Asteroiden-Zeitraffer-Animation

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oliver_gerlach

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Hallo Leute,

bitte unbedingt das hier mal anschauen:

Asteroiden Animation Plejaden

Ich habe hier eine Animation aus Karten des ArtemisNAVIGATOR gebastelt...

Man sieht M45 in einem ca. 3 x 3 ° FOV. Die Asteroiden sind die gelben Punkte. Die Animation beginnt am 01.02.2010 um 00.00 h UT und geht bis zum 28.02.2010 um 20.00 h UT. Es wurden alle 4 Stunden jeweils ein Bild gemacht, so das der ganze Monat Februar 2010 auf ca. 25 sec. gerafft wurde.

Man sieht also ALLE BEKANNTEN ASTEROIDEN (Stand 06.02.2010) die sich im Februar durch die Plejaden bewegen!!! Ausserdem sind im Hintergrund alle Sterne bis 16 mag, variable Sterne und Doppelsterne zu sehen.

Grüsse

Oliver
 
Hallo,

ja, da ist ganz schön was los...

Aber das ist noch lange nicht alles, was da oben rumschwirrt! Erst Anfang Februar wurde die Datenbank der Asteroiden von einem Tag auf den anderen um 12 000 (in Worten: zwölfTAUSEND) Objekte erweitert!!! Durchschnittlich kommen jeden Tag ca. 700 Asteroiden dazu! Wenn ab ca. 2015 das LSST seine Arbeit aufnimmt, gehts ja eigentlich erst so richtig los. Die Asteroiden, die diese Animation zeigt, sind nur ein BRUCHTEIL dessen, was da oben tatsächlich los ist!!!!

Und das tolle ist:

Da können wir Amateure so richtig mithelfen!!! Der ArtemisNavigator und das ArtemisBBS ist ein Sternkartenprogramm, das einerseits wirklich alle bekannten Objekte enthält (ob Sonnensystemobjekte oder Sterne, ganz egal) und andererseits darauf ausgelegt ist, dass jeder Beobachter mithelfen kann, z. B. die Bahndaten der Asteroiden weiter zu präzisieren. Hier arbeiten Amateure und Profis vernetzt mit einer gemeinsamen Datenbank!! Die riesenhafte Aufgabe der Sonnensystemüberwachung kann nur bewältigt werden, wenn ALLE an einem Strang ziehen. Mit dem Navigator und dem ArtemisBBS wird das möglich gemacht und es kostet nichtmal was...

Leute, macht da mit, zieht euch den ArtemisNavigator aus dem Netz, loggt euch ein und los gehts mit richtig sinnvoller Arbeit mit den Teleskopen!

Schaut hier:

ArtemisNAVIGATOR

Grüsse

Oliver
 
Hallo Oliver,
beeindruckende Animation.
Ich hatte ja vor kurzem schon beim Alex nachgehakt und wollte mir den Navigator auch mal installieren (downgeloaded ist er schon).
Könntest Du mal bitte kurz umreissen, wie eine Mitarbeit dabei genau aussehen kann? Aus Eurer WebSite werde ich da nicht so ganz schlau.
 
Hallo Ralf,

Du kannst z. B. aus dem ArtemisBBS die Flybyevents (gibts täglich frisch zum download) anschauen und ggf. nachbeobachten. Die Flybys sind Asteroiden, die sich so nahe kommen, dass sich evtl. eine Bahnveränderung aus der Begegnung ergeben könnte. Wenn Du diese Objekte beobachten oder fotografieren kannst, ist es möglich, daraus neue Bahndaten zu berechnen. Du meldest Deine Beobachtung und die Koordinaten an den Sysop (Alex) und dann wird das in der Datenbank eingebaut. Du kannst Dir hochpräzise Sternkarten mit oder ohne Sonnensystemobjekte erstellen; es ist auch möglich, sich gezielt Karten für visuelle Asteroidenbeobachtung zu machen. Natürlich kannst Du auch ALLE Objekte, die auf einem Astrofoto von Dir drauf sind, identifizieren..... Es wird auch noch Hilfe bei der Dokumentation des Programms gebraucht.

Übrigens: Ich bin auch nur ein normaler Navigator-User und erst seit mitte Januar da mit dabei....

Installiere doch den Navigator einfach mal! Danach loggst Du Dich über den Menüpunkt "I-NET" ins ArtemisBBS ein. Dort darfst Du einen Username und ein Passwort auswählen und dann kannst Du im Hauptmenü mal mit der Taste "T" (=Talk to Sysop) mit Alex chatten. Der kann Dir da alles zeigen und erklären. Nur Mut: das ist echt ne tolle Sache und kostet gar nix!!!

Es gibt noch echt viel zu tun.

Grüsse

Oliver

 
Hallo Oliver,

hm, auf Milchstrassenbildern oder dem HDF tummeln sich die Sterne oder Galaxien ja auch geradezu dicht an dicht, obwohl die im sehr leeren Weltall ziemlich sehr weit auseinanderstehen - gibt die Datenbank denn auch her, wie groß die durchschnittliche Entfernung zwischen den gezeigten Asteroiden auch in der Tiefe ohne die optische "Teleobjektiv-Verdichtung", die das fast zweidimensional ausssehen läßt, ist?

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo Oliver,

tja, eine sehr nette Animation, aber keine Antwort ist manchmal auch eine Antwort :) - in der Wikipedia findet sich immerhin u.a. ...

"Die bislang einzige wirklichkeitsnahe Darstellung nach dem Beispiel des Asteroidengürtels im Sonnensystem bot der SF-Film 2001: Odyssee im Weltraum, welcher eine Szene enthält, in der das Schiff einem einsamen Asteroiden begegnet.
Eine Raumfahrt durch den Hauptgürtel bedeutet in der Regel nur eine geringe Gefahr, wie die zahlreichen Raumsonden, die ihn schon durchquerten, bewiesen haben. Tatsächlich sind aufwendige Kursberechnungen nötig, um einen Asteroiden zu treffen, da sich die scheinbar große Zahl auf ein immenses Raumgebiet verteilt."


... kannst Du oder der Programmierer denn wenigstens sagen, wie viele der von Dir hier animiert wuselnd gezeigten Asteroiden überhaupt visuell, oder so ungefähr mit gängigen Amateurmitteln, für uns beobachtbar wären?

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo Oliver,
warum macht Ihr denn da so ein Geheimnis draus?
Das finde ich schade und Werbung sieht in meinen Augen anders aus, als zu sagen: probier es doch selber.

Ich weiß, es ist personell eng, aber vielleicht wäre es wirklich von Nutzen, irgendwo/irgendwie mal darzustellen:
- was tue ich mit dem Navigator
- was kann ich mit visueller Beobachtung beitragen (mit welchen Geräten)
- was kann ich fotografisch beitragen (mit welchen Geräten)
- welche Himmelsbedingungen brauche ich für das ein oder andere
- was muss ich an Wissen mitbringen oder erwerben
- mit welchem Zeitaufwand in etwa muss ich rechnen

Die eine WebSite von Alex, die Du verlinkt hast, finde ich da nicht sehr aussagekräftig (zumal sie auch die Augen anschreit - sorry).

Dann weiß man eher, worauf man sich da "einlässt".
Sinnvolle Mitarbeit als Hobbyastronom hört sich für mich eigentlich sehr spannend an...
 
Hallo Dietmar,

"Die bislang einzige wirklichkeitsnahe Darstellung nach dem Beispiel des Asteroidengürtels im Sonnensystem bot der SF-Film 2001: Odyssee im Weltraum, welcher eine Szene enthält, in der das Schiff einem einsamen Asteroiden begegnet.
Eine Raumfahrt durch den Hauptgürtel bedeutet in der Regel nur eine geringe Gefahr, wie die zahlreichen Raumsonden, die ihn schon durchquerten, bewiesen haben. Tatsächlich sind aufwendige Kursberechnungen nötig, um einen Asteroiden zu treffen, da sich die scheinbar große Zahl auf ein immenses Raumgebiet verteilt."
Das ist insoweit richtig wenn ein einziges Raumschiff durch das Sonnensystem fliegt, sagt aber rein gar nichts darüber aus wie die Verhältnisse unter den Asteroiden zueinander aussehen!!!.
Da ist die Sachlage eine vollkommen andere...

... kannst Du oder der Programmierer denn wenigstens sagen, wie viele der von Dir hier animiert wuselnd gezeigten Asteroiden überhaupt visuell, oder so ungefähr mit gängigen Amateurmitteln, für uns beobachtbar wären?
Das kann und muß für einen bestimmten Zeitpunkt für ein bestimmtes Feld individuell festgestellt werden. Dafür berechnet man die Ephemeriden der gewünschten Objekte für ein bestimmtes Datum und eine bestimmte Uhrzeit und stellt die Grenzgröße für sein *entfernt* in ArtemisNAVIGATOR entsprechend ein. Auf diese Weise kann der "Totaloutput" aller Sonnensystemkörper bzw. Simulationsdaten individuell gefiltert werden.

Um die vorherige Frage nach der "Tiefeninformation der Objekte im Raum" zu beantworten. Für jedes Sonnensystemobjekt wird natürlich die Entfernung zur Erde berechnet. Das ist aber noch lange nicht alles. Es werden auch die kleinsten Abstände ALLER Sonnensystemobjekte untereinander sowie die äquatorialen Koordinaten UND der Zeitpunkt der kleinsten Annäherung errechnet. Das geschieht täglich UND lückenlos. Das ArtemisBBS hört hier mit der Analyse aber bei weitem noch nicht auf. Die "Flybyevents" werden einer "kritischen Überprüfung" unterzogen wobei es täglich zur Ausfilterung sogenannter "Neaencounters" im Sonnensystem kommt. Die "Neaencounters" beinhalten mindestens 1 Neo-Objekt welches in einem Flybyevent "verwickelt" ist. Störungen in der Bahn von NEO-Objekten (explitzit PHA Objekten) können für die Erde erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Durch die "Präventivbeobachtung" von Flybyevents speziell natürlich den "Neaencounters" können wir zu einem sehr frühen Zeitpunkt einen Hinweis auf mögliche Gefahren für uns erhalten.
Es ist natürlich klar, daß die Berechnungen sprich Simulationen primär mit Nominalorbits durchgeführt werden. Da bei jedem Orbit eine "Unsicherheit" in der Darstellung der Bahn vorhanden ist sollte ein extrem kritischer Flyby nochmals genauer simuliert werden um die Notwendigkeit einer teleskopischen Beobachtung festzulegen. Aus der bisherigen Erfahrung heraus und den täglich vorliegenden Simulationsdaten im ArtemisBBS sollten wir besser gleich mit der Nutzung der Simulationsdaten beginnen... Die Nutzung bzw. die Mitarbeitsmöglichkeit für Amateure bzw. Profi-Astronomen besteht darin, wie Oliver schon bereits gesagt hat, die Flybyevents "unter die Lupe" zu nehmen um durch Analyse und Beobachtung kritische Flybys zu "entschärfen" bzw. die Bahn der Einzelobjekte "nachzuverfolgen" um gravierende Änderungen deren Orbits festzustellen. Die Supersurveys Pan-STARRS und LSST werden ein Inventar des Sonnensystems erstellen wobei die Zahl der dann bekannten Asteroiden bzw. Kometen um mindestens den Faktor 10 ansteigen wird. Eine wahllose Beobachtung von Asteroiden bzw. Neo und Phas ist jetzt schon schwierig und dann aufgrund der fehlenden Teleskoppower schlichtweg unmöglich. Wir werden uns auf besondere "Events" konzentrieren müssen. Diese werden vermutlich mindestens linear mit der steigenden Anzahl bekannter Objekte ansteigen. Das Zusammenspiel von Partikelsimulatoren wie dem ArtemisBBS und dem Einsatz der Teleskop und Beobachtungspower der Amateure wird dann eine wesentlich effektivere Art der Beobachtung erlauben und die "Amateurastronomie" ein gutes Stück weiter ins Rampenlicht schieben.

Aus der Simulation und Analyse der Nominalorbits des Sonnensystems von heute morgen ergaben/ergeben sich 14 NeaEncounters in den letzten 12 bzw. kommenden 12 Stunden zwischen Asteroiden die genauer untersucht werden sollten!!!. Meine Aufgabe ist die Sicherstellung der Funktionalität des ArtemisBBS und die Bereitstellung der Daten.
Soweit ich es kann und das jeweilige Wetter es zuläßt sitze ich natürlich auch sofort in der Sternwarte sobald sich ein besonderes "Flybyevent" oder sogar ein NeaEncounter an meinem Beobachtungsort ergibt. Die Flybyevents finden natürlich irgendwo in der Ekliptik verteilt über dem gesamten Himmel statt sodaß deren Beobachtung nur durch gemeinschaftliche Anstrengung zu bewältigen ist.

Alle Events werden natürlich sauber im ArtemisBBS aufgelistet und können bereits online gesichtet und schnell ausgewertet werden. Grafische Darstellungen erfolgen dann im ArtemisNAVIGATOR am User-PC wo auch die Anpassung der Darstellung an das jeweilige Teleskop-*entfernt* durch entsprechende Einstellungen am ArtemisNAVIGATOR erfolgen kann.

Gruß Alex (VectorSCOPE)
 
Hallo Alex,

Zitat von Wikipedia:
Die bislang einzige wirklichkeitsnahe Darstellung nach dem Beispiel des Asteroidengürtels im Sonnensystem bot der SF-Film 2001: Odyssee im Weltraum, welcher eine Szene enthält, in der das Schiff einem einsamen Asteroiden begegnet.
Eine Raumfahrt durch den Hauptgürtel bedeutet in der Regel nur eine geringe Gefahr, wie die zahlreichen Raumsonden, die ihn schon durchquerten, bewiesen haben. Tatsächlich sind aufwendige Kursberechnungen nötig, um einen Asteroiden zu treffen, da sich die scheinbar große Zahl auf ein immenses Raumgebiet verteilt.
Zitat von Varyonyx:
Das ist insoweit richtig wenn ein einziges Raumschiff durch das Sonnensystem fliegt, sagt aber rein gar nichts darüber aus wie die Verhältnisse unter den Asteroiden zueinander aussehen!!!. Da ist die Sachlage eine vollkommen andere...
inwiefern? ?)

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo Alex,

na dann - wenn Du Dich weiter in Rätsel hüllen möchtest ... :(

Bisher dachte ich ...

- daß NASA und MPC das Themengebiet (neben fortgeschrittener ausgerüstet agierenden Hobbyisten) schon heute weit besser abdecken, als wir 08/15-Amateure könnten,
- die größte Umlenkungsgefahr im extrem weitverstreuten Asteroidengürtel von Jupiters Gravitation ausgeht,
- die weitaus meisten (75%) Asteroiden als "dunkle kohlige" im äußeren Gürtel für uns eher unbeobachtbar sind,

... und in China sicher heute morgen schon mehr als 14 Säcke Reis umgefallen sind, sprich: Warum sollen Asteroiden, selbst wenn sie sich scheinbar beobachtbar nahekommen oder gar kollidieren sollten, und die resultierenden Bahnverläufe schnell bestimmbar wären, ihre Bruchstücke ausgerechnet in Richtung Erde driften lassen?

Und, wenn schon, denn schon, wieso konzentrierst Du Dich nicht auf die "Kernregion", in der weit über 90% der (edit: nummerierten) Asteroiden/Kleinplaneten des Sonnensystems zu finden sein dürften? Aber selbst dort ist es verflixt leer im Weltraum, auch wenn der Trick mit der Teleperspektive es im Zeitraffer dort scheinbar nur so wuseln lassen dürfte ...

Gruß+cs,
Dietmar
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dietmar,

Aber selbst dort ist es verflixt leer im Weltraum, auch wenn der Trick mit der Teleperspektive es im Zeitraffer dort scheinbar nur so wuseln lassen dürfte ...

Vielleicht solltest Du diese Frage den Wissenschaftlern beim JPL stellen, mit welchem Trick sie es bewerkstelligt haben eine solche Struktur im Kometenschweif entstehen zu lassen?.

Und, wenn schon, denn schon, wieso konzentrierst Du Dich nicht auf die "Kernregion", in der weit über 90% der Asteroiden/Kleinplaneten des Sonnensystems zu finden sein dürften?
Eine Konzentration auf ein bestimmtes "Kerngebiet" ist eine nicht zulässige Vereinfachung der Dinge. Wie wir aus eigener Erfahrung wissen passieren Unfälle nicht nur auf der "Autobahn" sondern auch auf der "Landstraße".

ihre Bruchstücke ausgerechnet in Richtung Erde driften lassen?
Vielleicht haben sich das die Dinosaurier auch gefragt...

Gruß Alex (VectorSCOPE)


 
Hallo Alex,

Zitat von Varyonyx:
Zitat von wasguggsuda:
Aber selbst dort ist es verflixt leer im Weltraum, auch wenn der Trick mit der Teleperspektive es im Zeitraffer dort scheinbar nur so wuseln lassen dürfte ...
Vielleicht solltest Du diese Frage den Wissenschaftlern beim JPL stellen, mit welchem Trick sie es bewerkstelligt haben eine solche Struktur im Kometenschweif entstehen zu lassen?
hm, der vom Hubble-Weltraumteleskop(!) fotografierte sehr seltene frische Trümmerschweif ist kein "Komet" und wird der Erde sicher nicht gefährlich, die meisten Asteroiden sind eh' fliegende lose Trümmerhaufen (bewiesen durch die Rotationswerte), und wenn der Trümmerschweif einstmals unser Zodiakallicht bereichert, ist das auch nicht weiter schlimm ;) - aber Du weichst den wesentlichen Fragen hier aus ... ?)

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo Dietmar,

aber Du weichst den wesentlichen Fragen hier aus ...
:respekt: Dietmar, in der Zeit in der Du hier versuchst wissenschaftliche Forschung zu Zerreden hättest Du dich von den neuesten Simulationsdaten überzeugen lassen können, oder auch nicht. Das konsequente Ignorieren bzw. Wegdiskutieren von Tatsachen hilft hier überhaupt nicht weiter und wird im Ernstfall einen 100 Millionen Tonnen schweren "Sack Reis" nicht im Mindesten von seiner Flugbahn abbringen...

Die Simulationsdaten sind belastbar, Deine "Argumentation" ist es nicht...

Gruß Alex (VectorSCOPE)
 
Hallo Alex,

Zitat von Varyonyx:
Zitat von wasguggsuda:
aber Du weichst den wesentlichen Fragen hier aus ...
Dietmar, in der Zeit in der Du hier versuchst wissenschaftliche Forschung zu Zerreden ... Ignorieren bzw. Wegdiskutieren von Tatsachen ...
okay, Du wünscht also keine kritische Diskussion, hättest Du auch gleich sagen können - viel Spaß noch beim "ängst mäking" ;) ...

Vielleicht beantwortest Du Ralf's Fragen allerwenigstens noch? ?)

Gruß+cs,
Dietmar


P.S.:
Magst Du noch garantieren, daß Dein Projekt auch in Zukunft "kostenlos" bleibt - anders als frühere Projekte von Dir ehemals geplant waren?:
Zitat von Varyonyx:
Eins vorneweg...Dieser Service wird nur vorübergehend in einer "Testphase" kostenlos sein, zu einem späteren Zeitpunkt wird er dann nur noch Mitgliedern/Sponsoren zur Verfügung stehen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Varyonyx:
Aus der Simulation und Analyse der Nominalorbits des Sonnensystems von heute morgen ergaben/ergeben sich 14 NeaEncounters in den letzten 12 bzw. kommenden 12 Stunden zwischen Asteroiden die genauer untersucht werden sollten!!!.
Hallo Alex,

wenn ich die von Dir zusammen mit den Grafiken vorgestellte Begegnung in einem Abstand von weniger als 50.000 km zugrundelege, dann kommt es bei einem angenommenen Durchmesser der Objekte von 100 m statistisch gesehen nur in einer von 250 Milliarden Begegnungen dieser Art zu einer Kollision. Nehmen wir an - siehe oben - dass nur etwa einmal pro Stunde eine Begegnung innerhalb von 50.000 km stattfindet, dann wäre mit einer Kollision alle 28 Millionen Jahre zu rechnen.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dietmar,

Magst Du noch garantieren, daß Dein Projekt auch in Zukunft "kostenlos" bleibt - anders als frühere Projekte von Dir ehemals geplant waren?:

Ich antworte mit einer Gegenfrage:"Wenn ich es nicht mehr können sollte, willst Du es dann übernehmen?"

Gruß Alex (VectorSCOPE)

P.S Es steht alles auf der Homepage beschrieben. Die gesamte Basisfunktionalität ist und bleibt kostenlos. Es wird aber auch Dienste geben, wenn Du erlaubst, die kostenpflichtig sein werden.
Im Übrigen Dietmar, reicht es nicht aus, ständig aus dem "Web-Speicher zu zitieren", sondern man sollte die Inhalte auch mal lesen...
 
Hallo Alex,

Zitat von Varyonyx:
Zitat von wasguggsuda:
Magst Du noch garantieren, daß Dein Projekt auch in Zukunft "kostenlos" bleibt - anders als frühere Projekte von Dir ehemals geplant waren?:
Ich antworte mit einer Gegenfrage:"Wenn ich es nicht mehr können sollte, willst Du es dann übernehmen?"
natürlich würde weder ich, noch kaum jemand anderes, übel nehmen, wenn Du kommerzielle Fernziele in Deinen Projekten hast - man wüßte es nur gern frühzeitig, wenn es auch sonst eher rätselhaft bleibt ;) ...

Gruß+cs,
Dietmar

 
Hallo Dietmar,

wenn es auch sonst eher rätselhaft bleibt
siehe oben.

kommerzielle Fernziele in Deinen Projekten hast
Dietmar, wie weit traust Du Dich noch in die Zukunft zu planen?

Nachdem wir jetzt (wieder einmal) innerbetriebliche Probleme diskutiert haben, würde es mich freuen wenn wir uns wieder Olivers Animation und der Wissenschaft zuwenden könnten. So langsam habe ich das Gefühl Du stehst hier als gewählter, alleiniger Repräsentant der gesamten A.de Gemeinde. Was mir allerdings eher rätselhaft bzw. bedenklich erscheint...

Gruß Alex (VectorSCOPE)

 
Hallo Alex,

Du kommst ja auf Ideen ... :biggrin:


Übrigens - noch (neben den inhaltlichen Fragen) bleibt unbeantwortet:

Zitat von wurzelwaerk:
- was kann ich mit visueller Beobachtung beitragen (mit welchen Geräten)
- was kann ich fotografisch beitragen (mit welchen Geräten)
- welche Himmelsbedingungen brauche ich für das ein oder andere
- was muss ich an Wissen mitbringen oder erwerben
- mit welchem Zeitaufwand in etwa muss ich rechnen

Die eine WebSite von Alex, die Du verlinkt hast, finde ich da nicht sehr aussagekräftig (zumal sie auch die Augen anschreit - sorry).
Dann weiß man eher, worauf man sich da "einlässt".
Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo Dietmar,

Original geschrieben von: wurzelwaerk
- was kann ich mit visueller Beobachtung beitragen (mit welchen Geräten)
- was kann ich fotografisch beitragen (mit welchen Geräten)
- welche Himmelsbedingungen brauche ich für das ein oder andere
- was muss ich an Wissen mitbringen oder erwerben
- mit welchem Zeitaufwand in etwa muss ich rechnen

Die eine WebSite von Alex, die Du verlinkt hast, finde ich da nicht sehr aussagekräftig (zumal sie auch die Augen anschreit - sorry).
Dann weiß man eher, worauf man sich da "einlässt".

im Speziellen

- was kann ich mit visueller Beobachtung beitragen (mit welchen Geräten)
- was kann ich fotografisch beitragen (mit welchen Geräten)
Das hängt natürlich vom Beobachtungsort, vom Instrument und vom Objekt ab und wurde bereits oben beantwortet.

- was muss ich an Wissen mitbringen oder erwerben
Das hängt natürlich davon ab was man mit beobachten will...
Die "ängst mäking" Thematik ist nur ein Betätigungsfeld welches sich durch die Nutzung der ArtemisBBS Simulationsdaten eröffnet. Es gibt auch andere interessante Daten die wertvolle Hinweise auf interessante "Events" am Himmel liefern. Es ist also auch täglich für Dich bzw. dem "Pretty Picture" Jäger etwas dabei ;)

- mit welchem Zeitaufwand in etwa muss ich rechnen
Wiederum eine Frage des Kenntnisstandes und dem eingesetzten Equipment. Der ArtemisNAVIGATOR stellt ja die Simulationsergebnisse grafisch dar. Erheblich einfacher wird das "Anfahren eines Flybyevents" (oder eines anderen "Events") ob nun visuell oder fotografisch durch die Nutzung eine Computersteuerung am Teleskop. Der ArtemisNAVIGATOR unterstützt LX200 kompatible Teleskopsteuerungen sowie NexSTAR kompatible Teleskopsteuerungen. Es ist möglich ein "Event" direkt aus dem ArtemisNAVIGATOR heraus anzufahren. Mit einigen Teleskopsteuerungen wurde schon erfolgreich experimentiert. Natürlich wäre es hilfreich wenn hier mehr Erfahrungsdaten vorliegen würden. Eventuell auch von Steuerungen "exotischer Natur". Wenn das teleskoptechnische "Geraffel" in Position gebracht ist und sogar über eine Steuerung nebst Notebook verfügt kann man durchaus in weniger als 1o Minuten "im Zielgebiet" sein. Unter optimalen Bedingungen. Was alles so schiefgehen kann bei einer Beobachtung brauch ich ja nicht extra zu erwähnen... :blush: Deswegen ist es ja gerade so wichtig daß sich mehrere Beobachter unabhängig voneinander an einer Beobachtung versuchen. Vielleicht schafft es dann ja einer die gewünschte Beobachtung durchzuführen...

Kurzum, auch der längste Weg führt über den ersten Schritt. Probleme wird es immer geben. Die Lösen wir aber nicht durch "nur Reden" sondern vor allem durch "Tun"...

Dann weiß man eher, worauf man sich da "einlässt"
Oliver hat es eingangs ja schon gesagt. Es herrscht Mangel an Dokumentation. Es gibt einiges zu dokumentieren. Die ersten Schritte hierfür sind bereits gemacht. Die Vielzahl der "speziellen Anwendungen" kann man aber nicht auf "die Schnelle dokumentieren". Das geht nur mit der Zeit und erfordert bei manchen Sachen einen "Geek" der sich dort "reinbeißt".

Gruß Alex (VectorSCOPE)





 
Hallo Alex,

okay, Du magst ja nicht diskutieren, ob und wie das Ganze wissenschaftlich sinnvoll ist - aber trotz Deines wenig erhellenden ...

Zitat von Varyonyx:
Das hängt natürlich vom Beobachtungsort, vom Instrument und vom Objekt ab und wurde bereits oben beantwortet.
... sehe ich beim besten Willen hier nicht, wieviele der eingangs gezeigten Zeiraffer-Asteroiden ...

Zitat von oliver_gerlach:
Man sieht also ALLE BEKANNTEN ASTEROIDEN (Stand 06.02.2010) die sich im Februar durch die Plejaden bewegen!!! Ausserdem sind im Hintergrund alle Sterne bis 16 mag, variable Sterne und Doppelsterne zu sehen.
... nun z.B. visuell, oder auch z.B. mit Sechszöller und APS-DLSR, überhaupt (und wie?) erfassbar sein sollten?
Und was hebt Dein Projekt z.B. von den bereits gut eingeführten Astrometrie-Projekten unter MPC-Regeln ab?

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo Dietmar,

okay, Du magst ja nicht diskutieren, ob und wie das Ganze wissenschaftlich sinnvoll ist - aber trotz Deines wenig erhellenden ...

Original geschrieben von: Varyonyx
Das hängt natürlich vom Beobachtungsort, vom Instrument und vom Objekt ab und wurde bereits oben beantwortet.

... sehe ich beim besten Willen hier nicht, wieviele der eingangs gezeigten Zeiraffer-Asteroiden ...

Original geschrieben von: oliver_gerlach
Man sieht also ALLE BEKANNTEN ASTEROIDEN (Stand 06.02.2010) die sich im Februar durch die Plejaden bewegen!!! Ausserdem sind im Hintergrund alle Sterne bis 16 mag, variable Sterne und Doppelsterne zu sehen.

... nun z.B. visuell, oder auch z.B. mit Sechszöller und APS-DLSR, überhaupt (und wie?) erfassbar sein sollten?
Und was hebt Dein Projekt z.B. von den bereits gut eingeführten Astrometrie-Projekten unter MPC-Regeln ab?

Gruß+cs,
Dietmar

:mauer: Dietmar, lass es gut sein...

Gruß Alex (VectorSCOPE)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

wenn ich die von Dir zusammen mit den Grafiken vorgestellte Begegnung in einem Abstand von weniger als 50.000 km zugrundelege, dann kommt es bei einem angenommenen Durchmesser der Objekte von 100 m statistisch gesehen nur in einer von 250 Milliarden Begegnungen dieser Art zu einer Kollision. Nehmen wir an - siehe oben - dass nur etwa einmal pro Stunde eine Begegnung innerhalb von 50.000 km stattfindet, dann wäre mit einer Kollision alle 28 Millionen Jahre zu rechnen.

Zu viele Annahmen, zuviel Statistik. Ich halte die aktuellen Simulationsergebnisse dagegen und vor allem das Bild auf der Homepage des JPL
Es ist doch interessant zu sehen daß wir ausgerechnet zu unseren Lebzeiten Zeitzeugen eines Ereignisses werden daß Deiner statistischen Berechnung nach nur alle 28 Millionen Jahre stattfinden dürfte...

Mich interessieren deshalb bei der Forschung auf diesem Gebiet keine Statistiken. Mich interessieren die tatsächlichen Verhältnisse!!!. Diese sind simulierbar, diese sind nachbeobachtbar und die Qualität der Partikelsimulation wird jeden Tag durch die Arbeit der in der Astrometrie tätigen Profiastronomen und Amateure verbessert. Es besteht also nunmehr die Möglichkeit von statistischen Annahmen zur Beobachtung ausgewählter Ereignisse überzugehen und somit die Kette aus Bahnverbesserung,Präventivbeobachtung,Bahnverbesserung zu schließen. Damit ist auch ersichtlich das die Partikelsimulationsdaten die über das ArtemisBBS abgerufen werden die nächste "Stufe der Asteroiden/Kometenbeobachtung" einleiten um die Effizienz von Beobachtungen zu steigern.
Die 14 Neaencounters als momentaner Spitzenwert werden zunehmen, das ist Tatsache und läßt sich tendentiell nachweisen. Mehr Autos auf der Strasse steigern die Unfallgefahr, dabei sind in unserer bisherigen Diskussion die "Normalen Flybyevents" noch ausgeklammert, die wir ebenfalls nicht unberücksichtigt lassen dürfen. Können wir es uns leisten auf der "Igno-Welle" zu reiten wie Dietmar... Ich meine nicht, vor allem jetzt nicht da wir die Möglichkeit haben gezielter zu beobachten als jemals zuvor. Ich habe heute 5 Stunden Zeit investiert um die "Beratungsresistenz" von Dietmar etwas abzubauen. In seinem Fall geht es wohl eher nicht darum die Problematik zu "erhellen" sondern eher darum, das "Problem" möglichst "fachgerecht" durch "Suspektiesierung" unter den Teppich zu kehren... Daß er darin ein Meister seines Fachs ist werden viele A.de User aus früheren Posts bereits wissen...

Das Thema ist zu wichtig und die Problematik zu komplex um durch solche "Nebenschauplätze" wie den Disput heute morgen zwischen Dietmar und mir übermäßig viel Energie bzw. das Ziel aus den Augen zu verlieren.
Deswegen habe ich beschlossen die Auseinandersetzung mit Dietmar an diesem Punkt abzubrechen.

Auf jeden Fall stehen jetzt täglich Simulationsdaten bereit die dazu dienen können die bisherigen mathematischen Methoden der statistischen Kollisionshäufigkeit von Objekten im Sonnensystem auf den Prüfstand zu stellen. Außerdem, es muß nicht unbedingt eine Kollision zwischen den Objekten stattfinden...
Don Yeomans vom JPL hat einmal auf die Frage nach dem was wir in der Asteroidenproblematik tun können geantwortet:"Wir müssen die Objekte früh erkennen" und das hat er 3x wiederholt. Und ich setze dazu:"Wir müssen kritische Events früh erkennen und beobachten"...

Gruß Alex (VectorSCOPE)


 
Zitat von Varyonyx:
Es ist doch interessant zu sehen daß wir ausgerechnet zu unseren Lebzeiten Zeitzeugen eines Ereignisses werden daß Deiner statistischen Berechnung nach nur alle 28 Millionen Jahre stattfinden dürfte...
Hallo Alex,

ich nehme deshalb eher an, dass solche Begegnungen viel häufiger stattfinden, also nicht nur im Mittel eine pro Stunde. Aber beunruhigen tut mich das nicht wirklich ...

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

ich nehme deshalb eher an, dass solche Begegnungen viel häufiger stattfinden, also nicht nur im Mittel eine pro Stunde.
Wieviele es wirklich sind werden wir nie wissen da es uns vermutlich nicht möglich sein wird alle Objekte auf Meter oder Submetergröße die da draußen "herumwuseln" zu erfassen. Wir werden aber in absehbarer Zeit die Anzahl derjenigen Events täglich erfassen können bei denen Objekte einer kritischen Größe (ca.140m) involviert sind.
Ich habe den Partikelsimulator deshalb auf ein Maximum von 82 Millionen Objekten ausgelegt wovon eine Untermenge von 10 Millionen Objekten prozessortechnisch zur Zeit in die Simulation einfließen können (sofern soviel Objekte bekannt wären). Ich stehe jeden Morgen auch wie der Junge mit der Schultüte vor den Simulationsergebnissen.

Aber beunruhigen tut mich das nicht wirklich ...
Man kann immer das Beste hoffen...

Gruß Alex (VectorSCOPE)
 
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