Ehemaliges Mitglied
Hallo zusammen!
Habt ihr nochmal Lust auf eine Runde in unserem Philosophischen Kabinett?
Leute, ich bin so müde, die Nacht war zu kurz. Wir haben hier echt kein Hobby für "alte" Leute (48 Sonnenumrundungen in meinem Fall), die Wert auf einen geregelten Tagesablauf legen
. Gut, dass irgend eine Kraft im Universum den Kaffee erschaffen hat - oder er einfach von selbst gewachsen ist, weil es die Naturgesetze ermöglichten!
Nun aber zum Thema.
Wo waren wir stehen geblieben?
Beim Sinn. Des Universums. Des Lebens.
Was ist Sinn überhaupt?
Ist er einfach so vorhanden oder muss er durch etwas entstehen? Durch eine Handlung. Oder Interaktion zweier bewusster Wesen. Auf irgendeiner Ebene ihres Seins.
Mit dem Computer kann ich schreiben und in Zusammenhang mit weiteren für Laien kaum verstehbaren "Wundern" der Technik wird es uns ermöglicht, uns hier im Forum über all diese Dinge auszutauschen. Da ist der Computer etwas, das einen Zweck erfüllt, für den er konstruiert wurde. Von klugen Menschen wie Dir, die die richtigen Gehirnwindungen besitzen, um all das, was dafür nötig ist, verstehen.
Ein Sinn kommt meiner Ansicht nach erst dann in die Sache, wenn sich zum Beispiel wir beide unter Zuhilfenahme der technischen Möglichkeiten über Dinge austauschen, nachdenken, neue Einsichten gewinnen, uns aufeinander einlassen (und nebenbei vielleicht auch noch bei einigen von denen, die hier bis jetzt nur still mitlesen - hallo auch an euch! - ein paar Gedanken in Bewegung versetzen).
Ohne dieses technische Gerät wären wir beide wahrscheinlich nie in einen Austausch über diese Themen geraten. Und das, obwohl sich das Universum oder das, was vorher da war, soviel Mühe damit gegeben hat, uns beide zu erschaffen - sei es nun, durch die Naturgesetze, durch eine göttliche Kraft oder durch beides zusammen. Wir entstanden mit unseren unterschiedlichen Einstellungen und unserer gemeinsamen Begeisterung für die Astronomie, die uns schließlich hier zusammenbrachte. Wär doch schade, wenn das nie passiert wäre!
Wenn wir weiter wie zwei weit voneinander entfernte Galaxien zwischen anderen Galaxien herumgetrieben wären, ohne je voneinander auch nur zu erfahren. Zwei Galaxien, die von derselben Kraft, denselben Naturgesetzen erschaffen wurden, und doch kaum unterschiedlicher sein könnten. Und die nun durch die Hilfe der modernen Technik mal kurz die Gelegenheit bekommen, ihre äußersten Randgebiete ein wenig aneinander schrammen (oder besser: miteinander interagieren) zu lassen. Und erst jetzt kann aus dieser Technik so etwas wie Sinn entstehen. Weil wir sie nutzen, um zu interagieren. Um aus dem, was da ist, mit Hilfe unseres Bewusstseins und unserer Fähigkeit zu denken etwas Neues entstehen zu lassen. Denke ich. Zumindest im Moment.
Ich brauch noch einen Kaffee!
Wir haben uns geeinigt, dass das hier ein charmanter "Laber"-Faden ist? Gut, dann mach ich noch ein wenig weiter.
Um nochmal dran zu erinnern: Mit dem Religiösen hab ich es ebenfalls nicht so. Glaub ich. Aber wenn man dann da draußen ist in der Nacht, ...
Ist das für Dich dann wirklich alles nur Physik, Mathematik, Quantenmechanik und was es im Gruselkabinett der Naturwissenschaften sonst noch so alles gibt, um die diese unglaublichen Vorgänge dort um uns herum irgendwie logisch erklären zu können? Fehlt Dir da nicht manchmal etwas?
Ich meine, stell Dir eine wirklich gelungene Beobachtungsnacht vor. Es waren top Bedingungen, Du bist mit den Ergebnissen zufrieden. Du hast weder Kreuzweh noch ist Dir kalt noch hast Du Hunger oder Durst. Du hast diese Nacht zusammen mit netten Gleichgesinnten verbracht oder es genossen, allein zu sein. Du schaust hinauf zu den Sternen und denkst Dir: Mann, wie toll die Naturgesetze das alles eingerichtet haben! Vielleicht bist Du so begeistert, dass Du vor dieser Schönheit und dem, was die Physik da zusammengeschustert hat, staunend in die Knie gehen könntest. Du bist mit Dir selbst, diesem Abend und den Dingen da draußen vollauf zufrieden.
Bist Du Dir in solchen Momenten dann immer sicher, dass es da nicht doch irgendwo in Dir drin, in einem kleinen dunklen Hinterzimmer auf einer inneren Ebene, die sich Deinem Verstand entzieht, etwas gibt, das trotz der Perfektion nicht satt geworden ist? Etwas, das sich jenseits der Logik nach etwas ganz Anderem sehnt, als der Erkenntnis, dass die Naturgesetze es schon richten werden?
Du musst mir das nicht beantworten. Ich ahne Dein: "Äh, nö!" bereits. Aber vielleicht magst Du diese Fragen in einer ruhigen Stunde mal auf den Weg schicken. Damit sie ganz vorsichtig und behutsam erkunden, wo sie dieses Hinterzimmer vielleicht finden könnten. Falls es das überhaupt gibt. Wenn die Logik es irgendwie zulässt.
Nur mal so als Denkanstoß. Muss zu keinem Ergebnis kommen, aber vielleicht darf es ein wenig wirken. Vielleicht.
So, wie es mir auch ein Denkanstoß war, über die Vorteile nachzudenken, die eine etwas rationalere Einstellung zu den Dingen, haben könnte. Könnte. In gewissem begrenztem Umfang.
Nun ist es mir, bevor ich für dieses Mal jetzt hier ende, ein Bedürfnis, mich bei Dir und allen anderen hier für diesen außergewöhnlichen Austausch zu bedanken!
Herzliche Grüße
Sabine
Habt ihr nochmal Lust auf eine Runde in unserem Philosophischen Kabinett?
Leute, ich bin so müde, die Nacht war zu kurz. Wir haben hier echt kein Hobby für "alte" Leute (48 Sonnenumrundungen in meinem Fall), die Wert auf einen geregelten Tagesablauf legen
Nun aber zum Thema.
Wo waren wir stehen geblieben?
Beim Sinn. Des Universums. Des Lebens.
Was ist Sinn überhaupt?
Ist er einfach so vorhanden oder muss er durch etwas entstehen? Durch eine Handlung. Oder Interaktion zweier bewusster Wesen. Auf irgendeiner Ebene ihres Seins.
Da kann ich im Grunde komplett zustimmen. Zum Sinn im Zusammenhang mit diesen Apparaten sind mir letzte Nacht noch ein paar Gedanken gekommen:Nimm einen PC.
Da habe ich mich 20 Jahre beruflich und 20 Jahre rein Hobbymäßig mit beschäftigt.
WARUM so ein Teil funktioniert, viel Physik, Mathematik... ... ...
Der "Sinn", eine Maschine die viele Rechenaufgaben, nichts anderes macht ein Computer, schnell und mehr oder weniger auch parallel zu bewältigen.
"Sinn" und "Warum" sind für mich zwei Dinge.
Mit dem Computer kann ich schreiben und in Zusammenhang mit weiteren für Laien kaum verstehbaren "Wundern" der Technik wird es uns ermöglicht, uns hier im Forum über all diese Dinge auszutauschen. Da ist der Computer etwas, das einen Zweck erfüllt, für den er konstruiert wurde. Von klugen Menschen wie Dir, die die richtigen Gehirnwindungen besitzen, um all das, was dafür nötig ist, verstehen.
Ein Sinn kommt meiner Ansicht nach erst dann in die Sache, wenn sich zum Beispiel wir beide unter Zuhilfenahme der technischen Möglichkeiten über Dinge austauschen, nachdenken, neue Einsichten gewinnen, uns aufeinander einlassen (und nebenbei vielleicht auch noch bei einigen von denen, die hier bis jetzt nur still mitlesen - hallo auch an euch! - ein paar Gedanken in Bewegung versetzen).
Ohne dieses technische Gerät wären wir beide wahrscheinlich nie in einen Austausch über diese Themen geraten. Und das, obwohl sich das Universum oder das, was vorher da war, soviel Mühe damit gegeben hat, uns beide zu erschaffen - sei es nun, durch die Naturgesetze, durch eine göttliche Kraft oder durch beides zusammen. Wir entstanden mit unseren unterschiedlichen Einstellungen und unserer gemeinsamen Begeisterung für die Astronomie, die uns schließlich hier zusammenbrachte. Wär doch schade, wenn das nie passiert wäre!
Ich brauch noch einen Kaffee!
Wir haben uns geeinigt, dass das hier ein charmanter "Laber"-Faden ist? Gut, dann mach ich noch ein wenig weiter.
Sinn impliziert für mich das da irgendwann, irgendwo... ... ... ein er, eine sie, ein es... ... ... und sich bei der "Schaffung" des Universums was "gedacht" hat.
Das geht mir persönlich zu sehr ins religiöse und damit habe ich es nicht so.
Um nochmal dran zu erinnern: Mit dem Religiösen hab ich es ebenfalls nicht so. Glaub ich. Aber wenn man dann da draußen ist in der Nacht, ...
Ist das für Dich dann wirklich alles nur Physik, Mathematik, Quantenmechanik und was es im Gruselkabinett der Naturwissenschaften sonst noch so alles gibt, um die diese unglaublichen Vorgänge dort um uns herum irgendwie logisch erklären zu können? Fehlt Dir da nicht manchmal etwas?
Ich meine, stell Dir eine wirklich gelungene Beobachtungsnacht vor. Es waren top Bedingungen, Du bist mit den Ergebnissen zufrieden. Du hast weder Kreuzweh noch ist Dir kalt noch hast Du Hunger oder Durst. Du hast diese Nacht zusammen mit netten Gleichgesinnten verbracht oder es genossen, allein zu sein. Du schaust hinauf zu den Sternen und denkst Dir: Mann, wie toll die Naturgesetze das alles eingerichtet haben! Vielleicht bist Du so begeistert, dass Du vor dieser Schönheit und dem, was die Physik da zusammengeschustert hat, staunend in die Knie gehen könntest. Du bist mit Dir selbst, diesem Abend und den Dingen da draußen vollauf zufrieden.
Bist Du Dir in solchen Momenten dann immer sicher, dass es da nicht doch irgendwo in Dir drin, in einem kleinen dunklen Hinterzimmer auf einer inneren Ebene, die sich Deinem Verstand entzieht, etwas gibt, das trotz der Perfektion nicht satt geworden ist? Etwas, das sich jenseits der Logik nach etwas ganz Anderem sehnt, als der Erkenntnis, dass die Naturgesetze es schon richten werden?
Du musst mir das nicht beantworten. Ich ahne Dein: "Äh, nö!" bereits. Aber vielleicht magst Du diese Fragen in einer ruhigen Stunde mal auf den Weg schicken. Damit sie ganz vorsichtig und behutsam erkunden, wo sie dieses Hinterzimmer vielleicht finden könnten. Falls es das überhaupt gibt. Wenn die Logik es irgendwie zulässt.
Nur mal so als Denkanstoß. Muss zu keinem Ergebnis kommen, aber vielleicht darf es ein wenig wirken. Vielleicht.
So, wie es mir auch ein Denkanstoß war, über die Vorteile nachzudenken, die eine etwas rationalere Einstellung zu den Dingen, haben könnte. Könnte. In gewissem begrenztem Umfang.
Nun ist es mir, bevor ich für dieses Mal jetzt hier ende, ein Bedürfnis, mich bei Dir und allen anderen hier für diesen außergewöhnlichen Austausch zu bedanken!
Herzliche Grüße
Sabine