Moin Leute!
kleine Korrektur: der RC ist natürlich per se komafrei aber nicht astrigmatismusfrei übers Feld und hat gekrümmtes Feld. Das muss der Ross-Korrektor ausbügeln.
Jep!
Komafrei is so ein RC wirklich, nur der Astigmatismus steigt von der optischen Achse an immer mehr an und sorgt dafür, dass die Spotdurchmesser abseits der Achse immer größer werden, ABER! das dufte dabei ist eben der Vorteil, dass infolge der Komafreiheit die Spots immer absolut die Form der Eintrittspupille behalten - also schön rund bleiben, was es überhaupt erstmal möglich macht ein RC auch für die Astrometrie einzusetzten, was ja in der Forschung auch gemacht wurde/wird.
Dazu kommt eben noch die Bildfeldwölbung, die sich je nach Systemdaten mehr oder weniger bemerkbar macht.
Wirklich perfekt kann als wie schon gesagt so ein RC nur werden, wenn es im Vorfeld so berechnet wird, dass es mit einem bestimmten Korrektur zusammen funktionieren soll.
Der schon bennante Korrektor nach Ross stellt hier noch die einfachste Variante dar, wobei es auch hier mehrere Ross Arten gibt.
Bei RCs wohl weiter verbreitet sein dürfte der Korrektor nach Baker, oder ein Meniskuskorrektor nach Wynne. Bei Großteleskopen gibt es auch noch ein System nach Gascoigne.
Nur mit solchen Korrektorgliedern kann man ein RC wirklich großfeldtauglich bekommen.
Ein besonders gutes Beispiel vom Markt fällt mir hier auch noch ein:
Der Takahashi BRC-250, oder der neuere FRC-300.
Beim BRC-250 handelt es sich z.B. um ein nach Baker korrigiertes RC System, mit 10" Öffnung und f/5. Das ganze ist für mich ein absolutes Traumgerät, es bringt eine traumhafte fotografische Leistung (visuell durch 50% Obstruktion eher nicht zu gebrauchen) und ist dazu als Mittelformatastrograph konzipiert.
Und das kleine Vixen VC200L ist eben auch ein solch kleines RC mit Korrektor, nur Vixen nennt das gesamt System eben VISAC (Vixen Sixth Order Aspheric Cassegrain, oder so ähnlich).
clear skies,
André