Astrofotografie und Beobachtung als Einsteiger

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Ehemaliger Benutzer (75050)

Hallo sehr geehrtes Forum,

Mein Name ist Simon, ich bin 28 Jahre alt und ich habe ein abgeschlossenes Studium der Geologie.
Ich beobachte den Himmel schon lange durch bloße Augen, Fernglas und Sternenwarte. „Auskennen“ tue ich mich jetzt nicht, da ich finde, dass der Begriff Auskennen sehr weit gedehnt werden kann.

Bei einem Freund durfte ich mal sein Ritual der Himmelsbeobachtung live miterleben und ich bin irgendwie angefixt.
Was ich mir hier erhoffe, sind Ratschläge zu meiner Ausrüstungswahl.

Als Montierung dachte ich an eine Celestron CGEM 2 mit Motorisierung, als Tubus an einen SC Celestron Edge HD 9.25. Jetzt meine Frage, reicht die Montierung für diesen Tubus, oder sollt ich lieber ein 8“ SC kaufen (denke Gewichtsfrage?).

Beobachtungsobjekte bzw. Filmobjekte sollen sein: Planeten, Nebel, evtl. Galaxien, Sternhaufen. Am Anfang vor allem der Mond.
Wichtig ist hier aber, ich lege mich nicht auf bestimmte Dinge fest, es soll ein Abenteuer werden. Mir ist bewusst, dass es keine Eier Legende Wollmilchsau unter den Teleskopen gibt.


Was ich begriffen habe, ist dass SC Tuben wohl sehr kompatibel zu Zubehör sind. Somit würde meine Wahl hierauf fallen, da ich ein kleines Spielkind bin und gerne allen möglichen Kram ausprobiere.
Am Anfang will ich jedoch erst einmal mit dem bloßen Auge zurecht kommen, rum probieren, lernen. Dann eine Kamera anschließen. Durchhaltevermögen ist vorhanden und wird garantiert.

Alles soll unter dem Motto „Wer billig kauft, kauft zwei Mal“ laufen, bspw. habe ich mir das Klavier spielen auch auf einem Klavier beigebracht, welches für Einsteiger absolut ungeeignet / zu teuer sein sollte. Jetzt, wo ich 10 Jahre Klavier spiele, freue ich mich sehr über mein hochwertiges Klavier. Ich hoffe ihr versteht, was ich damit ausdrücken will.

Empfehlungen für Okulare, Filter? Ist ein 23mm Weitwinkel für den Anfang OK?
Kann man bei der CGEM 2 Montierung auch ohne Motoren arbeiten? Oder muss immer zwingend eine Stromversorgung vorhanden sein?
Mein Freund könnte mir bei einigen Einstellungssachen und so der generellen Handhabung helfen, ich bin also nicht ganz auf mich allein gestellt.



Gibt es sonst irgendwas, was ich extrem beachten sollte? Disqualifiziert mich mein erster Post möglicherweise schon bei den „alten Hasen“ hier? (Achtung, dies ist ein Spaß)

Würde mich über Input freuen und wenn ich vollkommenen Käse labere bitte nicht zu fest hauen :-) :-)
 
Hallo!

Würde mich über Input freuen und wenn ich vollkommenen Käse labere bitte nicht zu fest hauen :) :)

Kein Blödsinn, alles gut :)

Als Montierung dachte ich an eine Celestron CGEM 2 mit Motorisierung, als Tubus an einen SC Celestron Edge HD 9.25. Jetzt meine Frage, reicht die Montierung für diesen Tubus, oder sollt ich lieber ein 8“ SC kaufen (denke Gewichtsfrage?).

Das müsste schon passen mit der CGEM 2. Meines Wissens ist das eine Variante der EQ-6, die trägt das locker.

Empfehlungen für Okulare, Filter? Ist ein 23mm Weitwinkel für den Anfang OK?

Filter kannst Du erstmal lassen, ausser vielleicht einem Graufilter oder variablem Polarisationsfilter für den Mond. Der tut sonst wegen seiner Helligkeit im Auge weh (wenn das Auge denn ein Schmerzempfinden hätte).
Mit einem einzelnen Okular wirst Du nicht lange glücklich sein, Du solltest schon ein paar mehr haben. 5, 10, 20/25 und 40mm oder ähnliche. Oder Du kaufst Dir ein Zoomokular und noch eine oder zwei Festbrennweiten. Ein 25er ist meistens sowieso dabei, wenn man so ein Fernrohr kauft. Die Schmidt-Cassegrains sind sehr anspruchslos was Okulare angeht, da kann man sogar mit preiswerten gut beobachten.

Kann man bei der CGEM 2 Montierung auch ohne Motoren arbeiten? Oder muss immer zwingend eine Stromversorgung vorhanden sein?

Nicht wirklich. Ohne Strom geht da mangels manueller Feineinstellung nicht viel.

Clear Skies
Maximilian
 
Hallo Simon,

willkommen im Forum.

Zu erst zu Deiner Auswahl:
rein von den Daten her wird die Celestron CGEM 2 den SC Celestron Edge HD 9.25 tragen.
Die Montierung ist von der Zuladung auf 18Kg ausgelegt.
Bei den Angaben der Hersteller muss man leider etwas vorsichtig sein. Sind teilweise optimistisch ausgelegt.
Musste ich leider persönlich schon festellen.
Der SC ist mit 9,5Kg angegeben. Also sollte das gut gehen, auch wenn man von den 18Kg etwas abzieht.
Wie das sich das dann später fotografisch auswirkt, kann ich nicht beurteilen, da ich rein visuell beobachte.
Für rein visuelles Beobachten ist das Ganze sicherlich ausreichend.

So ein SC ist ein feines Gerät.
Besitze selbst einen C8.
Was zu diesen Teleskopen anzumerken ist:
- lange Auskühlzeit, ca. 1,5 bis 2 Stunden. Sollte in die Beobachtungszeit eingeplant werden.
- zwingend notwendig ist ein Taukappe. Die Schmidt-Platte beschlägt sehr schnell, sie liegt halt ganz vorne.
- kompakte Bauweise, kurzbauend
- Gewichtsmäßig sind auch beim C9.25 knapp 10Kg nicht die Welt. Da seh ich die Montierung eher als Schwergewicht an. Ich besitze ein EQ-6 R die hat 20Kg Zuladung und bring ca. 20 bis 25 Kg auf die Waage, ohne Stativ.

Zu den Grundvoraussetzungen:
Von wo willst Du beobachten, Garten, Balkon, raus auf den Acker?
Wie schaut's mit der Lichtverschmutzung aus?
Was Du beobachten willst, hast Du ja schon in etwa definiert. Planeten, Nebel, evtl. Galaxien, Sternhaufen. Das wird mit dem SC gut gehen.
In wie weit soll es transportabel sein? Denke da an die ausgewählte Montierung. Ich schleppe meine EQ-6 R nicht mehr aus dem dritten Stockwerk runter. Auch wenn Du "erst" 28 bist, Du wirst nicht jünger ;). Die Ausgabe die Du tätigen willst, ist ja nicht unerheblich und da willst Du ja mehrere Jahre Freude dran haben.
Die angedachte Astrofotografie ist noch ein ganz anderes Thema. Da kommt im DSLR-Bereich noch einiges an Equipment und Ausgaben auf Dich zu.
Bei Planetenvideos, Mond und Planeten werden mit speziellen Kameras gefilmt, ist der Aufwand nicht ganz so hoch.
Trage Dich lieber mit dem Gedanken die ersten Jahre rein visuell zu beobachten.
Lerne Dein Setup kennen, welches es dann auch immer sein wird.
Zur motorisierung der Montierung, hier im speziellen GoTo, stehe ich auf dem Standpunkt, dass das kein Vollautomatismus ist.
Man sollte zu mindest die Alignment-Sterne kennen. Also sind drehbare Sternkarte, Atlanten oder Software angesagt.
Ich habe nicht's gegen GoTo, ganz im Gegenteil. Ich nutze sie und schätze sie sehr :D. Es ist halt eine Computergestützte Hilfe, nicht mehr und nicht weniger. Man sollte sich im klaren sein was sie leisten kann und was nicht.

Ich weiß jetzt nicht ob Celestron zum Tubus Okulare beifügt.
Für den Start sollten drei bis vier Okulare reichen.
Was für die Übersicht. 32mm, so ab 60° (eher mehr).
Was für die Mitte. Zwischen 15 und 20mm.
Und was für die Hochvergrößerung. 5 bis 10mm.

Filter für Nebel wären UHC und OIII.
Für den Mond einen Mondfilter, kommt halt drauf an in wie weit einen die Helligkeit blendet/stört. Ab 50% nutze ich meist einen Filter.
An Planeten, Farbfilter, nutze ich eher selten. Im Moment mal an der Venus einen Blaufilter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Trage Dich lieber mit dem Gedanken die ersten Jahre rein visuell zu beobachten.

Ja, das war auch so mein erster Ansatz, Ziel ist für mich um den Stand der Fotografie zu erreichen erst mal „wie geschmiert“ mit dem Teleskop allgemein alleine umgehen zu können.
Im Hinblick auf diese spätere Entwicklung soll es aber gleich das „Edge HD“ werden, da dort ja die Fehlerchen korrigiert werden.


Ich danke euch erstmal für eure Beiträge, das liest sich schon sehr gut und ich würde mich total freuen, wenn noch andere Meinungen dazu kämen.
 
Ach ja, um noch die offenen Fragen an mich zu beantworten, vergessen, sorry.

Ich habe ein eigenes Gelände, auf dem ich beobachten kann Ungestört, das ganze Jahr über.
Ich habe mir bezüglich der Lichtverschmutzung eine App runter geladen und bekomme bei Betrachtung meines Standortes folgende Werte:

Am dunkelsten:
Von 1945 bis 0035
+4,8 Limit Hell. / 18,44 MAG/ARCsec2
Künstliche Lichtverschmutzung Level 9
 
Hallo Simon,

besorg Dir mal das Buch "Astronomie mit einem Celestron Teleskop" von Alexander Kerste (Mitarbeiter von astronomie.de und Kursleiter "Astronomie für Einsteger").
Da werden alle Modelle von Celestron ausführlich beschrieben.
Gibt es als eBook und in Druckform.

P.S.
Wenn mit "Künstliche Lichtverschmutzung Level 9" Bortle 9 gemeint ist, dann willst Du aus der Stadt beobachten :eek:?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!

Ich habe ein eigenes Gelände, auf dem ich beobachten kann Ungestört, das ganze Jahr über.

Das ist natürlich ideal. Probiere verschiedene Standorte innnerhalb Deines Geländes aus, da können ein paar Meter hin oder her einiges ausmachen, sowohl hinsichtlich der Lichtverschmutzung als auch hinsichtlich des sichtbaren Himmelsausschnitts. Wenn Du sowas wie einen „Lieblingsplatz“ gefunden hast lohnt es sich, dort eine feste Säule einzubetonieren. Oder wie ich es gemacht habe (weil ich nicht weiß, wie ich zwei Kubikmeter Beton an meinen Beobachtungsplatz transportieren kann...) unter jedes Stativbein eine Bodenschraube eindrehen. Da wackelt nichts mehr und weil das Stativ immer an der genau gleichen Stelle steht erspart man sich die ganze Einjustierung vor dem Beobachten.

Viele Grüße
Maximilian
 
18,44 mag/arcsec2 ist schon sehr lichtverschmutzt. Da kann man ein bisschen ausprobieren und testen, aber glücklich wird man mit dem Wert nicht.
Da brauchst Du einen zweiten Standort, der dunkler ist und den du bequem erreichen kannst - mit Strom etc.
CS Dietrich
 
Hallo Simon,
willkommen im Forum.
Sehr angenehm, dass Du Dich im ersten Beitrag mit Deinem Namen vorstellst, dass ist leider heute keine Selbstverständlichkeit mehr....(y)

Was Deine Erstauswahl angeht, kann ich Dir nur zustimmen. Wir haben auch mit einem 9 1/4-Zöller angefangen, uns es nie bereut. Allerdings mit einer etwas tragfähigeren Montierung, der SkyWatcher AZ-EQ6.

Mich hat damals die Werbeaussage „30% mehr Licht gegenüber 8 Zoll“ überzeugt, und da ist in jedem Fall auch was dran.
Schon in der ersten Beobachtungsnacht waren die Eindrücke so überwältigend, dass ich diese nie mehr vergessen werde.

Mond und Planeten gehören bei diesem Teleskop zu den Paradedisziplinen und auch DeepSky geht, trotz des Öffnungsverhältnisses von f/10, sehr gut. Wenn ich mich an den Moment erinnere, als wir erstmals den Kugelsternhaufen M13 scharf gestellt haben, bekomme ich noch heute Gänsehaut.

Für Fotografie ist der 9 1/4-Zöller in jedem Fall geeignet, die Edge HD Version sogar noch viel mehr. Tim hat in einer der ersten Nächte mit seiner EOS 750D ein Bild vom 3/4 Mond aufgenommen, das ist auf allen Bildschirmen bei mir Hintergrundbild. Mit einer einzigen Aufnahme.

Jedes Teleskop läuft zu seiner Höchstform dann auf, wenn der Himmel richtig dunkel ist. Das ist kein Geheimnis. Bei Dir sind die örtlichen Beobachtungsbedingungen offenbar nicht ideal. An Mond und Planet kannst Du aber auch von dort aus richtig Spaß haben, bei DeepSky musst Du - egal mit welchem Teleskop - Abstriche hinnehmen.
Ob Kunstlicht unterdrückende Filter (CLS z.B.) viel bringen, muss probiert werden, es kommt auch auf die überwiegenden Lichtquellen an.

Mit dem 9,25“ bist Du aber in jedem Fall mobil genug, um für prickelnde DeepSky-Erlebnisse an einen dunklen Ort, fernab großer Städte, zu fahren, und dort zu beobachten.

Zur Ausstattung:
Unser C9 war leider nur mit 1,25“ Spiegel und 25mm Plössl ausgestattet, die Edge HD Variante hat bereits 2“ Spiegel und auch ein
recht gutes 23mm Weitwinkelokular mit 82° Gesichtsfeld. Damit kann man gut starten. Die Tuben werden oft mit Vixen-Level Trapezschiene (2“) ausgeliefert. Manchmal gibt es die Option, den Tubus mit Losmandy-Level Schiene (3“) zu bekommen. Die breitere Schiene kann ich nur empfehlen. Wir haben -aus Unwissenheit- mit der 2“ Schiene angefangen - ein Fehler. Die 3“ Schiene ist deutlich stabiler, und tordiert gegenüber der 2“ Schiene viel weniger, bis gar nicht.

Auch mit dem Sucher kamen wir Anfangs überhaupt nicht zurecht.
Erst ein Telrad Sucher brachte die (Er)Lösung, den wollen wir nicht mehr missen. Andere, nicht vergrößernde Sucher funktionieren ähnlich, z.B. Leuchtpunktsucher. Aber das ist Geschmacksache.

Für Mondbeobachtungen empfehle ich (weil der bei entsprechender Vergrößerung recht hell ist) einen ND-Filter, der das Bild etwas abdunkelt. Sonst blendet der Mond unangenehm.
Die beste Erfahrung haben wir mit einem einstellbaren Filter gemacht, der aus zwei gegeneinander verdrehbaren Polarisationsfiltern besteht,
und wie ein Drehdimmer funktioniert. So kann sich jeder die Helligkeit gerade so einstellen, wie es ihm passt.

Tauschutzkappe, mit oder ohne Heizung, ist ein Muss.
Wenn die Schmidt-Platte erst einmal beschlägt oder gar vereist, ist der Spaß in der Regel für diese Nacht vorbei. (Es sei denn, Du hast einen Fön dabei......)

Ich wünsche Dir viel Freude mit Deinem neuen Hobby, und bin sehr gespannt, was Du über Deine Entscheidung und erste Beobachtung mit eigenem Gerät berichten wirst.

CS

Dietmar
 
Hallo Simon,

Ich wohne leider zwischen zwei großen Städten. :-(
das ist nicht wirklich vorteilhaft :rolleyes:.

Da denke ich, das Du noch mehr auf die Transportabilität achten solltest.

Der C9,25 ist da von seinem Eigengewicht nicht das Problem.
Da wird eine stabile Montierung (Astrofotografie im Hinterkopf) mehr zu Buche schlagen.
Transport wären dann für visuell:
- Tubus
- Achsenkreuz
- Stativ
- Okulare und Zubehör (Taukappe, Filter usw.) in Tasche/Koffer
- (Camping)Tisch und erst mal (Camping)Stuhl. Alles aus dem Kofferraum des Autos heraus wäre mir zu umständlich.
- bei GoTo Stromversorgung
Denke auch daran, das ganze Gerödel muss auch wieder zurück ;).

Für Fotografisch kommt da noch einiges dazu. Aber Du legst ja erst mal Deinen Fokus auf das Visuelle.

Bei Planetenvideos fällt so eine, z.B., ZWO Asi Kamera vom Gewicht her nicht so auf, aber Notebook kommt halt dazu, samt Verkabelung. Dafür muss auch die Stromversorgung ausgelegt sein, speziell für das Notebook. Nicht's blöder als wenn der Akku plötzlich leer ist. Schon erlebt. Zwar nur auf dem Balkon, trotzdem ärgerlich. Jetzt hänge ich das Notebook immer an die Außensteckdose.
Was auch zu bedenken ist bei der Astrofotografie, ob nun DSL oder Planetenkamera, ist Dein Teleskop belegt.
Viele betreiben das ganze getrennt. Equipment für Fotografie und Equipment für Visuell.
Bei Planetenvideos ist der zeitlich Aufwand nicht so groß wie bei denn langen Belichtungszeiten bei der Deep Sky Fotografie.
Bei Planetenvideos erstellst Du Videos mit etwa 2000 bis 6000 Frames bei sehr kurzen Belichtungszeiten. Da dann sicherlich auch mehrere Videos, danach dann die Kamera aus dem OAZ und Okular rein und es kann visuell weiter gehen.
Deep Sky ist da schon viel aufwendiger. Ohne Zweitgerät stehst Du daneben und wartest.
 
Vielen Dank für die vielen Hinweise.
Ich möchte dazu ein paar Dinge sagen.


1. am Anfang wird erst mal das Ziel sein, das Teleskop schnell auf und ab bauen lernen und die verschiedenen Objekte des Interesses gut anfahren zu können, scharf stellen, rum probieren mit Okularen etc. So die allgemeine Handhabung halt. Deswegen glaube ich, ist es erstmal nicht so schlimm, wenn ich das in einem etwas helleren Umfeld übe. Ich meine was bringt es mir, wenn ich 40 km weit fahre, um dann festzustellen, dass ich mit allem noch gar nicht so richtig umgehen kann.

2. es soll vor allem Spaß machen. Spaß ist für mich nicht gleichbedeutend mit Erfolg. Mein Ziel ist es nicht, die schönsten Bilder vom Jupiter zu machen und damit in die Hall Of Fame der Hobbyastronomie aufzusteigen. Es soll für mich ein Abenteuer werden.

Deswegen wirklich nix für ungut, die Fotografie soll irgendwann mal ein Thema werden, aber sicherlich nicht mit DSLR für 2.000€ und Laptop für 2.000€ mit Software für 1.000€ und dann noch mal einem extra Teleskop damit ich während der Belichtungszeit auch was zu tun habe. Wenn ich es schaffen würde, mit meinem Handy ein bis zwei schnieke Fotos zu machen und meinen Freunden zu zeigen, wie cool ich bin :) Das würd mir schon vollkommen reichen.
Das soll jetzt kein Angriff gegen Menschen sein, die das so wollen. Ich wiederhole nur das ist nicht mein Anspruch. Dafür empfinde ich mich selbst mit meinen Fähigkeiten noch viel zu weit weg.


Ich bleibe da beim Zitat von @mbba18 , die ersten ein bis zwei Jahre rein visuell und erstmal klar kommen. WENN ich dann ein Teleskop habe, welches schon für die Fotografie geeignet ist, perfekt. Dann kann ich mich da langsam rantasten. Dazu kommt noch, dass ich an normaler Fotografie wenig bis kein Interesse habe und somit hier auch vollständig neue Ausrüstung angeschafft werden müsste.


DESWEGEN ZUSAMMENGEFASST

Nochmal fettes Danke an alle, die hier wirklich ausführlichste Informationen zur Fotografie und deren ganzen Möglichkeiten auflisten, aber dazu fühle ich mich noch nicht bereit. Ich habe mich da im Eingangspost wohl falsch ausgedrückt.


Frage an euch, ist es denn möglich, mit so einer Handyhalterung bspw. vom Mond oder so ein paar Schnappschüsse zu machen, die man vorzeigen kann?
 
Hallo!

Frage an euch, ist es denn möglich, mit so einer Handyhalterung bspw. vom Mond oder so ein paar Schnappschüsse zu machen, die man vorzeigen kann?

Aber sicher doch. Suche mal in diesem Forum nach Beiträgen von Hans Seip. Der hatte letztes Jahr mal eine „Handyphase“ (hat er vielleicht noch?) in der er hier massenhaft tolle Bilder gezeigt hat, die er mit der Handykamera aufgenommen hat.

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo Simon,

das mit der Grund-Hanhabung auf Deinem nahe gelegenen Beobachtungsplatz zu erlernen ist m.E. keine schlechte Idee.
Da fällt ein evtl. Geschleppe, also Dein angedachtes Setup, nicht so sehr in's Gewicht.
Aber glaube mir, wenn Dich der Virus gepackt hat, da kommt schnell das Verlangen auf, aus deinem "hellen" Umfeld in dunklere Gefilde zu wandern.

Das mit der Handyhalterung ist so eine Sache.
Man muss erst mal eine passende finden.
Und, zu mindest ist es bei meiner so, dass die nicht um die Okulare passt die ich gerne verwenden möchte.
Da vorher genau informieren an welche Okulare das Ganze passt.
Freihändig mit dem SmartPhone ist das mit den Schnappschüssen eine arges Gefriemle.
Wenn es dann hin haut, kommt da schon was nettes heraus.

Ein Beispiel:
Nicht am blauen Saum stören, der kommt von meinem Achromaten. Dazu kommt noch, dass ich das SmartPhone wohl auch schief gehalten habe.
20181014_190739_klein.jpg


20181014_190747.jpg


Dieses mit meiner ZWO Asi224
090719_215_g6_ap41_conv_klein.png
 
Also wenn ich sowas hinbekommen würde, würde ich mich schon fühlen wie ein König!
Danke für die Bilder.
 
Wie Maximilian schon erwähnt hat, sind mit dem SmartPhone wirklich erstaunliche Ergebnisse zu erzielen.
Da hab ich auch schon wirklich tolle Sachen gesehen.
Ist einfach Übungssache. Muss man sich reinfuchsen.

Ich nutze das SmartPhone nur gelegentlich, hauptsächlich nutze ich halt meine ZWO.
 
Hallo Simon,
hast Du eine einfache Spiegelreflexkamera?

CS

Dietmar
 
Hallo Simon,

das C9.25 halte ich grundsätzlich für eine sehr gute Wahl, es wäre auch mein Traumgerät. Mal abgesehen von ausgedehnten Nebeln, (für die Du ergänzend noch ein Weitfeldgerät mit einer Brennweite von höchstens ca. 700mm bräuchtest), werden Deine übrigen Beobachtungsziele Mond, Planeten, Galaxien und Sternhaufen damit hervorragend zu beobachten sein. Mit einem Reducer und z.B. dem Pentax XW30mm Okular kann man mit dem C9.25 bei ca. 50x sogar die gesamten Plejaden noch erfassen, also ca. 1,5 Grad reales Bildfeld erreichen. (Mit einem C11 wäre das schon nicht mehr möglich).

Der Tubus ist mit nackt ca 8,4kg noch sehr kompakt und transportabel, und dank des etwas weniger stark gekrümmten Hauptspiegels fällt dieser dünner und leichter aus, weshalb die Mechanik hier noch kein Shifting zeigt (wie beim C11) und was in Verbindung mit dem etwas längeren Tubus zu einem merklich schnelleren Auskühlen führen soll: im Unterschied zu einem C8 soll das C9.25 lt. einigen Beobachtern eine halbe Stunde schneller startklar sein. Allerdings gilt das für die non-Edge Variante, die ich gegenüber dem EDGE aus folgenden Gründen favorisieren würde (besonders wenn Deine fotografische Ambitionen ausdrücklich nicht in Richtung High End gehen):

1.Der im Blendrohr eingebaute Korrektor behindert den Luftaustausch, daher dauert das Auskühlen deutlich länger.

2.Die Kollimation hat mit Korrektor engere Toleranzen, d.h. sie ist etwas weniger stabil und auch kritischer einzustellen, weil der "Sweetspot" den man treffen muß, kleiner ausfällt. Ist im praktischen Gebrauch vermutlich nicht gravierend, aber zu beachten.

3.Für die Edges waren bisher keine visuellen Reducer verfügbar, (ich weiß nicht ob sich das inzwischen geändert hat?), die Plejaden wären damit also nicht mehr drin, denn ein genügend weitwinkliges ca 50mm 2" Okular gibt es meines Wissens nicht.

4.Die enspannteren Spiegelradien des C 9.25 wurden seinerzeit eingeführt, um die Randabbildung der SCs zu verbessern, d.h. im Unterschied zur übrigen Baureihe hat schon die normale Version des Neuners ein deutlich ebeneres Bildfeld mit weniger Koma, was nicht nur fotografisch sondern auch visuell auffällt. Damit ist hier der zusätzliche Gewinn durch denn Korrektor nicht mehr so groß.

Außerdem werden derzeit die modernen Bildsensoren immer leistungsfähiger, d.h. sie erreichen mit kleineren Pixeln plus einem fotografisch ohnehin nötigen Reducer auch bei kleinerem Sensor schon Bildfelder, die genügend groß sind. M. a. W. man muß am C9.25 fotografisch nicht unbedingt das gesamte Feld ausschöpfen, sondern kann einen kleineren Sensor wählen und damit die Randzone einfach weglassen und sich mit der inneren Zone bester Abbildung begnügen, die beim normalen C9,25 wie gesagt systembedingt eh schon verhältnismäßig größer ausgedehnt ist (und deren Korrektur im EDGE nicht besser ist, dessen Vorteile betreffen nur die Randzone). Denn der Preis für den verhältnismäßig kleinen fotografischen Feldgewinn fällt saftig aus:

5.Die EDGE-Variante ist doppelt so teuer, und für die rund 1800 Euro Aufpreis könntest Du Dir visuell einiges an wertvollem Zubehör anschaffen, dass m.E. visuell einen deutlichen Mehrwert brächte, z.B. einen schönen Binoansatz mit entsprechenden Okularpaaren, was gerade bei Mond und Planeten gegenüber einäugig zu ganz wunderbaren und viel eindrucksvolleren Beobachtungen führt. (Vorausgesetzt Du schielst nicht latent und hast z.B. mit Fernglasbeobachtung oder am Mikroskop keine Probleme damit)

Fotografisch könntest Du Dir für weniger Geld (ca. 1300) auch einen Hyperstaransatz für das normale C9.25 anschaffen, der hätte dann die Randkorrektur ebenfalls eingebaut und würde bei erstklassiger Bildkorrektur darüberhinaus die Lichtstärke auf fabelhafte f/2.3 erhöhen bei 540mm Brennweite: das sind Werte die auch der beste Apo nicht erreicht... Und für das restliche Geld noch eine DeepSky-Kamera anschaffen. (Apropos Kamera, für Fotografie mit Planetenkameras mit schnellen kleinen Sensoren, wofür die SCs geradezu prädestiniert sind, hätte ein Edge erst recht keine Vorteile, da das genutzte Bildfeld hier ja nur sehr klein ist).

Und wenn Du gerne spektroskopisch spielen möchtest, oder vielleicht mal Videoastronomie/EAA ausprobieren, was ich gerade bei lichtverschmutztem Himmel sehr empfehlen kann, wäre mit dem gesparten Geld auch hier ein komfortabler Einstieg möglich.


Die Edge-Variante ist m.E. daher beim C9.25 summa summarum nicht so attraktiv, und wenn unbedingt gewünscht, dann m.E. eher beim C8 sinnvoll, wo der Randschärfegewinn auch visuell positiv auffällt. Ansonsten haben die Edges noch den Vorteil, dass sie etwas wertstabiler sind - das wäre mir angesichts der saftigen Aufpreise aber zu wenig. Aber natürlich gilt hier wie immer: YMMV

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht, der meine Wahl wirklich deutlich Richtung „Non Edge“ verschiebt!
 
Ich kann dem Mathias nur zustimmen.

CS

Dietmar
 
Verehrtes Forum,

ich habe eine Frage an euch, bezüglich eures Inputs an mich.

Ich habe nun im Bezug auf die oftmals angesprochene Transpotabilität (danke vielmals hierfür) ein Celestron CPC 800 ins Auge gefasst.
Das empfinde ich als handlicher und dank GPS auch mega schnell eingerichtet für die Beobachtung.

Taukappe = kommt sicherlich mit. Dank der Tipps hier.

Was haltet ihr von meiner Idee? Ich bin durchaus bereit, viele Kompromisse einzugehen, sollte ich das passende Gerät für mich finden.

Danke euch :-)
 
Hallo Simon.

Ich glaube - und viele sagen das auch - , dass beim SC eine Öffnung von 8" in Bezug auf das Verhältnis von Größe, Gewicht, Transportabiltät, optischem Potential und Preis so was wie den Sweetspot darstellt. Das Neuner zeigt zwar öffnungsgemäß mehr Auflösung und Grenzgröße, ist dafür aber auch schon sehr deutlich größer, schwerer und teuerer und aufwendiger zu montieren.

Was die Montierung angeht, bietet die azimutale Doppelgabel beim CPC natürlich eine höhere Stabilität für's visuelle Beobachten, als z.B. die einarmige Evolution-Serie, aber diese Montierungsform hat auch ihre Nachteile: Du kannst keine anderen Teleskope einsetzen, der OTA ist fest eingebaut, was bedeutet, dass die Montierungsgabel immer mit dem Teleskop zusammen transportiert werden muß. Das ist selbst mit dem "kleineren" C8 dann weder besonders kompakt, noch besonders leicht: gut 20kg wiegt der CPC-Klumpen schon, das Stativ mit 12kg kommt noch dazu. Ein Akku ist bei der CPC-Variante auch nicht eingebaut.

Die einarmige Evolution wäre demgegenüber zwar etwas teurer, aber visuell für das 8er ausreichend stabil und mit gut 18kg Gesamtgewicht viel leichter als die fast 32kg (zuzüglich Akku) beim CPC. Ein (guter) Akku ist für den Mehrpreis bei der Evolution auch schon eingebaut und Du kannst da den OTA abnehmen, was den Transport doch sehr vereinfacht, und auch erlaubt, andere Teleskope zu montieren. (Im Rahmen der Tragekraft, und nur solange deren Tuben kurz genug sind, weil sie sonst schnell am Boden der Monti anstoßen können oder weil der Einblick unbequem wird.)

Generell haben azimutale Montierungen zwar den Vorteil, dass sie schneller aufgebaut und eingerichtet sind und oft noch keine Gegengewichte brauchen und wegen der kürzeren Hebelverhältnisse kompakter und leichter zu bauen sind, bzw. mehr tragen können. Auf manchen Varianten (z.B. iOptron Mini Tower) lässt sich bequemerweise auch ein längeres zweites Teleskope parallel betreiben, so dass man die SC-Telekanone auf der anderen Seite noch mit einem Weitrefraktor als Gegengewicht ergänzen kann.

Aber leider führt die azimutal unvermeidliche Bildfeldrotation beim Nachführen dazu, dass Du fotografisch nur wenige Sekunden belichten kannst. Für kurze Planetenfilmsequenzen, die anschließend am Rechner gestackt und derotiert werden können, geht das, und visuell stört die Bilddrehung keinen. Stacking und Derotieren haben jedoch ihre Grenzen, weshalb langbelichtete tiefe DeepSky-Aufnahmen mit azimutalen Montis nicht wirklich machbar sind. Fotografisch ist daher eine stabile parallaktische Monti das Mittel der Wahl, auf der man natürlich auch visuell gut beobachten kann. Wobei die zwar schwerer und anspruchsvoller aufzubauen, aber dafür universell einsetzbar ist. Wer dagegen eher visuell unterwegs ist und mit den fotografischen Einschränkungen leben kann, dem bietet eine leichtere azimutale Monti einige Annehmlichkeiten. Deshalb haben manche ja auch beides ;-)

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Simon,

das was mein Namensvetter geschrieben hat, habe ich so oder so ähnlich auch zusammen sammeln können.

Ich bin so einer der beides hat, Alt/AZ, parallaktisch ;).

Die EQ-6 R wurde für zukünftige Astrofotografie angeschafft.
Sehr stabil, wertig, leise. Aber eben "bockschwer".
Stromversorgung, Netzteil (Balkon, Terasse) oder Powerpack muss zusätzlich angeschafft werden.
Ausgewiesene Tragkraft 20 Kg.

Da ist die iOptron AZ Pro GoTo schon ganz was anderes.
Der Kopf wiegt 4,5 Kg und das Stativ 8 Kg (2" Stahlstativ), summasumarum also 12,5 Kg. Das ist wirklich transportabel.
Auch bringt sie einen eingebauten (austauschbaren) Akku mit, der gut zwei Abende/Nächte durchhält, wenn man dann auflädt ;).
Die Montierung ist ebenfalls stabil, wertig und auch extrem leise.
Die ausgewiesene Tragkraft ist 15 Kg.
Ohne Säulenverlängerung, also das 2" "Standard" Modell, passen da MCs, SCs und Refraktoren bis ca. 600mm Brennweite bestens drauf.
Mit Säulenverlängerung auch bis 1200mm Refraktor Brennweite. Bei 1200mm Brennweite dann aber auch mit Gegengewicht.
Des weiteren bringt sie noch einige elektronische Helferlein mit.
Mit einem weiteren Griff in den Geldbeutel können dann auch zwei Teleskope gleichzeitig betrieben werden.
Wie von Mathias schon erwähnt, Deep Sky Fotografie ist sehr, sehr eingeschränkt möglich.
Planetenvideos geht bestens.

Zum Aufstellen tu ich mich recht einfach, da ich hauptsächlich auf dem Balkon beobachte.
Für die beiden Stative sind Markierungen auf dem Balkonboden. Für die iOptron nicht zwingend notwendig, da Alt/AZ und elektronische Unterstützung da ist.
Für die EQ-6 R sehr hilfreich.

Ich bin mit beiden Montierungen sehr zufrieden.
Jede hat halt ihre Vorzüge und Nachteile. Danach werden sie halt eingesetzt.
Wie das halt auch bei Teleskopen so ist. Für Weitfeld kommt eben der 120/600mm Refraktor FH, oder der 120/1000mm Refraktor FH, zum Einsatz und für Deep Sky Detail oder Mond/Planeten eben der C8.
 
Ok, habe ich verstanden.

Mit den verschiedenen Montierungsarten hab ich mich noch gar nicht so eingehend beschäftigt.
ich fasse für mich zusammen:

Es wäre dann aufgrund des Gewichtes doch eher ein 8“ SC (im Moment Celestron OHNE Edge HD, Gründe sieht weiter oben von euch). Dazu dann aber eine parallaktische Montierung. Wenn ich schon viel Geld ausgebe, dann will ich auch ein variables System.


Einmal eins kaufen, was für immer fest montiert und definiert ist, gefällt mir dann eher weniger. Das wusste ich aber bisher bei den anderen Aufhängungen nicht, vielen vielen Dank!
 
Sorry für den Doppelpost,

auf dem Marktplatz das Angebot von den Teleskopspezialisten, ein 8“ Celestron auf parallaktischer Montierung für Ich glaube 2050€ oder so, das wäre dann doch im Prinzip das Mittel der Wahl für mich, oder?
 
Hallo Simon,

Du meinst dieses Angebot:
C8 AVX

Zum C8 brauche ich wohl nicht's mehr zu sagen ;).

Was ich über die AVX in Erfahrung bringen konnte, scheint die wirklich gut für einen C8 geeignet zu sein.
Laut Angabe trägt sie ca. 15 Kg. Da hast Du noch Luft nach oben für die spätere Astrofotografie (Deep Sky), da der C8 ja "nur" 5,6 Kg wiegt. Es soll sogar ein C11 für rein visuelles Beobachten noch gehen.
Auch soll die Elektronik, der Computer im Handcontroller, einiges zu bieten haben. Speziell was das Einnorden angeht.
Was etwas störend ist, Du musst für eine Stromversorgung sorgen.
Da ist, wenn ich es recht verstanden habe, nur ein Zigarettenanzünderkabel dabei.
Also Netztteil für den zu Hause Einsatz und/oder Powerbank für den Acker.
Taukappe nicht vergessen ;), entweder selbst basteln (Moosgummimatte schwarz) oder fertig kaufen. Die gekauften fallen aber ein bissi kurz aus. Habe aber selbst eine gekaufte und komme gut damit klar.

Doch noch was zum C8 :whistle:.
Es ist sehr zu überlegen sich eine Baader ClickLock-Klemme 2" speziell für den SC C8 anzuschaffen.
Der C8 wird nur mit 1,25" ausgeliefert, verkraftet aber bestens 2".
Da wird der originale Stutzen einfach abgeschraubt und die Baader ClickLock-Klemme angeschraubt und schon kannst Du einen 2" Zenitspiegel verwenden.
Dazu gäbe es dann noch den Baader ClickLock 2" Zenitspiegel mit 99%. Das teil kostet leider :( 265,-€. Den werde ich mir später zulegen. Es gibt so ein System auch von Omegon.
Diese Systeme haben den Vorteil, dass man prima mit Handschuhen die Okulare fixieren kann, als mit den üblichen zwei oder drei Schräubchen. Bei dem ClickLock hast Du einfach einen Hebel und kannst das Okular oder den Zenitspiegel fixieren. Hält bombenfest.
Kann man sich aber alles nach und nach anschaffen.
Denke auch an ein Reduzierstück von 2" auf 1,25". Entweder auch als ClickLock oder erst mal einen "normalen".

Ich weiß jetzt nicht was bei der Kombination an Okularen mitgeliefert wird, wenn überhaupt welche :rolleyes:.
Drei sollten es schon sein.
1 für Übersicht ca. 32mm bis 40mm
1 für mittlere Vergrößerung, ca. 15mm bis 20mm
1 für hohe Vergrößerung, ca. 5mm bis 10mm.
Da so ein C8 nicht Okularkritisch ist brauchst Du nicht zwingend Hochpreisig einsteigen. Ich denk mal so ab 100,- bis 250,- € wirst Du für Dich geeignete Okulare finden. Achte darauf, dass Du welche mit einem Gesichtsfeld ab 60° anschaffst. Wenn Du Brillenträger bist auch auf den Augenabstand achten, ca. 16 bis 20mm sollten es sein.

Was ich auch empfehlen würde, ist eine 90° Winkelsucher. Der Einblick ist einfach bequemer als bei den geradesichtigen.
Allerdings war es bei meinem C8 so, dass der geradesichtige originale Sucher insgesamt am C8 verschraubt war. Also einen passenden Sucherschuh zum 90° Winkelsucher anschaffen. Ich hatte schon einen 90° Winkelsucher für meine Refraktoren FH, also war nur der Sucherschuh anzuschaffen. Muss auch nicht sofort sein.

Du siehst da kommt einiges zusammen.
Nur mit Teleskop und Montierung, was schon schwierig genug ist da was passendes zu finden, ist es nicht getan.
Es gibt viel zu erlernen und zu staunen, wenn der erste Blick durchs Teleskop (bzw. Okular) erfolgt.
Pack's an :D(y).

P.S. Wenn Du bei Teleskop-Spezialisten bestellst, ruf vorher an. Der Herr Kloß ist sehr freundlich und kompetent.
Auch werden die Teleskope dort noch geprüft und justiert. Dauert zwar etwas länger, aber es lohnt sich zu warten. Du bekommst ein 1A eingestelltes Teleskop und auch überprüfte Montierung. Alles bestens verpackt.
 
Vielen Dank für diese ausführliche Beschreibung.


Ja. Das Sparen fängt jetzt an. Aber ich habe ja jetzt alle Infos, die ich brauche. Ich bin halt wie gesagt echt der Meinung, lieber einmal was ordentliches gekauft als 3 mal Schwachsinn bis man dann das hat, was man will.

So sollte man auch Foren nutzen. Ist echt total super hier, dank dem vielen Input von jedem Beteiligten weiß ich jetzt genau, was ich brauche.

Am Anfang wie gesagt eh nur Visuell. Fotografie erst, wenn ich absolut gut damit klar komme
 
Dann mal frohes sparen (y).

Ich hatte auch erst vor gleichzeitig mit der Fotografie anzufangen.
Deshalb auch die EQ-6 R.
Hab das Vorhaben, nach Lektüre und diversen Informationen, dann erst mal bis auf weiteres verschoben.
Gehe jetzt erst mal den Weg über Planetenvideos.
 
Hallo verehrtes Forum.

Wie es der Zufall so will, hat mir mein Kollege sein Teleskop für eine mehr oder weniger symbolische Summe überlassen.
Es handelt sich hierbei um ein Newton Skywatcher 150p mit EQ3-2 Montierung ohne Motoren etc.

Bezahlt habe ich für das Ganze lächerliche 50€ plus ein Kasten seines Lieblingsbieres.
Da konnte ich einfach nicht nein sagen.


Ist natürlich drei Nummern unter dem, was ich eigentlich vor hatte, aber ich hab mich vorher ausreichend informiert und der Fotografie dann erstmal vollends abgesagt.

Was soll ich sagen, der Virus hat mich voll erwischt (aber nicht Corona :-) ). Mit dem Teleskop umgehen klappt für meine Verhältnisse außerordentlich gut, ich konnte gestern in der späten Dämmerung schon mal die Venus beobachten.
 
Hallo Simon,

mit einem Skywatcher 150/750 auf Eq3-2 hab ich auch angefangen.
Das Ganze ist zwar nicht ganz wackelfrei, aber die ersten und bleibenden Wow-Effekte wirst Du damit erleben.
Wen ich es recht in Erinnerung habe lässt sich die EQ3-2 über die biegsamen Wellen sehr schön Nachführen.
Für 50,-€ und ne Kiste Bier hast Du bestimmt nichts falsch gemacht (y).
Lass Dir von Deinem Kollegen noch zeigen/erklären wie man den Newton justiert.
Sammle mit dem Teleskop und der Montierung Deine Erfahrungen, es wird nicht Dein letztes bleiben, wenn Dich der Virus gepackt hat ;).

Weiterhin viel Spaß (y).
 
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