl53-red-ota/p,56055

und als Flattener

https://www.astroshop.de/flattener-korrektoren-reducer/ts-optics-flattener-photoline-1-0x/p,56056

Was ich mit dem Fokus flasch mache ist mir nicht bekannt aber die Sterne sehen immer verschwommen aus. Und das ist dann nicht so schön.



LG
 

Demokrat

Aktives Mitglied
doch Blind ein Objekt zu finden ohne die Nordung zu verlieren ist echt Arbeit bei 360mm.
Wem sagst Du das. :coffee:
Meistens verstelle ich alles bei der Skywatcher oder beim Fokus, wenn ich den Bildausschnitt suche. Das Herumgeschraube verstellt mir entweder das Polar Alignment oder den Fokus, ich schaffe aber auch beides. Ein wenig tiefere Temperaturen, ein wenig Spiel an der Basis der kleinen Montierung und ich verdrehe das ganze Ding um einige Millimeter, und beim Richten des Unglücks komme ich am Objektiv an und kille den Fokus.

Und beim Anblick der RAWs wird man dann zum - (zensiert) :devilish::LOL:

lg
Niki
 

Tom310

Mitglied
Grüße!

Ich habe nicht ganz so viel erfahrung wie viele hier, da ich selber erst dieses jahr eingestiegen bin, aber:

Ich hatte ein änliches Problem anfangs mit dem SA! Jedesmal, wenn ich das Objekt gefunden habe, war der Weg dahin mit so vielen Aktionen verbunden, dass ich auch Polaris verlor.

Mein erster Schritt war ein stabileres Stativ und ein stabiler/fester Untergrund, ich habe das 2" Aluminium Stativ genommen. Als nächstes habe ich das Objektiv/Teleskop bzw. den L-Winkel viel näher am Motor platzieren können durch ein schwereres Gegengewicht. Dadurch war die Hebelwikung beim Suchen nicht so schlimm und das ganze wackelte also noch etwas weniger. Polaris bleibt bei mir jetzt immer wo ich es eingestellt habe. Vielleicht hilft es dir auch dein Objekt schneller ins Visir zu bekommen wenn du eine Visuelle Hilfe wie einen Lazerpointer verwendest? Oder ein "Zielvisir" :D Ich bin da noch in der Experimentierphase was am besten geht, wenn man mobil unterwegs ist ^^

Das nächste was dich evtl auf die Palme bringen wird, ist die maximale Belichtungszeit auf dem SA mit der Brennweite. aber soweit sind wir ja noch nicht :eek:

Lg Tom
 
[...- SkyWatcher StarAdventurer Pro ...]

Habe ich auch.


[...- TS Optics APO 60/360 ...]

Habe ich auch, prima Gerät, leuchtet sogar Vollformat aus, wenn man den passenden Flattener dazu bestellt.


[... Ich möchte gerne höhere Brennweiten verwenden doch mit der Star Adventurer leider nicht so einfach....]

Ich habe bis 500mm am StAd benutzt.
Das geht.


[...Die Star Adventurer ist ein super Gerät aber irgendwie nur für kure Brennweiten habe ich das Gefühl.....]

Dein Gefühl trügt Dich, es ist eher die Kombination aus Balance, Hebel, Wind, Unterbau, etc., die das Limit setzt.
Mit der Brennweite hat das erstmal nichts zu tun, da wird unfassbar viel Unsinn erzählt.


[...Und TS Optics APO 60/360 auch leider nicht mein fall. Auch hier ein tolles Gerät aber erfüllt nicht das was ich mir vorgestellt hatte....]

Was hast Du Dir denn vorgestellt?
Vielleicht sollte man das erst mal hinreichend genau beschreiben.


[...Ich hatte jetzt genug Tests gemacht aber nichts wird scharf. Bin regelrecht am verzweifeln...]

Zum Scharfstellen benötigst Du eine Bahtinovmaske.
Ohne geht es nicht.
Und selbst dann kann es sein, dass Du aufgrund des Seeings keine scharfe Abbildung zustande bekommst.
Hast Du mal Deinen Standort gewechselt? Die Bedeutugn von lokalem Seeing ist nicht zu unterschätzen.
Der TS 60/360er APO schafft an sich NADELfeine Sterne.


[...Würde gerne wieder auf Newton umsteigen. Doch mit der StarAdventurer nicht dran zu denken....]

Du musst nur einen ganz ganz kleinen Newton nehmen. ;-)



[....Also muss alles verkauft werden und neues Equipment muss her....]

Die Probleme wirst Du mit anderem Equipment auch haben, sogar noch mehr.
Große Brennweiten nachzuführen ist aufwändiger als die Nachführung kleiner Brennweiten.

Ich habe das Gefühl, dass Du Dein bisheriges Equipment noch gar nicht gut genug kennst.
Kann das sein?
Und wir kennen es auch nicht gut genug, um Dir zu helfen.
Hast Du einen Flattener?
Wie löst Du aus?
Wie stellst Du scharf?
Was für ein Stativ hast Du unter dem StAd?
Benutzt Du die Original-Polhöhenwiege?

Erzähl uns doch mal was. :)

Viele Grüße
Thomas
 
Zusatz zu meiner Antwort, nachdem ich Dein Bild vom Equipment gesehen habe:

Du brauchst einen Leuchtpunktsucher. Ohne den macht das Finden keinen Spaß.
Es gibt einen vernünftigen Halter dafür: Teleskop-Express: TS-Optics Sucherschuh - Flexible Basis für Sucher Teleskope - Deluxe
Den benutze ich auch.
Astrotypisch kein Schnäppchen, aber sehr gut.


Du musst diese Polhöhenwiege loswerden, die ist Schrott.
Nimm die von Omegon, die habe ich ebenfalls:


Und dann solltest Du die Originalschelle des TS 60/360 auswechseln gegen normale Rohrschellen und eine längere Prismenschiene. Das ist nochmal sehr viel stabiler.

Mit diesem Setup habe ich die Bilder im Anhang gemacht. Klar, besser geht immer, und ich stehe noch am Anfang. :)

Viele Grüße
Thomas
 

Anhänge

adetman

Mitglied
Hallo, Danke für deine Antwort.

Also:

Hast Du einen Flattener?:
- Ja nutze den Flattener.
https://www.astroshop.de/flattener-korrektoren-reducer/ts-optics-flattener-photoline-1-0x/p,56056

Wie löst Du aus?:
- Auslösen via fernauslösung kabellos.


Wie stellst Du scharf?:
- Scharf stellen über digitalen 10xZoom von der DSLR. Bis die Sterne am kleinsten sind.

Was für ein Stativ hast Du unter dem StAd?:
- Stativ nutze ich das der EQ6 mit Fotoadapter.

Benutzt Du die Original-Polhöhenwiege?:
- Ja aber da bin ich auf der Suche nach etwas anderem. Die gefällt mir nicht besonders


Werde auch mal versuchen Standort zu wechseln. Zurzeit bin ich bei einem Wasserauffangbecken welcher vlt 20 km² ist. Bei wenig Luftfeuchtigkeit und in kalten Nächten eigentlich ein super Ort. Super seeing.

Werde es aber auch nochmal woanders versuchen. Norddeutschland bisschen schwierig geeignete Orte zu finden.

Bahtnovmaske muss auch her das steht fest.

Zudem habe ich schon die EQ6R bestellt. Und bin mal gespannt wie sie sich verhalten wird. Die SA wollte ich gerne parallel laufen lassen um Objekte abzulichten wo mir die 360mm Brennweite reichen.

Eine Frage hätte ich zu einem Bild aus deinem Anhang. Undzwar hast du den M31 mit 360mm abgelichtet?

Weil so von der Vergrößerung her ist das was ich mir vorstelle. Ich nutze astronomy.tools calculator und der zeigt mir den M31 z.B. viel näher an mit dem 60/360. Da war ich am überlegen was für ein Reducer ich benötige und ob das über funktioniert mit der Canon EOS 450d und der 250d. Denn ich überlege mir auch ein Newton mit 200/1000 oder 200/800 zu beschaffen da ich diese Spikes eigentlich echt schön finde was manche nicht mögen^^


LG Ahmet

Hier was ich meine:
 

Anhänge

Hi Ahmet,

was die "Größe" von Andromeda angeht: Es kommt drauf an, wie lange Du belichtest. ;-)
Je länger Du belichtest, umso mehr kommen die schwachen Aussenbereiche zur Geltung, und umso größer wirkt Andromeda. Ich habe irgendwo ein Bild gesehen, da war Andromeda 2h belichtet, bei ISO 3200, und die Galaxie passte bei 420mm an Vollformat so gerade eben noch ästhetisch ins Bild, also mit einem Rand.

Ich bin bei solchen Angaben immer vorsichtig, aber meine Andromeda hat 85 Frames á 40sec bei ISO 1600 gedauert, also noch keine Stunde. Wenn ich jetzt mal das doppelte ansetze, ja, dann könnte das mit den 420mm grob passen. :)


Viele Grüße
Thomas
 

Kraehennebel

Mitglied
Hallo zusammen,

ich denke auch, der Thread-steller sollte für den Anfang beim SA und der restlichen Kombi bleiben. Die Voraussetzung, dass gute Stück vernüntfig eingenordet aufzustellen, ist ja gegeben (wie ich auf dem Bild sehe).
Nächster Schritt: Versuche auch ca. 60 Sekunden Einzelbelichtungszeit zu kommen. Wie Du deine Zielobjekte anvisieren solltest, wurde gesagt. Ich kann bestätigen, dass bei der Kombi ein guter Red-Dot-Finder wahre Wunder wirkt.

Beim Fokus finden hatte ich bei meiner 450 und dem kleinen Display immer so meine Probleme. Auch wenn ich eigentlich finde, dass es ein ziemlicher Aufwand ist, aber teste doch einmal die Möglichkeit an einem Laptop-Bildschirm mittels EOS Utility scharf zu stellen, das könnte sogar die Bahtinovmaske solange sparen, bis Du irgenwann dein Newton hast.

p.s. Das TS 60/360 schreit nach M31 und M42. Das wird was, also dranbleiben!

Gruß Jan
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Frust ist wohl der beste Außendienstmitarbeiter des Handels... wenn man vor dem (aus gutem Grund) in Gelb gehalteten Weltall-ADAC namens Astronomie.de flieht, bevor die Pannenhilfe einen equipmentös Gestrandeten beruhigen kann... :geek::coffee:

Ich bin aber überzeugt, wenn man aber dann mal eine EQ6-R beherrscht, versucht man es später im Urlaub doch wieder mit dem kleinen Besteck. Erfahrung hilft... :D

lg
Niki
 

adetman

Mitglied
Hallo,

Also die SA wird bleiben und wird für Reisen verwendet auch der kleine APO. Evtl irgendwann mal für LaPalma wenn die Pandemie vorbei ist.

Meine EQ6R mit dem 8 Zoll wird eher stationär verwendet. Baue höchstwahrscheinlich eine kleine Sternwarte im Garten. So sollte alles klappen.

Jetzt muss ich nur Wetter abwarten und üben.

Sobald es mal passt mit dem Wetter stelle ich mal meine neuen Ergebnisse hier rein.

LG an alle und bleibt gesund.
 

adetman

Mitglied
Zusatz zu meiner Antwort, nachdem ich Dein Bild vom Equipment gesehen habe:

Du brauchst einen Leuchtpunktsucher. Ohne den macht das Finden keinen Spaß.
Es gibt einen vernünftigen Halter dafür: Teleskop-Express: TS-Optics Sucherschuh - Flexible Basis für Sucher Teleskope - Deluxe
Den benutze ich auch.
Astrotypisch kein Schnäppchen, aber sehr gut.


Du musst diese Polhöhenwiege loswerden, die ist Schrott.
Nimm die von Omegon, die habe ich ebenfalls:


Und dann solltest Du die Originalschelle des TS 60/360 auswechseln gegen normale Rohrschellen und eine längere Prismenschiene. Das ist nochmal sehr viel stabiler.

Mit diesem Setup habe ich die Bilder im Anhang gemacht. Klar, besser geht immer, und ich stehe noch am Anfang. :)

Viele Grüße
Thomas

Hallo Thomas,

du hast mich jetzt neugierig gemacht bezüglich der Rohrschellen aber irgendwie finde ich nichts. Ich finde nur Rohrschellen ab 80mm.

Wüsstest du noch wo du die her hast?

LG Ahmet

PS:

Ich gehe und messe den Außendurchmesser nochmal richtig. Glaube da wird der Fehler liegen.
 
Hi Ahmet,

es gab die bei astroshop. Die haben dann aber (wie üblich) die Lieferzeit zwei- oder dreimal verschoben, dann habe ich die storniert und bei ebay gebraucht gefunden.

Aber ich finde die bei astroshop nicht mehr..... hm.

Ich glaube, die sind das: ORION 7369 76 mm ID Teleskop Tube Ringe: Amazon.de: Kamera

Ich schau mal in meinen Auktionen nach, falls die noch aufrufbar sind....melde mich wieder.

LG
Thomas


EDIT: Ja, das waren die 76mm-Schellen! :)
 

adetman

Mitglied
Hallo,

Also Montierung ist vor ca 5 Tagen angekommen. Gestern Abend dann endlich eine Möglichkeit gehabt etwas zu experimentieren. Hatte ca 4 Stunden klare Sicht (scheiß seeing).

Da mein Newton und Mgen3 noch nicht da sind konnte ich es mit meinem kleinen APO erstmal versuchen. Sah schon lustig aus. Auf der EQ6R mit einem kleinen APO.

Nichts desto trotz Montierung aufgebaut und fix eingenordet. Und dann fing es schon an. Ich hatte völlig vergessen das meine Rohrschellen noch nicht da sind und der APO nur ein Fotoanschluss hat. Also stand ich kurz davor wieder einzupacken. Aber mit ein bisschen gefummel konnte ich eine Schiene vom SA verwenden. Obwohl ich nur grob mit Augenmaß die Optik gerade stellen konnte ( peinlich).

Also Strom drauf und Daten eingeben. Auf alles geachtet auch auf mm/dd/yyyy. Weiter zum Star alligment. Kann ich mit einer Optik vergessen die nicht perfekt auf dem Montierkopf sitzt. Aber dennoch einfach mal ein Probelauf um zu sehen ob alles soweit funktioniert.

Naja^^

Erstes Objekt angefahren um zu sehen ob die Richtung ungefähr stimmt. Plejaden ausgewählt und los geht's. Grober Blick von der Rückseite des APOs war alles andere als befriedigend. Komplett daneben. Einfach mal aus Spaß blende geöffnet um zu sehen ob die Nachführung passt. Ca. 1 1/2 Minuten perfekt punktförmige Sterne. Erste Lichtblick. Irgend etwas habe ich falsch gemacht aber die Nachführung und Nordung passen. Dann habe ich die beiden Schrauben zu Fixierung gelöst und die Optik in die Position wie sie sein sollten. Hatte erst Angst das ich was kaputt machen kann aber ich wollte es wissen. Die Plejaden waren perfekt zentriert.

Dann dachte ich mir fahre ich mal den M31 an.

Angekommen erstmal ein Testbild. Ca eine Minute. Voller Erwartung vergingen die 60 Sekunden wie Minuten. Und dann das: Gänsehaut .

Meine Erwartung voll erfüllt.

Es wurde ziemlich schnell kalt Also habe ich nur ca. 10x50sec bei ISO1600 zum testen gemacht. 3 Flats und 8 Bias.

Naja da muss ich noch dran arbeiten aber war ja erstmal nur zur Probe.


LG Ahmet
 

Anhänge

Constantin

Mitglied
Hallo liebe Astrogemeinde!

Der Zeitpunkt des Threads passt perfekt, da ich eigentlich einen riesigen neuen Thread mit meinen Problem auf machen wollte. So würde ich stark verkürzt einfach mal hier meine Fragen zum SA los werden :)

---

Ich habe jetzt 2 Meinungen gelesen, die einen sagen SA ist nicht gut für lange Brennweiten, die anderen sagen - es geht.

Mein Problem ist das ich an meiner SA verzweifle. Entweder habe ich überzogene Ansprüche oder ich stelle mich dumm an. Zu meinem Aufbau:

- Robustes Linhof Alu Stativ
- SA
- Canon 6D
- Sigma 150-600mm
- 180mm Leitrohr + ASI 120 als Autoguider

Mein Problem - die Belichtungszeit

Egal was ich mache, ich habe Stunden- und tagelang herum probiert ich komme nicht über 45 Sekunden Belichtungszeit, ohne das meine Sterne Eier/Striche werden. Selbst mit Autoguider(!). Mir ist bewusst das der beim SA nur über eine Achse korrigieren kann, aber es klappt einfach nicht. Keine Verbesserung, höchstens minimal mit Autoguider/PHD2.

Sind meine Ansprüche zu überzogen?
ich dachte ich komme mit der SA + Autoguider bei ca. 400mm Brennweite easy(!!) auf 60 bis 130 Sekunden.

Tatsache ist aber das ich bei 45 Sekunden schon 2 bis 3 Sternenradien große Striche bekomme :(

Ich bin wirklich frustriert...

LG
Constantin
 

adetman

Mitglied
Hallo Constantin,

also mit dem SA sind durchaus Höhere Brennweiten möglich, wenn mann den Bilder Trauen kann die man sieht. Auch wirklich viele tolle Aufnahmen mit der SA. Gewicht und Nordung ist bei der SA meines Erachtens sehr wichtig. Ich kam ohne AutoGuiding auf gut eine Minute aber mit sehr präziser Nordung aber mit 200mm Brennweite. Mit meinem APO 360mm musste ich mir sehr viel Mühe geben und Ständig Polaris Kontrollieren um annähernd auf eine Minute zu kommen eher 30 bis 45 sec je nach seeing. Ich habe die SA jetzt für Milchstraße Fotos und für Objekte die nur eine Kurze Brennweite benötigen weg gelegt.

Hast du das Gewicht von deinem EQUIPMENT ausgerechnet. Klingt schon nach 3,5 bis 4 kg.

Auch wenn das vom Gewicht her passt kann es problematisch werden wenn der Hebel zu lang ist. Damit hatte ich am Anfang auch etwas Probleme. Das macht schon ein Unterschied.

Pohlwiege die Originale vom SA? Die hat mich zum Schluss weg gedrückt von der SA. Das werden dir viele sagen und ich habe es auch vor kurzem gelernt. Die Pohlwiege ist ein Albtraum. Polaris gefunden, justiert, festgezogen, und weg war er wieder.


Worauf ich immer geachtet habe bei der SA:

- Nordung
- Gewichtsverteilung
- Eigene Stromquelle

Wie gesagt da kam ich Ohne guiding bei sehr gutem Seeing auf knapp eine Minute mit 200mm

Und mit 360mm auch ca 30 bis 45 sec ohne guiding.

Mehr kann dir auch nicht einer sagen der auf Eq6-r umgestiegen ist weil er die .... voll hatte(auch wegen GoTo und Tragfähigkeit).

Da bin ich persönlich ratlos.
 

Demokrat

Aktives Mitglied
400 mm gehen auf dem SA, wenn die Balance und das Einnorden wirklich stimmen. Der Guider gleicht in RA aus, das eliminiert den Schneckenfehler und einen Teil einer eventuell ungenauen Nordung, aber das würde nicht reichen. Wenn man gut einnordet, dann geht das, wie auch Tommys Versuche (mit 2 min) und Bilder zeigen:


lg
Niki
 

Constantin

Mitglied
Vielen Dank für deine Antwort,

auch wenn es vielleicht keine richtige Referenz ist, aber auf Astrobin habe ich fotos gesehen mit 450mm Brennweite und 300Sekunden Belichtungszeit, mit Nachführung. Kann mir halt einfach nicht vorstellen, dass bei 45 bis 60 Sekunden schon Schluss sein soll.

Ja mein Setting ist hart an der Grenze der Traglast der SA. Ich habe das Gewicht so gut es ging ausgemittelt.
Die Polhöhenwiege ist wirklich grausam!

Meine Vorgehensweise (eine unter vielen Versuchen):

- SA Aufbauen
- Alle Geräte dran pappen
- Schon mal auf das Objekt der Begierde ausrichten
- dann(!) erst einnorden/einordnen, so gut es irgendwie geht
- dann PHD2

Ich habe auch schon versucht erst einzunorden, ohne Autoguiding.
Mit Polar Finder App, so genau es ging den Polarstern auf den Kreis gelegt.
Auch in Verbindung mit den Einstellungsrädern am SA.

Nix... :(
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Trotzdem wäre bei mir der SA nicht die erste Wahl bei 400mm+ denn da gibt es ab EQ3/EQ5 sicher etwas weniger heikle Möglichkeiten. Aber prinzipiell geht das, wenn man die Schwächen kennt. Beim Festziehen der Polhöhenschraube verstellt sich das Ding dramatisch, beim Lösen einer Klemme verdrehe ich gerne die Montierung wenn ich nicht aufpasse. Bei schwererem Equipment sind die Einstell- und Handhabungskräfte oft größer, als die Klemmen für RA und am Stativ.

Hirnchirurgen haben wohl die beste Chance, zart genug mit dem Gerödel umzugehen, von einer HEQ5 oder größerem kommend muss man umlernen... :p

lg
Niki
 

Constantin

Mitglied
Da stimme ich dir zu!

Mein Gedanke dazu:

ich möchte Später auf einen 200/800 Reflektor gehen, mit entsprechender Montierung.
Zuerst wollte ich aber gern das "Kleine" Equipment beherrschen, bevor ich mich an die Großen wage.

Der Zwischenschritt über eine 5kg parallaktische GoTo Montierung ist für mich also "sinnlos" da ich später eher auf eine EQ5 / EQ6 gehen wollte. JETZT aber schon auf obige Montierungen zu wechseln erscheint mir nicht besonders schlau. Wegen kleinem Equip zuerst beherrschen und so :)

Ich werde mal meine kleine EOS M10 ohne autoguider und alles ran hängen und schauen ob es besser wird. Um Gewichtsprobleme auszuschließen.

Trotzdem bin ich der Meinung das durch Autoguiding, selbst in nur einer Achse auch bei kleinen Einrichtungsfehlern mehr gehen müsste (eher als Frage gemeint)!?

LG
Constantin
 
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