Astrofotografie

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thoralf567

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Hallo
bin hier neu und wollte mal fragen was für eine Ausrüstung man für Astrofotografie braucht und wie viel so etwas ungefähr kostet. Ich will mir ein Skywatcher Teleskop N 250/1200 PDS Explorer BD EQ-6 Pro SynScan GoTo Kaufen.

Gruß
Thoralf
 
Hallo Thoralf,

hast du überhaupt schon einen PC für die Bildnachbearbeitung?

Einsteigen in die Astrofotografie kann man auch ohne Teleskop.

Grüße
Dirk
 
Servus Thoralf,

was möchtest Du denn fotografieren? Panoramaaufnahmen von der Milchstrasse, Gasnebel, Galaxien, Planetarische Nebel, oder Objekte des Sonnensystems wie Sonne, Mond und Planeten? Praktisch jeder der aufgezählten Bereiche braucht spezielle Ausrüstung, wenn die Bilder wirklich gut werden sollen.

Die EQ6 hatte ich auch mal, die ist durchaus fototauglich. Allerdings wird es schwierig, durch das Teleskop, dass Du miterwerben möchtest, langbelichtete Aufnahmen zu machen, da der 10" Newton schon ein riesen Brummer mit entsprechender Segelfläche (jede Windböe wird in Verwackler umgesetzt). Auf meiner EQ6 hatte ich für langbelichtete Aufnahmen "nur" einen 8"f4 Newton, und das war schon Oberkante. Seit ich eine schwerere Montierung habe, sind die Bilder schärfer (ruhigerer Lauf der Monti) und die Ausschussquote ist geringer.
Deshalb: Wenn deepsky das Ziel sein sollte, ist eq6 ok, aber für einen kleinen Refraktor oder einen max. 8"f4. Du brauchst dann noch einen guider (stand allone oder Cam plus Laptop). Der wird entweder off axis ans Hauptrohr oder an ein Leitrohr (evtl. Sucherguiding). Als Aufnahmecamera für den Anfang eine dslr (canon eos 1100d) die mittels flattener an den Refraktor oder mittels Komakorrektor an den Newton angeschlossen wird. Noch besser wäre eine astromodifizierte dslr. CCD Kameras kosten dann schon mehrere Tausend Euros.

Für Mond und Planeten ginge die von Dir erwähnte Kombination schon. Für den Anfang als Aufnahmekamera eine Webcam, besser eine DMK, dazu ein Laptop, um die Kamera zu steuern und die Daten aufzunehmen.

Speziellere Antworten bekommst Du auf speziellere Fragen, manchmal hilft auch das Lesen eines Buches, bevor viel Geld in den Sand gesetzt wird....

Viele Grüße,

Gottfried
 
Hallo Thoralf,

scheinbar hast Du Dich nicht sonderlich sorgfältig eingelesen.
Wenn Du noch nie mit einem Teleskop PC gestützt nachgeführt Langzeitbelichtung betrieben hast, dann wirst Du mit Deinen Vorstellungen die ich gerade aufgrund Deiner Formulierungen impliziere außer einem Haufen Geld verballern nix erreichen. Doch , Frust ohne Ende.
Schenk die Kohle lieber mir damit ich mir ne neue dicke Monti kaufen kann ;-)

Im Ernst, einen 10" Newton mit 1200 mm BW auf einer EQ6 als Anfänger zu beherrschen halte ich für sehr schwer, wenn Du es noch nie gemacht hast denke ich sogar das es ohne einen erfahrenen Kollegen unmöglich ist.

Angefangen das ein Komakorrektor in Deinen Planungen fehlt. Fokussieren ist sehr knifflig.
Guiden von 1200 mm BW ist auch nicht so simpel wie Du Dir das vorstellst.
Stell Dir einen 1200 mm langen 15 - 18 kg schweren Besenstiehl vor auf dessen Spitze eine ultrafeine Nadel angebracht ist. Du packst den Besenstiehl in der Mitte und die Spitze dieser Nadel muss die Montierung unterstützt vom Guider 5 min oder 10 min in einem Quadrat mit der Kantenlänge von 3 mal der Pixelgröße eines Pixels Deiner Hauptkamera halten. Sonst hast Du Eier !
Danach kommt Bias, Dark, Flat, Dithering und Bildbearbeitung.

Also höre bitte auf die Leute und fang mit fetter Montierung, guter Optik und kleiner Brennweite an ! Die Montierung kann niemals zu groß sein !

Wenn Du das beherrschst dann erhöhe die Brennweite. Bis dahin hast Du auch Deine zuküntigen Interessen gefunden. Großflächige Gas und Dunkelnebel oder winzige Galaxien oder Planetarische Nebel.

Grüße

Richard
 
Hallo
danke für die Antwoten.
Würdet ihr mir dann raten ein Skywatcher Teleskop N 200/1000 PDS Explorer BD OTA auf der EQ6 zu Kaufen? Oder ein noch kleineres Teleskop? Es sollte am besten noch groß genug für Galaxie und Nebel sein.
Kennt ihr vielleicht kostenlose Bildbearbeitungsprogamme die ich dann Benutzen kann?

Gruß Thoralf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Thoralf,

Würdet ihr mir dann raten ein Skywatcher Teleskop N 200/1000 PDS Explorer BD OTA auf der EQ6 zu Kaufen? Oder ein noch kleineres Teleskop? Es sollte am besten noch groß genug für Galaxie und Nebel sein.

bitte trenne visuelles Spechteln und das Fotografieren.

Visuell paßt auf ne EQ6 wunderbar ein 8 oder 10 " Newton. Mit dem und richtig guten (teuren) Okularen kannst unter dunklem Himmel wunderbar alles mögliche mit dem Auge beobachten.

Zum Fotografieren ebenfalls die EQ6, aber entweder eine DSLR mit nem Teleobjektiv (Festbrennweite um 200 oder 300 mm), oder ein kleiner Refraktor bis 500 mm Brennweite draufsetzen. Und dann noch ne Guidingcam kaufen.

Wenn Du einfach eine DSLR in den Okularauszug vom 8 oder 10 "er steckst, hast garantiert blos Frust. In der Mitte Eiersterne oder Zickzacklinien, am Rand dann Sterne mit Schweif (Koma). Weil eine solche Montierung einfach nicht genau genug läuft, um ohne Korrektur viele Minuten ein einziges Bild zu belichten und ein Newton bauartbedingt abseits der optischen Achse Koma hat...

Wenn Du unbedingt durch nen Newton fotografieren willst, würde ich maximal nen 6"er mit f=5 nehmen. Dann brauchst aber auch noch nen Komakorrektor zur Guidingcam. Und schon sind wir bei 700 Euro oder mehr zusätzlich zum Teleskop und der Montierung...

Aber für visuelles Deepsky ist 6 " nicht sooo prickelnd. Da fehlt einfach Öffnung. Daher mein ich, Du sollst die beiden Anwendungen (selber gucken und Fotografieren) trennen.

Kennt ihr vielleicht kostenlose Bildbearbeitungsprogamme die ich dann Benutzen kann?

zum Stacken der Bilder kannst Deep Sky Stacker nehmen, zum Weiterverarbeiten dann Fitswork. Beides Freewareprogramme...




 
Hallo Thoralf,

ich denke, dass dir Richard einiges beantwortet haben sollte.

Also, in der Astrofotografie gilt (für mich) folgende Reihenfolge:

1. Montierung
2. Montierung
3. Montierung
4. Montierung
12. Adaption der Kamera am Teleskop (SCHRAUBVERBINDUNGEN!)

15. Fokussieren

23. Bearbeitung am PC (ICH kenne keine auf Dauer befriedigende Freeware)

76. Kamera

176. Teleskopgröße

Will heißen: es kommt nicht so ganz aufs Teleskop drauf an, schon gar nicht auf die Größe. Entscheidend sind die Brennweite (500 für großflächige Nebel, 1000mm + für Galaxien, einige große und Galaxienhaufen ausgenommen, 2500mm und mehr für ganz kleine Galaxien und planetarische Nebel) und das Öffnungsvehältnis (google).
Für den Einstieg tuns 500mm Brennweite, ein nettes Öffnungsverhältnis um f/5 herum, das ganze verbaut in einem stabilen Teleskop mit vernüftigem Okularauszug.
Eine DSLR dran, gerne auch eine gebrauchte 1000d, ein Standalone Guider (spart den Laptop), gefühlte 100 Nächte üben.
Ach ja, vorher noch viel Theorie lesen, im Bilderforum schauen, wer mit was welche Ergebnisse in welcher zeit erreicht und Schlüsse daraus ziehen.

Diese Antwort schreibe ich NICHT auch noch im parallel gleichlautenden Thread. ;-)

LG, Markus



 
Hallo Thoralf und andere

Gleich voll in die Astrofotografie einzusteigen ist nicht einfach!

Mit dem Kauf eines Teleskops ist es nicht getan! Erst mal bist du der große Zahlemeister...

Ich würde lieber klein anfangen.

Hier ist eine schöne Beschreibung eines Weges zum Einstieg, den man gehen kann, aber selbst dafür brauchst du schon eine DSLR Kemara und ein Objektiv und weiteres kleines Zubehör sowie ein bisschen handwerkliches Geschick.
http://forum.astronomie.de/phpapps/...921/Erfahrungsbericht_Einstieg_Ast#Post941921


@Sternenfee123: Deine strickte Trennung zwischen visueller Beobachtung und Fotografie teile ich nicht uneingeschränkt. Es ist auch beides gut möglich, gerade wenn man sich noch nicht sicher ist, wohin die Reise gehen sollen. (Stichwort: Spezialisierung)
Auch kann man visuelles Deep Sky sehr wohl mit 6" Zoll sehr erfolgreich und befriedigend betreiben. Ja sogar darunter gehts prima! Es kommt immer ganz drauf an!



So ist zum Beispiel ein 80mm Volksapo ein eierlegende Wollmilchsau. ;)



Grüße,
Christian
 
Hallo Thoralf,

alleine aus Deiner Antwort schließe ich das Du gar nix vertsanden hast. Du machst Einfach den Newton was kleiner. Der Ansatz ist richtig, aber warum hast Du nicht verstanden.

Markus hat es Dir gesagt, wobei ich die Plätze 5 bis 2500 nochmals mit Montierung belegen möchte. Dann kommt die Befestigung des Scopes. Bis Platz 10000.
Dann kommt in der Tat der OAZ mit der Adaption der Kamera, etwa bis Platz 15000. 15001 ist je nach Teleskop ein guter Korrektor.

Dann kommt Fokussieren. Wichtig ohne Ende unf knifflig.
Dann kommt das Guiding.

Wenn das alles paßt hast Du erst mal gute Rohdaten. Vorraus gesetzt Du denkst auch beim Aufnehemn ans Dithern.
Dann kommen die Kalibrierungsbilder udn dann eine gute Software.
DSS oder FW mögen leicht zu bedienen sein, aber sind ziemlich das letzte was ich auf meiner Rohdaten los lassen würde.

Danach hast Du dann Daten für die BB Programme. Da gibt es Photoshop und PixInsight. Was anderes ist immer gefrickel.

Also überlege Dir sehr genau was Du tust udn vor allem informiere dich erst mal grundlich über das Thema.

In zwei bis drei Jahren wirst Du dann so weit sein das Deinen Bilder langsam richtig gut werden. Wenn Du so lange durchhälst und die Nerven dazu hast.

Grüße

Richard
 
Hi Christian,

die strikte Trennung zwischen Fotografieren und Beobachten empfehle ich aus eigener Erfahrung Anfängern, die noch von nix ne Ahnung haben.

Natürlich kann man mit einem 6" Netwon oder weniger Öffnung auch Deepskybeobachtungen machen. Wenn man astronomisches Sehen beherrscht, weiß, daß diese fuzzelig fluffigen Gebilde Galaxien oder Kugelsternhaufen sind und sein Kopfkino benutzt, dann hat man auch mit so nem Röhrle Spaß ohne Ende.

Wenn man erst mal ein bissy Ahnung hat, sein vorhandenes Geraffel beherrscht, dann kann man mit allem, was man in die Finger bekommt, irgendwie ein Bild fabrizieren. :)

Dazu gehört, daß man auch weiß, wie sich die Brennweite auf das Okular- bzw. Kameragesichtsfeld auswirkt. Also sich auch mal mit der Theorie beschäftigt.

Diese Erfahrung kann man sich aber net kaufen, die muß man sich erarbeiten. Der eine schafft das in ein paar Wochen/Monaten, der andere braucht Jahre dazu. :teufelgrr:

Solange ich z.B. das Schneckenspiel und das Axiale Spiel meiner Montierung nicht befriedigend wegjustieren konnte, war trotz allem gekauften Zeug einfach keine korrekte Langzeitbelichtung möglich. :(

Jetzt klappts, weil ich mittlerweile das richtige Werkzeug dazu hab und per "try & error" auch gelernt hab, wie ich das machen muß. :D

 
Hallo Thoralf ,

eigentlich machst du das richtig. Du fragst !! Du hast offensichtlich auch schon gelesen „wie viel Montierung man braucht“. Warum du nicht eine EQ6 + 8“ benutzen sollst (auch am Anfang) erschließt sich mir nicht. Die Ratschläge gehen bei zu kleinen Montierungen genau in diese Richtung ( „nimm eine EQ6 „ da hast du was für die Zukunft“, „ die Beladung mit Kamera und Scope ist für Montierung xy ist zu viel“, bla.., bla..). Am merkwürdigesten ist jedoch, einem EINSTEIGER mangelnde Erfahrung vorzuhalten. Das ist absurd. Natürlich muss der lernen.

Wenn dir das einsteigen mit 8“ Zoll misslingt, kannst du immer noch abrüsten.
Es gibt von GSO ein 150/750 Newton mit Komakorrektor für knapp 400.- .
Damit kannst du dich ganz entspannt , auch ohne Guiding einarbeiten. Du musst sowieso üben und probieren, also warum nicht mit vernüftigem Equipment. Den dicken Newton kannst du in der Zwischenzeit auch visuell nutzen.

Natürlich ist es schon recht merkwürdig welche Batterie an Threads du abfeuerst. Aber ok, jeder ist anders. Lass dich nicht entmutigen.
 
hi,

kurze frage: brauchst du vllt ein ausfühlriches Buch zur Astrofotografie?
 
Hallo

harte Worte hier :)

Also die EQ6 ist schonmal ne gute Montierung und Grundlage zum Fotografieren fuer viele Jahre, wenn man es dann mit dem Teleskop nicht uebertreibt.

Das Teleskop kannst Du visuell nutzen, zum Fotografieren nimmst Du besser einen kleinen APO bis 500mm Brennweite und eine modifizierte DSLR. Mehr Brennweite oder eine CCD wuerde ich zu Beginn wirklich nicht empfehlen. Es ist schon ein Stueck Arbeit mit kleinem Equipment gut klar zu kommen.

Schau Dir doch mal Bilder an, die mit kleinen APOs und einer DSLR gemacht worden sind. Da gibts fuer Jahre was zu knipsen! Wenn Du dann in etwa eine Vorstellung hast was Du einsetzen moechtest, kannst Du ja gezielt weiter fragen.

Ich selbst habe geschaut, dass ich so vorgehe wie viele DSLR Fotografen um nicht aus Frust alles hinzuschmeissen und v.a. um Hilfe - wenn noetig - bekommen zu koennen.

Ich kaempfe momentan immer noch mit einem optischen Fehler meines kleinen APOs. EBV beherrsche ich noch gar nicht und die Stromversorgung ist noch ungewiss (bin mit einem Powertank auf die Schnauze gefallen und werde nun was basteln muessen).

Obwohl nun vieles funktioniert (Polausrichtung, Objekt positionieren, Fokussieren, Guiding am Sucher, Dauerfeuer per Backyard EOS inkl. Dithern) bekomme ich immer noch nichts Brauchbares hin. Momentan verdaechtige ich den Adapter fuer die Canon mir alles zu versauen... grrrrr

Ich wollte Dir nur kurz zeigen, dass trotz "Allerweltsequipment" es dauern kann bis was geht. Wenn Du dann zu hoch oder zu exotisch einsteigst, wird das nichts. Ausserdem wirst Du einen kleinen APO und eine DSLR immer gut gebrauchen koennen, auch wenn Du mal mit mehr Brennweite unterwegs sein solltest.

VG
Robse
 
hallo
danke für die Antworten.
Sorry Hatte vergessen zu schreiben.
Ich könnte schon ein Buch zur Astrofotografie gebrauchen, ich habe schon mal eins aus der Bibliothek ausgeliehen aber noch nicht genau weil ich noch keine Kamera habe.
 
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