Noch eine Ergänzung zum Beitrag #38 von Christian:
Das Planetarium des Eise Eisinga in Franeker ist meiner Meinung nach etwas zu kurz gekommen.
Für mich ist es mit die unfassbarste Konstruktion eines Autodidakten, denn er war weder ein studierter Astronom oder Mathematiker noch war er ein Uhrmacher.
Von Beruf war er Wollkämmer.
Das Planetarium samt astronomischer Uhren installierte er in seinem Wohnzimmer. Für die Zahnräder schmiedete er über 10.000 Stifte selbst, man konnte nicht mal eben in den Baumarkt gehen...
Ich kann und will hier nicht alle Einzelheiten über das Unikat wieder geben. Am Besten selbst vor Ort anschauen und staunen!
Gut, dass damals Uranus und Neptun noch unbekannt waren. Es hätte sonst die Dimension gesprengt...
Detailaufnahmen der astronomischen Uhren. Man kann größtenteils die Bedeutung übersetzen.
Scheinbare Bewegung der Sonne im Tierkreis. Wie man unschwer an der Sonnenauf- und -untergangszeit erkennen kann, waren wir zu Mitsommer dort.
Der linke Teil. Oben in der Mitte der ewige Kalender, dessen Jahresscheibe allerdings neu gefertigt werden musste, da er nur für gut einhundert Jahre, glaube ich mich zu erinnern, vorgesorgt hatte. Aber bei der angewandten Technik mit Jahresscheibe kann der Kalender logischerweise nicht "ewig" sein.
Der rechte Teil. Die Anzeige der Mondphasen darf natürlich nicht fehlen.
Hier das Herzstück des Uhrwerks über dem Schrankbett. Rechts etwas höher ist der Raum über der Zimmerdecke, wo auch die großen Zahnkränze der Planeten laufen. (Davon hätte ich auch noch Fotos.)
Link zur Website, unten rechts kann man den aktuellen Stand des Planetariums anschauen und auch als Zeitraffer abspielen lassen.
Im angeschlossenen Museum gibt es eine Menge transportabler Planetarien sowie Astronomische Uhren zu bestaunen.
Ein Besuch sei euch dringend ans Herz gelegt.
Viele Grüße
Hans-Jürgen