Canopus
Mitglied
Hi Leute!
ich bin ganz neu im Forum und relativ neu in diesem faszinierenden und Demut lehrenden Hobby. Ich beobachte rein visuell, und zwar ausschließlich mit Ferngläsern (8x42, 15x70 und 120 mm mit Wechselokularen). Meine Beobachtungsobjekte sind dabei vor allem Deep-Sky-Objekte mit dem Großfernglas, insbesondere offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen und Galaxien.
Nun ist für mich nicht nur die Suche nach Beobachtungsobjekten spannend, sondern auch die nach guten Beobachtungsstandorten. Dazu meine Fragen:
1) Wann ist ein Himmel für euch ein guter, dunkler Himmel, gut geeignet für schwache Deep-Sky-Objekte wie z.B. M51? Ich habe in meinem Garten einen SQM von 20,76 mag./arc sec², konnte bisher aber z.B. M33 nur mit dem 120-mm-Fernglas als schwachen Lichtfleck sehen. M51 konnte ich bisher noch nicht sehen, sehr wohl aber bei meinen Eltern (21,32 mag./arc sec²), inkl. dem Begleiter.
2) Könnt Ihr mir Tipps geben, wie ich möglichst ohne Technik den Himmel rein mit meinen Augen bewerten kann?
Mein Vorgehen bisher: Ich suche im Internet über "lightpollutionmap" Orte in der Nähe, die wenig Lichtverschmutzung haben. So habe ich ganz hier in der Nähe (Nordwest-Deutschland) einen sehr nahen Ort mit 21,5 mag./arc sec² gefunden, und, ca. 35 Min. entfernt, einen Ort auf einem Feld mit sehr guten (?) 21,69 mag./arc sec². Dort ist es auch stockdunkel, da das in Waldrandnähe liegt und die nächste Ortschaft etwas weiter weg ist.
Dann inspiziere ich den Ort abends auf Fremdlichtinterferenz, z.B. naheliegende Straßen, etc. Was ist zu Windrädern zu sagen? Stören die? Ist in Norddeutschland leider häufig der Fall. Wenn sie rote Signallichter haben, dürfte die Dunkeladaption ja nicht beeinträchtigt werden, oder?
Der Blick zum Himmel ist dann der abschließende Schritt: Kann ich Ursa Minor komplett sehen? Kann ich M31 freiäugig sehen? Kann ich sogar M33 freiäugig sehen? Was sind weitere freiäugige Indizien für einen guten Himmel?
3) Wie kann ich Tranparenz und Seeing messen/bewerten? Hohe Luftfeuchte = schlechte Transparenz? Es gibt anscheinend Leute, die per Infrarotthermometer Luftschichten in Bodennähe und in der Höhe messen und eine große Temperaturdivergenz als sehr gute Bedingunen werten. Wäre das eine Möglichkeit? Ein SQM-Gerät möchte ich mir nicht unbedingt kaufen, da ich vor allem meinen Augen vertrauen möchte.
Ich freue mich auf eure Antworten!
Klaren Himmel
Nico
ich bin ganz neu im Forum und relativ neu in diesem faszinierenden und Demut lehrenden Hobby. Ich beobachte rein visuell, und zwar ausschließlich mit Ferngläsern (8x42, 15x70 und 120 mm mit Wechselokularen). Meine Beobachtungsobjekte sind dabei vor allem Deep-Sky-Objekte mit dem Großfernglas, insbesondere offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen und Galaxien.
Nun ist für mich nicht nur die Suche nach Beobachtungsobjekten spannend, sondern auch die nach guten Beobachtungsstandorten. Dazu meine Fragen:
1) Wann ist ein Himmel für euch ein guter, dunkler Himmel, gut geeignet für schwache Deep-Sky-Objekte wie z.B. M51? Ich habe in meinem Garten einen SQM von 20,76 mag./arc sec², konnte bisher aber z.B. M33 nur mit dem 120-mm-Fernglas als schwachen Lichtfleck sehen. M51 konnte ich bisher noch nicht sehen, sehr wohl aber bei meinen Eltern (21,32 mag./arc sec²), inkl. dem Begleiter.
2) Könnt Ihr mir Tipps geben, wie ich möglichst ohne Technik den Himmel rein mit meinen Augen bewerten kann?
Mein Vorgehen bisher: Ich suche im Internet über "lightpollutionmap" Orte in der Nähe, die wenig Lichtverschmutzung haben. So habe ich ganz hier in der Nähe (Nordwest-Deutschland) einen sehr nahen Ort mit 21,5 mag./arc sec² gefunden, und, ca. 35 Min. entfernt, einen Ort auf einem Feld mit sehr guten (?) 21,69 mag./arc sec². Dort ist es auch stockdunkel, da das in Waldrandnähe liegt und die nächste Ortschaft etwas weiter weg ist.
Dann inspiziere ich den Ort abends auf Fremdlichtinterferenz, z.B. naheliegende Straßen, etc. Was ist zu Windrädern zu sagen? Stören die? Ist in Norddeutschland leider häufig der Fall. Wenn sie rote Signallichter haben, dürfte die Dunkeladaption ja nicht beeinträchtigt werden, oder?
Der Blick zum Himmel ist dann der abschließende Schritt: Kann ich Ursa Minor komplett sehen? Kann ich M31 freiäugig sehen? Kann ich sogar M33 freiäugig sehen? Was sind weitere freiäugige Indizien für einen guten Himmel?
3) Wie kann ich Tranparenz und Seeing messen/bewerten? Hohe Luftfeuchte = schlechte Transparenz? Es gibt anscheinend Leute, die per Infrarotthermometer Luftschichten in Bodennähe und in der Höhe messen und eine große Temperaturdivergenz als sehr gute Bedingunen werten. Wäre das eine Möglichkeit? Ein SQM-Gerät möchte ich mir nicht unbedingt kaufen, da ich vor allem meinen Augen vertrauen möchte.
Ich freue mich auf eure Antworten!
Klaren Himmel
Nico