(Apo-) Achromat

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Marty_McFly

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Hallo Gemeinde,

nachdem ich so beeindruckt war, was die Experten im Deep-Sky-Bereich für Bilder reinstellen, habe ich mir vom User Jedi2014 die eigene Webseite angeschaut. Er hat wohl mit einem Apochromaten TS Triplet APO 115/800 angefangen, wobei mir die Preisklasse bereits zu hoch wäre.

Ich habe mich bisher garnicht mit diesen Dingern befasst, aber ich könnte gefallen daran finden, da man es auch leicht mal mitnehmen kann.

In meiner Sig mein aktuelles Equipment. Da kommt dann noch relativ bald eine Nachführung hinzu und der "Stand-Alone Autoguider" wäre dann irgendwann die Krönung, aber ich habe auch kein unbegrenztes Budget.

Gibt es unter den Achromaten und Apochromaten eines das besonders beliebt ist oder wo Preis/Leistung besonders gut ist? Absolutes max wären etwa 500€, aber gerne auch weniger. Ich bin nur an Deep Sky interessiert.

Viele Grüße
Eichi
 
Hallo Eichi,

was Achromaten bezüglich Fotografie betrifft, wäre ich vorsichtig, schliesslich benötigst Du eine nützliche, nicht zu farbfehlerverzeihende Blende, beispielsweise nicht f/15. Ist aber meine persönliche Meinung. Ich denke, der ein oder andere präzisierende Ratschlag seitens der Profis wird noch folgen...

Wünsche Dir klaren Himmel...

Markus
 
Hallo Eichi,

für dein Budget bekommst Du keinen Apo. Ein Achromat geht allenfalls wenn Du Schmalband machen willst, aber dafür brauchst Du teure Filter. Am Achromaten hast Du normalerweise schöne blaue Halos um die Sterne. Anbei ein Bild mit einem Skywatcher 102/500 Achromaten (abgeblendet auf 72mm, da sonst die Halos noch heftiger!).

Bei deinem Budget und deiner EQ-5 müsstes Du wohl auf einen Newton 130/650mm PDS gehen. Dazu noch einen Komakorrektor.

Du kannst auch mit deiner Fotoausrüstung starten. Das KIT Telezoom 250mm hatte ich auch mal. Das fand ich sehr bescheiden, aber vielleicht sind die ja besser geworden. Mit dem kleinen 18-55mm Objektiv kann man schon was anfangen - weitfeldmäßig.

Viel Spaß

Matthias
 

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Hallo Eichi,

in deiner Budgetgrenze wird das zumindest mit einem neuen ED APO nichts... aber gebraucht solltest du mit ein wenig Geduld durchaus fündig werden.

Für dich interessant fände ich auch den 130er PDS, der hier im Bietebreich steht, wenn es nicht unbedingt ein ED APO sein muss. Der 130er Newton passt noch von Größe/Gewicht/Hebel auf deine NEQ5 und der zwingend notwendige Komakorrektor ist auch schon dabei!
 
Der Skywatcher Evostar ED80 ist, denke ich, eine beliebte Einstiegsversion und liegt je nach Anbieter bei 650 Euro inkl. Koffer. Da kommt dann noch ein Flattener/Reducer dazu (200-250€).

Teleskop Service hat einen ähnlichen Refraktor im Angebot, aktuell für unter 500€ - aber ohne Koffer und ebenfalls ohne Flattener/Reducer.
http://www.teleskop-express.de/shop...or-Teleskop-mit-2--Crayford-Okularauszug.html

Denke bei beiden wird man als Einsteiger nix falsch machen. Sind zwar keine "echten" Apos, aber soweit ich das verstehe ist das auch bei der fotografischen Anwendung und bei der rel. kleinen Öffnung nicht so kriegsentscheidend wichtig. Da gibt es noch andere Baustellen, bevor hier die optische Güte ein limitierender Faktor wird (Nachführung, Bildbearbeitung und ähnliches).
 
Erst vielen Dank für die Antworten!

Also diese Halos gefallen mir eigentlich nicht sonderlich. Und wenn die empfohlenen APO's mit Reducer usw. Richtung 1000€ gehen, nehme ich dann doch mal besser Abstand davon.

Warum sind denn die ED APO's viel teurer als die genannten 130 PDS? Die PDS haben f/5 sowie eine größere Öffnung. Ist die Bildqualität besser?

Wie würde es für meine NEQ-5 mit dieser aussehen: Skywatcher Teleskop N 150/750 PDS Explorer BD OTA?

Die hätte bisschen mehr Öffnung und wiegt nicht viel mehr als die 130 PDS.

Kann man beim 130 PDS und 150 PDS denn die Sucher zum Auto-Guiden wie MGEN verwenden?

 
Naja, der TS ED liegt MIT Reducer bei ca 650€ + Kleinkram (zB Offaxis-Guider für die Nachführung).

An solche Preise muss man sich bei dem Hobby leider gewöhnen, es sei denn man ist ein guter Schnäppchenjäger.

Mgen: 570€
80mm ED Refraktor: 500€
Flattener: 150€
OAG: 150€
Diverse Adapter und Abstandsringe: 50€

Und der Unterschied zwischen den EDs und dem PDS 130 ist ein ganz einfacher - ED oder APO Optiken bestehen aus 2 (bzw3) geschliffenen Spezialgläsern. Ein Newton (PDS130) ist ein leicht konkav geschliffenes Substrat mit ein bisschen aufgedampftem Aluminium ;) Natürlich kann man da auch viel mehr ausgeben, wenn man bessere Substrate usw benutzt...

Ansonsten gibt es noch andere Details, wie den Okkularauszug und Fokussierer - beides besser bei zB dem TS 80mm ED Refraktor, denke ich.

Ob man gerade mit dem 6x30 Sucher Guiden kann, weiss ich nicht. Würde prinzipiell immer einen off-axis guider bevorzugen. Mit dem GSO 8x50 Sucher hab ich das schon gemacht, geht also. Aber es ist halt ein weiterer potentieller Knackpunkt beim guiden.
 
Als weiteres Plus von zB dem TS ED Refraktor sollte man noch beachten, dass der Okkularauszug 360° rotierbar ist - das hilft ungemein bei der Bildkomposition.
 
Hallo Echi,

Die hätte bisschen mehr Öffnung und wiegt nicht viel mehr als die 130 PDS.
.

Öffnung ist nicht das entscheidende bei Photos: Deine Brennweite sollte mit dem Objekt bzw. Objektklasse zusammenpassen. Wenn Du z.B. ausgedehnte Objekte fotografieren willst sind kurze Brennweiten 400-600mm gut. Für Planetarische Nebel brauchst Du schon Brennweiten von ca. 2m (wie für Planeten). Ich sag das nur weil Du auf mehr Öffnung schielst...

Anbei ein Bild von astronomy.tools für die in diesem Thread diskutierten Geräte am Beispiel des Orion Nebels mit einer Canon 1000D. Dunkelblau ist der 130PDS. Der 80er von ES hat 480mm Brennweite.

Viele Spaß

Matthias

 

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@mhoeppner: Das MGen war jetzt in meiner Budgetplanung nicht mitgerechnet. Im Moment geht es mir nur darum mit meinem Budget das beste rein für das Objektiv (liegt bestimmt auch im Auge des Betrachters) zu bekommen.

Auch wenn der APO bestimmt vielleicht Vorteile hat, kommen im Moment keine 650€+ infrage, die man anscheinend mindestens investieren muss.

Beim 130 PDS habe ich ja noch Luft nach oben, was die zusätzlichen Investition angeht, wie dem Komakorrektor, der ja auch stolze 142€ kostet. Was noch zusätzliche Ringe angeht, die müsste ich mir ja auch für andere Teleskope anschaffen.

Nochmal zur 150 PDS: Kann man damit vernünftig mit der NEQ-5 und den eines Tages dazukommenden Guider-Suchrohr etc. noch Fotos machen, oder ist der dann bereits zu schwer und unhandlich und ihr würdet mir den 130 PDS empfehlen?

Das mit der Brennweite ist natürlich auch eine interessante Sache. Würdet ihr z.B. den Omegon Maksutov Teleskop MC 127/1900 OTA empfehlen können? Ich kannte bisher die *.tools-Seite nicht, aber den M101 so nah abbilden zu können, wäre der Hammer. Dafür aber nur f/15, sammelt der dann zu wenig Licht?

 
Den letzten Absatz meines letzten Beitrags bitte ignorieren. Habe mich soweit nun informiert dass ich damit kein DS machen kann.
Bleibt nur noch meine Frage ob man den 150 PDS ohne Zweifel an meine Montierung anbringen kann?
 
Hallo,

ich habe einen 150PDS auf einer Vixen GP. Das geht, ist aber fotografisch schon grenzwertig. Solange kein Wind geht ist es OK. Aber große Reserven gibt es da keine mehr.

Der 130PDS ist für die Fotografie auf der EQ-5/GP die bessere Wahl. Die Qualität ist bei beiden sehr ordentlich. Mit den 150PDS von ich sehr zufrieden, Preis-Leistung sind OK. Dazu auch noch farbrein.

Viele Grüße
Michael

 
Apo geht durchaus mit kleinem Buget.

Viele Fotobjektive sind hochkorrigiert, etwa das alte Sigma apo macro 300:4 oder das Sigma apo macro 400:5,6, auf dem Gebrauchtmarkt für 200 Euro zu haben, oder ein Nikon 300:4 Af-S. Die haben alle recht ordentliche Farbkorrektur, selbst mit 2x Konverter. Alles andere wird dann teurer...

Aktuell fotografiere ich mit einem Sigma 150-600 Sports zu 1500 Euro.

Irgendwelche Farbsäume habe ich da auch nie festgestellt...
Das haben moderen Objektive auch praktisch nicht mehr. Selbst mit Telekonverter nicht.

Nachteil ist eben das diese Teleobjektive nur maximal 600mm Brennweite haben und eine Blende von 6,3. Dafür sind sie oft besser korrigiert als Teleskope die als Apo angeboten werden.

Wenn man ein 600:4 will ist man bei astronomischen Summen von 8000 Euro oder so.. und mehr Brennweite als 600mm gibts auch nicht mit Teleobjektiven...

Im Vergleich zu einem 150pd newton machen solche Teleobjektive aber Sinn. Der 150 mm newton hat 750mm Brennweite und f:5. Dafür ist er gross und schwer und untransportabel.

Ein 300:4 AF-S ED mit 2x Konverter ist ein 600mm f:8 Apo und dafür klein und transportabel.

Ich denke die 150mm und die eine Blendenstufe kann man im Vergleich zum Newton in kauf nehmen. Dann dauert die Belichtung eben länger aber man hat ja Autoguiding.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo !

Für Brennweiten <400mm sind gebrauchte Teleobjektive sicher die beste Lösung was Preis - Leistung angeht. Und natürlich sind sie auch deutlich portabler als ein Newton. Es gibt natürlich auch kleine APOs mit 60/440mm aber die kosten dann schon deutlich mehr und sind auch nicht schneller als Teleobjektive. Von Reducern und Flattenern für die Dinger gar nicht zu reden.

Wenn es länger werden soll sind, finde ich, Newtons in Sachen Preis - Leistung kaum zu schlagen. Selbst wenn man den notwendigen Komakorrektor einrechnet. Ein 130PDS kostet 230€, hat eine 1:10 Fokussierung und ist jetzt auch kein großer Trümmer. 600mm mit f5 sind recht angenehm da die Justage noch gut handhabbar ist. Preiswerte f4 Newtons sind da mit Sicherheit nicht erste Wahl. Mit dem TS Komakorrektor (den ich am 150/750’er habe) kommt man mit einer DSLR bei ca. 550mm Brennweite raus.

Den 150/750er als portabel zu bezeichnen würde mir nicht einfallen ;-) zumal die Montierung ja auch noch mitmuss und da ist der Kofferraum dann schnell voll. Es ging mir auch in erster Linie um die Belastung der Montierung. Eine EQ-5 hat mit einem 130/600 kein Problem. Beim 150/750 wird es da schon enger. Vor allem wenn man nicht windgeschützt auf dem Acker steht.

Es kommt halt immer darauf was man ablichten möchte, welche Brennweite man dazu benötigt und wo und wie man den Kram aufbaut.


Viele Grüße
Michael
 
Zitat von wynnie:
Hallo !

Für Brennweiten <400mm sind gebrauchte Teleobjektive sicher die beste Lösung was Preis - Leistung angeht.
Mit den aktuellen 150-600mm Objektiven hat sich das etwas geändert.

Die preisgünstigen Teles gehen also jetzt bis 600mm herauf.

Verglichen mit einem 150/750 Newton würde ich ein Sigma/Tamron 150-600 immer vorziehen. Die Sterne sind bis zum Rand scharf und man hat keine Farbfehler. Dafür kann man den Fokus auch mal verkleinern, wenn man was grossflächigeres aufnehmen will.

Wenn man hinter so ein 150-600er einen aktuellen gekühlten CMOS von ZWO schraubt, dann macht auch die vergleichsweise geringere Lichtstärke nicht so viel aus und dafür hat man ein kompaktes System das mit Konverter auf 1200mm Brennweite geht. Wenn man über 1200mm hinauswill, dann bleibt einem wohl nur ein Schmidt Cassegrain edge HD, wenn man denn transportabel sein will.

Klar das ist dann teuer.

Und ja, ein Newton als Teleskop hat zwar bei über 600mm Brennweite ein gutes preis Leistungsverhältnis.

Aber ehrlichgesagt muss man das irgendwie transportieren.... Wenn man das transportieren kann, und eine entsprechende Montierung hat dann ist ein Newton mit 300mm Öffnung und über 1m Länge natürlich vom Preis Leistungsverhältnis sehr billig.

Das Teil braucht nur eine Hammerschwere Montierung dazu und viele Gegengewichte was den Preis Leistungsvorteil fast wieder ausgleicht. Eine EQ6 ist nunmal auch nicht ganz billig...

Dies macht Newtons irgendwie zu einer zwiespältigen Sache. Ein billiges Teleskop das eine teure hammerschwere Montierung braucht und sich als Gesamtpaket kaum transportieren lässt....
 
Hallo Benni1234,

wirklich sehr interessant, was Du da erzählst und auch genau das, was ich hören will :)

Der Punkt Transportmöglichkeit ist auch für mich ein Riesenthema. Wenn ich mir die 130/150 PDS auf Fotos mit Personen anschaue, frage ich mich auch, wie ich das machen soll. Der Passat ist dann schnell mal voll, aber andererseits dachte ich mir bis jetzt, dass das nun mal so ist. Mein 1. Post ging ja auch darum einfach mal ein Objektiv, in diesem Fall ein ED APO, leicht mitnehmen zu können. Und die Qualität con den Teles scheint ja auch gut zu sein.

Aber mal eine andere Frage: Bei welchen Brennweiten ist mit meinem Equipment Schluss, was Nachführgenauigkeit angeht?

1. Beim Einnorden durch den NEQ-5-Polsucher?
2. Beim Einnorden mit dem Polemaster?
3. Beim Einnorden durch den NEQ-5-Polsucher/mit dem Polemaster und Autoguiding?

Gibt es da Grenzen bzgl. Brennweite, die ich mit meinem NEQ-5 stoße?
 
Was so ein Sigma 150-600 Sports als APO angeht:

Hier wären Tests für das Koma.

Für das Sports:
http://www.lenstip.com/417.7-Lens_r....3_DG_OS_HSM_Coma__astigmatism_and_bokeh.html

Und das Contemptorary:
http://www.lenstip.com/434.7-Lens_r....3_DG_OS_HSM_Coma__astigmatism_and_bokeh.html

Bei Brennweite 150mm haben die Teile anscheinend ganz ganz winziges Koma an den Ecken im full Frame. Ich mit meiner Cropcamera sehe nur Randscharfe, runde Sterne ohne merkbaren Farbfehler.

Zum Vergleich, das hier ist das Koma eines Canon 18-55 das du in der Signatur hast:

http://www.lenstip.com/232.7-Lens_review-Canon_EF-S_18-55_mm_f_3.5-5.6_IS_Coma_and_astigmatism.html


Was gut ist ist die Flexibilität der Telezooms. Auf der Stativschelle kann man diese Teles drehen um die Kamera zum Objekt zu orientieren und man kann den Fokus für größere Nebel auch verkleinern. Mit 2x Konverter ist die Lichtstärke in etwa so wie ein Schmidt Cassegrain nur eben mit 1200mm Brennweite. Der einzige Nachteil ist die fehlende Möglichkeit der visuellen Nutzung.







 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zu deiner Frage wegen guidings:
Also ich brauche mit meiner alten h-eq5 die etwas justiert werden müsste bei 30 sekunden einen autoguider... die Pixel meiner Kamera sind so klein die nehmen alles auf, auch jede kleine Abweichung...

Ich würde es so versuchen:
Entweder einen Lacerta M gen kaufen und Sucherguiding betreiben. Für die Objektive kann man sich eine parallelbefestigung kaufen und dann per Sucher guiden. Der Mgen kann auch die Kamera bedienen.

Eine andere Möglichkeit ist der Lodestar Guider. Der ist empfindlich genug für einen Off Axis guider am Newton. Für den braucht man aber einen Laptop oder besser einen Raspberry pi mit Linux mit dem die Montierung dann abgesprochen wird. Der Raspberry kann per Tablet gesteuert werden.

Ohne Autoguiding braucht man meiner Ansicht nach gar nicht erst versuchen anzufangen...
 
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Also ich habe für DeepSky auch einen SW Explorer 150PDS auf meiner NEQ5. Allerdings habe ich meine NEQ5 zerlegt, das Billigfett entfernt und neu gefettet, das macht auch nochmal einen großen Unterschied.

Hab dazu ein Tutorial geschrieben. Wenn du magst, lade ich es Mal hoch.

Mit Motorfokus, Guidescope, Kamera etc. komme ich auf 7,2kg. Das geht noch ganz gut. Durch ein besseres Stativ wäre vielleicht sogar noch etwas mehr möglich.

Den 130PDS trägt die NEQ5 mit Leichtigkeit.
 
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Hallo MCPOKev,

sehr interessant und sehr gerne! Würde ich mir gerne ansehen!

Ich weiß noch nicht, was meine nächste Optik wird: Tele, Apo oder Teleskop... Aber gut zu wissen, dass der 150 PDS gehen würde. Der PDS ist natürlich vom Preis her sehr interessant im Vergleich zu den anderen.
 
Hallo MCPOKev,

sehr interessant, was Du da gemacht hast! Aber da traue ich mich dann noch nicht ran. Aber deine Beschreibung ist auf dem PC gespeichert!

@Benni1234: Wäre es möglich, dass Du paar mit deinen Teles aufgenommenen Bilder hier zeigst?

Ich kann mich weiterhin nicht entscheiden.

- Der 130PDS ist vom Preis her einfach spitze. Und wenn ich es richtig verstehe, kann ich damit direkt loslegen, oder? Oder brauche ich noch zusätzliches (Komakorrektor, Flattener, ...)? Jetzt mal Adapter für die Kamera außen vor.

- Ein ED APO wird einfach zu kostspielig. Das will ich mir noch nicht leisten

- Teles sind weiterhin für mich sehr interessant. So ein Sigma 150-600mm wäre schon nicht schlecht oder auch 400mm zwecks Budget. Und da kann ich ebenfalls direkt loslegen, oder? Ein Telekonverter wurde übrigens bei einer Frage von mir in einem anderen Thread direkt abgelehnt. Du scheinst es aber durchaus zu nutzen, oder verstehe ich da etwas falsch? Hättest Du dafür auch Bilder zum Hochladen?

PS: Welche günstigen Möglichkeiten gibt es eine Kamera mit Tele auf die NEQ-5 zu montieren? Bisher hatte ich einen Kugelkopf und habe das Objekt dann direkt mit Verstellen der Kamera über den Kugelkopf gesucht. Jetzt will ich aber die Kamera direkt auf die Monti und dann mit der Montierung das Objekt aufsuchen. Wenn ich irgendwann ein Teleskop etc. habe, sollte ich jetzt schon mal den Umgang lernen.

Mit einer 1/4"-Schraube Stecker auf Stecker allein kann ich ja nicht die Parallelität garantieren. Wie kann ich das mit Schienen/Schellen günstig machen?
 
Servus Eichi,
fotografiere schon seit geraumer Zeit mit dem 130mm pds auf einer HEQ5. Eine EQ5 packt den aber auch noch. Ein Freund hat den 130pds für eine EQ3 gekauft, das ist nur visuell ok.

Meine Fotos guide ich mit dem 9mm OAG von TS und einer ALccd5IIc. Das geht ganz gut, oft wird die sw Version empfohlen, wg. höherer Empfindlichkeit, hab sie bislang aber noch nicht vermisst. Sucherguiding sollte aber auch gehen (damit hab ich keine Erfahrung).

Der Aufbau mit dem 130pds sieht bei mir so aus: Im Okularauszug ist der Komakorrektor (hatte sehr lange den mpcc von Bader/Celestron, ist ok, seit kurzem den gpu, noch mal besser), dann kommt der off axis guider, dann die dslr. So sieht das aus, was ich in den Okularauszug des pds versenke:
http://www.astrobin.com/294676/?nc=user

Damit geht zB so ein Foto:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/galleries/1282514/Messier_3#comments

Weitere Bilder mit der Kombi findest Du auf meiner Astrobin Galerie,
zB den Orion-Nebel:
http://www.astrobin.com/282567/?nc=user

oder die Andromeda Galaxie:
http://www.astrobin.com/227507/C/?image_list_page=2&nc=&nce=

Für Fragen bezüglich des kleinen Newtons stehe ich Dir gerne zur Verfügung.

CS
Gottfried
 
Hallo Gottfried,

solche Bilder sind mein Ziel! Sind echt super!

Um nochmal zusammenzufassen: Für den 130PDS bräuchte ich noch einen OAG (es gibt einen speziell für Canon für aktuell 138€, ist der zu empfehlen? Oder doch der 9mm für 159€?) und noch einen Komakorrektor (GPU für 235€)? Sinn macht das Ganze ja dann nur mit einem Autoguider (z.B. MGEN für 657€ als stand alone). Das macht mit dem 130PDS für 236€ zusammen 1266€. Da der MGEN zusammen mit OAG viel kostet, ohne einen Autoguider geht es bei diesen Brennweiten nicht, oder?

Bei einem Tele könnte ich mir davon nur den Komakorrektor sparen, richtig? Der Sigma 150-600 hat bei 600mm einen f6.3 (der 130PDS bei 650mm einen f5) und kostet knapp das 4-fache. 2 Punkte für den 130PDS. Jedoch wiegt es nicht mal 3kg und ist gut transportabel und wäre auch für Naturfotografie zu verwenden. Das machen bei mir einige Pluspunkte. Oder wie würdest Du den Transportfähigkeit und das Aufbautempo des PDS vor Ort beschreiben? Ich würde gerne bei längeren Reisen mit der Familie die Gerätschaft in einem Passat mitnehmen (das darf dann nicht viel Platz wegnehmen) und schnell aufbauen können. Wie sind deine Erfahrung dazu?

Viele Grüße
Eichi
 
Hallo Eichi,

Du kannst es ja zunächst ohne OAG probieren und die Cam des MGEN an den Sucher des 130pds adaptieren. TS bietet dafür einen Adapter an.

Zur Reisetauglichkeit: Passat oder Mittelklasse Kombi ist zu klein für kompletten Astrokram und längeren Urlaub mit Familie.
Entweder Familie oder Astro:
Okulartaschen, Stromversorgung, Instrumente, Stuhl, Camping Tisch, Kamera, Montierung, Stativ, Gegengewicht, Zubehör etc kosten richtig Platz
 
Was bisher noch nicht erwähnt wurde, ist eine "Russentonne" als preiswerte Alternative. Ich habe zwar selber damit noch nicht fotografiert, könnte mir aber vorstellen, dass das mit geringem Budget eine praktikable Möglichkeit darstellt, mobil zu bleiben.

-Erich
 
Hallo Eichi,

zu dem Thema eines fotografisch optimierten Teleobjektives kann ich auch meinen Senf dazugeben.

Mit viel Geduld lassen sich auf dem Gebrauchtmarkt Teleobjektive mit echten Fluoritlinsen ergattern, die getrost als "echte" Apochromaten durchgehen dürften.

Im einzelnen sind dies:

Minolta MD/MC Rokkor 5,6/400mm (ca 7cm freie Öffnung)

Nikon Nikkor 5,6/400mm, in der ersten MF-Version ohne Goldring und ohne ED Kennzeichnung und ohne Innenfokussierung. Laut mehreren Berichten hat Nikon hier tatsächlich noch eine Fluoritglaslinse verbaut, das ED Glas kam dann erst später)

Canon SSC FL 2,8/300mm, bzw SSC FL 4/300mm (mit ca, 10,5, bzw. 7,5cm freier Öffnung) Auch Canon hat quasi als Fluoritglaspionier hier entsprechende Gläser verbaut. (Angeblich enthält auch der nicht zu toppende Vixen FL 102 Refraktor eine Linse aus dem Hause Canon...)

Eindeutige Vorteile gegenüber modernen Zoomobjektiven: weitaus weniger Linsen und damit viel weniger Streulichtempfindlichkeit. Ebenfalls damit verbunden viel schnellere Adaption an die Umgebungstemperatur.

Keines der genannten Zooms aus den Häusern Sigma/Tamron sind farbreine Vollapochromaten. Ein sichtbarer Farbfehler wird immer bleiben. Weiterer Nachteil der vielen Linsen: die Zentrierung ist fast unnmöglich.

Ferner: was nutzen Autofokus und Bildstabilisierung wenn das Objektiv auf einer stabilen Monti ist und ohnehin nur im Unendlichbereich gearbeitet wird?

Einziges Problem der vorgenannten Objektve (Monolta, Nikon, Canon) ist die Verfügbarkeit. Diese Optiken sind sehr rar, aber außer dem 2,8/300er könnte man mit 500,-- Euro und ganz viel Geduld hinkommen.

Viele Grüße, Christian
 
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Servus miteinand,
der Reihe nach: Zu den Teleobjektiven für Astrofotografie: So schön sich damit Tiere ablichten lassen, da ist ohne Autofokus ja nichts zu wollen, so problematisch sind die wirklich langen für die Sterne. Da Du immer wieder von 150-600mm schreibst, habe ich mal bei Photozone nach Sigma und Tamron geschaut. Beide lassen vor allem in den Bildfeldecken mit der Auflösung nach. Während das in der Tierfotografie nicht so entscheiden ist, ob das Laub um den Luchs herum scharf ist oder "Bokeh" zeigt, freut sich der Astrofotograf meist über eine gute Sternabbildung in den Ecken. Wenn ich mir die Messwerte bei Photozone so ansehe, glaube ich nicht, dass Du bei Astrofotos mit den Objektiven glücklich wirst.
Siehe:
http://www.photozone.de/canon_eos_ff/976-tamron150600f563vc
http://www.photozone.de/canon_eos_ff/977-sigma150600f563sports

Objektive, die eine feste Brennweite haben, die nicht zu lang ist, können sich gut für die Sterne eignen, aus eigner Erfahrung kann ich da das 200mm f2,8 Canon L Objektiv empfehlen (auch das muss ich auf Blende 5 abblenden, Beispiel: http://www.astrobin.com/274000/B/?nc=user ), der ED Nikkor 300mm f2,8 ist ebenfalls geeignet, Bsp.: http://www.astrobin.com/187059/?image_list_page=2&nc=&nce=

Der 600mm f4 Nikkor bildet zwar sehr schön ab, leider läuft der Fokus weg, so dass von geplanten 40 frames nur 14 scharf waren, siehe hier: http://www.astrobin.com/193407/C/?image_list_page=2&nc=&nce=

Das sind aber alles Objektive (vom 200mm Canon abgesehen), die mehr kosten, als ein kleiner Gebrauchtwagen, also eher nicht in dem von Dir angestrebten Rahmen liegen.
Was mir an den beiden auf Photozone getesteten Zooms für Astro ebenfalls als schwierig erscheint, ist die Befestigung mit dem kleinen L-Stück, das wirkt elastisch, ist für kurze Belichtungszeiten (Tiere!) genau ausreichend und gut, bei Langzeitbelichtungen eher ein Ausschlusskriterium.

Die Russentonnen werden immer wieder als kompakte Reiseteleskope empfohlen. Aus meiner Erfahrung kenne ich die langbrennweitigen (1000mm, f11), die sind recht scharf, auf der Achse (Mto) oder auch im kompletten Feld (Rubinar). F 11 ist für lichtschwache Objekte eher ein Problem als eine Resource. Das 500mm f5,6 hatte ich auch mal, das war leider nicht scharf genug für meine damalige eos 300d, heute sind die Pixel noch kleiner, vielleicht hatte ich einen Ausrutscher in der Qualität, aber empfehlen wollte ich das nicht.

Wenn Du aufs Geld schauen musst (das müssen fast alle hier), ist der 5" Newton sicher eine Option. Den GPU Korrektor kann ich Dir empfehlen, aber auch den mpcc, bis Du so gut bist, dass Du weniger Bildfehler verursachst, als der mpcc, vergehen Jahre....
Den Canon optimierten Off Axis Guider möchte ich Dir nicht empfehlen, weil der einen längeren optischen Weg hat, der Abstand zwischen Korrektor und Chip aber ziemlich genau vorgegeben ist. Und der passt leider nur in etwa mit dem 9mm Off Axis Guider.
Sucherguiding über den entsprechenden Adapter ist vielleicht gerade am Anfang noch einfacher, der entsprechende Adapter vermutlich billiger als der off axis guider. Möglichst kompakt bist Du ohne Rechner, deshalb der LVI Smartguider, gibt es grad im Sonderangebot, der steuert sogar Deine Canon, spart Dir den programmierbaren Auslöser:
http://www.teleskop-express.de/shop...uider-fuer-Astrofotografie-ohne-Computer.html

Dann bräuchtest Du nur noch den t2 Adapter mit dem Du die Canon an den Korrektor anschließt, eine Stromversorgung für Die Montierung, so dass Du mit 20-30kg Ausrüstung auskommst. Ob das von Deiner Familie toleriert wird weiß ich natürlich nicht. Den Aufbau von Montierung und Fotoequipment bekomme ich mittlerweile in ca. 30 Minuten hin, ohne Routine dauert das deutlich länger.

Sternfreundliche Grüße
Gottfried
 
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Hallo,
Wäre der Triplet APO TL805 80/560 von Scopos was für Eichi?
Ich hätte einen abzugeben, kann ihn aber ins Biete Forum noch nicht reinsetzten.
Diskutiert das ma l und bei Bedarf Post ich meine E-Mail Adresse.
 
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