Astrofotografie Anfängerfragen

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Hi Konstantin,

als ich mir 2002 die 300D gekauft hab, konnten die Utilities zwar Serienaufnahmen, aber pro Bild net länger als 30 Sekunden. Die gebrauchte 400D, die ich mir als Ersatz vor 2 Jahren zugelegt hab, kanns mit ihren dazugehörigen Utilities auch noch net. Is aber wurscht, weil ich mir anläßlich der Sofi in der Türkei 2006 eh nen programmierbaren Fernauslöser zugelegt hab. Mit dem gehen Serienaufnahmn prima. Auch mit Spiegelvorauslösung...

Bin also wunschlos glücklich ;)

CS
Fee
 
So, ich nochmal..
Ich les mich ja jetzt immer mehr ein (ja, sogar um diese Zeit...lol), und da mch ich mir so meine gedanken, wie das alles später in der Praxis funktioniert.
Da bin ich gerade so im Gedanken beim Einnorden der Montierung, da fällt mir fast die Kaffeetasse aus der hand weil mir einfällt, dass ich keine Chance habe, von meiner Terasse aus in Richtung Norden zu sehen.
Fällt also jetzt mein ganzes, schönes, neues Hobby meiner Terassenausrichtung zum Opfer, weil ich meine Montierung nicht einnorden kann?

MfG
Heinz
 
Hallo Heinz,
nein du musst deinen Traum noch nicht aufgeben. Wenn du keine freie Sicht richtung Norden hast, kannst du immernoch durch Scheinern. Dabei benutzt du ein Fadenkreuzokular und Sterne in Ost(glaub West geht auch) und Südrichtung um das Teleskop einzuordnen, was man bei der Fotografie sowieso machen sollte.
Hab grad leider keinen Link zur Hand, kommt aber bestimmt noch einer zu

Gruß
Johannes
 
Hallo Heinz
Keine Angst, nur wegen der fehlenden Nordsicht wird dein Hobby nicht scheitern, ich hab auch auf dem Balkon angefangen wo der Polarstern vom Dach verdeckt wird. Wie schon gesagt musst du deine Montierung einscheinern. Für die Fotografie solltest du dies sowieso tun, da es genauer ist als durch den Polsucher... Hier eine gute Anleitung: http://www.baader-planetarium.de/montierungen/htm/scheiner.htm
Da du aber eine GoTo Montierung hast würde ich die modernisierte Version verwenden: Das Scheinern mit Webcam und Software, das funktioniert x-mal schneller. Du musst nur ein paar Sterne anfahren und die Software sagt dir, wie du die Montierung einordnen sollst... Es gibt dazu haufeneise verschiedene Software z.b. hier

Als erstes solltest du dich aber für die Montive entscheiden, ich halte es nicht für Notwendig mit kleinen Objektiven anzufangen, ich halte es durchaus für möglich mit dem 300mm anzufangen! Mein erstet Astrofoto war M31 mit 420mm was auch gleich gelungen ist, obwohl ich noch nie mit einer parallaktischen Montierung oder einer DSLR gearbeitet habe!!! Zur Zeit würde ich dir M31 oder M42 empfehlen. Beide sind mit rund 30 einminütigen Bildern auch ohne guiding sehr gut ablichtbar! Ausserdem sind sie bei guter Dunkeladaption und Blende < 8 schon im Sucher der DSLR sichtbar!

Am besten Suchst du dein Objekt mit Cart du Ciel oder ähnlicher Software. Wenn du deinen Horizont von der Terasse aus kennst siehst du ja auch gleich welche Objekte sichtbar sind und welche nicht.

Wenn du nun also die Montierung aufgebaut, eingeordnet und die Kamera mit dem Objektiv befestigt hast, käme falls gewünscht das Alignen der Montierung, damit auch GoTo läuft. Danach Scharfstellen (wie oben schon von jemandem Beschrieben) und Objekt Aufsuchen. Falls du mit GoTo arbeitest sollte dein Ziel ja schnell mehr oder weniger im Bildfeld sein, wahrscheinlich wirst du sie im Sucher aber nicht sehen. Also würde ich mal die ISO hochschrauben (so um die 3200) und mal 10 sec Belichten. M31 und M42 sollten auf dem Bild gut erkennbar sein. Jetzt würde ich das Objekt mehr oder weniger Zentrieren und herausfinden wie lange du Belichten kannst bis die Sterne zu eiern werden. Dazu würde ich auf etwa ISO 1600 runtergehen (und das auch zum Fotografieren so belassen am Anfang) und mal so 2 Minuten Belichten (aber nicht von Hand auslösen ;) entweder mit Kabelauslöser oder vom Laptop aus) dannach am Laptop betrachen. Sind die Sterne rund (eher unwahrscheinlich) würde ich für die Aufnahme diese Belichtungszeit verwenden, sind sie eirig würde ich mal ne Aufnahme mit 1,5 Minuten machen. Ich denke 1,5 Minuten sollten bei guter Einordnung drinliegen, ansonsten noch mals weniger, 1 Minute sollte aber mindestens drinliegen.

So, jetzt kannst du schon loslegen! Ich würde jetzt so oft wie Möglich mit der oben ermittelten Belichtungszeit Aufnahmen machen. WICHTIG: RAW FORMAT VERWENDEN!!! Insgesammt sollte es aber schon so 30 Aufnahmen sein (bei so hohen ISO, wegen dem Rauschen). Ich würde dir empfehlen so viele Aufnahmen wie möglich zu machen am besten solange wie dein Objekt sichtbar ist. Irgendwann musst du aber noch Kalibrierbilder machen. Also Dark, Bias und evtl Flat (würde ich aber am anfang drauf Verzichten.
Dark: selbe Belichtungszeit, Aussentemperatur und ISO wie für die normalen Bilder (Lightframes) jedoch mit geschlossenem Objektiv. Für den Anfang sollten 10 Reichen.
Bias: kürzeste mögliche Belichtungszeit und selbe ISO wie Lightframe ebenfalls mit geschlossenem Objektiv. Hier kannst du gleich so 20+ machen, geht ja sehr schnell und ist auch Temperatur und Belichtungszeit unabhängig.

Nachdem nun deine Beobachtungsnacht vorbei ist und du von 1-2 Objekten ordentlich Photonen gesammelt hast, gehts an die EBV. Am besten du nimmst zum Stacken DeepSkyStacker, das Programm ist nämlich sehr einfach und sehr gut!
Die ganzen RAW Dateien werden Importiert und die Darks und Bias als solche Markiert (oder direkt als solche Importiert).
Nun klickst du auf "Ale auswählen" und danach auch "Ausgewählte Bilder registrieren..." die Option "Nach der Registrierung stacken" würde ich deaktivieren.
Wie du siehst erhalten die Bilder eine Score. Je tiefer die Score umso schlechter das Bild, z.b. durch unrunde Sterne oder vorbeiziehende Wolken. Der Score hängt aber auch von Belichtungszeit, ISO, Anzahl Sternen usw. ab, ist daher auch relativ. Bei einer Gleichen Belichtungsreihe aber ein guter Anhalstpunkt. Jetzt kannst du die Bilder mit einem sehr tiefen Score abwählen.

Danach klickst du auf "Ausgewälte Bilder stacken" in den "Empfohlenen Einstellungen" kannst du noch ein paar Einstellungen anpassen, hast du mehr als ca. 15 Aufnahmen empfiehlt sich zum Stacken die "Kappa-Sigma Clipping" Methode. Nun beglinnt das Stacken, welches schon ein paar Minuten dauern kann (so bei 180 Aufnahmen auch ne gute Stunde, hängt natürlich vom Computer ab).

Nach dem Stacken solltest du das Bild nicht weiter mit DSS bearbeiten sondern nur Abspeichern, am besten als TIFF mit 32bit/k rational.
Die weiterverarbeitung ist nun so eine Sache, manche Arbeiten mit Fistwork, andere mit Photoshop, einige ändern nur das "Gamma" andere verwenden die HDR-Tonung von Photoshop. Hier musst du wohl selbst deinen Weg finden.

So das wars vor erst von mir, der Post wurde jetzt doch etwas länger... Bei Fragen kannst du mich ja Anschreiben.

CS Tobiasz
 
Hallo, ich habe heute endlich meine HEQ-5 per DHL bekommen.
Ich habe mal alles aufgenaut bei mir im Keller und ein bissche herum probiert.
Nur bin ich leider jetzt ziemlich ernüchtert. Denn so wie ich dass sehe, werde ich wohl arge Probleme bekommen, wenn ich die Montierung einnorden will.
Denn, wie ich bereits geschrieben habe, sehe ich von meiner Terasse aus nicht nach Norden, wobei das Einnorden per Polsucher schon mal flach fällt. Einscheinern ist wohl für einen absoluten Anfänger nicht ohne weiteres hinzubekommen, ich jedenfalls verstehe es schlicht und einfach nicht.
Dazu kommt noch, dass ich ja noch keine Optik habe, da ich ja erst mal nur mkit meiner Kamera spechteln wollte. Auch die oben angesprochene Methode per Webcam mit Software setzt, soweit ich das verstehe, eine Optik voraus.
Bitte Leute, ich möchte, sollte es in den nächsten Tagen mal aufklaren, etwas machen können mit meiner Montierung. Aber ich habe jetzt echte Bedenken, dass ich es nicht hinbekomme.
Hat jemand einen Tip für mich, wie ich die Montierung vernünftig ausrichten kann, so dass selbst ein absoluter Anfänger das hinbekommt?
Denkt aber bitte daran, ich habe noch keine Optik, ausser meiner Kamera mit Objektiv (und auch da i.M. nur ein 50er und ein 85er)

Ein bissche verzweifelter
Heinz
 
Hi!

Im Zweifelsfall: Fahr einfach auf den Acker. Bei Schnee und Vollmond ist das zwar nicht wirklich dunkler als innerorts, aber irgendwo wird sich schon ein ruhiger Platz finden.

Oder du guckst, ob du irgendwo (z.B. Bietebord oder bei Ebay oder per Anfrage im Suche-Board) eine billige Optik mit Prismenschiene plus Zenitspiegel und Okular findest. Als Komplettset gibt's sowas z.B. als Celestron AstroMaster 70AZ (den erwähn ich jetzt nur, weil ich einen im Schrank hab und weiß, dass er eine Prismenschiene hat - muss nicht dieser Hersteller/dieses Modell sein) mit 70/900 Linse, zwei Okularen und 90°-Amici-Prisma derzeit bei TS für ca. 100 Euro, und egal was man von der Optik hält: Zum Einscheinern und einen Blick auf Mond und Jupiter langt das alle Mal (auch wenn zum Scheinern ein Fadenkreuzokular wünschenswert wäre). Gebraucht dürfte so was auch noch einiges günstiger zu kriegen sein, ruhig auch einen Blick auf die Schnäppchenliste der Händler werfen - eine defekte Montierung wäre ja kein Manko, die wäre eh überflüssig. So ein langsamer Refraktor ist später als Leitrohr zwar nur mäßig zu gebrauchen, aber wenn du ihn gebraucht kaufst, dürftest du ihn ohne viel Verlust später weiter verkaufen können.

Wichtig wäre halt die Prismenschiene, daher scheiden die ganz billigen Einsteigergeräte aus - die werden in der Regel mit der Montierung verschraubt.

Gruß,
Alex
 
Hallöchen Heinz,

Ich habe mal alles aufgenaut bei mir im Keller und ein bissche herum probiert.
Nur bin ich leider jetzt ziemlich ernüchtert. Denn so wie ich dass sehe, werde ich wohl arge Probleme bekommen, wenn ich die Montierung einnorden will.

no koi Panik, des wird scho no. :Trost:

Du machst jetzt erst mal alles soweit fertig, daß Du theoretisch mit dem Polsucher arbeiten könntest. Auch wenn Du den Polarstern von der Terasse nicht sehen kannst und noch kein Fernrohr hast...

Der erste Schritt ist das Einstellen der korrekten Polhöhe an der Montierung.

Je nachdem, wo in Deutschland Du wohnst, ist das irgend ein Wert zwischen 47 und 54 Grad. Zoom in Google Earth auf Deinen Wohnort und lese unten in der Leiste den Breitengrad ab.

Beispiel:
Wenn Du in der Stadtmitte von München wohnen tätst, dann wäre die korrekte Polhöhe 48 Grad, 8 Minuten.

Schau Dir die Skala für die Polhöhe an der Montierung an. Bei meiner sind pro Breitengrad feine Striche, die Minuten mußt halt abschätzen. 6 Minuten wäre 1/10 von einem Grad. 8 Minuten dann noch ein Tick weiter in Richtung 49 Grad.

Bitte lese in der Bedienungsanleitung nach, ob Du irgendwelche Imbusschrauben lösen mußt, ehe Du die Polhöhe fein einstellen kannst. Das ist bei den einzelnen Montierungen unterschiedlich. Bei meiner löse ich den Klemmhebel und kann in ca. 15 Grad fein verstellen, dann hab ich nen Anschlag. Löse ich die Imbusschraube, kann ich weiter verstellen...

Wenn die Polhöhe richtig eingestellt ist, mußt Du das Stativ sehr sorgfältig mit den Stativfüßen "ins Wasser" stellen. Es ist sehr wichtig, daß die Staivgrundplatte genau wagrecht steht. Ob Deine Montierung Libellen hat, weiß ich net. Mit einer Doppel-Libelle aus dem Baumarkt auf der Ablageplatte für die Okulare kannst man wunderbar kontrollieren, ob das Stativ wagrecht steht. Eben solange die Füße rein- und rausfahren, bis es paßt.

Als nächstes mußt die Nordrichtung feststellen.
Ein Stadtplan oder Google Earth hilft auch da weiter. :)

Schau nach, wie die Kanten von Deinem Haus zu den Himmelsrichtungen orientiert sind. Eventuell hast ja Glück und der Grundriss stimmt mit den Himmelsrichtungen überein?

Ich kann auch net nach Norden gucken, da ist die Hauswand. Aber die Plättle von meinem Balkon verlaufen genau Nord-Süd. Ich muß also blos die Füße in die Fugen stellen, schon ist grob eingenordet :)

Wenn Du auf der Terasse stehst, in welche Himmelsrichtung(en) kannst denn sehen?

Dazu kommt noch, dass ich ja noch keine Optik habe, da ich ja erst mal nur mkit meiner Kamera spechteln wollte. Auch die oben angesprochene Methode per Webcam mit Software setzt, soweit ich das verstehe, eine Optik voraus.

na, Du hast doch Deine Fotoobjektive. Das sind auch "Optiken". Halt welche mit kurzen Brennweiten. :cool:

Pack Deine Kamera samt langbrennweitigstem Teleobjektiv (das kann ruhig das Tele mit 300 mm Brennweite sein) auf eine Prismenschine und klemm sie fest. Falls Du einen Konverter hast, schnall den ruhig dazwischen, um die Brennweite zu verdoppeln... Die Abbildungsqualität und Lichtstärke ist dabei nicht besonders wichtig. Kamera mit dem Laptop verkabeln, damit Du die Bilder am Laptopbildschirm begutachten kannst.

Wenn blos die Kamera mit einem Teleobjektiv draufsitzt, brauchst vermutlich kein Gegengewicht. Fahre mal die Gegengewichtsstange ganz rein und öffne die Klemmen der RA Achse. Wenn sich die Achse bewegt und samt Kamera Richtung Boden will, ziehe die Gegengewichtsstange ein Stück raus. Wie weit, mußt ausprobieren. Bleibt alles ruhig, Klemme wieder anziehen. Jetzt wird noch die DE Achse ausprobiert. Eventuell mußt die Prismenschine samt Kamera in der Klemmung ein bissy verschieben, damit auch die austariert ist...

Ist das Gewicht austariert, die Klemme wieder anziehen. Dann die Montierung einschalten, Foto als "Teleskop" auf den Himmel richten und vom Computer aus 30 Sekunden belichten. Das Bild zeigt Sterne, die lange oder kurze Striche sind.

Jetzt kommt die Fleisarbeit. Die Montierung hat seitlich 2 Schrauben, mit denen Du sie auf der Grundplatte vom Stativ nach "links" und "rechts" bewegen kannst. Zu Beginn sollte der Zapfen schön mittig sitzen, damit Du maximalen Bewegungsspielraum in beide Richtungen hast.

Löse die gegenüberliegende Schraube um 3 Umdrehungen. Dann drehe die Schraube vor Dir um 3 Umdrehungen rein. Mach wieder ein Foto mit 30 Sekunden. Sind die Striche jetzt länger? Dann wars die falsche Richtung.

Sind sie kürzer, ist es die richtige Richtung. So lange schrauben und Fotos machen, bis aus den Sternstrichen Punkte geworden sind. :)

Das dauert. Kann ne Stunde oder auch deutlich mehr sein, bis es paßt. Jetzt noch die Punkte auf dem Fußboden markieren, wo die Stativfüße stehen. Edding, Filzstift. Fertig...

Anschließend die Kamera vom Teleskop nehmen, Dein lichtstarkes Normalobjektiv dranmachen und wieder festklemmen. Nun sorgfältig scharf stellen und dann 60 Sekunden belichten... Mach mindestens 12 Bilder pro Motiv, 20 oder 30 wären noch besser... Wenn die Bilder belichtet sind, Deckel aufs Objektiv und Darks machen. Auch so viele wie Lights.

Dann kannst im warmen Wohnzimmer Bildbearbeitung üben, wenn der Himmel wieder dicht ist.

Solange Du die Montierung nicht vom Stativ trennst, bleibt die Orientierung zwischen Stativ und Montierung erhalten. Dank den Markierungen auf dem Boden kannst dann die Füße beim nächsten Aufbau gleich richtig hinstellen :)

Ich bin ein fauler Mensch - ich trage Stativ, Montierung und auch noch das Teleskop da drauf auf einen Satz vom Balkon rein ins Wohnzimmer. Das dürften so rund 25 kg sein. Lange Strecken macht mein Rücken nicht mit, aber die paar Schritte gehen gerade mal so...

Im Wohnzimmer steht es dann komplett aufgebaut, bis ich es wieder nach draußen trag. So erspare ich mir das zeitaufwendige "ins Wasser stellen", Polhöhe und Nordrichtung einstellen.

Viel Erfolg bei den Schritten :super:

Grüße
Fee
 
Danke Fee,
ich werde es mal so versuchen.
Eine Frage habe ich aber noch. Seht es mir bitte nach, ich bin Anfänger und die Bedienungsanleitung der HEQ-5 sagt darüber nichts aus, ehrlich, ich habe 5x alles durchgelesen.
Ich habe noch kein Netzteil für die Montierung, kommt heute denke ich, kann es deswegen also nicht ausprobieren, aber wie ist das mit den Klemmen der Achsen. Werden die im Betrieb, also bei Nachführung eigentlich gelöst, oder bleiben die fest angezogen?
Sorry, aber ich will nix kaputt machen.

MfG
Heinz
 
Zitat von prikkelpitt:
Klemmen der Achsen. Werden die im Betrieb, also bei Nachführung eigentlich gelöst, oder bleiben die fest angezogen?
Hi!

Einfach nur handfest anziehen (also mit Gefühl, nicht wie ein Ochse anziehen). Die HEQ5 hat Rutschkupplungen, dann kannst du die Achsen auch verstellen, wenn sie geklemmt sind.

Die Nachführung funktioniert nur, wenn die Achsen geklemmt sind.

Gruß,
Alex
 
Tag zusammen,

ich habe bezüglich meiner zu erwartenden Probleme mit dem Einnorden, das hier gefunden
http://www.alignmaster.de/dt_alignmaster.html

Hat mit dem Programm jemand Erfahrung? Das liest sich ganz gut, ob dass auch so problemlos funktioniert?

MfG
Heinz

P.S.
Nochmal zur Sicherheit. Ist die Einstellung der Montierung mit diesem Programm, falls es so funktionieren sollte wie beschrieben, ein Ersatz zum Einnorden bzw. Einscheinern, oder nur ein Aligment, welches mir ja auch die Steuerung der HEQ-5 bietet?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Heinz,

Wenn Du ein Teleskop auf Deiner Montierung sitzen hast, kannst damit wunderbar die Nordrichtung und die Polhöhe einstellen. Mit nem Fotoobjektiv hast aber vermutlich eher schlechte Karten, dazu sind die Brennweiten zu kurz...

Nochmal zur Sicherheit. Ist die Einstellung der Montierung mit diesem Programm, falls es so funktionieren sollte wie beschrieben, ein Ersatz zum Einnorden bzw. Einscheinern, oder nur ein Aligment, welches mir ja auch die Steuerung der HEQ-5 bietet?

Da Du an den Stellschrauben der Montierung drehst, ist das "echt" und keine "Softwarelösung" wie das Alignment...

Grüße
Fee
 
Hallo,

schau Dich bezüglich scharfstellen nach einer Bhatinov Maske um. Seit ich diese Maske zum Scharfstellen benutze sind meine Bilder immer absolut scharf. Mit dieser Maske hat man nämlich ein absolutes Meßwerkzeug, das einem exakt zeigt, wann der Fokus genau getroffen ist. Das funktioniert völlig unabhängig von Seeing und Nachführungseinflüssen. Man muß sich nur recht helle Sterne dafür aussuchen, wenn man mit Lifeview oder mit bloßen Auge scharfstellen will. Ich habe wirklich viele andere Techniken ausprobiert, von der Messerschneide über die Scheinerblende mit runden oder dreieckigen Löchern bis hin zur Software mit FWHM Bestimmung. Diese Techniken sind alle viel komplizierter und dafür aber noch ungenauer als die Bhatinov Maske. Und wenn das Bild nicht scharf ist, nutzt der ganze Rest auch nix, man kriegt dann nur ein perfektes unscharfes Bild.
 
Hallo,

ich habe so ein Programm noch nicht selber ausprobiert, aber es hört sich sehr gut an. Vor allem spart man sich das Rumkriechen unter der Montierung, um durch den Polsucher zu schauen. (Der Polsucher muß übrigens auch sehr gut justiert sein, falls man ihn benutzen will. Ist das der Fall, kann man bei moderaten Brennweiten bis gut 1m auf das Scheinern verzichten) Wichtig ist nur, das Du wirklich ein Fadenkreuzokular verwendest, denn da kommt die Genauigkeit der Methode her. Auch sollte die Ausrichtung des Okulars nicht geändert werden, also keine Tubusdrehung beim Newton oder Drehung des Zenithspiegels am Refraktor. Das führt zu Abweichungen, wenn die optische Achse nicht haargenau parallel zum Tubus liegt. Manche Montierungen haben ähnliche Algorithmen eingebaut und funktionieren damit sehr ordentlich. Leider liegen diese Montierungen in etwas anderen Dimensionen als die H-EQ5.
 
Hallo, ich nochmal.
Ich habe jetzt die ganze Sache noch mal überdacht und bin geneigt, mir jetzt doch direkt ein Teleskop zuzulegen. Ich denke, dass ist doch wohl auch im Hinblick auf die ganzen Einnordungsgeschichten, den Umgang mir der Montierung usw. angebracht.
Da ich aber noch nicht sofort mein ganzes Budget ausschöpfen will, zumal ich ja sowieso noch nicht die Erfahrung habe, habe ich mir gedacht, ich lege mir diesen günstigen Refraktor hier zu:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=110224&SearchTerms=leitrohr
Mit dem probiere ich ein paar Monate herum, und wenn ich dann einigermaßen damit zurecht komme, lege ich mir einen vernüftigen ED80 oder ED100 zu und den "billigen" nutze ich dann als Leitrohr.
Es ist eben so, dass ich als das für mich grösste Problem jetzt erst mal die ganze Einnordungsgeschichte ausgemacht habe und ich glaube da komme ich nicht weiter ohne eine halbwegs vernünftige Optik.
Was meint Ihr? Sinn oder Unsinn?

MfG
Heinz

P.S. Oder sind 900mm als Leitrohr für ein, sagen wir mal 80/600 zu kurz? Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass ein Leitrohr ca. die doppelte Brennweite der Aufnahmeoptik haben sollte?

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von prikkelpitt:
Hallo, ich nochmal.
Ich habe jetzt die ganze Sache noch mal überdacht und bin geneigt, mir jetzt doch direkt ein Teleskop zuzulegen. Ich denke, dass ist doch wohl auch im Hinblick auf die ganzen Einnordungsgeschichten, den Umgang mir der Montierung usw. angebracht.
Da ich aber noch nicht sofort mein ganzes Budget ausschöpfen will, zumal ich ja sowieso noch nicht die Erfahrung habe, habe ich mir gedacht, ich lege mir diesen günstigen Refraktor hier zu:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=110224&SearchTerms=leitrohr
Mit dem probiere ich ein paar Monate herum, und wenn ich dann einigermaßen damit zurecht komme, lege ich mir einen vernüftigen ED80 oder ED100 zu und den "billigen" nutze ich dann als Leitrohr.

MfG
Heinz

Also wenn du wirklich ernsthaft annähernd die Ratschläge von den erfahrenen Forenteilnehmern beherzigt hättest, dann würde jetzt nicht so eine unsinnhafte Entscheidung im Raum stehen.

Meiner Meinung nach raubst du hier vielen nur die Zeit, da dir an einer ernsthaften Lösung ja scheinbar sowieso nichts liegt.
 
???

Was ist denn jetzt los?
Hab ich was gemacht?

Also auch für Dich nochmal.
Ich habe und werde die Ratschläge erfahrener Forenkollegen befolgen, das wirst Du auch lesen können, wenn Du den ganzen Thread durchliest.
Deswegen war auch zunächst mein Vorhaben so, dass ich zunächst nur mit meiner Kamera und meinen Objektiven arbeiten wollte.
Aber, ich habe, jetzt wo ich meine Montierung habe, gemerkt, dass sich wohl erst mal andere Probleme auftun werden, nämlich das korrekte Einnorden bzw. Ausrichten der Montierung.
Es haben sich auch viele Forenteilnehmer die Mühe gemacht, mir diezbezüglich zu helfen.
Du warst, glaube ich, nicht dabei, oder?
Egal! Auf jeden Fall halte ich es für absolut entscheidend, das ich erst mal vernünftig mit meiner Montierung zurecht komme, berichtige mich, wenn ich da einer Fehleinschätzung unterliege.
Und deswegen habe ich gedacht, bzw. habe ich aus den dankenswerten Antworten, die ich bekommen habe gelernt, dass wenn ich auch nur annähernd den richtigen Umgang mit einer Montierung lernen will, brauch ich eine, wie auch immer geartete Optik, die über meine Fotoobjektive hinausgeht.
Sowas nennt man dann Erfahrung bzw. Lerneffekt, ich wüsste nicht, was daran schlecht sein sollte.

Und um den Umgang mit der HEQ-5 zu lernen, würde der von mir angesprochene Refraktor ausreichen, habe ich gedacht. Bedenke, es geht mir hierbei erst mal nur darum zu lernen, wie man eine Montierung richtig einnordet/einscheinert/ausrichtet, für nichts anderes soll dieser Refraktor dienen, später dann als Leitrohr.
Das war dann aber wohl ein Trugschluss, wie mir Deine Antwort zeigt.
Wenn Du mir also jetzt noch sagen könntest, wo mein Fehler liegt, wäre ich Dir recht dankbar.
Bei allen anderen entschuldige ich mich schon mal herzlich, dass ich Euch Eure Zeit gestohlen habe, seht es mir bitte nach.

MfG
Heinz
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
2 Stichworte zu deinem Link:
- langsames Öffnungverhältnis f/11
- 1 1/4" OAZ, wie willste da ne DSLR hinter hängen?

Du hast im Treffpunkt Board nach Plätzen gefragt, ich habe
dir als Anlaufstelle mal die http://www.sternfreunde-borken.de/
genannt. Wieso nimmst du nicht mal Kontakt mit denen auf?
Die werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
entsprechende Teleskope haben die du dir mal anschauen kannst.

Peter
 
"Was ist jetzt los?" - Das liegt doch auf der Hand. Ich habe den gesamten Thread mit viel Genuss mitgelesen. Hab' bisher selten eine Beratung mit so viel Liebe und Sachverstand gelesen. Erstklassige Tipps! :super: Jetzt solltest doch noch a bisserl Geduld haben. Schließlich hast du fast alles, was du benötigst um loslegen zu können. Mein Vorschlag wäre: Machs mal genau so wie Sternenfee beschrieben hat (die andern Tipps sind auch gut, aber am Besten für den Anfang erst mal nur eine Sache durchziehen, lass dich nicht durch abweichende Anleitungen verrückt machen). Hab´ auch ein bisserl "Mut zur Lücke"! Wenns nicht gleich top eingenordet ist, macht das erstmal nichts. Wichtig ist, dass du schnell Ergebnisse bekommst, an denen du dich aufbauen kannst.

Also nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.

Thomas
 
Hallo Heinz,

wenn ich mich recht erinnere, suchst Du etwas, das erstens nicht zu kurzbrennweitig ist und in das Du zweitens ein Fadenkreuzokular hineinstecken kannst. Das geht mit dem Röhrchen in dem Link sehr gut. Es ginge sogar noch viel billiger, zum Beispiel mit einem Lidl-Teleskop. Solche Geräte bekommt man gebraucht häufig zu einem recht guten Preis.

Viele Grüße

Kurt
 
Zitat von Vaadwaur:
2 Stichworte zu deinem Link:

- 1 1/4" OAZ, wie willste da ne DSLR hinter hängen?
Nee, das Rohr soll wirklich nur zum Kennenlernen der Montierung dienen

Zitat von Vaadwaur:
Du hast im Treffpunkt Board nach Plätzen gefragt, ich habe
dir als Anlaufstelle mal die http://www.sternfreunde-borken.de/
genannt. Wieso nimmst du nicht mal Kontakt mit denen auf?
Die werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
entsprechende Teleskope haben die du dir mal anschauen kannst.

Peter
Das werde ich auch machen, Danke nochmal für den Link
 
Hallo Heinz, hallo ihr fleißigen, sachkundigen und erfahrenen Berater,

nun habe ich Heinz, alias "p-pitt" schon ein Angebot gemacht, sonst hätte ich auch noch eine Anmerkung... :o

Aber so:

CS und einen fleißigen Weihnachtsmann wünscht

Silvio

p.s. Will nicht meinen "Zähler" pushen, sondern nur meinen Senf abgeben ;)
 
Hallo Heinz,
mal von einem D90 Nutzer zum Anderen: Mit der Kamera hast Du doch (fast) das beste Fadenkreuzokular der Welt. Schalte mal die D90 auf M, den AF aus und LV ein und Du kannst mit den Cursor-Tasten den roten AF Rahmen über den Monitor fahren. Dann mußt Du nur noch einen passenden Stern in eine Ecke des AF Rahmens stellen und Du kannst mit dem Einscheinern loslegen. Alternativ (oder zusätzlich) lassen sich auch die Hilfslinien einblenden.

Noch ein kleiner Tip am Rande:
Das Einscheinern funktioniert nicht so gut im warmen Keller, es geht viel besser auf der kalten Terrasse. ;)

Gruß,
Michael

 
Zitat von MichaelW:
Hallo Heinz,
mal von einem D90 Nutzer zum Anderen: Mit der Kamera hast Du doch (fast) das beste Fadenkreuzokular der Welt. Schalte mal die D90 auf M, den AF aus und LV ein und Du kannst mit den Cursor-Tasten den roten AF Rahmen über den Monitor fahren. Dann mußt Du nur noch einen passenden Stern in eine Ecke des AF Rahmens stellen und Du kannst mit dem Einscheinern loslegen. Alternativ (oder zusätzlich) lassen sich auch die Hilfslinien einblenden.

Noch ein kleiner Tip am Rande:
Das Einscheinern funktioniert nicht so gut im warmen Keller, es geht viel besser auf der kalten Terrasse. ;)

Gruß,
Michael
Danke für den Tip, aber ohne sichtbare Sterne klappt es ja wohl eher nicht so gut, oder?
 
Hallo Heinz,

es geht jetzt ja nur um das Anfahren von ein paar Sternpositionen und um die Anwesenheit von einem Fadenkreuz. Da tut es das minimalste Gerät. Bei mir fährt ein kleines Zielfernrohr herum, das kannst Du haben. Sende mir per PM Deine Anschrift und ich schicke es nach Weihnachten los.
Die Vergrößerung ist nur 4x, aber das genügt, um eine Sternposition auf eine Winkelminute genau anzufahren. Mancher Polsucher dürfte eine ähnliche Optik haben. Ein Fadenkreuz hat es auch. Du kannst das Ganze mit Klebeband oder so auf Deine Montierung pappen. Zum Üben reicht das aus meiner Sicht allemal.

Viele Grüße

Kurt
 
Ich habe jetzt noch mal nachgedacht. Geht immer noch ums Ausrichten der Montierung. Furchtbar, wenn das Wetter so schlecht ist, und eine neue Montierung steht im Zimmer...lol

Ich habe mich gefragt, ob man eine Montierung nicht auch an einer bekannten Sternen- oder Objektposition ausrichten kann?
Wahrscheinlich schreibe ich jetzt totalen Blödsinn, da ich als Anfänger irgendetwas übersehen habe, aber ich habe mir das so gedacht.

In meiner HEQ-5 gibt es ja die Funktion "Guided Tour". Mal angenommen, ich stelle die Montierung auf meine Terasse, richte sie grob nach Norden aus, per Kompass z.B. Wenn ich jetzt z.B. "M31" auswähle, fährt die Montierung auf die Position RA 00h 42,7m und DEC +41°16s. Da die Montierung ja nicht genau eingenordet ist, habe ich M31 wahrscheinlich nicht im Fadenkreuz. Wenn ich jetzt aber das Stativ und die Polhöhe so verschiebe/einstelle, dass M31 im Fadenkreuz ist, müsste dann nicht die Montierung 100% eingenordet sein?
Wie gesagt, ist wahrscheinlich blödsinnig, aber wäre das möglich?

MfG
Heinz
 
Hallo Heinz,
das mit der "Guided Tour" klappt doch erst nach dem Alignment. Woher soll denn die Monti sonst wissen, wie weit sie zu fahren hat bis RA 00h 42,7m und DEC +41°16s?
Du musst sie also als erstes an mindetens einem Stern ausrichten, unabhängig von Deiner Aufstellung.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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