Anfängerfragen: Finde M57 - Ringnebel nicht

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ZwoDrei

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Moin !

Seit geraumer Zeit nutze ich die klaren Nächte und hatte schon einige Male die Andromedagalaxie "auf´s Korn" genommen,
finde ich mittlerweile auch recht sicher und machte mich allgemein mit dem Himmel und dem Lesen der drehbaren Sternenkarte
vertraut.

Heute Abend hätte es mal ein neues Objekt sein sollen und der "Fernrohr Führerschein" schlägt im Sommer eben M57 vor.
Zunächst hatte ich Probleme mit Hilfe der drehbaren Sternenkarte die Leier zu finden, Stellarium sei dank auf dem Smartphone,
hat es dann doch geklappt. Habe dann auch bemerkt, dass Wega der helsste Stern am Zenit ist und nachdem ich mir fast den Hals im
Sucher verrenkt habe, hatte ich mein GSO 8" Dobson auf Wega ausgerichtet, dann kleiner Schwenk gegen den Uhrzeigersinn hatte
ich zwei etwas hellere Sterne im Okular (TS WA 20mm), aber das war´s auch schon. Ich finde die parallele Seite der Leier nicht,
bzw es könnte sein, dass ich sie gefunden hätte, aber den Ringnebel dann nicht .... ich verlor mich also zwischen all den kleinen
Punkten im Okular. Nach einer Stunde habe ich aufgegeben.

Alles eine Frage der Übung ? Wie finde ich mich besser im Okular zurecht ?

Frage Nr.2 - Okulare: Ich bin Okularmäßig auch noch nicht so gut ausgerüstet und habe neben dem beiliegenden GSO Superplössl 25mm noch ein
TS Superplössl 12mm und eben das TS WA 20mm. Das 12mm ist sehr dunkel wie ich finde, von daher bleibe ich lieber beim TS WA 20mm.
Welche Klasse würde mir noch bessere Ergebnisse liefern und welche Okulare würden mein Setup sinnvoll erweitern ? Taugen evtl Zoom-Okulare was ?

Vielen Dank schonmal und Grüße aus Winsen
Fabian
 
Hallo Fabian,

ich gehe da mit dem Sucher nicht auf Vega. Das Sternbild bildet ja aus 4 Sternen ein Parallelogramm. Der Ringnebel befindet sich zwischen den unteren beiden Sternen und das peile ich mit dem Sucher dann auch direkt an. Erst jetzt blicke ich durch das Okular und schwenke leicht das Gebiet ab. So finde ich M57 eigentlich sehr schnell.

Gruß,
Holger
 
Genau das habe ich auch probiert, muss aber eingestehen, dass ich mit der Sicht durch den Sucher etwas überfordert war.
Alles sah gleich aus ! Ich finde da keine Orientierung/Anhaltspunkte, ausser Vega, aber der ist ja schon sehr deutlich.

Muss mich auch daran gewöhnen, dass die Bewegung im Okular "spiegelverkehrt" ist.

Ich werde es, wenn es das Wetter zulässt, morgen nochmal mit deiner Methode probieren und vor allen Dingen in Ruhe abscannen :D

Danke schonmal !
 
Hallo,
Der Ringnebel ist sehr klein und erinnert bei geringer Vergrößerung an einen unscharf gestellten Stern. So kann man ihn leicht übersehen, wenn man nicht weiß, was man sucht. So etwa sollte er aussehen:
Ich fand den Sucher auch sehr umständlich. Habe mir daher einen Telrad-Klon von Omegon besorgt. Finde damit M57 in vielleicht 10 Sekunden. Den optischen Sucher nehme ich nur noch für Objekte, die nicht im der Nähe von freiäugig sichtbaren Sternen liegen.

Was Okulare angeht, könnte man in beide Richtungen noch erweitern.
32mm Plössl für die Übersicht, oder je nach Budget auch was in 2"
Bei 12mm sollte dem Teleskop noch lange nicht das Licht ausgehen. Du liegst da noch bei 2mm Austrittspupille. Bis 1mm kannst du auf jeden Fall gehen.
Ob auch bis 0,7 oder 0,5, darüber lässt sich streiten.
Das wären dann jeweils 6, 4 und 3mm Brennweite.
Ich würde mit 6 anfangen, 4 vielleicht später mal und 3 habe ich bisher nicht vermisst.
In dem Brennweitenbereich besser keine Plössl nehmen. Der Augenabstand ist sehr gering.
Die TSWA Serie kenne ich persönlich nicht.
Als Alternative in dem Preisbereich würde ich die "Goldkante" oder "Planetary" Okulare diverser Hersteller nennen.

Gruß Thomas
 
Hi, ich hab mir einen Sucher gekauft, der seitenrichtig ist und mit aufrechtem Bild. Dann muss ich da nicht mehr umdenken. Wenn du nicht in der Stadt bist und genug Sterne ohne Vergrößerung siehst, könnte (zusätzlich) ein Leuchtpunktsucher/Telrad nützlich sein.

Grüße
Spunti
 
Kleine Ergänzung noch:
Die drehbare Sternkarte ist sicher gut für die Orientierung, zeigt aber wahrscheinlich nur die Sternbilder und helleren Sterne. Schon mit bloßem Auge sieht man mehr.
Detailliertere Sternatlanten finde ich da besser, sie zeigen deutlich mehr Sterne, und sind durch die kleineren Ausschnitte auch nicht so extrem verzerrt.
Aktuell verkauft hier jemand den Deepsky Reiseatlas.
Hab den gleichen und bin sehr zufriesen damit. Ist vielleicht ne Überlegung wert.

Es gibt auch noch einige einfache Ziele zur Zeit. Hier einige meiner Favoriten:
In den frühen Abendstunden natürlich Jupiter und Saturn am Südhimmel recht tief. Trotzdem immer einen Blick wert.
Im Herkules den Kugelsternhaufen M13, auch leicht zu finden zwischen den beiden "rechten" Sternen.
Den Hantelnebel M27 "oberhalb" des Pfeils.
Die Galaxien M81/82 "oben rechts" vom Großen Wagen.
Den sehr farbigen Doppelstern Albireo im Schwan, gut zu finden in Verlängerung der unteren Seite der Leier.

Das Smartphone würde ich mir nachts sparen, auch wenn's damit so schön einfach ist. Die meisten Astroapps, haben zwar nen Rotlichtmodus und es gibt auch solche, die das ganze Gerät abdunkeln, aber trotzdem versaut man sich leicht die Dunkeladaption, wenn man nicht aufpasst.

Gruß Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Euch für die Tipps ! Werde es heute Abend nochmal probieren, vlt habe ich das Objekt auch einfach nur übersehen.

Was Okulare angeht, könnte man in beide Richtungen noch erweitern.
32mm Plössl für die Übersicht,

Daran dachte ich gestern Abend auch, jedenfalls fand ich in den teleskop-express suche kein Okular mit mehr als 24mm Brennweite. Welches Okular kme in Frage ?

Habe ja jetzt mit Okularen um 30-50€ erweitert. Sind die Ok oder wo habe ich den besten Komprmiss aus Preis und Qualität ?

Hi, ich hab mir einen Sucher gekauft, der seitenrichtig ist und mit aufrechtem Bild. Dann muss ich da nicht mehr umdenken. Wenn du nicht in der Stadt bist und genug Sterne ohne Vergrößerung siehst, könnte (zusätzlich) ein Leuchtpunktsucher/Telrad nützlich sein.
Stimmt. So´n Telrad hatte ich anfangs schon auf dem Zettel, der irgendwie unter den Tisch gefallen ist. WÜrde aber
enorm helfen.

Aktuell verkauft hier jemand den Deepsky Reiseatlas.
Hab den gleichen und bin sehr zufriesen damit. Ist vielleicht ne Überlegung wert.

Es gibt auch noch einige einfache Ziele zur Zeit. Hier einige meiner Favoriten:
In den frühen Abendstunden natürlich Jupiter und Saturn am Südhimmel recht tief. Trotzdem immer einen Blick wert.
Im Herkules den Kugelsternhaufen M13, auch leicht zu finden zwischen den beiden "rechten" Sternen.
Den Hantelnebel M27 "oberhalb" des Pfeils.
Die Galaxien M81/82 "oben rechts" vom Großen Wagen.
Den sehr farbigen Doppelstern Albireo im Schwan, gut zu finden in Verlängerung der unteren Seite der Leier.

Ich habe den "Atlas für Himmelsbeobachter" von Erich Karkoschka. Das dürfte ja sowas ähnliches sein ?
Werde mir deine vorgeschlagenen Ziele mal herauspicken und heute Abend auf´s Korn nehmen, danke !
 
Den Atlas kenne ich persönlich nicht, wird aber oft empfohlen.
Bei TS sind die Okulare in 3 Kategorien unterteilt.
1,25" bis 55°
1,25" Großfeld
2" Großfeld
Bei den 1, 25" Großfeld findet man dann natürlich nichts über ca 24mm, da mehr Feld nicht in die Steckhülse passt. Für mehr Brennweite muss man dann entweder auf 2" gehen oder scheinbares Gesichtsfeld opfern. Diese sind dann in den anderen beiden Kategorien.
Etwas da zu empfehlen ist komplizierter.
Mit einem 32er Plössl für den Anfang macht man sicher nichts falsch.
In 2" gibt es sehr viele Modelle und die sind leider alle nicht ganz billig. Hab mich da selbst auch noch nicht nicht für meinen Dobson entschieden. Man findet viele Modelle um 70° Gesichtsfeld mit 30mm aufwärts für gute 100€. Die sollen aber am Rand meist keine gute Abbildung haben. Gibt auch zum Beispiel von ES welche in dem Bereich, die besser (aber auch noch teurer)sein sollen.
Darüber dann noch die Televue Nagler mit 82° und einige Nachbauten.
Mit f6 ist so ein Dobson noch recht unkritisch, was Okulare angeht, aber ich würde jetzt nichts für viel Geld kaufen, was dann vielleicht bei einem späteren Gerät mit z.B f5 oder schneller nicht mehr wirklich brauchbar ist.
 
Hi Fabian,


Alles eine Frage der Übung ? -> Ja
Wie finde ich mich besser im Okular zurecht ? -> ertmal die kleinste Vergörßerung wählen und den Sucheranblickj mit dem im Okular übereinbringen.
Welche Klasse würde mir noch bessere Ergebnisse liefern und welche Okulare würden mein Setup sinnvoll erweitern ?
bei 8"f/6 (habe ich auch) kann dir 20mm- 10mm 5mm an Herz legen oder so drum herum. 3 Okulare + UHC reichen für den Anfang aus. Klar was die Presilage angeht, so sind Weiterwinkel von TeleVue a.m.s. das non plus Ultra, aber glecih 600€+ den den Anfang ausgeben ist auch ein bissl übertrieben. Hyperion und/oder Planetary Okulare gehen am Anfang auch.
Taugen evtl Zoom-Okulare was ? -> Habe keins, aber ein Einzelvergößerungsokular ist einem Zoomokular überlegen!

cs
Lothar
 
Hallo Fabian,

aber die beiden unteren Sterne sind doch deutlich heller und da kann man die auch im Sucher eigentlich recht gut identifizieren.

Zu den Okularen:
6mm Goldkante könnte eine gute Preis-Leistungs Variante sein. Oder ein Planetary, ich selbst habe eins in 8mm und bin damit sehr zufrieden.

Gruß,
Holger
 
Moin!
Ich weiß nicht, wie oft ich die folgende Aufsuchkarte für "M57-nicht-finden-Könner" hier schon gepostet habe.
Okularfragen bitte ins entsprechende Forum, danke!
 

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  • m57-ak.jpg
    m57-ak.jpg
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Der Ringnebel ist sehr klein und erinnert bei geringer Vergrößerung an einen unscharf gestellten Stern.
Genau so war's bei mir am ersten Abend mit dem neuen Dobson vor vielen Jahren (als die Dobsons aus China zum ersten Mal so richtig aufkamen). Ich kann mich erinnern als wär's gestern.

Ich hatte zum Glück schon ein 2-Zoll-Überblicksokular und konnte das besagte Parallelogramm schnell finden - M57 aber zum Verre**en nicht! Erst viel später dämmerte mir, dass ich die ganze Zeit immer wieder über einen "schwachen Stern" hinweggefahren bin. Bei näherem Hinsehen war der Stern aber eher diffus, als wenn er gar nicht richtig scharf eingestellt gewesen wäre. Schärfer einstellen brachte auch nichts (da wurden nur die andern Sterne unscharf). Schließlich dann *wirklich* genau hingeschaut - und da war er dann, der Ringnebel! ? Richtig als solchen gesehen dann natürlich bei höherer Vergrößerung. Ein richtiges Aha-Erlebnis, dem noch viele andere folgten.

Am Anfang muss man tatsächlich erst das Sehen lernen. Auch für die Größenverhältnisse hatte ich am Anfang kein Gefühl. Die Objekte waren meist kleiner (wie im Fall M57) bzw. größer als gedacht.

Thomas
 
Mir erging es neulich ähnlich, jedoch umgekehrt :) Ich habe etwas gefunden ohne danach zu suchen.
Beim Spechteln mit 61x in der südlichen Gegend fällt mir oft eine markante Sternenkosstellation auf. Ich nenne es "kleines Quadrat im grossen Quadrat". Jetzt weiss ich, man nennt es auch M25 :-) Von dort nach rechts geschwenkt wieder ein Sternenhaufen, diesmal jedoch weitaus grösser. Kurz Stellarium bemüht, aha! Nein doch kein aha, weil es hat keinen Namen, jedoch soll im Norden dieses lockeren "Sternenhaufens" die Sagittarius Wolke beheimatet sein. Ob ich das glauben kann weiss ich nicht, denn erkennen konnte ich sie mit 61x und Stadtlicht nicht. Dann ging es weiter. Bei weiterem langsamen Schwenken nach oben, fiel mir beim indirekten Schauen etwas nebliges auf. Wirklich schlecht sichtbar. Zum Glück ist mir eingefallen, dass ich da noch 2 Astronomik UHC Filter liegen hatte. Schnell hereingedreht offenbarte sich eine Wolkenform, das Fragezeichen. Auch Omeganebel genannt ;)

Das meine Geschichte, wie ich das erste mal den Omeganebel fand.
Ich finde solche Geschichten helfen beim Auffinden sich wieder zu erinnern :-)
Mein Plan für das nächste mal: Noch weiter nach oben und mal schauen, ob ich den Adlernebel finden/sehen kann.
Wird Zeit für einen neuen Namen für den Adlernebel :D
LG, Sebastian
 
Moin Leute !

Danke nochmal für die vielen Tipps !
Ich war gestern nochmal draußen und habe wieder den Ringnebel gesucht, aber leider kein Glück gehabt.
Ich bin mir sicher, dass ich "Gamma Lyr" und "Beta Lyr" gefunden habe, versuche aber nachher nochmal
meine "Erlebnisse" in Stellarium Revue passieren zu lassen.

Ich hatte zwar so meine Probleme mit dem Sucher selbst, damit hats nicht geklappt, weil die Leier hoch am HImmel steht,
dass ich Schwiergkeiten hatte mit dem Auge durch den Sucher zu schauen, also habe ich Vega wieder als Ausgangspunkt
genommen.

Ich brauchte ein Dobson nur etwas drehen und hatte dann die beiden nah beieinanderliegenden "Doppelsterne",
dann nur ein kleiner schwenk nach unten und das müsste dann schon Gamma Lyr gewesen sein.

Liegen die Sterne optisch in einem 20mm Okular und einem 8" Dobson recht nach beieinander ?
So nah, dass ich praktisch diesen AUsschnitt im Okular habe ?


Ich habe da recht lange draufgestarrt, sowohl direkt als auch indirekt probiert und nichts gesehen,
bis dann irgendetwas an meiner Optik beschlug und ich nicht mehr richtig sehen konnte.
Das Teleskop hat zum Glück schon einen Lüfter am Hauptspiegel, den ich bei der nächsten "Session"
mit Batterien bestücken werde.
 
Hallo Fabian,

ich habe das gestern etxra nochmal getestet. Allerdings mit dem 8mm Planetary. Teleskop GSO 12" Dobson, der hat aber den gleichen Sucher. Diesmal bin ich auch erst zu Vega, dann nach unten und die beiden helleren Sterne passten in den Sucher-Ausschnitt. Die lagen aber nicht so dicht aneinander. Beim linken Stern (Gamma Lyr) liegt ja noch ein Stern daneben, was man auch gut im Sucher erkennen kann. M57 liegt etwas näher am anderen Stern ( beta lyr). Jetzt einfach mit dem Sucher diesen Bereich zwischen den Sternen anvisiert und nach zwei kleinen Schwenks und ein wenig nach oben tauchte der Ringnebel als schwaches milchiges Oval ganz deutlich im Okular auf. Da brauchte ich mich nicht konzentrieren, der war nicht zu übersehen.
Den Lüfter kannst Du Dir sparen, ich lagere meinen Dobson schön kühl in der Garage, so ist der Dobson jederzeit startklar.
Eventuell ist das Okular beschlagen, der Hauptspiegel bestimmt nicht.

Gruß,
Holger
 
Moin! Danke für deine Antwort.

Das Teleskop ist bei mir auch im Schuppen, aber die Okulare hatte ich im Haus, von daher hast du wohl Recht. Ich werd die wohl temperieren müssen.

Mir bereitet das spiegelverkehrte Bild noch sehr große Schwierigkeiten, von daher kann ich nicht ausschließen vielleicht doch falsch gelandet zu sein.

Im Moment ists bewölkt und regnerisch. Ich hoffe ich kann es zeitnah nochmal versuchen. Übung macht hoffentlich den Meister :D
 
Ich empfehle Dir einen Peilsucher, egal ob red dot, Rigel oder Telrad. Der optische Sucher hat seine Berechtigung, aber für sowas macht man es sich nur unnötig schwer. Ich habe mir darum einen zweiten Sucherschuh an den Tubus geschraubt. Die meiste Zeit verwende ich den Peilsucher.

Wega ist ein sehr guter Orientierungspunkt und wenn Du die Leier findest, hast Du eine Referenz, um den Rest des Himmels zu erkunden. Das lohnt sich also. Die unteren Sterne der Leier sind heller und manchmal sieht man die oberen Sterne nicht mal. M57 ist fast genau mittig zwischen den beiden unteren Sternen und mit einem Peilsucher gut einstellbar. Bei 33x ist es ein unscharfer Fleck, den man übersehen könnte, wenn man noch nicht weiss, wie planetarische Nebel aussehen. Bei 90x hat man ein klares Bild, aber Du solltest mit ca. 33x anfangen, um Dich zu orientieren. Im Sucher wirst Du M57 nicht sehen und es ist nicht leicht, die zwei Sterne der Leier als solche zu erkennen.

Wenn Du einen 2" OAZ hast, müsstest Du mit einem Weitwinkelokular von ca. 33x die beiden Sterne der Leier noch so eben sehen. Im Teleskop ist deren Helligkeit besser als im Sucher wahrnehmbar.

Eine Stunde erfolglos suchen ist am Anfang gar nichts, das kennt jeder, der zurück denkt. Wenn Du dran bleibst, lachst Du irgendwann über Deine ersten Versuche und stellst M57 und diverse andere Objekte mal eben so ein.

Michael
 
Hi Fabian,
der Ring steht zwischen gamma und beta Lyrae. Die beiden haben fast 2 Grad Abstand.
Im 20 mm WA hast Du zu wenig Feld um beide einzustellen.
Es müßte aber gehen wenn Du einen der beiden Stern einstellst und dann auf mittlerer Höhe an den Gesichtsfeldrand stellst. Dann ist der Ring auf der anderen Seite im Bild.
Auf Sicht ist aber ein 2 Okular mit längerer Brennweite und ein Peilsucher die vermutlich dauerhaft hilfreichere Veriante.
CS
 
Hallo,

was noch hilfreich sein kann ist ein Blick ins kostenfreie Programm Stellarium für Windows. Dort kannst du das Objekt einstellen und auch eine Okularansicht anzeigen lassen mit genau deinem Teleskop und deinen Okularparametern. Dann wirst du dann sehen, ach das ist so ein recht kleiner unscharfer Klodeckel, und fährst nächstes Mal nicht einfach darüber weg ;)

VG Klaus
 
Wie bereits gesagt, bei niedriger Vergrößerung ist M57 noch sehr unscheinbar wie ein unscharfer kleiner Stern. Um die Ringstruktur klar zu erkennen, braucht man schon etwa 100-fache Vergrößerung. Mit dem 8" f/6 also eine Okularbrennweite von 12 mm.

Die unten dargestellten Ansichten (a) und (b) zeigen den Feldausschnitt mit einem TV Panoptic 19 mm, das entspricht etwa dem Anblick im TS WA 20 mm Okular. Da kann man die Ringstruktur allenfalls erahnen. Erst die dritte Darstellung (c) mit einem 11 mm Plössl zeigt den Ring dann deutlich.

M57_a.jpg


M57_b.jpg


M57_c.jpg
 
Was ich sehr empfehlen kann:
Winkelaufsatz, in der Art wie dieses Bild.
Hilft gegen Nackensteife beim grob Einnorden (am Polsucher), und beim Einstellen von Sternen in Zenit-Nähe (am Sucher).
Download.jpeg


CS, Woody
 
Moin,
ich kann das nachvollziehen. Objekte durch den Sucher aufzufinden ist für mich ein Albtraum. Deswegen nutze ich Rotpunktsucher (wie Michael vorschlägt), damit bekommt man das Teleskop hinreichend genau eingestellt, so dass man auch weiss was gleich im Sucher (wenn man ihn noch braucht) erscheint. Vorteil: Ich richte direkt am Himmel aus, an den Sternen die ich direkt sehe. Kein Grübeln mehr über seitenverkehrtheit und die korrekten Richtungen, oder ob der helle Stern im Sucher tatsächlich auch der Gesuchte ist.

Nur Ausmachen nicht vergessen, sonst ist beim nächsten Mal die Batterie leer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, die Vorschläge zur Anschaffung von Winkelsuchern und Peilsuchern sind ja nachvollziehbar und gut gemeint, kosten aber in vernüftiger Ausführung auch schon richtiges Geld. Ich würde die Priorität dafür nicht so hoch ansetzen.

Stattdessen würde ich dem Anfänger erst mal raten, ein erschwingliches 2" Übersichtsokular anzuschaffen, denn damit vereinfacht sich die Sucherei von vornherein ganz erheblich und gleichzeitig verschafft es überhaupt erst die Möglichkeit, größere Objekte und Assoziationen in ihrer Gesamtheit zu sehen.
 
Am Anfang hatte ich mit dem 2-Zoll Übersichtsokular auch so meine Orientierungsprobleme. Zum einen steht das Bild auf dem Kopf (ist aber /nicht/ spiegelverkehrt) und dann die vielen Sterne. Das haute mich fast um: Ich war nur am Staunen. Außerdem wirken die Sterne im Okular anders als auf der Karte: Es sind alles kleine Lichtpunkte, manche stechen aber stärker ins Auge.

Da dauerte es es eine gewisse Zeit, bis ich die Strukturen, die auf der Karte (mit der begrenzten Anzahl an Sternen) leicht zu erkennen sind, im Okular wiederfinden konnte. Wenn es dann gelang war es immer ein nettes "Entdeckungserlebnis".

Es hilft also nichts: Man muss üben und lernen! Dem OP wünsche ich da viel Erfolg, und er soll berichten, wenn er den Ringnebel entdeckt hat. Und, wie gesagt, er sollte wirklich ein 2-Zoll-Okular ins Auge fassen. Da hat man immerhin ein Blickfeld von mehr als 2 Grad am Himmel, sehr gutes Einblickverhalten, und es macht richtig Spaß.

Thomas
 
Normale Sucher nehme ich nur noch fürs Guiding. Leuchtpunkt Visier/Telrad/Quickfinder oder irgendetwas in der Art, den gut auf die optische Achse des Teleskops justieren und dazu ein billiges 2" Okular wie P_E_T_E_R sagt. Damit habe ich bis jetzt alles mehr oder weniger auf Anhieb gefunden. Ich nehme seit 20 Jahren nichts anderes mehr. Das ist einfach super intuitiv. Normale Sucher nehme ich nur noch fürs Guiding. Ich hatte das Gefühl, das heißt nicht umsonst "Sucher".
 
Moin zusammen!

Wo wir bei Übersichtsokularen sind: 2° Gesichtsfeld am 8" f/6 erreicht man weder mit dem vorgeschlagenen Erfle 30 mm noch einem der gängigen Modelle mit 65/68° scheinbarem Gesichtsfeld und 32 mm. Da muß man mit der Brennweite schon drübergehen und sogar auf 2" / 38 mm gehen (Vergr. hier 32fach und 2,1° tatsächliches GF).
 
Micha, mit der angegebenen Feldblende von 42 mm in dem Link zum GSO Erfle 30 mm berechne ich am 8" f/6 ein Feld von 1,97°. Und für eine 200 mm f/6 Optik kommt man auf 2,00°. Der Abstand zwischen beta und gamma Lyrae (mit M57 dazwischen) beträgt 1,976°. Das könnte also je nachdem wie die tatsächlichen Parameter ausfallen gerade noch reinpassen oder auch nicht. Wie auch immer, ein vernünftiges 2" Übersichtsokular mit 30 bis 40 mm Brennweite wäre sicher eine gute Sache für den Fragesteller. - Gruß, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Schön gerechnet. Aber glaubst du den Angaben auf dem Okular? Ich nicht unbedingt. Und wenn ich "gerade mal so" ein Feld im Okular habe, daß mir beide Sterne nicht und nur den einen oder anderen zeigt, wenn ich mit dem GF hin- und herwandere, dann ist das nicht zielführend (im wahrsten Sinne des Wortes).
Dann bin ich mit dem vorgeschlagenen 38er Okular bei dieser Optik eher auf der sicheren Seite, denn da übersehe ich garantiert 2° (mit etwas Spielraum).

BTW:
> mit der angegebenen Feldblende von 42 mm

...bei 30 mm BW wären das 80° sGF (holla!) - wenn ich mich nicht verrechnet habe... (büschn viel fürn Erfle) o_O
 
Schön gerechnet. Aber glaubst du den Angaben auf dem Okular? Ich nicht unbedingt.
Ich habe vor allem bei günstigeren Okularen die Erfahrung gemacht, dass die Angaben nicht ganz stimmen. Gerade bei langbrennweitigen Okularen scheinen die Abweichungen größer zu werden.
Bei Angaben zum scheinbaren Gesichtsfeld (sGF) bin ich auch skeptisch. Da wird in der Tat recht häufig geschummelt. Aber für das GSO Erfle ist explizit die Feldblende angegeben und das lässt sich ja schnell überprüfen.
...bei 30 mm BW wären das 80° sGF (holla!) - wenn ich mich nicht verrechnet habe... (büschn viel fürn Erfle) o_O
Nicht unbedingt: ein sGF von 80° kommt raus, wenn die Abbildung winkeltreu ist. Bei rekti-linearer Abbildung sind es nur noch 70°.
 
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