Astrostuhl Empfehlug?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Der_Peter

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

jetzt muss langsam ein Astrostuhl her, weil mich das Hantieren mit Sitzkissen etc. nervt und das Gehampel nicht gerade zu einem entspannten Beobachten beiträgt:

Bei TS findet die Suche folgende Modelle:
http://www.teleskop-express.de/shop/advanced_search_result.php?keywords=astrostuhl&suchdas=OK

Bei AS findet man eine ähnliche Auswahl:
http://www.astroshop.de/?q=astrostuhl

Die Preisunterschiede sind nicht weltbewegend, mehr oder weniger alle im gleichen Segment... =>

Welche haben sich denn bei Euch hinsichtlich Funktionalität, Handling und Haltbarkeit bewährt?

P.S.: Günstiger ginge es vermutlich mit einem Bügelstuhl, aber die scheinen weniger für "gestandene Mannsbilder" ;) und nicht für die Wiese gemancht zu sein.
 
Hallo Werner,

danke Dir: Der Hocker ist interessant.
Ich benötige das Möbel am Refraktor; muß mal nachmessen, welche Höhenunterschiede zw. "rel. horizontnah" und "fast im Zenit" auftreten.
 
Hallo Peter,

bei den gewöhnlichen Bügelstühlen muss man die Sitzfläche losschrauben, um die Höhe zu verstellen. Auch wenn das ohne Werkzeug geht kann das unkomfortabel sein (so empfinde ich das jedenfalls). Die Astrostühle aus Holz haben da ein besseres System. Ich nutze an meinem 8 Zoll Dobson einen einfachen Arbeitshocker mit Gasdruckfeder und ohne Rollen für 25 Euro, den man von 38-50 cm verstellen kann. Bei meiner Körpergröße von 182 cm ist diese Lösung für mich ausreichend. Vielleicht findest du unter diesen günstigen Hockern ohne „Astro“ im Namen ja etwas Passendes.
 
Hallo Peter,
ich habe mir auf der diesjährigen HATT einen Astrostuhl Hydra II von Berlebach gekauft. Ein Sitztestvergleich mit dem Charon (auch Berlebach)viel zugunsten des Hydra aus. Die Bedienung ist klasse und sehr einfach sowie schnell erledigt, die Höhe exakt einstellbar. Und sehr schmal zusammenlegbar.
Nach jetzt zwei Einsätzen frage ich mich, wieso ich mir nicht gleich so einen Astrostuhl gekauft habe (bisher Angelhocker benutzt oder zu Hause einen normalen Stuhl, dann noch krumm machen oder Stativ verstellen). Lieber ein paar Euro mehr und einen gut/einfach und schnell sowie exakt einstellbaren Stuhl kaufen.
Viele Grüße Olaf.
(P.S.: in der Fotogalerie hast du ja eine Anmerkung zu meinem Mondbild geschrieben, der Astrostuhl ist dort zur Hälfte zu sehen.)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke Euch für's feedback!

Nach Überlegung wird's vermutlich kein Hocker werden, weil ich ein Einsinken der Füße im nassen / schlammigeren Untergrund befürchte und eine kleine Lehne als komfortabler empfinde.

Die Stühle von Berlebach gefallen mir.

@Uwe/Radfahrer
Muß man ein "Aufweiten" der Schlitze befürchten, in die man den Sitz steckt. Das entstehende Drehmoment bzw. der Hebel unter Last sind ja nicht ohne...

@Olaf/CaptainKirk
Berlebach spricht auf ihrer Homepage ja von "optimierten Profilen" beim Hydra II bzw. Nix II. Ist die aktuelle Konstruktion verwindungssteif genug?
 
Hallo Peter,

ich nutze den Charon für die Beobachtung an einem Großfernglas auf Nivellierstativ. Die Sitzhöhenverstellung ist praktischer als die Verstellung des Stativs. Grundsätzlich bin in mit dem Stuhl zufrieden, hätte aber zwei Kritikpunkte, die gerade bei der horizontnahen Beobachtung mit einem Dobson wichtig wären.
An der zweiten Öffnung von unten (Sitzhöhe 22cm), läßt sich das Sitzbrett nicht vollständig einschieben. Es stößt 1cm vorher gegen die Verbindungsstrebe der beiden Brettschenkel. Dadurch wird der "Sitzschwerpunkt" etwas nach vorne verlagert und der zweite Nachteil noch etwas verstärkt. Und dieser ist ein Kippen des Stuhls nach vorne! Denn bis zur fünften Öffnung (Sitzhöhe 42cm) kann ab einer senkrechten Körperhaltung der Stuhl kippen. Dies um so schneller, je weiter !Mann! sich vorbeugt oder nicht vollständig die komplette Sitzfläche belegt (Mann wiegt 90kg!).
Das hintere Brett hebt dann vom Boden ab und man hält sich instinktiv am Gerät fest.

Über die Stabilität der Öffnungen und des Sitzbrettes habe ich mir auch Gedanken gemacht. Bis jetzt sind außer ein paar oberflächliche Kerben keine Abnutzungserscheinungen zu erkennen.

Viele Grüße
Frank
 
Hallo Peter,

Zitat von Der_Peter:
Muß man ein "Aufweiten" der Schlitze befürchten
nein. Aber am Einsteckteil sind Druckspuren durch die Belastung (bei mir 80kg). Die Standfläche des Stuhls ist sichelförmig, sozusagen ein Vierfüßer, da sind durch die H-Steine der Terrasse Abnutzungsspuren.
Zitat von Eisenmeteorit:
An der zweiten Öffnung von unten (Sitzhöhe 22cm), läßt sich das Sitzbrett nicht vollständig einschieben. Es stößt 1cm vorher gegen die Verbindungsstrebe der beiden Brettschenkel.
Das kann ich ich bei meinem Modell nicht bestätigen.
Ja, wenn man sehr tief sitzt, muß man vorsichtig aufstehen. Ich denke, das wird bei ähnlich gebauten Stühlen nicht anders sein.

Gruß Uwe
 
Hallo Peter,

ich habe mit dem Füssener Astrostuhl (ICS führt ihn in seinem Programm) sehr gute Erfahrung gemacht und kann ihn wärmstens empfehlen. Er ist stabil und sicher. Die Sitzplatte kann bis 20 cm über den Boden gesteckt werden.

Gruß Klaus
 
Hallo Peter,

ich habe mit dem Füssener Astrostuhl (ICS führt ihn in seinem Programm) sehr gute Erfahrung gemacht und kann ihn wärmstens empfehlen. Er ist stabil und sicher. Die Sitzplatte kann bis 20 cm über den Boden gesteckt werden.

Gruß Klaus
 
Hallo zusammen,

danke für die Hinweise von Frank/Eisenmeteorit zu einer möglichen Kippneigung des Charon und an Klaus/Stenenhundklaus für den Füssener Astrostuhl.
Interessant ist auch, dass nach Uwe's/Radfahrer Erfahrung die Monteure beim Charon scheinbar ein paar "Freiheitsgrade" haben...

Da ich leider nicht in der Traumgewichtsklasse von Uwe/Radfahrer bin, ist für mich eine mögliche Kippneigung ein wichtiger Aspekt.
Wenn ich die Fotos von Charon und Hydra II/Nix II sowie vom Füssener Astrostuhl genau betrachte, stelle ich fest, dass die Konstruktion des Charon offenbar "steiler" steht und man dadurch leichter den Schwerpunkt ausserhalb der Standfläche und damit das Ganze zum Kippen bringen kann.

O.K., dann steht die Endauswahl mit dem Füssener Astrostuhl Magnum sowie Nix II; alle bei mindestens rund 220,-.
Meine Tendenz geht Richtung Füssener Astrostuhl Magnum.

Viel Geld, aber ich will sowas auch nur einmal im Beobachterleben kaufen.
 
Hallo zusammen,

schon ein etwas älterer Thread. Aber ich habe jüngst für meinen Dobson (nicht für die Zenitbeobachtung mit dem Bino geeignet) und um Erfahrungen zu sammeln den Leifheit Multisitz Niveau gekauft. Vollkommen ausreichend (erhältlich z.B. bei den Amazonen). Relativ einfach höhenverstellbar, sehr günstig und trotzdem ausreichend stabil. Wenn man denn dann nach ein paar Jahren etwas anderes Gutes und Stabiles kaufen will, hat man hier nichts falsch gemacht und kann ihn vom Feldeinsatz sauber machen und als Bügel-/Stehhilfe weiter verwenden.

VG Axel
 
Zu dem Leifheit Multisitz Niveau gibt es hier noch eine Idee:


Gruß,
Peter
 
Servus,
oder so etwas....wie wäre es mit selbst bauen? Wenn du eine Stichsäge und eine Bohrmaschine/ Akkuschrauber hast ist das überhaupt kein Problem.
Birke Multiplex 21mm aus dem Baumarkt, die großen Teile dort schon auf Maß sägen lassen, den Kleinkram und die Ausschnitte dann daheim. Dann noch 2 Scharniere und evtl. etwas Holzleim, fertig.
Kosten, ca. 20€. ?
Ist mit das Beste was mir bisher unter den Hintern gekommen ist, bequem, super einfach zu verstellen und sehr günstig!

Gruß
Ralf

[IMG alt="1AF26615-4F96-49B2-A74C-266490461CE4.jpeg"]https://forum.astronomie.de/data/attachments/89/89282-92b919d9fb60117919edce8e9bd3328a.jpg[/IMG][IMG alt="8C5DFB0F-6978-466B-B708-926878F7A25A.jpeg"]https://forum.astronomie.de/data/attachments/89/89283-7656d87624c1350993c912336f707773.jpg[/IMG][IMG alt="32515478-D54F-4240-9B48-18FC1D6A0F9D.jpeg"]https://forum.astronomie.de/data/attachments/89/89284-4039b7bb58ca67c627a8e9f488f8606f.jpg[/IMG]
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe den Berlebach Nix II seit April im Betrieb..... nahezu 3x die Woche. Der Stuhl ist für meine 110 kg stabil genug und super verstellbar.
Das Einzige, was mich sehr stört ist die Tatsache, dass an der Vorderseite der Beine die Lasur abreibt, wenn man den Sitz hoch und runter schiebt. Das ist optisch sehr unschön für so einen superteuren Stuhl! An der Hinterseite der Beine hat er ja eine Kunststoff Schiene wie eine "Ratsche" in der der Sitz sauber fixiert wird, aber auf der Vorderseite gleitet der hölzerne Rahmen des Sitzes auf dem blanken Holz. Bei 200x Verstellung reibt das deutlich ab.... statt der gelben Lasur kommt das helle Holz zum Vorschein... werde demnächst mal Berlebach dazu befragen!
Guido
 
Und noch einpaar Ideen:


Gruß,
Peter
 
Servus,
oder so etwas....wie wäre es mit selbst bauen? Wenn du eine Stichsäge und eine Bohrmaschine/ Akkuschrauber hast ist das überhaupt kein Problem.

Bin voll ausgestattet, was Werkzeug angeht und regelmäßiger Gast im MAKERSPACE Rhein-Neckar | Startseite :-) Aber mal ganz ehrlich: der Leifheit kommt für 35 € komplett fertig montiert ins Haus. Da bastel ich nicht rum, sondern nutze die Zeit lieber sinnvoller :) Ansonsten bin ich voll der Bastel-Axel und für jede ATM Schandtat zu haben ...

VG Axel
 


Kauf Dir´n Bügelstuhl von Leifheit oder Hailo.

Seit ich Astronomie als Hobby betreibe, habe ich schon viele Produkte gesehen, von denen ich denke: "Wer braucht denn sowas?" oder "Das gibt es doch schon, aber in besser und einfacher".
Der Astrostuhl ist so ein Produkt.
Habe drauf gesessen, ihn eingeklappt, aufgeklappt, getragen etc.
Und mir gedacht: Das gehört zu den Dingen, die die Welt nicht braucht.
Nur meine ganz persönliche Meinung.

Auf dem Weg zum Bügelstuhl haben die bestimmt mal einen Prototypen aus Holz gebaut, und sich gedacht: "Viel zu unpraktisch. Lass uns was anderes bauen". Dann haben die dem Holzprototypen ihre Halle beheizt. ;-)



Vielleicht war es aber auch ganz anders:

Produktentwickler 1:
"Hm, was könnten wir dem Sternenfreund denn noch andrehen.....?"

Produktentwickler 2:
"Stuhl."

"Igitt....Sauerei....! Achso, Du meinst das Sitzmöbel?"

"Ja, viele wollen ja bequem sitzen...also einen Astrostuhl."

"Aber Stühle gibt es in rauen Mengen, Bügelstühle zum Beispiel. Leicht, effizient, gepolstert, günstig und stabil."

"Du hast das Problem erfasst: Günstig. Es darf nicht günstig sein. Es muss abgeschmackt teuer sein, und klobig und schwer."

"Abgeschmackt teuer ist klar, das ist vieles in der Astronomie, aber wieso klobig und schwer?"

"Naja, es soll Wertigkeit suggerieren, also muss es schwer und klobig sein."

"Hm....aber gutes, funktionales Produktdesign lebt von "Form follows function" und vom Weglassen."

"Junge, WAS verstehst Du nicht? Es geht nicht um gutes und funktionales Design. Es geht nur ums Ge-held. Den Hobbyastronomen kannst Du ALLES andrehen, es muss nur scheinbar EXTRA für die Astronomie gemacht sein. Es muss keinen Sinn haben. Verstehst Du? Du kannst denen auch vergoldete Airyscheibchen und einen Einnorder für Dobsons andrehen."

"Ah jaaa! Das heisst...wir bauen zwar einen Astrostuhl..."

"...ja....."

"...aber er muss unpraktisch sein. Schwer....."

"...ja, Du bist auf dem richtigen Weg....weiter..."

"...aus schwerem Holz! Nicht wie diese stabilen, einfachen Bügelstühle aus Stahlrohr, sondern aus Holz."

"Genau! Das hat diesen Nachhaltigkeitsanstrich. Klar, Stahlrohr hält viel länger, aber das wollen wir ja nicht. Du kannst Holz noch so toll behandeln, irgendwann hat es Kitschen, es schabt sich ab, es kriegt Stockflecken.....ideal für uns! Sie werden das Produkt bejubeln!"

"Und er muss viel größer sein also diese Bügelstühle. Und schwerer."

"Auf jeden Fall, er muss im Auto deutlich mehr Platz wegnehmen. Und rückenunfreundlich! Dann kooperieren wir mit Physiotherapeuten und bekommen Provision. "


"Und er muss breit sein und VIER Auflagepunkte haben."

"Wieso dass denn ....? Das ist doch unlogisch! Besser wären DREI. Jeder weiß, dass vier Auflagepunkte wackeln, es sei denn, die Konstruktion ist schmaler und ein wenig flexibel, wie ein Bügelstuhl!"

"Maaan, Du und Dein logisches Denken! Es geht um teuer, breit, schwer, klobig.....Dein Effizienzgedanke kostet uns NUR Geld! Und Du hast nochwas vergessen."

"Was...?"

"Gib ihm ´nen tollen Namen. Also nicht "Klabusterbeere", sondern sowas wie "Lanzelot", oder "Algol"..."Voyager!!" Der Astrostuhl Voyager. Trägt fette Astrotypen bis 220kg, Eigengewicht 30kg, Breite 1m, 2m hohe Rückenlehne, 1841 Verstellmöglichkeiten. Preis: 429 EUR. Polster kostet extra. Und da, wo die Füße den Boden berühren, bleibt das Holz roh, damit es irgendwann kaputtgeht."

"Du...?"

"Hm....?"

"Wir sind genial! Die WERDEN das kaufen. Ich bin mir sicher."
 
"Und er muss breit sein und VIER Auflagepunkte haben."

:y:

Bildschirmfoto 2020-12-10 um 10.49.03.jpg

lg
Niki
 
Hallo allerseits,

als Feind der Volkswirtschaft, Kapitalismus darf man ja nicht mehr sagen, benutze ich für mein Grab and Go vor der Praxistüre meistens einen einfachen Hocker (Ikea 1983 DM 20,-). Wenn ich es für den Refraktor niedriger brauche kommt ein solider Kinderstuhl (Gebrauchtwarenhof € 1,-) zum Einsatz. Selten brauche ich einen zusammengeklappt bereitstehenden Bügelstuhl (Gebrauchtwarenhof € 5,-). Damit bekomme ich alles abgedeckt, und im Bedarfsfall schnell noch einen nach draußen tragen geht genau so schnell wie das Verstellen eines Hightech Stuhles.

CS Gerhard
 
Ich habe den Berlebach Nix II seit April im Betrieb..... nahezu 3x die Woche. Der Stuhl ist für meine 110 kg stabil genug und super verstellbar.
Das Einzige, was mich sehr stört ist die Tatsache, dass an der Vorderseite der Beine die Lasur abreibt, wenn man den Sitz hoch und runter schiebt. Das ist optisch sehr unschön für so einen superteuren Stuhl! An der Hinterseite der Beine hat er ja eine Kunststoff Schiene wie eine "Ratsche" in der der Sitz sauber fixiert wird, aber auf der Vorderseite gleitet der hölzerne Rahmen des Sitzes auf dem blanken Holz. Bei 200x Verstellung reibt das deutlich ab.... statt der gelben Lasur kommt das helle Holz zum Vorschein... werde demnächst mal Berlebach dazu befragen!
Guido

Moin,

das ist systembedingt, da kannst Du Propellerlack drauf machen und es wird abreiben. Das ist bei Naturholzprodukten auch nicht zu beanstanden, denke ich. Das Ding ist ein Gebrauchsgegenstand und weder als Kunstobjekt noch als Ausstellungsstück gedacht... Mit ölen oder wachsen kann man dem entgegenwirken.

Ansonsten würde ich definitiv zum Bügelstuhl raten, das Berlebach-Teil genau wie die parallel existierenden Holzkonstrukte halte ich für so ziemlich das überflüssigste Produkt auf diesem Markt. Was nicht gegen die Anbieter gerichtet ist, die liefern was der Markt fordert - aber an der Stelle läuft das wohl in die Irre.

CS
Jörg
 
Hmmmm, ich nehme hier ernstaften Gehirnwäsche-Nachholbedarf in Bezug auf F@ck For Freedom- und Nachhaltigkeitsüberlegungen wahr:

Bügelstühle sind nicht kompostierbar und verbrauchen in der Herstellung Unmengen an Wasser und Energie. Außerdem verrotten sie erst nach Jahrhunderten und wenn man die Sitzpolster verbrennt, stinken die erbärmlich... Damit sind Bügelstühle am Ende ihrer Lebenszeit oder wenn sie aufgrund einer adipösen Disposition des Anwenders halb im Morast der Beobachtungswiese versunken sind, eigentlich nur als dessen dauerhafte Grabbeigabe zu gebrauchen.

Meinen (ggf. defekten) Holzstuhl kann ich nach einer kalten und/oder erfolglosen Beobachtungsnacht wenigstens verbrennen, dann gibt er nur das CO2 (und mir Sonnenergie und Genugtuung zurück), das der Baum beim Wachsen gebunden hat. (OK, vorher noch die Beschläge abmontieren und in der Gelben Tonne dem Recycling zuführen, geht aber auch, nachdem die Glut erkaltet ist).

Ich könnte alternativ zum Verbrennen aus dem Holzstuhl auch Waldorf-Bauklötze schnitzen, damit die Kleinen schnell lernen, dass man ohne rechte Winkel nur recht schnell einstürzende Bauten erschaffen kann und es einen Grund gab, warum der Pharao seinen ersten prä-Waldorf Baumeister nach entsprechenden "Erfolgen" den Krokodilen übergab. (Sorry für OT, zur Strafe tanze ich meinen Namen!)

Ihr seht, so ein hölzerner Astrostuhl ist einem schnöden Bügelstuhl nachhaltig, auch didaktisch, überlegen und erfüllt vielseitige Anforderungen über eine blose Ar@#hablage hinaus. :poop:
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun ja, man darf die Nachhaltigkeitsaspekte auch nicht vernachlässigen. Einen echten hölzernen Astrostuhl könnte man den Native Americans auch andienen wenn diese mal wieder einen Klappstuhl eingraben müssen weil gerade kein Kriegsbeil verfügbar ist. In der kinematographischen Wiedergabe konnte man ja sehen, dass bestimmte Stämme bei starker Reizung mit dem Ausgraben eines Klappstuhls reagieren...

CS
Jörg
 
Ich trau es mich ja fast nicht zu sagen, aber ich habe den Berlebach Astrostuhl Charon seit zehn Jahren in Verwendung und bin mit dem Teil eigentlich sehr zufrieden :censored:. Lässt sich schön flach zusammen klappen und die Sitzfläche ist ratzfatz und unfummelig verstellbar. Der Lack zeigt zwar schon Alterungserscheinungen, aber mei - der Stuhl wird ja verwendet und steht auch regelmäßig mehrere Nächte nacheinander im Freien.

LG Michael
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben