Hi Dietmar,
das f/4 mehr Koma hat als f/6 ist klar. Da brauchen wir nicht diskutieren.
Aber es kommen ja noch die Okus ins Spiel.
Nimmst Du z.B. ein nicht f/4 geeignetes Okular, so wird die Koma zwar einen Beitrag zur Randaabildung leisten, aber explizit nur die Koma sehen, wirst Du quasi nicht. Weil, die Okueigenschaften bzw. -fehler das überdecken. Nehmen wir mal, weil ich das grade letzt hatte, das Antares W70 15mm. Du siehst zum Rand hin dreieckige, deutlich vergrößerte Sterne, aber nicht die 2 Komafähnchen als solche.
Nimmst Du ein Nagler, so wird auch hier zum Rand hin das Feld stärker aufgebläht. Hier siehst Du aber runde Sterne - die auch vergrößert abgebildet werden, in der die Komafähnchen aber nicht wirklich visuell zu isolieren sind.
Wäre dies
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Werden Sternpunkte vergrößert, trifft dies auch für die Komafiguren zu.
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allein zu betrachten und direkt zu sehen, würde keiner Ultraweitwinkel a la Nagler nehmen, denn die müßten, ob der aufgeblähten Randabbildung nach obiger Aussage ja auch starke Komafiguren zeigen. Tun sie aber nicht.
Irgendwie geht die Komafigur in den vergößerten, verzeichneten Abbildungen quasi "unter".
Besser kann ich das nicht erklären.
Anders siehts nach meiner Wahrnehmung aus, wenn man Okulare nimmt, die weniger zum Rand hin aufblasen. Wenn sie mit Feldwölbung klarkommen und keinen Asti einbringen, dann fällt die Koma stärker auf. Die Koma wird der dominierende Abbildungsfehler zum Rand hin.
Wäre Koma der alles dominierende Fehler, so würde der Komakorrektor aus jedem Oku ja ein f/4 taugliches Oku machen. Tut er aber nicht. Auch ändert der Korrektor nichts an den vergrößerten Randsternabbildungen.
Insofern mag der Paracorr für manche Okulare sicher einen Vorteil bringen, weil er einen Fehler herausnimmt - m.E. aber nur den Fehler der meist nur den geringsten Beitrag ausmacht.
Bringt man LVW oder Nagler an den Start, so ist die Komaeliminierung für den visuellen Eindruck praktisch vernachlässigbar.
CS