APM MS ED 25x100 oder 34x100?

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Hallo Peter,

ich bin auch beim 82mm SA 90° hängen geblieben. Mit Einarm Montierung, Stativ mit Kurbelsäule und einem kleinen Campingsessel gerade noch Fahrrad tauglich. Falls du in der Umgebung von Graz zu Hause bist, schicke mir eine PN, da kööen wir gerne mal gemeinsam damit beobachten.

Fernglas mit Oberteil der Montierung und 3 Okularsätze (24/18/11mm) werden in einem großen Fotorucksack schonend am Rücken transportiert, Stativ mit dem Unterteil der Montierung und Sessel sind am Gepäcksträger. Größer hätte es nicht werden dürfen, das 100mm Glas war mir dann doch zu heftig.

CS
Arnold
 
Tja, da werde ich mein weiteres Vorgehen und meine Entscheidung wohl doch nochmal überdenken. Aber das ist gut so und deshalb habe ich in diesem Forum nachgefragt. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet so viel freundliche Unterstützung (und neue Sichtweisen) zu bekommen und deshalb freut es mich umso mehr hier gelandet zu sein.

Ich werde mir also noch ein paar Tage Zeit geben um mit meiner Bestellung (oder Bestellungen) zu warten. Was es letzten Endes dann wird werde ich euch natürlich gerne wissen lassen.

@Arnold3 - vielen Dank für das freundliche Angebot, aber da etwa 300Km zwischen uns liegen wird daraus vorerst nichts. Deine Beschreibung wie du das angehst gefällt mir aber und das du scheinbar mit dem 82mm SA 90° zufrieden bist auch...:) :y:

Grüße an alle hier
Peter
 
Hallo Peter,

ich würde Dir auch unbedingt zu einem Glas mit Winkeleinblick und Wechselokularen raten.
Man hat mehr Möglichkeiten und nutzt sie auch lieber und damit häufiger.

Dennoch ist das 25x100ED ein optisch hervorragendes Glas.
Ich habe durch viele Glaser zwischen 60 und 80mm geschaut, incl. den hochgelobten Nikon 18x70 Astroluxe.
Das APM war in jeder Hinsicht überlegen.

Grüße Jochen
 
Werte Gemeinde!

Eigentlich immer noch zu einem 25x100 mit Geradeeinsicht tendierend beschäftigt mich doch noch eine Frage, die ich hoffe hier beantwortet zu bekommen.
Und zwar, ist der Preisunterschied von € 1.100,- wirklich gerechtfertigt zwischen diesen beiden Ferngläsern mit 90° Einsicht



Ich meine, ist hier ein wirklich gravierender Unterschied erkennbar oder bewegt man sich da in Dimensionen welche für einen gelegentlichen Beobachter garnicht so ins Gewicht fallen (speziell auch für Beobachtungen am Tage)?

Jaja, trotz meiner Tendenz - das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, langsam werde ich pingelig :LOL:

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

für mich hat das Semi-Apo Glas auch gereicht.

Zu meiner Überraschung ist es auch mit den 11mm/82° Okularen noch recht scharf und ich habe nicht vor, noch stärker zu vergrößern. Sonst wäre auch statt der Einarm Montierung was aufwändigeres notwendig geworden. Der Übergang zu ED oder SD Gläsern ist vor allem bei größeren Öffnungen interessant, die dann auch mit höherer Vergrößerung benutzt werden. Aber wie du gesehen hast, ist das ein ganz schöner Preissprung.

Den Koffer habe ich gleich am Dachboden verschwinden lassen, viel zu unhandlich. Im Foto Rucksack ist das Glas auch ausreichend geschützt und ich kann die ganze Ausrüstung bequem tragen.

CS
Arnold
 
Hallo Peter,

Semi-Apo ist ein Synonym für Achromat.
Also noch eine Qualitätsstufe unter ED
Damit wirst Du auch am Tag einige Blausäume sehen.

Da würde ich das 25x100ED doch klar vorziehen...

Grüße Jochen
 
Und zwar, ist der Preisunterschied von € 1.100,- wirklich gerechtfertigt zwischen diesen beiden Ferngläsern mit 90° Einsicht
Ich meine, ist hier ein wirklich gravierender Unterschied erkennbar oder bewegt man sich da in Dimensionen welche für einen gelegentlichen Beobachter garnicht so ins Gewicht fallen (speziell auch für Beobachtungen am Tage)?
Der Unterschied ist sicherlich nicht so groß wie man wegen des Preisunterschiedes vermuten würde.
Ich hatte vor einiger Zeit einen 120/1000 Achromaten und momentan den 120/900 ED. Die Sterne sind halt jetzt weiß statt weißgelb und ich erreiche bei hoher Vergrößerung eine halbe Größenklasse mehr. Bei niedriger Vergrößerung ist so gut wie kein Unterschied feststellbar.

Für ein Astrofernglas bei Vergrößerungen von <50 würde ich sagen reicht auch die billige Version. Tagsüber wird der Gewinn durch ED dann schon deutlicher. Ich konnte mal die beiden Vixen Gläser von 70 und 80mm mit LVW 17mm vergleichen und im ED war das Bild einfach wie ausgestanzt, während der Achromat durch Luftbewegungen immer etwas am ausfranzen war.

Problem bei solchen Geräten ist dass man sie ohne Stativ nicht benutzen kann, während ein geradsichtiges Modell immer schnell zu Hand ist. Deswegen würde ich sagen ist das 20x80 ED das beste für dich.
 
Besten Dank für diese informativen Erfahrungen! :y:

Es ist so, dass ich die Einfachheit von Ferngläsern mit gerader Einsicht eben sehr schätze. Nun habe ich versucht die letzten Tage bzw. Nächte mit einem 10x50 Glas am Stativ montiert, den Himmel vermehrt in Zenitnähe zu betrachten. Und natürlich ist es so, dass man hier relativ rasch an seine Grenzen stößt selbst wenn mein Stativ die benötigte Höhe locker erreicht - es ist kaum möglich in dieser Stellung Objekte ruhig zu betrachten.

Auch wenn es mir noch etwas widerstrebt werde ich doch das 82mm 90° in Betracht ziehen müssen. Und aus euren Beiträgen lese ich heraus das ich für meine Ansprüche wahrscheinlich doch mit dem günstigeren "Semi Apo" auskommen werde (müssen).
Ich strebe ja immer zum Besseren, aber bei einem Mehrpreis von 1.100,- stellt sich auch für mich die Frage der Sinnhaftigkeit.

Freundliche Grüße und besten Dank
Peter
 
Das hin und her hat ein Ende und es ist Zeit mich abschließend für alle hier geposteten Ratschläge, Erfahrungen und Meinungen zu bedanken. Ihr ward sehr freundlich geduldig und hilfreich und das kenne ich auch anders. Respekt und vielen herzlichen dafür!! :y:

Ich habe soeben das APM MS ED 20x80 bestellt und denke damit ein gutes Fernglas für meine momentanen Bedürfnisse gefunden zu haben. Sollte ich dennoch meine nächtlichen Beobachtungen intensivieren wollen und mit besagtem Glas nicht das Auskommen finden, muss das Sparschwein dran glauben und mir ein 90° Fernglas spendieren...;):LOL:

Liebe Grüße an alle
Peter
 
Hallo Peter,

geradesichtige Gläser haben durchaus ihrer Berechtigung und auch Vorteile.
Sie haben ja auch weniger Reflexionen in den Prismen und somit weniger Lichtverluste.
Vom 125mm Doppelrefraktor kommend war ich erstaunt, was mir das 25x100ED gezeigt hatte, da fehlte nicht sehr viel...
Und es hat auch was, in genau die Richtung zu schauen, in die man beobachtet, es ist einfach intuitiver.

Da ich aber auch gerne hoch am Himmel beobachte zeigt sich natürlich auch schnell die Schattenseite...

Am besten fand ich ein Kurbelstativ, das ich dann sitzend wie stehend über 2 Beine zu mir an den Körper gekippt habe.
Man hat dann zwar nur noch ein Zweibein, aber bei den Vergrößerungen ist das ausreichend und man kann auch im Zenith beobachten.

Der Biegestress fürs Genick bleibt natürlich und das war am Ende der Grund, warum ich mich von den großen Geradesichtigen endgültig verabschiedet habe.
Das Sehen von Objekten leidet nämlich auch unter unentspannten Beobachtungsbedingungen und möglicherweise ist das bei mir besonders ausgeprägt.
Für mich war auch einäugiges Beobachten immer unentspannt und ich konnte es nie wirklich geniessen.

Grüße Jochen
 
Hallo Peter,
habe kurz in den Beitrag reingeschaut und zuerst Deine Entscheidung zum 90° gelesen.
Mein erster Gedanke: Oh nein, nicht 90°! Er will doch auch Vögel und Flugzeuge beobachten, da wären 45° von der Visur her wesentlich zielführender.

Doch dann kam die Entscheidung zum 0°-Glas .... also nichts falsch gemacht.

Viel Freude daran
Frank
 
Hallo Peter,
habe kurz in den Beitrag reingeschaut und zuerst Deine Entscheidung zum 90° gelesen.
Mein erster Gedanke: Oh nein, nicht 90°! Er will doch auch Vögel und Flugzeuge beobachten, da wären 45° von der Visur her wesentlich zielführender.

Doch dann kam die Entscheidung zum 0°-Glas .... also nichts falsch gemacht.

Viel Freude daran
Frank
Er muss halt nur schauen, dass es ein Stativ wird, welches (wg. Geradsicht) höher ausziehbar sein muss, und dennoch dabei stabil bleibt. Die Berlebach Report sind schon verschiedenst aufgestellt (Auswahl), und ggf. kann man es auch konfektionieren lassen. Bei Beinauszügen würde ich mich auf einen beschränken, es sei denn die Transportabilität stünde mit auf der Anforderungsliste.

csm
 
Keine Sorge, mein Stativ kann höher gestellt werden als ich durchsehen könnte und steht dabei immer noch bombenfest (mehrfach erprobt)!
Und die zwei Beinauszüge stellen auch kein Problem dar. Da ich es nicht transportiere habe ich es fix ausgezogen aufgestellt und die Feinheiten kann ich sehr gut mit der Kurbelsäule justieren. Dazu der Berlebach 553 Neiger sind eine geradezu perfekte Kombination für dieses Fernglas.

Gruß
Peter
 
Hallo,
habe auch hier ein 25x100 Bino. (seit Jan. 1995) Würde heutzutage zum 34x100 greifen, bringt gut 0,5mag mehr an Reichweite (natürlich nur mit entspr. Stativ)
Noch ein Vergleich: der 40x150 Fujinon bringt ggü. dem 25x150 1mag mehr an Reichweite. (Würde mich schon reizen, ihn bei den Veränderlichen einsetzen zu dürfen.)
Gruß Guenther
 
Hallo,
habe auch hier ein 25x100 Bino. (seit Jan. 1995) Würde heutzutage zum 34x100 greifen, bringt gut 0,5mag mehr an Reichweite (natürlich nur mit entspr. Stativ)
Noch ein Vergleich: der 40x150 Fujinon bringt ggü. dem 25x150 1mag mehr an Reichweite. (Würde mich schon reizen, ihn bei den Veränderlichen einsetzen zu dürfen.)
Gruß Guenther
Hallo, dann muss ja das 25x100 schon ziemlich gut sein wenn es seit 28Jahren im Einsatz ist...
Und natürlich hätte mich Anfangs auch die höhere Vergrößerung des 34x100 gereizt. Bei genauerem Überlegen (und Dank der Hinweise im Forum) war es aber schnell wieder abgehakt. Allein die AP von 3 hat mich schon davon abgehalten hier weiter darüber nachzudenken.
Kommt natürlich immer drauf an wofür man so ein Glas einsetzt und welche Erwartungen daran geknüpft sind - ich denke für mich wäre es nichts gewesen.
Gruß - Peter
 
Markus Ludes sagte mir damals, dass es die 110er nie in ED geben würde, weil die Okulare einen viel zu engen WInkel haben und sich das auch nicht ohne vertretbaren Aufwand ändern liesse.
Bei APM gibt (gab, aktuell scheints ausverkauft) es 20x110 in ED, ich bin damit sehr zufrieden, etwa 1.500 Euro. Es gibt dort auch 40x110 ED zum gleichen Preis, was aber dann kleine AP und kleines Sehfeld bedeutet und höheren Wackelfaktor.

Und ich möchte mich auch für die Geradesicht stark machen, das ist für Peilung und Starhopping (oder Birdhopping) angenehm, gibt direkteren Kontakt. Aber das ist sicher auch eine Frage des persönlichen Gebrauchs und Interesses.
 
Jetzt darf ich mich doch nochmal melden, da wieder alles anders wurde... :sneaky:

Nachdem ich das APM 20x80 ED bekommen habe, musste ich leider feststellen, dass ich sicher nicht der erste war dem es geliefert wurde. Typischer "Rückläufer" eben, bloß bereits mit dezenten Gebrauchsspuren. Naja, ging natürlich auch wieder zurück! Nicht aber ohne vorher mal einen oder zwei Blicke durch das Glas gemacht zu haben - wenn schon denn schon.
Ergebnis soweit ganz gut, aber trotzdem habe ich dann das APM 25x100 ED bestellt und siehe da, ein funkelnagelneues bekommen. Top Glas bisher, welches ich sicher behalten werde!

Ein Detail aber hat mich schon etwas irritiert, nämlich dass die Naheinstellgrenze bei ca. 40 bis 50 Meter liegt. Alle Distanzen darunter sind nicht scharf zu stellen. Stört mich jetzt freilich nicht beim Beobachten von Flugzeugen oder dem Mond ect., habe ich nur so nicht erwartet... Ist das "normal"?

Gruß - Peter
 
Ein Detail aber hat mich schon etwas irritiert, nämlich dass die Naheinstellgrenze bei ca. 40 bis 50 Meter liegt. Alle Distanzen darunter sind nicht scharf zu stellen. Stört mich jetzt freilich nicht beim Beobachten von Flugzeugen oder dem Mond ect., habe ich nur so nicht erwartet... Ist das "normal"?

Gruß - Peter
Ich kenne das Glas nicht, würde aber sagen dass das 'normal' in dieser Gerätekategorie ist. Warum sollte auch beim dedezierten Anwendungszweck unnötiger konstruktiver Aufwand getrieben werden. Ich müsste mal meine 100er testen, erwarte jedoch noch größere Weiten. Mein Miyauchi 15x60 nutze ich glg. für längere Beobachtungen bei Ankunft der Bienenfresser, da könnte es aus dem Bauch heraus bei ähnlichen Werten liegen; die 100er Brocken habe ich noch nie tagsüber genutzt, da ist der Aufbau einfach zu lästig. (Bei Seawatching wäre das was anderes, dann aber nur mit Klarglasschutzfilter.)

csm
 
Hallo Peter,

laut APM Spezifikation liegt die Nahdistanz bei diesem Glas unter 32 m.
Du schreibst 40-50 m. Ich vermute das ist sehr grob geschätzt und es könnten auch die 32 m sein. Dann wäre alles gut.

CS und bodennebelfreie Vogelbeobachtung
Frank
 
Danke für die Wortmeldungen! Habe die Distanz soeben mit einer Enfernungsmesser App gemessen (wie genau diese sind kann ich nicht sagen) und die liegt bei ca. 52 Meter. Also doch eine nicht unwesentliche Abweichung zur Spezifikation Angabe von APM.
 
Wenn sonst aber alles stimmt und die Nahbeobachtung nicht von Anfang an ein wichtiger Punkt gewesen ist, dann passt es doch.
Ein Pentax Papilio hätte ich zurückgegeben.;)
 
Ja klar, ist weiter kein Problem, war nur Anfangs etwas irritiert. Ansonsten genau das Fernglas was ich mir vorgestellt habe :y:
 
Ich kann mich nicht erinnern was das 25x100ED für eine Naheinstellgrenze hatte, weil ich es einfach nie ausprobiert habe :)

Grüße Jochen
 
Nö, ich brauche keine Brille bzw. habe keine Fehlsichtigkeit. Aber wie gesagt, ist kein echtes Thema mehr da ich ja ohnehin nicht auf so kurze Distanzen beobachte und ansonsten alles ok ist!

Gruß - Peter
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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