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cjuergen

Mitglied
Hallo Sternenfreunde,
möchte nach vielen Jahren wieder in die Astronomie einsteigen.
Interessiere mich für einen 8" oder 10" GoTo Dobson.
Ist das eine gute Wahl?
Würde mich über Antworten freuen

Grüße von Jürgen
 
Hallo Jürgen,

als ich vor vielen Jahren wieder eingestiegen bin habe ich
einen 8"f/6 Dobson gekauft. Goto gab es damals nicht und
ich hätte das als Wiedereinsteiger auch nicht gebraucht.

Ich würde dir eher zu einer drehbaren Sterenkarte und / oder
zu einem Sternatlas raten. Dazu warme Kleidung, aber das
kennst du ja als Wiedereinsteiger schon.

MfG, Karsten
 
Hallo Jürgen,

wenn Du Dir einen Dobson zulegst ist (für mich) das GoTo Overkill.

CS
Porsti

 
Es ist lohnend, eine Dobson zu motorisieren, später mal. Dazu gibt es die EQ-Plattform. Diese kann aber kein Goto.

Es ist immer wieder überbraschend, wieviele Objekte ich schon beobachtet habe, ehe die Goto-Teleskopisten ihr Instrument erst mal ordentlich aufgestellt haben. Für mich war damals der Übergang vom parallaktisch montierten Gerät zu einem Dob eine regelrechte Befreiung. Aber da mögen die Geschmäcker unterschiedlich sein.
 
Hallo Jürgen,

kann mich den anderen nur anschließen. Für mich hat es auch einen gewissen Reiz, die Objekte selbst zu finden :)

Ich hatte mal einen 8" f/6 Dobson von Skywatcher mit Nachführung (Flextube Autotrac) in der Hand: Diesen manuell zu führen (also ohne die Motoren) empfand ich als recht ruckelig und schwergängig.

Gruß, Robert
 
Hallo zusammen,
vielen Dank für die vielen Antworten.
Ich habe mich in jungen Jahren viel mit Astronomie
beschäftigt, war auch Mitglied in einer Volkssternwarte.
Habe Astrofotos gemacht.
Irgendwie war mir das Suchen damals irgendwie lästig.
Man hat es halt hingenommen.
Und nun habe ich mir gedacht,wenn ich schon die Möglichkeit
habe, dass mir so eine GoTo
Zeit erspart, aber scheinbar ist es nicht so, oder?
Nach Fotos steht mir nicht mehr so der Sinn.
Da sieht man hier im Forum viele schöne.
Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen,

Zitat von cjuergen:
Und nun habe ich mir gedacht,wenn ich schon die Möglichkeit
habe, dass mir so eine GoTo
Zeit erspart, aber scheinbar ist es nicht so, oder?

sagen wir es mal so: Mit einer gewissen Erfahrung findet man Objekte auch ohne Goto sehr schnell, wenn nicht sogar noch schneller. Das setzt allerdings schon ein wenig Erfahrung voraus, die man sich erst erarbeiten muss. Das Finden mancher Objekte hat bei mir anfangs auch länger gebraucht, später habe ich markante Sternmuster im Hinterkopf und finde Objekte auch ohne Karte.

Möchte man einfach nur beobachten ohne dieses "lästige" Suchen, dann ist Goto sicher eine Alternative, bringt aber andere Fehlerquellen ins Spiel, die auch beherrscht sein wollen. Denn auch ein Goto-System kann sich mal vertun oder die Orientierung verlieren. Ist sicher eher die Außnahme, aber ich habe es selbst schon erlebt.

Gruß, Robert
 
Servus

Selber habe ich eine HEQ5 mit Goto. Ich stelle die Montierung mehr Daumen mal Pi Richtung Süden auf. Aber nach dem Aligment (wenn ich es sorgfältig durchführe) haut das mit dem Goto super hin. Fürs Aligment brauche ich ungefähr 5min. Und das sollte ja beim Dobson ähnlich funktionieren. Man muss halt die Sternennamen kennen bzw. passendes Kartenmaterial haben.

LG Michael
 
Hallo Jürgen,

naja, alles nicht so einfach.
Ich gehe mal davon aus, das du den Dobson hinsichtlich seiner Bedienung mit allen seinen Vor-und Nachteilen kennst.
Falls dies nicht der Fall sein sollte, denn ich vermute das aus deiner Astropraxis, die ja eben wohl mehr paralaktisch ausgeführt wurde, teste die manuelle und/oder auch GoTo Nachführung. Das muss, oder besser, darf man mögen oder nicht.
Meine persönliche generelle Sicht auf den Dobson ist nebensächlich.

Ich besitze kein GoTo, nur das im Kopf. Ohne Batterie, Feinjustage, erhöhte Aufnahmeleistung, doch mit einem LPS und Karte und einem Großfeldoki.........alles bisher gefunden. Sehr kurzfristig sogar. Insofern habe ich keine digi. GoTo Erfahrung, auch nicht in Kombo mit diesen Plattformen.
Allen von Usern evtl. aufgeführten Vorteile einer solchen Konfiguration stehen sicher auch Nachteile gegenüber, die kauft man also mit.
Dann hättest du also den Wunsch nicht mehr lange suchen zu müssen erfüllt, evtl. aber durch andere Unzulänglichkeiten des Systems neue entfacht.

Durch die unterschiedlichen Zielsetzungen eines Beobachtungsabends, wird auch IMO der Beobachter entsprechend eingestimmt. Aus meiner Fotozeit weiß ich, ja, da war das Aufsuchen lästig. Denn es ging ja nicht um die BEOBACHTUNG des Objektes, sondern am Ende um ein Produkt. Genau genommen stand das Objekt nur sekundär im Vordergrund, das BILD hatte den größeren Stellenwert. Der ganze Aufwand für ein Bild stand in keinem Verhältnis. Bitte richtig verstehen.
Irgendwie war man auch immer angespannt. Zeitdruck - im Hobby Astronomie - seltsam :) Man war froh die Aufnahme im Kasten zu haben.

Doch ich finde, der visuelle Bereich der Beobachtung ist hiervon vollkommen losgelöst. So empfinde ich das zumindest. Im Gegenteil, das Aufsuchen macht Spaß und trainiert meine Sinne, Kenntnisse und füllt den Erfahrungsschatz. Puristisch visuell, keine überfrachtete technische Vormundschaft, dessen Opfer ich werden kann. GoTo kann aber muss nicht.

Am Ende ist immer wichtig, finde ich, selbst testen.

Vll. sind diese Unterschiede für dich nachvollziehbar und ergänzen deine weiteren Überlegungen.

 
Hallo Jürgen,

ich kann Roberts Aussage bestätigen:

Zitat von Blackbert:
sagen wir es mal so: Mit einer gewissen Erfahrung findet man Objekte auch ohne Goto sehr schnell, wenn nicht sogar noch schneller.

Wenn man einmal mit dem "starhoppen" angefangen hat, lernt man sehr schnell, sich am Himmel - mit jeder Vergrößerung - zu orientieren. Da die Objekte im Laufe des Jahres wiederkehren, geht man immer sicherer rein optisch-manuell "spazieren". Die mir bekannten Objekte finde ich wie im Schlaf (Newtonteleskop auf Dobson-Montierung), ein Objekt, das ich schon öfters aufgesucht habe, kann ich innerhalb von Sekunden einstellen.

Da Du ja nicht auf die Fotografie, sondern auf das Beobachten wert legst, kann ich Dir auch eher dazu raten, das vorhandene (ja sicher nicht unbegrenzte) Budget eher in eine "große Öffnung" zu stecken, weil der Beobachtungsgewinn mit zunehmender Öffnung wirklich exponenziell ansteigt! Die gleichen Objekte, die ich vorher im 10-Zöller betrachtet habe, wirkten beim Umstieg auf den 12-Zöller noch wesentlich eindrucksvoller: Deutlich (!) heller, strukturierter.

Ich empfinde keinen Zeitverlust beim Betrachten bekannter Objekte. Was etwas Zeit kostet, ist das Aufsuchen von Objekten zum ersten Mal - und das emfpinde ich als spannend und herausfordernd!

Mit einem Freund zusammen, in der Schweiz unter dunkelstem Himmel, der ein Goto besitzt bei einer Teleskop niedrigerer Öffnung, war die Erfahrung folgende: Im Direktvergleich war meine "Schubsaufsuchung" schneller. Und der "Komfort" der automatischen Nachführung fiel nicht ins Gewicht - weil die Objekte mit der kleinerern Öffnung deutlich unattraktiver ausfielen.

Mein (subjektives, persönliches) Fazit: Wenn Beobachtung und nicht Fotografie das Primärziel ist --> Geld in große Öffnung investieren, mit Sternkarten und Atlanten den Himmel als "Heimat" erschließen --> maximaler Spaß.

Gruß und CS,

Martin
 
Hallo Jürgen,

noch ein anderer Aspekt: Objekte finden ist das eine, sie dann im Bildfeld behalten das andere.
Ich persönlich finde das Hinterherschubsen über zwei Achsen beim normalen Dobson etwas störend, vor allem natürlich bei höheren und hohen Vergrößerungen und bei Okularen mit kleinem Gesichtsfeld (Orthos).

Insofern finde ich deinen Ansatz mit dem Goto-Dobson sinnvoll: viel Öffnung und trotzdem komfortable Beobachtung!

Ausprobieren konnte ich solch ein Gerät allerdings noch nicht. Mir wären z.B. Rutschkupplungen der Motoren wichtig, um auch schnell mal manuell verstellen zu können, ohne Klemmhebel bedienen zu müssen. Und der Lärm positionierender Motoren ist auch keine Freude.

Schöne Grüße,
Henning
 
Hallo,

Zitat von timaios:
Ich persönlich finde das Hinterherschubsen über zwei Achsen beim normalen Dobson etwas störend, vor allem natürlich bei höheren und hohen Vergrößerungen und bei Okularen mit kleinem Gesichtsfeld (Orthos).

Insofern wäre es am sinnvollsten, sich die ganze Sache mal aus der Nähe anzuschauen. Also einen Dobson unverbindlich in die Hand nehmen und probieren. Ich habe z.B. keine Probleme mit Nachführung von Objekten beim Einsatz von Orthos ;)

Gruß, Robert
 
Hallo zusammen,

ob ich ein Goto bevorzugen würde .. ? Parallaktisch ja , Dobson nein. Ich fotografiere in erster Linie Deep Sky , dabei ist für meine Verfahrensweise Goto unabdingbar. Doch dann läuft so ein Setup die ganze Nacht vor sich hin und man hat Zeit für´s visuelle (wenn man Lust hat). Dazu brauche ich dann kein Goto mehr, bzw. das Finden gehört für mich zum Beobachten. Ich persönlich beobachte dann mit Richfielder (Skysurfen), oder 6" Newton (Planeten, Mond), auch nur azimutal.
Aber warum nimmst du als Wiedereinsteiger ein Dobson mit nur 8". So ein visueller Bringer ist das ja auch nicht. Wenn schon Dobson, dann doch ab 12", gerade bei Leuten die nicht mehr fotografieren und nur noch Astronomie pur erleben wollen (so hattest du dich jedenfalls positioniert).
 
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