Anforderungen an Mini-PC für Planetenphotographie

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timkomm

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Hallo zusammen,
ich möchte demnächst mein Teleskop remote steuern. Dieses steht dann draußen auf einer Säule und soll vom warmen Keller aus per LAN-Kabel angebunden werden. Dafür schaffe ich gerade die benötigte Infrastruktur, da ich eh beim sanieren bin. Auf das Teleskop soll dann ein Mini-PC aufgesattelt werden, an dem die Steuerung und anderer Dinge angeschlossen werden. Dazu kommt dann wahrscheinlich noch eine Pegasusastro Powerbox.
Jetzt folgendes Problem: Mini-PC´s gibt es ja in diversen Konfigurationen. Vom Celeron bis zum i7. Was soll der Kleine können:
- Betriebssystem Win 10 Pro
- Zügige Bedienung ohne allzu große Latenzen
- N.I.N.A zur Steuerung des gesamten Equipments soll vernünftig laufen
- Durchsatz soll auch ausreichend zur Planetenphotographie sein
- Ansonsten "normale" Astrophotographie, die sicher den Schwerpunkt bildet

Die Intel NUC´s mit i3/i5 benötigen wohl 19V. Die Celeron-Varianten kommen mit weniger (12V) aus, wie z.B. der Mele Quieter 2. Den könnte ich dann sogar über die Pegasusastro Powerbox betrieben. Finde ich sehr attraktiv, nur kann der o.g. Anforderungen erfüllen? Wenn nicht, dann nehme ich lieber was potenteres (i3/i5) und muss ein zusätzliches Kabel akzeptieren.


Was sind Eure Erfahrungen dazu? Bitte keine Vorschläge zu Raspberry Pi und Ähnliches, da ich einen MGEN3 habe, der davon nicht unterstützt wird. Auch den Eagle von Primalucelab habe ich schon bedacht und verworfen, da der einfach für das, was er leistet zu teuer ist.

CS Tim
 
Moin,

den hat sich jemand in meinem Umfeld besorgt und ist zufrieden. Meiner liegt noch im Karton weil das Teleskop noch nicht fertig ist. Macht aber einen guten Eindruck. Alles wichtige was Freeware ist, ist installiert, praktisch ein Fertigpackage.

CS
Jörg
 
Hallo Tim,
ich habe den Mele 3Q (allerdings mit Linux, Kstars und für Planeten Firecapture). Ich bin Planetenmässig noch nicht allzuviel unterwegs gewesen, die Performance des 3Q finde ich allerdings gut, ich habe mit der QHY 5-III-462C belichtungsbegrenzte Frameraten (also z.B. 5ms --> 200fps, z.B. bei Jupier mit ROI 400x400px). Kstars/EKOS läuft auch flüssig drauf, ich denke NINA wird da ähnlich sein. Ich betreibe den Mele direkt am LiFePO4-Akku, er zieht nur wenig mehr Strom als der Raspi 4B, den ich vorher hatte und von der Performance her nicht zu vergleichen ist ;-)

Der Mele 3Q kam bei mir von Haus aus mit Win11, falls das wichtig ist und ist sehr handlich, nicht viel größer als der Raspi
 
Moin,
ich nutze die Chuwi-Larkbox, die aufgrund der geringen Größe direkt am Tubus befestigt ist:
https://www.chuwi.com/product/items/Chuwi-LarkBox.html
Läuft mit 12V (am Fake-USB-C-Port) und man kann noch eine weitere interne SSD im 2242-Format nachrüsten.
Bei mir läuft darauf NINA seit 12 Monaten ohne Probleme. Ich habe mir am CyberMonday gleich noch eine bestellt.

CS Erik
 
der Mele Quieter 2. Den könnte ich dann sogar über die Pegasusastro Powerbox betrieben.
Ich betreibe meinen Mele Quieter 2 über eine Pegasus Micro. Funktioniert wunderbar. Der Mini PC ist ausgesprochen sparsam. Der Verbrauch liegt unter Volllast bei 16W, im Normalbetrieb braucht er nur 4-5W.

Die Leistung reicht für NINA und Planetenaufnahmen aus. Bei Planetenaufnahmen braucht man meiner Meinung die 8GB Version. Darunter läuft schnell der Puffer voll. Allerdings kommt es immer darauf an, welche Kamera und welche Ansprüche man hat.

Allerdings ist das eMMC Laufwerk nicht das schnellste. Auf die volle Frame Rate meiner ASI533 komme ich nur mit einer M.2 SSD, die ich zusätzlich eingebaut habe. Ob das in der Praxis überhaupt stört, hängt allerdings davon ab wie groß dein ROI ist und wie lange deine Belichtungszeiten sind.

Ich selbst mache meine Mond- und Planetenbilder allerdings nie mit dem Mini PC. Da braucht man ja eh ein Laptop für die Remotesteuerung und muss beim Teleskop bleiben. Daher verwende ich dafür das besser ausgestattete Laptop.

Grüße,
Joachim
 
Moin,
Ich bin nun etwas altmodisch - darf ich in meinem Alter auch sein.
Ich kenne viele technische Geräte die oben angesprochen worden sind nicht.
Trotzdem läuft meine Sternwarte (remot-verbindung) prima.
Eckdaten:
- Ich benutze einen älteren Laptop von Sony vaio Series s mit einem i5
Der Vorteil von dem Laptop ist dass die Tastatur von unten schwach beleuchtet ist.
Das blendet die Augen nicht . Habe ich sonst bei keinen Lapto gefunden.
Das Ding habe ich 2009 gekauft mit Windows 7!!!!!!
- Laptop ist über ein Cat 7 Kabel mit meinem Compu verbunden
- eingerichtet habe ich alles 2014!! Und es läuft seither problemlos.
- ich steuer damit meine Monti über Ascom.
- Meine Kameras (DMK 21, Canon 5, oder Sbig 8300) laufen auch über den Laptop natürlich nicht gleichzeitig.
. Zusätzlich hat mein Tec die Motorfokussierung FocusLynx - kann ich feinst nachfokussieren.
Ich habe mich damals für Windows7 entschieden, da ich gelesen habe das es bei FocusLyx damals Probleme mit Windows 10 gab.

Ich sitze dann in meinem Arbeitszimmer im Warmen und das ganze System läuft stabil seit 8 Jahren.
Den Laptop nehme ich nach der Beobachtungsphase wieder rein.

Ich bin immer davon ausgegangen lieber die etwas umfangreicheren Geräte zu installieren.
Das ganze System ist nicht am Internet um mir nicht Viren einzufangen.
Für Rückfragen gern mehr Info
Tschau und CS
Markus
 
N'Abend,
also für die Planetenfotografie brauchst du viel Platz und solide Bandbreite auf dem USB-Bus. Da fällt der Raspi u.ä. schon mal komplett raus. Hier muss man unbedingt auf den verwendeten Chipsatz achten, dass die USB Anbindung ohne Engpässe läuft. Die heutigen Celerons sollten für den Datendurchsatz reichen, um nicht sinnlos Energie zu verbraten. Auf dem Chipsatz sollte nicht zu viel zusätzlicher Kram verbaut sein, kostet nur Energie und Bandbreite.
Ein N5100/N5105 als SoC kann durchaus geeignet sein, da alles auf einen Chip und man sich auf das wesentliche beschränkt. Käme auf einen Versuch an
 
Ich habe eine ASI462MC, die hat in etwa Full HD - Auflösung und macht 136 FPS. Das wäre schon gut, wenn das der Mini-PC schaffen würde. Und ich würde es ungern auf einen Versuch ankommen lassen, sondern würde halt vorher gerne wissen, das es der PC auch schafft, auch ihne ROI wie z.B. für den Mond, wo man die gesamte Fläche des Sensors nutzen würde.

Grüße Tim
 
Hallo!
Ich habe mal nach der Seite drüber geschaut, was da an Daten weggeschrieben wird.
bei 10bit High Speed ~ 1GB pro Sekunde (Auflösung*Datentiefe*3*Frames/(8*1024*1014*1024)
bei 12bit Normal Speed wären es ungefähr die Hälfte.
Ich habe das mal mit einer ASI178MC getestet. Bei Voller Auflösung 3096*2080 16bit brauche ich hier bei 18Fps ~240MB/s. Da muss ganz schön was weg geschaufelt werden. hätte ich so nicht gedacht. Nach der Rechnung müssten da aber ~660MB/s stehen, IMHO wird der Videocodec noch einiges an Bandbreite sparen.
Wieder was gelernt, Danke.
 
Hallo Tim,

da mein MiniPC nicht mehr die neuen Versionen von SharpCap und Co unterstütz, habe ich mir einen BeeLink mini s zugelegt.
Zum Black Friday gab es diesen stark preisreduziert. Zu meinem erstaunen gibt es mein Modell bei AliExpress nochmal wesentlich
günstiger (inklusive MwST+Versand). Ich bin gerade am einrichten und habe mal einen Test zur Geschwindigkeit gemacht.
Bei 320x240 Pixel bringt es der PC auf 350fps. Bei Vollauflösung 3090x2080Pixel auf 45fps. Mehr bekomme ich auf dem Laptop auch nicht hin.
Das hängt aber mit dem Datendurchsatz der SSD zusammen, meine hat 320Mb/s und diese wurden voll ausgenutzt.
Stellarium läuft mit 16fps, würde ich aber nicht empfehlen...das verbraucht zu viel Rechenleistung.
Ansonsten bin ich sehr zufrieden.
Den Beelink gibt es in vielen Ausstattungsvarianten. Es gibt auch noch eine etwas leistungsfähigeres Modell, den Beelink U59.
Da kannst Du auch mal einen Blick drauf werfen.
BeeLink mini s
BeeLink u59

VG Cl.-D.
 
Ok. Habe mich entschlossen, auf Nummer sicher zu gehen. Dazu habe ich mir auf Ebay einen gebrauchten NUC von Tarox mit Win 10 Pro und einem i5 7260U , 16 GB Ram/1 TB NVME SSD vom Händler gekauft. Der sollte alle Anforderungen mehr als erfüllen und ist dabei nochmal günstiger als ein neuer Mele Quieter mit Celeron Prozessor. Dann wird halt noch ein zusätzliches Kabel vom Teleskop abgehen. Aber da ich das Teil per Ethernet-Kabel ansteuere, sollte das nicht weiter schlimm sein...

CS und Danke für die Infos
Tim
 
Hallo!
Der kleine Mele Quiter 2Q schafft über USB 3.0 zu eMMC max. 60MB/s. Ein Test mit einer SSD steht noch aus.
 
Hi,

mit meinem Mini-PC (NiPoGi Mini PC 16 GB, N5105 CPU, 512GB SSD) schaffe ich mit meiner Omegon VeTec533MC bei kleinstem ROI in FireCapture effektiv etwas über 250 fps.

Ciao, Udo

 
Habe gerade in einem Nachbar-Thread gelesenen, dass mein Modell NUC7 i5 7260U problemlos und stabil mit 12 Volt betrieben werden kann. Somit eigentlich eine super Sache, da ich das Stromkabel dann sparen kann und alles über eine PowerBox betreiben kann.

CS Tim
 
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