Astrofotografie - welches Teleskop??

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Julian_Wessel

Aktives Mitglied
Hallo Leute,

da ich mit meinem alten Teleskop so ziemlich die Grenzen des Möglichen erreicht habe wollte ich mir nun ein neues zulegen.
und zwar maßgeschneidert auf die Astrofotografie.

Mein Hauptaugenmerk liegt dabei bei Galaxien und Nebeln.

Was könnt ihr mir empfehlen? Mein Budget ist so 2000 - 2500 Euro.

Gruss Julian
 
Hallo Julian,

2000-2500 Euronen sind schon eine ganze Menge Geld. Die Frage ist nur, was meinst Du genau?

Meinst Du ein Teleskop mit Montierung oder hast Du schon eine? Welche?
Welche Kamera hast Du? Oder soll die mit vom Budget angeschafft werden?
Willst Du Guiden? Standalone oder PC? Hast Du vielleicht sogar schon einen Guider?
Hast Du einen festen Standort oder musst/willst Du mobil sein?

Und nicht zuletzt: welche Erfahrungen hast Du schon in der Astrofotografie? Welches Teleskop auf welcher Montierung ist schon vorhanden?

Das sind wichtige Infos ohne die man Dir beim besten Willen keine vernünftigen Empfehlungen geben kann.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Markus,

Ja ein Teleskop mit Montierung, da meine EQ3 nicht ausreicht.
Ich besitze eine Canon450D und eine Alccd5l die ich dann auch zum Guiden benutzen könnte.

Also mobil sein ist jetzt kein muss. Dafür würde ich dann mein vorheriges Setup benutzen.

Zurzeit besitze ich ein Skywatcher Newton 150/750 auf einer EQ3 Montierung mit der ich schon einige passable Fotos geschossen habe.
Mein Hauptproblem das ich mit dem jetzigen Setup nicht in die höheren Belichtungszeiten komme und somit nur sehr Lichtstarke Objekte ablichten kann.

Ich hoffe das hilft euch ein bisschen weiter.

Gruss Julian
 
Hallo Julian,

So wie es aussieht, ist weniger Dein jetziges Teleskop das begrenzende Element, sondern die Montierung. Mit einem 6"er kann man nämlich auch schon ganz hervorragende Bilder machen. Ich würde an deiner Stelle also die Optik erst mal behalten und sie gegebenenfalls optimieren und stattdessen in eine vernünftige Monti und eine Guidinglösung investieren.

Mein Tipp:
- Eine NEQ-6 Skyscan Gotomonti mit Autoguidereingang,
- Ein guter Komakorrektor (falls noch nicht vorhanden),
- Astromodifizierung der 450D (falls noch nicht geschehen),
- Ein stabiles Leitrohr oder ein OAG,
- Ein vernünftiger OAZ für den Newton. Baader Steeltrack oder besser (Feathertouch).

Dazu noch den 6"er mit Velours auskleiden, eventuell ein größerer FS für bessere Ausleuchtung, eine Flatfieldfolie, Lüfter für den HS. Tisch und Notebookzelt für den PC, warme Klamotten. Und ein gutes Fernglas oder ein kleiner Dobson (130er Heritage) zum spechteln wenn die Aufnahme läuft.

Dann dürfte das Budget auch schon so ziemlich aufgebraucht sein. Eine stabile Monti ist das wichtigste für die Astrofotografie. Und der Sprung von einem 6"er auf einen 8"er Newton bringt nicht so viel. Und für einen 10"er wäre die EQ-6 schon wieder zu klein. Du könntest auch den Newton durch einen Refraktor ersetzen, aber auch das wird im Ergebnis keinen gewaltigen Unterschied zum 6"er bringen.

Hier kommen sicherlich noch andere Meinungen zu dem Thema, aber das sehe ich in Deiner Situation als sinnvoll an.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Julian

Marcus hat absolut recht. so ein 6" Newton ist zum fotografieren eigentlich ein sehr gutes Gerät. Es muss halt nur geguidet werden um längere Belichtungszeiten zu erreichen und das volle Potential des kleinen Newtons auszuschöpfen.
Von daher auch meine Empfehlung zur EQ6.
Bei Bedarf kannst Du dieser dann später auch noch ein grösseres Teleskop zumuten.


Die EQ-6 trägt bei mir übrigens sehr zufriedenstellend auch einen 10" Skywatcher Newton , der mit Guidingcam am Sucher, Rohrschellen, Prismenschiene,DSLR und GPU Korrektor nur 14,5 kg wiegt. Auch fotografisch funktioniert das zumeist absolut problemfrei.

Gruss
André
 
Das klingt alles ziemlich eindeutig. Nur hab ich mal gehört das mein Teleskop für die Fotografie eher ungeeignet ist..

Eine EQ6 klingt schon gut. Kann man gebrauchte Ware empfehlen oder gibt es hier im Forum welche die ihre verkaufen wollen?

Gruss Julian
 
Hallo Julian,

ich kann mich meinem Vorschreiber Marcus nur anschließen. Das liest sich wie ein schlüssiger Plan, nur den OAG würde ich bei einem 6"er überdenken! In Sachen Spiegelshifting zwar so ziemlich die einzige Lösung, aber ich fand die Leitsternsuche an meinem 8" SC echt nervig...

Zitat von mettling:
Du könntest auch den Newton durch einen Refraktor ersetzen, aber auch das wird im Ergebnis keinen gewaltigen Unterschied zum 6"er bringen.

Den Schritt habe ich gemacht und nie bereut, ganz im Gegenteil! Mir pers. gefallen (bis auf wenige Ausnahmen) die Bilder ohne Spikes besser und zum anderen ist der kleine APO justagestabiler als ein schneller Newton. Darüber hinaus tritt kein Spiegelshifting auf und selbst mit Leitrohr lässt sich das ganze, dank seiner Kompaktheit, auch noch gut ausbalancieren. Die Entscheidung solltest du aber mit dir im kleinen Kämmerlein ausmachen, du kannst mit beiden Optiken auf einer NEQ6 richtig gute Bilder machen.
 
Hallo Markus,

wie kriegst Du Spiegelshifting bei einem Newton?

Grüße

fquadrat
 
Hallo fquadrat,

Spiegelshifting war nicht ganz der korrekte Ausdruck, ich meinte eher den Drift, der entstehen kann wenn sich die Lage des Spiegels bei langen Belichtungszeiten ändert, oder der Tubus sich lagebedingt/temperaturbedingt biegt (Spiegelshifting tritt sonst eher bei einem SC auf).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich habe damals den Fehler gemacht, vom 6" auf den 8" Newton umzusteigen, anstatt in einer größere Montierung bzw einen Autoguider zu investieren. Mittlerweile nehme ich im Übrigen sogar lieber den kleinen Refraktor als die beiden Newtons.

Darum schließe ich mich an und rate dir, den Newton erstmal weiterhin zu nutzen und als erstes einfach nur eine größere Montierung zu erwerben und mit dem Set-Up erstmal das maximal-Mögliche herauszuholen, als nächster Schritt wäre dann ein Autoguider sinnvoll.
 
Hallo Julian,

Ein 6" f/5-Newton ist prinzipiell ein sehr gut geeignetes Fototeleskop. Er sollte halt nur fotografisch optimiert sein. Und die Bauteile und der Aufwand für diese Optimierung kosten leider deutlich mehr als die 230€ für den Skywatcher OTA allein. Allein ein Feathertouch kostet schon mehr als doppelt so viel.
Du könntest den Tubus auch verkaufen (bringt etwa 100-120€) und dann einen bereits optimierten 6"er oder 8"er anschaffen. Dann wird es aber schon eng mit dem Budget.

Refraktor oder Reflektor, beides geht gut. Aber beides ist fotografisch optimiert nicht ganz billig. Ein guter Foto-Apochromat im 80mm kostet sicher ebenso viel wie die Optimierung deines vorhandenen 150mm Teleskops. Zeigt aber keine Spikes. Es ist also, wie Markus schon schrieb, auch eine Frage der persönlichen Vorliebe.

Hast Du in Deiner Umgebung einen Astroverein oder eine Volkssternwarte, wo Du Dich mal mit erfahrenen Astrofotografen kurzschließen könntest? Ich denke das würde Dir eine ganze Menge bringen.

Bis dann:
Marcus
 
Servus Julian,
kann nur bestätigen, dass Du am meisten Geld in die Montierung stecken solltest. Die angesprochene EQ6 ist im Preis-Leistungsverhältnis unübertroffen, aber auch schon recht schwer. Hast Du einen Platz, wo Du Dein Equipment stehen lassen kannst? Leichtere Alternative: i-Optron IEQ45 (ca. 1400,-) oder IEQ30 (ca. 1050,-), diese Montierungen kenne ich nicht, es gibt aber Erfahrungsberichte im Netz. HEQ5, ca. 1000,-, habe ich als mobile Astrophotoplattform, funktioniert. Celestron hat eine AS VX herausgebracht, 890,-, die ich auf einen Treffen schon mal inspizieren konnte, scheint auch brauchbar zu sein, der Eigentümer hat sie jedenfalls behalten. All diese Montis sind etwas leichter als die EQ6, tragen aber auch etwas weniger. Dass geringere Gewicht macht sich jedoch kaum bemerkbar, weil Stromversorgung, Optik, Kamera, Rechner, Tisch usw immer ein riesen Berg Zeug ist, der erst mal verladen sein will.
Ein 6"f5 Newton ist sicher geeignet, allerdings sollte er einen 2" Auszug, einen 60mm Fangspiegel und genug Backfokus haben und die optische Qualität sollte passen. Die Skywatcher pds Newtons sind preisgünstig und funktionieren ohne große Modifikationen (evtl Fokussiertubus kürzen). Habe selbst den 5"f5 (unter 200 Euro), der 6"f5 wäre dann bei ca. 290,-.
Ein Korrektor wäre nötig, evtl der Pal Gulay (Teleskop Austria), dann würde ich Dir einen off axis guider statt Leitrohr empfeheln, da würde sich der OAG9 vom Ransburg anbieten, der nach ein paar Modifikationen steif genug für langbelichtete Aufnahmen ist. Eine Guidingcam hast Du schon, brauchst Du noch ein Labtop oder Netbook fürs Guiding und auf gehts.....

Schau Dir einfach Astrofotos an, hier im Forum oder auf astrobin, da wird meistens auch angegeben, welches Equipment im Spiel war.

Meine Astrofotogalerie: http://www.astrobin.com/users/Gottfried/

Wenn Du Fragen hast, rühr Dich einfach....

Sternfreundliche Grüße,

Gottfried
 
Hallo zusammen,

die Sache mit dem Gewicht ist so eine Sache, also wegen 5kg bei der Montierung würde ich keine Klimmzüge machen und die Montierung wählen, die mir von den technischen Parametern als optimal erscheint. Astrofotografie ist nunmal immer geschleppe!

Wo wir grad dabei sind, bisher wurde noch kein Wort über die Stromversorgung verloren... Wie stellst du dir das vor? Willst du im Garten Fotografieren, wo ein 230V-Anschluss verfügbar ist, oder willst du lieber mobil sein und damit das Ganze per Powertank versorgen?

Und wo Gottfried schon Alternativen zur NEQ6 ins Rennen bringt, würde ich dann aber auch die (noch teurere) AZ-EQ6 mit einbeziehen. Ob du den AZ-Modus brauchts oder nicht, so hat die AZ-EQ6 doch einige Vorteile gegenüber der "serien NEQ6". Zum einen ist die Polhöhenverstellung per Schnecke ein Traum, selbst unter Last ist es kein Thema die Polhöhe feinfühlig zu verstellen, im Gegensatz zur NEQ6, bei der du mit 2 gegeneinander arbeitenden Gewindeschrauben auf den Polblock "drückst". Zu dem Thema bietet Stephan (Astro-Mechanik) eine Modifikation der NEQ6 an. Darüber hinaus steht auch das Thema VTSB-Upgrade der NEQ6 immer wieder im Raum, hingegen scheint die AZ-EQ6 ein solches nicht wirklich zu benötigen. Als letzten Punkt, den Skywatcher bei der AZ-EQ6 meiner Meinung nach besser gelöst hat, bleibt die Gegengewichtstange zu nennen. Bei einem 6"-Newton und OAG sollte das absolut kein Thema sein, aber wenn du mal "Aufrüsten" willst, könnte dir die dünne Gegengewichtstange Probleme bereiten (durchbiegen). Neben diesen mechanischen Unterschieden, bietet die AZ-EQ6 auch noch ein kleines elektronisches Gimmick, nämlich die Möglichkeit deine EOS direkt mit der Montierung zu steuern (du kannst in der Handbox mehrere Belichtungsreihen (Belichtungsdauer + Anzahl) speichern und diese nach und nach abarbeiten. Das passende Kabel zu den 3-stelligen EOS war bei mir im Lieferumfang.

Die Software zur Ansteuerung der AZ-EQ6 läuft bei mir auch unter Win7/64 absolut rund...

Das waren die Gründe warum ich mich vor ein paar Monaten zum Kauf der AZ-EQ6 durchgerungen habe. Ich hatte einfach kein Bock mehr auf Gebastel an der Montierung und wollte nach meiner LXD-75 einfach eine Montierung haben, die macht was ich will und nicht was sie will (gerade im Bezug auf Autoguiding).

Falls du wirklich über diese Montierung nachdenken solltest, wird´s aber arg knapp mit der Budget-Obergrenze:

AZ-EQ6 1.700 €
GSO 6" Fotonewton + TS-OAG und TS-Komakorrektor 600 €
Bleiben 200 € für die Stromversorung und Veloursfolie und 2.500 € sind weg!

Flatfolie und ggfls. Lüfter für den HS müssten dann erst mal warten. Wenn du dann deinen alten Newton für nen Hunderter (oder etwas mehr) verkauft bekommst hättest du die nötige Kohle in der Tasche um dann auch noch deine 450D modifizieren zu lassen (sofern nicht schon geschehen).

Diesen Weg würde ich aber an deiner Stelle nur gehen, wenn ich zum einen wüsste, dass Astrofotografie mein Ding ist und ich dieses Hobby noch einige Zeit ausüben will und zum anderen die Instrumentenwahl sicher abgeschlossen wurde.


Wenn du eher "auf Nummer sicher" gehen willst, könnte das folgende Setup auch interessant sein:

Du schaust dich hier im Forum nach einer gebrauchten NEQ6 um, im günstigsten Fall wurde diese fachkundig mondifiziert, andernfalls nimmst du sie erst mal so, wie sie ist. Die Montierung, sofern du eine findest, solltest du komplett unter 1.000 € bekommen. Neben der Montierung schaust du hier nach einem 65Q (hat schon einen Flattener) oder einem 80er ED für den du dann noch einen Flattener brauchst. Den 65Q solltest du gebraucht um 500 € bekommen oder neu für 600 €. Darüber hinaus dann noch ein 80/400er Leitrohr in Leitrohrschellen für unter 200 € und ne Doppelbefestigung für ca. 100 €, Powertank max. 200 € und schon geht´s los. In diesem Fall wärest du mit 2.000 € dabei, könntest schon mal deine ersten Erfahrungen sammeln und je nachdem, wie diese ausfallen an der ein oder anderen Stelle "nachbessern". VTSB-Upgrade, Polblock von Astromechnik, Säule, usw. ...
Du hast ja schießlich noch was übrig vom Budget.

Wenn du das Geraffel gebraucht bekommst und dir gefällt die Astrofotografie so gar nicht, dann kannst du alles ohne größere Verluste wieder verkaufen und das Thema für dich abhaken.

Beide Lösungsvorschläge hätten den Charme, dass du deinen 6" Newton auf der EQ3 weiterhin zum Beobachen nutzen kannst, während das Fotogeraffel vor sich hin läuft.

Aber nichts desto trotz, wenn du die Möglichkeit hast, in deiner Nähe diese Gerätschaften live zu erleben und dich mit anderen Astrofotografen auserhalb von Foren in der Praxis austauschen kannst, nutze diese! Eventuell wird dir bei einer "Praxisvorführung" der ein oder andere Aspekt den ich bei der NEQ6 als Nachteil empfunden habe, gar nicht so schlimm erscheinen... Gleiches gilt auch für den OAG, den ich mir pers. nicht wieder antun würde, es sei denn es führt kein anderer Weg daran vorbei. Du siehst, dabei spielen so viele subjektive Faktoren eine Rolle, dass es schwierig wird, dir hier eine optimale Konfiguration zu empfehlen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Julian,

Das klingt alles ziemlich eindeutig. Nur hab ich mal gehört das mein Teleskop für die Fotografie eher ungeeignet ist..

ja, das hab ich Dir geschrieben. Aber damit nicht gemeint, daß der 6"er untauglich ist, sondern die Kombination vom 6"er und der vorhandenen Montierung. :D

Daher auch von mir der Rat, in eine tragfähige Montierung zu investieren...

Das kann auch eine gebrauchte sein. :)

Wenns Geld knapp ist kannst vorläufig auch auf den Komakorrektor verzichten. Dann sind am Rand die Sterne nicht mehr rund, sondern haben radial nach außen verlaufende Schwänzchen (= Koma). Das ist aber nicht tragisch. Da Du Galaxien ablichten möchtest, kannst die Bilder am Rand beschneiden. Bei 750 mm Brennweite und der EOS 450D hast dazu genügend Platz um die Galaxien. Die allermeisten Galaxien sind auf Deinen Fotos nämlich nicht bildfüllend. Es macht also nix, wenn Du etwas Rand wegschneidest...

Du wirst sowiso erstmal mit den ersten Bildern die Bildbearbeitung lernen müssen und gleichzeitig die Nachführung zum Laufen bringen müssen. Das sind schon genügend Baustellen fürs erste. ;)

Für Galaxien ist auch ein Astroumbau Deiner Kamera auf mehr H-Alpha-Empfindlichkeit nicht notwendig. Im Frühling hast genügend Galaxien zur Auswahl am Himmel...
 
Hallo Markus,
mich würde mal interessieren wieso du dir einen OAG nicht mehr antun würdest. Ich nutze schon immer einen OAG, ganz einfach aus dem Grunde, dass er im Gegensatz zu einem Leitrohr unschlagbar kompakt ist. Für mich funktionierte der bisher immer tadellos.
 
Hallo Victor,

da kommen bei mir mehrere Dinge zusammen, die mir pers. den OAG verleidet haben. Die mechanischen Probleme konnte ich zwar alle irgendwie lösen, aber die Leitsternsuche fand ich darüber hinaus immer extrem anstrengend, im Gegensatz zum 80/400er Leitrohr in entsprechenden Schellen.

 
Servus,
beim OAG muss die guiding cam recht empfindlich sein, sonst geht es nicht. Mit der neuen kleinen alccd sind bisherimmer Leitsterne da gewesen, ohne zu suchen. Schlimmstenfalls mit der Belichtungszeit auf 2 oder 3 Sekunden. Das haut bei mir auch mit dem 5" f5 gut hin. Fokussieren entfällt ebenfalls, da die Kamera in ihrer Position bleibt und immer Gleichzeitig mit der Aufnahmekamera im Fokus ist. Mit Leitrohr war bei meinem 10" Newton mit 1200mm Brennweite nach etwa 7 Minuten Belichtung Schluss, längliche Sterne wegen irgendeiner Elastizität, mit dem OAG gehen nun auch 15Minuten ohne Probleme.

Sternfreundlich grüßt

Gottfried
 
Hallo,

Zitat von Gottfried:
Schlimmstenfalls mit der Belichtungszeit auf 2 oder 3 Sekunden.

warum schlimmstenfalls? Selbst mit meiner Lodestar belichte ich
min. 2-3sec. Hintergrund: Bei zu kurzen Belichtungszeiten läuft
man Gefahr dem Seeing hinterher zu laufen (Chasing the seeing).
Das Guiding könnte sich durch zu viele unnötige Guidingbefehle
aufschaukeln, was sich durch eine schlechte Nachführung bemerkbar
macht. Sofern die Montierung gut eingenordet oder gar gescheinert ist,
funktionieren längere Belichtungszeiten des Guiders sehr gut.

CS
Peter
 
Servus Peter,
Du sagst es, es stellt kein Problem dar, wenn überhaupt dauert die kalibration etwas länger.
Unangenehmes Leitsternsuchen hatte ich mit der wenig empfindlichen webcam am Leitrohr, mit dem OAG war es nie einProblem, obwohl ich den OAG überhaupt nicht verstelle.

LG
Gottfried
 
Hallo,
unempfindliche Kameras machen dann wohl wirklich keine Spaß am OAG. Mit Lodestar musste ich meinen OAG noch nie überhaupt nur anfassen um einen Leitstern zu finden. Waren allerdings bisher auch nur 480mm Brennweite bei f/6.
 
Moin zusammen,

ich rede nicht von einer Webcam am OAG, sondern von einer Alccd5.2, die sollte dem Lodestar in Sachen Empfindlichkeit nicht nachstehen, allerdings habe ich den OAG auch am 8" SC bei f/10 eingesetzt...
 
Ich verwende die Lodestar mit dem Giant Easy Guider. Noch nie Probleme gehabt, einen Leitstern zu finden, wobei ich den OAG nur verwende, wenn ich mit dem SCT fotografiere. Mit dem Refraktor verwende ich ein Leitrohr.

Andereseits ist das Prisma des GEG auch gefühl fünfmal so groß wie das von den "typischen" OAGs, die ich bisher so gesehen hab. Mit denen hatte ich in Verbindung mit dem MGEN - der ja auch nicht gerade unempfindlich ist - oft größere Probleme, einen Leitstern zu finden.

Link zur Grafik: http://www.astro.uni-bonn.de/~mischa/mbo/forsale/GEG_2.jpg

gruß

Ulrik
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben