Moin, mal ganz kurz noch: Die Arbeit geht über 40 Seiten, für eine Abiturarbeit wohl
zzgl. der wohl doch zahlreichen Fotos/Bilder.
Zitat von robse:
1. Saubere Nachführung (Thema äquatoriale Montierung , Einscheinern einer Montierung , Gleichlauf & periodischer Fehler, Guiding vs 30sec Frames, etc...)
2. Scharfstellen des astronomischen Objektes (Hilfsmittel zur Scharfstellung: Bathinovmaske - evtl. selbst basteln)
3. Sorgfältige Kalibrierung der Aufnahmen (Darks - Masterdark, Bias, Flats, Stacking, Farbgebung, Stretching etc...)
Dafür gehen alleine schon mal 12-15 Seiten drauf wenn man die Theorie einigermaßen genau und für Nicht-Insider verständlich darlegen will, Stichwort: Begriffserklärungen.
Eine neue gebrauchte Montierung ist zwar die beste Alternative (HEQ5 zum Beispiel), aber kein zwingendes Muss im engeren Sinne. Schrittmotoren an der EQ2 die du hast sind zwar eine Notlösung, funktionieren aber bei guter Einnordung und moderater Brennweite. Der Anbau pimpt die Arbeit zudem ein wenig...
Ich würde auf der EQ2 MIT Motorisierung nicht oberhalb von 500mm Brennweite (netto) arbeiten, die EQ5 packt da schon fast das Doppelte. Lade dir mal Stellarium, falls dus noch nicht hast. Dort kann man verschiedene Optiken als Templates einstellen, damit du einen Anhaltspunkt hast, wie groß Objekte später mit welcher Brennweite abgebildet werden.
Am Jahresende scheints noch nen Kometen zu geben der wohl bis Januar gut zu fotografieren sein dürfte, sollte er den Sonnentransit überleben. Gibt auch nochmal was her, sowohl von den mit einem Tele zu schießenden Fotos als auch vom Schriftlichen.
Da ich denke, dass dein Thema noch aktuell ist und du es nicht verworfen hast, hier eine kleine Anleitung zum Erstellen eines ersten Fotos mit recht einfachen Mitteln, die Idee des fernöstlich anmutenden Zeitgenossen finde ich top. Zwar zeitaufwändig, aber ohne Nachführung zu bewerkstelligen und daher revolutionär.
http://www.youtube.com/watch?v=e0JSTF8SGi4
Spannendes Thema übrigens, bleib am Ball und berichte mal weiter, ja? Lass dir nix einreden, M31 und M42 bekommst du auch ohne semiprofessionelles Equipment und mit ein wenig Geduld und Fleiß gut hin, sieht man ja an dem Video.
Viel Spaß und Erfolg!
PS: Mein allererstes brauchbares Bild mit 10 Jahren aus 1995 (Bildausschnitt): Mit nem handelsüblichen 50mm vom Stativ aus geknipst, selbstredend OHNE irgendeine Nachführung. Belichtung wohl so etwa 30s...so grün wie das Bild ist könnte das ein Fuji Provia 400F gewesen sein, bin nicht sicher.
Link zur Grafik:
http://s7.directupload.net/images/130518/jizbotdg.gif