APM 70 oder 82 90 SD

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas MKraus
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

MKraus

Aktives Mitglied
Liebe Astrokollegen,-innen,

Möchte mir für entspannte Spaziergänge am Himmel eines der o.g. Binos kaufen, habe bisher mit dem 82er wegen der größeren Öffnung geliebäugelt, habe aber jetzt viel Positives über das 70er gelesen, was tun?
Einen ausreichend stabilen Unterbau habe ich mit Fluidneiger und Berlebach Uni.

Vielen Dank und CS
Michael
 
Hallo Michael,

naja, qualitativ geben sich die SD Geräte untereinander ja nichts.
Je weniger Öffnung desto kleiner und leichter ist das Gerät, zeigt mehr Feld, hat weniger Auflösung und erlaubt weniger Vergrößerung.
Es ist in diesem Fall also wirklich nur eine Frage der persönlichen Vorlieben.

Ich persönlich ziehe Größe vor, unter 100mm würde ich nicht einsteigen wollen.
Das Gerät rückt dann näher in den Bereich einer eierlegenden Wollmilchsau, denn Größe und Gewicht sind noch erträglich und die Brennweiten sind immer noch kurz genug für (meiner Meinung nach) ausreichend weite Felder.
Am Mond und an den Planeten spielen sie dann aber durch die Auflösung und mögliche Vergrößerung ihre Vorteile aus.

Grüße Jochen
 
Hallo Michael,
schließe mich den Worten vom Jochen an, beobachte seit 1995 mit einem 25x100 Bino und möchte ihn nicht tauschen. Habe zwar noch einen Bino 30x80 sowie Vario 10-30x60. Beobachte jedoch am liebsten "mit dem größeren". Muß wohl nicht erwähnen, daß als Unterbau ein stabiles Stativ gehört.

Gruß Günther
 
Über persönliche Vorlieben wurde ja schon geschrieben - sber wie sieht's mit den Vor-kenntnissen des TO aus? Wenn da ein Uni steht, war/ist da ja was drauf, also womit und was wurde bislang geguckt?
Als nicht ganz passendes Beispiel hab ich mal meine ersten BigBino genommen, ein 60er und ein 100er Miyauchi (über die Restriktionen hinsichtlich der originären Okulare schauen wir mal hinweg). Ab und an führe ich beide mal aus (z:B. bei Mofis), und gucke dann auch natürlich abseitig in die Galaxis. Bei Flächenobjekten wie M27 sieht das kleine 60er keine Sonne ggü. der 100er Öffmung; also würde ich mal das Lichtsammelvermögen der 70er und 83er vergleichen, ebenso die mit einem(zwei) 24mm 68° erreichbaren Felder. Wenn es wie geschrieben 'lediglich' um entspannte Spaziergänge bei moderaten V geht. dann klar das 70er mit seinen 4°-Feld (und dann möglichst randscharf, das gesparte Geld einmal in ein Paar PanO bitte (bei Brille erstmal probieren)).
Die Highlights unter den 'Nebeln' (M27, 42 und offene Haufen wie M35) packt das Ding auch, aber dann im schöne(re)n Sternenumfeld; das 82 hat etwa ein Drittel mehr Fläche bei der Öffnung, das ist nicht die Welt, kann aber ne Menge beim Neiger ausmachen. Und ein 82 würde ich schon mit ner Kurbelsäule haben wollen, das ist merklich schwerer. So Dinge wie das 70er (oder gar mein 22x60) schafft auch ne gute Schiebesäule. (Aber ein Uni könnte man ja ggf. mit ner Kurbelsäule nachrüsten, dann aber gleich ne 40mm.) Okulare würde ich noch ein zweites für ne etwa 2mm AP nehmen, aber ich bin nicht der Hochvergößerer - mein jetziges Hauptglas ein APM100 ED nutze ich wg. Weite auch zumeist mit den 84° 12,5mm. In allen Gläsern wird's m.E. schnell dunkel, das ist dann nicht mehr meins. (Ja, der Jochen holt halt alles raus mit dem 150er...)

Also meine Schwelgempfehlung (das sind m.E. imer noch FG) - das 70er mit zwei Topokularpaaren.

csm
 
Ja, der Jochen holt halt alles raus mit dem 150er...)
Im 150er wird es mit den 3,5mm Okularen auch ziemlich duster :)

Aber es stimmt schon, bei den hellen Kerzen sind die Unterschiede gar nicht so gravierend.
Die kommen in allen Öffnungen gut.
Aber die etwas schwächeren Galaxien und Nebel profitieren dann doch deutlich von mehr Öffnung, das macht dann den Unterschied zwischen erahnen und sehen.

Grüße Jochen
 
Hallo Michael,
mit welchen Teleskopen beobchtest du zurzeit? Solltest du einen Vier- oder Fünfzollrefraktor besitzen, würde ich mich an deiner Stelle für das 70-iger entscheiden. Damit hättest du das größtmögliche Gesichtsfeld. Fehlt ein Vier- oder Fünfzöller in deinem "Fuhrpark", macht das 80-iger mehr Sinn.

Gruß Sternenhundklaus
 
Hallo Jochen,
du sagst, daß es im 150er mit 3,5mm Okularen ziemlich duster wird. Du wirst dir jetzt denken, was ich gemacht habe: in den Link Telescope Limiting gegangen, 240fach eingegeben, 6mm Augenpupille und Himmel gibt 5,5mag mit bloßem Auge her.
Lande dann bei 14,2mag, während es bei 30fach nur 12,3mag sind (als Vergleich: mein 12,5" Dobson gibt bei 304fach 15,4mag her).
Ich würde sagen, bei 240fach mit einer Austrittspupille von 0,6 mm ist man gut an der Grenze des optisch machbaren (Artikel v on R. Stoyan, der aussagte, eine AP von 0,645mm ist das Max. fürs Auflösungsvermögen, sofern Seeing usw. stimmen). Es würde mich schon reizen, mit der 240fachen Vergr. auf die Jagd nach V. St. zu gehen....

Gruß Günther
 
Liebe Astrokollegen,
Vielen Dank für Euere schnellen Antworten, hier zur Konkretisierung meiner Anfrage:
Ich hatte mir vor 2 Jahren ein Uni 18 mit der 4cm Kurbelsäule gebraucht gekauft, darauf sitzt ein Vinten 9 Fluidneiger, ursprünglich gedacht für einen 100 APM 90 SD, habe es aber dann zunächst mit meinem 115er LZOS mit Binoansatz besetzt, das funktionierte aber nur teilweise gut, da der Vinten trotz Gegengewichts in Extremstellungen immer wieder abkippt.
Im Vergleich mit dem 120er APM SD eines Astrokollegen ging dem LZOS mit Bino bei kleinerem Gesichtsfeld natürlich das Licht aus. Der 120 APM ist eine Spitzenoptik, wäre mir aber langfristig zu schwer für den schnellen Einsatz und auch zu teuer.
Habe es dann aufgegeben, seitdem ruht das Stativ mit Neiger im Keller, nun wollte ich ihn wiederbeleben mit eine kleineren und leichteren Einheit um z.B. die Sommermilchstraße abzugrasen. Vorteil der kleineren Optik ist sicherlich auch die Transportabilität.

Okulartechnisch habe ich als Päarchen Televue 25 und 11 Plössl und die 12,5 APM-Okulare (84 Grad).

Bis letzte Woche gab es ja den APM 100 SD 90 bei APM zum Sonderpreis von 2499 Euronen, die 70er oder 82er waren jedoch nicht reduziert.
Hätte man beim 100er zugreifen sollen, was mich aber abhielt, ist, dass das 100er natürlich auch schon "gewichtig" ist. Ich habe letztes Jahr 2 Wochen damit auf Rooisand bei Faried beobachten dürfen, allerdings war es die ED Version mit 45 Grad Winkel ohne Höhenverstellung (nur über die Stativbeine).
Unter dem Südsternhimmel war das Bino natürlich der Hammer.
Habe dann von einem Sternfreund gehört, dass die 100er SD Variante zum Rand hin schnell an Schärfe verliere? die ED Variante aber nicht? Auch das hielt mich davon ab, den Bestellknopf zu drücken. Deswegen hoffte ich bei den kleineren Optionen die geeignete Lösung zu finden. Ideal wäre natürlich durch alle mal nebeneinander durchzugucken, aber auch beim ITV gabs außer SemiAPOs mit starken Farbfehler bei den einschlägigen Händlern keine Auswahl.

SG

Michael
 
Ergänzung: Nach unten habe ich ein Canon 10x42 is, vll zu nah am 70er?
SG
Michael
 
Hi Michael, schade dass du mit dem Uni/Vinten nicht so gut zurecht kommst.

Ich fand das 100er ED und SD sehr nah beieinander liegen, selbst bei Tagbeobachtung. Das mit der Randschärfe ist eventuell eine Frage der freien Öffnung der Prismen. Bei älteren Modellen wurden die teilweise abgeblendet, um Streulicht zu minimieren, da gab es eine ewig lange Diskussion drum. Ob man das als störend empfindet ist sehr individuell. Ist ähnlich wie die Randaufhellung und Verzeichnung bei Weitwinkelokularen. Ich würde das alles nicht überbewerten.

Wenn man eine wirklich Fehler freie Abbildung will muss man sich ein EMS Bino bauen. Das wird aber halt wesentlich teurer. Auch APM kann mit den Prismen bei dem Preis keine Wunder vollbringen. Die APM Binos sind aber m.E. ein sehr guter Kompromiss aus optischer Leistung, geringem Gewicht, Maßen und Preis. Wenn man selber baut geht es natürlich wieder günstiger oder leichter, kann und will aber nicht jeder.

Vom Preis/Leistungsverhältnis ist das 100er m.E. am besten, das Feld reicht für den Nordamerikanebel, was will man mehr. Zumal der Vinten Kopf und das Uni K40 das Gewicht locker tragen. Zu leicht ist für den Fluidhead auch nicht gut, am Ende kommts immer auf die Balance an und zwar in 3D. Tubus vorne - hinten und auch auf der Höhenachse. Das ist bei allen ALT AZ Montierungen ein Faktor, selbst bei den motorisierten. Jochen hat das ja super elegant gelöst, mit seinen parfokalen und gewichtsgleichen Okularpaaren. Mit Laufgewichten geht es auch ganz gut, ist aber halt wieder mehr Gewicht.

Im Vergleich zum LZOS115 werden die kleineren Gläser auch keinen Zugewinn bringen. Das Gesichtsfeld ist natürlich größer als beim APO mit Binoansatz, und selbst bei 2 Zoll Mono kommt der APO nur auf ca. 2,6 Grad Feld.

Wenn du das 82er oder 70er wegen des Gewichts und des Feldes vorziehst, würde ich auch die Montierung und das Stativ entsprechend anpassen. Für das 70er reicht ja das Report und ein kleinerer Fluidhead.

Du kannst dir gerne mal meine EMS Binos anschauen.

cs Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Michael,

ich bin beim Wort "Vinten" hellhörig geworden. Ich kenne kein Vinten Vision 9 - also vermute ich, dass es sich um ein Vinten Touch Pro 9 handelt? Soweit ich weiss, hat dieser nicht die dynamische Federkraftverstellung, welche die Vinten Vision Serie auszeichnet. Du müsstest mal einen Vinten Vision 10 oder noch besser einen Vision 12 ausprobieren. Du wirst beeindruckt sein. Der Vision 12 trägt sogar das APM 120 Bino, bleibt auch mit schweren Okularen in allen Stellungen bis zum Zenit stehen und dabei leichtläufig bewegbar, und hat noch Reserven!

Ich hatte das APM 100 mal auf einem Vision 5. Das hat gereicht, aber es waren keine Reserven vorhanden. Ich würde für das APM 100 ein Vinten Vision 8 aufwärts empfehlen. Keine Angst vor einem "zu starken" Kopf. Erst beim Vinten Vision 30 wird es heftig - aber der hat ohnehin ein so grosses Eigengewicht, dass man ihn nur stationär betreiben wird. Ich habe aktuell ein Vision 3, Vision 12 und Vision 30 im Betrieb, für alle astronomische Lebenslagen.

Beste Grüße, Christopher
 
Hallo Christopher,
Du hast recht, es ist ein Vinten pro touch 9, hab im Keller nachgeschaut. Ich dachte immer, Vinten sei Vinten, again what learnt.;)

Hallo Alex,
vielen Dank für Deine Antwort und Einladung, komme gerne darauf zurück:y:

Zusammenfassend lässt sich sagen, also doch das 100er SD als Allrounder oder das 70er SD als Leichtgewicht für die Reise mit großem Gesichtsfeld auf leichter Montierung? Oder Beide? :D

SG

Michael
 
Lieber Christopher,

ich bin sehr erstaunt und erfreut, dass Du inzwischen so viele Vinten hast - idealerweise hat man wohl für jedes Instrument einen eigenen ;-)

Ich selbst wurde ja durch Cloudy Nights auf die Köpfe aufmerksam., aber damals hat sie noch kaum jemand eingesetzt.
Also sprang ich ins kalte Wasser und habe mir einen bei Ebay geschossen.
Danach ging dann alles sehr schnell und inzwischen sind sie zumindest bei den Forenusern hier recht verbreitet und bisher habe ich immer nur sehr begeisterte Rückmeldungen bekommen.

Sicherlich gib es noch andere und auch bessere Köpfe, aber für den zehnfachen Preis.
Für uns Amateure ist es meiner Meinung nach die allerbeste Wahl.

Grüße Jochen
 
Naja wenn das Budget für beide reicht, vielleicht doch ein EMS Bino?
~4 Zoll f7 in guter Qualität oder 4Zollf11 oder 90mm f6 in sehr guter Qualität würde für um 5k€ gehen.
Von Herrn Kohler (AOK) gibts eine neue Binopattform/Montierung BM100 die interessant ist. Dazu EMS UL und 30mm APM UF gibt ~ 2,3 - 4 Grad GF ohne optische Komprimisse bei um 10kg inklusive Montierung.
Andererseits ist das vom Preis und Gewicht schon mit dem 120er SD vergleichbar.

Oder 80/560 mit 1,25 Zoll für um 3K€ ? Dann auf dem vorhandenen Vinten Kopf….

Es gibt schon noch ein paar Möglichkeiten. Das 100er ED kennst du ja schon. Wenn du dir mal ein EMS Bino anschaust wird die Unentschlossenheit vielleicht noch größer… Am Wochenende soll ja ganz gutes Wetter werden.

cs Alex
 
ich habe den Vinten V30 und verwende ihn mobil. Ich weiß nicht was die Leute immer mit dem Gewicht haben, der Vinten-Kopf wiegt 10 oder 11 kg, das ist doch einfach zu handzuhaben für einen erwachsenen Mann unter 90 Jahre. Jedenfalls trägt der Vinten einen 7"-Refraktor ohne jegliche Probleme und hat noch Luft nach oben, finde ich erstaunlich für so einen leichten Kopf im Vergleich zu einer Montierung. Als Bino finde ich das 120er APM super und ebenfalls gewichtstechnisch problemlos, aber ich verwende es seit dem ich den 7"-Refraktor habe bisher gar nicht mehr und werde es wohl verkaufen um mir einen Gutekunst ADC dafür zu holen. Das 120er Bino ist an der Grenze dessen ab dem es für mich wirklich interessant wird was man an Objekten beobachtungstechnisch sehen und erreichen kann bevor das Licht aus geht.
 
Das 120er Bino ist an der Grenze dessen ab dem es für mich wirklich interessant wird was man an Objekten beobachtungstechnisch sehen und erreichen kann bevor das Licht aus geht.
Genau das war auch meine Erfahrung mit dem 125er Borg Bino und der Grund, weshalb ich unbedingt ein 150er Bino wollte.
Diese 25mm machen tatsächlich mehr Unterschied als ich erwartet hätte.

Manchmal denke ich noch über ein 120er APM nach um es mobil zu nutzen.
Aber Deine Worte holen mich wieder in die Realität zurück.
Bei jeder Beobachting würde ich denken, ach hätte ich doch das 150er mitgenommen ...

Grüße Jochen
 
ich habe den Vinten V30 und verwende ihn mobil. Ich weiß nicht was die Leute immer mit dem Gewicht haben, der Vinten-Kopf wiegt 10 oder 11 kg, das ist doch einfach zu handzuhaben für einen erwachsenen Mann unter 90 Jahre. Jedenfalls trägt der Vinten einen 7"-Refraktor ohne jegliche Probleme und hat noch Luft nach oben, finde ich erstaunlich für so einen leichten Kopf im Vergleich zu einer Montierung.
Boah, ein Vinten V30 mobil? Aber warum auch nicht - jede bessere äquatoriale Montierung mit Gegengewicht wiegt so viel und mehr, und jede Menge Leute schleppen das herum! Wobei ich mir nicht sicher bin, dass ich mit 85 - sollte ich dieses Alter erreichen - in der Lage und Willens sein werde, solche Gewichte herumzuschleppen. Es bleibt ja nicht beim Kopf, das Stativ muss mindestens so massiv sein.

Übrigens verwende ich mein Vinten V30 als Montierung für mein C11. In der Sucherhalterung des C11 steckt ein 71mm Refraktor. Das alles trägt der V30 klaglos und hat noch Reserven. Für Grossferngläser bis einschl. 120mm reicht ein Vinten V12 dicke und ist viel mobiler und viel leichter in ordentlichem Zustand zu finden.

Gruß, Christopher
 
da hast Du recht, das Stativ wiegt 14kg. Ich musste mein 120er um 3,5kg schwerer machen damit der V30 damit zurecht kommt. Ich habe das gemacht weil ich wusste das mir das 120er auf Dauer nicht reichen würde :)
 
Hallo Alex,

vielen Dank für das Angebot durch Deine Doppelrefraktoren gucken zu dürfen. Ich komme gerne bei passander Gelegenheit darauf zurück :y:
Du hattest die ED und SD-Varianten des 100ers miteinander direkt verglichen?

Es ist anscheinend ein Naturgesetz, dass wenn man mit einer bestimmten Öffnung anfängt, immer mehr Öffnung braucht um das Verlangen zu befriedigen.
Anderseits wird der praktische Umgang mit zunehmender Größe auch schwieriger und das beste Teleskop/Fernglas ist natürlich das, was man am häufigsten benutzt, bei mir aktuell mein 35er Lunt und mein 60er FCB.
Da muss ich immer wieder an meinen verstorbenen Sternfreund Max Lammerer denken, der sich eine Sternwarte mit 76 cm-Spiegelteleskop gebaut hatte und einen 90 cm-Spiegel eingelagert hatte, für den Fall, dass ihn jemand in Nordbayern mit der Öffnung überbietet.
Bei einer Sternennacht für die lokale Bevölkerung saß er zu später Stunde im Liegestuhl und meinte sich umschauend: "Ach, der Sternenhimmel ist ohne Teleskop auch sehr schön"

Eine endgültige Entscheidung habe ich noch nicht getroffen, es geht immer hin und her. Leider ist der 100er SD bei APM-Teleskop erst wieder Ende September lieferbar.

Schönes Wochenende und vielen Dank

Michael
 
Hallo Miachel,

ja die weisen Worte von Max Lammerer... das war schon eine beeindruckende Sammlung. Auch sehr schade dass die Gemeinde da nicht mehr draus macht.

Ich hatte ja selber das 100er ED und war für den Zweck Widefield damit auch völlig zufrieden. Die 12,5 HiFw und die UF24 waren meine Lieblingsokulare an dem Gerät. 9mm Morpheus gingen auch noch gut für helle Galaxien und Kugelhaufen. Höher vergrößern hat aber keinen Spaß gemacht, einfach zu viel Farbfehler für meinen Geschmack.

Bei Ralf Mündlein haben wir ein 100er SD, ein 120er ohne ED und mein 105er direkt miteinander verglichen. Das SD war besonders am Tag schon deutlich farbereiner als das ohne Sondergläser aber der gleiche wenn nicht noch größere Unterschied war zwischen dem SD und dem 105er FLT Bino. Das Bild in den Prismengläsern ist wesentlich dunkler, die Kanten weicher und wesentlich bunter. Jetzt ist das aber halt auch kein fairer Vergleich.

In Pfünz hatten wir mal einen Abend 120er SD direkt mit meinem 100er ED verglichen. Im direkten Vergleich nebeneinander, war der Unterschied am Stern immer noch so gering, dass man erst mit mehrmals hin und herwechseln an verschiedenen Objekten feine Unterschiede ausmachen kann. Klar das 120er ist auch nochmal größer, aber der Vergleich 100ED gegen 100SD wird m.E. nicht so besonders deutlich ausfallen. Klar Marketing und Wiederverkauf und so ...

Am Nachthimmel würde ich mit den Binos ohne Sondergläser bis etwa zu 12,5er Okularen zufrieden sein, beim ED/SD auch noch mit 7,5 bis 9mm je nachdem. Am Mond finde ich, ist auch bei den ED/SD bei 12,5 Schluss, besser 18mm. Planeten hmm da gibts schon bessere Geräte. Kugelhaufen, kann man machen, sehen im 20 Zoll Dobson aber besser aus. Dafür ist der Nordamerikanebel im 100er ED, Format füllend, schon ne geile Sache.

Du wolltest ja mit dem Glas weite Felder machen, dafür tut es auch die Variante ohne Sondergläser. Irgendwo muss man ja mal anfangen, vielleicht gebraucht. Wenn das dann mal aufgerüstet werden soll noch ein 120er SD oder ein Bino aus zwei 115er dazu. Am Ende macht man glaub ich mit keinem der APM Binos was falsch, man darf halt keine Wunder erwarten. Jede Optik hat ihren Himmel.

Der FS60 ist wahrscheinlich auch mein universellstes Gerät: entweder als Fotomaschine oder für die Reise, klein aber fein.

cs Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein bisschen off topic...
Gestern Nacht war ich mit dem TOA Bino draußen, hatte noch etwas gebastelt und jetzt eine Konfiguration mit zwei originalen Käfigschellen gebaut, eine davon justierbar. Das geht schon ganz gut, wenn auch die TTS160 hart an der Grenze der Belastbarkeit ist. Nachführung und GOTO braucht man vielleicht nicht unbedingt, bei Doppelsterne schauen war das aber schon ganz nett. IZAR kam gestern echt gut mit 4mm TOEs bei 250x.
Das UF30 vignetiert schon etwas mit den EMS UL bei F7 aber das ist am Rand eh nicht besonders gut, von daher macht das nix. Cirrus hat man zwar gesehen, aber es ist einfach nicht die Zeit für Objekte für die es richtig dunkel sein muss. Kugelhaufen waren aber sehr schön.
Ich bin immer noch am testen und basteln, mal schauen ob sich das TOA Bino bewährt. Wenn nicht auch nicht schlimm, dann bleibts beim FLT Bino und einer der TOAs muss weichen oder eben einer der FLTs. Für die abschließende Bewertung lasse ich mir aber noch einige Zeit.

cs Alex
 

Anhänge

  • IMG_4590.jpeg
    IMG_4590.jpeg
    911,2 KB · Aufrufe: 157
  • IMG_4595.jpeg
    IMG_4595.jpeg
    885,7 KB · Aufrufe: 154
  • IMG_4591.jpeg
    IMG_4591.jpeg
    310,5 KB · Aufrufe: 155
  • IMG_4592.jpeg
    IMG_4592.jpeg
    301,5 KB · Aufrufe: 143
  • IMG_4593.jpeg
    IMG_4593.jpeg
    297,7 KB · Aufrufe: 150
  • IMG_4594.jpeg
    IMG_4594.jpeg
    429,4 KB · Aufrufe: 149
Es ist anscheinend ein Naturgesetz, dass wenn man mit einer bestimmten Öffnung anfängt, immer mehr Öffnung braucht um das Verlangen zu befriedigen.
Das hatte ich auch, solange ich monokular unterwegs war.
Ich hatte einen 12,5er Dobson aber das, was er mir zeigte war mir zu wenig.
Testweise Blicke durch einen 18er waren aber auch nicht wirklich befriedigend.
Auf Beobachten mit Leiter hatte ich schon gar keine Lust, und schnelle Öffnungsverhältnisse für kurzbauende Instrumente haben ja auch ihre Nachteile.
Aus diesem Dilemma sah ich keinen Ausweg und ich überlegte schon das Hobby komplett an den Nagel zu hängen.

Da ich schon immer ein faible für Ferngläser hatte habe ich einfach das mal intensiviert, erst 100mm, dann 125 und am Ende 150mm und ich muss sagen, seit ich das 150er habe gelüstet mich absolut nicht mehr nach mehr.
Das Ding zeigt mir alles was erreichbar ist und ich sehen möchte.
Mehr geht für mich nicht.

Ja, die Kugelsternhaufen, da sind große Dobsons wirklich im Vorteil, aber eben wirklich nur da.
Das kann ich verschmerzen, denn schlecht sehen sie auch im 150er APM nicht aus.

Grüße Jochen
 
also ich verwende im 120er SD, das bei Wellenform optimiert wurde, am Mond auch 3,5mm Nagler (189x), das funktioniert, wenn das Seeing mitspielt, wunderbar.
 
Dann brauchst du deinen 7 Zöller ja eigentlich garnicht :unsure:
Bei mir wäre noch Platz in der Sternwarte ;)
 
Nach langen Überlegungen sind die Würfel gefallen, habe mir das APM 100 90 SD bestellt und bin sehr gespannt.
Falls es mir zu groß und schwer sein sollte, kann ich es ja auf 82 mm abblenden;).
Vielen Dank für den Input.

CS

Michael
 
Hallo,
es war ein wahrer "Leseschmaus" die Zeilen über die div. Geräte zu lesen. Wenn ich daran denke, daß ein 12,5" Starfinder Meade 25 kg auf die Waage bringt, wird mir gang anders.... Wo ich noch jünger war, hatte ich keine Probleme, die Röhre 15 Stufen aus dem Keller ins Freie zu bringen. Auch der Transport mittels Sackkarre war nicht das wahre.
So freute ich mich, vergangenen Sept. ein orangenes C 8 geschenkt zu bekommen. Habe es etwas umgerüstet: den 6x30 Sucher mit aufrechtst. und seitenrichtigen Bild die Sterne aufzusuchen, für weiteres Handhaben (V. St.)
Außerdem gönnte ich mir einen Reducer (Halbierung der Brennweite), kostete rund 170 Euronen. Sogar die 1 1/4" Plössl, Serie 3000 finden Verwendung. Spielereien mit einer zweifach Barlowlinse gehörten vergangener Tage zum "Arbeitsaufwand". Gesichtsfeldbestimmung an Dachfirstplatten oder verkleidete Hauswand mit einem Fenster... Außerdem legte ich mir noch ein 1 1/4" 90° Einblickwinkel Amiciprisma zu. Schade, daß die Bohrung des 6x30 Sucher nicht die gleiche ist wie bei dem 8x50 Sucher. Im 6x30 muß man bei Vollmond zweimal (gg) hinsehen, um etwas zu erkennen. Der Himmel hier zeigt leider nicht mehr M 13 als Sternchen, = entspr. 5,7mag mit bloßem Auge. Atmosphärisch liegt hier z. Zt. nicht mehr drin (Klimaveränderung ?????)
Wollte eigentlich nicht noch Euronen für WW-Okulare ausgeben. Das Gesichtsfeld liegt bei schwächerer Vergr. bei knapp 75 Bogenminuten (Mondbeobachtung).
Wer noch einige Gedanken bezüglich der Okulare hat (für das C 8), kann sich ja hier äußern. Vielleicht gewinne ich mal im Lotto (gg), oder es findet sich jemand, der vereinzelt Okulare übrig hat.....

Gruß Günther
 
Zurück
Oben