Hallo Jan,
wenn ich die von Dir zusammen mit den Grafiken vorgestellte Begegnung in einem Abstand von weniger als 50.000 km zugrundelege, dann kommt es bei einem angenommenen Durchmesser der Objekte von 100 m statistisch gesehen nur in einer von 250 Milliarden Begegnungen dieser Art zu einer Kollision. Nehmen wir an - siehe oben - dass nur etwa einmal pro Stunde eine Begegnung innerhalb von 50.000 km stattfindet, dann wäre mit einer Kollision alle 28 Millionen Jahre zu rechnen.
Zu viele Annahmen, zuviel Statistik. Ich halte die aktuellen Simulationsergebnisse dagegen und vor allem das Bild auf der Homepage des
JPL
Es ist doch interessant zu sehen daß wir ausgerechnet zu unseren Lebzeiten Zeitzeugen eines Ereignisses werden daß Deiner statistischen Berechnung nach nur alle 28 Millionen Jahre stattfinden dürfte...
Mich interessieren deshalb bei der Forschung auf diesem Gebiet keine Statistiken. Mich interessieren die tatsächlichen Verhältnisse!!!. Diese sind simulierbar, diese sind nachbeobachtbar und die Qualität der Partikelsimulation wird jeden Tag durch die Arbeit der in der Astrometrie tätigen Profiastronomen und Amateure verbessert. Es besteht also nunmehr die Möglichkeit von statistischen Annahmen zur Beobachtung ausgewählter Ereignisse überzugehen und somit die Kette aus Bahnverbesserung,Präventivbeobachtung,Bahnverbesserung zu schließen. Damit ist auch ersichtlich das die Partikelsimulationsdaten die über das ArtemisBBS abgerufen werden die nächste "Stufe der Asteroiden/Kometenbeobachtung" einleiten um die Effizienz von Beobachtungen zu steigern.
Die 14 Neaencounters als momentaner Spitzenwert werden zunehmen, das ist Tatsache und läßt sich tendentiell nachweisen. Mehr Autos auf der Strasse steigern die Unfallgefahr, dabei sind in unserer bisherigen Diskussion die "Normalen Flybyevents" noch ausgeklammert, die wir ebenfalls nicht unberücksichtigt lassen dürfen. Können wir es uns leisten auf der "Igno-Welle" zu reiten wie Dietmar... Ich meine nicht, vor allem jetzt nicht da wir die Möglichkeit haben gezielter zu beobachten als jemals zuvor. Ich habe heute 5 Stunden Zeit investiert um die "Beratungsresistenz" von Dietmar etwas abzubauen. In seinem Fall geht es wohl eher nicht darum die Problematik zu "erhellen" sondern eher darum, das "Problem" möglichst "fachgerecht" durch "Suspektiesierung" unter den Teppich zu kehren... Daß er darin ein Meister seines Fachs ist werden viele A.de User aus früheren Posts bereits wissen...
Das Thema ist zu wichtig und die Problematik zu komplex um durch solche "Nebenschauplätze" wie den Disput heute morgen zwischen Dietmar und mir übermäßig viel Energie bzw. das Ziel aus den Augen zu verlieren.
Deswegen habe ich beschlossen die Auseinandersetzung mit Dietmar an diesem Punkt abzubrechen.
Auf jeden Fall stehen jetzt täglich Simulationsdaten bereit die dazu dienen können die bisherigen mathematischen Methoden der statistischen Kollisionshäufigkeit von Objekten im Sonnensystem auf den Prüfstand zu stellen. Außerdem, es muß nicht unbedingt eine Kollision zwischen den Objekten stattfinden...
Don Yeomans vom JPL hat einmal auf die Frage nach dem was wir in der Asteroidenproblematik tun können geantwortet:"Wir müssen die Objekte früh erkennen" und das hat er 3x wiederholt. Und ich setze dazu:"Wir müssen kritische Events früh erkennen und beobachten"...
Gruß Alex (VectorSCOPE)